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	<title>Michail Weiss, Autor bei Mostdope</title>
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	<title>Michail Weiss, Autor bei Mostdope</title>
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		<title>„Das ist das, was ich gerade schreiben muss“ &#8211; moé über sein Debütalbum, Emotionalität und Tooloudfortheroom </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michail Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 11:01:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist kein Geheimnis, dass uns Tooloudfortheroom schon länger ein Begriff ist. Neben zwei Interviews mit Mitglied FRISO, berichteten wir bereits 2024 in einem ausführlichen Spotlight über die Anfänge des Kreativkollektivs. Nun ist es aber Zeit den Scheinwerfer auf einen weiteren verheißungsvollen Artist der Hamburger Gruppe zu richten: moé.&#160; Zwei EPs, eine eigene Tour in Deutschland und Österreich und Auftritte auf Festivals wie dem MS Dockville und dem splash! sprechen für sich. Seit mehreren Jahren ist moé mit seiner bittersüßen, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/das-ist-das-was-ich-gerade-schreiben-muss-moe-ueber-sein-debuetalbum-emotionalitaet-und-tooloudfortheroom">„Das ist das, was ich gerade schreiben muss“ &#8211; moé über sein Debütalbum, Emotionalität und Tooloudfortheroom </a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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<p><strong>Es ist kein Geheimnis, dass uns Tooloudfortheroom schon länger ein Begriff ist. Neben zwei Interviews mit Mitglied FRISO, berichteten wir bereits 2024 <a href="https://mostdope.tv/spotlights/tooloudfortheroom-bald-auf-deiner-box-2">in einem ausführlichen Spotlight</a> über die Anfänge des Kreativkollektivs. Nun ist es aber Zeit den Scheinwerfer auf einen weiteren verheißungsvollen Artist der Hamburger Gruppe zu richten: moé.&nbsp;</strong></p>



<p><strong>Zwei EPs, eine eigene Tour in Deutschland und Österreich und Auftritte auf Festivals wie dem MS Dockville und dem splash! sprechen für sich. Seit mehreren Jahren ist moé mit seiner bittersüßen, von jugendlicher Euphorie getränkten Melancholie aus der deutschen Indie-Rap-Szene nicht mehr wegzudenken. Kontinuierlicher Output, organisches Wachstum und seine Stilfestigung führen unweigerlich zu dem Grund für unser Interview: Sein Debütalbum.&nbsp;</strong></p>



<p>»<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/4ZWKcllgvIA5rQ9LZN2X1G?si=ugmbM_gJTgauxYVItpIZFw">Geschichten, die wir niemandem erzählen</a>« hält genau das, was es verspricht. Die ehrlichste Version eines Künstlers, der indessen für all das Aufgestaute ein Ventil gefunden hat. Ungeschönte Erzählungen, die keinesfalls nach Vergebung, sondern bloß nach Gehör suchen und damit der Welt ein vertontes Bruchstück von <strong>moé</strong>’s Seele offenbaren. Begleitet wird das Album von minimalistischen und zugleich stilbewussten Produktionen von <strong>Leve &amp; Bo</strong>, <strong>Lawin</strong> und <strong>SOMA</strong> sowie Visuals von <strong>Tomke Mendt</strong> und <strong>Jannik Dietz</strong>.&nbsp;</p>



<p>Ein paar Tage vor der Veröffentlichung haben wir uns in einem Café auf St. Pauli getroffen, um über die Hintergründe der Platte zu sprechen. Im Gespräch verriet uns moé mehr über die Entstehung des Albums, wie Therapie seinen Schreibprozess beeinflusst hat und das kommende Tape von <strong>Tooloudfortheroom</strong>.&nbsp;</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Triggerwarnung</strong>: In diesem Interview werden u.a. Themen wie Suizid und Depressionen behandelt. Hilfsangebote sind beispielsweise:</p>



<p>Telefonseelsorge: 0800 111 0 111</p>



<p>Nummer gegen Kummer: 116 111</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong><strong><strong>Du releast schon länger Musik. Dein ältester Song auf den Streamingplattformen ist von 2022. Woher kam der Impuls, jetzt ein vollständiges, kohärentes Projekt wie das Album anzugehen?</strong></strong></strong></p>



<p>Es ist mehr oder weniger organisch entstanden. Mir war klar, dass ich wieder ein Projekt machen wollte, insbesondere weil ich nach meiner letzten EP <a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/2BlO7bXeHDgarO01FEdogq?si=YakJYL5rQX-6nrOpKnxEwg">»… bis ich aufprall&#8217;</a>« schon mehrere Singles herausgebracht hatte. Es hätte sich falsch angefühlt, dann genauso weiterzumachen.&nbsp;</p>



<p>Während der Projektarbeit haben wir schnell gemerkt, dass die Stilmittel, die wir etabliert und die Welt, die wir aufgemacht haben, uns zu schade sind, um sie nur auf fünf bis sechs Songs zu erzählen. Außerdem hatten wir schnell so viele geile Skizzen, die wir nicht streichen wollten. Stattdessen entstand dann das erste Mal der Gedanke vom Album.&nbsp;</p>



<p>Daraufhin kamen dann schnell Zweifel auf wie: „Können wir das überhaupt? Was für Erwartungen hat man selbst, wenn man sich entschließt, ein Album zu machen?“ –&nbsp; Ich habe in Phasen das Gefühl gehabt, da gar nicht bereit für gewesen zu sein. Es gab einen Moment, in dem ich mit <strong>Lawin</strong> im Camp saß und wir an diesen Songs weitergearbeitet haben. Ich meinte da zu ihm: „Ich weiß nicht, ob ich mich traue, aus diesen Skizzen ein Album zu machen und generell eins herauszubringen“. Er hat mich dann lächelnd angeguckt und meinte: „Eigentlich ist es schon passiert. Du quälst dich zwar gerade noch um die Entscheidung, aber sie ist eigentlich schon getroffen.“ – Dadurch, dass ich so viele Demos in derselben Zeit gemacht hatte, von denen ich eigentlich alle herausbringen wollte, musste ich das als Album tun: „Alles andere würde überhaupt keinen Sinn ergeben. Finde dich mit der Entscheidung ab, weil irgendwas in dir sie eh schon getroffen hat.“ Das war der Moment, in dem feststand: „Dann wird es jetzt ein Album“ – mit der Zeit ist man dann erst da reingewachsen.</p>



<p><strong><strong><strong>Das heißt der Wunsch ein Projekt in Albumform zu machen, kam in den letzten Jahren, in denen du Musik gemacht hast, nicht auf?&nbsp;</strong></strong></strong></p>



<p>Ne, ich würde sagen, dass in der Zeit davor noch viel Soundfindung in mir selbst und meinem Musizieren stattgefunden. »…bis ich aufprall&#8217;« war für mich zum Beispiel, im Vergleich zu dem, was davor passiert ist, eine ganz neue Welt. Seitdem war jedes Projekt und jede Single etwas Neues, an das man sich heranwagt, bis man fürs Erste einen Sound gefunden hat.</p>



<p>Als ich an diesem Punkt angekommen war, hat es erst Sinn ergeben, ein Album zu machen. Davor ist der Wunsch oder die Idee nicht aufgekommen, weil ich es gar nicht erst hätte machen können.</p>



<p><strong><strong><strong>Als »</strong><a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/3JjB9wIQAujz172OONlUkI?si=43508c82beee4963"><strong>Eisen</strong></a><strong>« im Herbst 2023 herausgekommen ist, habe ich den Prozess, den du gerade beschreibst, sehr gemerkt. Der Kontrast von diesem Song zu der Musik, die du davor gemacht hast, war einschneidend.&nbsp;</strong></strong></strong></p>



<p>Hundertprozentig. Ich habe es auch geliebt. Wenn ich Musik mache, suche ich wirklich immer nach dem nächsten Ding. Nichts soll sich anfühlen, wie das davor.&nbsp;</p>



<p>Das ist sehr schön zu hören. Das war damals genau das Ziel und auch das, worauf man am stolzesten war, in dem Moment als »Eisen« als Aufschlag für die ganze Welt danach herauskam. Es ist im besten Fall auch künstlerisch über dem Level davor. Ich selbst versuche, mich mit jedem Projekt und mit jedem Song skilltechnisch zu steigern.&nbsp;</p>



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<iframe title="moé - &quot;Eisen&quot; (prod. by Soma) (Offizielles Musikvideo)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/_h2-DxJkPLE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:35px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong><strong><strong>Lass uns mal genauer über den Albumtitel sprechen. Wie entstand die Entscheidung, diese intimen Geschichten genau jetzt zu teilen?&nbsp;</strong></strong></strong></p>



<p>Ich glaube, es ist primär durch zwei Sachen entstanden. Zum einen war ich, als ich wusste, ich möchte wieder anfangen zu schreiben, sehr viel auf der Suche nach Sachen, die mich berühren. Wo kommt der Writing-Geek aus mir raus? Der war eine lange Zeit auch nicht vorhanden und ich dachte, ich habe das Schreiben verlernt. Warum kickt mich hier nichts? Irgendwann habe ich versucht, über bestimmte Themen wie Liebe oder gewisse Momente zu schreiben, aber nichts davon hat mich wirklich berührt.&nbsp;</p>



<p>Das lag glaube ich daran – und damit komme ich auch zum zweiten Punkt –, dass ich zu der Zeit sehr tief in mir gegraben habe und angefangen habe Therapie zu machen. Damit kamen dann auf einmal Themen und Gefühle hoch, von denen ich vorher gar nicht wusste, dass sie mich beschäftigen. Gerade durch diesen Therapieprozess und all dem, was in mir passiert ist, gab es dann beim Musikschreiben die Momente, in denen es geklickt hat. Momente in denen es mich, durch die Art von Gefühlen und Geschichten, die ich im Zeitraum der Therapie kennengelernt habe, wieder begeistert hat, zu schreiben. Momente, in denen ich wusste: „Das ist das, was ich gerade schreiben muss“. Bei jedem Song, der es jetzt aufs Album geschafft hat, kann ich für mich mit Sicherheit sagen, dass das genau so war.&nbsp;</p>



<p><strong><strong><strong>Deine Musik war immer schon von einer gewissen Melancholie und Düsternis geprägt. Im Vergleich zu vorherigen Releases fällt jedoch auf, dass du die Sachen jetzt beim Namen nennst &#8211; Themen wie Suizid werden explizit angesprochen. Wie kam es zu diesem Wandel?</strong></strong></strong></p>



<p>Ich hatte das Gefühl, dass ich mich mit so existenziellen Themen beschäftigt habe, dass ich das auch schreiben wollte. Dazu kam dann der Ansatz von Ehrlichkeit. Ich wollte auf dem Album so ehrlich sein, wie ich es noch nie zuvor gewesen bin. Das war eins der großen Leitmotive. So kam es letztendlich dazu, dass der Writing-Stil so direkt ist.&nbsp;</p>



<p>Außerdem habe ich mir vorgenommen, so wenig Metaphern wie möglich zu benutzen. Für mich war der höchste Wert einer Zeile nur, ob sie ehrlich gemeint ist oder nicht – wenn ja, war sie immer besser als eine Zeile mit einer guten Metapher. Das war der einzige Maßstab, nach dem ich geschrieben habe.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-143.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-143-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-21102" style="aspect-ratio:1.5014939687926518;width:534px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-143-1024x682.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-143-300x200.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-143-768x512.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-143-1536x1024.jpg 1536w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-143-360x240.jpg 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-143-720x480.jpg 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-143-770x513.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-143-1400x933.jpg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-143.jpg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Jannik Dietz</figcaption></figure>
</div>


<p>Musik, die nach gewissen Themen greift – also gerade Depressionen und Ähnliches – stellt eine massive Gefahr dar, dass die Sachen zu plakativ und stumpf dargestellt werden. Sowas macht mich beim Hören gefühlt wütend und gibt mir oft das Gefühl, dass sich Menschen an diesen Themen bedienen, nur um ihrer Musik eine Pseudotiefe zu geben oder einen Schockfaktor hinzuzufügen. Das war wahrscheinlich eine der Sachen, die mich im Albumprozess mit am deutlichsten beschäftigt hat, weil mir so wichtig war, nicht so zu sein.&nbsp;</p>



<p>Am Ende sind alle Songs nur aus meiner Perspektive. Also entweder über meine Themen oder die Themen von Menschen um mich herum, durch meine Beobachtung. Ich habe mir nie angemaßt, in einen Menschen reinzugehen und aus seiner Sicht zu schreiben. Das könnte ich nicht.</p>



<p><strong><strong><strong>Das ist zwar keine herkömmliche Metapher, aber mir ist das Bild der Zeile „Vier Hände kommen auf zwei Ohren“ von »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/73InMSUKJWRQHBpIv3dk33?si=5ad1fdbd0e2b44fc">4-2</a>« am stärksten im Kopf geblieben.&nbsp;</strong></strong></strong></p>



<p>Ja, ich liebe es auch. Ich muss dazu aber sagen, dass ich die tatsächlich nicht geschrieben habe. Obwohl ich eigentlich das gesamte Projekt selbst geschrieben habe – was auch das erste Mal so war – muss man bei dieser Line von »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/73InMSUKJWRQHBpIv3dk33?si=5ad1fdbd0e2b44fc">4-2</a>« tatsächlich Lawin die Credits geben.&nbsp;</p>



<p>Wir haben zusammen an diesem Song gearbeitet, ich kam beim Intro nicht voran und habe ihm dann erzählt, was für ein Bild ich beschreiben wollte. Ich hatte auch so vier bis fünf Ansätze, wie man das beschreiben könnte. Das ist immer so mein Writing-Stil: Für jedes Problem sieben Möglichkeiten finden und dann brauche ich gefühlt jemanden, der mir sagt „Das ist die beste“. Ich bin sehr gut darin, Sachen auf den Tisch zu legen, aber nicht immer so gut im Entscheiden.&nbsp;</p>



<p>Lawin hat dann kurz die Augen zugemacht, kam nach zehn Minuten mit der Idee zurück und meinte „Das ist es“. Ich finde, das ist das Schöne, wenn man mit Leuten arbeitet, die wirklich verstehen, was man machen will. Der ganze Song ist meine Geschichte und dann ist man mit jemandem, der das so gut versteht, dass er selbst noch ein Bild hinzufügen kann, was das Thema genau beschreibt</p>



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</div></figure>



<p><strong><strong><strong>Im Intro »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/1tanOzBHi38hCYyoAOb8Ze?si=2dc42bc6731145b2">Geschichten</a>« sagst du „Ich rede seitdem ich klein bin zu viel, nur zu wenig über was mich berührt“. Ich nehme an, das impliziert das Gefühl, dass es keinen Raum dafür gab.&nbsp;</strong></strong></strong></p>



<p>Möglicherweise. Wahrscheinlich.&nbsp;</p>



<p><strong><strong><strong>Woher kam dieses Gefühl und was hättest du dir gewünscht, um diesen Raum zu haben?&nbsp;</strong></strong></strong></p>



<p>Ich weiß gar nicht, warum in mir so doll das Gefühl da war, dass es diesen Raum nicht gibt. Es wird irgendwas gegeben haben, weshalb in mir über so lange Zeit so tief verankert gewesen ist, dass man über gewisse Dinge nicht spricht.</p>



<p>Was ich mir gewünscht hätte, ist das, was ich jedem Menschen wünsche: Von früh an, einen Umgang mit Emotionen zu lernen. Einen Umgang mit wirklich allen Emotionen. Ich glaube, das fällt Kindern oft viel leichter als Erwachsenen. Sehr vielen Menschen wird aufgrund unserer Gesellschaft gerade beim Erwachsenwerden der Zugang zu Emotionen wie Trauer, Angst und Schmerz so abtrainiert, dass sie darin eine Gefahr sehen.</p>



<p>Wenn man einen guten Umgang mit all diesen Emotionen findet, kann das wie eine kleine Superpower sein. Das besagt zum Beispiel auch das Outro »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/5WZVWfnLmJQHbBfonjPuEr?si=06b55af03fc94d60">1000 Worte</a>«. Heißt, durch einen Umgang mit Schmerz, Trauer und Angst tangieren einen diese Gefühle zwar trotzdem, aber man kann sie einfach wahrnehmen und sie werden dadurch Teil des Alltags und Teil vom Leben. Ich glaube, das entspannt sehr viel. Ich würde grundsätzlich jedem, aber insbesondere jungen Menschen wünschen, dass dieses Verhalten früh gefördert wird und sie darin Erfahrungen sammeln können, sodass es normalisiert wird.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-77.jpg"><img decoding="async" width="1024" height="691" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-77-1024x691.jpg" alt="" class="wp-image-21103" style="aspect-ratio:1.4819269862272209;width:453px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-77-1024x691.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-77-300x202.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-77-768x518.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-77-1536x1036.jpg 1536w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-77-770x519.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-77-1400x944.jpg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-77.jpg 1582w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Jannik Dietz</figcaption></figure>
</div>


<p><strong><strong><strong>Hast du Ansätze, wie man das (strukturell) angehen könnte?&nbsp;</strong></strong></strong></p>



<p>Ich glaube, einfach Räume dafür schaffen. Das ist etwas, was im besten Fall zu Hause durch die Aufarbeitung der Eltern passiert. Dass Eltern es quasi aushalten können, wenn das Kind zum Beispiel ganz traurig oder ganz wütend ist. Dem können und sollten natürlich Grenzen gesetzt werden, aber im ersten Moment geht es darum, diesen Zustand auszuhalten und dem Kind liebevoll zur Seite stehen zu können, anstatt zu versuchen, die Probleme des Kindes zu lösen. Es ist auch wichtig, dass diese Emotionen nicht als etwas Negatives bewertet werden.</p>



<p>Wir sind durch die Gesellschaft leider tiefgehend auf Funktion geprägt. Grundsätzlich sollte man Kindern auch beibringen, dass auch nicht funktionieren super wertvoll ist. Manchmal vielleicht sogar wertvoller als funktionieren. Da liegt ganz viel Besonderes drin und ganz viel Glück.&nbsp;</p>



