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	<title>Roman Zingel, Autor bei Mostdope</title>
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	<title>Roman Zingel, Autor bei Mostdope</title>
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		<title>BIBIZA zieht weiter durch die Nacht »bis einer weint«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roman Zingel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Nov 2024 13:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soundchecks]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor etwa anderthalb Jahren lud Franz Bibiza zu einer wilden Nacht durch Wien ein. Der Mann aus dem 6. Bezirk, der bis dato vor allem von Rap beeinflusste Songs und Alben veröffentlichte, fand mit »Wiener Schickeria« einen einzigartigen Stil, der ihm sogar den Amadeus Award in der Kategorie “Best Sound” bescherte. Auch auf unser hauseigenen Bestenliste landete das Album daher weit oben. Auf »bis einer weint« knüpft BIBIZA genau dort an, wo sein Vorgänger endet. Ein riskantes Unterfangen, das auch [&#8230;]</p>
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<p><strong>Vor etwa anderthalb Jahren lud Franz Bibiza zu einer wilden Nacht durch Wien ein. Der Mann aus dem 6. Bezirk, der bis dato vor allem von Rap beeinflusste Songs und Alben veröffentlichte, fand mit »Wiener Schickeria« einen einzigartigen Stil, der ihm sogar den Amadeus Award in der Kategorie “Best Sound” bescherte. Auch auf unser <a href="https://mostdope.tv/editorials/editors-pick/jahresruckblick-2023-die-zehn-besten-deutschsprachigen-alben">hauseigenen Bestenliste</a> landete das Album daher weit oben. Auf »bis einer weint« knüpft BIBIZA genau dort an, wo sein Vorgänger endet. Ein riskantes Unterfangen, das auch den Protagonisten der neuen Platte bis an seine Grenzen treibt.</strong></p>



<p>Ähnlich wie »Wiener Schickeria« beginnt das Album mit einem getragenen, etwas sperrigen Intro. »bis einer weint« läutet mit Gitarrenfanfaren und üppigen Drums ein weiteres mitreißendes Kapitel in BIBIZAs Diskographie ein. Als Titeltrack ist der Song auch sichtlich darum bemüht, das Konzept der kommenden Stunde einzuführen. Wer aber schon letztes Jahr zugehört hat, weiß genau, worum es geht: Exzesse, Höhenflüge, Abstürze und natürlich auch um Wien.</p>



<p>Seine Heimatstadt verlässt BIBIZA zunächst demonstrativ auf »aufnimmawiederschaun«, das ein erstes Highlight auf dem Album bildet. Siegessicher thront er auf einem untergehenden Schiff und schafft es, von der ersten Sekunde an zu fesseln. Die schamlose Attitüde, mit der das Unheil seinen Lauf nimmt, lässt für den weiteren Verlauf nur Gutes ahnen:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Hallihallo, Grüß Gott, du schönes tiefes Loch<br>Natürlich spring&#8217; ich rein, oder, Baby, du kennst mich doch</strong></p>
<cite>»aufnimmawiederschaun«</cite></blockquote>



<p></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="BIBIZA - &quot;aufnimmawiederschaun&quot; (official video)" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/V9oPTAUYv2w?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:35px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Im Strudel der Nacht</h2>



<p>»bis einer weint« erzeugt ab diesem Punkt wie schon die Schickeria eine sogähnliche Wirkung, die nur wenig Luft zum durchschnie-, äh, -schnaufen lässt. Die kurzen Songs, die ohne große Umschweife sofort reinstarten, halten das Tempo hoch und machen so viel Spaß, dass man BIBIZA auf »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=btOAUOah_6U">Nicht schon wieder!</a>« entgegnen möchte: “Doch, bitte nochmal genau das!”</p>



<p>Auf »Discoschnupfen« bekommt BIBIZA zum einzigen Mal Unterstützung von einem Gast. Der Schauspieler <strong>Nicholas Ofczarek</strong>, der auf »Wiener Schickeria« bereits das Intro eingesprochen hat, tritt hier als Doktor auf, der BIBIZA zunächst noch den Spiegel vorhält, dann aber unentwegt ebenfalls in den Strudel des Protagonisten mitgerissen wird. Dieser zeigt sich wie immer kokett und mag seinen drohenden Verfall noch nicht wahrhaben. Dafür verpackt BIBIZA auch zugegebenermaßen ziemlich zweckhafte Reime wie “Pandemie” auf “Hatschi” noch viel zu charmant. Die erneute Rekrutierung von Ofczarek spricht dabei nicht nur für die Kontinuität in BIBIZAs Schaffen derzeit, sondern auch für die überragenden Videos, die ihn auch dieses Mal begleiten.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="BIBIZA - &quot;Discoschnupfen&quot; (ft. Nicholas Ofczarek) (official video)" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/kmlQxgm8d7g?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:35px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Das Album geht in dieser Phase nur noch nach vorne. Kein Wunder, dass es BIBIZA auf »check in / check out« in den Mile High Club hoch in die Lüfte trägt. Mit seinen aufwändigen Percussions und der funky Gitarre stellt der Track ein weiteres Highlight dar, das zudem wunderbar in »Luxusparese« übergeht. Hier zeigen sich zwei große Stärken von »bis einer weint«: Die Kontinuität und der Fluss des Albums spricht für einen stringenten Produktionsprozess, bei dem von vorne an alles gedacht wurde. Außerdem brilliert das Album immer wieder mit grandiosen Bridges vor der eigentlichen Hook. Hier packt BIBIZA einen Flow aus, der direkt aus der Feder vom ewigen Inspirationsquell <strong>Falco</strong> stammen könnte, um uns sein größtes Geheimnis zu offenbaren:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Ich hab ein halbes Gramm Kokain an meinem Arsch<br>Durch meine Attitude und Confidence wünscht mir jeder einen guten Start</strong></p>
<cite>»check in / check out«</cite></blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Die Abrechnung</h2>



<p>Dass die Hemmungslosigkeit, die BIBIZA bis dato an den Tag legt, nicht ohne Konsequenzen bleibt, ist wenig überraschend. Anders als auf bisherigen Songs wird »bis einer weint« Richtung Mitte seiner Laufzeit fast schon politisch. So prangert »Luxusparese« den Exzess der Wiener Schickeria offen an und zieht Parallelen zur Ignoranz der EU gegenüber der Lage an den Außengrenzen. Auf »Der Mann mit der Glatze« kommt es endgültig zum Zusammenbruch der Weltordnung, die ein Mann in Krawatte durch den Druck auf einen Kopf auslöst. Wer genau gemeint ist, bleibt offen, dabei bietet das aktuelle Weltgeschehen ohnehin genug Projektionsfläche für eine passende Figur.</p>



<p>Wenn BIBIZA auf »DIE RECHNUNG KOMMT« dann zur Kasse gebeten wird, geht es wie immer schnell. Die Parts sind kurz und wechseln sich in rasantem Tempo ab, das von den vielen Gitarrenriffs noch weiter getrieben wird. Überhaupt ist »bis einer weint« im zweiten Drittel sehr rockig, auch »Rauchen ist tödlich!« etwa kommt kratzig und nur minimal melodisch daher. Passend wird aber genau an dieser Stelle ein Cut gesetzt, der das Album zumindest musikalisch mit Ausnahme des Brechers »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=XEy5RWI4688">DONAU</a>« langsam aber sicher ausklingen lässt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine Ode an das Tanzen un die Frauen</h2>



<p>Inmitten der Extase schlägt die vierte Videoauskopplung »Tanzen« ganz andere Töne an. Wie ein Chanson-Sänger tritt BIBIZA auf die Bühne und hinter die Protagonistin zurück, die nun im Zentrum des Geschehens steht. Auch wenn der Song ungewollt an Tracks von beispielsweise <strong>Max Giesinger</strong> erinnert, bringt er seine starke Message in Kopfstimme glasklar und mit noch genug Schmäh rüber:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Ich will ja nicht so tun, mir wurd es ja auch erklärt<br>Dank gilt meiner Mami und der Frau, die ich verehr&#8217;<br>Freizügiges Gewand heißt nicht: „Bitte mach mich an“, sondern<br>„Ich bin mit den Mädels heute aus und habe Fun“</strong></p>
<cite>»Tanzen«</cite></blockquote>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="BIBIZA - &quot;Tanzen&quot; (official video)" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/eg5AQr8xzD4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:35px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Obwohl »Tanzen« insgesamt daher absolut gelungen ist, offenbart das Album in dieser Thematik seine vielleicht größte Schwäche. Eine weibliche Bezugsfigur taucht auch auf »hinfalln« und »Böses Spiel« als zentrale Rolle auf. Wo »Wiener Schickeria« BIBIZAs Angebeteter aber durch Songs wie »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=SDHQqN_wCm8">Marie</a>« und »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=08hIfHRraGk">Akademie der bildenden Künste</a>«, bleibt diese auf »bis einer weint« leider ziemlich blass.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Suche nach dem roten Faden</h2>



<p>Auf den übrigen Songs, die allesamt gut produziert sind, fällt die vierte Wand. BIBIZA wendet sich viel persönlicher direkt an die Hörenden und bekennt “Leider leb’ ich wirklich so, wie ich es auf den Songs erzähle” auf »Böses Spiel«. Eine wirkliche Konsequenz lässt das letzte Drittel aber vermissen, zumal dies gar nicht nötig gewesen wäre. Die Reise des Protagonisten, die »bis einer weint« bis dato erzählt, ist so voller Höhe- und Tiefpunkte, dass sie genug Anhaltspunkte bietet, um genau diese Themen zu reflektieren.</p>



<p>So wirkt es daher leider etwas zu gewollt, wenn »Gute Nacht« zum Abschluss Zeilen aus dem Intro wieder aufgreift, um den Rahmen ganz explizit zu machen. Wo »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=_g9QKaY3XLE">Regen</a>« auf dem letzten Album noch ein echtes Schmankerl bot, endet »bis einer weint« daher zwar konsequent, aber ohne neue Akzente zu setzen.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/BIBIZA-bis-einer-weint-marko-mestrocvic-2-683x1024.jpg" alt="BIBIZA mit zwei Füßen im Gesicht" class="wp-image-17066" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/BIBIZA-bis-einer-weint-marko-mestrocvic-2-683x1024.jpg 683w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/BIBIZA-bis-einer-weint-marko-mestrocvic-2-200x300.jpg 200w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/BIBIZA-bis-einer-weint-marko-mestrocvic-2-768x1152.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/BIBIZA-bis-einer-weint-marko-mestrocvic-2-500x750.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/BIBIZA-bis-einer-weint-marko-mestrocvic-2-800x1200.jpg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/BIBIZA-bis-einer-weint-marko-mestrocvic-2-770x1155.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/BIBIZA-bis-einer-weint-marko-mestrocvic-2.jpg 945w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">via Marko Mestrovic</figcaption></figure>
</div>


<p>Das soll trotzdem nicht heißen, dass der Abschluss keine Lichtblicke bereithält. Das Pixies Cover von »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=OJ62RzJkYUo">Where Is My Mind?</a>« auf »schwimmen« gelingt ziemlich gut und »Böses Spiel« ist eine makellose Indie-Nummer, die live bestimmt Spaß macht. Überhaupt liefern <strong>filous</strong>, <strong>Johannes Madl</strong> und <strong>Enzo Gaier</strong>, die am häufigsten in den Credits auftauchen, durchweg abwechslungsreiche Produktionen ab. »bis einer weint« ist noch einmal bandlastiger als sein Vorgänger geworden, was BIBIZA aber gut zu Gesicht steht. Trotzdem sorgt das Album mit Passagen wie dem Rap-Part auf »nirgendwo dazwischen« oder »Salamander &amp; Chamäleons«, das den Rock ‘n’ Roll nach Wien holt, immer wieder für Überraschungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kontinuität und Wandel</h2>



<p>Am Ende von »bis einer weint« bleibt unweigerlich die Frage, ob das Album an seinen großartigen Vorgänger herankommt. Mit Protagonisten im Video wie dem Taxifahrer, der Covergestaltung und den Themen gibt es viele Parallelen zwischen beiden Releases. Ein weiterer Punkt ist, dass beide Alben für sich genommen sehr rund sind. »bis einer weint« ist unterhaltsam, hält einige Hits bereit und ist trotz seiner stolzen Laufzeit von knapp einer Stunde ziemlich kurzweilig. Wäre es anstelle von »Wiener Schickeria« erschienen, hätte es letztes Jahr vermutlich ähnlich eingeschlagen wie sein Vorgänger. Dieses Mal geht das Konzept daher noch immer auf, aber ein drittes Album in derselben Kerbe bräuchte vermutlich eine andere Verpackung. Bis dahin können wir uns aber zum Glück mit mittlerweile einigen gelungenen Songs über Wasser halten, bis uns die »DONAU« von dannen reißt.&nbsp;</p>
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		<title>5 Gründe, Lil Tjay live auf Tour nicht zu verpassen</title>
		<link>https://mostdope.tv/presented-by-mostdope/5-gruende-warum-du-lil-tjay-bei-seinen-konzerten-in-deutschland-nicht-verpassen-solltest</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roman Zingel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Aug 2024 14:07:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Große Namen im Hip-Hop vergessen leider öfter mal Adressen wie Berlin und München auf ihren Touren. Lil Tjay muss sich da keinen Vorwurf machen, denn er beglückt uns im Oktober wieder in beiden Städten im Rahmen seiner Tournee zu »The Past 2 Present«. 1. Große Hits live erleben Lil Tjay ist trotz seines noch recht jungen Alters schon seit mehr als fünf Jahren aktiv und konnte in dieser Zeit eine beachtliche Diskographie aufbauen. In München könnt ihr Songs wie »Pop [&#8230;]</p>
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<p><strong>Große Namen im Hip-Hop vergessen leider öfter mal Adressen wie Berlin und München auf ihren Touren. Lil Tjay muss sich da keinen Vorwurf machen, denn er beglückt uns im Oktober wieder in beiden Städten im Rahmen seiner Tournee zu »The Past 2 Present«.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">1. Große Hits live erleben</h2>



<p>Lil Tjay ist trotz seines noch recht jungen Alters schon seit mehr als fünf Jahren aktiv und konnte in dieser Zeit eine beachtliche Diskographie aufbauen. In München könnt ihr Songs wie »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=g-uW3I_AtDE&amp;pp=ygUHUG9wIE91dA%3D%3D">Pop Out</a>«, »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=zzd4ydafGR0">Calling My Phone</a>« oder »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=R9RtTGzs5EE">F.N</a>«, die alle mehrfach Platin gegangen sind, auf der großen Bühne hören.</p>



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<iframe title="Lil Tjay - F.N (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/R9RtTGzs5EE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">2. Neue Songs im Gepäck</h2>



<p>Es ist zwar noch nichts angekündigt, aber Lil Tjay war in seiner Karriere immer sehr aktiv und hat mit »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=fYUCEui4WUU">Took A While (Be Us)</a>« schon seine dritte Single in diesem Jahr releast. Bei seinem letzten Album »222« vergingen zwischen Ankündigung und Release gerade einmal ein Monat. Da bis zur Tour noch etwas Zeit ist, kann man also durchaus annehmen, dass es noch neue Musik von dem New Yorker geben wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">3. Bewegende Geschichte von der Bühne erzählt bekommen</h2>



