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	<title>Editorials - Mostdope</title>
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		<title>Hamburg, wir sind nicht nur wütend wir sind auch enttäuscht.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannah Wietbrock]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Sep 2026 12:30:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Hamburger*innen wird es in den letzten Jahren ziemlich deutlich aufgefallen sein, aber gefühlt sind kaum noch Konzerte bei uns. Als Stadt sind wir noch immer stolz darauf, dass bei uns die Beatles „entdeckt“ wurden, wir haben ihnen einen ziemlich hässlichen Platz auf der Reeperbahn gewidmet und rühmen uns, wo es nur geht, mit den vier Männern aus Liverpool. Aber sind wir mal ehrlich, die nächsten Beatles könnten hier gar nicht mehr entdeckt werden, es gibt ja kaum noch Orte, die [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hamburger*innen wird es in den letzten Jahren ziemlich deutlich aufgefallen sein, aber gefühlt sind kaum noch Konzerte bei uns. Als Stadt sind wir noch immer stolz darauf, dass bei uns die Beatles „entdeckt“ wurden, wir haben ihnen einen ziemlich hässlichen Platz auf der Reeperbahn gewidmet und rühmen uns, wo es nur geht, mit den vier Männern aus Liverpool. Aber sind wir mal ehrlich, die nächsten Beatles könnten hier gar nicht mehr entdeckt werden, es gibt ja kaum noch Orte, die sich junge Kunstschaffende in Hamburg leisten können.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Klar, hier kommen jetzt ziemlich viele Faktoren zusammen: Gentrifizierung und allgemeine Preissteigerung der Stadt, insgesamt ist das Reisen teurer und schwieriger geworden. Selbst bekannte internationale Artists müssen Touren absagen. Aber allgemein kann es nicht sein, dass wir hier ein Musical nach dem anderen haben und alle vier Monate eine neue Fressbude auf der Reeperbahn aufmacht, aber Clubs schließen oder umgesiedelt werden müssen. Was ist denn bitte aus der ehemaligen Musikstadt Hamburg geworden?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hamburg, wo ist der Platz für unsere Leude?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt zahlreiche Beispiele wie <strong>Molotow</strong> oder <strong><a href="https://szene-hamburg.com/abschied-sternbruecke/">Waagenbau</a></strong>, um die wir seit Jahren bangen oder es fürs bangen schon zu spät ist. Und klar, wir sind nicht ganz unschuldig, denn auf Konzerte gehen ist wie alles andere teuer geworden, wenn Artists für Flüge, Benzin, Hotels, Personal und Verpflegung horrende Preise zahlen müssen, dann spiegelt sich das auch in Ticketpreisen wider. Traurigerweise können nur noch die wirklich großen Musiker*innen davon leben. Die Touren sind deutlich kleiner. Wo Bands früher noch Stops in allen größeren Städten in Deutschland gemacht haben, reicht es zurzeit eigentlich nur noch für Berlin und maximal noch Köln aus, aber Hamburg findet man nur noch selten auf der Liste an Deutschland-Stops. Eine Woche im Jahr, in der es sich wenigstens kurz wieder danach anfühlt, als ob alles normal wäre, findet jedes Jahr im September auf der Reeperbahn (und mittlerweile auch Umgebung) statt.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Loyle Carner - Hate" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/4tC5qmZz4Ec?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ein Gefühl, das wir gerade öfter verspüren und einen Künstler, bei dem wir die Ehre hatten, ihn 2022 auf dem RBF zu <a href="https://mostdope.tv/video/loyle-carner-inspiration-is-everywhere-video-interview">interviewen</a>.</em></p>



<div style="height:44px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Vier Tage kurz normal fühlen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während des <strong><a href="https://www.reeperbahnfestival.com">Reeperbahn Festivals</a></strong> wird ein Spotlight auf die Clubkultur von Hamburg geworfen. Clubs der Reeperbahn öffnen ihre Tore und für vier Tage fühlt sich die Hamburger Musikwelt kurz wieder in Ordnung an. Fans wird aber dieses Jahr aufgefallen sein, dass das Programm etwas kompakter geworden ist. Bevor sich jetzt alle aufregen, wollten wir kurz darüber sprechen, wieso. Denn das hat nichts mit einer Laune der Veranstalter*innen zu tun oder weil das Interesse der nationalen und internationalen Musikbranche auf einmal nicht mehr da ist. Nein, es wurden wie bei so vielen großartigen Projekten die Gelder gestrichen und das ziemlich massiv. Der Bund wird bis 2027 mehr als die Hälfte der Fördergelder streichen. Kultur ist laut Kulturstaatsminister <strong>Wolfram Weimer</strong> Ländersache und Hamburg soll das Defizit ausgleichen. Das kann die Stadt auch, aber nur bis zu einem gewissen Grad. Das Reeperbahn Festival ist nämlich nicht nur ein Musikfestival, sondern mittlerweile auch eines der wichtigsten Branchentreffs für die europäische Musikindustrie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie immer stellt sich hier leider auch die Frage, welche Kultur wird gefördert? Für die <strong>Bayreuther Festspiele</strong> wird der Etat erhöht, dem Reeperbahn Festival werden Gelder gekürzt. Müssen wir 2026 immer noch zwischen sogenannter Hochkultur und Populärkultur unterscheiden oder könnten die verantwortlichen Politiker*innen ihre <strong>Adorno</strong>-Bücher mal in den Schrank stellen (überspitzt, wir beziehen uns hier nur auf seine Abneigung gegenüber Popularmusik, die Kritik an der Kulturindustrie stellen wir ja selber auch), sich eine Scheibe bei <strong>Rosalía</strong> abschneiden und akzeptieren, dass Musik, egal welchen Genres, sich gegenseitig beeinflusst und Pop, Rock, Hip-Hop und Indie nicht weniger wert sind als Klassik.</p>



<div style="height:24px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Kate Nash - Famine (Official Video)" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/_Vvj3shK0rk?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption"><br><em>Künstlerin <strong>Kate Nash</strong> coverte im April diese politische Hymne von <strong>Sinéad O&#8217;Connor</strong>. Seit Jahren ist Nash nicht nur eine UK-Popikone sondern auch eine politische Aktivistin die sich unter anderem für die Rechte von Trans* Personen, Frauen, Black Lives Matter, Palästina und eben auch die sterbende UK-Clubszene einsetzt. 2024 spielte sie das Abschlusskonzert des RBF in der großen Freiheit.</em></figcaption></figure>



<div style="height:34px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Rückgrat stärken und Haltung zeigen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Grundsätzlich ist es zurzeit Jammern auf hohem Niveau, da das diesjährige Line-up immer noch groß und weit aufgefächert ist. Das Reeperbahn Festival ist und bleibt ein Festival, das man am besten ohne großartigen Plan erlebt. Nirgendwo sonst kann man in Europa gerade so viele gute junge Artists kennenlernen. Von daher sehen wir als Besucher*innen es erstmal noch als eine Chance, ein bisschen back to the roots zu kehren, zu den Anfängen des Festivals. Aber vielmehr sehen wir es auch als weiteres Zeichen für ein viel größeres strukturelles Problem, vor dem wir unsere Augen nicht verschließen wollen und dürfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist jetzt wichtiger denn je, unsere Rückgräter zu stärken und im Gym nicht nur den flachen Bauch und den Po zu trainieren. Denn nichts verbindet in dunklen Zeiten so sehr wie die Kunst. Wir sollten die Anzeichen sehen, denn sie existieren nicht nur in der Musikbranche, sondern auch in der Literaturszene und Medienwelt. Es ist auch nicht nur ein Hamburger Problem sondern ein europaweites (und leider noch darüber hinaus). Es kehrt eine ziemlich starke Zensurkultur (zu unserem Artikel geht es <a href="https://mostdope.tv/editorials/redeverbot-im-namen-der-freiheit">hier</a>) ein und &#8211; in Gefahr, dass wir zu sehr nach Alu-Hut-Verschwörung klingen, aber &#8211; Zensur, Kürzungen von öffentlichen Geldern für Kultur, wiederkehrender Heroin Chic in der Modewelt und der Anstieg von Faschismus gehen für gewöhnlich Hand in Hand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Konzert kann aus einem Saal fremder Menschen eine Gruppe machen, die gemeinsam singt, lacht, weint und tanzt. Nichts verbindet einander mehr und kaum etwas bringt so viele Gefühle von Glück, Freude und Zusammenhalt wie eine Live-Show zu besuchen. Egal, ob man alleine geht oder mit einer Gruppe von Freund*innen. Also bitte beim nächsten Konzert dieses Gefühl festhalten und es nicht für selbstverständlich halten. Das ist ein Gefühl, für das es sich lohnt zu kämpfen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Boko Yout - 9-2-5 (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/XafeGPGZPvg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption"><br><em><strong>Boko Yout</strong> ist eine unserer Lieblingsentdeckungen aus dem letzten Jahr. Die schwedische Band konnten wir auf dem RBF live im BETTY erleben.</em></figcaption></figure>
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		<title>Zehn Alben, die 2026 zehn Jahre alt werden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 10:04:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Für alle, die mal eben an ihr Alter erinnert werden möchten: Ja, 2016 ist schon zehn Jahre her und ja, Alben, die auch heute noch einen festen Platz in unserem Repertoire haben, sind es auch. Deshalb nehmen wir uns die Zeit, ein bisschen nostalgisch zu werden. Aber nicht im Sinne von „Damals war alles besser“, sondern eher im Sinne von: Diese 10 Alben haben die Musikszene eben auch die letzten 10 Jahre enorm geprägt. Also Füße hoch und Boxen lauter [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Für alle, die mal eben an ihr Alter erinnert werden möchten: Ja, 2016 ist schon zehn Jahre her und ja, Alben, die auch heute noch einen festen Platz in unserem Repertoire haben, sind es auch. Deshalb nehmen wir uns die Zeit, ein bisschen nostalgisch zu werden. Aber nicht im Sinne von „Damals war alles besser“, sondern eher im Sinne von: Diese 10 Alben haben die Musikszene eben auch die letzten 10 Jahre enorm geprägt. Also Füße hoch und Boxen lauter drehen, wir präsentieren unsere Favoriten aus 2016.</strong></p>