<p>Ich glaube, dass gewisse strukturelle Veränderungen gigantisch wären. Gerade sowas wie Social Media trägt nicht dazu bei, dass Menschen gut darin werden, die Seiten ihres Lebens zu akzeptieren, die nicht so geil sind, wenn man dauerhaft mit den präsentierfähigsten Seiten der Menschen konfrontiert ist.</p>



<p><strong><strong><strong>Inwiefern hat dir Musik dabei geholfen diesen Raum zu finden? Wie sahen zum Beispiel deine musikalischen Anfänge aus?&nbsp;</strong></strong></strong></p>



<p>Musik hat mir auf jeden Fall geholfen diesen Raum zu finden. Anfangs mehr emotional als themenbasiert. Ich konnte kein Englisch, als ich angefangen habe, ganz viel englische Musik zu hören. Irgendwas in den Emotionen hat mir aber so doll ein Gefühl gegeben, zu Hause zu sein, und wurde schnell für mich zu einem Sicherheitsort.</p>



<p>Meinen allerersten Text habe ich auf einer Klassenfahrt auf Papier geschrieben, in einem Moment, in dem es mir nicht gut ging – wahrscheinlich Liebeskummer – und dachte, dass es ein cooler Moment wäre, das in Reime zu verpacken, weil ich ein riesen Rap-Fan war. Obwohl er bestimmt unglaublich grässlich geschrieben war, kam es vom Gefühl schon aus dem Herzen und hatte einen verarbeitenden Charakter. So ging es von da an immer weiter.&nbsp;</p>



<p>Ich habe, bevor ich Musik veröffentlicht habe, vier Jahre lang gefühlt drei Tracks die Woche aufgenommen und nie rausgehauen. Von Straßenrap bis zu <strong>Travis Scott</strong> Beats war da wirklich alles dabei. Ich habe aber schon gemerkt, dass mein Sweetspot in dem Verarbeiten von Dingen liegt.&nbsp;</p>



<p>Ich hatte das große Glück, dass <strong>SOMA</strong> das sehr früh gesehen hat. Damit war er einer der wenigen. Viele von meinen Freunden konnten mit meiner Deepness gar nichts anfangen und waren fast schon peinlich berührt davon. Es war gut, dass ich Menschen gefunden habe, die genau das wertgeschätzt haben und mir die Kraft gegeben haben, Musik zu releasen.&nbsp;</p>



<p><strong><strong>Hattest du ein bestimmtes Ziel oder eine bestimmte Wirkung, die du mit der Platte erreichen wolltest?&nbsp;</strong></strong></p>



<p>Ich wünsche mir, dass der Titel »Geschichten, die wir niemandem erzählen«, so auch wahrgenommen wird. Das sind wirklich Geschichten, die ich auf diesem Album zum ersten Mal mir, den Menschen um mich herum und der Welt erzählt habe.&nbsp;</p>



<p>Das große Ziel ist es, Menschen zu inspirieren, sowas auch zu machen. Heißt mehr Kommunikation zu führen – vielleicht auch die Kommunikation, die ich mich nicht getraut habe zu führen. Ich habe im Endeffekt ein Album darüber geschrieben, weil mir das absurderweise viel leichter fällt, als diese Themen persönlich mit Freunden anzusprechen. Hoffentlich schaffen es Menschen – und wenn es nur eine Person ist – dadurch mehr Mut zu haben, Sachen zu kommunizieren, Missstände und Zustände allgemein zu teilen.</p>



<p>Im besten Fall erhoffe ich mir, karrieretechnisch mit dem Album ein Fundament zu bauen. Ein Projekt, auf das man in drei Jahren noch gucken und sagen kann: „Geil, dass es das gibt. Das ist ein wichtiger Baustein meiner künstlerischen Laufbahn.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-13.jpg"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-13-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-21104" style="aspect-ratio:1.4992850406157778;width:399px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-13-1024x683.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-13-300x200.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-13-768x512.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-13-1536x1024.jpg 1536w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-13-2048x1366.jpg 2048w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-13-360x240.jpg 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-13-720x480.jpg 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-13-770x513.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MOE_DREH_BILDER_HOCHHAUS-13-1400x934.jpg 1400w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Jannik Dietz</figcaption></figure>
</div>


<p><strong><strong>Wäre das ein Projekt gewesen, was du dir als Konsument selbst gewünscht hättest?&nbsp;</strong></strong></p>



<p>Ja, auf jeden Fall. Die Art von Tiefe, gepaart mit einem modernen Sound, habe ich mir auf jeden Fall lange gewünscht. Das Album zu machen, kam auch aus dem Impuls, dass ich mir eigentlich so ein Projekt gewünscht habe. Im internationalen Rahmen gibt es diese zwar, im Deutschen sehe ich sie aber eigentlich nicht. Daher kam das Bedürfnis sich dieser Aufgabe anzunehmen.</p>



<p><strong><strong>Mir ist beim Hören aufgefallen, dass es dir, meinem Gefühl nach, beim Aufarbeiten der Thematiken, in denen es teils auch um Schuld geht bzw. bei denen man theoretisch Schuld zuweisen könnte, nicht um Vergebung geht. Stattdessen finden bloß eine Schilderung und ein Durchleben mit einem wahrscheinlich kathartischen, therapeutischen Effekt statt. Ein Beispiel dafür wäre »4-2«.</strong><br><br></strong>Das ist auf jeden Fall ein sehr persönliches Thema. Ich wollte bloß das beschreiben, was in dem Moment wirklich ist und nicht unbedingt eine Entwicklung von Dingen. Eine Momentaufnahme, um es wieder ehrlicher zu machen. Sonst wäre es ein Prozess. Ich wollte möglichst wenig Prozesse, wie in dem Fall, Fragen von Schuld und Vergebung beschreiben, sondern mehr Ist-Zustände erklären.&nbsp;</p>



<p>Gerade dieses ganze Storytelling birgt immer die Gefahr, dass man wirkt, als würde man auf einem erhabenen Stuhl sitzen und den Menschen erklären, wie die Welt funktioniert. Das bin ich nicht und das will ich auch nicht sein. Deshalb geht es gar nicht um Lösungen, sondern nur um mich in Situationen. Nicht erklären oder verstehen, denn was verstehe ich schon?&nbsp;</p>



<p><strong><strong>Ein weiteres Thema des Albums, das vor allem auf »</strong><a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/02DYvomBFL8SzeR5hMwC8b?si=d41d62bf8d0b4818"><strong>Trends</strong></a><strong>« dominant auftritt, ist eine Antihaltung gegenüber Schnelllebigkeit und Oberflächlichkeit wie sie vor allem in der Musikszene weit verbreitet ist. Ist das ein Grund, weshalb es von dir nur wenige „fröhliche“ Songs gibt?&nbsp;</strong></strong></p>



<p>Nicht unbedingt. Wenn ich den swaggy, coolen, fröhlichen Song bis hierhin hätte schreiben können, dann hätte ich das super gerne gemacht. Es fällt mir einfach schwer, ein fröhliches Gefühl musikalisch einzufangen. Ich war seit dem Album noch nicht viel im Studio, aber ich habe Lust mit den nächsten Dingen wieder in eine ganz neue Richtung zu gehen und mal zu gucken, wie sich leichte Musik von mir anfühlt. Wie will ich, dass sie sich anfühlt? Wo ist da der spannende Punkt, der mich begeistert? Für mich hängt das nicht so sehr mit Fröhlichkeit zusammen. Ich mag es gerne, wenn Songs mehr als eine Ebene beinhalten. Das geht bestimmt auch mit positiven Gefühlen. Ich glaube, es ist nur schwieriger.&nbsp;</p>



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<div style="height:35px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong><strong>Fällt dir sowas leichter, wenn du mit Tooloudfortheroom Musik machst? Bei eurem letzten Release »Daydreamer« kam diese sorglosere Seite von dir auf jeden Fall mehr zum Vorschein</strong></strong>.</p>



<p>Das fällt oft leichter, weil man sich dann einfach auf mehr einlässt und es im Schreibprozess weniger um mich, sondern mehr um ein gemeinsames Ziel geht. Es macht auch viel aus, an welchem Ort und zu welchem Zeitpunkt Musik entsteht. Das Tooloudfortheroom-Album ist ja mainly in Marokko entstanden.&nbsp;</p>



<p>Klar, kann man überall Sorgen haben. Aber wenn man in der Sonne ist, dafür selbst keinen Cent bezahlt hat – auch wenn man keinen Cent verdient, aber immerhin hat man auch keinen bezahlt (lacht) – und irgendwo mit Blick aufs Meer mit seinen besten Freunden ist, ist es deutlich leichter Musik entstehen zu lassen, die Spaß macht.</p>



<p>Es gibt ja aber auch Musik, die keinen Spaß machen muss. Musik ist am Ende auch Kunst und Kunst muss nicht immer Spaß machen. Manchmal gibt es Bilder, die du dir nicht angucken willst. Dann gibt es Menschen, die sagen, das hat für mich nichts mit Kunst zu tun und das kann ich voll verstehen. Trotzdem finde ich es unnormal spannend, warum man sich das nicht angucken möchte und wie hat es jemand geschafft etwas zu kreieren, was so eine Wirkung erzielt.&nbsp;</p>



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<div style="height:35px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong><strong>Ich habe neulich eine Demo von lex! gehört, auf der er eigentlich auf einem modernen treibenden Beat von romantischem Gefühlen während eines Clubabends erzählt. Irgendwann taucht dann aber die Line „In der Factory waren Kinder und die Kinder nähen flawless“ auf. Ich finde, das ist genau das, was du beschreibst. Man kriegt dadurch so ein ekliges Gefühl und genau deshalb ist es gut.&nbsp;</strong></strong></p>



<p>Ja, genau. Geile Zeile auch. <strong>lex!</strong> ist krass, er checkt schon sehr. Musik muss nicht immer Spaß machen beim Zuhören.&nbsp;</p>



<p><strong><strong>Das tut dein Album ja auch nicht.&nbsp;</strong></strong></p>



<p>Nein, das musste ich mir auch eingestehen. Das ist mir erst im Nachhinein aufgefallen. So wirklich leicht zu hören, ist es auf jeden Fall nicht.&nbsp;</p>



<p><strong><strong>War der Fakt, dass die Musik schwer zu konsumieren und damit auch schwerer zu vermarkten ist, eine Sorge beim Prozess?</strong></strong></p>



<p>Ja, würde ich schon sagen. Vielleicht war es an manchen Stellen weniger eine Sorge, als mehr eine bewusste Entscheidung. Ich habe mir schon gedacht, dass das nicht das Projekt ist, bei dem es unglaublich leicht wird, gerade fremde Menschen davon zu überzeugen. Gerade im Vorhinein des Releasens habe ich versucht, mich auf jede Form der Resonanz einzustellen, von viel bis wenig und von gut bis schlecht.</p>



<p>Auch so kurz vor Albumrelease macht mir das immer noch Angst. Wenn ich mich mal wieder in diesem Musikmarketing verliere, versuchen ich und die Menschen um mich herum immer mich daran zu erinnern, dass das eine bewusste und mit Sicherheit auch eine gute Wahl war. Gerade der Fundament-Punkt ist etwas, an das ich sehr glaube.</p>



<p><strong><strong>Was bedeutet dir die Arbeit mit deinem Kollektiv Tooloudfortheroom?&nbsp;</strong></strong></p>



<p>Die Arbeit bedeutet für mich gemeinsame Visionen. Größere Visionen, als sie allein denkbar sind. Zur selben Zeit komplett an einem Strang zu ziehen ist insane. Das Gefühl von einem Gesamtpaket auch. Das Wissen, dass wir theoretisch alles allein können, was es braucht. Wir haben genug Menschen und genug Expertise, um eigentlich fast alles irgendwie hinzubekommen. Ich finde das unglaublich.&nbsp;</p>



<p>Das bedeutet auch sehr viel Gleichsein in der Sache. Etwas sehr Demokratisches, was sonst in der Musikindustrie eher wenig vorhanden ist. Ansonsten wird immer klar nach Benefit und wirtschaftlicher Erbringung geguckt. Wer kann wie viel Geld zur Sache beisteuern? Wer hat wie viel Reichweite und danach klassifizieren wir die Relevanz von jedem einzelnen Menschen. Sowas haben wir gar nicht. Wir entscheiden alles zusammen und teilen auch alles durch 16. Sowohl das was reinkommt als auch das was rausgeht. Dadurch ist jeder Mensch gleich relevant. Meinetwegen kann ein Label uns sagen, wie viel wir Wert sind, aber innerhalb unserer Gruppe sehen wir uns alle als gleichwertig an. Das ist eben leider eine Rarität.&nbsp;</p>



<p>Zum anderen macht es einfach viel Spaß. Es erinnert daran, dass Musik und Kunst Spaß machen können. An das Gefühl, wegen dem man angefangen hat.</p>



<p><strong><strong>Im August erscheint euer mittlerweile zweites Album als Kollektiv. Kannst du schon etwas darüber verraten?&nbsp;</strong></strong></p>



<p>Es ist ein sehr buntes Album. Es gibt viele, sehr verschiedene Soundwelten und Songs. Ich würde sagen, dass es auf jeden Fall unser bestes Album ist. Ich mag es deutlich lieber als lemvig (Anm.d.Red.: »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/69tis1ay5SU50ABmfsNY31?si=QhbgldQ1Roaw1IRR_mbfsQ">tooloud vol.1 (lemvig</a>)«). Es sind viele Songs – ich glaube, fast 20. Man kann echt mit Frieden sagen, dass dieses Album genau der Stand ist von allem Potenzial, was damals da war. Es war uns unnormal wichtig, das Gefühl zu haben, dass wir wirklich alles gegeben haben und nichts unausgeschöpft zu lassen.</p>



<p><strong><strong><strong>Eine letzte Frage noch zum Album. Jetzt, wo es mittlerweile auch abgegeben ist – bist du zufrieden?&nbsp;</strong><br><br></strong></strong>Ich bin noch nie so richtig zufrieden gewesen, in dem Moment, wo man abgibt. Die Zufriedenheit kommt bei mir oft später. Ich habe mir diese Frage vor kurzem selbst gestellt und bin dadurch sehr ins Grübeln gekommen. Dann hat eine Freundin zu mir gesagt: „Das ist gerade gar nicht der Moment, dir diese Frage zu stellen. Frag dich das ein halbes Jahr nach Release, wenn du Abstand von Zahlen hast, Abstand von Promo. Hör es dir nochmal an und entscheide dann“. Das fand ich sehr schlau!</p>



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<iframe title="moé - Hochhaus (prod. by Leve&amp;Bo) (Official Video)" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/5n-UECXR0ps?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:35px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Ich weiß, dass es das Beste war, was ich machen konnte. Das ist meine Musik wirklich immer. Ob ich damit im Nachhinein zufrieden bin, werde ich sehen. So oder so werde ich damit meinen Frieden machen können. Ich habe aber auch sehr viel Lust weiterzumachen. Wir haben vor anderthalb Jahren angefangen, an dem Album zu arbeiten. »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/5AjIxBCf7pVb5ZopqftVsw?si=efe444b1fe814ec1">Hochhaus</a>«, der jetzt mit dem Album herauskommt, ist way back in der ersten Session mit <strong>Leve &amp; Bo</strong> entstanden. Ich glaube, ich muss eine kurze Pause machen, um wieder neue Sachen zu fühlen, die ich erzählen kann. Trotzdem habe ich gerade auch wirklich Bock, diesen Sommer-Drive mitzunehmen und mit dieser Energie Musik zu machen.&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/das-ist-das-was-ich-gerade-schreiben-muss-moe-ueber-sein-debuetalbum-emotionalitaet-und-tooloudfortheroom">„Das ist das, was ich gerade schreiben muss“ &#8211; moé über sein Debütalbum, Emotionalität und Tooloudfortheroom </a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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		<title>„Europäische Musik ist peak!“ – Musikalische Inspiration hinter siovo’s »für immer: babyboy«</title>
		<link>https://mostdope.tv/interviews/track-by-track/europaeische-musik-ist-peak-musikalische-inspiration-hinter-siovos-fuer-immer-babyboy</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Michail Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 08:17:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Track by Track]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>»Kauft dem Jungen Blumen«, siovo‘s Debütprojekt, liegt mittlerweile fast zwei Jahre zurück. Zwischen Festivalshows, Support-Auftritten bei Zartmann und Zimmer 90 sowie einer ausverkauften Solo-Tour hat der deutsche Künstler offensichtlich auch viel Zeit im Studio verbracht. Ende März erschien mit »für immer: babyboy« sein Debütalbum: Ein Indie-Release, das nur so vor Experimentierfreude und Selbstbestimmung strotzt.&#160; Im Vergleich zu seinem Vorgänger ist »für immer: babyboy« nun deutlich mutiger, verspielter und digitaler, bleibt aber trotzdem siovo’s Spirit treu. Zwischen Orgeln, Synth-Theatralik und Electro-Drums [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/track-by-track/europaeische-musik-ist-peak-musikalische-inspiration-hinter-siovos-fuer-immer-babyboy">„Europäische Musik ist peak!“ – Musikalische Inspiration hinter siovo’s »für immer: babyboy«</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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<p><strong>»Kauft dem Jungen Blumen«, siovo‘s Debütprojekt, liegt mittlerweile fast zwei Jahre zurück. Zwischen Festivalshows, Support-Auftritten bei Zartmann und Zimmer 90 sowie einer ausverkauften Solo-Tour hat der deutsche Künstler offensichtlich auch viel Zeit im Studio verbracht. Ende März erschien mit »für immer: babyboy« sein Debütalbum: Ein Indie-Release, das nur so vor Experimentierfreude und Selbstbestimmung strotzt.&nbsp;</strong></p>



<p><strong>Im Vergleich zu seinem Vorgänger ist »für immer: babyboy« nun deutlich mutiger, verspielter und digitaler, bleibt aber trotzdem siovo’s Spirit treu. Zwischen Orgeln, Synth-Theatralik und Electro-Drums kommt immer noch die wohlbekannte, Autotune-versetzte Melancholie hervor. Bei einem Gespräch vor seinem Tourstopp in Wien hat der Musiker uns eine Sammlung an Songs erstellt, die ihn bei dem Album wie auch allgemein beeinflusst haben.&nbsp;</strong></p>