<p>Lil Tjays Biographie ist sehr bewegt. Schon mit 16 verlor er seinen Freund <strong>Smelly</strong> und später natürlich auch <strong>Pop Smoke</strong>. Erst vor zwei Jahren wurde er bei einem Raubüberfall angeschossen und landete im Krankenhaus. Damals konnte er dadurch nicht auf dem splash! auftreten, stand aber schon drei Monate später im September wieder auf der Bühne. Live-Auftritte nimmt Lil Tjay also absolut ernst. Auf seiner diesjährigen Tour könnt live ihr direkt von ihm hören, wie er diese Momente in seinen Songs verarbeitet.</p>



<blockquote class="instagram-media" data-instgrm-captioned data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/reel/Chpf-W_gTGw/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14" style=" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:540px; min-width:326px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);"><div style="padding:16px;"> <a href="https://www.instagram.com/reel/Chpf-W_gTGw/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" background:#FFFFFF; line-height:0; padding:0 0; text-align:center; text-decoration:none; width:100%;" target="_blank" rel="noopener"> <div style=" display: flex; flex-direction: row; align-items: center;"> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 40px; margin-right: 14px; width: 40px;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; justify-content: center;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; margin-bottom: 6px; width: 100px;"></div> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; width: 60px;"></div></div></div><div style="padding: 19% 0;"></div> <div style="display:block; height:50px; margin:0 auto 12px; width:50px;"><svg width="50px" height="50px" viewBox="0 0 60 60" version="1.1" xmlns="https://www.w3.org/2000/svg" xmlns:xlink="https://www.w3.org/1999/xlink"><g stroke="none" stroke-width="1" fill="none" fill-rule="evenodd"><g transform="translate(-511.000000, -20.000000)" fill="#000000"><g><path d="M556.869,30.41 C554.814,30.41 553.148,32.076 553.148,34.131 C553.148,36.186 554.814,37.852 556.869,37.852 C558.924,37.852 560.59,36.186 560.59,34.131 C560.59,32.076 558.924,30.41 556.869,30.41 M541,60.657 C535.114,60.657 530.342,55.887 530.342,50 C530.342,44.114 535.114,39.342 541,39.342 C546.887,39.342 551.658,44.114 551.658,50 C551.658,55.887 546.887,60.657 541,60.657 M541,33.886 C532.1,33.886 524.886,41.1 524.886,50 C524.886,58.899 532.1,66.113 541,66.113 C549.9,66.113 557.115,58.899 557.115,50 C557.115,41.1 549.9,33.886 541,33.886 M565.378,62.101 C565.244,65.022 564.756,66.606 564.346,67.663 C563.803,69.06 563.154,70.057 562.106,71.106 C561.058,72.155 560.06,72.803 558.662,73.347 C557.607,73.757 556.021,74.244 553.102,74.378 C549.944,74.521 548.997,74.552 541,74.552 C533.003,74.552 532.056,74.521 528.898,74.378 C525.979,74.244 524.393,73.757 523.338,73.347 C521.94,72.803 520.942,72.155 519.894,71.106 C518.846,70.057 518.197,69.06 517.654,67.663 C517.244,66.606 516.755,65.022 516.623,62.101 C516.479,58.943 516.448,57.996 516.448,50 C516.448,42.003 516.479,41.056 516.623,37.899 C516.755,34.978 517.244,33.391 517.654,32.338 C518.197,30.938 518.846,29.942 519.894,28.894 C520.942,27.846 521.94,27.196 523.338,26.654 C524.393,26.244 525.979,25.756 528.898,25.623 C532.057,25.479 533.004,25.448 541,25.448 C548.997,25.448 549.943,25.479 553.102,25.623 C556.021,25.756 557.607,26.244 558.662,26.654 C560.06,27.196 561.058,27.846 562.106,28.894 C563.154,29.942 563.803,30.938 564.346,32.338 C564.756,33.391 565.244,34.978 565.378,37.899 C565.522,41.056 565.552,42.003 565.552,50 C565.552,57.996 565.522,58.943 565.378,62.101 M570.82,37.631 C570.674,34.438 570.167,32.258 569.425,30.349 C568.659,28.377 567.633,26.702 565.965,25.035 C564.297,23.368 562.623,22.342 560.652,21.575 C558.743,20.834 556.562,20.326 553.369,20.18 C550.169,20.033 549.148,20 541,20 C532.853,20 531.831,20.033 528.631,20.18 C525.438,20.326 523.257,20.834 521.349,21.575 C519.376,22.342 517.703,23.368 516.035,25.035 C514.368,26.702 513.342,28.377 512.574,30.349 C511.834,32.258 511.326,34.438 511.181,37.631 C511.035,40.831 511,41.851 511,50 C511,58.147 511.035,59.17 511.181,62.369 C511.326,65.562 511.834,67.743 512.574,69.651 C513.342,71.625 514.368,73.296 516.035,74.965 C517.703,76.634 519.376,77.658 521.349,78.425 C523.257,79.167 525.438,79.673 528.631,79.82 C531.831,79.965 532.853,80.001 541,80.001 C549.148,80.001 550.169,79.965 553.369,79.82 C556.562,79.673 558.743,79.167 560.652,78.425 C562.623,77.658 564.297,76.634 565.965,74.965 C567.633,73.296 568.659,71.625 569.425,69.651 C570.167,67.743 570.674,65.562 570.82,62.369 C570.966,59.17 571,58.147 571,50 C571,41.851 570.966,40.831 570.82,37.631"></path></g></g></g></svg></div><div style="padding-top: 8px;"> <div style=" color:#3897f0; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:550; line-height:18px;">Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an</div></div><div style="padding: 12.5% 0;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: row; margin-bottom: 14px; align-items: center;"><div> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; height: 12.5px; width: 12.5px; transform: translateX(0px) translateY(7px);"></div> <div style="background-color: #F4F4F4; height: 12.5px; transform: rotate(-45deg) translateX(3px) translateY(1px); width: 12.5px; flex-grow: 0; margin-right: 14px; margin-left: 2px;"></div> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; height: 12.5px; width: 12.5px; transform: translateX(9px) translateY(-18px);"></div></div><div style="margin-left: 8px;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 20px; width: 20px;"></div> <div style=" width: 0; height: 0; border-top: 2px solid transparent; border-left: 6px solid #f4f4f4; 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margin-bottom:0; margin-top:8px; overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"><a href="https://www.instagram.com/reel/Chpf-W_gTGw/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none;" target="_blank" rel="noopener">Ein Beitrag geteilt von TJAYYYY 🖤 (@liltjay)</a></p></div></blockquote> <script async src="//www.instagram.com/embed.js"></script>



<h2 class="wp-block-heading">4. Hochkarätiger Support</h2>



<p>Lil Tjay hat nicht nur mit Pop Smoke, <strong>Offset</strong>, <strong>Polo G </strong>und vielen anderen zusammengearbeitet, sondern auch auf seiner Tour ordentlich Unterstützung dabei als Support-Act ist zum einen <strong>RealestK</strong> angekündigt, der mit authentischem R&#8217;n&#8217;B und echten Crooner-Qualitäten aufwartet. Für Abwechslung wird zudem <strong>Key Glock </strong>sorgen, der echte Banger wie »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=lccI0Hp_7PY">Let&#8217;s Go</a>« und »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=cAmiuLeSlEU">Ambition For Cash</a>« im Gepäck hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">5. Stadionfeeling</h2>



<p>Kleine Clubshows und Konzerte in Hinterhöfen sind natürlich cool, aber große Bühnen haben nochmal eine andere Wirkung. Die Set-Ups im <strong>Zenith</strong> und in der <strong>Uber Eats Music Hall </strong>bieten zudem ganz andere Möglichkeiten, für echtes Stadionfeeling zu sorgen. Lasst euch das nicht nehmen und feiert gemeinsam mit tausenden weiteren Fans.</p>



<p><strong>Tourdaten</strong></p>



<p class="has-vivid-red-color has-text-color has-link-color wp-elements-3c6aaa55e65e74d04f94bd76d0c6c828"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-black-color">Lil Tjay kommt für zwei Shows nach Deutschland. Die Shows Teil der Europatour &#8220;Past 2 Present&#8221;. Präsentiert wird die Tour von <strong>Streetlife</strong> <strong>International</strong>, <strong>Mostdope</strong> und <strong>Juicy</strong> <strong>Underground</strong></mark></p>



<p>23.10.2024 – München, Zenith<br>25.10.2024 – Berlin, Uber Eats Music Hall</p>



<p>Tickets könnt ihr euch <a href="https://www.eventim.de/artist/lil-tjay/?affiliate=BLG">hier</a> sichern.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="819" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/LilTjay_ThePast2PresentTour2024_1080x1350_Masterfile_02-819x1024.jpg" alt="" class="wp-image-15675" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/LilTjay_ThePast2PresentTour2024_1080x1350_Masterfile_02-819x1024.jpg 819w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/LilTjay_ThePast2PresentTour2024_1080x1350_Masterfile_02-240x300.jpg 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/LilTjay_ThePast2PresentTour2024_1080x1350_Masterfile_02-768x960.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/LilTjay_ThePast2PresentTour2024_1080x1350_Masterfile_02-500x625.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/LilTjay_ThePast2PresentTour2024_1080x1350_Masterfile_02-800x1000.jpg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/LilTjay_ThePast2PresentTour2024_1080x1350_Masterfile_02-770x963.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/LilTjay_ThePast2PresentTour2024_1080x1350_Masterfile_02.jpg 1080w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure>
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		<title>Das Album des Monats &#124; Juli 2024</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roman Zingel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jul 2024 09:49:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alben des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Album des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Celo & Abdi]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während der Sommer in Deutschland nach gewissen Startschwierigkeiten langsam in Fahrt kommt, ist Deutschrap längst mitten in der Festivalsaison angekommen und beschert uns mit zahlreichen Releases den passenden Soundtrack. Allein im Juli erschienen EPs von Longus Mongus und Nimo sowie das Debüt von Elias. Außerdem droppten Hoodblaq mit »XABAT« bereits ihr sechstes Album seit gut drei Jahren und Celo &#38; Abdi zementierten ihren Platz im Game mit »DUO NUMERO UNO«. Heute bewegen wir uns von Frankfurt aber etwas weiter den [&#8230;]</p>
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<p><strong>Während der Sommer in Deutschland nach gewissen Startschwierigkeiten langsam in Fahrt kommt, ist Deutschrap längst mitten in der Festivalsaison angekommen und beschert uns mit zahlreichen Releases den passenden Soundtrack. Allein im Juli erschienen EPs von Longus Mongus und Nimo sowie das Debüt von Elias. Außerdem droppten Hoodblaq mit »XABAT« bereits ihr sechstes Album seit gut drei Jahren und Celo &amp; Abdi zementierten ihren Platz im Game mit »DUO NUMERO UNO«. Heute bewegen wir uns von Frankfurt aber etwas weiter den Rhein hinauf, um uns einem anderen Duo zuzuwenden, das uns mittlerweile seit ebenfalls beachtlichen sieben Jahren konstant mit Musik versorgt.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Lugatti &amp; 9ine – Gesagt Getan</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium is-resized"><img decoding="async" width="300" height="300" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/lugatti-_-9ine-gesagt-getan-cover-web-300x300.jpeg" alt="" class="wp-image-15466" style="width:304px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/lugatti-_-9ine-gesagt-getan-cover-web-300x300.jpeg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/lugatti-_-9ine-gesagt-getan-cover-web-150x150.jpeg 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/lugatti-_-9ine-gesagt-getan-cover-web-500x500.jpeg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/lugatti-_-9ine-gesagt-getan-cover-web-120x120.jpeg 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/lugatti-_-9ine-gesagt-getan-cover-web-240x240.jpeg 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/lugatti-_-9ine-gesagt-getan-cover-web-360x360.jpeg 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/lugatti-_-9ine-gesagt-getan-cover-web-540x540.jpeg 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/lugatti-_-9ine-gesagt-getan-cover-web-125x125.jpeg 125w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/lugatti-_-9ine-gesagt-getan-cover-web.jpeg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">»Gesagt Getan Albumcover</figcaption></figure>
</div>


<p>„Was hat sich verändert, Bruder? Freunde wurden Fremde / Immer noch die gleichen Jungs, wir lassen uns nicht blenden“ steigt Lugatti auf dem Opener »washatsichverändert« ein. Was inhaltlich nach Konstanz klingt, könnte musikalisch für die Kölner kaum ungewohnter klingen. Mit jeder Menge Autotune und einem Beat von <strong>GREEDO</strong>, der sich zwangsläufig einem Vergleich zu <strong>Playboi Carti </strong>und seinem Opium-Sound stellen muss, machen die Kinder der Küste schnell klar, dass eben nicht alles gleich ist. Der deutlich boombappigere Sound des Vorgängers »Bis Hierher« weicht auf »Gesagt Getan« zeitgeistigen Produktionen, die aber immer wieder an den richtigen Stellen mit Ausflügen zu vertrauten Bangern aufgelockert werden.</p>



<p>So warten die ersten Tracks mit breiten Synths auf und laden Gatti und 9ine dazu ein, sich stimmlich auszutoben. Besonders »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=-kE6hdX-1q4">holesreingebesaus</a>« überzeugt mit einer hypnotischen Hook, die fast schon Stadionpotenzial hat. Dass nicht allen so ein Wandel gefallen wird, liegt auf der Hand und zeigt sich auch in vereinzelten Kommentaren auf den einschlägigen Plattformen. Dieser Kritik kommen die beiden aber auf den drei Albumskits geschickt zuvor, indem sie dort so ziemlich alle erwartbaren Punkte schon aufgreifen. So wird auch der Wunsch nach einem Memphis-Sample geäußert, dem sie dann auf »bonappetit« direkt nachkommen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>KDK oben genau wie ein Lift / Wollte es haben und hab&#8217; es gekriegt / Woddi mit Mineralwasser gemischt / Mir geht&#8217;s gut, ich hab&#8217; alles im Griff, ja</strong></p>
<cite>gesagtgetan</cite></blockquote>



<p>Überhaupt schaffen es die Kölner gerade ab dem zweiten Drittel des Albums durch Tracks wie »falten« und »laufweg« eine Brücke zwischen neuem Sound und altbekannten Klängen zu kreieren. Das liegt zu großen Teilen auch an den Themen, die eher wenig Neues, dafür aber mit dem ruhigen »KDK Symphonie Nr.1 in H moll« und »verstandgeraubt« gerade noch genug Abwechslung bieten. Die meisten Tracks drehen sich dann aber doch um Kiffen und die Szene, in der die beiden sich mittlerweile sichtlich wohlfühlen, was sie auf dem Album gerne zur Schau stellen. Genau hier liegt auch die größte Schwäche von »Gesagt Getan«. Das Album lässt aber durchblicken, dass das Duo mittlerweile mit seinen Producern eine Herangehensweise gefunden hat, die sich auch gut variieren lässt und somit eine solide Basis für noch mehr Releases von der Kölner Küste bietet.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="LUGATTI &amp; 9INE - BONAPPETIT prod. by DIENST&amp;SCHULTER &amp; MALTE HUCK" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/xkJpuQecPCQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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		<title>Die Alben des Monats &#124; Februar 2024</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roman Zingel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Mar 2024 12:38:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alben des Monats]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für diesen Artikel haben wir unsere drei Lieblingsalben ausgewählt, die diesen Februar veröffentlicht wurden. Haben wir irgendwelche Alben übersehen, von denen ihr meint, dass sie erwähnt werden müssen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen! Neromun &#8211; Miss U / Ms. U Das neue Album von Neromun klingt wie ein gelungener Nachfolger von »Blass« und schmeckt wie … „neues Geld“? Das Mainzer Untergrund-Talent war schon immer ungewöhnlichen Vergleichen und klanglichen Collagen zugetan. In einer Szene, der von vielen vorgeworfen wird, [&#8230;]</p>
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<p><strong>Für diesen Artikel haben wir unsere drei Lieblingsalben ausgewählt, die diesen Februar veröffentlicht wurden. Haben wir irgendwelche Alben übersehen, von denen ihr meint, dass sie erwähnt werden müssen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!</strong></p>