<div style="height:16px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">SXTN &#8211; Asozialisierungsprogramm (06.02.)</h2>



<p class="wp-block-paragraph">»Asozialisierungsprogramm« machte seinem Namen alle Ehre und sorgte 2016 für einen Durchbruch im Deutschrap. Mit ihrem Debüt-Projekt erkämpfte sich das damalige Newcomer-Duo aus <strong>Nura</strong> und <strong>Juju</strong> mit ihrem feministisch-kompromisslosen Rap einen festen Platz in einer (heut immer noch) stark von Männern dominierten Szene. Songs wie »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/3OSjGvo7Cv04JTfZaXnZaL?si=28d97126e4e7480a">Fotzen im Club</a>« legten den Grundstein für das Werk von Künstlerinnen wie <strong>Ikkimel</strong> und <strong>6euroneunzig</strong> und haben immer noch nicht an Relevanz verloren, wie u.a. das Reclaiming des Begriffs „Fotze“ zeigt.&nbsp;<br></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="SXTN - FTZN IM CLB (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/NH9HRlyos80?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:84px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Beyoncé &#8211; LEMONADE (23.04.)</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der <strong>SNL</strong> Sketch »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=ociMBfkDG1w">The Day Beyoncé Turned Black</a>« hat es 2016 zwar etwas überspitzt, aber ziemlich genau auf den Punkt gebracht. »LEMONADE« ist das Album, das sich am meisten von den vorherigen Projekten unterscheidet. Es ist vor allem das bis dato persönlichste Projekt von B, es ging weniger darum zu gefallen, denn wer bis dato noch nicht von ihrer Diskografie überzeugt ist, wird es auch in Zukunft sein. Beyoncé zeigt sich hier authentisch, verletzlich und ehrlich. Es geht um Betrug, Vergebung, Selbstliebe und die eigenen Wurzeln. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei experimentiert sie auf den 12 Tracks mit ihrem Sound und ebnet so den Weg für die aktuelle Trilogie bestehend aus »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=b2xLsCo8zmQ&amp;list=PLHFeMk_LSwG5VVTbOVIutGbA3PsGP0NPO&amp;index=1">RENAISSANCE</a>«, »COWBOY CARTER« und dem angeblichen Rock Projekt, das laut Gerüchteküche am 29. Mai erscheinen soll. »LEMONADE« ist ein No Skip Album, bei dem jeder Song trifft und uns im Ganzen auch nach dem 10.000. Mal hören noch zu Tränen rührt. Wenn man sich dann noch die Zeit nimmt und den Film guckt, ist eh Game Over. Unser Lieblingsalbum, an dem sich alle anderen Beyoncé Alben messen müssen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Beyoncé - Formation (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/WDZJPJV__bQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:81px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">KAYTRANADA &#8211; 99,9% (06.05.)</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Album, das den Sound ziemlich vieler anderer Artists um die Zeit beeinflusst hat. <strong>KAYTRANDA</strong> hat mit »99.9%« nicht nur ein Album veröffentlicht, das so perfekt seinen Stil definiert: Montreal trifft auf House und nostalgischen und gleichzeitig futuristischen R&amp;B, Hip-Hop und Breakdance Sound. Bis heute ist auf jeder Partyplaylist mindestens ein Song aus dem Werk vertreten. Aber das ganze Album am Stück ohne Unterbrechungen macht immer noch am meisten Spaß.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="KAYTRANADA - LITE SPOTS" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/KZnou4zthz4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:82px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Frank Ocean &#8211; blond (19.08.)</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor zehn Jahren schenkte uns <strong>Frank Ocean</strong> sein, bis jetzt, letztes offizielles Projekt. Er spielt mit vielen Einflüssen wie Gospelchor, Gitarrensolos und persönlichen Monologen. Ein Album, was den Sommer so schön verkörpert, obwohl er durchdrungen von Herzschmerz ist. Sei es mit »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=AE005nZeF-A">Ivy</a>« in denen Erinnerungen wach werden, »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=BME88lS6aVY">Self Control</a>«, wo man nicht loslassen möchte und »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=P18g4rKns6Q">Godspeed</a>«, in dem man es schafft sich doch auf eine bittersüße Art zu verabschieden. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Frank Ocean - Nikes" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/diIFhc_Kzng?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:90px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Mac Miller &#8211; The Divine Feminine (16.09.)</h2>



<p class="wp-block-paragraph">10 Songs, 52 Minuten und eine Reihe namhafter Features später lässt sich feststellen:            Ein <strong>Mac Miller</strong> mit rosaroter Brille, inspiriert von der großen Liebe, kreierte mit <strong>»The Divine Feminine«</strong> eines der romantischsten Hip-Hop-Alben der letzten zehn Jahre. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In Songs wie  <strong>»</strong>Dang!<strong>«</strong> (er)klingt diese Liebe laut und dringlich, als könne man nicht anders, als seine Gefühle der ganzen Welt mitzuteilen. In anderen Teilen des Albums trifft Mac Miller die leisen, schon fast andächtigen Töne des Verliebtseins und scheint stets bewegt zu sein von einer femininen Sinnlichkeit und Wärme. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mac Miller hat 2016, mit seinem damals vierten Studioalbum eine verspielte und liebevolle Traumwelt erschaffen, in die es sich auch eine Dekade später immer noch  lohnt zurückzukehren. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Mac Miller - Stay" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/5WU7oGiwiao?list=PLoXL8KeHXDAuQTylDlGxcTSJ9n2-PHwTK" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:83px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Solange &#8211; A Seat At the Table (30.09.)</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Spätsommer endete und der Übergang zum Herbst gab uns <strong>Solange </strong>mit ihrem dritten Album. Voller himmlischen Tönen des Funk, Gospel und Neo-Soul, widmet sie ihre Songs existenziellen Gedanken, wie Independence und Selbstheilung/Wiederentdeckung. Ausdrucksstarke Tracks wie  »Cranes in the Sky«, »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Njp2vaBzgto">F.U.B.U.</a>« und »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=tyRYwXHWAtM">Rise</a>« legen hierfür das Fundament. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Solange - Cranes in the Sky (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/S0qrinhNnOM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:80px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Trettmann &amp; KitschKrieg &#8211; KITSCHKRIEG VOL. 1-3  (29.01/11.05/26.10)</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Scheinwerfer auf die Kombination, die Deutschrap für einige Jahre den Stempel aufdrücken sollte: Exemplarisch ist es »KITSCHKRIEG 3«, das genannt wird, aber eigentlich ist es eine ganze EP-Trilogie, die den Start der Erfolgsgeschichte von <strong>Trettmann</strong> &amp; <strong>KitschKrieg</strong> markieren sollte. 2016 bleibt für immer in Gedanken etwas schwarzweiß verhangen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="TRETTMANN - ADRIANO (prod. KITSCHKRIEG)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/D9vHqGzOxiI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:83px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Shindy &#8211; Dreams (11.11.)</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Realität des Michael Schindlers“ oder auch »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/5YnLi6ZnTk2sq9a2goXZPS?si=xw0vqy-XS8S1cc0d7cl5AQ">DREAMS</a>« lässt sich von manchen wohl als Magnum Opus des deutsch-griechischen Rappers verordnen. Aufgenommen im 29. Stock des Berliner Waldorf Astoria findet man über 15 Tracks verteilt die tonale Manifestation von Wohlstand, Arroganz und Geschmack. Auf seinem dritten Studioalbum liefert <strong>Shindy</strong>, direkt im Anschluss an die Veröffentlichung seiner Biographie, einen verheißungsvollen Statusbericht. Von der schwäbischen Kleinstadt zur Präsidentensuite am Kudamm flutet »DREAMS« die Boxen mit Sample-Chops, Image-Rap und einer gewaltigen Portion Dekadenz. Apropos Boxen: Im Rahmen der Album-Promo, bewarb Shindy eine Album-Box mit dem angeblich teuersten <strong>EGJ</strong>-Boxinhalt jemals. Schlussendlich handelte es sich hier lediglich um einen geringwertigen Rucksack, der folglich für Aufruhr unter seinen Fans sorgte.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit seinem unverkennbaren Stil und legendären Featureparts vom Bietigheim-Bissinger Nachbar <strong>Rin</strong> oder dem mittlerweile Popstar <strong>Nico Santos</strong> stellt »DREAMS« einen Meilenstein in der Geschichte des 2010er-Deutschraps dar. Nichtsdestotrotz sollte man trotzdem den flächendeckenden misogynen Ausdruck Schindlers kritisch hinterfragen. Schlecht gealterte <strong>Bushido</strong>-Arafat-Lines sind übrigens auch vorhanden.</p>