<p>Neben Anekdoten aus seinen kreativen Kinderschuhen wird deutlich, dass eine bestimmte Art von Musik bei ihm gerade besonders hoch im Kurs steht: <em>„Europäische Musik ist krass!“</em>. In Zeiten der maximalen Vernetzung appelliert <strong>siovo </strong>daran, sich nicht in der Bequemlichkeit der eigenen Muttersprache zu wiegen, sondern auch mal den Blick über den regionalen Tellerrand hinaus zu richten:&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/merch-post-final-1.png"><img decoding="async" width="500" height="667" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/merch-post-final-1.png" alt="" class="wp-image-20914" style="aspect-ratio:0.7496370595222384;width:182px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/merch-post-final-1.png 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/merch-post-final-1-225x300.png 225w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Presse</figcaption></figure>
</div>


<p><em>„Ich kann mir wirklich mit einem Klick alles anhören, was ich will und genießen. In den nächsten Jahren wird sich internationale Musik wahrscheinlich auch noch mehr vermischen. Ich finde es so schade, dass diese Ländergrenzen musikalisch existieren. In diesem Kontext sind Sprachbarrieren meiner Meinung nach eher made up. Am Ende des Tages sind Emotionen das, was die Leute am meisten abholt. Viele sprechen auch kein gutes Englisch und hören trotzdem englische Musik.”</em></p>



<div style="height:0px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">1. ROSALÍA &#8211; »COMO UN G«</h3>



<p>»<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/6jbtHi5R0jMXoliU2OS0lo?si=XFm_qu1HTUW4iCIJdPq9vA">MOTOMAMI</a>« bekommt ja auch ein Shoutout auf »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/0jsK8zf0nVI9GEOYzP3NTJ?si=62600d11fc8f4f2d">BABYBOY</a>«. Für mich war es eins der prägendsten Alben, die ich in meiner späten Jugend gehört habe. Diese Welt aus Balladen und Autotune ist eine, in der mich zum einen musikalisch voll verloren aber dann auch wiedergefunden habe. Auch auf der visuellen Seite war sie schon immer ein Vorbild für mich. <strong>ROSALÍA</strong> macht ein Album nicht nur, um Songs in eine Reihenfolge zu bringen, sondern um eine komplette Idee sowohl musikalisch als auch live umzusetzen. Das ist sehr, was wir versucht haben, mit »für immer: babyboy« und der Tour auch zu machen. Sicherzustellen, dass alles auf dem gleichen Planeten stattfindet – von großen Sachen wie Videos und Bühnenbild bis hin zu Kleinigkeiten wie Outfits oder Schriftarten. Diese Welt blutet in alles, was dazugehört. Bei ihr habe ich das, das erste Mal richtig gesehen und war komplett stoked.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-spotify wp-block-embed-spotify wp-embed-aspect-21-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Spotify Embed: COMO UN G" style="border-radius: 12px" width="100%" height="152" frameborder="0" allowfullscreen allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture" loading="lazy" src="https://open.spotify.com/embed/track/7MDfNYdpdohHjmFsYK44KU?si=88d8ca1abef04387&amp;utm_source=oembed"></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">2. Troye Sivan &#8211; »Rush«</h3>



<p>Ich glaube, das ist der most obvious Song, den ich in dieser Liste habe, weil ich oft mit ihm verglichen werde. Er ist der größte queere Pop-Artist in den Staaten und hat mich auch am meisten geprägt, was männliche Popmusik angeht. Meiner Meinung nach gibt es wenig Männer, auch in Amerika, von denen groß was erwartet wird, wenn es um Pop geht – wie zum Beispiel ein ausproduziertes Rollout. Er ist einer von den Menschen, bei denen die Leute dieselben Anforderungen haben, wie bei den großen Pop-Girls. Ich glaube, dass das eine Sache ist, die sich auch bei mir ins Deutsche übersetzt.&nbsp;</p>



<p>Es gibt einfach so wenig Repräsentation, dass er immer das Erste ist, woran Leute denken. Ich sehe das aber total und höre ihn schon seit Ewigkeiten. »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/5UcGyEltve5psjxSRsHx8E?si=rmOf4k7ET7GIMeZdqol37g">Something To Give Each Other</a>«, war auch eines der prägendsten Alben für mich. Das Musikvideo zu »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/4ZnkygoWLzcGbQYCm3lkae?si=c81f4b72cec447ae">Rush</a>« hat er sogar in Berlin gedreht mit Bekannten und Freunden von mir – in Locations in Friedrichshain, die ich kenne. Ich habe mich einfach sehr repräsentiert gefühlt in diesem ganzen Kosmos. Auch wenn nicht unbedingt musikalisch ist er auf jeden Fall von der Message her ein großer Einfluss.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Troye Sivan - Rush (Official Video)" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/b53QJYP-lqY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">3. Ralphie Choo &#8211; »VOYCONTODO«</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/3A0EF7ED-E1A6-4731-BF47-4AEB0755BCDC.jpg"><img decoding="async" width="923" height="1378" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/3A0EF7ED-E1A6-4731-BF47-4AEB0755BCDC-edited.jpg" alt="" class="wp-image-20919" style="aspect-ratio:0.669928319490272;width:174px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/3A0EF7ED-E1A6-4731-BF47-4AEB0755BCDC-edited.jpg 923w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/3A0EF7ED-E1A6-4731-BF47-4AEB0755BCDC-edited-201x300.jpg 201w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/3A0EF7ED-E1A6-4731-BF47-4AEB0755BCDC-edited-686x1024.jpg 686w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/3A0EF7ED-E1A6-4731-BF47-4AEB0755BCDC-edited-768x1147.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/3A0EF7ED-E1A6-4731-BF47-4AEB0755BCDC-edited-770x1150.jpg 770w" sizes="(max-width: 923px) 100vw, 923px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Presse</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Ralphie Choo</strong> ist ein spanischer Artist, den ich schon jetzt seit einer Weile verfolge, weil er sehr weirden europäischen Pop macht. Ich würde sagen, es ist analoger Hyperpop. Die deutsche Definition von Hyperpop ist manchmal ein bisschen langweilig, weil es hier immer eine gewisse Vorstellung davon gibt, dass es einfach nur verzerrte Sounds sein müssen – 4-to-the-Floor und technoid. Hyperpop muss aber gar nicht diese Verwurzelung in der Techno-Welt haben, sondern kann auch vom Indie-Sound kommen. Das ist eine Welt, die die Spanier bereits gut entdeckt haben.&nbsp;</p>



<p>Inzwischen sind viele Callbacks dazu auf meinem Album. Wir haben super viele Gitarren und Streicher komplett hochgepitcht und zerstückelt, viele Vocals komplett verzogen und verzerrt. In meinen Augen pioneert Ralphie Choo das Ganze. Er spielt dieses Jahr auch beim <strong>Primavera Sound</strong> und ich will lowkey hin, um ihn zu sehen. Europäische Musik ist einfach peak!</p>



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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">4. BLANCO &#8211; »David«</h3>



<p><strong>BLANCO</strong> ist ein italienischsprachiger Artist, der vor Jahren tatsächlich mal beim ESC war (Anm.d.Red: BLANCO vertrat Italien 2022 zusammen mit <strong>Mahmood</strong> beim ESC in Turin). Deswegen ist er aber eigentlich nicht bekannt, sondern war schon davor ein Riesenstar in Italien. Deutsche würden seine Musik wahrscheinlich als Indie in einem Punk-Mantel verstehen. Als ich angefangen habe Musik zu machen, war ich sehr sehr obsessed mit ihm. Viel von meiner Performance und der Art und Weise wie ich Emotionen und Musik herüberbringe, ist daher von ihm inspiriert. Zum einen gibt es die Balladen mit intimen und ruhigen Momenten. Manche Sachen grenzen dann teilweise aber schon an gesungenem Grölen. Ich schreie also auch gerne Leute an bei Live-Shows (lacht). Trotzdem ist es super technisch und dabei eine unglaublich emotionale Art und Weise fragil und trotzdem fast schon Hooligan-mäßig zu singen.&nbsp;</p>



<p>Der Hooligan-Approach hat für mich auf dem ganzen Album eine Rolle gespielt. Auf »BABYBOY« hört man ja auch diesen Chor. Für mich war das in gewisser Art das Reclaiming einer Welt, die einem früher widersprochen und nicht im eigenen Team gespielt hat, aber heute mit und für einen schreit. Bei BLANCO habe ich verstanden, dass diese überdreht maskuline Art auch von einem verletzlichen und emotionalen Punkt ausgehen kann.</p>



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<iframe title="BLANCO - David (Visual)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/LxEm6r6XLsM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">5. ABBA &#8211; »Lay All Your Love On Me«&nbsp;</h3>



<p><strong>ABBA</strong> sind natürlich auch Europäer (lacht). Schweden! Oft vercheckt man, dass die auch aus unserer Ecke sind und eben auch europäische und vor allem weirde Musik machen. Das ist ein Riesenpunkt. Leute experimentieren hier mehr! Leider tendiert man vor allem in der Popmusik dazu, direkt nach Amerika zu schauen. Das ist aber ein bisschen boring, weil deren geleckte und perfekte Soundwelt auf Deutsch eh nicht so geil klingen wird. Außerdem sind es unsere sehr spezifische Kultur und unser markanter, weirder und edgy Musik-Background, die uns ausmachen. Leute die eine Identität haben, wie <strong>Nina Hagen</strong> und <strong>Herbert Grönemeyer</strong>. Ich finde, man sollte das – so wie Europa – mehr embracen. </p>


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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/8FECD307-9D1C-41E9-A381-EEE0CA12F9C4.jpeg"><img decoding="async" width="1024" height="687" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/8FECD307-9D1C-41E9-A381-EEE0CA12F9C4-1024x687.jpeg" alt="" class="wp-image-20918" style="aspect-ratio:1.4905780224433622;width:456px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/8FECD307-9D1C-41E9-A381-EEE0CA12F9C4-1024x687.jpeg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/8FECD307-9D1C-41E9-A381-EEE0CA12F9C4-300x201.jpeg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/8FECD307-9D1C-41E9-A381-EEE0CA12F9C4-768x515.jpeg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/8FECD307-9D1C-41E9-A381-EEE0CA12F9C4-770x516.jpeg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/8FECD307-9D1C-41E9-A381-EEE0CA12F9C4-1400x939.jpeg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/8FECD307-9D1C-41E9-A381-EEE0CA12F9C4.jpeg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Presse</figcaption></figure>
</div>


<p>Meine allererste CD als Kind früher war eben diese von ABBA. Ich glaube, man hört das zwar nicht offensichtlich aus meiner Musik raus, ist aber auf jeden Fall immer meine unbewusste Core-Inspiration gewesen. Dieser ganze tatsächliche Pop-Approach und die Danceability-Faktoren stammen noch aus der Welt von ABBA. Eine Welt des Hochglanz-Pops, die mich immer noch sehr prägt.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-spotify wp-block-embed-spotify wp-embed-aspect-21-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<h3 class="wp-block-heading">6. Andrew Lloyd Webber &#8211; »Memory«</h3>



<p>Dieser Song ist aus »Cats«, dem ersten Musical, das ich als Kind gesehen habe. Ich selbst habe damals auch drei Jahre lang <strong>Tarzan</strong> im Musical gespielt. »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/697kFTt1wZeJglXxS57Dms?si=febccf8cc55349e6">Memory</a>« war der Grund, warum mein Dad meinen Keller umbauen musste und mein Bruder nicht dort spielen durfte. Ich habe eine Bühne gebraucht. Dort habe ich dann Konzerte für meine Familie gegeben, mich mit Taschenlampen angeleuchtet und zu »Cats« gesungen. Nobody tell this to <strong>Andrew Lloyd Webber</strong>, aber ich habe lowkey so viel Geld mit diesem Song gemacht (lacht). Ich habe immer für Taschengeld auf Hochzeiten gesungen und »Memory« war der Song, den sich dann alle von einem Elfjährigen gewünscht haben. Auch wenn der Text eigentlich gar nicht so gut ist und es viel mehr um die Emotionen und das Vocal-Showcase ging.</p>



<p>Das ist auch wieder eine sehr intrinsische Inspo. Es ist die Grundidee von großen Emotionen, Streichern und diesem Musical-esquen, die daher stammt und bis heute noch tief in mir verwurzelt ist. Wenn ich einen Song Karaoke singen müsste, wäre es der. Wenn ich traurig bin und singen möchte, dann ist es Andrew Lloyd Webber-Musik.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">7. Charli xcx &#8211; »Chains of Love«</h3>



<p>Ich glaube, sie hatte bei diesem Album die gleichen Influences wie ich. Oft höre ich Sachen von »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/4oniyB3TRFhjglVSqVgy9e?si=K-s1Zh2lQ362AKojcWbwxQ">Wuthering Heights</a>« und denke mir: „<em>Krass, wir haben ähnliche Musik gehört</em>“. Als das Album im Februar herauskam, war meins natürlich schon fertig.&nbsp;</p>



<p>Ich bin sehr, sehr begeistert von der Art und Weise, wie sie auch analoge Sounds mit einer sehr synthetischen Welt verbindet. Vor allem da ist alles sehr ausgewogen, nahbar und ehrlich, obwohl es gleichzeitig ein totales Hyperpop-Album ist. Ich hätte gerne alle Songs geschrieben, die da drauf sind (lacht). Es ist eine große Inspiration für mich und ich finde es so toll, dass die Art von Musik jetzt auch eine derartige Fläche und Daseinsberechtigung hat. Statt nur 4-to-the-floor und Hau Drauf geht es fast schon in eine Operesque Richtung und bleibt trotzdem noch Charli. Wahrscheinlich macht das klassische Musik ein bisschen zugänglicher für ein Publikum, das sonst nur Clubmusik hört.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Charli xcx - Chains of Love (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/tG1HKY6Jwas?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong><strong><strong>Gab es einen bestimmten Auslöser für den musikalischen Shift von »Kauft dem Jungen Blumen« zu »für immer: babyboy«?</strong><br><br></strong>siovo</strong>: Mein Growth als Person. Ich habe einfach keine Lust mehr gehabt nur komplett traurige Musik zu machen. Früher war das zwar schön und das Richtige, aber diesmal wollte ich einfach mehr Liebe zelebrieren – meinen queeren Background und diese Kultur mehr in den Vordergrund stellen als mein eigenes Leid. Trotzdem kommt die Melancholie durch und ist stets präsent. Das ist wohl einfach die Core-Identität meiner Musik. Egal wie glücklich der Song auch ist, schwingt sie immer mit.&nbsp;</p>



<p>Ich hatte das bei »Kauft dem Jungen Blumen« und auch den Singles vorher nicht, aber dieses Mal bin ich wirklich so überzeugt von meiner Musik. Mein FOH sagt die ganze Zeit wie er krass er es findet, dass ich gar nicht müde von meinen Songs werde. Normalerweise höre ich die nach Release auch nicht mehr – jetzt aber schon. Wahrscheinlich liegt das daran, dass es ein anderes Level von Stolz auf ein Produkt ist. Ich musste so viel kämpfen, damit das Projekt sich jetzt so anhört, anfühlt und aussieht.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/siovo2025-edit47-edited.png"><img decoding="async" width="1334" height="1000" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/siovo2025-edit47-edited-1.png" alt="" class="wp-image-20922" style="aspect-ratio:1.3340191115562654;width:659px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/siovo2025-edit47-edited-1.png 1334w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/siovo2025-edit47-edited-1-300x225.png 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/siovo2025-edit47-edited-1-1024x768.png 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/siovo2025-edit47-edited-1-768x576.png 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/siovo2025-edit47-edited-1-770x577.png 770w" sizes="(max-width: 1334px) 100vw, 1334px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Presse</figcaption></figure>
</div>


<p><strong><strong><strong>Freust du dich schon darauf, dich in Zukunft noch weiter musikalisch auszuprobieren und kannst du vielleicht schon verraten, wo es hingehen wird?&nbsp;</strong></strong></strong></p>



<p><strong>siovo</strong>: Ich habe schon den Anspruch mit jedem Projekt etwas anderes zu machen, weil ich zu schnell von einer Sache gelangweilt bin. Ich würde zum Beispiel nicht mit demselben Album zweimal auf Tour gehen. Für mich ist das auch, was Popmusik ausmacht. Ich reclaime „Pop“ im Deutschpop. Popmusik bedeutet nicht einfach einen Song zum Mitsingen zu machen. Popmusik ist eine Idee, eine Brand und ein Konzept. Es wird auch immer Konzepte geben, die sich über meine Projekte drüberlegen. Ich habe schon das Gefühl, dass das jetzt auf jeden Fall eine Ära sein wird, die sich in einem Rahmen für längere Zeit halten wird und mit der sich Leute identifizieren können und in der Welt suhlen können. Ab einem gewissen Punkt bin ich dann aber auch froh, weitermachen zu können. Wer da noch dran hängen will, kann das gerne. Für mich kommt dann irgendwann doch die nächste Geschichte.&nbsp;<br><br></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-spotify wp-block-embed-spotify wp-embed-aspect-21-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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		<title>Die Alben des Monats &#124; März 2026</title>
		<link>https://mostdope.tv/alben-des-monats/die-alben-des-monats-maerz-2026</link>
					<comments>https://mostdope.tv/alben-des-monats/die-alben-des-monats-maerz-2026#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michail Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 12:15:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alben des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[DISSY]]></category>
		<category><![CDATA[Grim104]]></category>
		<category><![CDATA[Hip-Hop]]></category>
		<category><![CDATA[Krähen reden nicht]]></category>
		<category><![CDATA[Mostdope]]></category>
		<category><![CDATA[No COuntry for old grim]]></category>
		<category><![CDATA[VASIL]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gleich drei Alben &#8211; und besonders ihre Titel &#8211; haben uns im März gecatcht: Newcomerin Vasil veröffentlichte endlich ihr Debütalbum »Krähen reden nicht«, grim104 lieferte mit »No Country For Old Grim« erneut ab und zu guter Letzt bekamen wir dann auch noch Ende des Monats die B-Seite zu Dissy&#8217;s Album »morgen werde ich mich dafür hassen«. Vasil &#8211; Krähen reden nicht Vasils Debüt-Tape »Krähen reden nicht« klingt wie der Prolog zu einem Klassiker. Schon die pure Dringlichkeit in ihrer Stimme [&#8230;]</p>
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<p><strong>Gleich drei Alben &#8211; und besonders ihre Titel &#8211; haben uns im März gecatcht: Newcomerin Vasil veröffentlichte endlich ihr Debütalbum »Krähen reden nicht«, grim104 lieferte mit »No Country For Old Grim« erneut  ab und zu guter Letzt bekamen wir dann auch noch Ende des Monats die B-Seite zu Dissy&#8217;s Album »morgen werde ich mich dafür hassen«.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Vasil &#8211; Krähen reden nicht</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="1334" height="1334" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vasil-kraehen-reden-nicht-cover.png" alt="Alben des Monats: Vasil" class="wp-image-20811" style="width:193px" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vasil-kraehen-reden-nicht-cover.png 1334w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vasil-kraehen-reden-nicht-cover-300x300.png 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vasil-kraehen-reden-nicht-cover-1024x1024.png 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vasil-kraehen-reden-nicht-cover-150x150.png 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vasil-kraehen-reden-nicht-cover-768x768.png 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vasil-kraehen-reden-nicht-cover-120x120.png 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vasil-kraehen-reden-nicht-cover-240x240.png 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vasil-kraehen-reden-nicht-cover-360x360.png 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vasil-kraehen-reden-nicht-cover-540x540.png 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vasil-kraehen-reden-nicht-cover-720x720.png 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vasil-kraehen-reden-nicht-cover-770x770.png 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vasil-kraehen-reden-nicht-cover-125x125.png 125w" sizes="(max-width: 1334px) 100vw, 1334px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vasil &#8211; »Krähen reden nicht«</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Vasils</strong> Debüt-Tape <strong>»</strong>Krähen reden nicht« klingt wie der Prolog zu einem Klassiker. Schon die pure Dringlichkeit in ihrer Stimme erzeugt Gänsehaut, die zugehörigen Lyrics geben diesem Bauchgefühl Bestätigung.</p>