<div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Neromun &#8211; Miss U / Ms. U</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/neromun-missumissu-1024x1024.webp" alt="" class="wp-image-13794" width="256" height="256" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/neromun-missumissu-1024x1024.webp 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/neromun-missumissu-300x300.webp 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/neromun-missumissu-150x150.webp 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/neromun-missumissu-768x768.webp 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/neromun-missumissu-1536x1536.webp 1536w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/neromun-missumissu-2048x2048.webp 2048w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/neromun-missumissu-500x500.webp 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/neromun-missumissu-800x800.webp 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/neromun-missumissu-1280x1280.webp 1280w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/neromun-missumissu-1920x1920.webp 1920w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/neromun-missumissu-120x120.webp 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/neromun-missumissu-240x240.webp 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/neromun-missumissu-360x360.webp 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/neromun-missumissu-540x540.webp 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/neromun-missumissu-720x720.webp 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/neromun-missumissu-770x770.webp 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/neromun-missumissu-1400x1400.webp 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/neromun-missumissu-125x125.webp 125w" sizes="(max-width: 256px) 100vw, 256px" /><figcaption class="wp-element-caption">Cover via Lauter Lauter</figcaption></figure>
</div>


<p>Das neue Album von <strong>Neromun</strong> klingt wie ein gelungener Nachfolger von »Blass« und schmeckt wie … „neues Geld“? Das Mainzer Untergrund-Talent war schon immer ungewöhnlichen Vergleichen und klanglichen Collagen zugetan. In einer Szene, der von vielen vorgeworfen wird, immer homogener zu werden, schafft Neromun ganz eigene Kunst.</p>



<p>»Miss U / Ms. U« nimmt uns mit in eine Klangwelt, die sich nur in Ansätzen mit anderen Artists vergleichen lässt. Zugegebenermaßen drängen sich Parallelen zu <strong>Frank Ocean</strong> auf und im Video zum Standout-Track »</p>



<p>« findet sich mit den <strong>Basquiat</strong>-Anspielungen eine bekannte Muse vieler Rapper*innen. Aber allein das Cover von Album und Singles schmückt ein Zitat vom irischen Schriftsteller Samuel Beckett, das sich mit bekannter Metaphorik aus Hip-Hop oder R’n’B kaum einordnen lässt.</p>



<p>Überhaupt sind die 25 Minuten Laufzeit nur schwer zu fassen. Der gefühlige, weiche Sound und Neromuns meist sanft vorgetragenen Zeilen laden dazu ein, sich von Synths und Autotune tragen zu lassen. Momente wie das Break auf »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/4qmMubczRJ14CujNE5ncs1?si=8124cf77499644c2">Cheeky</a>« oder der <strong>Bazzazian</strong>-Beat von »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/4VkPkj7nhtCJmjhBVAF2Ez?si=c51a91381d784cae">Brandneues Geld</a>« setzen an den richtigen Stellen auflockernde Akzente.</p>



<p>Diejenigen, die Neromun sowieso schon verfolgen, werden auf »Miss U / Ms. U« durch die vielen Auskopplungen wenig Neues finden. Alle anderen, die Lust haben, sich auf unkonventionellen Sound und Lines einzulassen, wird hier aber einiges geboten.</p>



<p class="has-small-font-size"><em>&#8211; Roman Zingel</em></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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</div></figure>



<div style="height:60px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<h2 class="wp-block-heading">makko &#8211; Lieb mich oder lass es Pt. 2</h2>



<p>Obwohl sich Trends am laufenden Band ändern, bleibt <strong>Makko</strong> sich und seiner Musik treu. Der Skater mit der Zahnlücke und den Trap Beats punktet vor allem bei seinen Fans durch typisch unverkopftes und lockeres Auftreten. Seinen unverkennbaren Stil kann man auch auf dem neusten Album »Lieb mich oder lass es Pt. 2« wiederfinden.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/makko-lmolept2-1024x1024.png" alt="" class="wp-image-13793" width="256" height="256" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/makko-lmolept2-1024x1024.png 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/makko-lmolept2-300x300.png 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/makko-lmolept2-150x150.png 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/makko-lmolept2-768x768.png 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/makko-lmolept2-500x500.png 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/makko-lmolept2-800x800.png 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/makko-lmolept2-1280x1280.png 1280w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/makko-lmolept2-120x120.png 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/makko-lmolept2-240x240.png 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/makko-lmolept2-360x360.png 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/makko-lmolept2-540x540.png 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/makko-lmolept2-720x720.png 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/makko-lmolept2-770x770.png 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/makko-lmolept2-125x125.png 125w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/makko-lmolept2.png 1334w" sizes="(max-width: 256px) 100vw, 256px" /><figcaption class="wp-element-caption">Cover via makko / BMG Rights</figcaption></figure>
</div>


<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Ja, ‘ne Menge ist jetzt anders, aber ich änder’ mich nicht.</strong></p>
<cite>makko – Nochmal </cite></blockquote>



<p>Fast ein Jahr nach dem Release des ersten Teils veröffentlicht Makko dessen Nachfolger. Sowohl die Texte als auch das Cover fungieren makellos als Anschluss und setzen direkt an das Puzzle an. Das Doppelalbum »Lieb mich oder lass es Pt. 1+2« dreht sich wieder rund um Liebe, Heartbreak und alles was dazu gehört. Den Ehrenplatz des einzigen Feature hat sich das Produzenten-Duo <strong>Miksu/ Macloud </strong>verdient, welches zuvor bereits beim Charthit »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/3kgt8Ys78I6GBZlQrWqZiA?si=5b2dc6658e7a4b24">Nachts wach</a>« mitgewirkt hatte.</p>



<p>Trotz seines Erfolgs mit »Nachts wach« entschied sich Makko gegen die poppigen Beats. Stattdessen veröffentlicht er ein weiteres Album im Cloudtrap-Style. Viele der Songs mögen im ersten Moment eintönig wirken, letztendlich ist es aber genau dieser Vibe, der den jungen Künstler auszeichnet und Millionen von Menschen begeistert. Die Kombination aus sphärischen Synthesizer-Klängen, der tiefen, sanften Stimme und den melancholischen Texten erzeugt eine vernebelte Atmosphäre.&nbsp;</p>



<p>Im Song »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/5eeF9HdQWhYiafU1CLXn3G?si=cac16fd684fc4dee">Drunktexts</a>« ist der junge Berliner noch bereit auf seine Liebe zu warten. In »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/1KUJCuty0EaPzMio7gdD2D?si=37415e985bfd4ac2">Nochmal</a>« zeigt er sich dagegen ungeduldig und ist der Meinung, er hätte „viel zu lang gewartet“ und »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/1NJwyfwWGpjQgehmyGV5FS?si=7552e12115254b3b">Bigboy</a>« versetzt einen in die Lage, wie es sich anfühlt, jemanden zu lieben, der bereits in einer Beziehung ist. Generell präsentiert Makko sich reflektiert und stellt bewusst auch die toxischen Seiten von Liebe und Partnerschaft dar. Dass es darüber hinaus durchaus auch andere&nbsp; Themen gibt, die ihn nachts wach halten, gab Makko bereits in früheren Werken preis. Dazu gehören beispielsweise die Probleme der Selbstakzeptanz und der fehlenden Selbstliebe in »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/0i4H0LC4AkrHVsQCpv3dB8?si=ac2dff4bae184a1a">makkohatjedenliebaussersichselbst</a>«.&nbsp;</p>



<p>In »Lieb mich oder lass es Pt. 2« durchbricht er die thematische Monotonie mit »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/6mtkn86eHnSoq3OKTAcNgc?si=0f11dd4e183241c8">Peoplepleasing</a>« und »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/45f74Ez9brf5s67ouUACEM?si=99c16132e6454ca3">Reiche Eltern</a>«. Themen wie die Suche nach Anerkennung in der heutigen Gesellschaft, das Erwachsenwerden und der Weg zum Erfolg bringen so etwas inhaltliche Abwechslung in seine Diskografie.&nbsp;</p>



<p>Makko hat über die Jahre sein persönliches Erfolgsrezept für sich entdeckt und hält weiterhin daran fest. Entsprechend gibt es auf»Lieb mich oder lass es Pt. 2« keine ausgefallenen Überraschungen. Der Berliner spielt einfach nach seinen ganz eigenen Regeln und „scheiß[t] mal kurz auf alle Peeps hier, […] die pleased schon irgendwer.“</p>



<p></p>



<p class="has-small-font-size"><em>&#8211; Diana</em> Braun</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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</div></div>



<div style="height:60px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Vega &#8211; Wieso Sie Stürme Nach Menschen Benennen</h2>


<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vega-wssmnsb-1024x1024.png" alt="" class="wp-image-13795" width="256" height="256" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vega-wssmnsb-1024x1024.png 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vega-wssmnsb-300x300.png 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vega-wssmnsb-150x150.png 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vega-wssmnsb-768x768.png 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vega-wssmnsb-500x500.png 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vega-wssmnsb-800x800.png 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vega-wssmnsb-1280x1280.png 1280w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vega-wssmnsb-120x120.png 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vega-wssmnsb-240x240.png 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vega-wssmnsb-360x360.png 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vega-wssmnsb-540x540.png 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vega-wssmnsb-720x720.png 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vega-wssmnsb-770x770.png 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vega-wssmnsb-125x125.png 125w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vega-wssmnsb.png 1334w" sizes="(max-width: 256px) 100vw, 256px" /><figcaption class="wp-element-caption">Cover via Freunde von Niemand</figcaption></figure>
</div>


<p>Im letzten Jahr ist ein Song erschienen, der nicht nur in den <a href="https://mostdope.tv/editorials/jahresrueckblick-2023-die-zehn-besten-deutschsprachigen-singles" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mostdope-Jahrescharts</a> zu mindestens den Top 3 gezählt wurde: <strong>Vegas </strong>»WSSNMB«. Das 3:25 Min Epos zog in den Bann, ließ den Atem anhalten und sorgte vor allem für große Vorfreude auf das gleichnamige Album, das im selben Moment angekündigt wurde.</p>



<p>An das bewegende Intro kam im Februar kein Track des Albums mehr ran, trotzdessen hat das Freunde von Niemand-Zugpferd mit seinem mittlerweile achten Album wieder ein Projekt vorgelegt, das zu überzeugen weiß. </p>



<p>Wie bei Vega-Releases so üblich, dominieren vor allem zwei Grundpole das gesamte Album: Pathos und ganz viel Frankfurt-Representer. Die daraus entstehende Atmossphäre gerät düster (»<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/4oKD8R4qb7t40ce32huxLL?si=b78dc06e6c3c4299">Teil von mir</a>«), nachdenklich (»<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2QMnMpgHR2gJkhvubNlFUc?si=edbd89cfc9254310">In den Himmel hoch«</a>), mal laut ausbrechend (»<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/3Ka7fxOiGmaUGbS1oFPKF0?si=744c357ccea94790">Frankfurt ist rau</a>«) und mal ganz leise Töne anschlagend (»<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2rSK8mzMa04JVW8FxPDi7G?si=b490126d9bb247e5">Teleskop</a>«). Er muss es nicht auf Konzerten in den Ansprachen erwähnen, damit man merkt: Es ist merklich viel passiert bei Vega in den letzten Jahren. Viele seiner Zeilen handeln von Auseinandersetzungen, sowohl in seinem Kopf als auch in seiner Umgebung. Das schlägt sich auch in den Songs und ihren Strukturen nieder: Es gibt eine ganze Reihe an Gesangshooks, viel Aufarbeitung in den Zeilen und aber immer wieder auch ein Aufbrechen dieser Schwere durch musikalische Befreiungsschläge, die sich immer wieder druch das Album verteilt entladen.  </p>



<p class="has-small-font-size"><em>&#8211; Matthi Hilge</em></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="VEGA - WSSNMB" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/BvHw458d-ZM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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		<title>Dizzee Rascal über »Don&#8217;t Take It Personal«, seinen Arbeitsprozess und seine Rolle für Grime</title>
		<link>https://mostdope.tv/interviews/dizzee-rascal-ueber-dont-take-it-personal-seinen-arbeitsprozess-und-seine-rolle-fuer-grime</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roman Zingel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Feb 2024 11:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich bedarf Dizzee Rascal keiner Einleitung mehr. Wer sich jemals mit Rap aus dem Vereinigten Königreich beschäftigt, wird zwangsläufig über Tracks wie »I Luv U«, »Jus&#8217; a Rascal« oder eben auch »Dance Wiv Me« stolpern. Der East-Londoner bereitete mit seinem eklektischem und unverkennbarem Debüt »Boy In Da Corner« einem ganzen Genre den Weg und etablierte Grime als eigenständige Bewegung in der Musikszene der Insel. Das Album wurde noch in seinem Erscheinungsjahr mit dem renommierten Mercury Prize ausgezeichnet und feierte vor [&#8230;]</p>
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]]></description>
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<p><strong>Eigentlich bedarf Dizzee Rascal keiner Einleitung mehr. Wer sich jemals mit Rap aus dem Vereinigten Königreich beschäftigt, wird zwangsläufig über Tracks wie »I Luv U«, »Jus&#8217; a Rascal« oder eben auch »Dance Wiv Me« stolpern. Der East-Londoner bereitete mit seinem eklektischem und unverkennbarem Debüt »Boy In Da Corner« einem ganzen Genre den Weg und etablierte Grime als eigenständige Bewegung in der Musikszene der Insel. Das Album wurde noch in seinem Erscheinungsjahr mit dem renommierten Mercury Prize ausgezeichnet und feierte vor einigen Monaten sein 20-jähriges Jubiläum. Es folgten noch viele weitere, teils kommerziellere, aber auch erfolgreichere Alben.</strong></p>



<p><strong>Doch anstatt sich zur Ruhe zu setzen, ist Dizzee auch heute noch überaus aktiv und veröffentlichte am 9. Februar sein bereits achtes Studioalbum »Don&#8217;t Take It Personal«. Wir hatten im Vorfeld die Chance, ihm dazu per Videocall einige Fragen zu stellen, um herauszufinden, was ihn heute inspiriert und wie er auf die Entwicklung der letzten Jahre zurückblickt.</strong></p>



<p><strong>Das Album kommt am Freitag raus. Wie fühlst du dich?</strong></p>



<p>Es ist an der fucking Zeit. Ich will einfach, dass es jetzt rauskommt, damit ich nicht daran denken muss, dass es rauskommt.</p>



<p><strong>Also, auch wenn es jetzt dein achtes Album ist, ist es nicht nur eine Routine, die du einfach abspielen kannst und das war&#8217;s?</strong></p>



<p>Ja, weil ich es promoten und alles machen musste. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich mir kein Album, das ich gemacht habe, öfter angehört habe als dieses. Ich spiele es tatsächlich und genieße es sehr. Und ich bin nicht jemand, der seine eigene Musik oft hört. Aber dieses Album höre ich mir wirklich gerne an. Es macht Lust darauf, mehr Musik zu machen. Das ist echt gut.</p>



<p><strong>Du hast dich also wieder gut eingelebt. Arbeitest du schon am nächsten Projekt?</strong></p>



