Der Herbst kehrt strammen Schrittes ein, die Festivalzeit findet allmählich ihr Ende. Standesgemäß endet die Saison aber erst, wenn die Musikwelt noch einmal nach Hamburg kommt und zum Reeperbahn Festival (RBF) einkehrt. Über vier Tage hinweg, vom 16. bis zum 19. September, locken Diskussionen, Panels und Konzerte in die Hansestadt – und damit die Chancen, neue Szenebekanntschaften und vor allem Newcomer*innen zu entdecken.
FOREVER LEGIT?
Jedes Jahr steht das RBF unter dem Eindruck eines Mottos, das sich über die vier Tage zieht und drängende Fragen zum Status quo der Industrie und Musikwelt an sich in den Fokus nimmt. In diesem Jahr soll es sich dabei allem voran um die Langlebigkeit einer ganzen Branche gehen – um den Wandel, den es dafür braucht und in dem sich die komplette Szene bereits befindet. Forever legit? Das ist die Frage, die über allem stehen soll in diesem Jahr.
Fachbesucher*innen aus der ganzen Welt treffen auf der Reeperbahn Festival Conference aufeinander, teilen ihre Erfahrungen aus dem täglichen Schaffen mit anderen Entscheidungsträger*innen und schmieden Netzwerke und Abmachungen. Und auch wenn hier für vier Tage gute Laune und munterer Austausch herrscht: Über all dem schwebt indes eine Unruhe, ja fast eine Unsicherheit. Wie lange ist für immer? Und wie legitim sind die eingeschlagenen Wege, die in diesem Wandel genommen werden? Es gibt viel zu besprechen.

LINE UP
First and foremost steht natürlich trotzdem die Musik im Mittelpunkt: Rund 500 Konzerte in über 70 Spielstätten quer über den Kiez und darüber hinaus öffnen ihre Türen. Newcomer*innen aus aller Welt, die heute noch in den einschlägigen Kreisen bekannt sind und eine kleine, aber feine Fanschar aufweisen können, spielen sich über die Tage in die Augen und Ohren der Fans – und mit Sicherheit auch der von so einigen A&Rs.
Über die 21 Jahre, die das Festival nun schon Gäste aus der ganzen Welt anzieht, haben schon so einige Artists ihre ersten Schritte auf dem Reeperbahn Festival gemacht: So waren vor ihrem Hype zum Beispiel Nina Chuba, Apache 207, Cro, Kraftklub oder gar Ed Sheeran Teil des Line Ups. Gut möglich also, dass auch in diesem Jahr jemand in einem kleinen Club vor einer Handvoll Menschen den Auftakt für eine große Karriere legt.
Gut vorstellen könnten wir uns das bei diesen, teils kleineren, teils größeren Artists, die in diesem Jahr auf dem Hamburger Kiez spielen:
- beslik (unser Spotlight auf ihn)
- Vasil (ihr Debütalbum bei unseren Alben des Monats März)
- Tara Emely
- Baran Kok
- amelie
- Ceren
- Willy Brand & Balti

TICKETS
Tickets für das Reeperbahnfestival 2026 können auf der offiziellen Website erworben werden. Dabei können sich Besucher*innen noch zwischen Tarifen für den einzelnen Tag oder das ganze Programm von Mittwoch bis Samstag entscheiden. Für die Conference gibt es auch separate Tickets.