<p>Vasil liefert die längst überfällige weibliche Perspektive einer bis dato männlich dominierten Sparte im deutschen Rap. Mit klarer Vision und mitreißenden Flows fährt sie ihren eigenen Film &#8211; punktuell fühlt man sich an OG Keemo, Apsilon oder auch Ramzey erinnert.</p>



<p>Einerseits ist es diese roughe, schwarz-weiße Straßenästhetik in Videos und Texten, andererseits die Tatsache, dass Vasil schlichtweg Aura und eine Menge zu sagen hat. Beobachtungen und Erfahrungsberichte gehen fließend in Systemkritik über. Ungeschönt – wenn auch mitunter bildmalerisch – schildert sie fatale Zustände vom Aufwachsen am Rand der Stadt, am Rand der Gesellschaft, von Armut und Scham, post-sowjetischer Diaspora, Marginalisierung, Perspektivlosigkeit und Drogen. Bemerkenswert ist nicht zuletzt, mit welcher Energie und Authentizität sie diese Darstellungen ownt – abgehärtet und trotzdem gefühlsbetont, schmerzvoll, aber siegessicher und immer solidarisch.</p>



<p>Die facettenreichen Produktionen von <strong>Too Young</strong> (dessen stimmiger Featurepart auf <strong>»</strong>400 Homies« der einzige bleibt) verleihen ihren unterschiedlichen Modi die passenden Farben. Mühelos flext sie darauf mit ihrer Vielseitigkeit – ob gefühlvoll auf <strong>»</strong>Stille Post«, angriffslustig auf <strong>»</strong>Money Moves« oder laidback auf <strong>»</strong>Mama ich werde Rapperin«.</p>



<p><strong>»</strong>Krähen reden nicht« hat viele Highlights, keinen Skip und einen enormen Replay-Value. Wir wollen mehr!</p>



<p><em>Magnus Menzer</em></p>



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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">grim104 &#8211; No Country For Old Grim</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="1334" height="1334" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/grim104-no-country-for-old-grim-cover.png" alt="Alben des Monats: grim104" class="wp-image-20810" style="width:193px" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/grim104-no-country-for-old-grim-cover.png 1334w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/grim104-no-country-for-old-grim-cover-300x300.png 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/grim104-no-country-for-old-grim-cover-1024x1024.png 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/grim104-no-country-for-old-grim-cover-150x150.png 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/grim104-no-country-for-old-grim-cover-768x768.png 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/grim104-no-country-for-old-grim-cover-120x120.png 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/grim104-no-country-for-old-grim-cover-240x240.png 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/grim104-no-country-for-old-grim-cover-360x360.png 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/grim104-no-country-for-old-grim-cover-540x540.png 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/grim104-no-country-for-old-grim-cover-720x720.png 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/grim104-no-country-for-old-grim-cover-770x770.png 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/grim104-no-country-for-old-grim-cover-125x125.png 125w" sizes="(max-width: 1334px) 100vw, 1334px" /><figcaption class="wp-element-caption">grim104 &#8211; »No Country For Old Grim«</figcaption></figure>
</div>


<p>Es ist schon verwunderlich, wie <strong>grim104</strong> es ausnahmslos mit jedem Album aufs Neue schafft, die Tristesse, die Wut, die Resignation der Alltags- und Gesellschaftsbeobachtungen in einen Guss zu kippen und diese Mixtur dann immer und immer wieder kurzweilig zu halten. So geschehen auch auf seinem nunmehr fünftes Soloalbum »No Country For Old Grim«, das er inmitten einer scheins zum Tollhaus gewordenen Weltlage veröffentlicht. Staatsoberhäupte, die sich im Abschieben gegenseitig überbieten wollen, millionenseitige Akten über reiche Pädophile und Ehemänner mit niederen Absichten: Nichts scheint mehr unmöglich zu sein, die Welt völlig aus den Fugen geraten. </p>



<p>Doch grims große Stärke ist, die Welttristesse vom Großen aufs Kleine zu übertragen und aus den provinziellen Beobachtungen ganze Storyteller zu formen. Wo man sich noch beim Griechen besäuft, wo Hundehalter auf radfahrende Kleinkinder treffen, wo man vom Dorffest taumelt, da schaut die eine <strong>Zugezogen Maskulin</strong>-Hälfte aber ganz genau hin. Kaum jemand fängt diese Momente so grandios ein wie der im Kaff Zetel großgewordene Rapper. Mit durchschneidender, fast anklagender Stimme fräst grim sich durch die 14 Tracks seines neuen Albums und hinterlässt nur diese eine Frage: Wie rührt er seine Mixtur das nächste Mal an?</p>



<p><em>Matthi Hilge</em></p>



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</div></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Dissy &#8211; morgen werde ich mich dafür hassen (side b)</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="1500" height="1500" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Cover_B.png" alt="" class="wp-image-20854" style="width:193px" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Cover_B.png 1500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Cover_B-300x300.png 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Cover_B-1024x1024.png 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Cover_B-150x150.png 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Cover_B-768x768.png 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Cover_B-120x120.png 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Cover_B-240x240.png 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Cover_B-360x360.png 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Cover_B-540x540.png 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Cover_B-720x720.png 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Cover_B-770x770.png 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Cover_B-1400x1400.png 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Cover_B-125x125.png 125w" sizes="(max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dissy &#8211; »morgen werde ich mich dafür hassen (side b)«</figcaption></figure>
</div>


<p>In klassischer Vinyl-Manier vervollständigte <strong>dissy</strong> im März »morgen werde ich mich dafür hassen« neun Monate später mit der zugehörigen B-Seite. Während die A-Seite noch einen positiveren, vom Draufgängertum durchzogenen Unterton hatte, verschiebt sich auf dem Pendant alles ein Stück weiter in die Düsternis. Grunge-Gitarren und sporadische Synths treffen hier sowohl auf pulsierende Trap-Bässe wie auch ein Wiegenlied auf »korsak«.</p>



<p>Die vorherige Ekstase wird (mit kleinen Ausnahmen) thematisch von einem drückenden Schuldgefühl abgelöst. Auf Songs wie »insekt«, »gewehr« mit Fatoni und »acid« mit Drama Kuba und Rokko Weissensee zeichnet der Wahl-Berliner ein dystopisches Weltbild, geprägt vom Nihilismus. Mit ironischem Subtext appelliert dissy daran bloß nicht die Augen vor globalen Missständen zu verschließen und zur Tat zu schreiten. Irgendwann ist es schließlich doch zu spät.</p>



<p>Im intendierten Albumkontext liefert die B-Seite das passende Gegenstück zum Titel. Auf den nächtlichen Rausch folgt die morgendliche Reflexion die schlussendlich im Selbsthass mündet.</p>



<p><em>Michail Weiss</em></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Dissy - INSEKT (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/NUpDiwF9FnM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>
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		<title>Die Alben des Monats &#124; Februar 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michail Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2026 14:30:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alben des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[$OHO BANI]]></category>
		<category><![CDATA[GOODCOMPANY.]]></category>
		<category><![CDATA[Hip-Hop]]></category>
		<category><![CDATA[Komfortzone]]></category>
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		<category><![CDATA[Longj]]></category>
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		<category><![CDATA[Musikempfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzer Anzug]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Februar ging zwar der kürzeste Monat des Jahres zu Ende, doch wir durften mit Freude feststellen, dass dies der Fülle an vielversprechender neuer Musik keinen Abbruch getan hat. Also konnten wir uns (mal wieder) nicht nur für ein einziges Album des Monats entscheiden, sondern gehen mit folgenden drei Projekten an den Start: GOODCOMPANY. &#8211; KOMFORTZONE Es ist gerade mal Anfang des Jahres und da sind schon die ersten Songs für die neue Sommer-Playlist gefunden?!&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160; »KOMFORTZONE« ist zwar erst [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Mit</strong> <strong>dem Februar ging zwar der kürzeste Monat des Jahres zu Ende, doch wir durften mit Freude feststellen, dass dies der Fülle an vielversprechender neuer Musik keinen Abbruch getan hat. Also konnten wir uns (mal wieder) nicht nur für ein einziges Album des Monats entscheiden, sondern gehen mit folgenden drei Projekten an den Start</strong>:</p>



<h2 class="wp-block-heading">GOODCOMPANY. &#8211; KOMFORTZONE</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="1334" height="1334" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/goodcompany-komfortzone-cover.png" alt="GOODCOMPANY. - Komfortzone" class="wp-image-20686" style="width:193px" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/goodcompany-komfortzone-cover.png 1334w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/goodcompany-komfortzone-cover-300x300.png 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/goodcompany-komfortzone-cover-1024x1024.png 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/goodcompany-komfortzone-cover-150x150.png 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/goodcompany-komfortzone-cover-768x768.png 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/goodcompany-komfortzone-cover-120x120.png 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/goodcompany-komfortzone-cover-240x240.png 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/goodcompany-komfortzone-cover-360x360.png 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/goodcompany-komfortzone-cover-540x540.png 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/goodcompany-komfortzone-cover-720x720.png 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/goodcompany-komfortzone-cover-770x770.png 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/goodcompany-komfortzone-cover-125x125.png 125w" sizes="(max-width: 1334px) 100vw, 1334px" /><figcaption class="wp-element-caption">GOODCOMPANY. &#8211; »Komfortzone« </figcaption></figure>
</div>


<p>Es ist gerade mal Anfang des Jahres und da sind schon die ersten Songs für die neue Sommer-Playlist gefunden?!&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p>»KOMFORTZONE« ist zwar erst das erste Full-Length-Projekt von dem frisch gegründeten Kollektiv <strong>GOODCOMPANY.</strong> um <strong>Veli</strong>, <strong>cuffa</strong>, <strong>*maliiik</strong> und <strong>jamalsrevenge</strong>, doch wirkt die EP sofort vertraut und gleichzeitig wie ein frischer Wind fürdie deutsche Hip-Hop-Welt. Mit Songs wie »DND« und »Superfly« kreiert das Kollektiv eine Atmosphäre, die ihresgleichen sucht. Nicht nur der Laid-Back-Flow, der sich durch alle 7 Tracks zieht, sondern vor allem das Storytelling und die Dringlichkeit der Vier schieben sich in den Vordergrund und prägen sich ein. Kurz gesagt: GOODCOMPANY. haben viel zu sagen. Und wir dürfen zuhören und mit viben.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>“F*ck die Welt, wir machen alles selbst, ich krempel alles um<br>Und hör’ erst auf, wenn mir der Scheiß gefällt” – »DND«</em></p>
</blockquote>



<p>Ob die EP nun den gewählten Titel trägt, weil man sich außerhalb der Komfortzone getraut hat, oder ob die gemeinsame Musik eben einen vertrauten Rückzugsort darstellt, bleibt offen. Aber egal, wie man es interpretieren mag, »KOMFORTZONE« hat seinen Platz als EP des Monats mehr als verdient.</p>



<p>Und wir freuen uns auf eine musikalische Zukunft mit <strong>GOODCOMPANY.</strong> !</p>



<p><em>Lara Binge</em></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="GOODCOMPANY. (cuffa, Veli, *maliiik, jamalsrevenge) - Seasons feat Ruby" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/6zMS8ZRzQ1o?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">LONGJ &#8211; SCHWARZER ANZUG</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="1334" height="1334" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/longj-schwarzer-anzug-cover.png" alt="LongJ - Schwarzer Anzug" class="wp-image-20687" style="width:193px" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/longj-schwarzer-anzug-cover.png 1334w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/longj-schwarzer-anzug-cover-300x300.png 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/longj-schwarzer-anzug-cover-1024x1024.png 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/longj-schwarzer-anzug-cover-150x150.png 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/longj-schwarzer-anzug-cover-768x768.png 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/longj-schwarzer-anzug-cover-120x120.png 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/longj-schwarzer-anzug-cover-240x240.png 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/longj-schwarzer-anzug-cover-360x360.png 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/longj-schwarzer-anzug-cover-540x540.png 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/longj-schwarzer-anzug-cover-720x720.png 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/longj-schwarzer-anzug-cover-770x770.png 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/longj-schwarzer-anzug-cover-125x125.png 125w" sizes="(max-width: 1334px) 100vw, 1334px" /><figcaption class="wp-element-caption">LongJ &#8211; »Schwarzer Anzug«</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>»</strong>SCHWARZER ANZUG«, so der Titel, beschreibt treffend die Dichotomie, die sich hinter dem Debütalbum des Hamburger Rappers <strong>longJ</strong> verbirgt. Obschon auf einem industriellen Klanggerüst zeitgenössischer Trap mit Chor-Einsätzen kollidiert, imposant destruktive Sounds mit einer Autotune-verzerrten Kopfstimme kollidieren, spielen sich auf Textebene rundweg andere Polaritäten ab.&nbsp;</p>



<p>Der Erfolg (und damit auch das Streben nach ihm) stehen hierbei im Mittelpunkt. Ob er jedoch zelebriert oder als Notwendigkeit und einzige Chance auf Besserung dargestellt wird variiert. Der Newcomer wechselt mühelos von Imagerap hin zu bitter-ehrlichen Schilderungen persönlicher Erlebnisse wie zum Beispiel die Anwesenheit bei einem Terroranschlag in der belgischen Hauptstadt auf »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/1JOMx2zdUudBeSRBTYnjnc?si=29b3ec6dae72405f">Brüssel 2016</a>«. Während sich longJ augenscheinlich auf einem Bett aus Authentizität und Dekadenz wiegt, lässt er kontinuierlich seine Fassade bröckeln und Schicht für Schicht, Song für Song, den schwarzen Anzug fallen, hinter dem er sich gezwungenermaßen versteckt. All das kulminiert auch im gleichnamigen Titeltrack »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/0CSxdGWVQvj2wI82K1XmBi?si=59963ba9c66f4784">Schwarzer Anzug</a>« in dem er ein experimentelles Zeugnis des omnipräsenten Drucks, der sich letztendlich in ex- und intern gerichtetes destruktives Verhalten wandelt, ablegt.&nbsp;</p>



<p>Mit einer Vielzahl vielversprechender Producer wie <strong>Bluprint</strong>, <strong>lex!</strong>, <strong>Thisisyourcyan</strong> und <strong>Waterboutus</strong> sowie einem flächendeckenden Ensemble Hamburger Featuregäste, wie <strong>Charlize</strong>, <strong>G A W A</strong>, <strong>Vz55</strong> und <strong>KALO</strong> setzt longJ mit »SCHWARZER ANZUG« ein von Ausdrucksstärke und Diversität geprägtes Zeichen, dass in der Kategorie der Debütalben seinesgleichen sucht.</p>



<p><em>Michail Weiss</em></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="longJ - Schwarzer Anzug (prod. by lex!, Thisisyourcyan, longJ)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/R-d9FA5TVMs?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">$OHO BANI &#8211; LISTEN CAREFULLY</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="1334" height="1334" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soho-bani-listen-carefully-cover.png" alt="$oho Bani - listen carefully" class="wp-image-20688" style="width:193px" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soho-bani-listen-carefully-cover.png 1334w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soho-bani-listen-carefully-cover-300x300.png 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soho-bani-listen-carefully-cover-1024x1024.png 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soho-bani-listen-carefully-cover-150x150.png 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soho-bani-listen-carefully-cover-768x768.png 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soho-bani-listen-carefully-cover-120x120.png 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soho-bani-listen-carefully-cover-240x240.png 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soho-bani-listen-carefully-cover-360x360.png 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soho-bani-listen-carefully-cover-540x540.png 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soho-bani-listen-carefully-cover-720x720.png 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soho-bani-listen-carefully-cover-770x770.png 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soho-bani-listen-carefully-cover-125x125.png 125w" sizes="(max-width: 1334px) 100vw, 1334px" /><figcaption class="wp-element-caption">$oho Bani &#8211; »listen carefully«</figcaption></figure>
</div>


<p>Songnamen sind überbewertet, wenn doch die Qualität für sich spricht. Das scheint zumindest die Herangehensweise von <strong>$oho Bani</strong> bei seinem neuen Album gewesen zu sein, hat er doch jeden einzelnen der elf Tracks von »listen carefully« stumpf »Song 1«, »Song 2«.. (man kann sich den Rest erschließen) genannt. Auch die Coveraufmachung ist ganz New-Gen-d&#8217;accord bewusst mühelos gehalten. Ein Schnappschuss eines Kaninchens mit Bobfrisur, ein neutraler Hintergrund und in der most basic Schriftart dann der verpixelt zu lesende Titel: »listen carefully«. </p>