<p>Ja, ich habe angefangen, neue Musik zu machen. Auf jeden Fall.</p>



<p><strong>Interessant! Aber jetzt wollen wir uns natürlich auf dieses Projekt konzentrieren. Der Titel »Don&#8217;t Take It Personal« ist durchaus interessant. Was ist die Bedeutung dahinter?</strong></p>



<p>Es sind sehr sensible Zeiten und jeder nimmt alles persönlich. Wir leben in einem Zeitalter, in dem sich alle in Dinge einmischen, die sie nichts angehen, um sie zu kommentieren. Und sie reden darüber, wie empört sie sind. Wenn sie sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern würden, würden sie sich nicht aufregen. Das ist es also. &#8220;Nimm&#8217;s nicht persönlich&#8221;. Auch generell, wenn du das Gefühl hast, dass die Leute dich nicht so behandeln, wie du denkst, dass du behandelt werden solltest. Es geht nicht immer um dich, es geht um sie.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1017" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-02-1024x1017.jpg" alt="Ein wütender Dizzee Rascal mit Handy in der Hand" class="wp-image-13748" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-02-1024x1017.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-02-300x298.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-02-150x150.jpg 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-02-768x763.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-02-1536x1526.jpg 1536w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-02-500x497.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-02-800x795.jpg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-02-1280x1272.jpg 1280w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-02-1920x1908.jpg 1920w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-02-120x120.jpg 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-02-770x765.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-02-1400x1391.jpg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-02-125x125.jpg 125w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-02.jpg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto via RANKIN</figcaption></figure>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Du sprichst auf dem Album offensichtlich einige dieser Themen und Dinge an, die einige Leute vielleicht persönlich genommen haben, aber auch klanglich ist das Album besonders. Es schlägt teils eine neue Richtung ein. Was hat dich in dieser Hinsicht inspiriert?</strong></p>



<p>Als ich anfing, Beats zu machen und zu produzieren, habe ich mich mehr auf Upbeat-Sachen konzentriert. Ich wollte hauptsächlich einfach ein lustiges, leichtes Album machen. Und dann hat es natürlich auch noch andere Teile. Es wird immer ein paar entspannte, eher nachdenkliche Songs geben. Das habe ich schon immer gemacht. Aber ja, ich bin sehr basslastig auf diesem Album, eher die britische Art von Drum-and-Bass-Garage-Basslines. Es klingt sehr britisch.</p>



<p><strong>Es klingt definitiv nach Großbritannien. In der Pressemitteilung zu diesem Album heißt es, dass es deine Interpretation der 90er Raves ist. Inwiefern?</strong></p>



<p>Der Sound von Drum and Bass und Garage war ziemlich genau Ende der 90er, Anfang der 2000er. Aber auch beim Gesamtsound war ich sehr auf Analoges bedacht. Ich weiß, wenn man anfängt, über dieses Zeug zu reden, kommt das nicht bei jedem gut an. Aber ich wollte da raus, dass man alles ganz steril abmischt – also digitales Mixing. Deshalb habe ich mich für Hardware entschieden.</p>



<p>Vieles auf dem Album wurde mit Synthesizern, Kabeln und Dingen wie der Bass Station eingespielt. War es Proteus? Wie heißt das andere? Ich kann mich nicht mehr an die Namen der Keyboards erinnern. Aber Proteus war wie ein Modul, also alte Module und so ein Kram. Ich habe versucht, einen wirklich organischen und analogen Sound hinzubekommen, und in meinem kleinen Studio habe ich alles durch SSL und dann Neve-Kompressoren und all das Zeug geschickt. Dinge, für die ich mich vorher nie interessiert habe. Ich habe mich viel mehr darauf eingelassen. Auch Novation-Keyboards. Ich wollte diesen analogen Sound der 90er Jahre.</p>



<p><strong>Der Sound ist bei einigen Tracks ziemlich ausgefallen, und einer davon ist »Switch and Explode«, der super eklektisch ist und von dir selbst produziert wurde. Bei allem, was darauf passiert, habe ich mich gefragt, wo fängt man mit so einem Beat an, zu produzieren?</strong></p>



<p>(Dizzee steht auf und geht hinüber in seinen Wohnbereich, wo er mir seine Einrichtung zeigt).</p>



<p>Guck mal, hier habe ich den gemacht. In der Küche, während die Beerdigung der Queen lief. Der Name des aktuellen Beats ist »Full Coverage«, weil sie in voller Länge gespielt haben. Es war die volle Berichterstattung über die Beerdigung der Queen. Das habe ich also gemacht, bevor ich den Song überhaupt aufgenommen habe. Ich habe also diesen Beat und »POV« am gleichen Tag gemacht. Die Prozession lief durch West London und all das in der Nähe von meinem Haus. Ich habe immer gedacht, es ist ein bisschen peinlich, das zu sagen, oder komisch, ich weiß. (beide lachen)</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="785" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-03-785x1024.jpg" alt="Dizzee Rascal, wie er verrückt in die Kamera guckt und sich an den Kopf greift" class="wp-image-13746" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-03-785x1024.jpg 785w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-03-230x300.jpg 230w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-03-768x1002.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-03-1177x1536.jpg 1177w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-03-500x652.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-03-800x1044.jpg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-03-1280x1670.jpg 1280w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-03-770x1005.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-03-1400x1826.jpg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-03.jpg 1533w" sizes="(max-width: 785px) 100vw, 785px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto via RANKIN</figcaption></figure>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Der Song hört sich nicht so an, als wäre das die Situation gewesen.</strong></p>



<p>Ich habe nicht gesagt, dass es der Soundtrack ist. Das war, was ich gerade getan hab’, ich hatte das im Hintergrund und habe ihn gespielt. Damit habe ich einfach angefangen. Ich mag Splice wirklich (Anm. d. Red.: Splice ist eine cloudbasierte Plattform, die vor allem als Sample-Bibliothek genutzt wird). Ich denke, es ist sehr nützlich. Um ehrlich zu sein, habe ich das alles vielleicht mit Splice gemacht. Ich habe einfach die Sounds gefunden. Das ist es, was ich an Ableton liebe. Es ist so einfach, Dinge zu schneiden und zu sampeln, sie zu platzieren und zu manipulieren und mit ihnen das zu tun, was man will. Es gibt eine Menge cooler Sounds.</p>



<p>Das Einzige ist, dass die Sounds manchmal etwas dünn klingen, aber dafür habe ich ja die Kompressoren und Equalizer und das Mischpult, um sie aufzuwärmen und sie größer und fetter klingen zu lassen. Sie klingen dann nicht mehr so wie im Schlafzimmer. Und dann auch das Mastering, das Finden des richtigen Masters und all das. Einige dieser Stücke wurden so oft neu abgemischt, aber das ist nun mal so. Ich habe einfach versucht, all die verschrobenen Sounds zu verwenden und sie zusammenzufügen. Ich hatte einfach nur Spaß und wusste nicht, was es werden würde.</p>



<p><strong>Es gibt also keine Formel dahinter? Du nimmst einfach alles, von dem du denkst, dass es zusammenpassen könnte, und überlegst dir dann einen Weg?</strong></p>



<p>Das bin ich im Allgemeinen. Ich schreibe nie Songs über etwas. Normalerweise fängt es mit einem Beat an, und vielleicht habe ich nicht einmal einen Refrain oder ein Thema. Ich lege einfach los. Wenn mich also der Beat anspricht, fange ich einfach wo auch immer an. Ich murmle vor mich hin und finde ein Reimschema, bevor ich überhaupt Worte eingefügt habe, wie bei einem Puzzle. Jeder Song ist wie ein Puzzle. Es ist, als würde man ein Puzzle zusammensetzen, von dem man das Bild noch nicht gesehen hat, und dann einfach wissen, wann man aufhören muss.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Dizzee Rascal - Switch and Explode (Official Music Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/Xvp--0m_zvA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Dieses Puzzle fügt sich manchmal recht gut zu einem Gesamtbild zusammen. Einer der Tracks mit einem klareren Konzept ist wahrscheinlich »How Did I Get So Calm«. Für mich ist dieser Song auch eine Reflexion über das Älterwerden und das Erwachsenwerden.</strong></p>



<p>Und es zu akzeptieren.</p>



<p><strong>Bist du schon da? Hast du es akzeptiert?</strong></p>



<p>Ja, 100%. Ich denke, das war bei diesem Album sogar noch wichtiger. Ich höre immer von allen, dass ich zurückkehren soll. Das geht vielen Künstlern so, vor allem, wenn es um ihr erstes oder ihr früheres Material geht. Alle wollen, dass sie dahin zurückkehren. Also bin ich in dem Sinne zurückgegangen, dass ich einen Großteil dieses Albums produziert habe. Ich habe viele meiner anderen Alben produziert, aber ich wollte unbedingt, dass dieses Album mich heute widerspiegelt. Vor allem in den Dingen, die ich gesagt habe, so dass es, wenn ich es mir in 5 oder 10 Jahren anhöre, wie ein Schnappschuss dessen ist, wo ich heute war.</p>



<p><strong>Dein letztes Album »E3 AF</strong><strong>«</strong><strong> hat sich in gewisser Weise auch wie eine Rückkehr angefühlt, aber inwiefern hat sich das in Bezug auf deine Herangehensweise bei der Produktion dieses Projekts geändert?</strong></p>



<p>Ich glaube, bei »E3« habe ich nicht so viel produziert. Bei diesem Projekt habe ich die Hälfte produziert, definitiv die Hälfte. Lass mal sehen. Ich habe »POV« komplett produziert, »Switch And Explode«, »Calm«, »Keep That Same Energy«.</p>



<p><strong>»London Boy«.</strong></p>



<p>Ja, »London Boy« komplett. Und dann habe ich »Tell Me About It« und »Stay in Your Lane« mitproduziert. Das ist also mehr als die Hälfte davon. Es gibt mehr meiner Einflüsse als auf »E3 AF«. Da habe ich vielleicht 3 oder 4 produziert. Darum ging es mir.</p>



<p><strong>In gewisser Weise klingt es auch ein bisschen experimenteller.</strong></p>



<p>Ich glaube, bei »E3« ging es mehr um Rap oder Hip-Hop. Das hier hat ein bisschen mehr von dem Dance-Element an sich. Ziemlich genau fünf dieser Tracks habe ich gerade erwähnt. Die sind alle um die 144 bpm oder so.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="667" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-04-1024x667.jpg" alt="Dizzee Rascal von etwas weiter weg mit offenen Armen" class="wp-image-13750" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-04-1024x667.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-04-300x195.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-04-768x500.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-04-1536x1001.jpg 1536w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-04-500x326.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-04-800x521.jpg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-04-1280x834.jpg 1280w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-04-1920x1251.jpg 1920w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-04-770x502.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-04-1400x912.jpg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dizzee-rascal-interview-rankin-04.jpg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto via RANKIN</figcaption></figure>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Du hast immer betont, dass Dance ein wichtiges Element im Hip Hop und auch Grime ist. Gilt das heute immer noch? Ist das etwas, zu dem die Leute deiner Meinung nach zurückkehren?</strong></p>



<p>Ich habe einfach für mich persönlich gefühlt. Es ist nicht einmal immer so, dass ich Dance machen will. Ich entdecke einfach diese Genres, besonders Drum and Bass. Ich denke, die sind die Besten, was die Sounds angeht, die sie verwenden. Gestern habe ich im Auto <strong>Bou</strong> gehört und habe mir all diese Tracks auf Spotify gegeben. Einige der Sounds und Synthesizer und die Art und Weise, wie sie verwendet werden. Du musst dir mal einen Song namens <a href="https://www.youtube.com/watch?v=aUURI3SuWP0">»Nan Slapper«</a> anhören.</p>



<p><strong>Okay. (beide lachen)</strong></p>



<p>Ich weiß, es klingt verrückt, aber die Bassline darauf klingt wie ein böses wissenschaftliches Experiment, wenn diese Bassline wie nirgendwo sonst droppt. Ich sehe niemand anderes, der das hinbekommt. Und das, ohne dass es so abwegig ist, dass man es nicht will oder dass es zu schräg ist. Es ist immer noch organisiert. Die klangliche Qualität, die Drum and Bass und viele Garage-Sounds hatten, schätze ich jetzt, wo ich älter bin, noch mehr. Der Einbezug dieser Sounds macht die Dinge für mich einfach viel interessanter. Deshalb habe ich mich bei diesem Album wohl auch mehr damit beschäftigt.</p>



<p><strong>Man kann diese Einflüsse ganz klar heraushören. Ich würde aber gerne auf »How Did I Get So Calm« zurückkommen. Es gibt da eine interessante Zeile. Du sagst: „Wieso habe ich mich wie 40 gefühlt, obwohl ich erst 30 war?“ Konntest du diese Frage schon beantworten?</strong></p>



<p>Ja, ich wusste es schon, als ich es gesagt habe. Es liegt einfach daran, dass ich ziemlich jung so bekannt wurde. Aber dann war ich in der Lage, mich in eine Position zu bringen, in der ich eine Menge Verantwortung hatte. Es gab Vorschüsse, Zeitpläne und so einen Scheiß, den viele Leute nicht erreichen, bis sie in ihren 40ern, späten 50ern sind.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p></p>



<p>How did I feel like 40 when I was only 30?</p>
<cite>»How Did I Get So Calm«</cite></blockquote>



<p><strong>Die 40er sind quasi die nächste Ära, in die du eintrittst. Du wirst ja dieses Jahr 40.</strong> <strong>Fühlst du dich jetzt mehr deinem Alter entsprechend?</strong></p>



<p>Manchmal, körperlich schon. Manchmal bin ich müde, oder ich habe Rückenschmerzen und so einen Scheiß. Oder meine Kinder nerven mich zu Tode und ich bin einfach kaputt. (lacht) Aber ich weiß nicht, ich war gestern Abend mit jemandem unterwegs. Ich habe <strong>Eliza Rose</strong> getroffen, ganz zufällig bei einer Party getroffen. Sie hat diesen Song <a href="https://www.youtube.com/watch?v=KtGFByAJRQQ">»The Baddest Of Them All«</a> mit Interplanetary DJs gemacht.</p>



<p>Ich ging zu einem Typen namens <strong>LZee</strong>, der das Musikvideo gedreht hat. Er hat mich dorthin eingeladen, aber es war nur ein Haufen 20-Jähriger. Und ich hab’ zu ihr gesagt, dass ich mich dort wie ein alter Onkel fühle. Sie meinte: „Nein, Mann, du alterst nicht so.“ Und ich dachte darüber nach. Ich sehe das auch so.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Dizzee Rascal - How Did I Get So Calm (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/aSWLJUIQMvA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Auf dem Album sind eine Menge lokaler Legenden wie P Money, D Double E und viele bekannte Künstler aus deiner Gegend und London im Allgemeinen vertreten. Aber welche jüngeren Künstler, die nicht auf diesem Album vertreten sind, hörst du derzeit?</strong></p>



<p>Oh, okay. Wie ich schon sagte, <strong>LZee</strong>. Ich mag <strong>Kwengface </strong>total. Ich habe gerade angefangen, <strong>Nemzzz</strong> aus Manchester zu hören. Ich liebe die Beats, die er benutzt. Ich mag den Sound seiner Musik. Das sind nur ein paar Namen.</p>



<p><strong>Es gibt also keine große Kluft zwischen der jüngeren und der älteren Generation, wenn man so will?</strong></p>



<p>Nein. Ich bin nicht mehr dem Punkt, an dem ich als erstes von Newcomern höre. Aber wenn ich es mitbekomme und tatsächlich anhöre, fühle ich es normalerweise.</p>