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<div style="height:76px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Childish Gambino &#8211; Awaken, My Love (02.12.)</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit »Awaken, My Love« hat <strong>Childish Gambino</strong> ein aus einer anderen Zeit zu stammend scheinendes Soul-Album mitten in den 2010ern geschaffen. Unglaublich warmherzig singt Donald Glover über die tiefsten menschlichen Gefühle und zeigt nach Jahren von Hip-Hop Projekten mit einem Mal eine gänzlich andere Seite seiner schier unerschöpflichen Varietät.</p>



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<div style="height:81px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Little Simz &#8211; Stillness in Wonderland (16.12.)</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Album, mit dem wir <strong>Little Simz</strong> entdeckt und lieben gelernt haben. Die Londonerin war damals noch Anfang 20 und nicht ganz so feingeschliffen und versiert wie heute. Aber genau das macht das Album noch immer zu diesem Rohdiamanten. Wir werden entführt ins <strong>Wunderland</strong>, aber eben in das von Simz und nicht von Alice und eben mit den Problemen, die man hat, wenn man in den Ends aufwächst. Dazu kommen Features von <strong>Chronixx</strong>, <strong>SiR</strong>, <strong>Syd</strong>, <strong>Chip</strong>, <strong>Ghetts</strong> und vielen mehr. Großartig verdrehte, schräge Sounds und das Album, mit dem klar wurde: Auf diese Künstlerin müssen wir ein Auge behalten, denn sie kann Geschichten erzählen wie nur wenige andere.</p>



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<iframe title="Little Simz - Doorways + Trust Issues (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/gqu_fw7IDc0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/allgemein/zehn-alben-die-2016-zehn-jahre-alt-werden">Zehn Alben, die 2026 zehn Jahre alt werden</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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		<title>Jiggos weinen – Emotionale Neuverhandlung von Gangsta-Rap bei Ramzey</title>
		<link>https://mostdope.tv/editorials/jiggos-weinen-nicht-oder-doch-zur-emotionalen-neuverhandlung-von-gangsta-rap-bei-ramzey</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Lucie Winter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2026 11:45:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Editorials]]></category>
		<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschrap]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionalität]]></category>
		<category><![CDATA[Gangsta-Rap]]></category>
		<category><![CDATA[Grandmaster Flash & The Furious Five]]></category>
		<category><![CDATA[Hip-Hop]]></category>
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		<category><![CDATA[Ramzey]]></category>
		<category><![CDATA[Splash]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Shawty findet diesen klein’n Jiggo cool / Shawty will mich, doch ich bin nicht in der Mood…” So wie in diesen Zeilen der Single »Jiggos« inszeniert sich Ramzey häufig auf seinem letzten Album. Pünktlich zum Splash! 2025 erschienen, wurde »Jiggos weinen nicht« mit explosiver Moshpit-Energie auf den Deutschrap-Kosmos losgelassen. Doch inmitten aller Wucht wird etwas transportiert, das deutlich tiefer reicht und exemplarisch für einen faszinierenden Prozess im Gangsta-Rap steht. Authentizität und Ambivalenz Wer das Album komplett gehört hat, weiß: »Jiggos [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Shawty findet diesen klein’n Jiggo cool / Shawty will mich, doch ich bin nicht in der Mood…” So wie in diesen Zeilen der Single »Jiggos« inszeniert sich Ramzey häufig auf seinem letzten Album. Pünktlich zum Splash! 2025 erschienen, wurde <strong>»Jiggos weinen nicht«</strong> mit explosiver Moshpit-Energie auf den Deutschrap-Kosmos losgelassen. Doch inmitten aller Wucht wird etwas transportiert, das deutlich tiefer reicht und exemplarisch für einen faszinierenden Prozess im Gangsta-Rap steht. </strong></p>



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<iframe title="Ramzey &amp; Apsilon - Jiggos (prod. Yaze)" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/JXkOIpP_JKc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Authentizität und Ambivalenz</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wer das Album komplett gehört hat, weiß: »Jiggos weinen nicht« ist deutlich mehr als eine Ansammlung provokanter Abriss-Tracks zum Feiern. So sehr diese auch ihren Zweck erfüllen – von den insgesamt 14 Tracks ist mindestens die Hälfte von einer gegensätzlichen Energie geprägt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese ambivalente Zusammenstellung der Tracks macht klar: Die vorlauten Ansagen und Pöbeleien, die wir aus dem Rap kennen, sind bei <strong><a href="https://mostdope.tv/spotlights/ramzey-aus-frankfurt-ins-funkloch">Ramzey</a></strong> vor allem eins – eine bewusst inszenierte Pose. Neu ist dabei nicht die Pose selbst, sondern die Offenlegung ihres Konstruktionsprozesses.&nbsp;Ein Ansatz, der vor wenigen Jahren noch kaum vorstellbar im deutschen Rap gewesen wäre.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong><em><strong>Warum fick&#8217; ich diese Welt, aber habe euch alle lieb?</strong></em></strong></p>
<cite>»Warum«</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Doch warum genau kann Ramzey gerade mit einem Album, das von ambivalenten Aussagen geprägt ist, so erfolgreich im deutschen Rap sein und warum wirkt er genau deshalb authentisch? Wie hat sich der Deutschrap in den letzten Jahren in Bezug auf den klassischen Gangsta-Rap-Habitus verändert, und welchen Beitrag leistet »Jiggos weinen nicht«&nbsp; zur Erweiterung des Genres?</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Realness Reloaded</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Gangsta-Rap funktioniert seit jeher nach bestimmten Spielregeln. Bereits mit »<a href="https://open.spotify.com/track/4ZIw3JAHPjI57WvWW47lQT?si=7158753713d949de">The Message</a>« (1982) von <strong>Grandmaster Flash &amp; The Furious Five</strong> wird klar, worum es fortan gehen soll: harte Realität und soziale Ausweglosigkeit. Daraus entsteht das Gangsta-Rap-Mindset: Street Credibility, das Viertel als Herkunftsnachweis, Battle-Mentalität als Dauerzustand, getragen von einer bewusst überzeichneten Härte und maskuliner Dominanz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer über Hip-Hop spricht, kommt daher an einem Begriff kaum vorbei: Performance. Dabei geht es längst nicht nur um den Bühnenauftritt, sondern um die Art und Weise, wie Rapper:innen sich selbst entwerfen und nach außen tragen. Die Rap-Persona, die dabei entsteht, ist kein Kostüm für einen einzelnen Track, sondern ein langfristig aufgebautes Image, geformt durch Lyrics, Stimme und Attitude und wird von Release zu Release weitergeschrieben. Sie bewegt sich zwischen Selbstbild, Erwartungen und öffentlicher Wahrnehmung, wirkt über die Musik hinaus und entscheidet, ob&nbsp; Rapper:innen als „real“ gelten. Am Ende sind es die Fans, die darüber urteilen, wer authentisch ist und wer nicht.&nbsp;<br></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Ramzey - Brian (prod. yaze)" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/_3NDJPojyBc?list=OLAK5uy_mAOqiXcL6zuwuExwBFXOvAgtusX0RlLyU" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:24px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jiggos wein&#8217;n und hoffen, dass das keiner auf den Fotos merkt</strong></p>
<cite>»Viereck (Outro)«</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Überzeichnete Maskulinität fungierte lange als Grundbestandteil dieser Performance und damit als zentraler Ausdruck dessen, was unter „Realness“ verstanden wurde. »Jiggos weinen nicht« verdichtet diese Haltung zur eingängigen Parole. Ein Prinzip, das längst brüchig geworden ist. Im Outro kippt Ramzey die Pose schließlich selbst und unterläuft damit den eigenen Albumtitel: <em>„Jiggos wein&#8217;n und hoffen, dass das keiner auf den Fotos merkt </em>“. Endlich sagt’s mal jemand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">14 Tracks braucht es für diese Einsicht – ein ganzes Album, das von der Spannung zwischen Anspruch und Wirklichkeit getragen wird. Genauso lässt es sich auch hören: als Gegenüberstellung zweier Track-Modi: »Jiggos weinen nicht« und „Jiggos weinen doch”. Auf der einen Seite demonstrative Härte und emotionale Unnahbarkeit, auf der anderen eine unerwartet offene, beinahe verletzliche Sensibilität.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Pose als Schutzschild</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Auf formaler Ebene wird deutlich, dass Ramzeys Entwicklung innerhalb des Albums nicht nur als individuelle Reflexion zu verstehen ist, sondern als Anschwung einer schrittweisen Transformation innerhalb des Genres. Dabei ist er sich sehr bewusst, wie er mit den formalen Konventionen des Genres spielt. Schon der Auftakt mit »Warum« und »Warum.2« macht das deutlich. Rap lebt vom überzeugten Sprechen: Der Rapper weiß, behauptet, setzt. Zweifel oder offene Fragen haben hier strukturell kaum Platz. Umso bemerkenswerter, wie Ramzey genau diesen Rahmen aufbricht. Fast ausschließlich in Fragen formuliert, verdichten die beiden Tracks die Ambivalenzen des Albums nahezu programmatisch und lassen sich klar den beiden Track-Modi zuordnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">»Warum» eröffnet das Album als Vorgeschmack auf einen Gegenentwurf zur Gangsta-Gewissheit. Kurze Einblicke in Erschöpfung, Angst und Familie reichen, um den zentralen Konflikt hörbar zu machen. Der fließende Übergang in »Warum.2« führt zurück in die Pose. Der Beatwechsel markiert zugleich einen Habituswechsel: gleiche Persona, anderer Modus.<br><em>„Bitte sag mir, warum juckt mich nicht, was der macht?”</em> ist keine echte Frage, sondern demonstrative Gleichgültigkeit. Während »Warum« Unsicherheit offenlegt, dient »Warum.2« der Selbstvergewisserung und Abgrenzung. Im Warum-Duo schwankt Ramzey folglich zwischen <em>„Jiggos weinen…”</em> und nein, stopp, tun sie nicht,&nbsp; als sei er selbst noch nicht bereit, es ganz zuzugeben.&nbsp; Dabei bleibt es erstmal. Die nächsten Tracks halten an diesem Modus fest und machen deutlich, wie zuverlässig die Pose als Schutzschild greift.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf fast allen Tracks dieses Modus dominiert eine stark überzeichnete Hypermaskulinität, vor allem in Ramzeys Sprache über Frauen. Ein Topos, der im deutschen Gangsta-Rap zwar bekannt ist, dort aber meist hinter Hood-Referenzen und Gewaltinszenierungen zurücktritt. Bei Ramzey rückt er hingegen klar in den Vordergrund: In der Figur des Jiggos inszeniert er sich als überzeichneter Player, bei dem Status, Frauen und Geld zählen wie Punkte auf einem Scoreboard.</p>