<p>Dieser Empfehlung folgend, lassen sich dann aber eine ganze Reihe an wohlbedachten Zeilen, Songstrukturen und Features auf $ohos erstem Album seit 2024 finden. Denn wo der Berliner in der Vergangenheit schon immer wieder auf Festivals, in Interviews oder auf dem letzten Album »listen carefully« seine Haltung nach außen getragen hat, so wird sie auf dem neuen geschickt in seine eigenen Erzählungen eingewoben. $oho Bani hatte vielleicht noch nie so viel zu sagen, ohne dass er es explizit machen muss. &#8220;Und wir haben angefangen, kein‘n Fick zu geben / Weil genauso habt ihr&#8217;s uns gezeigt&#8221; heißt es da zum Beispiel auf dem dritten Song und es wird im Verlauf des Albums immer offensichtlicher, dass $oho viel Zeit mit der Reflektierung seines Stand in der Welt und in der Gesellschaft verbringt. </p>



<p><em>Matthi Hilge</em></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="$OHO BANI - Song 8 (offizieller visualizer)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/jt_ds_yhdxk?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>
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		<item>
		<title>Das Album des Monats &#124; Januar 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michail Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Feb 2026 14:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alben des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Bazzazian]]></category>
		<category><![CDATA[Boondawg]]></category>
		<category><![CDATA[COLORS]]></category>
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		<category><![CDATA[Hip-Hop]]></category>
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		<category><![CDATA[Moth Music]]></category>
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		<category><![CDATA[Musikempfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Souly]]></category>
		<category><![CDATA[Stoopid Lou]]></category>
		<category><![CDATA[traence]]></category>
		<category><![CDATA[Waterboutus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Jahr 2026 hat stark begonnen: Dk.dando oder Hinterlandgang haben früh releast, auf der anderen Seite des Ozeans hat gar A$AP Rocky das nicht mehr für möglich gehaltene neue Album veröffentlicht. Doch kurz vor Ende dieses Monats dann noch das große Highlight und unser Album des Monats: Soulys Zwillings-Tape zum letzten Album, das eigentlich schon im letzten Jahr erscheinen sollte. Souly &#8211; Moth Music Schon bevor »Traence« im Juni 2025 veröffentlicht wurde, ließ Souly in diversen Interviews verlauten, dass das [&#8230;]</p>
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<p><strong>Das Jahr 2026 hat stark begonnen: Dk.dando oder Hinterlandgang haben früh releast, auf der anderen Seite des Ozeans hat gar A$AP Rocky das nicht mehr für möglich gehaltene neue Album veröffentlicht. Doch kurz vor Ende dieses Monats dann noch das große Highlight und unser Album des Monats: Soulys Zwillings-Tape zum letzten Album, das eigentlich schon im letzten Jahr erscheinen sollte. </strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Souly &#8211; Moth Music</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="1334" height="1334" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/souly-moth-music-cover.png" alt="Souly veröffentlicht sein neues Tape Moth Music" class="wp-image-20574" style="width:193px" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/souly-moth-music-cover.png 1334w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/souly-moth-music-cover-300x300.png 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/souly-moth-music-cover-1024x1024.png 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/souly-moth-music-cover-150x150.png 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/souly-moth-music-cover-768x768.png 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/souly-moth-music-cover-120x120.png 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/souly-moth-music-cover-240x240.png 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/souly-moth-music-cover-360x360.png 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/souly-moth-music-cover-540x540.png 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/souly-moth-music-cover-720x720.png 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/souly-moth-music-cover-770x770.png 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/souly-moth-music-cover-125x125.png 125w" sizes="(max-width: 1334px) 100vw, 1334px" /><figcaption class="wp-element-caption">Souly &#8211; »Moth Music«</figcaption></figure>
</div>


<p>Schon bevor »Traence« im Juni 2025 veröffentlicht wurde, ließ <strong>Souly </strong>in diversen Interviews verlauten, dass das Projekt noch nicht abgeschlossen ist und diverse Features folgen sollen. Dieses Versprechen hat er mit »Moth Music« diesen Monat nun eingehalten.</p>



<p>Für aufmerksame Fans sollte das aber keine Überraschung gewesen. Direkt im Anschluss an den Traence-Release begann der Künstler bereits »Moth Music« zu teasen: Von »Regentage« mit <strong>Lucio101</strong>, den die beiden schon beim Release-Konzert in Berlin gespielt haben über eine nicht enden wollende Menge an Motten-Emojis in den Instagram Stories von Soulys Produzenten wie <strong>Stoopid Lou</strong> oder <strong>Waterboutus </strong>bis zur Colors-Show des titelgebenden Outro-Tracks »Motte«. Was folgte, war ein beachtlicher Single-Run samt ausverkaufter Tour, bei der sogar Hallenböden dran glauben mussten.</p>



<p>Im Januar war es dann endlich soweit. Mit »Moth Music« erschien die logische Konsequenz aus »Traence« und die Antwort auf die Frage, was das avantgardistische Album eigentlich zu bedeuten hatte. Vom musikalischen Stil halten sie sich beide die Waage und die ätherische Atmosphäre bleibt erhalten. Das liegt aber auch daran, dass die Songs von »Moth Music« aus der selben Zeit wie von »Traence« stammen und daher aus dem selben Guss kommen. Ein Unterschied ist jedoch dass das aktuelle Tape eine Vielzahl an Features, wie <strong>Boondawg</strong>, UK-Rapper <strong>Fimiguerrero </strong>und den Produzenten <strong>Bazzazian </strong>zu bieten hat und damit jeden, der nach »Traence« noch nicht genug hatte, erstmal zufriedenstellen sollte.</p>



<p><em>Michail Weiss</em></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="SOULY - HANNAH MONTANA (FEAT. BAZZAZIAN)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/9399m-oc9eI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>
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		<item>
		<title>Sechs Jahre warten sind genug – es kommt ein neues Thundercat Album</title>
		<link>https://mostdope.tv/international-releases/sechs-jahre-warten-sind-genug-es-kommt-ein-neues-thundercat-album</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannah Wietbrock]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2026 14:36:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Releases]]></category>
		<category><![CDATA[A$AP Rocky]]></category>
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		<category><![CDATA[Neues Album]]></category>
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		<category><![CDATA[Travis Scott]]></category>
		<category><![CDATA[TSO]]></category>
		<category><![CDATA[Tyler the Creator]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die internationalen Neuheiten der Woche im Überblick. Mit dabei sind Lil Yachty, Flying Lotus, Lavz, Deazy, TSO und Thundercat. Thundercat, Lil Yachty &#38; Flying Lotus &#8211; I Did This To Myself Einer der witzigsten, funkiesten und vielseitigsten Artists unserer Generation ist nach sechs langen Jahren nun endlich zurück mit einem neuen Soloalbum. Thundercat hat so ziemlich mit jedem Musik gemacht von Gorillaz, Tame Impala, Tyler, the Creator, Travis Scott, Mac Miller, Kendrick Lamar und zuletzt mit A$AP Rocky auf dessen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/international-releases/sechs-jahre-warten-sind-genug-es-kommt-ein-neues-thundercat-album">Sechs Jahre warten sind genug – es kommt ein neues Thundercat Album</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Die internationalen Neuheiten der Woche im Überblick. Mit dabei sind Lil Yachty, Flying Lotus, Lavz, Deazy, TSO und Thundercat. </strong></p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Thundercat, Lil Yachty &amp; Flying Lotus &#8211; I Did This To Myself</h2>



<p>Einer der witzigsten, funkiesten und vielseitigsten Artists unserer Generation ist nach sechs langen Jahren nun endlich zurück mit einem neuen Soloalbum. <strong>Thundercat</strong> hat so ziemlich mit jedem Musik gemacht von <strong>Gorillaz</strong>, <strong>Tame Impala</strong>, <strong>Tyler, the Creator</strong>, <strong>Travis Scott</strong>, <strong>Mac Miller</strong>, <strong>Kendrick Lamar</strong> und zuletzt mit <strong>A$AP Rocky</strong> auf dessen langersehnten Projekt »DON’T BE DUMB« (um nur ein paar zu nennen). Dabei agiert er sowohl als Bassist, Vocalist wie auch Producer. Das Genre ist dabei auch ziemlich egal. <br>Von daher war Thundercat auch auf die ein oder andere Weise in ziemlich vielen unserer Lieblingsalben involviert und die sechs Jahre seit »It Is What It Is« kamen uns nicht so lange vor. Das neue Projekt heißt »Distracted« und wird am 3. April erscheinen. Die neue Single <br>»I Did This To Myself« featured <strong>Lil Yachty</strong> und <strong>Flying Lotus</strong> und macht mächtig Vorfreude.</p>



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<iframe title="Thundercat - &#039;I Did This To Myself (feat. Lil Yachty)&#039; (Official Audio)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/wpmuQSCNR_4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:81px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">TSO &#8211; KINI YI</h2>



<p>Schon beim Blick auf das Cover merkt man, dass Ambivalenz eine prägende Kraft für  »KINI YI« war. Der Athener Newcomer <strong>Tso</strong> schafft auf seinem Debütalbum eine Symbiose aus griechischem Volksgesang und zeitgenössischen Hyperpop-Elementen. Mit klagender Kopfstimme erzeugt er eine ätherische Atmosphäre, die durch das treibende Chaos der Percussions zum Bersten gebracht wird. Zwischen tanzbaren Bässen und mehrstimmigen Harmonien erzählt Tso eine Geschichte vom Ausbrechen und Ankommen, von Frust, Widerstand und Akzeptanz. </p>



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<div style="height:84px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Lavz &amp; Deazy &#8211; Spin The Block</h2>



<p><strong>Lavz</strong> ist eine Künstlerin aus London die sowohl in ihrer Heimat als auch hierzulande noch eher weniger bekannt ist. 2024 war sie mit ihrem Song »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=vrWDdtQC_uQ">Under The Sun</a>« Teil der BBC-Introducing-Reihe von <strong>BBC Radio 1</strong> und ist seitdem auch bei uns auf dem Radar. Sie macht Musik die lyrisch eher in Richtung Hip-Hop geht gehört aber zu der neuen Generation von Artists die wenig Lust auf Schubladendenken haben was für sie als Schwarze Frau in der Musikbranche besonders schwer ist. Diese Woche erschien ihr neuer Song »Spin The Block« produziert vom dänischen Producer <strong>Deazy</strong>.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Spin the Block" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/Mc6vGh6B7mM?list=OLAK5uy_lH5woiXtpkaazE0y5JonUtexkul_lHJ7Y" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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		<item>
		<title>Track by Track: MARNELE über ihre EP »Steppenwolf«</title>
		<link>https://mostdope.tv/interviews/track-by-track/track-by-track-marnele-ueber-ihre-ep-steppenwolf</link>
					<comments>https://mostdope.tv/interviews/track-by-track/track-by-track-marnele-ueber-ihre-ep-steppenwolf#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michail Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Dec 2025 14:22:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Track by Track]]></category>
		<category><![CDATA[9inebro]]></category>
		<category><![CDATA[Katanna]]></category>
		<category><![CDATA[Luca Bachmann]]></category>
		<category><![CDATA[MARNELE]]></category>
		<category><![CDATA[Matt Mendo]]></category>
		<category><![CDATA[PLH]]></category>
		<category><![CDATA[prod.suki]]></category>
		<category><![CDATA[Salux]]></category>
		<category><![CDATA[Steppenwolf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf »Steppenwolf«, ihrer mittlerweile dritten EP, nimmt sich die Bochumer Rapperin MARNELE den Klassiker von Hermann Hesse frei als Modell und erzählt ihre eigene Geschichte von Zwiespalt zwischen fälschlicher Assimilation und Ausgrenzung durch Ehrlichkeit – alles verpackt in ein Gerüst aus sphärischen Pads, düsterem Drum’n’Bass und dem gelegentlichen 4-to-the-Floor Einschub.&#160; Den Hintergründen der EP sind wir im ausführlichen Track by Track Interview auf die Spur gekommen. 1. Steppenwolf (Intro) MARNELE: Der Song ist entstanden, als ich das erste Mal außerhalb [&#8230;]</p>
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<p><strong>Auf »Steppenwolf«, ihrer mittlerweile dritten EP, nimmt sich die Bochumer Rapperin MARNELE den Klassiker von Hermann Hesse frei als Modell und erzählt ihre eigene Geschichte von Zwiespalt zwischen fälschlicher Assimilation und Ausgrenzung durch Ehrlichkeit – alles verpackt in ein Gerüst aus sphärischen Pads, düsterem Drum’n’Bass und dem gelegentlichen 4-to-the-Floor Einschub.&nbsp;</strong></p>



<p>Den Hintergründen der EP sind wir im ausführlichen Track by Track Interview auf die Spur gekommen.</p>



<div style="height:0px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">1. Steppenwolf (Intro)</h3>



<p><strong>MARNELE:</strong> Der Song ist entstanden, als ich das erste Mal außerhalb von Bochum – wo ich eigentlich herkomme – Musik gemacht habe. In Berlin mit <strong>Matt Mendo</strong>. Generell war ich schon voll aufgeregt, überhaupt mit jemand anderem zusammenzuarbeiten und dann auch noch direkt mit Matt.&nbsp;</p>



<p>Eigentlich ist der Song schon älter. Ich mochte ihn die ganze Zeit, aber habe ihn nie als eigenständigen Song, sondern mehr als Intro gesehen. Bei dieser EP hat es sich richtig angefühlt, ihn als Überthema und Intro draufzupacken. »Steppenwolf« ist ja schließlich auch der Titel der EP. Für mich spiegelt er gut die zwei Seiten, die das Thema der EP sind, wider. Zum einen etwas Nachdenkliches und nach innen gerichtetes und zum anderen etwas nach vorne treibendes und nach außen gerichtetes. Der Begriff steht für mich ein bisschen für die Zerrissenheit zwischen den beiden Welten, die koexistieren, aber auch manchmal im Konflikt zueinander stehen.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">2. Alle gleich</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/250803_MARNELE_DanielNguyen3863_Final_HighRes.jpg"><img decoding="async" width="964" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/250803_MARNELE_DanielNguyen3863_Final_HighRes-964x1024.jpg" alt="" class="wp-image-20216" style="aspect-ratio:0.9414102049783177;width:305px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/250803_MARNELE_DanielNguyen3863_Final_HighRes-964x1024.jpg 964w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/250803_MARNELE_DanielNguyen3863_Final_HighRes-282x300.jpg 282w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/250803_MARNELE_DanielNguyen3863_Final_HighRes-768x816.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/250803_MARNELE_DanielNguyen3863_Final_HighRes-1445x1536.jpg 1445w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/250803_MARNELE_DanielNguyen3863_Final_HighRes-1927x2048.jpg 1927w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/250803_MARNELE_DanielNguyen3863_Final_HighRes-770x818.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/250803_MARNELE_DanielNguyen3863_Final_HighRes-1400x1488.jpg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/250803_MARNELE_DanielNguyen3863_Final_HighRes.jpg 1946w" sizes="(max-width: 964px) 100vw, 964px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Daniel Nguyen</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>MARNELE:</strong> Der Song ist in Wien zusammen mit <strong>prod.suki</strong> entstanden. Das war auch unsere erste Session zusammen und hat direkt harmoniert. Es war geil auf dem Song Genre-mäßig bisschen was anderes auszuprobieren. Er macht ja sowieso viel Drum’n’Bass, Jungle-Sachen. Als ich in die Session gekommen bin, war ich erstmal so „Wow, ich weiß nicht, ob ich mich so doll in dieser Richtung sehe“, aber irgendwie sind wir dann doch da gelandet.&nbsp;</p>



<p>Für mich geht es in dem Song um das Gefühl der (Anfang) 20er. Das Gefühl, dass manchmal alles ein Labyrinth ist. In einem Moment ist man voll auf dem richtigen Weg und im anderen Moment gibt es noch tausend andere Wege und Türen, die man auch hätte wählen können. Bezüglich der zwei Seiten der EP findet »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/7JlUB55lWbjWHzGEaYgyX0?si=5520533631b9472c">Alle Gleich</a>« sehr in der Innenwelt statt und spiegelt meine Gedanken wider.&nbsp;</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">3. Flügel feat. 9inebro</h3>



<p><strong>MARNELE:</strong> Bei »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/4wjOdlvSIEGOAOWbjJo1oM?si=e06b1e1ea67c44dd">Flügel</a>« haben wir weniger mit einem Überthema, sondern mehr aus dem Gefühl und Bildern im Kopf heraus gearbeitet. Was ich immer mag, ist ein Gefühl von Melancholie und gleichzeitig von Freiheit. Nachts in der Stadt unterwegs sein und sich frei fühlen. Diese Welt liegt mir voll und in der schreibe ich eh gerne.&nbsp;Das war so der Modus vom Song. Die Zusammenarbeit war auch mega nice. Das war tatsächlich das erste Mal, dass ich mit einer anderen Person im Studio zusammen war und hat direkt voll gevibed.&nbsp;</p>



<p>Es war auch cool, sich bei »Flügel« ein bisschen auf die Arbeitsweise von anderen Leuten im Studio einzulassen und sich da ein bisschen mittreiben zu lassen. Gerade bei jemandem, der schon viel länger Mucke macht als ich, war es cool, sich ein paar Sachen anzugucken und sich inspirieren zu lassen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="MARNELE - Flügel (ft. 9ine) (Offizielles Musikvideo)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/oAXhle5Drus?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">4. Verliebt</h3>



<p><strong>MARNELE:</strong> Den habe ich in Wien gemacht, mit dem Produzenten, mit dem ich schon meine erste EP zusammen gemacht habe, der eigentlich aus Bochum kommt (Anm. d. Red.: <strong>Luca Bachmann</strong>). Wir waren in der Session ein bisschen verkatert und hatten deshalb nicht so richtig einen Plan, was wir machen wollen (lacht). Deswegen ist der voll spontan entstanden und mir sehr leicht von der Feder gerutscht.&nbsp;</p>