<p><strong>Es war interessant, das <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Tyt1Dv0j2Js&amp;t">Interview zu sehen, das du mit Kwengface gemacht hast,</a> und die Kommentare zu lesen. Die Leute haben gesagt, dass es da eine kleine Lücke gibt.</strong></p>



<p>Fast 20 Jahre liegen zwischen uns! Das ist schon ein bisschen verrückt, weil wir alle aus demselben Ort kommen, aber man merkt gar nicht, wie unterschiedlich es ist. Ich sehe seinen Onkel oft beim Training und plaudere mit ihm. Er ist ein bisschen älter als ich, aber er gehört irgendwie zu meiner Generation. Es gibt Dinge, die wir mögen und über die wir reden, die Kwengface nicht verstehen wird.</p>



<p><strong>Aber es ist schön, dass du dir seine Musik trotzdem anhörst. Wenn es um die alte Generation und lokale Gegenden und Wahrzeichen geht, ist »What You Know About That</strong><strong>«</strong> <strong>ein </strong><strong>ziemlich wichtiger Song, in dem du all diese Orte aufzählst. Warum ist es so wichtig, über diese Dinge Bescheid zu wissen?</strong></p>



<p>Genauso wie wir so viel über die Bronx wissen und die ganze Geschichte, die sich dort zugetragen hat. Es ist unsere Version, vor allem da, wo das Vereinigte Königreich ziemlich einflussreich war. Musikalisch gesehen ist Drum and Bass gerade wieder in aller Munde. Auch Garage macht sein eigenes Ding. Grime ist fest etabliert und sogar britischer Drill hat amerikanischen Drill beeinflusst. All diese Sachen, auf die <strong>Pop Smoke</strong> aufgesprungen ist. Er war im Begriff, der größte Artist der Welt zu werden. Das war eine britische Variante einer ursprünglich amerikanischen Sache, genauso wie bei Garage. UK-Garage war auch eine Adaption von Chicago-House, aber es hatte seine eigene Identität. Es war also gut, das zu zeigen. Diese Orte, die ich erwähnt habe, waren auch ein Markenzeichen für Garage und Drum and Bass. Wir haben diese Orte gemeinsam genutzt. Wenn man sich die Kommentare anschaut, gibt es Leute, die diese Orte besucht haben, mit Grime aber überhaupt nichts am Hut hatten.</p>



<p><strong>Ich nehme an, das sind auch die Orte, an denen du damals angefangen hast, als DJ zu arbeiten, oder?</strong></p>



<p>Es war mehr zu der Zeit, als ich ein MC war. Na ja, einige von ihnen waren, als ich ein DJ war, einige der Piratensender.</p>



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<iframe title="Dizzee Rascal - What You Know About That feat. JME &amp; D Double E (Official Music Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/OWARoFa9Pzw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Du warst die ganze Zeit bei all diesen Entwicklungen dabei. Grime und vor allem Drill sind heute auf einem viel größeren Level als vielleicht vor 10 oder 15 Jahren. Was ist eine Entwicklung, die du miterlebt hast, die dem Genre am meisten geholfen hat, und was ist eine Sache, von der du kein so großer Fan bist?</strong></p>



<p>Das ist eine gute Frage, Mann. Das Internet und die sozialen Medien haben uns sehr geholfen. Das Gatekeeping-Element gibt es nicht mehr so sehr. Den Leuten steht es frei, ihre eigenen Sachen zu veröffentlichen. Natürlich müssen sie einen Vertrieb finden, aber sie müssen sich erst einmal selbst bekannt machen. Das hat geholfen. Das Gleiche ist aber auch ärgerlich, denn manchmal muss man nicht hören oder sehen, was die Leute über das eigene Zeug denken. Ich habe Künstler gesehen, die wegen des Kommentarbereichs auf YouTube sehr gestresst waren. Das haben wir alle irgendwann mal, aber zumindest bin ich älter, also bin ich alt genug dafür.</p>



<p>Meine Musik kam vor YouTube raus. Die Top-Kommentare waren ein Thema, als ich mit einem anderen jüngeren Künstler zusammen war. Er meinte: „Oh, es ist bei den Top-Kommentaren,“ und so weiter. Ich habe dieses Konzept nicht verstanden. Aber er ist jünger, also wächst er in einer anderen Zeit auf, und das ist ein Hindernis. Wäre das ganze Zeug schon draußen gewesen, hätte ich vielleicht bei <a href="https://www.youtube.com/watch?v=YH0KWX2a8zY">»I Luv U«</a> aufgehört. Denn zu der Zeit, als der Song rauskam, war er so abgefahren und so verrückt, dass die Meinung der Leute darüber mich vielleicht zum Nachdenken gebracht hätte. Oder »Boy In Da Corner&#8221;. Nicht alle haben dieses Album geliebt, als es herauskam. Es gab Momente, da dachten die Leute, das wäre Autounfall-Musik. Was zum Teufel ist das? Das ist doch Scheiße. Das gab es auch oft. Vielleicht hätte ich mir das zu Herzen genommen, wenn ich es schriftlich auf meinem Handy gesehen hätte.</p>



<p><strong>Es ist komisch, das zu hören mit dieser zeitlichen Distanz, denn jetzt hat man das Gefühl, dass sich alle auf dieses Album einigen können. Aber eine andere Ära deiner Musik, über die sich nicht alle einig sind, ist die Zeit, als du all diese großen Dance-Songs mit Calvin Harris und Co. gemacht hast. Mit welchem Popkünstler oder -künstlerin hättest du damals gerne zusammengearbeitet, bist aber nie dazu gekommen?</strong></p>



<p>Oh, das ist eine gute Frage. Um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht. Ich bin eigentlich ganz zufrieden damit, wie es gelaufen ist. Aber was die Popkünstler angeht, die ich immer bewundert habe – und ich sehe sie als Maßstab dafür, wie man sich über die verschiedenen Epochen hinweg neu erfindet – ist <strong>Madonna</strong>. Wenn man ihre Karriere betrachtet und weiß, wie sie das in großem Stil und auf recht glaubwürdige Weise geschafft hat. Selbst jetzt, wo sie zurückkommt und ihren ersten Top-20-Song seit 15 Jahren oder so hat. (Anm. d. Redaktion: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=K6WCcBP4lSs">»Popular«</a> mit The Weeknd und Playboi Carti ist im UK auf Platz 10 gechartet) Ich habe das Gefühl, sie ist der Maßstab. Seit wie vielen Jahrzehnten ist sie schon relevant?</p>



<p><strong>Ich schaffe es gar nicht mehr, mitzuzählen.</strong></p>



<p>Das ist es halt. Es gibt so viele ikonische Momente aus dieser Zeit mit verschiedenen Stilen. Die meisten Leute würden nicht erwarten, das von mir zu hören, aber alles von »Human Nature« bis zu fucking &nbsp;»Evita«. Oder auch »Like A Prayer«. Jedes Mal, wenn sie im Fernsehen auftauchte, war es etwas Großes, wie mit »Don&#8217;t Cry For Me Argentina«. Nicht, dass ich diese Lieder mag, aber ich respektiere sie. Und jetzt bin ich in der Branche und verstehe, was es einem abverlangt. Damals hat sie Filme für Musikvideos gedreht und ist damit weltweit viral gegangen, bevor es einfacher war, dies über die sozialen Medien zu tun, manchmal auch aus Versehen. Verstehst du, was ich damit sagen will?</p>



<p><strong>Auf jeden Fall.</strong></p>



<p><strong>Beyoncé </strong>hat sich auch gut geschlagen. Natürlich hätte ich gerne ein paar Songs mit Beyoncé oder <strong>Rihanna </strong>oder so gemacht. Aber nein, ich bin wirklich froh, dass ich mit <strong>Calvin Harris </strong>gearbeitet habe. Einfach zu sehen, wie viel er arbeitet und wie weit er es gebracht hat. Es ist wirklich verrückt. Und je mehr er macht, desto mehr habe ich das Gefühl, dass ich verdammt nochmal richtig lag. (beide lachen) Ich mag das. Man sollte ihn wirklich erwähnen werden, wenn man bedenkt, dass er Produzent, Autor, Sänger, Künstler, all das ist. Er ist einer der produktivsten Produzenten vielleicht aller Zeiten. Er hat es nur in kürzerer Zeit geschafft, und die Leute haben ihre Meinung darüber, was sie für gute Musik halten, oder was auch immer. Aber sein Rap-Sheet ist verrückt. Wenn du es einfach auf Spotify nachsiehst – das ist abgefahren. Ich bin mir sicher, dass nur jemand wie <strong>Max Martin </strong>(Anm. d. Red.: ein schwedischer Songwriter)<strong> </strong>so viele Hits hat wie er haben könnte, wenn wir mal ganz ehrlich sind.</p>



<p><strong>Er ist definitiv einer der größten Künstler dieser Generation. Um aber auf dich zurückzukommen – in einem <a href="https://www.laut.de/Dizzee-Rascal/Interviews/Ich-bin-eher-Produzent-als-Rapper-06-10-2004-246">älteren Interview mit Laut.de,</a> das war ungefähr zu der Zeit, als »Showtime« herauskam, hast du einmal gesagt, dass du kein Rapper bist, sondern hauptsächlich ein Produzent. In <a href="https://www.nme.com/big-reads/dizzee-rascal-cover-interview-2020-e3-af-2761243">einem Interview mit NME</a> zu »E3 AF« hast du gesagt, du bist ein „fucking serious rapper“. Das ist eine ziemlich interessante Veränderung. Was denkst du, wo du mit diesem Album stehst?</strong></p>



<p>Jetzt ist es ein Gleichgewicht. Ich habe nicht als Rapper angefangen, denn ich habe eigentlich gelernt, auf Drum and Bass zu spitten. Ich habe keinen richtigen Hip-Hop gelernt. Aber ich denke, im Großen und Ganzen ist es Rappen. Nach »Tongue n&#8217; Cheek« habe ich mit dem Produzieren ganz aufgehört. Erst mit der »Don&#8217;t Gas Me« EP von 2017 habe ich wieder angefangen. Das war quasi, um neu zu lernen und es wieder bis zu diesem Punkt aufzubauen. Jetzt würde ich sagen, ich bin 50/50, aber wahrscheinlich immer noch mehr Rapper als Produzent. Ich habe die Hälfte der Tracks produziert oder ein bisschen mehr, aber ich habe auf allen gerappt.</p>



<p><strong>Fair. Die Rechnung geht auf.</strong></p>



<p>Math is mathing. (beide lachen)</p>



<p><strong>Herzlichen Dank! Ich bin neugierig, wohin du als nächstes gehen wirst.</strong></p>



<p>Jederzeit, Mann.</p>



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<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/dizzee-rascal-ueber-dont-take-it-personal-seinen-arbeitsprozess-und-seine-rolle-fuer-grime">Dizzee Rascal über »Don&#8217;t Take It Personal«, seinen Arbeitsprozess und seine Rolle für Grime</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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		<title>Durch die »Wiener Schickeria« mit BIBIZA</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roman Zingel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 May 2023 13:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>„Dekadenz in Wien, ja das versteht der Deutsche nie“. Aber was man nicht versteht, erscheint manchmal umso reizvoller. Die Hauptstadt Österreichs entwickelte in den vergangenen Jahren eine immer größere Strahlkraft in der musikalischen Welt und hat mit Acts wie Verifiziert, Eli Preiss und eben BIBIZA einige der interessantesten Artists der hiesigen Szene hervorgebracht. Die Metropole liefert in all ihren Facetten für BIBIZAs nunmehr viertes Album »Wiener Schickeria« eine bunte Kulisse, in der sich der Protagonist zu orientieren versucht. Das ganze [&#8230;]</p>
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<p><strong>„Dekadenz in Wien, ja das versteht der Deutsche nie“. Aber was man nicht versteht, erscheint manchmal umso reizvoller. Die Hauptstadt Österreichs entwickelte in den vergangenen Jahren eine immer größere Strahlkraft in der musikalischen Welt und hat mit Acts wie Verifiziert, Eli Preiss und eben BIBIZA einige der interessantesten Artists der hiesigen Szene hervorgebracht. Die Metropole liefert in all ihren Facetten für BIBIZAs nunmehr viertes Album <strong>»Wiener Schickeria«</strong></strong> <strong>eine bunte Kulisse, in der sich der Protagonist zu orientieren versucht. Das ganze Album wirkt wie ein einzelner Erzählstrang, der vom Intro mit Erzähler und den wiederkehrenden Spoken Word-Elemente auf Songs wie »Regen« zusammengehalten wird. So erzählt BIBIZA aus seiner Welt und von seinem Wien und gibt einen Einblick in ein abenteuerliches Leben, bei dem am Ende nicht ganz klar bleibt, wie erstrebenswert es überhaupt ist.</strong></p>



<p>Dabei fängt am Anfang alles noch so harmlos an. Das eigenwillige, wenn auch etwas zähe Intro kommt ungeniert mit einem eindrucksvollen musikalischen Aufgebot daher. Warum die Banane krumm ist? An diesem Punkt völlig egal. </p>



<p>Die Laune bleibt auch auf den bereits ausgekoppelten »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/0HMMWRBfGjLLl3V9pLMWAV?si=db9ca8a2419f472f">Opernring Blues</a>« und »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2NMMNLf5Di8B447gUjXyZs?si=8cebd906aadb4f05">Schick mit Scheck</a>« ausgelassen. Wenn <strong>BIBIZA </strong>hier nach dem Spritzwein ruft, wirkt es, als gehöre ihm die Welt. Im Gegenzug für die treibende Bassline und das grandiose Gitarrensolo legt man sie ihm gerne zu Füßen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Man bringet mir den Spritzwein, bitte / Weil nur so finde ich wieder zurück zu meiner Mitte</strong></p>
<cite>»Schick mit Scheck«</cite></blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Der Rausch</h2>



<p>Auch »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/35HDWxWHDlgpKgBPrGG4rB?si=4af8e887bc654d51">Eine Ode an Wien</a>« knüpft an diese Leichtfüßigkeit an gibt jedoch ein erstes Anzeichen auf die Dämonen, die den Protagonisten des Albums später jagen sollen: „Keiner für alle, hier ist jeder nur für sich“. Aber noch kümmert das nicht. Der Rausch, den das erste Drittel entfacht, bauscht sich nur weiter auf und kulminiert in einer durchzechten Nacht im Stadtpark, die dann auch das wahrscheinlich beste Video der Platte hervorbringt.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="BIBIZA - &quot;Stadtpark Insomnia&quot; (official video)" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/Ld3xgrI4rY0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Überhaupt die Videos – die konsequente Ästhetik lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass sein neuestes Album BIBIZAs bisher ambitioniertes Projekt ist. Ähnlich wie <strong>The Weeknd</strong>, der im immer gleichen Anzug auf »After Hours« weiter und weiter in sein Verderben rutscht, lässt sich »Wiener Schickeria« wie die Chronik einer ekstatischen Nacht auf Taxi-Rückbanken, dekadenten Feiern und schließlich in einem abgeranzten Elektroschuppen hören. Genau dort landet BIBIZA auf »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/6trZdSPlUAzfB7GUFSYsd2?si=9b255d25dfbd4206">KiK (Skit)</a>« und dem zerstörerischen »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/4v5q2clljT3uKejWn59V1X?si=213653a566704c70">Blau</a>«. Das <strong>Fedde La Grande</strong>-Sample liest sich auf dem Papier wahrscheinlich wie ein Fiebertraum, funktioniert in dieser Phase aber perfekt.</p>