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<iframe title="Ramzey - Holyfield/Supermane (prod. Yaze)" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/GXEjh-CJhEY?list=OLAK5uy_mAOqiXcL6zuwuExwBFXOvAgtusX0RlLyU" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:24px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong><em><strong>Hoes aus jedem Kontinent, mein Body-Count ist quasi World-Cup</strong></em></strong></p>
<cite>»Holyfield«</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Der Umgang mit Frauen wird inszeniert wie ein Spiel, inklusive Sportmetaphern: <em>„Ich hab&#8217; die gedribbelt”.</em> Gefühle werden dabei konsequent ausgeblendet und „regelkonform“ durch Geld, Ego und Distanz ersetzt. Erst später relativiert Ramzey diese Haltung, wodurch deren anfängliche Ablehnung fast trotzig wirkt: <em>„Was für ‚I love you‘, mach&#8217; ich nie wieder”.&nbsp;</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">Rap als Game &#8211; Jiggo als Spieler</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Player-Metapher bleibt nicht auf Beziehungen beschränkt, sie definiert auch Ramzeys Position als Rapper in der Szene – und zwar die des „Stammspielers”. Rap wird zum Spielfeld, die Konkurrenz zu Statisten: <em>„Picos sind auf Bank, ein wahrer Jiggo ist ein Stammspieler”.</em> Auch Gewalt fügt sich in diese Logik ein. Sie wird zwar klar artikuliert, bleibt jedoch überraschend dosiert und erscheint eher als kalkulierte Drohkulisse, etwa in<em> „Rapp’ auf dem Beat mit ’ner Nina am Grip” </em>oder <em>„Wenn es dieses Mal nicht klappt, ripp’ ich deine Whole Gang”</em>, ohne das Album erzählerisch zu dominieren. Statt klassischer Gewaltfantasien setzt Ramzey weiterhin auf Sport- und Battle‑Metaphern, wodurch Dominanz technisch, kontrolliert und spielerisch inszeniert erscheint.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade im Spannungsfeld zwischen Aussagen wie <em>„Heute zeig&#8217; ich Mittelfinger, très impoli</em>” und <em>„Eigentlich ist dieser Jiggo immer so lieb”</em> wird die Ambivalenz von Ramzeys Performance deutlich. Bewusst wechselt er zwischen diesen Rollen und deutet bereits in »VLT« an, welche Wendung das Album noch nehmen wird. <em>„Eigentlich schreib&#8217; ich nie solche Songs”,</em> gesteht er dort, „zu emotional“ und noch immer der Ex nachtrauernd:<em> „Fuck you, bitch, es tut mir leid”.</em></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Ist das real, oder kann das weg?</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mit »Amor» bricht die Pose endgültig ein und teilt das Album in zwei Hälften. Ramzey gesteht trotzig: <em>„Ich hab&#8217; Feelings für &#8216;ne Hoe …”</em><br>Zwar bleibt sie eine »Hoe«, doch er relativiert die Zuschreibung sofort: <em>„Ich glaub&#8217;, ich bin selber &#8216;ne billige Hure, ich hoff&#8217;, das kannst du überseh&#8217;n”.</em> Zwischen Lust und Liebe beginnt das klassische Player-Gehabe zu bröckeln, Verliebtheit und Verletzlichkeit treten offen hervor: <em>„Will mich nicht öffnen und wieder verlier&#8217;n, weil echte Feelings tun weh”</em>. In diesem Moment wird die Jiggo-Rolle neu definiert – nicht mehr über Abgeklärtheit, sondern über Selbstreflexion: <em>„Nur ein echter Jiggo checkt so Insecurities”.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Outro zieht Ramzey die Konsequenz und diagnostiziert sich selbst als <em>„Ein Overthinker, der auch oversharet”.</em> Das Dogma »Jiggos weinen nicht«, ein zentrales Element hegemonialer Rap-Männlichkeit, wird damit endgültig als Inszenierung entlarvt. Entscheidend ist dabei nicht das Fehlen von Emotion, sondern ihre gezielte Verdrängung aus der Repräsentation.<em>„Einsicht kommt immer zu spät”,</em> gesteht Ramzey. Für seine mittlerweile Ex-Beziehung mag das zutreffen, doch für das Album und seine Wirkung im Kosmos kommt sie genau zum richtigen Zeitpunkt. Authentizität entsteht hier aus Ehrlichkeit. Dies macht uns zu Zeugen einer schrittweisen Neukodierung des deutschen Gangsta-Rap, in dem Zweifel, Ängste und Überforderung zunehmend zur neuen Wahrheitsinstanz werden. Mit: <em>„Doch eigentlich viel schlimmere Probleme, die erzähl&#8217; ich auf dem nächsten Tape”</em> gibt Ramzey ein Versprechen: Die Dekonstruktion der Pose ist noch lange nicht abgeschlossen. Und ich glaube, ich spreche für uns alle, wenn ich sage: Wir bleiben gespannt.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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		<title>Lavz ist Indie to the Core und gestaltet die Szene neu</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannah Wietbrock]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 15:47:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wer die größeren UK-Releases von weiblichen Artists der letzten Jahre verfolgt hat, wird bestimmt Alben wie »My 21st Century Blues« von RAYE, »NO, THANK YOU« oder »Lotus« von Little Simz oder »We Go Again« von ENNY oder »What A Devastatiing Turn of Events« von Rachel Chinouriri auf dem Schirm haben. Obwohl all diese Projekte musikalisch in unterschiedliche Richtungen gehen und unterschiedliche Genres repräsentieren, verbindet sie jedoch alle etwas: eine ziemlich große Wut und Überdrüssigkeit über ein sehr tiefsitzendes Problem der [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wer die größeren UK-Releases von weiblichen Artists der letzten Jahre verfolgt hat, wird bestimmt Alben wie »My 21st Century Blues« von RAYE, »NO, THANK YOU« oder »Lotus« von Little Simz oder »We Go Again« von ENNY oder »What A Devastatiing Turn of Events« von Rachel Chinouriri auf dem Schirm haben. Obwohl all diese Projekte musikalisch in unterschiedliche Richtungen gehen und unterschiedliche Genres repräsentieren, verbindet sie jedoch alle etwas: eine ziemlich große Wut und Überdrüssigkeit über ein sehr tiefsitzendes Problem der Musikindustrie – eine Industrie, die bewiesenermaßen sexistisch und rassistisch ist und somit vor allem Frauen gerne nur in einem bestimmten Format abbildet. </strong><br><strong>Für diejenigen, die dazwischenstehen, also BIPoC oder queere Frauen oder – god forbid! – queere BIPoC-Frauen, bedeutet es doppelt so viele Hürden und doppelt so viel Arbeit, um nicht mal die gleiche Anerkennung zu bekommen. Zudem leben wir in einer modernen Welt, die gesteuert wird von Social Media, Streamingplattformen und Algorithmen. Wenn wir uns angucken, wer wirtschaftlich Anteile an diesen Plattformen besitzt, reden wir hier nicht über neutrale Algorithmen, die tatsächlich unserem Geschmack dienen.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="684" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Big-Weekend-2024-BBC-Introducing-Artist-Portraits-Credit-@bbcintroducing-@samnahirny-9-684x1024.jpg" alt="" class="wp-image-20678" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Big-Weekend-2024-BBC-Introducing-Artist-Portraits-Credit-@bbcintroducing-@samnahirny-9-684x1024.jpg 684w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Big-Weekend-2024-BBC-Introducing-Artist-Portraits-Credit-@bbcintroducing-@samnahirny-9-200x300.jpg 200w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Big-Weekend-2024-BBC-Introducing-Artist-Portraits-Credit-@bbcintroducing-@samnahirny-9-scaled.jpg 1710w" sizes="(max-width: 684px) 100vw, 684px" /><figcaption class="wp-element-caption">Lavz by Sam Nahirny</figcaption></figure>