<p>Das Thema hat sich einfach für mich angeboten, weil es eh etwas ist, was mir häufiger passiert ist und das ich auch in meinem Freundinnenumfeld beobachtet habe. Bei vielen denke ich mir: „Alter, ne Granate, was die alles macht und wie sie drauf ist und was sie dann teilweise für Loser daten.“. Deswegen ist es auch ein bisschen ein Song für meine Freundinnen</p>



<p>Weil ich es schon gerne mag, ernster zu schreiben, war es nice eine Lachkick-Seite von sich auszuprobieren, einfach loszuschreiben und das ganze ein bisschen witziger anzugehen.&nbsp;</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">5. NRW Chayas feat. Katanna</h3>



<p><strong>MARNELE:</strong> Entstanden im Ruhrpott natürlich! Wir haben den in Dortmund bei <strong>Katanna </strong>zuhause gemacht. Ich hatte eh schon voll lange Bock, mit ihr zusammenzuarbeiten, weil uns beiden der Ruhrpott ja sehr am Herzen liegt. Da hat es sich angeboten, zusammen eine kleine Hymne zu schreiben. Der Beat trägt das Ganze sehr nach vorne und transportiert diesen Baddie-Modus. Wir hatten einfach Bock, eine Hymne für NRW-Baddies zu schreiben. Es war geil, das mit ihr zusammen zu machen. Diese Dortmund-Bochum-Connection.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">6. Bei dir</h3>



<p><strong>MARNELE: </strong>Den habe ich in Köln gemacht, zusammen mit <strong>Salux</strong>. Der Song spielt wieder in dieser Nachtwelt, die an die EP davor, »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/4bhr4cl5AWlMMdfIae9NWB?si=DfUOfOG8TpWav5hxQeZglA">RAUSCH</a>«, anschließt. Ich habe mich einfach in den Beat fallen gelassen und Assoziationen und Bilder aufgenommen, die mir durch den Kopf geschossen sind. Ich hatte direkt einen bestimmten Film im Kopf: Tunnel, Schnelligkeit und Neonlichter.&nbsp;</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">7. Move feat. PLH</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MARNELExPLH_2-2.jpeg"><img decoding="async" width="819" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MARNELExPLH_2-2-819x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-20215" style="aspect-ratio:0.7998138731013394;width:247px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MARNELExPLH_2-2-819x1024.jpeg 819w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MARNELExPLH_2-2-240x300.jpeg 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MARNELExPLH_2-2-768x960.jpeg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MARNELExPLH_2-2-770x963.jpeg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MARNELExPLH_2-2.jpeg 1000w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Presse</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>MARNELE:</strong> Ach, da hatte ich einfach Bock mal wieder einen Auf-die-Fresse, Anti-Macker Track zu machen und feministischen Rage ‘rauszulassen. Es ist einfach ein Thema, das mich viel beschäftigt. Auf meiner ersten EP bzw. auf »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2lY6dcAYcuUyeIQHj8OawV?si=291d5b81f166491e">Macker</a>« habe ich das schon deutlich gemacht. Ich möchte mit meiner Mucke FLINTA-Personen erreichen und es ist eine schöne Vorstellung, die in einen guten Rage-Modus zu bringen.&nbsp;</p>



<p>Der ist in Köln zusammen mit <strong>Traya</strong> entstanden und <strong>PLH</strong> ist dann im Nachhinein draufgesprungen. Ich habe sie vorher schon voll gefeiert und das war dann wie eine Symbiose.&nbsp;</p>



<p><strong><strong>Wie kamst du eigentlich auf »Steppenwolf« als Titel? Spielt das Buch von Hesse schon länger eine Rolle in deinem Leben?</strong></strong></p>



<p><strong>MARNELE: </strong>Ich hab ihn nicht ganz gelesen &#8211; nur den Anfang. Das Buch war auf jeden Fall nicht die krasseste Inspiration, aber generell nehme ich mir oft Buchtitel als Impulse. Sowieso habe ich eine Faszination für Wörter, bei denen ich direkt Assoziationen entwickle. So war es auch bei „Steppenwolf“.&nbsp;</p>



<p><strong><strong>Im Intro sagst du „Niemand will ein Steppenwolf sein“. Willst du das denn?</strong></strong></p>



<p><strong>MARNELE: </strong>Nein, ich verbinde ein Steppenwolf zu sein nicht mit positiven Assoziationen. Darum geht es ja auch im Intro. Wie viel man sich anpassen und dazugehören will oder sich widersetzt und dann außen vor. Ich glaube, da muss man einen Zwischenweg finden. Ein Steppenwolf möchte ich also nicht sein.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/250803_MARNELE_DanielNguyen4276_Final_HighRes.jpg"><img decoding="async" width="1024" height="827" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/250803_MARNELE_DanielNguyen4276_Final_HighRes-1024x827.jpg" alt="" class="wp-image-20220" style="aspect-ratio:1.2382220658810523;width:430px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/250803_MARNELE_DanielNguyen4276_Final_HighRes-1024x827.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/250803_MARNELE_DanielNguyen4276_Final_HighRes-300x242.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/250803_MARNELE_DanielNguyen4276_Final_HighRes-768x621.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/250803_MARNELE_DanielNguyen4276_Final_HighRes-1536x1241.jpg 1536w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/250803_MARNELE_DanielNguyen4276_Final_HighRes-770x622.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/250803_MARNELE_DanielNguyen4276_Final_HighRes-1400x1131.jpg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/250803_MARNELE_DanielNguyen4276_Final_HighRes.jpg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Daniel Nguyen</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Du meintest ja, dass du generell gerne über düstere Themen wie zum Beispiel die Nacht schreibst. Gibt es etwas Bestimmtes, was dich an diesem Themenfeld begeistert?</strong></p>



<p><strong>MARNELE:</strong> Es fällt mir irgendwie leichter, dazu interessante Bilder im Kopf zu malen. Dieses Märchenhafte hat für mich eine größere Bandbreite als die Stimmung am Tag, wo alles happy und hell ist. Das Nachtthema bietet mehr Tiefe und spannende Symbole für mich.&nbsp;</p>



<p><strong><strong>»Steppenwolf« ist mittlerweile deine dritte EP. Ist vielleicht ein längeres Projekt in Planung?</strong></strong></p>



<p><strong>MARNELE:</strong> (lacht) We’ll see. Ich hätte natürlich schon Bock, aber mal schauen wann. Das muss man natürlich zeitlich packen, weil es eine andere Intensität ist, sich an ein Album zu setzen. Ich mache ja noch andere Sachen nebenbei. Irgendwann wird aber der richtige Zeitpunkt kommen.&nbsp;<br></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-spotify wp-block-embed-spotify wp-embed-aspect-21-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Spotify Embed: Steppenwolf" style="border-radius: 12px" width="100%" height="352" frameborder="0" allowfullscreen allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture" loading="lazy" src="https://open.spotify.com/embed/album/3iqpesGdtxtBNUAaRM4J0t?si=4To8ti-GStKwAuWrx-9-fw&amp;utm_source=oembed"></iframe>
</div></figure>
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		<title>Die Alben des Monats &#124; November 2025</title>
		<link>https://mostdope.tv/alben-des-monats/die-alben-des-monats-november-2025</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Matthi Hilge]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Dec 2025 09:39:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alben des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Arsenalplatz]]></category>
		<category><![CDATA[Assig aber cute]]></category>
		<category><![CDATA[EP]]></category>
		<category><![CDATA[Hip-Hop]]></category>
		<category><![CDATA[Jassin]]></category>
		<category><![CDATA[Mostdope]]></category>
		<category><![CDATA[Musikempfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[OG Lu]]></category>
		<category><![CDATA[Pashanim]]></category>
		<category><![CDATA[Wim wenders]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bevor die große Zeit der Jahresrückblicke beginnt, wollen wir einen Blick auf den vergangenen Monat werfen. Mit Orbits Debütalbum »Countless Feelings But So Few Words«, dem selbstproduzierten »AUX KIDS« von Acidfrank oder Tapes von Emma Rose, Vega und Softboy Ivo hatte der November eine ordentliche Bandbreite zu bieten. Das bestätigen auch unsere drei Alben des Monats. Jassin &#8211; Arsenalplatz Arsenalplatz, eine große Freifläche in Jassins Heimatstadt Lutherstadt Wittenberg, ist nicht nur Albumtitel, sondern auch Hauptschauplatz der zwölf Songs. Ein Jahr [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Bevor die große Zeit der Jahresrückblicke beginnt, wollen wir einen Blick auf den vergangenen Monat werfen. Mit <a href="https://mostdope.tv/interviews/track-by-track-orbit-ueber-sein-debuetalbum-countless-feelings-but-so-few-words">Orbits Debütalbum »Countless Feelings But So Few Words«</a>, dem selbstproduzierten <a href="https://mostdope.tv/interviews/acidfrank-ueber-aux-kids-generationenwandel-und-charli-xcx-2">»AUX KIDS« von Acidfrank</a> oder Tapes von Emma Rose, Vega und Softboy Ivo hatte der November eine ordentliche Bandbreite zu bieten. Das bestätigen auch unsere drei Alben des Monats. </strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Jassin &#8211; Arsenalplatz</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="1382" height="1382" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/jassin-arsenalplatz-cover.png" alt="" class="wp-image-20141" style="width:193px" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/jassin-arsenalplatz-cover.png 1382w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/jassin-arsenalplatz-cover-300x300.png 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/jassin-arsenalplatz-cover-1024x1024.png 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/jassin-arsenalplatz-cover-150x150.png 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/jassin-arsenalplatz-cover-768x768.png 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/jassin-arsenalplatz-cover-120x120.png 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/jassin-arsenalplatz-cover-240x240.png 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/jassin-arsenalplatz-cover-360x360.png 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/jassin-arsenalplatz-cover-540x540.png 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/jassin-arsenalplatz-cover-720x720.png 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/jassin-arsenalplatz-cover-770x770.png 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/jassin-arsenalplatz-cover-125x125.png 125w" sizes="(max-width: 1382px) 100vw, 1382px" /><figcaption class="wp-element-caption">»Arsenalplatz« Albumcover</figcaption></figure>
</div>


<p>Arsenalplatz, eine große Freifläche in <strong>Jassins </strong>Heimatstadt Lutherstadt Wittenberg, ist nicht nur Albumtitel, sondern auch Hauptschauplatz der zwölf Songs. Ein Jahr nach der Veröffentlichung seiner Debüt-EP »Kinder können fies sein«, einem prall gefüllten Festivalsommer und einem tadellosen Single-Run liefert der junge Newcomer mit »Arsenalplatz« eine Erzählung über die Höhen und Tiefen des Erwachsenwerdens in Ostdeutschland. Coming-of-Age aus Sachsen-Anhalt auf Albumlänge.</p>



<p>Genauer gesagt geht es um die Suche nach Zugehörigkeit, Fragen der Identität, die Auseinandersetzung mit transgenerationalem Schmerz und eine generelle Überforderung mit der eigenen Gefühlswelt. Diese Themen, eigentlich normal für Personen in der undefinierten Phase zwischen Teenager und Erwachsenen, wurden im Falle von Jassin noch durch eine rasant explodierende Karriere als Musiker ergänzt.</p>



<p>Im Laufe des Albums erarbeitet sich der junge Künstler seinen eigenen Umgang mit diesen Hindernissen, zeigt rohe Verletzlichkeit und politische Haltung und gibt jedem Gefühl eine Daseinsberechtigung. Musikalisch erinnert das Ganze an Folk-Einflüsse à la <strong>Bon Iver</strong> oder auch melancholischen Indie-Pop à la <strong>Schmyt </strong>– (Insbesondere die Ad-Lips auf »Sonnenbankflavour«). An dieser Stelle wäre ein wenig mehr Experimentierfreude angenehm gewesen. Schlussendlich bewegt sich die LP hauptsächlich im Bereich der Synth-Pads und Indie-Gitarren und hat sich damit ein gutes Stück von den Rap-Einflüssen, die noch auf »Kinder können fies sein« zu hören waren, entfernt.</p>



<p>Nichtsdestotrotz hat Jassin mit »Arsenalplatz« ein Debütalbum veröffentlicht, dass sich sehen lassen können. Ohrwürmer über Ohrwürmer, einen begehrten Feature-Gast wie <strong>Edwin Rosen</strong> und eine allmählich einsetzende Zufriedenheit. Wir können definitiv gespannt sein, was wir in Zukunft noch von ihm zu hören kriegen!</p>



<p><em>Michail Weiss</em></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<div style="height:80px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">OG LU &#8211; assig aber cute</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/oglu-assig-aber-cute-cover.png" alt="" class="wp-image-20142" style="width:193px"/><figcaption class="wp-element-caption">»assig aber cute« Albumcover</figcaption></figure>
</div>


<p>Während Frankfurt dieser Tage durch die Haftbefehl-Doku erneut in aller Munde ist und seine verdienten Lorbeeren für sein Deutschrapvermächtnis einsammelt, packt <strong>OG LU</strong> parallel dazu die Mainstadt kurzerhand mit frischem Sound auf die Karte, ganz ohne Nostalgie. Die schon aus dem von Hafti eigens besungenen Stadtteil Gallus entstammende Rapperin schafft mit ihrem zweiten Tape »assig aber cute« auf den ersten Blick einen Widerspruch, wenn sie die heutzutage überall in Memes und Popkultur auftauchende überzeichnete Cuteness in Titel und Coverart verpackt, doch räumt im Verlauf des Tapes in Windeseile damit auf.</p>



<p>Denn wo sie sich einerseits auf »Knoppers« noch als Barbie bezeichnet doch direkt darauf folgend mit Kampfsport-Referenzen um sich schmeißt und ansatzlos die Frankfurter Fäuste spielen lässt, wird schnell klar: OG LU ist viel wütender als gewisse Emojis weismachen könnten. Wenn Polizeiautos brennen sollen, Oppressionen aufgezeigt werden und Sparringspartner im Sekundetakt herbeizitiert werden, um anschließend auf die Fresse zu bekommen, dann ist das alles, aber nicht mehr cute. Viel mehr zeigt sich hier auf zehn Tracks eine von Wut über Ungerechtigkeiten genährte Künstlerin, die in der Musik ein Ventil gefunden hat, um sich darüber Gehör zu verschaffen. </p>



<p>Dass sie bald auf ihre bislang größte Tour geht, im Sommer bei <strong>K.I.Z</strong> die Vorgruppe gespielt hat und von Szeneakteur*innen von <strong>Aria Nejati</strong> bis <strong>Tom Hengst</strong> und <strong>Wa22ermann </strong>ihr verdientes Hak erhält, zeigt: das Aufwärmen ist endgültig vorbei, jetzt wird in den Ring gestiegen.</p>



<p><em>Matthi Hilge</em></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<div style="height:80px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">Pashanim &#8211; junge ceos 1</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/pashanim-junge-ceos-1-cover.png" alt="" class="wp-image-20143" style="width:193px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">»junge ceos 1« EP-Cover</figcaption></figure>
</div>


<p>In seiner Release-Frequenz bleibt <strong>Pashanim</strong> unberechenbar. Mal eine Single, mal ein Mixtape, mal »junge ceos 1« fünf Jahre nach »junge ceos 2« – stets natürlich aus dem Nichts. Auch inhaltlich bleibt alles beim Alten. Innovative Elemente finden sich vor allem in den Produktionen, zum Teil in den Flows aber auch in den neuen (mitunter unverhofft lustigen) Winkeln, die Pashanim für die immer gleichen Erzählungen findet. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>„Fick ma&#8217; USA, lak, was für Supermacht? / Ich zieh&#8217; &#8216;nem Ami seine Sachen in der U-Bahn ab / Es war Herbst, die Sonne schien, ich hatt&#8217; ein&#8217;n super Tag”</strong></p>



<p>Pashanim auf »step up«</p>
</blockquote>



<p>Es ist eine Menge Vertrautheit, die sofort den Wohlfühl-Effekt einsetzen lässt – wie beim wiederholten Binge-Watching der immergleichen Sitcom – gepaart mit genug Abwechslung und Kurzweiligkeit, um die Neugier aufrechtzuerhalten, keine Langeweile aufkommen zu lassen und nie zu übersättigen. Mit welcher Konstanz Pashanim nun auf diese Weise seit mehr als sechs Jahren schlichtweg gute Musik liefert, ohne sich dabei vor Experimenten und neuen Einflüssen zu verstecken, ist beachtlich.</p>



<p>In ihrer Kürze und ohne Konzeptdruck bleiben insbesondere EPs ein Heimspiel für den Berliner – vielleicht sogar ein bisschen zu sehr. Denn die Erwartbarkeit ihrer Qualität bestärkt das latente Gefühl, dass Pashanim sein volles Potenzial noch immer nicht ausgeschöpft hat. Als würde er immer nur etwas mehr als das Nötigste tun (weil er weiß, dass es ausreicht) und als wären alle Veröffentlichungen bis dato lediglich Teaser für den einen Moment, in dem er kompromisslos seine Komfortzone verlässt und künstlerisch endlich voll ans Limit geht.</p>



<p>Intuitiv würde man das in Form eines Albums denken, vielleicht droppt der ausgemachte Cineast aber vor der nächsten LP erst einmal wortwörtlich „<em>Filme wie <strong>Wim Wenders</strong></em>” (»Näher«). Ähnliches hatte er schon auf <a href="https://mostdope.tv/alben-des-monats/die-alben-des-monats-mai-2025">»grünewürfelflow«</a>, seiner ersten EP in diesem Jahr, angekündigt. Zuzutrauen wären ihm die großen Visionen für Werke beider Art allemal.</p>



<p>Wir wären in jedem Fall bereit, ihn nächstes Jahr kreativ komplett entfesselt zu erleben. Gleichzeitig weiß man, dass Pashanim mit vollem Recht in seinem eigenen Tempo arbeitet und wenig auf fremde Erwartungen gibt. Solange dabei weiterhin regelmäßig Projekte wie »junge ceos 1« erscheinen und er es nicht ernst meint, wenn er sagt „<em>Scheiß&#8217; auf Rap, weil ich brauch&#8217; langsam andere Standbeine</em>”, werden sich seine Fans kaum beklagen können.</p>