<p>Dass auf jeden Höhenflug ein Fall folgen muss, wird auf der zweiten Hälfte des Albums deutlich. So dauert es nicht lange, bis sich die »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/4iQQsqk948SBnFbzA3fMxP?si=4e702eb4e51c486d">Schöne Dame</a>« von der »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2Fdlm11Yt6g7Hk9CRKZGqq?si=0d9c161a99024bd2">Akademie der bildenden Künste</a>« als »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/0XPysv32DHFquWv8sTVPgn?si=5db7f02b17c64dd2">Femme Fatale</a>« entpuppt. Kein Wunder, dass auch sein Versprechen, für diese Dame mit den Drogen aufzuhören, wieder gebrochen wird. Nicht aber, bevor uns <strong>Filous </strong>mit einem Sample von <strong>Mozart</strong>s<strong> </strong>kleiner Nachtmusik ein absolutes musikalisches Highlight beschert.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Ja dich zu lieben, nein das tut nicht gut / Und dich zu hassen hab ich so oft versucht</strong></p>
<cite>»Femme Fatale«</cite></blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Der Geist des Großmeisters</h2>



<p>Ein Text zu »Wiener Schickeria« wäre aber nicht komplett ohne Erwähnung der anderen Wiener Legende, deren Geist über allem schwebt. Ganz eindeutig bezog BIBIZA Inspiration von <strong>Falco</strong>, dessen Themen, Style und an vielen Punkten auch Stimmfarbe hier ins 21. Jahrhundert transportiert wird. BIBIZA schafft es aber trotz aller Ähnlichkeiten über die gesamte Laufzeit durch die vielen Interludes wie »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/6cVPMMMiSmXYmMIoGZBqmd?si=22d8bdf39b104531">Ballern am Balkon</a>« oder »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/4lra3oY4kJ8yqMm2uByDVF?si=cc09104508cc4b16">Babylon Freestyle</a>« eine breite Palette an rocklastigen, tanzbaren und gerade gegen Ende der Laufzeit sentimentalen Momenten zu schaffen. In seiner Vielseitigkeit liegt auch die größte Stelle des Albums, denn trotz der Vielzahl an Genres und Stilen, denen man auf »Wiener Schickeria« begegnet, trägt alles klar die Handschrift von BIBIZA und seinen Produzenten.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="BIBIZA - &quot;Schick mit Scheck&quot; (official video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/ALarG0ABCFk?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Gegen Ende, wenn »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/7l9Py4hH20jyV24JIY3cIa?si=73c2bc973e024abd">Marie</a>« unerreichbar und aufgegeben erscheint, wird »Wiener Schickeria« am persönlichsten. Genau in diesem Moment bröckelt auch die Fassade, die im Taumel der Ekstase aufgebaut wurde und die Oberflächlichkeiten, die auf »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/4v5q2clljT3uKejWn59V1X?si=5f046ab1b21b460e">Blau</a>« noch als Sympathie verkauft wurden, verpuffen in der Einsamkeit. So bekennt BIBIZA: “Es geht um Oberflächlichkeiten, man soll die Oberfläche meiden / Aber die Oberfläche ist das, was die meisten verstehen”. Und auch wenn dies auf einem Song mit dem Titel »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/7unjhfJnypzyc5THtR2VTr?si=edd804dd05464ddd">Wer leidet mit mir?</a>« zunächst reichlich pathetisch daherkommt, wird doch deutlich, was dem Protagonisten auf dem Album in seinem Rausch letztlich fehlt.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Wer leidet mit mir außer meine Lunge und Leber?</strong></p>
<cite>»Wer leidet mit mir?«</cite></blockquote>



<p>So fügt sich dann auch »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/0P6BdVyklkcHbxmufU9EhU?si=be8930d5933b4fcd">Regen</a>«, dem <strong>Johannes Madl</strong> ein weiteres gitarrenschweres und herrlich sentimentales Instrumental beschert, als finaler Punkt wunderbar ein, auf dem BIBIZA als Erzähler nicht nur die durchzechte Nacht sondern sein Leben als solches noch einmal resümiert und sich fragt, inwiefern das Schicksal ihn zu dem Punkt gebracht hat, an dem er nun steht. Gerade dieser Blick zurück kommt mit einer Menge Pathos daher, die für den einen oder die andere etwas zu viel sein mag. Überhaupt wünscht man sich an manchen Stellen auf »Wiener Schickeria« hin und wieder, dass BIBIZA seine Texte etwas eleganter verpackt. Vielleicht macht aber gerade genau das den „Schmäh“ aus. Und dass er diesen verstanden hat wie kaum ein anderer, beweist dieses Album nur allzu deutlich.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Du checkst nicht den Schmäh / Du bist viel zu ernst</strong></p>
<cite>»Ballern am Balkon«</cite></blockquote>



<div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Tracklist: BIBIZA &#8211; Wiener Schickeria</h2>



<p>01. Guten Morgen (mit <strong>Nicholas Ofczarek</strong>, prod. <strong>Filous</strong>)<br>02. Opernring Blues (prod. <strong>Johannes Madl</strong>)<br>03. Schick mit Scheck (prod. <strong>Johannes Madl</strong>)<br>04. Eine Ode an Wien (prod. <strong>Filous</strong>)<br>05. Ballern am Balkon (prod. <strong>BLVTH</strong>, <strong>7kcalls</strong>)<br>06. Eine Ode an Bibiza<br>07. Alkoholiker (prod. <strong>Johannes Madl</strong>)<br>08. Stadtpark Insomnia (prod. <strong>Filous</strong>)<br>09. KiK (Skit) (prod. <strong>Enzo Gaier</strong>)<br>10. Blau (prod. <strong>Johannes Madl </strong>&amp; <strong>Enzo Gaier</strong>)<br>11. Schöne Dame (prod. <strong>Enzo Gaier </strong>&amp; <strong>Filous</strong>)<br>12. Akademie der bildenden Künste (prod. <strong>Nikolai Potthoff</strong>)<br>13. Marie (prod. <strong>Filous</strong>)<br>14. Femme Fatale (prod. <strong>Filous</strong>)<br>15. Höhenstraße (prod. <strong>Filous</strong>)<br>16. Mr. Pessimist (prod. <strong>Johannes Römer</strong>)<br>17. Wer leidet mit mir? (prod. <strong>Filous</strong>)<br>18. Am Weg in die Villa (prod. <strong>Filous</strong>)<br>19. Babylon Freestyle (prod. <strong>Filous</strong>)<br>20. Regen (prod. <strong>Johannes Madl</strong>)</p>



<div style="height:13px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<iframe style="border-radius:12px" src="https://open.spotify.com/embed/album/4czKDXmW22XoBTHqHQ6xha?utm_source=generator" width="100%" height="352" frameborder="0" allowfullscreen="" allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture" loading="lazy"></iframe>
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		<title>&#8220;We the new rockstars&#8221; &#8211; Rapper mit Rockalben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roman Zingel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Mar 2023 14:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>“Lil Uzi is definitely the new pop star. Like, he’s definitely the new Blink-182.” Mit dieser Einschätzung gegenüber der GQ konnte A$AP Ferg den kulturellen Zeitgeist Anfang 2018 kaum besser treffen. Ein paar Jahre später und Uzi trägt rote Spikes, Playboi Carti hat bei seinen Live-Shows den DJ durch einen Gitarristen ersetzt und Travis Barker Dauerfeaturegast bei Machine Gun Kelly und Trippie Redd.&#160; Neue Trends und Sub-Kulturen entstehen in der Musik quasi täglich. Die lange Dominanz von Trap-Beats und Triplet-Flows [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/editorials/editors-pick/we-the-new-rockstars-rapper-mit-rockalben">&#8220;We the new rockstars&#8221; &#8211; Rapper mit Rockalben</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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<p><strong>“Lil Uzi is definitely the new pop star. Like, he’s definitely the new Blink-182.” Mit <a href="https://www.gq.com/story/asap-ferg-on-how-the-new-rock-stars">dieser Einschätzung gegenüber der GQ</a> konnte <strong>A$AP Ferg </strong>den kulturellen Zeitgeist Anfang 2018 kaum besser treffen. Ein paar Jahre später und <strong>Uzi </strong>trägt rote Spikes, <strong>Playboi Carti </strong>hat bei seinen Live-Shows den DJ durch einen Gitarristen ersetzt und <strong>Travis Barker </strong>Dauerfeaturegast bei Machine Gun Kelly und Trippie Redd.&nbsp;</strong></p>



<p>Neue Trends und Sub-Kulturen entstehen in der Musik quasi täglich. Die lange Dominanz von Trap-Beats und Triplet-Flows à la »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=rF-hq_CHNH0">Versace</a>« im Rap ist vor dem Hintergrund einer sich ansonsten immer schneller verändernden Musiklandschaft eine absolute Anomalie. Kein Wunder, dass neue (und alte) Sounds früher oder später den Status Quo aufmischen. Und wo Artists wie <strong>Lil Peep</strong> in ihrer Musik Trap-Elemente noch recht deutlich zur Schau gestellt haben, schwindet genau dieser Sound immer mehr zugunsten von Gitarrenriffs und Vocals wie aus den 2000ern.</p>



<p>Der zeitweise <a href="https://www.vice.com/en/article/a3aqkj/rock-is-dead-thank-god">totgeglaubte Rock</a> mit all seinen Sub-Genres ist alive und well. Neben dem Comeback von <strong>Avril Lavigne</strong>, neueren Acts wie <strong>Mod Sun</strong>, <strong>KennyHoopla</strong> oder <strong>YUNGBLUD</strong> spielen aber auch Rapper*innen eine große Rolle darin, E-Gitarren und Moshpits auf die ganz großen Bühnen zu holen. Dabei bräuchte es gar kein großes Revival, denn Crossover zwischen Rap und Rock gab es schon immer mit Kollabos zwischen <a href="https://www.youtube.com/watch?v=4B_UYYPb-Gk"><strong>Run-D.M.C </strong>und <strong>Aerosmith </strong></a>oder dem legendären Soundtrack von »Judgment Night«, auf dem vor 30 Jahren Rapper wie <strong>House Of Pain</strong>, <strong>Cypress Hill </strong>oder <strong>Onyx </strong>mit Bands wie <strong>Pearl Jam</strong>, <strong>Biohazard</strong> und <strong>Teenage Fanclub </strong>eine Brücke zwischen den beiden Genres bauten. In einem anderen Listicle haben wir uns bereits mit <a href="https://mostdope.tv/editorials/deutschrap-meets-deutschrap-listicle">Kollaborationen zwischen Deutschrappern und Rocklegenden</a> beschäftigt.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Teenage Fanclub - Fallin&#039;" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/mOmdg3epcic?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>In dieser Liste wenden wir uns aber keinen Kollabos zu, sondern Alben von Rappern, die gänzlich dem Rock zuzuschreiben sind. Denn obwohl 4 davon in <a href="https://www.youtube.com/watch?v=S-gAv3pO8iM&amp;t=1152s">Anthony Fantanos Liste der schlechtesten Alben der 2010er</a> auftauchen, versuchen sich immer wieder Rapper*innen an dem Genrewechsel.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-black-color">1. Lil Wayne: »Rebirth« (2010)</mark></h2>



<p>2010 war definitiv eine andere Zeit. Barack Obama war noch in seiner ersten Amtszeit, Facebook war der Place to Be und kaum jemand hat noch offen angezweifelt, dass <strong>Lil Wayne </strong>der beste Rapper derzeit war. Nach dem gigantischen Erfolg von »Tha Carter III« schien Weezy die Welt zu Füßen zu liegen. Er hatte seine eigene Formel gefunden und so perfektioniert, dass ein Stilwechsel noch nicht nötig, aber durchaus sinnvoll erschien.</p>



<p>Mit »Rebirth« machte der Young Money Chef genau das, und zwar kompromissloser als das viele Fans erwartet und sich vermutlich gewünscht hatten. Mit den obligatorischen schwarz-weißen Vans auf dem Cover und einer E-Gitarre, die quasi Teil jedes Outfits wurde, präsentierte Lil Wayne auf Albumlänge einen Sound, der nicht allen zusagte.&nbsp;</p>



<p>Er versuchte sich sogar selbst daran, Gitarre zu spielen, kam aber nie über ganz <a href="https://www.youtube.com/watch?v=wqOGtexkAco">grundlegende Soli hinaus</a>. Dies sorgte dann auch dafür, dass die Leadmelodien auf Songs wie »Prom Queen« oder »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=6ZHpLyas01A">Da Da Da</a>« keineswegs originell daherkamen. Was die Songs wirklich schwer zu ertragen machte, waren aber die Vocals selbst, die Weezy in Autotune nahezu ertränkte und damit sicherstellte, dass auch mit etwas Distanz bis auf »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=ErCAOMi5EGM">Drop The World</a>« das Album nahezu unhörbar ist. Irgendwo ist es aber auch bewundernswert, wie sich ein Rapper an seinem absoluten Zenit zu so einem drastischen Schritt durchringt und sich freiwillig wieder in die Highschool zurückschickt.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Lil Wayne - Prom Queen (Official Music Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/lTurfn7vvCk?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">2. B-Tight: »Drinne« (2012)</h2>



<p>An seinem Zenit stand <strong>B-Tight </strong>nicht wirklich, als er auf Albumlänge mit dem Rock liebäugelte. Nachdem Aggro Berlin endgültig seine Pforten geschlossen hatte und nach der mäßigen Resonanz auf sein letztes Album »Goldständer« sah B-Tight scheinbar Grund für einen Neubeginn.&nbsp;</p>



<p>Durch einen Kontakt zu den <strong>Emil Bulls </strong>kam Bobby auf den Geschmack, auf rockigeren Instrumentals zu rappen. So entstand dann auch ein ganzes Album mit Instrumentierung der Band, die nur noch durch Scratches von <strong>Beathovenz aka DJ Perez </strong>abgerundet wurde. Und auch wenn B-Tight gleich zu Beginn klarmacht “Das ist für die Hip-Hopper, das ist für die Rocker”, markiert der neue Sound »Drinne« doch einen deutlichen Shift für den Berliner.</p>



<p>Aber auch textlich ändert sich etwas auf »Drinne«. Nach vergangenen Releases, die immer mindestens in Richtung Index schielten, wirkt das Album deutlich harmloser. Obwohl der Humor und einige Zeilen auf Songs wie »Wenn ich komme« und »Tittenmaus« nicht besonders gut gealtert sind, sind sie doch weit entfernt von der Obszönität von B-Tights ersten Alben. Seine neue Massentauglichkeit bewies er dann auch mit einem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=qyiScq5-LcY">Auftritt beim Bundesvision Song Contest</a>, wo er mit den Emil Bulls die Hauptstadt vertreten durfte.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="B-TIGHT Playaz - Drinne (Official Video HD)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/LyW2QzLFLtE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">3. Yelawolf: »Love Story« (2015)</h2>



<p>Während viele Rockalben von Rappern eher Ausreißer in der Diskographie sind, markierte »Love Story« die Neuerfindung von einem Sound, dem <strong>Yelawolf </strong>noch bis heute treu bleibt und auf seinem letzten Album »<a href="https://mostdope.tv/soundchecks/yelawolf-shooter-jennings-sometimes-y">Sometimes Y</a>« mit Country-Sänger <strong>Shooter Jennings </strong>sogar noch weiter entwickelte.</p>



<p>Das Shady-Signing, das damals in aller Munde war, konnte mit seinem Debüt »Radioactive« leider nicht das Versprechen von <strong>Eminems</strong> Co-Sign einlösen. Nach einer längeren Phase, in denen Yelawolf nur ein Mixtape und die eher wenig beachtete EP mit Travis Barker »Psycho White« releaste, folgte mit »Love Story« dann der Befreiungsschlag. Das Album wurde vor allem in Yelas Heimatstadt Nashville aufgenommen und kanalisiert seine Südstaatenwurzeln in einen Sound, den es in der Form im Rap noch nicht gab.&nbsp;</p>