<div style="height:58px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl fast jede Person mit einem Laptop Musik machen und veröffentlichen kann, ist es dennoch fast nie so schwierig gewesen, aus der Masse an Artists hervorzustechen. Wir haben in den UK nicht mehr das Phänomen von Artists wie <strong>Arctic Monkeys</strong> oder <strong>Lily Allen</strong>, die in den Noughties quasi durch <strong>MySpace</strong> über Nacht weltweiten Erfolg erlangt haben. Wir haben aber auch nicht mehr das Novum, das Grime-Musik mit sich gebracht hat, dieser DIY-Ethos, der aus unbekannten Artists wie <strong>Dizzee Rascal</strong> und der nachfolgenden Drill-Generation internationale Stars gemacht hat. Heute läuft eigentlich alles über TikTok (oder für die Älteren, mich eingeschlossen, einen Tag später über Instagram). Aber was hat das für Auswirkungen auf Indie-Künstler*innen? Was heißt das für Artists, die DIY sind, genug Talent haben, aber eben von ganz unten in der breiten Masse anfangen müssen, ohne große Hilfe oder Backup von einem Label?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was all diese Künstlerinnen aber auch verbindet, ist die Art, in der sie Musik veröffentlicht haben, nämlich über viele Umwege und mit wenig Unterstützung von klassischen Major-Labels. Die Londoner Indie-Künstlerin Lavz steht gerade vor diesem riesigen Berg an Problemen, Fragen, aber auch endlosen Möglichkeiten. Wir haben zuerst im Januar 2025 mit ihr gesprochen und nun nach einem Jahr noch mal eine Art <strong>Vanity Fair</strong>-Check-up à la <strong>Billie Eilish</strong> gemacht, um zu gucken, was in einem Jahr alles so passiert ist. Die Veröffentlichung ihrer neuen EP »<a href="https://itslavz.bandcamp.com/album/kaos-on-saturn">Kaos on Saturn</a>« wollten wir einmal als Anlass nehmen, um zu schauen, wie es ihr persönlich ergangen ist und was es aktuell eigentlich bedeutet, sich als Frau musikalisch zu verwirklichen.<br></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Indie to the Core, aber was bedeutet &#8220;Indie&#8221; heute eigentlich?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aber zu Anfang erst mal die wichtigste Frage zum Vokabular: „Indie“ – ein Wort, das in der Musikbranche ähnlich ausgelutscht ist wie „Authentisch“. Zum einen wird damit das Genre Indie-Rock-Musik bezeichnet, in diesem Fall geht es aber um zwei andere Aspekte. Zum einen geht es hier um den Status des Artists an sich: Ist die Person bei einem Label unter Vertrag? Und auch hier gibt es wieder Unterschiede zwischen Major-Labels wie Warner oder Sony oder halbwegs Indie-Labels wie z.B. <strong>AWAL</strong> oder <strong>Human Re Sources</strong>, die einen Vertrag mit Artists wie Little Simz, RAYE oder <strong>CMAT</strong> haben und von Distribution über Management unterschiedliche Pakete anbieten. <br>Die Artists sind dann technisch gesehen noch unabhängig mit einem eigenen Label, bekommen aber eben Hilfe in gewissen Bereichen der Branche. Diese Firmen sind dann wie ein Dienstleister für die Artists und lassen ihnen deutlich mehr Freiheit, als ein Major-Label es tun würde. Allerdings gehören beide Beispielfirmen wiederum zu <strong>Sony Music Entertainment</strong>. Es gibt also schon eine gewisse Verbindung zu den drei Major-Labels, die den globalen Markt beherrschen, aber eben über drei Ecken und nicht direkt.<br><br>Zum anderen gibt es dann Artists wie Lavz, die keinen Distributionsdeal und keinen klassischen Plattenvertrag mit einem Major- oder Indie-Label haben. Lavz ist das, was wir als richtige Indie-Künstlerin bezeichnen würden: Sie produziert, veröffentlicht und vermarktet ihre eigene Musik. Klar gibt es da auch künstlerische Kollaborationen mit Producern und anderen Artists, aber niemanden, der ihr Entscheidungen abnimmt oder sich um das Organisatorische kümmert. <br>2025 hat Lavz sich als „Indie to the Core“ beschrieben, weil ihr die kreative Freiheit als unabhängige Künstlerin wichtiger war als ein Vertrag mit einem Major. Vor allem hat sie damals abgeschreckt, dass Artists bei solchen Labels als „Paket“ vermarktet werden – mit Songs, die dafür gemacht sind, der Masse zu gefallen und dadurch fast ein bisschen abgemildert sind und sich zu ähnlich anhören. Als würde man einen richtig leckeren, frisch gepressten Saft mit Wasser verdünnen. Funktioniert, um Kinder reinzulegen, mehr zu trinken, aber auf Dauer ist das nicht richtig befriedigend.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Lavz hat sich die Einstellung zum Unabhängig sein etwas geändert, aber vor allem auch, weil der Begriff nicht mehr so greifbar ist wie früher: „Ja, ich denke, ich bin immer noch Indie. Aber dann frage ich mich, was ist heutzutage die Definition von unabhängig? Denn es wird irgendwie so vermarktet, dass man sich abrackert und alles neben dem Leben und den Verpflichtungen jongliert und sein Ding durchzieht.“ Außerdem bemerkt Lavz diese neue Struktur, in der wir leben. Artists haben mittlerweile mehr Möglichkeiten, ihren eigenen Idealen treu zu bleiben und trotzdem Unterstützung von einem Label oder einer Distributionsfirma zu bekommen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Lavz - Under The Sun (BBC Introducing at Radio 1&#039;s Big Weekend 2024)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/vrWDdtQC_uQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:49px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>6x work – die Romantisierung des abmühenden Künstlers ist gar nicht so wirklich romantisch</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was sich bei Rihanna noch nach Spaß und Girlboss-Energie angehört hat, ist im richtigen Leben für Künstlerinnen – egal aus welchem Medium – nicht mehr ganz so witzig. Lavz beschreibt es als „abrackern“ und hat diese Work/Life/Art-Balance jahrelang mitgemacht. Als wir zuerst mit ihr gesprochen haben, hat sie freiberuflich als Special-Effects-Technikerin für Musikerinnen gearbeitet. Sie war damit verantwortlich für Special Effects wie Konfetti oder Pyrotechnik bei Konzerten. Dann hat sie noch Workshops für jüngere Menschen, Kinder und Teenager gegeben und ihnen quasi Musik beigebracht: Songs schreiben und zum Teil sogar Musiktherapie. Ganz nebenbei war sie dann selbst noch Künstlerin und hat eigene Musik aufgenommen. Der Job als Technikerin war aber der, der alles andere finanziert hat – eine Tatsache, die große Resonanz findet. <br>Im Januar 2025 war Lavz Ende Zwanzig und spiegelt damit ziemlich perfekt die moderne Hustler-Generation wider: Wir wollen nicht einen Vollzeitjob haben, der alles einnimmt und uns eventuell am Wochenende Zeit lässt, kreativ zu sein – wenn man nicht zu kaputt ist von der Woche oder die kurze Freizeit schon mit sozialen Verabredungen vollgepackt hat, wie Lavz es auch in ihrem Freundeskreis beobachtet. Die Alternative ist es also, Teilzeitjobs zu haben, aber ein Teilzeitjob kann nicht wirklich die enormen Lebenskosten decken. Denn auch London als Stadt ist nicht günstiger als Hamburg oder Berlin. Also muss noch ein Zweit- oder Drittjob her. Immerhin war der von Lavz schon in der Musikszene, aber dabei ging es eben nicht um ihre eigene Musik, sondern die von anderen. Zwischen den vielen Jobs arbeitet man auf einmal also mehr als vorher und hat noch weniger Zeit und – noch wichtiger – Energie, um sich mit der eigenen Musik zu befassen.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Lavz war das eine der größten Veränderungen dieses Jahr: „[…] ich hatte das Gefühl, dass mir das keinen Raum ließ, an meiner eigenen Kunst zu arbeiten. Und ich habe die negativen Auswirkungen davon gesehen. Eigentlich muss ich Dinge erschaffen, ich muss meinen Lebensunterhalt verdienen. Aber ich muss auch, für meinen eigenen Verstand und meinen Ausdruck, Kunst machen. Was auch immer ich also tue, um mich zu finanzieren, muss mir diesen Raum lassen. Also dachte ich mir Ende letzten Jahres tatsächlich: Weißt du was? Dieses Jahr, 2026, werde ich mir eine kleine Auszeit davon nehmen und mich auf andere Aufträge konzentrieren, die mir den Raum und den Platz geben, das zu tun, was ich liebe. Und ich denke, weil ich ein bisschen Musikpädagogik mache […] das nährt diese Seite von mir, während ich gleichzeitig als Künstlerin aktiv bin. Ich denke also, das ist eher das Spektrum dieses Jahr, wie es für mich aussieht.“ Ein Schritt, der aber auch viel Mut verlangt, weil man das Beständige und Sichere gegen etwas Erfüllendes, aber auch sehr Unbeständiges eintauscht.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig ist auch, dass wir uns in Erinnerung rufen, dass Lavz einen Großteil der Artists widerspiegelt, die Musik veröffentlichen und weniger als tausend Hörer*innen pro Woche oder sogar Monat haben. Wenn man bedenkt, dass Artists pro Stream weit unter einem Cent verdienen und davon häufig noch etwas an Labels, Management &amp; Co. abgeben müssen, ist schnell klar, warum hier niemand davon leben kann. Ein Grund, wieso Artists wie James Blake mittlerweile ihre eigene Streamingplattform gründen, um diesen unfairen Verhältnissen entgegenzuwirken.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>KI – Die Konkurrenz aus der Tiefe</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine der wohl größten Veränderungen im letzten Jahr war die Entwicklung mit KI – ein Thema, das wir beim letzten Mal noch gar nicht besprochen hatten, weil es keinen Bedarf gab und scheinbar aus dem Nichts (für alle außerhalb der Tech-Branche) gekommen ist und alles vereinnahmt hat. Die Streaming-Plattform <a href="https://newsroom-deezer.com/2025/04/deezer-reveals-18-of-all-new-music-uploaded-to-streaming-is-fully-ai-generated/"><strong>Deezer</strong></a> veröffentlichte im April letzten Jahres einen Bericht, dass fast 18 % der neu hochgeladenen Inhalte durch KI erstellt wurden, das sind ca. 20.000 Lieder, die komplett durch KI erschaffen wurden. Im Januar des gleichen Jahres waren es nur 10 %. Selbst BBC Introducing, über dessen Reihe wir auch auf Lavz gestoßen sind, hatte auf einmal einen KI-Song im Radioprogramm. <br>Etwas, das Lavz vor allem auch in ihrer Arbeit mit Jugendlichen mitbekommt, weil einer der Teilnehmenden in ihrem Kurs einen KI-Song präsentiert hat: „Ich musste sogar einen meiner Teilnehmer, der KI benutzt, um einfach kleine Songs und so zu machen, sanft in eine andere Richtung lenken. Er hat nichts veröffentlicht, aber es ist einfach so: Oh ja, ich habe einen Song gemacht, und ich denke mir, in meinem Kopf&#8230; Ich denke: Das ist KI […]. Aber wir schreiben den Song hier gemeinsam in diesem Raum. Hier ist das Instrument, mit dem wir arbeiten. Lass uns sehen, wie du zu dem, was schon da ist, etwas beitragen kannst. […] Die Inspiration, die wir daraus ziehen, ist nicht&#8230; sie ist nicht greifbar. Es geschieht durch unsere gelebten Erfahrungen. Durch die Dinge, die wir hören, sehen, als ob wir es fühlen. Eine Maschine wird das niemals können.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Lavz ist das undenkbar und gibt der Szene und Artists aber auch eine neue Chance. Denn da, wo KI nicht punkten kann, nämlich live, haben Artists die Chance, durch Auftritte richtige Emotionen und Verbindungen zu Fans aufzubauen, die zunehmende KI wird laut Lavz: „Nachfrage danach schaffen, dass mehr Menschen gemeinsam in Räumen sind, in Gemeinschaft, und Dinge live erleben und zwar kein Hologramm, sondern die Person steht vor mir. Ich kann den Schweiß auf ihrer Stirn sehen.“ Das bestätigen auch die Touren von den bereits erwähnten Artists: Little Simz und ihre Lotus Tour, bei der die Hälfte der Show auf einmal wie zu einem riesigen Rave wurde, weil Simz am DJ-Pult stand. RAYE, die live »Ice Cream Man« in der Royal Albert Hall performt und uns zum Weinen bringt. <strong>Charli xcx</strong>, die nach Jahren in der Szene endlich ihren Moment hatte und mit brat die Welt erobert. <strong>Doechii</strong>, die uns in ihre »Alligator Bites Never Heal«-Welt eintauchen lässt. <br>Authentische menschliche Erfahrungen, die aber auch wichtige Repräsentationen für Indie-Artists wie Lavz sind: „für Doechii war es eine sensationelle Zeit. Und ich finde, das ist ein guter Bezugspunkt für mich. Das ist eine queere Schwarze Frau. Noch dazu dunkelhäutig. Und sie rockt es total.“ Auch wenn der Weg dorthin zwar deutlich schwieriger ist, sind dies alles Erfolgsgeschichten die jungen Artists zeigen das es andere Wege gibt und es neben der Eintönigen KI-Masse auch noch Platz für Individualität und Einzigartigkeit gibt. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Frausein in einem chaotischen Universum.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Alles Erfahrungen, zu denen es in Lavz’ Werdegang durchaus Parallelen gibt. Ihre neue EP »Kaos on Saturn« ist inspiriert von der <a href="https://www.youtube.com/shorts/JoXUa61ol_w">Saturn-Rückkehr</a> und den damit verbundenen großen Veränderungen in Lavz’ Leben: „Dein Saturn- Return ist im Grunde der Punkt im Leben, wo es heißt: Okay, so war dein Leben bis jetzt. Als würde das Leben dir die Leviten lesen. Das Universum liest dir die Leviten. Bist du wirklich glücklich mit dem, was du tust? Wie du dich zeigst? Die Dinge, an die du glaubst, harmonisieren die noch mit dir? Es ist irgendwie wie ein großer Check-in, den ich mit mir selbst hatte. Und aus diesen Momenten heraus begannen sich die Songs zu formen. Frausein sieht für mich also so aus: mein authentischstes Ich. Sich zeigen. Ohne Entschuldigung.“ Es ging ihr vor allem auch darum, mit den wiederkehrenden Mustern zu brechen und nicht alles hinzunehmen, wie es kommt. Floskeln wie: „Es ist wie es ist“ oder „Alles hat seinen Grund“ – genau mit dieser Mentalität brechen, den eigenen Rhythmus wiederfinden und vor allem Gleichgesinnte finden und etwas Neues aufbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geschafft hat sie das vor allem durch viel Reflexion, aber auch durch drastische Schritte: die Sicherheit ihres Jobs zum großen Teil aufgeben und dafür die ganze Energie in die eigene Musik stecken. „Das Leben rief mich einfach dazu auf, bestimmten Dingen Aufmerksamkeit zu schenken und vielleicht ein paar Sachen nicht mehr schleifen zu lassen, die ich bisher ignoriert hatte, oder Dinge anzugehen, die ich vermieden habe.“ Unterstützung hatte sie dabei von langen Weggefährten wie Producer <strong>Hurricane</strong>, der aus dem gleichen Viertel kommt wie sie, aber auch von neuen Bekanntschaften, die sie per Zufall im Studio getroffen hat, wie <strong>David Ariza</strong>, wo der Vibe-Check einfach stimmte und man spontan zusammen einen Song aufnehmen konnte. Eine Erfahrung, die auch nur möglich war, nachdem Lavz ihren Lebenswandel geändert hatte.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Brand New Day (prod. Hurricane) [Visualiser]" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/3Xohs-OKI8w?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:35px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die EP behandelt all diese Themen, die sie schon länger mit sich trägt. Den Anfang macht »Under The Sun«, ein Lied, bei dem Lavz die Morde an <strong>George Floyd</strong> und <strong>Sarah Everard</strong> verarbeitet hat: &#8220;Dabei sollten wir unsere eigene Kraft nicht vergessen und nicht vergessen, auf uns selbst zu achten, während wir gegen diese Dinge kämpfen. Gegen diese Systeme kämpfen. Sogar die Redewendung &#8220;unter der Sonne&#8221; deutet auf diesen Kreislauf hin. Du hast das schon einmal gesehen. Es ist nur anders verpackt.“ Ein ziemlich schwerer Einstieg. Obwohl die EP musikalisch sehr jazzig und fast schon lo-fi angehaucht ist, sollte einen das nicht ablenken von dem, was gesagt wird. <br>Der erste Track bleibt nicht der einzig schwere. Lavz verarbeitet in ihren Songs Beziehungen, die vorbeigehen, weil eine Person sich nicht weiterentwickelt. Auf dem dritten Track »<a href="https://itslavz.bandcamp.com/track/backpack">Backpack</a>« verarbeitet sie dann quasi alles, was vorher passiert ist, und diesen riesigen Ballast, den sie wie einen Rucksack mit sich trägt: „Ich kann nicht mit leichtem Gepäck reisen, wenn ich wortwörtlich all das Zeug mitschleppe, das ich mich weigere loszulassen. Ich möchte zwar weitergehen, aber an diesem Punkt bin ich daran gewöhnt, es zu tragen.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Abgeschlossen wird »Kaos on Saturn« durch die Tracks »Brand New Day« und »<a href="https://itslavz.bandcamp.com/track/reside-ft-tori-cross">Reside</a>«. Es geht um neue Chancen, um neue Liebe und darum, neue Energien kennenzulernen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben Lavz quasi ein Jahr begleitet, auch mit der EP. Es geht um ihre persönliche Reise, die große Resonanz finden sollte, weil es so viele Parallelen zum eigenen Leben gibt. Es ist sicherlich kein einfacher Schritt, aber Lavz hat ihn getan und sich einmal gefragt, wo sie gerade steht und wo sie eigentlich hinwill. Dafür musste sie Opfer bringen und hat aber auch einiges gewonnen. Sie hat Frausein für sich definiert, und das bedeutet für sie, kompromisslos sie selbst zu sein – in einer Industrie, die das nicht gerade zu schätzen weiß. Aber wer »Kaos on Saturn« hört, wird wissen, dass es sich lohnt. Und für Lavz und auch für uns hat das Jahr gerade erst angefangen. Vielleicht sollten wir uns das alle einmal zu Herzen nehmen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/lavz-ist-indie-to-the-core-und-gestaltet-die-szene-neu">Lavz ist Indie to the Core und gestaltet die Szene neu</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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		<title>Von »Haut wie Pelz« zu »Glanz Null« &#8211; der Bogen wird weitergespannt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Aslı Köroğlu]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Feb 2026 19:16:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Editorials]]></category>
		<category><![CDATA[Spotlights]]></category>
		<category><![CDATA[Apsilon]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschrap]]></category>
		<category><![CDATA[Hip-Hop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Apsilon hat sein neues Album angekündigt und plötzlich fühlt sich alles vertraut und gleichzeitig offen an. Kein lauter Knall, kein künstlicher Neustart, sondern diese leise Gewissheit, dass die Geschichte weitergeht. Nach »Haut wie Pelz« wirkt »Glanz Null« weniger wie ein nächster Release als wie das nächste Kapitel eines Künstlers, der Hip-Hop nicht nur macht, sondern denkt. Ein neues Kapitel, kein Zufall »Glanz Null« soll am 24. Juli 2026 erscheinen und schon die Art der Ankündigung fühlt sich an wie ein [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Apsilon hat sein neues Album angekündigt und plötzlich fühlt sich alles vertraut und gleichzeitig offen an. Kein lauter Knall, kein künstlicher Neustart, sondern diese leise Gewissheit, dass die Geschichte weitergeht. Nach »Haut wie Pelz« wirkt »Glanz Null« weniger wie ein nächster Release als wie das nächste Kapitel eines Künstlers, der Hip-Hop nicht nur macht, sondern denkt.</strong><br></p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Ein neues Kapitel, kein Zufall</h3>