<p><em>Magnus Menzer</em></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Pashanim - Sinatra/step up" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/vFUd7GliPCU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>
</div></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Acidfrank über Generationenwandel, »AUX KIDS« und Charli xcx</title>
		<link>https://mostdope.tv/interviews/acidfrank-ueber-aux-kids-generationenwandel-und-charli-xcx-2</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Michail Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Nov 2025 13:26:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Acidfrank]]></category>
		<category><![CDATA[AMIGA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen seines Tapes »CHIEN BRILLANT« ist Acidfrank mit feinstem Trap zwischen Metallica und »Watch The Throne« letztes Jahr das erste Mal auf unserem Radar aufgetaucht. Ein Jahr später liegt uns mit »AUX KIDS« nun sein neuestes Projekt vor, das einem etwas anderen Ansatz folgt: Statt auf dem Inhalt liegt der Fokus bei diesem Album auf dem Sound &#8211; ohne, dass der Inhalt zu kurz kommt. Executive produziert von Acidfrank selbst, bewegt man sich entlang der 15 Tracks durch ein [&#8230;]</p>
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<p><strong>Im Rahmen seines Tapes »CHIEN BRILLANT« ist Acidfrank mit feinstem Trap zwischen Metallica und »Watch The Throne« letztes Jahr <a href="https://mostdope.tv/spotlights/acidfrank-ich-bin-jetzt-endlich-ich-selbst">das erste Mal auf unserem Radar aufgetaucht</a>. Ein Jahr später liegt uns mit »AUX KIDS« nun sein neuestes Projekt vor, das einem etwas anderen Ansatz folgt: Statt auf dem Inhalt liegt der Fokus bei diesem Album auf dem Sound &#8211; ohne, dass der Inhalt zu kurz kommt. Executive produziert von Acidfrank selbst, bewegt man sich entlang der 15 Tracks durch ein klangliches Spektrum von destruktiven Analog-Synths über ekstatische 4-to-the-Floor Drums bis hin zu schrammelnden Punk-Gitarren.&nbsp;</strong></p>



<p><strong>Im Interview hat uns der Künstler, welcher ursprünglich aus dem Rap-Kontext kommt, mehr über die Hintergründe des Projekts, neue Herausforderungen, Inspirationen wie Charli xcx und Dominic Fike sowie seine Pläne für die Zukunft erzählt.</strong></p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Fangen wir mal ganz grundlegend an. Was bedeutet der Titel (»AUX KIDS«) für dich?&nbsp;</strong></p>



<p>Generell geht es bei dem Album mehr um Sound als Text. Das „AUX“ steht für mich stellvertretend für Verstärker, analogen und experimentellen Sound, Distortions, Synthesizer und alles, was übersteuert und kratzt. Das „KIDS“ verkörpert einen frischen Wind, wie zum Beispiel unsere Neuinterpretation von 80er-Synthies. Gleichzeitig erzeugt es ein gemeinschaftliches Gefühl von Bewegung, was sagt: „Wir sind die neue Generation Sound“.&nbsp;</p>



<p><strong>War der Titel bzw. dieses Konzept denn schon von vornherein klar oder sind diese Sachen erst im Prozess entstanden?&nbsp;</strong></p>



<p>Definitiv erst im Prozess. Es war gar nicht von Anfang an geplant, überhaupt ein Album zu machen. Als ich die ganzen Songs gesammelt hatte, ist diese Idee auf einmal immer realer geworden und ich habe gemerkt, dass wir soundwise in Richtungen gehen, die dem Projekt nicht genug schmeicheln würden, wenn es bloß als EP veröffentlicht wird. Dementsprechend habe ich in meinem Kopf sowieso schon die ganze Zeit nach etwas gesucht, was dieses Gefühl und die Art von Sounds, die ich mir gerade zusammenkrame, einfängt.&nbsp;</p>



<p>Ein Großteil des Albums ist in Wien entstanden. Dort kam mir auch die Idee, dass <strong>»<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/5pUMllFAZPSg0gUeIBKAme?si=tuCZDpnbR9quUTOEolWUfA">AUX KIDS</a>«</strong> das ist, was ich gerade fühle. Das, was Sinn macht und das, was generational klingt. Es hatte für mich die ganze Zeit schon etwas mit Begriffen von Kabeln und Verstärkern zu tun.&nbsp;&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Z631252.jpg"><img decoding="async" width="894" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Z631252-894x1024.jpg" alt="" class="wp-image-20010" style="width:491px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Z631252-894x1024.jpg 894w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Z631252-262x300.jpg 262w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Z631252-768x880.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Z631252-1340x1536.jpg 1340w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Z631252-770x882.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Z631252-1400x1604.jpg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Z631252.jpg 1500w" sizes="(max-width: 894px) 100vw, 894px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Ben Kümmel</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Inwiefern hat sich der Entstehungsprozess bei dem Album von dem bei deinem letzten Tape »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/11QX1ZsgwTnWR7QIUYQrOz?si=5rbWsHE8S5-3Qz0NACKn_w">CHIEN BRILLANT</a>« unterschieden?&nbsp;</strong></p>



<p>Ich stand vor größeren Herausforderungen als vorher. Früher habe ich mich sehr im Rap-Metier bewegt und es wurde einfach viel Trap am Laptop produziert.&nbsp;</p>



<p>Mittlerweile komme ich aber in Räume mit komplett ausgestatteten Bands und muss die Produktion dirigieren. Ich hab’ mit »CHIEN BRILLANT« den Ball vorgelegt und die Leute gehen davon aus, dass ich dementsprechend performe. Ein paar Basics der Musiktheorie kenne ich, aber ich kann das natürlich nicht so gut wie ein klassischer Musiker</p>



<p>Wir haben dieses Mal einfach deutlich maximalistischer gearbeitet. In den Songs finden viel mehr Elemente und Instrumente statt. Insgesamt haben über das ganze Projekt wahrscheinlich 40 Leute mitgearbeitet – alles unter meiner kreativen Leitung. Klar gab es Leute, die mit mir den Sound geshaped haben, aber ich war von der Entstehung der Idee bis zum Master involviert. Außerdem habe ich unter anderem Songs wie »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/0dj0VY0bNqOTM90NpcG6bE?si=2267a04c0aa44f72">silly horse</a>« oder »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/4tO8NVu4qQtZLxA2POEgcs?si=e349b0b624e945a6">NEW DAWN FADES</a>« selbst händisch produziert. Das waren Sachen, die ich vorher nicht konnte und im Prozess gelernt habe.&nbsp;&nbsp;</p>



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<iframe title="Acidfrank - silly horse" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/yzL1TcdWhIE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Bei »CHIEN COLORE« warst du „nur“ fürs Rappen zuständig, bei »AUX KIDS«« warst du nun auch Executive Producer. Fühlt sich das Ergebnis jetzt anders an?&nbsp;</strong></p>



<p>Ich finde, es klingt einfach deutlich mehr nach mir und dem, was mir wirklich gefällt. Früher hatte ich solche Ressourcen nicht. Ich konnte zwar rappen und Sachen schreiben, aber keine Produktion anleiten. Vor allem in den Anfangsjahren hatte ich das ganze technische Knowhow nicht und keine Ahnung, wie man richtig mit Leuten arbeitet. Bei »AUX KIDS« habe ich mir Features draufgeholt, mit denen ich sowieso sehr Lust hatte Musik zu machen und konnte diese sogar dazu bringen, das zu adaptieren, was ich soundtechnisch vorhatte.</p>



<p>Es war ein Rollercoaster, dieses Ding fertig zu machen. Auf jeden Fall hat es mich viel gelehrt, von dem, was ich weiß bis zu dem, was ich nicht weiß und noch lernen kann. Das Ergebnis davon ist wundervoll. Im Endeffekt ist es ein Produkt von harter Arbeit und vielen neuen musikalischen Zusammenarbeiten in Städten, in denen ich vorher gar nicht stattgefunden habe, zu: „Ich hab die halbe Wiener Newcomerszene auf meinem Tape.“</p>



<p><strong>Das Klangbild von »AUX KIDS« ist ein wandelndes Spektrum von digital-analogem Sound und dröhnenden Bässen bis zum Indie-Punk. Welche Einflüsse waren dafür prägend?</strong></p>



<p>Da ich ja aus diesem Underground-Rap-Trap-Kontext komme, hatte ich einen guten Zugang zu diesem elektronischen-Synthesizer-Sound, den man jetzt aus neuen Wellen wie Hoodtrap in Deutschland kennt. Trotzdem war ich schon immer ein großer Sympathisant von der anderen Seite und bin viel mit Rock aufgewachsen. Ich bin ein Riesenfan von warmen Indie-Gitarrenklängen, wie z.B. von <strong>Dominic Fike</strong> und <strong>Mac Miller</strong>. Von der Synthesizer Seite aus hat mich viel elektronische Musik inspiriert: <strong>Daft Punk</strong>, <strong>The Hellp</strong>, <strong>Charli xcx</strong>, <strong>Crystal Castles</strong>. Von Witch-House bis zu 2010er-Synthies. Die Idee war es dann, das alles, also alles was ich mag, zu vereinen und umzusetzen.</p>



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<iframe title="Acidfrank - COKE LIGHT (prod. luzifersfinest)" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/0zAP6iVg6V4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Theoretisch findet man auf jedem Song etwas von diesen Elementen wieder. Einzeln betrachtet hat jeder Song seine crazy Synthies, seine Gitarren und seine Samples. Es ist irgendwie eine Mischung aus Alt-Indie-Rock und Synth-Pop, die sich dann in warmen Mac Miller-esquen Rap-Klängen fängt. Es hat viele Ecken und Kanten und ist dennoch keine allzu schwere Kost im Hinblick darauf, wie viel Arbeit drinsteckt.&nbsp;</p>



<p><strong>Du meintest gerade schon, dass du versucht hast, aus deinen Features eine andere Seite herauszuholen, die besser zum Projekt passt. Welcher Gast hat sich am meisten von seinem regulären Stil abgewandelt bzw. wer hat dich am meisten überrascht?</strong></p>



<p>Am meisten bin ich vom <strong>Luzine</strong>-Feature begeistert! Sie ist generell jemand, die mehr aus dem Indie-Pop Bereich kommt, trotzdem aber Darkwave-Einflüsse hat. Ihre Musik hat immer etwas Kleines, Düsteres in sich, das einen aber nicht unbedingt herunterzieht.&nbsp;</p>



<p>»<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/7H8n35LdAfRxog3qCPpPyW?si=4005721fdf7b4ce3">Letzte Seite</a>« startet ja mit einem nach Charli xcx klingenden Synthesizer, der irgendwo in eine grime-artige Richtung abbiegt und am Ende durch einen Indie-Bass abgerundet wird.</p>



<p>Die bright-klingende Melodie ist einfach ein Sound, den man von Luzine nicht erwartet und diesen Kontrast finde ich so geil. Es ist einfach ein perfektes Add-on zu diesem Song.&nbsp;</p>



<p><strong>Zum Thema Samples ist mir »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/3Z20S2PlV4kUc7qrQ1sfoz?si=545dac6d74a64453">Eliza Dover</a>« besonders aufgefallen. Das Sample am Anfang des Songs hat mich stark an alte AMIGA-Platten aus der DDR erinnert. Gab es einen spezifischen Grund, warum du das benutzt hast?</strong></p>



<p>Tatsächlich ist das meine 60 Jahre alte Nachbarin Sylvie Norhausen. Wir haben uns irgendwann zufällig draußen getroffen und zusammen länger eine Zigarette geraucht. Im Gespräch habe ich ihr dann gesagt, dass ich Musiker und dementsprechend viel unterwegs bin. Sie hat dann begeistert erzählt, dass sie schon seit frühester Kindheit Musik macht und in diversen Bands gespielt hat. Nachdem sie mir etwas vorgesungen hat, meinte ich, dass sie mir gerne etwas zum Anhören geben soll.&nbsp;</p>



<p>Sie hat mir dann eine Live-Aufnahme von ihr auf Youtube geschickt, in der sie ein berühmtes Gedicht von <strong>Erich Fried</strong> mit Live-Band gecovert hat. Im selben Gespräch hat sie auch betont, dass sie es cool fänden würde, wenn man das remixt oder ihre alten Sachen in Form einer Neuinterpretation wieder das Tageslicht erblicken.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="DARBAHAR - Was es ist" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/rgbImxPs6P0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Irgendwie hat dieses Sample direkt den richtigen Nerv getroffen. Zwei, drei Wochen vor Albumabgabe war ich in Berlin um letzte Sachen zu mixen und hatte eine Session mit <strong>Immo H</strong>. Dort haben wir dann etwas auf das Sample probiert, in zwanzig Minuten einen Beat gebaut und dann lief das Ding von selbst.</p>



<p><strong>Obwohl das Album sehr vom Sound geleitet wird, gibt es trotzdem eine thematische Ebene. Beim Hören erkennt man vor allem einen stetigen Wechsel zwischen Hoch- und Tiefphasen sowie allem, was dir dazwischen durch die Finger gleitet und verloren geht. Inwiefern ist dieser Zustand autobiografisch und wie fühlst du dich damit?&nbsp;</strong></p>



<p>Ich würde eigentlich alles, was ich mache, als autobiografisch betiteln. Natürlich gibt es Dinge, die teilfiktiv stattfinden. Grundsätzlich mag ich es meine Musik so zu konzeptionieren, dass man beim Hören der Projekte weiß, wo ich gerade mit meinem Kopf stehe. Wer bin ich? Wo habe ich mich hin entwickelt und was passiert in meinem Leben? Genau so gehören dazu die Ups and Downs.&nbsp;</p>



<p>In der Art, in der ich schreibe, ist es meistens extrem. Generell habe ich das Gefühl, dass man im Leben eines Künstlers viele Erfolgserlebnisse hat.&nbsp;Gerade ist das Album draußen und ich fühle mich himmlisch. Ich kriege die Aufmerksamkeit dafür und freue mich sehr. Wenn das aber abklingt – und das ist so eine ganz typische Künstlerkrankheit – fällt man in ein Loch und da richtig die Mitte zu finden ist hart. Ich weiß gar nicht, wie ich die für mich selbst definieren würde. Irgendwie bin ich immer super euphorisch oder komplett am Ende.&nbsp;&nbsp;</p>



<p>Wenn ich Musik mache, versetze ich mich oft in eine Melancholie. Erst danach entscheide ich, ob sie in eine positive oder traurige Richtung geht. Es gibt einfach einen Zustand von Traurigkeit, in dem ich mich verletzlich fühle. Je mehr ich davon zeige – und das kann genauso gut bei Euphorie sein – desto besser kann ich Kunst machen. In diesen Momenten ist man sehr pur, sehr du selbst.&nbsp;</p>


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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Z631473.jpg"><img decoding="async" width="817" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Z631473-817x1024.jpg" alt="" class="wp-image-20011" style="width:440px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Z631473-817x1024.jpg 817w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Z631473-239x300.jpg 239w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Z631473-768x962.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Z631473-1226x1536.jpg 1226w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Z631473-770x965.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Z631473-1400x1754.jpg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Z631473.jpg 1480w" sizes="(max-width: 817px) 100vw, 817px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Ben Kümmel</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Du beschäftigst dich in deiner Musik schon länger mit dem Thema des Hustles, der Jagd nach dem Erfolg. Wird es irgendwann einen Punkt geben, an dem du zufrieden bist?</strong></p>



<p>Ich weiß nicht, ob es überhaupt etwas Physisches ist, woran ich das festmachen kann. Ob es ist, wenn ich eine besondere Venue gespielt habe oder einen teuren Wagen fahre.</p>



<p>Ich glaube, ich muss mir selbst immer noch was beweisen. Auch wenn ich schon seit sechs Jahren Musik mache, werd’ ich immer noch als Newcomer gesehen und fühle mich recht frisch in diesem Game. Man ist auf der Jagd nach seinem Respekt und seiner Erkennung. Wo und wann für mich der Moment von „Ich habe genug“ liegt weiß ich nicht, aber genau das thematisiere ich gerne.</p>



<p><strong>Was steht nach »AUX KIDS« für dich an?</strong></p>



<p>Ich will nicht zu viel vorab nehmen. Erstmal möchte ich, dass das Album wirkt und bei den Leuten ankommt. Es ist deutlich maximalistischer als alles, was ich im Vorhinein gemacht habe.&nbsp;</p>



<p>Keine Gewähr darauf, vielleicht denke ich morgen anders, aber gerade habe ich Bock auf entschleunigtere Sachen. Minimalistischer, nur Gitarre und Stimme. Da wird auch dieses Jahr noch etwas Spannendes in diese Richtung kommen, mit einem wundervollen Feature. Stay tuned!&nbsp;</p>



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<iframe title="Spotify Embed: AUX KIDS" style="border-radius: 12px" width="100%" height="352" frameborder="0" allowfullscreen allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture" loading="lazy" src="https://open.spotify.com/embed/album/5pUMllFAZPSg0gUeIBKAme?si=d8HGR_AvSYShBoHIdRkABA&#038;utm_source=oembed"></iframe>
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		<title>fyne über Mephisto, Metaphorik und ihre zweite EP »mp2«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michail Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Nov 2025 13:08:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Bob Marley]]></category>
		<category><![CDATA[Fyne]]></category>
		<category><![CDATA[Jimi Hendrix]]></category>
		<category><![CDATA[L'Impératrice]]></category>
		<category><![CDATA[La Femme]]></category>
		<category><![CDATA[mp2]]></category>
		<category><![CDATA[Radiohead]]></category>
		<category><![CDATA[The Marías]]></category>
		<category><![CDATA[Tobias Kuhn]]></category>
		<category><![CDATA[vorgestern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während ihre erste EP »vorgestern« noch von einer Laune des Ausprobierens geprägt war, zeigt sich fyne auf »mp2« nun mit einer gefestigten Vision. Kontrollverlust trifft auf gezügeltes Chaos, Surfpop auf Autotune und wird zusammengehalten durch eine transluzide Bildsprache.  Anlässlich der ersten Veröffentlichung von »mp2«, einem fortlaufenden Projekt das mittlerweile durch einen neuen Song (»Regen«) ergänzt wurde, haben wir uns Anfang September mit der Hamburger Newcomerin im Herzen von St. Pauli auf einen Kaffee getroffen. Im Interview teilt sie Einblicke in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Während ihre erste EP »vorgestern« noch von einer Laune des Ausprobierens geprägt war, zeigt sich fyne auf »mp2« nun mit einer gefestigten Vision. Kontrollverlust trifft auf gezügeltes Chaos, Surfpop auf Autotune und wird zusammengehalten durch eine transluzide Bildsprache. </strong></p>