<p>Neben dem erstaunlich radiotauglichen, aber eben auch eingängigen »American You« finden sich mit »Tennessee Love« und »Devil In My Veins« richtige Balladen auf dem Album, das in seiner Gesamtheit ein mehr als würdiges Bild von Yelawolfs bewegtem Leben zeichnet. Wenn dieser auf Songs wie »Till It’s Gone« oder »Best Friend« mit Labelboss Eminemdie neugefundenen Klänge mit seinen Rapwurzeln verbindet, entsteht ohne Zweifel sein bis dato bestes Material, das auch heute noch eine einnehmende Wirkung entfaltet.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Yelawolf - Till It’s Gone (Official Music Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/Ndpryp2OlUQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">4. Kid Cudi: »Speedin’ Bullet 2 Heaven« (2015)</h2>



<p>Auch für <strong>Kid Cudi </strong>war sein Rock-Album nicht der einzige Berührungspunkt mit dem Genre. Bereits 2012 tat sich Mr. Rager mit seinem Produzenten <strong>Dot Da Genius </strong>zusammen für das gemeinsame Projekt <strong>WZRD</strong>, das ein gleichnamiges Album und mit »Teleport 2 Me, Jamie« auch einen Fan-Favoriten hervorgebracht hat. Drei Jahre später ist die Situation jedoch eine andere. Anstelle des Releases des langerwarteten dritten Teils der »Man On The Moon« Reihe folgten auf »WZRD« drei Alben, die weder bei Kritiker*innen noch Fans übermäßig großen Anklang fanden und in »Speedin’ Bullet 2 Heaven« kulminierten.</p>



<p>Das komplett selbst geschriebene und produzierte Album war selbst für eingefleischte Fans vom Lonely Stoner eine Herausforderung. Über 90 Minuten gab es das mit Abstand dunkelste und verstörendste Material von Kid Cudi bis dato zu hören. Von den Störgeräuschen, die den ersten Track einleiten, bis zu dem verlorenen Gitarrensolo, das das Album auf »MELTING« beendet, lässt Kid Cudi seinen Zuhörer*innen kaum Raum zu verschnaufen.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="550" data-dnt="true"><p lang="en" dir="ltr">Speedin Bullet was a cry for help.  I was literally screamin out to the world that I was hurting deeply and just wanted so badly to be understood</p>&mdash; The Chosen One (@KiDCuDi) <a href="https://twitter.com/KiDCuDi/status/1282372724224974849?ref_src=twsrc%5Etfw">July 12, 2020</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
</div></figure>



<p>Kid Cudi war zwar immer offen für Experimente, aber »Speedin’ Bullet 2 Heaven« ist gänzlich frei von Songs, die herkömmlichen Mustern folgen oder auch einfach nur das Bedürfnis der Fans nach Harmonie bedienten. Cudi selbst bezeichnete das Album später als einen “Hilferuf”. In einer Phase, in der es Kid Cudi laut eigener Aussage mental so schlecht wie noch nie ging, schreibt er über Themen wie Sucht auf »The Nothing« oder verarbeitet seine Suizidgedanken auf der Single »CONFUSED!«. Die rohe Verzweiflung und ungefilterten Gedanken trösten daher trotz allem Verriss, den das Album damals abbekommen hat, viele Fans bis heute. So finden sich auch knapp 7 Jahre nach Release und in einer Zeit, in der es Cudi offensichtlich deutlich besser geht, immer noch Kommentare unter den Songs, die darauf hindeuten, dass auch dieser Oddball in Kid Cudis Diskographie vielen Menschen durch schlechte Zeiten geholfen hat.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="CONFUSED!" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/pdJuh2WCjq0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">5. Logic: »Supermarket« (2019)</h2>



<p>Seit Beginn seiner Karriere hat <strong>Logic </strong>nie so ganz in das Bild des klassischen Rappers gepasst. Trotz technischen Talents und großem Erfolg seiner ersten Album wurde der aus Maryland stammende Rapper von großen Teilen der Rap-Community immer eher belächelt. Dies hielt ihn 2019 aber nicht davon ab, ganz neue Wege einzuschlagen mit einem Album, das zwar durchaus Neues gewagt hat, aber nach Einschätzung vieler an der Ausführung gescheitert ist.</p>



<p>»Supermarket« erschien als Soundtrack zu einem gleichnamigen Roman, der mal eben auf die <a href="https://hypebeast.com/2019/4/logic-supermarket-novel-new-york-times-bestseller">Spitze der New York Times Bestseller Liste</a> kletterte. Neben dem unüblichen Format wurden Fans aber vor allem von dem Sound überrascht, denn Logic rappt auf »Supermarket« kaum, sondern versucht sich auf leichten Instrumentals irgendwo zwischen Stoner Rock und Alternative am Gesang. Dazwischen gibt es immer wieder Ausflüge wie auf »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=wungxLsuNbQ&amp;list=PLuvVjLDbzSdE__1_ipum3TMixouAGY2xq&amp;index=10">Lemon Drop</a>«, das wie ein halbgarer Red Hot Chili Peppers Abklatsch klingt.</p>



<p>Auch auf »Supermarket« scheint durch, das Logic, der immerhin mal den gesamten <strong>Wu-Tang Clan </strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=C3-skAbrO2g">auf einem Track versammelt</a> hat, seine Inspiration vor allem in Old School Tracks findet. Seine Cover von »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=ylLEEGHg1tY&amp;list=PLuvVjLDbzSdE__1_ipum3TMixouAGY2xq&amp;index=3">Can I Kick It</a>« oder Biz Markie’s »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=9aofoBrFNdg">Just A Friend</a>« auf »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=lavmaCPDwg4&amp;list=PLuvVjLDbzSdE__1_ipum3TMixouAGY2xq&amp;index=6">Baby</a>« sind aber so glattgebügelt geraten, dass sie den Originalen kaum gerecht werden. »Supermarket« sollte aber nur ein kleiner Sonderfall in Logics Diskographie bleiben, was dieser auch gerade mal zwei Monate später mit dem Release von »Confessions of a Dangerous Mind« deutlich machte. Und auch nach einem selbst für Rapper wirklich kurzen “<a href="https://www.nme.com/news/music/logic-ends-his-retirement-from-music-im-back-2971971">Karriereende</a>” klingt Logics Musik mittlerweile wieder deutlich mehr nach dem, was ihn ursprünglich groß gemacht hat.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Logic - Pretty Young Girl (Official Audio)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/LjxVz_cKyq8?list=PLuvVjLDbzSdE__1_ipum3TMixouAGY2xq" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">6. Machine Gun Kelly: »Tickets To My Downfall« (2020)</h2>



<p>Ebenfalls auch nie gänzlich von der Hip-Hop-Community akzeptiert, hat wohl niemand so erfolgreich einen Genrewechsel zum Rock vollzogen wie <strong>Machine Gun Kelly</strong>. Nachdem er im 2018er Beef mit Eminem und seinem Disstrack »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Fp0BScQSSvg">RAP DEVIL</a>« für viel Furore sorgte, schien der Weg für eine Neuorientierung danach geebnet. Spätestens auf dem letzten Song von seinem Album »Hotel Diablo« ein Jahr später war klar, in welchem Sound MGK seine Zukunft sah. Zusammen mit <strong>Travis Barker </strong>und <strong>YUNGBLUD </strong>lieferte er mit »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=wK-8TCDrbV8">I Think I’m OKAY</a>« nicht nur einen seiner erfolgreichsten Songs bis dato sondern auch den Bauplan für »Tickets To My Downfall«.</p>



<p>Ohne seine Themenpalette von Songs über Drogen, Schicksalsschläge oder Liebe aufzugeben, verpasst er seinen Geschichten einen neuen Anstrich, für den Travis Barker maßgeblich verantwortlich ist. Der Ex-Drummer von <strong>Blink-182 </strong>war Rap zwar nie ein Fremder, erlebte durch seine Zusammenarbeit mit MGK aber eine Renaissance als Tastemaker für eine neue Generation von Artists, die immer offener mit Pop-Punk liebäugeln.&nbsp;</p>



<p>Kein Wunder, denn auch wenn Machine Gun Kelly und Barker das Rad nicht neu erfinden und so ziemlich jedes Klischee inklusive <a href="https://www.youtube.com/watch?v=U07VKXydCUw">Teenage-Kurzfilm im obligatorischen Highschool-Setting</a> erfüllen, ergibt die Kombi aus MGKs Vocals und Travis’ Instrumentierung einfach Sinn. Kelly klingt mehr in seinem Element denn je und erreicht mit »Tickets To My Downfall« zum ersten Mal die Spitze der Charts. Wenig überraschend bleibt er diesem Sound auch auf dem Nachfolger »mainstream sellout« (vielleicht etwas zu) treu. Immerhin gab er hier Lil Wayne die Chance, seine eigenen Rockertage gleich zwei Mal <a href="https://www.youtube.com/watch?v=QwowRNLw8Fg">wieder aufleben zu lassen</a>. Genau diese Kombos zeigen zudem, welche Türen »Rebirth« damals aufgestoßen hat.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Machine Gun Kelly - Bloody Valentine [Official Video]" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/wSdT-SArM2Q?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">7. Trippie Redd: »Pegasus: Neon Shark vs Pegasus« (2021)</h2>



<p>Wie wichtig Travis Barker für die neue Generation geworden ist, zeigt auch die Deluxe-Version von <strong>Trippie Redds </strong>Album »Pegasus«. Ähnlich wie schon <strong>Nav </strong>und <strong>Lil Uzi Vert </strong>machte sich Trippie Redd 2021 den Trend der immer länger werdenden Deluxe-Versionen zu eigen und verpasste seinem dritten Studioalbum ganze 14 neue Songs, die genauso gut ein eigenes Album sein könnten. Während andere sich bis dato auf Deluxe-Versionen meist treu geblieben sind, klingt »Neon Shark« gänzlich anders als das nicht gerade wohlwollend aufgenommene »Pegasus«.</p>



<p>Auch auf »Neon Shark« hören wir auf jedem Song Travis Barker am Schlagzeug, der im direkten Vergleich zu »Tickets To My Downfall« nochmal einen Gang höher schaltet und Songs wie »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=b_Sks_RWyek&amp;list=PLwAL1H8XuGxe9PUWco_HYaIKzXzv5l4yl&amp;index=11">SEA WORLD</a>« in ein wahres Inferno verwandelt. Trippie, der selber mit seiner Stimme sowieso nie nur reinen Rap gemacht hat, fügt sich manchmal durchaus gut ein und schreit sich mit viel Ausdruck die Seele aus dem Leib.&nbsp;</p>



<p>Trippies Affinität zum Rock zahlt sich dann auch auf »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=upq_QlhqStY&amp;list=PLwAL1H8XuGxe9PUWco_HYaIKzXzv5l4yl&amp;index=10">GERONIMO</a>« aus, auf dem er <strong>Chino Moreno</strong>, den Frontmann von <strong>Deftones </strong>als Feature gewinnen konnte. Auf der Hook offenbart sich aber auch der größte Schwachpunkt des Albums. Denn stimmlich fehlt Trippie für so ein richtiges Rock-Album dann vielleicht doch die nötige Raffinesse. Das gemischte Feedback ist daher auch wenig überraschend. Viel interessanter ist eher, wie wenig Beachtung diesem Album ansonsten geschenkt wurde. Vielleicht ist das aber auch nur ein Symptom dafür, wie fest verankert Rockeinflüsse in manchen Sparten des Hip-Hop mittlerweile sind.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Trippie Redd – Dreamer (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/waYEYk4xfbs?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">8. Lil Yachty: »Let’s Start Here.« (2023)</h2>



<p><strong>Lil Yachty</strong> brachte nicht nur das <a href="https://www.youtube.com/watch?v=s9PzYuVwCSE">Wock nach Poland</a>, sondern mit »Let’s Start Here.« auch eine der größten Überraschungen des bisherigen Jahres auf den Markt. Der 25-Jährige, der bisher vor allem für seinen exzentrischen Style und Lines wie “<a href="https://www.youtube.com/watch?v=c8OG5ffqfoE">She blow that dick like a cello</a>” bekannt war, hatte für sein fünftes Album offenbar ganz andere Ambitionen.</p>



<p>Schon der Teaser »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=clq1cg_Tbnw">Department of Mental Tranquility</a>« deutete an, dass Yachty auf »Let’s Start Here.« eine größere Vision verfolgte. Mit dem Release überraschte er die gesamte Szene, egal wie gut man mit seinem bisherigen Schaffen vertraut war. Lediglich der Remix von <strong>Tame Impalas </strong>»<a href="https://www.youtube.com/watch?v=I-dvJGbVQQ4">Breathe Deeper</a>« hätte ahnen lassen können, welchen Sound Lil Yachty einschlagen würde.</p>



<p>»Let’s Start Here.« macht dabei keinen Hehl aus seinen Einflüssen. Auf »the ride-« lässt sich die Zusammenarbeit mit Kevin Parker gut raushören und auch die Credits von <strong>MGMTs Benjamin Goldwasser </strong>auf »drive ME crazy!« oder <strong>Jake Portrait </strong>von <strong>Unknown Mortal Orchestra </strong>auf jedem zweiten Track hört man auf jeden Fall raus. Überhaupt hat Lil Yachty mit diesem Album etwas geschafft, was den wenigsten Rappern in dieser Liste gelungen ist: ein Album, das sowohl eingefleischte Fans als auch diejenigen gerne hören, die eher im Rock selbst verankert sind.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Lil Yachty - sAy sOMETHINg (Official Music Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/igFtut_1drQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Unsere Liste ließe sich ohne Probleme noch um weitere Alben erweitern. <strong>Jan Delays </strong>»Hammer und Michel« und <strong>G-Eazys</strong> »Everything’s Strange Here« sind nur zwei weitere Beispiele. Erst letzten Freitag erschien zudem mit »UGLY« das dritte Album von <strong>slowthai</strong>, für das er mit der Post-Punk-Band <strong>Fontaines D.C. </strong>zusammengearbeitet hat und selber zum ersten Mal zur Gitarre greift. Die Orientierung an Rock und Punk nicht nur in Ästhetik und Outfits sollte jedenfalls auch in Zukunft für viele weitere interessante Crossover zwischen den Genres sorgen. Wir bleiben gespannt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/editorials/editors-pick/we-the-new-rockstars-rapper-mit-rockalben">&#8220;We the new rockstars&#8221; &#8211; Rapper mit Rockalben</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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		<title>In Memory of Lord Folter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roman Zingel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Mar 2023 17:20:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[This Day in Hip-Hop]]></category>
		<category><![CDATA[In Memory Of]]></category>
		<category><![CDATA[Lord Folter]]></category>
		<category><![CDATA[Mostdope]]></category>
		<category><![CDATA[RIP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Ich habe keine Ahnung, was noch vor mir liegt“, rappte Lord Folter noch auf dem Opener seines letzten Albums »Farce«. Ende 2021 wurde bekannt, dass der Düsseldorfer mit einem bösartigen Hirntumor diagnostiziert wurde. Nachdem die zweite Chemo im Herbst wohl bereits einige Nebenwirkungen mit sich brachte, wurde heute bekanntgegeben, dass Lord Folter am 17.02.2023 verstarb.Folter hat seine Diagnose von Anfang an offen kommuniziert und nie runtergespielt. „Das soll euch keine Angst machen, ist aber eben auch kein Hollywood Szenario“ bemerkte [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/this-day/in-memory-of-lord-folter">In Memory of Lord Folter</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>„Ich habe keine Ahnung, was noch vor mir liegt“, rappte<strong> Lord Folter</strong> noch auf dem Opener seines letzten Albums »<a href="https://open.spotify.com/album/4SR3k7sHSOTC1XDZ0Vh396?si=W5yfzauwRfio7boCfJpt0Q">Farce</a>«. Ende 2021 wurde bekannt, dass der Düsseldorfer mit einem bösartigen Hirntumor diagnostiziert wurde. Nachdem die zweite Chemo im Herbst wohl bereits einige Nebenwirkungen mit sich brachte, wurde heute bekanntgegeben, dass Lord Folter am 17.02.2023 verstarb.<br>Folter hat seine Diagnose von Anfang an offen kommuniziert und nie runtergespielt. „Das soll euch keine Angst machen, ist aber eben auch kein Hollywood Szenario“ bemerkte er vor einem guten Jahr. Trotzdem releaste er noch im August mit »Farce« ein weiteres sehr persönliches Album, das im Untergrund großen Anklang fand. Mit ständig neuen Ideen entwickelte Folter seinen Sound seit seinem Debüt 2015 immer weiter und probierte sich mit jedem Release weiter aus. Eine erst im Februar erschienene EP mit dem Titel »<a href="https://open.spotify.com/album/3qx0YVMoydVJuhLPdyimfH?si=dZ6NHj8vSgynXfBhKum4bA">Wir Werden Sehen</a>« etwa führte die melodische Entwicklung seiner letzten Alben noch weiter. In den Jahren seines Schaffens blieb er sich immer treu und machte bis zum Ende klar, dass es ihm vor allem immer um die Kunst ging.<br>Lord Folter hinterlässt seinen Fans viel Musik, der trotz aller Ernsthaftigkeit und schonungsloser Ehrlichkeit aber auch immer eine Hoffnung innewohnt, die vielleicht manche in diesem traurigen Moment trösten kann.<br>Ruhe in Frieden </p>