<p class="wp-block-paragraph">»Glanz Null« soll am 24. Juli 2026 erscheinen und schon die Art der Ankündigung fühlt sich an wie ein Statement und nicht wie ein bloßer Release-Termineintrag. Der Prolog auf seinen Kanälen, das stückweise Auslegen von Symbolik und Gefühl. Das ist kein klassisches Marketing, das ist ein Konzept, ein Fortsetzen einer Geschichte, die seit seinen EPs und seinem Debüt »Haut wie Pelz« langsam gewachsen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was hier passiert, ist nicht einfach ein Albumwechsel, sondern die nächste Etappe in der Entwicklung einer Stimme, die längst mehr ist als nur Rap, sondern ein sozialer Kommentar in Sound und Lyrik.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum »Glanz Null« wie eine Fortsetzung wirkt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Apsilon ist schon lange nicht mehr dieser geheimnisvolle Insider-Favorit aus Moabit, der 2021 mit »Sport/Ich leb« startete und sich über EPs wie »Gast«, »32 Zähne« und »Blei« hochgearbeitet hat. Seine Texte haben immer schon die Schichten der Gesellschaft freigelegt wie Rassismus, Klassengesellschaft, Selbstzweifel und emotionale Verletzlichkeit und dabei diese Balance gefunden zwischen direkter Analyse und Poetik.<br></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Apsilon - Köfte (prod. Jan van der Toorn)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/jSwJaCsSD8s?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:24px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">»Haut wie Pelz« hat diese Sprache auf Albumlänge erstmals voll erforscht. Weniger roh vielleicht als Frühwerke, aber dafür reifer, tiefer, mit Features, die zeigen, dass Apsilon verstanden hat, wie man kritisches Bewusstsein und musikalische Zugkraft verbindet.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau dort setzt »Glanz Null« als Weiterdenken an. Es ist, als würdest du ein Buch lesen, das du schon kennst, und plötzlich gehen alle Hinweise aus den ersten Kapiteln auf. Sein nächster Schritt fühlt sich deshalb nach einem organischen Fortschritt an.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dieses Land frisst meine Leute seit den 70ern<br>Redet dann von Toleranz und Freiheit, verpiss dich ma&#8217;</strong></p>
<cite>Apsilon &#8211; »Ich leb«</cite></blockquote>