<p><strong>Anlässlich der ersten Veröffentlichung von »mp2«, einem fortlaufenden Projekt das mittlerweile durch einen neuen Song (»Regen«) ergänzt wurde, haben wir uns Anfang September mit der Hamburger Newcomerin im Herzen von St. Pauli auf einen Kaffee getroffen. Im Interview teilt sie Einblicke in den Entstehungsprozess der EP, ihren besonderen Schreibstil, musikalische Einflüsse und ihre persönliche Verbindung zur Figur des Mephisto. </strong></p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>In den letzten Monaten war viel los bei dir. Ein Festival-Sommer voller Gigs und ein intensives Rollout mit mehreren Release-Konzerten zu den Singles. Wie geht es dir nach dieser Zeit?</strong></p>



<p>Gut. Es sind immer sehr viele Eindrücke. Ich glaube aber, man wächst richtig krass daran. Auf dem Weg zum Interview habe ich darüber nachgedacht und gemerkt, wie viel ich erlebt habe. Ich glaube, ich brauche jetzt erstmal Zeit, um herunterzukommen.&nbsp;</p>



<p>Währenddessen kann man das eigentlich nicht verarbeiten, weil man nur von A nach B unterwegs ist. Trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht. Ich liebe halt auch meine Band und mein Team. Deswegen hat es bei uns immer ein bisschen Klassenfahrt-Vibes. Es ist chaotic, aber auch sympathisch.&nbsp;</p>



<p><strong>Inwiefern unterscheidet sich die Herangehensweise an »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/6ekEjSoI6AMcTudUFKH6Vr?si=AJiZ8S0LRuiu8_E3gh6zDw">mp2</a>« von deiner ersten EP »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/5daSP3RsdrEdH2IdTUdRD1?si=EuH_P6RvSgOi8nHIbKwfZA">vorgestern</a>«?</strong></p>



<p>Ich war am Anfang gar nicht in der Bubble und hatte nicht auf dem Schirm, dass es überhaupt eine Option ist, Musik zu machen. Ich bin sehr chaotisch reingestartet und hatte dann mega viele Sessions. Das klingt ein bisschen kitschig, aber ich wusste nicht, wer ich bin, was ich will und mag. Erstmal ist natürlich alles toll und crazy, aber man merkt halt erst mit der Zeit, welche Dinge man nicht so feiert.&nbsp;</p>



<p>Über das Jahr habe ich sehr viele Erfahrungen gesammelt und erst richtig verstanden, was ich eigentlich für Musik machen möchte. Es fühlt sich ein bisschen wie ein Neuanfang an. Eine neue Ära. Ich habe meinen allerliebsten Produzenten gefunden (Anm. d. Red.: <strong>Tobias Kuhn</strong>) und würde am liebsten nur mit ihm in Wien zusammenarbeiten. </p>



<p><strong>Hast du die neuen Songs alle in Wien aufgenommen?</strong></p>



<p>Ja, aber manchmal treffen wir uns auch in Berlin. Ich habe natürlich auch noch andere Sessions, weil Tobias sehr busy ist, viel ‘rumreist und noch viele andere Sachen macht. </p>



<p>Was auch immer krass kommt, ist mit meinem Gitarristen zuhause zu jammen. Das sind aber Ideen, die dann gerne noch ein bisschen reifen und später weiter gedacht werden. </p>



<p><strong>Das hat bestimmt auch seine Vorteile, wenn du so deine Arbeit in Wien und Berlin von deinem Zuhause in Hamburg räumlich trennen kannst.&nbsp;</strong></p>



<p>Ja, ich finde das wirklich wichtig. Manchmal ist es ein bisschen nervig, weil man nicht immer ins Studio kann und viele Sachen außerhalb der Musik, wie z.B. Content, in Hamburg bleiben und viel Raum einnehmen. Dann fühlt es sich immer ein bisschen wie Urlaub an, wenn man zum Musik machen fährt. Außerdem mache ich natürlich in meinem Zimmer noch Mucke und habe da auch viel Spaß dran.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-2-1.jpg"><img decoding="async" width="780" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-2-1-780x1024.jpg" alt="" class="wp-image-19962" style="width:347px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-2-1-780x1024.jpg 780w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-2-1-228x300.jpg 228w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-2-1-768x1009.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-2-1-1170x1536.jpg 1170w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-2-1-770x1011.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-2-1-1400x1839.jpg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-2-1.jpg 1500w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Inga Swenson</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Die Visualisierung von »mp2« sticht besonders heraus. In einzelne Kapitel aufgeteilt, wird die Geschichte der EP nochmal auf einer weiteren Ebene erzählt und ausgesponnen. Woher kam der Wunsch dazu?&nbsp;</strong></p>



<p>Meine Interessen sind schon sehr breit aufgestellt. Ich glaube, ich werde auch nie nur eine Sache in meinem Leben machen und liebe halt auch so visuellen Kram.&nbsp;</p>



<p>Meiner Meinung nach, ist es in Deutschland nicht so weit verbreitet, eine künstlerische Welt zu erschaffen, in die man so richtig eintauchen kann und neuen Shit entdeckt. Ich fahr’ persönlich richtig krass auf sowas ab, wenn man immer neue Sachen über Leute herausfinden kann. Friends zeigen dir zum Beispiel eine neue Website oder ein neues Video von jemandem und man kommt immer tiefer in diese Welt hinein. </p>



<p>Ich habe früher schon gerne Geschichten geschrieben und dadurch macht es mir jetzt sehr Spaß, das alles selbst zu machen. Ein Skript zu schreiben und sich das Zusammenkommen der Bildsprache auszudenken.&nbsp;</p>



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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Apropos Geschichten schreiben. Dein einzigartiger Schreibstil kommt bei den neuen Songs stark zur Geltung. Einerseits lässt du tief blicken, verrätst aber auch nicht zu viel und spielst mit getrübter Metaphorik. Woher kommt diese Liebe zur Sprache und zum Ausdruck?</strong></p>



<p>Ich denk‘ schon, dass es vom Geschichten schreiben kommt. Wenn ich selbst Musik höre, bin ich auch immer ein Fan davon, wenn nicht alles so direkt ist. Ich find‘ es viel interessanter, wenn man Bilder im Kopf kreieren kann und jeder dazu seine eigenen Vorstellungen hat. Wenn man alles direkt verfasst, dann gibt es auch keinen Spielraum.&nbsp;</p>



<p>Es ist super spannend, eine Mehrdeutigkeit hereinzubringen. Mir macht es Spaß zu hören, was andere Personen damit assoziieren und dadurch dann neuen Input in meine eigenen Sachen bringen. Ich kann darüber nochmal selbst eine andere POV einnehmen.&nbsp;</p>



<p>Es ist einfach eine nicere Art kreativ zu sein und mehr wie Kunst machen. Es fühlt sich ein bisschen an, als würde ich mit Farben herumspritzen.&nbsp;</p>



<p><strong>Wäre es dir zu persönlich, würdest du die Sachen direkt ausschreiben? Ein Beispiel, das mir hier in den Kopf kommt, sind Artists, die zuerst auf Englisch Musik machen, um sich hinterm Schutzmantel einer Sprache, die nicht ihre Muttersprache ist, zu verstecken und dadurch eine gewisse Distanz zwischen ihrer Kunst und ihrer Persona schaffen. </strong>&nbsp;</p>



<p>Check ich voll. In gewisser Art und Weise heißt Kunst machen immer blankziehen. Man exposed sich ja immer sehr. Am Ende fühlt es sich aber auch nur so an. Ich habe letztens mit meiner Band darüber geredet. Sobald der Track draußen ist, ist es nicht mehr meiner. Wenn ich ihn danach höre, denke ich gar nicht daran, dass ich das gerade singe, und es fühlt sich auch nicht nach mir an. Es ist wie eine out-of-body-experience. Basically ist es für alle Menschen, die die Musik hören auch so, weil jeder damit auf einmal etwas ganz Eigenes assoziiert.&nbsp;</p>



<p>Das ist das Krasse an Musik und Kunst generell. Die Sachen und Erfahrungen, die andere Personen damit verbinden, haben im Endeffekt gar nichts mehr mit der Künstlerperson zu tun. Darin befindet sich dieser Schutzmantel für mich.&nbsp;</p>



<p><strong>Wie läuft dein Schreibprozess generell ab? Woher nimmst du deine Inspirationen?</strong></p>



<p>Bisher habe ich tatsächlich nur aus eigenen Erfahrungen geschrieben. In Situationen, in denen die Emotion super präsent ist und man Zeit hat, seine Gedanken schweifen zu lassen, fällt mir das sehr leicht. Wenn ich unterwegs, in der Bahn bin oder nachts nicht schlafen kann, wird schon mal die ein oder andere Zeile aufgeschrieben. Ich finde es am echtesten, wenn man in der Emotion schreibt. Dann kommt es auch am ehrlichsten rüber.&nbsp;</p>



<p>Weil ich gerade immer in Wien bin, sind meine Studio-Zeiten sehr getimt. Ich habe noch nie einen ganzen Song vorher geschrieben. Ich komme immer mit Inspo ins Studio – meist auch schon mit mehreren Zeilen. Oft fliegen einem die Ideen durch die allgemeine Stimmung, wie zum Beispiel den kalten Winter letztes Jahr, einfach zu. Generell habe ich ganz viele Notizen und die würfeln wir dann zusammen.&nbsp;</p>



<p>Wenn man bestimmte Anhaltspunkte hat, kann man leicht in das Gefühl wieder reindippen und ab dem Moment, wo man ein nices Bild hat, nimmt es eine Abzweigung, bei der es nicht mehr ganz bei meinem Leben bleibt. Es macht viel Spaß, einfach nach Bildern zu gehen.&nbsp;</p>



<p>Bei »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2alYxyOxq0IdCGRawbGFka?si=afa506c3fce548eb">Sterben Baby</a>« wollte ich zum Beispiel irgendwas übers Lügen schreiben. Dann kam das Bild des Sterbens dazu – es ist auch einfach ein faszinierendes Thema. So spinnt man das weiter und kann es immer wieder in das auslösende Anfangsereignis herein interpretieren. Letztendlich muss man aber sagen, dass es sich irgendwann ein bisschen von der Realität trennt.</p>



<p><strong>Fändest du es interessant, mal einen Song aus einer Perspektive zu schreiben, die gar nichts mit dir zu tun hat?&nbsp;</strong></p>



<p>Ja komplett! Ich hätte richtig Bock mal die Musik zu einer Filmszene zu schreiben oder aus der POV der Figuren etwas zu machen. Das geht auch wieder mehr in die Richtung des Geschichtenschreibens.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-3.jpg"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-3-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-19963" style="width:536px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-3-1024x768.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-3-300x225.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-3-768x576.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-3-1536x1152.jpg 1536w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-3-2048x1536.jpg 2048w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-3-770x578.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-3-1400x1050.jpg 1400w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Inga Swenson</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Welche Musik hat dich denn früher als Kind geprägt?&nbsp;</strong></p>



<p>Mein Vater hat auf jeden Fall immer sehr sehr viel Musik immer gehört. Viel Jazz tatsächlich. Ich habe früher auch Jazz gespielt – Klarinette und Saxofon. Ich hatte auch mal Gitarrenunterricht. Außerdem hat mein Vater viel <strong>Bob Marley</strong>, <strong>Jimi Hendrix</strong> und <strong>Radiohead</strong> gehört. Ich habe das immer abgelehnt. Ich weiß gar nicht, woher das kam. Wahrscheinlich einfach aus Prinzip. Normale Rebellion gegen die Eltern</p>



<p><strong>Wie sieht es mit den musikalischen Einflüssen bei »mp2« aus?</strong></p>



<p>Die Einflüsse auf der EP sind tatsächlich super aktuell. Ich habe so viele Musikeinflüsse im letzten Jahr gehabt! Einfach durch meine Band und die Menschen in meinem Umfeld, weil die alle mega die Musik-Nerds sind. Super viel von »mp2« ist französisch inspiriert. Gerade bei »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2XfoZAW9obk3qWTcH3tfA9?si=a5372b127a204f00">Mephisto</a>« hört man das richtig krass. Bands wie <strong>La Femme</strong> und <strong>L’Impératrice.</strong> <strong>The</strong> <strong>Marías</strong> sind auch voll in der letzten Zeit dazugekommen. </p>



<p>Das Erste, was wir generell im Studio machen, ist erstmal eine Stunde Musik auszutauschen und zu gucken, welche Vibes einen inspirieren.&nbsp;</p>



<p><strong>Bei »Sterben Baby« fällt die Diskrepanz zwischen dem eher leichteren Sound und dem düsteren Thema auf. Spielst du bewusst mit diesem Stilmittel und wenn ja, warum?&nbsp;</strong></p>



<p>Ja, auf jeden Fall. Ich schreibe sehr gerne düsteren Shit und es ist mir immer super schwer gefallen, auf Happy-Chords etwas zu finden, weil es mir irgendwie nicht so zugänglich ist. Musik ist ein Faktor, der die gesamtgesellschaftliche Situation ultrakrass widerspiegelt – egal ob bewusst oder unbewusst. Würde ich ihn analysieren, fände ich »Sterben Baby« ehrlich gesagt ein mega nices Beispiel. Man kann sehr viel reinlesen, was aktuelle Stimmungen angeht. Irgendwo versuchen alle weiterzumachen. Es gibt gefühlt so viel Werbung, wie noch nie. Alle sind super materialistisch unterwegs und es gibt rechte Vibes von überall. Da geht natürlich super viel verloren und ich finde es spannend, diese POV einzunehmen.</p>



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</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Ansonsten fällt es mir sehr leicht, poppige Einflüsse mit reinzubringen und catchy Melodien zu schreiben. Ich finde, das Lied hat, rein von der Melodie her, fast etwas von einem Kindersong. Es macht auch einfach Spaß, dem entgegenzuspielen. Obwohl Tod aktuell super relevant ist, ist es immer noch ein Tabuthema.&nbsp;</p>



<p>Klimawandel und Kapitalismus zerstören einfach die gesamte Welt. Ich glaube, das ist der Grund für diese Diskrepanz in unserer Generation, zwischen der einen Gruppe, die nur am hustlen ist und versucht irgendwie ihren Platz im Kapitalismus zu finden und der Idee von „alle können reich werden“ zu folgen sowie der anderen Gruppe, die von einer Weltuntergangsstimmung geprägt ist und sich fragt, ob wir in zwanzig Jahren überhaupt noch hier sind und ob es überhaupt verantwortungsvoll ist in diese Welt noch Kinder zu setzen.&nbsp;</p>



<p>Daher ist der Tod ein hochaktuelles Thema – auch wenn man einmal schaut, was gerade innen- und außenpolitisch abgeht.&nbsp;</p>



<p><strong>Welche Bedeutung hat »Mephisto« für dich? Von all den negativen bzw. negativ konnotierten Themen, die du auf »mp2« ansprichst, ist er nämlich das einzige personifizierte Übel.</strong></p>



<p>In erster Linie geht es um die Auseinandersetzung mit sich selbst. Ich bin ein sehr impulsiver Mensch. Dementsprechend gibt es Situationen, in denen ich impulsiv gehandelt habe, mir kein guter Berater war und auch nicht mehr so glimpflich rausgekommen bin.&nbsp;</p>



<p>Das ist, was »Mephisto« sagt. Man sitzt sich selbst gegenüber und muss sich mit sich und mit den eigenen Entscheidungen, die man getroffen hat, auseinandersetzen – mit den Situationen, in die man sich ja selbst gebracht hat und immer wieder bringt. Man ist sich ja auch manchmal sein eigener Teufel. Eventuell sitzt man dann halt auch so lange in der Küche, bis man sich nicht mehr mag.</p>



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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Ich hatte beim Hören das Gefühl, dass die Geschichte von »mp2« noch nicht ganz auserzählt ist. Wird es eine Fortsetzung o.Ä. geben?&nbsp;</strong></p>



<p>Ja, auf jeden Fall. Ich fahre richtig auf konzeptuelle Sachen ab. Ich denke, die EP wird sich noch zu einem Album stacken. Natürlich geht es da um Gegensätze. Sie hat ja auch zwei Seiten. Von der einen Hälfte kennt man jetzt schon einiges. Das ist eine sehr offen dunkle Welt mit »Mephisto« etc., die stark mit Bildern arbeitet. Die andere Hälfte wird eine leichtere Seite einnehmen. Nicht unbedingt lyrisch – da möchte ich mich noch nicht festlegen – aber auf jeden Fall musikalisch.&nbsp;</p>



<p>Zum einen finde ich es eine super nice Sache, wenn man mehrere Stilrichtungen integrieren kann. Zum anderen kann ich mich auch einfach nicht so gut entscheiden, welche Musik ich am liebsten mache. Deswegen lässt dieses Projekt viel kreativen Raum, in dem man je nach Stimmung, Jahreszeit und Mood frei arbeiten kann.&nbsp;</p>



<p><strong>Was steckt eigentlich hinter dem Titel »mp2«?&nbsp;</strong></p>



<p>Es geht um Doppeldeutigkeit. Die Zwei ist auf jeden Fall das Wichtigste. Ich finde Nummerieren generell spannend. Außerdem geht es musikalisch in eine 80er-, 90er-Welt. Daher die Anlehnung an das MP3-Audioformat.</p>



<p><strong>Worauf freust du dich dieses Jahr noch?&nbsp;</strong></p>



<p>Studio! Ich freue mich so, richtig viel Zeit für Musik zu haben. Das ist mein Main-Ding.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/fyne-ueber-mephisto-metaphorik-und-ihre-zweite-ep-mp2">fyne über Mephisto, Metaphorik und ihre zweite EP »mp2«</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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