<p><br></p>
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		<title>Ansu stellt Seele über Ego auf seinem Debütalbum</title>
		<link>https://mostdope.tv/soundchecks/ansu-stellt-seele-ueber-ego-auf-seinem-debuetalbum</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roman Zingel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Mar 2023 13:15:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soundchecks]]></category>
		<category><![CDATA[2Sick]]></category>
		<category><![CDATA[Ansu]]></category>
		<category><![CDATA[Aurorabeats]]></category>
		<category><![CDATA[Cato]]></category>
		<category><![CDATA[Gold League]]></category>
		<category><![CDATA[Hip-Hop]]></category>
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		<category><![CDATA[Monk]]></category>
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		<category><![CDATA[Soundcheck]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Mein erstes Album. Meine Geschichte. Nur für uns.“ So kündigt Ansu Anfang des Jahres sein erstes Album »Soul über Ego« an. Für diejenigen, die den Hamburger seit seinen Anfängen verfolgen, gab es mit seinem ersten Mixtape »ASSOZIATIV« schon 2020 eine Art Debüt. Und auch wenn Ansu mittlerweile vielen bekannt sein dürfte, ist »Soul über Ego« ein Manifest für eine Karriere, deren Weg noch lange nicht festgeschrieben ist. Auf 13 Tracks spielt Ansu seine Stärken voll aus. Auf Beats, die meistens [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>„Mein erstes Album. Meine Geschichte. Nur für uns.“ So kündigt Ansu Anfang des Jahres sein erstes Album »Soul über Ego« an. Für diejenigen, die den Hamburger seit seinen Anfängen verfolgen, gab es mit seinem ersten Mixtape »ASSOZIATIV« schon 2020 eine Art Debüt. Und auch wenn Ansu mittlerweile vielen bekannt sein dürfte, ist »Soul über Ego« ein Manifest für eine Karriere, deren Weg noch lange nicht festgeschrieben ist.</strong></p>



<p>Auf 13 Tracks spielt <strong>Ansu</strong> seine Stärken voll aus. Auf Beats, die meistens aus der Feder von <strong>Cato</strong> stammen, setzt er seine unverwechselbare tiefe Stimme immer wieder gekonnt in Szene. Sei es auf düsteren Bangern wie »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=7zR0py3NdGw&amp;ab_channel=ANSU">Sandmann</a>«, Uptempo-Nummern wie »<a href="https://open.spotify.com/album/02nWLYh156U0ngC3rxo5AF?si=n-wVf1q5SeSZ_KRRCk3Btw">Zug</a>« oder dem getragenen Stücken »<a href="https://open.spotify.com/track/4YCs039j51sP9kEw5AJILe?si=bc0cc7462acb49f0">Für immer</a>« – Ansu hat ohne Zweifel seinen eigenen Stil gefunden, der sich genauso thematisch durch dieses Album zieht. Auch Produktionen von <strong>knd</strong>, <strong>2Sick</strong> oder <strong>Aurorabeats</strong>, der »<a href="https://open.spotify.com/track/3NyrFCRm7FOGSoVZKxFKzJ?si=6ad89fb8e6d54137">Vision</a>« einen nostalgischen Sample-Beat verpasst, fügen sich gut ein ins Bild.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Ansu - Vision" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/7aehwz0Spx0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>»Soul über Ego« deckt die gesamte Themenvielfalt des Hamburgers ab. Alltagsrassismus und Empowerment, die Ansu bereits auf früheren Tracks wie »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=0wOhyn7UJuI&amp;ab_channel=ANSU">Bomberjacken</a>« behandelt hat, finden hier ebenfalls Einschlag, jedoch weniger als Fokusthema sondern als ständiger Begleiter in einer farblosen Welt.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Bullen drehen hier wie immer die Runden / </strong><br><strong>Keiner von uns fühlt sich mit denen verbunden</strong></p>
<cite>»Stell dir vor«</cite></blockquote>



<div style="height:5px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Für die Familie</h2>



<p>An zentraler Stelle auf »Soul über Ego« steht die Familie. Auf dem Opener etwa sinniert Ansu über die Wichtigkeit von Selbstliebe, schreibt diese Aussage aber seiner Mutter zu und stellt sich selbst in den Hintergrund. Ebenso wie die »<a href="https://open.spotify.com/track/3TH2nsdBEPbWaEd8zbJke2?si=ec4182c059e34d7f">Traumfrau</a>«, die sich selbst etwas aufbaut, werden die Frauen aus Ansus Leben zu den wichtigsten Figuren auf dem Album.</p>



<p>Passenderweise widmet Ansu seiner Familie den zentralen Track der Platte. »<a href="https://open.spotify.com/track/6Mz6ZDomAFMfstjGnbBdyM?si=2ef54db9af074c32">Es ist wie es ist</a>« nimmt mit dem Titelzitat nicht nur das Mantra aus dem wunderschönen »<a href="https://open.spotify.com/track/4wbngTpHZ6mWW8NAMn9IrU?si=957d656159eb4df1">Für imme</a><a href="https://open.spotify.com/track/4wbngTpHZ6mWW8NAMn9IrU?si=957d656159eb4df1&amp;nd=1">r</a>« wieder auf, sondern liefert auch intime Einblicke in Ansus Innenleben. Auf einem stetig anschwellenden Instrumental verarbeitet er das Verlassenwerden durch den Vater und den Verlust seiner Tante und Oma.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soundcheck-ansu-soul-ueber-ego-cover-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-9674" width="195" height="195" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soundcheck-ansu-soul-ueber-ego-cover-1024x1024.jpeg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soundcheck-ansu-soul-ueber-ego-cover-300x300.jpeg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soundcheck-ansu-soul-ueber-ego-cover-150x150.jpeg 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soundcheck-ansu-soul-ueber-ego-cover-768x768.jpeg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soundcheck-ansu-soul-ueber-ego-cover.jpeg 1536w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soundcheck-ansu-soul-ueber-ego-cover-500x500.jpeg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soundcheck-ansu-soul-ueber-ego-cover-800x800.jpeg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soundcheck-ansu-soul-ueber-ego-cover-1280x1280.jpeg 1280w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soundcheck-ansu-soul-ueber-ego-cover-120x120.jpeg 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soundcheck-ansu-soul-ueber-ego-cover-240x240.jpeg 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soundcheck-ansu-soul-ueber-ego-cover-360x360.jpeg 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soundcheck-ansu-soul-ueber-ego-cover-540x540.jpeg 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soundcheck-ansu-soul-ueber-ego-cover-720x720.jpeg 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soundcheck-ansu-soul-ueber-ego-cover-770x770.jpeg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soundcheck-ansu-soul-ueber-ego-cover-1400x1400.jpeg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soundcheck-ansu-soul-ueber-ego-cover-125x125.jpeg 125w" sizes="(max-width: 195px) 100vw, 195px" /><figcaption class="wp-element-caption">Cover via GOLD LEAGUE</figcaption></figure>
</div>


<p>In genau solchen Momenten wird deutlich, dass Ansu sich besonders auf deepen Tracks wohlfühlt und ihm diese <a href="https://mostdope.tv/interviews/ansu-commitment-und-common-sense">laut eigener Aussage</a> sogar im Schreibprozess leichter fallen. Auf der <em>Soul</em>-Hälfte des Albums bringt er ganz selbstverständlich eine Verletzlichkeit mit, die den meisten Artists im Deutschrap meistens fremd ist. So fügen sich die ersten acht Tracks zu einem einnehmenden Gesamtbild zusammen, das Ansu effektiv aus der breiten Masse heraushebt.</p>



<p>Auch der ständige Gedankenstrudel, den Ansu auf vielen Songs beschreibt, ist keine abgedroschene Figur, sondern wird durch Motive der Dankbarkeit und des Wunschs, etwas an zukünftige Generationen weiterzugeben, gut eingeordnet. So schafft es Ansu immer wieder, Lichtblicke in die scheinbare Ausweglosigkeit zu bringen und diese auch mit einem gesunden Selbstbewusstsein zu delivern:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Die letzten 5 Jahre mit Denken verbracht / </strong><br><strong>Gib mir noch drei und ich lenk&#8217; diese Stadt</strong></p>
<cite>»Geduld«</cite></blockquote>



<div style="height:5px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Schluss mit Ego</h2>



<p>Im Anschluss an das Centerpiece »<a href="https://open.spotify.com/track/6Mz6ZDomAFMfstjGnbBdyM?si=2ef54db9af074c32&amp;nd=1">Es ist wie es ist</a>« folgt dann die bereits im Dezember releaste EP »Ego« in leicht angepasster Reihenfolge, sodass der Titeltrack dem Album einen runden Abschluss beschert, der sowohl den brachialen Sound der EP als auch die gedankenschwere Atmosphäre des Albums vereint.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="ANSU &amp; MONK - SANDMANN (Prod. 2Sick)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/7zR0py3NdGw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Leider offenbart sich hier aber auch die größte Schwäche von »Soul über Ego«. Songs wie »<a href="https://open.spotify.com/track/3SsQBMzBhOaJdkBZQMZjHS?si=a78e5a1a6feb4207">Sandmann</a>« und die unablässige hypnotische Hook von »<a href="https://open.spotify.com/track/0yds72zgW5IAowJgoIiplN?si=4bc9080bc62d41e1">Brauch ich nicht</a>« funktionieren zwar ausgekoppelt und live gut, wirken aber im Gesamtbild des Albums wie ein Zusatz als wichtiger Teil der Platte. „Ich mach wie ich will / Ist nicht überall ‘ne Message drin“ bemerkt Ansu dazu treffend auf »<a href="https://open.spotify.com/track/0yds72zgW5IAowJgoIiplN?si=4bc9080bc62d41e1">Brauch ich nicht</a>«. Auf kommenden Releases könnten Tracks wie diese aber noch nahtloser in den Hörverlauf eingefügt werden. Dass Ansu das Handwerk dazu beherrscht und auch die nötige Themenpalette mitbringt, beweist er auf »Soul über Ego« nämlich allemal.</p>



<p></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p>Im <a href="https://mostdope.tv/interviews/ansu-commitment-und-common-sense">Interview mit Ansu über sein Debütalbum</a>, erfahrt ihr mehr über sein Verhältnis zwischen Ego und Soul, seine Initiative &#8220;Irgendwas muss sich verändern&#8221; und die Zusammenarbeit mit Loyle Carner. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-mostdope wp-block-embed-mostdope"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="fZZEJCud2g"><a href="https://mostdope.tv/interviews/ansu-commitment-und-common-sense">Ansu im Gespräch über Commitment und Common Sense</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Ansu im Gespräch über Commitment und Common Sense&#8220; &#8212; Mostdope" src="https://mostdope.tv/interviews/ansu-commitment-und-common-sense/embed#?secret=UqAxREUFrq#?secret=fZZEJCud2g" data-secret="fZZEJCud2g" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>



<p></p>
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		<title>Loyle Carner: &#8220;Inspiration is everywhere&#8221;</title>
		<link>https://mostdope.tv/video/loyle-carner-inspiration-is-everywhere-video-interview</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roman Zingel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Oct 2022 18:07:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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		<category><![CDATA[Rap]]></category>
		<category><![CDATA[Reeperbahn Festival]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8220;Let me tell you what I hate.&#8221; Bereits auf den ersten Zeilen seines neuen Albums »hugo« schlägt Loyle Carner ganz neue Töne an. Der Rapper aus dem Süden Londons ist spätestens seit seinem Debüt »Yesterday&#8217;s Gone« auch hierzulande bekannt für seine persönlichen und oft aufmunternden, warmen Texte bekannt. Mit »hugo« releast Loyle Carner sein mittlerweile drittes und wahrscheinlich persönlichstes, aber auch düsterstes Album bisher. Neben Themen wie Alltagsrassismus und seinem ADHS thematisiert er vor allem den Versuch einer Rückbesinnung auf [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/video/loyle-carner-inspiration-is-everywhere-video-interview">Loyle Carner: &#8220;Inspiration is everywhere&#8221;</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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<p><strong>&#8220;Let me tell you what I hate.&#8221; Bereits auf den ersten Zeilen seines neuen Albums »hugo« schlägt Loyle Carner ganz neue Töne an. Der Rapper aus dem Süden Londons ist spätestens seit seinem Debüt »Yesterday&#8217;s Gone« auch hierzulande bekannt für seine persönlichen und oft aufmunternden, warmen Texte bekannt.</strong></p>



<p>Mit »hugo« releast <strong>Loyle Carner</strong> sein mittlerweile drittes und wahrscheinlich persönlichstes, aber auch düsterstes Album bisher. Neben Themen wie Alltagsrassismus und seinem ADHS thematisiert er vor allem den Versuch einer Rückbesinnung auf seine Wurzeln. Als Sohn einer schottischen Mutter und guyanesischen Vaters, zu dem er kaum Kontakt hat, unternimmt er eine Reise nach Guyana und beschäftigt sich mit seiner eigenen Identität und den Fußstapfen, die er selbst als Vater nun füllt.</p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p>Wir hatten die Möglichkeit, mit ihm vor seinem Auftritt auf dem <strong>Reeperbahn-Festival </strong>über all diese Themen zu sprechen und auch einen Einblick darin zu bekommen, was Loyle inspiriert und welche Richtung er gerne nach »hugo« mit seiner Musik einschlagen würde. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Loyle Carner: &quot;Inspiration is everywhere&quot; // Interview (@Reeperbahn Festival 2022)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/v0OYFZ0Rez0?start=4&#038;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
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<p>&nbsp;</p>
</div></div>
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