<h3 class="wp-block-heading">Was wir erwarten dürfen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt, wo ein neues Werk ansteht, sind die Erwartungen hoch. Die erste Single »Weg hier raus« ist schon am Freitag gefallen und allein der Titel klingt wie ein Ruf aus dem Innersten. Raus aus alten Mustern, raus aus dem Status-Quo, raus aus der Komfortzone des Sounds. Genau das ist Apsilons Kraft. Er rappt nicht nur über Wut und Widerstand, jedoch über Wege daraus.<br></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Apsilon - Weg hier raus (prod. Arman, Bazzazian, Bijan - Official Video)" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/s5yazwz_0WA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man hört, wie er auf Tracks wie »Grau« mit Paula Hartmann tiefe Sehnsucht und Reflexion zusammenbringt oder wie »Baba« gesellschaftliche Masken enttarnt, dann weiß man, dass er nicht stehen bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau das macht uns jetzt schon heiß auf den Sommer!</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Die meist erwarteten Deutschrap-Alben 2026</title>
		<link>https://mostdope.tv/editorials/diese-deutschrap-alben-erscheinen-2026</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Matthi Hilge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Jan 2026 15:37:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Editorials]]></category>
		<category><![CDATA[2026]]></category>
		<category><![CDATA[257ers]]></category>
		<category><![CDATA[6EURONEUNZIG]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Welche Alben stehen im Deutschrap für 2026 an? Einige sind bereits seit längerer Zeit angekündigt, andere ganz frisch. Über wiederum andere lässt sich aufgrund einiger Hinweise nur spekulieren – Titel oder Erscheinungsdaten fehlen aber noch. Einige sind die langersehnten Nachfolger von alten Klassikern, andere die Debüts von aufstrebenden Künstler*innen. Fest steht nur: Auch 2026 wird der Deutschrap wieder einige hoch gehandelte Werke in seinen Händen halten können. Diese Liste gibt einen ersten Überblick über die bisher bekannten Alben sowie einige [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welche Alben stehen im Deutschrap für 2026 an? Einige sind bereits seit längerer Zeit angekündigt, andere ganz frisch. Über wiederum andere lässt sich aufgrund einiger Hinweise nur spekulieren – Titel oder Erscheinungsdaten fehlen aber noch. Einige sind die langersehnten Nachfolger von alten Klassikern, andere die Debüts von aufstrebenden Künstler*innen. Fest steht nur: Auch 2026 wird der Deutschrap wieder einige hoch gehandelte Werke in seinen Händen halten können. Diese Liste gibt einen ersten Überblick über die bisher bekannten Alben sowie einige Mutmaßungen. </strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<h1 class="wp-block-heading">Alben, die fest angekündigt sind</h1>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Diese Alben haben schon ein Releasedatum und einen Namen.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">6euroneunzig &#8211; Fotzen an die Macht (06.02.2026)</h2>



<p class="wp-block-paragraph">2026 soll ihr Jahr werden: Die Jobs sind gekündigt, die erste eigene Headliner-Tour steht an und das Tape ist fertig. <strong>6euroneunzig </strong>sind bereit für alles, was da noch kommen soll und pressen ihren von Selbstermächtigung, Provokation und Feierlaune geprägten Rap auf ein ganzes Projekt. »Fotzen an die Macht« ist dementsprechend auch der gewählte Titel, der dieses ganze Vorhaben ziemlich gut einfängt.</p>



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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">257ers &#8211; HRNSHN 2 (27.02.2026)</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr 2012er Album »HRNSHN« ist eine kleine Zeitkapsel dessen, wie Rap Anfang der 2010er Jahre häufig aussah: Klamauk, Punchlines en masse und Mutterwitze in jeglicher Form. Die <strong>257ers </strong>haben die Clownrap-Ära mindestens mal geprägt und sich von diesem Album aus (damals noch zu dritt) ihren eigenen Weg in den Deutschrap-Zirkus geebnet, dem sie später noch Songs wie »Holz« oder »Holland« schenken sollten. Mit »HRNSHN 2« folgt 14 Jahre später der Nachfolger zu dem vielleicht wichtigsten, wenn auch nicht größten Werk der 257ers.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="257ers - Kopfstösse" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/_pm1ylDjxOE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Levin Liam &#8211; Pech (07.03.2026)</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sein im September 2024 erschienenes Debütalbum »gesicht verlieren« hat <strong>Levin Liam</strong> endgültig ausverkaufte Touren, Streaming-Rekorde und nicht endende Lobeshymnen beschert. Ein richtiger Albumkünstler, eine ja beinahe auszusterben scheinende Art, das ist der Hamburger ganz augenscheinlich. Weiter geht&#8217;s deshalb nun mit seinem zweiten Album »Pech«, das mit dem Würfel(un)glück auf dem Cover und Vorabsingles seinem Vorgänger in nichts nachstehen soll.</p>



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<iframe title="Levin Liam - Hunde" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/u9qAmV0EUlk?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Audio88 &amp; Yassin &#8211; Zeit zu sterben (20.03.2026)</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Soloalben von sowohl <strong>Yassin </strong>(2023) als auch <strong>Audio88 </strong>(2025) ist es jetzt wieder Zeit für ein gemeinsames Album des Deutschrap-Duos &#8211; das siebte an der Zahl. Die ersten Singles versprechen schon wieder wie gewohnt bissige, gesellschaftseinfangende Zeilen noch und nöcher. Doch eine Besonderheit hat sich <strong>Team Normale Musik</strong> doch einfallen lassen: Auf Vinyl kommt »Zeit zu sterben« schon am 20. März, im Streaming erst zwei Monate später.</p>



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<iframe title="Audio88 &amp; Yassin - KOMM RAN (prod. The Krauts)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/RI-ZxD1cask?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<h2 class="wp-block-heading">Fabian Römer &#8211; Selbstgespräche (25.04.2026)</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beinahe sieben Jahre ist es her, dass <strong>Fabian Römer</strong> fka <strong>F.R.</strong> sein letztes Album »L_BENSLAUF« veröffentlicht hat. Nach vier Singles in 2025 sowie einer angekündigten Tour ist jetzt endlich klar, dass sein neues Album »Selbstgespräche« im April erscheinen soll und der langjährigen Albumpause ein dringend benötigtes Ende setzt.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Fabian Römer - Wenn mich jemand sieht" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/oNCn-yq1nG8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h1 class="wp-block-heading">Weitere Alben, die dieses Jahr erscheinen</h1>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Souly </strong>&#8211; Moth Music (Januar 2026)<br><strong>Billa Joe</strong> &#8211; Kill Bills (30.01.2026)<br><strong>GOODCOMPANY.</strong> &#8211; TBA (30.01.2026)<br><strong>Katja Krasavice</strong> &#8211; Bundeskanzlerin (30.01.2026)<br><strong>Ufo361 </strong>&#8211; Beware (30.01.2026)<br><strong>KALIM </strong>&#8211; Free Game (06.02.2026)<br><strong>RIAN </strong>&#8211; Blumendisko (06.02.2026)<br><strong>Tape Head &amp; NONI</strong> &#8211; Nicht ins Leben verliebt, aber es lieben gelernt (06.02.2026)<br><strong>AchtVier </strong>&#8211; Der alte Achti Vol. 4 (13.02.2026)<br><strong>Herr Kuchen</strong> &#8211; Kerze (13.02.2026)<br><strong>Kane </strong>&#8211; Farben (13.02.2026)<br><strong>Nils Keppel</strong> &#8211; Super Sonic Youth (13.02.2026)<br><strong>Soufian </strong>&#8211; Ruff³ (13.02.2026)<br><strong>Crystal F</strong> &#8211; Fiebertrauma (20.02.2026)<br><strong>Bushido </strong>&#8211; Bushido (27.02.2026)<br><strong>Credibil </strong>&#8211; Resilænz (27.02.2026)<br><strong>Torky Tork</strong> &#8211; AKA der Coach III (27.02.2026)<br><strong>Dani Lia</strong> &#8211; Baby T (06.03.2026)<br><strong>Yu </strong>&#8211; To Be Continued (06.03.2026)<br><strong>Maïa </strong>&#8211; Hinter meiner Zunge (13.03.2026)<br><strong>Herzog &amp; Tayler</strong> &#8211; Von der Waage auf die Straße (20.03.2026)<br><strong>Inspektah One &amp; Tombs Beats</strong> &#8211; Magen Knurrt (20.03.2026)<br><strong>Kasi &amp; Antonius </strong>&#8211; Kids (20.03.2026)<br><strong>Vicky </strong>&#8211; Swaglord (20.03.2026)<br><strong>Chapo102</strong> &#8211; Fahrt ins Blaue (27.03.2026)<br><strong>grim104 </strong>&#8211; No Country for old Grim (27.03.2026)<br><strong>Yosho &amp; Laerm</strong> &#8211; Garros (04.04.2026)<br><strong>Faroon </strong>&#8211; Baby Blue Season (08.04.2026)</p>



<h1 class="wp-block-heading">Alben, die eventuell rauskommen</h1>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Diese Alben sollen gerüchteweise noch dieses Jahr erscheinen.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">OG Keemo &amp; Funkvater Frank </h2>



<p class="wp-block-paragraph">@albumkommt2026jungs hieß der Alt-Account auf Instagram von <strong>OG Keemo</strong> und <strong>Funkvater Frank</strong>, der mittlerweile nicht mehr aufzufinden ist. Doch wenn in der Vergangenheit eins auf erste Hinweise für ein neues Album der beiden sorgte, dann semi-mysteriöse Instagram-Accounts. Und sind wir mal ehrlich: Das letzte große Projekt, das »Fieber«-Mixtape, liegt immerhin zwei Jahre zurück. </p>



<h2 class="wp-block-heading">RIN </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schon in der <a href="https://mostdope.tv/editorials/die-meist-erwarteten-hip-hop-alben-2025">Jahresvorschau für 2025</a> ist dieser Name gefallen aber der Rap-Rentner hat sich nicht weiter stressen lassen und seinem Lifestyle als Golfer, Kaffee-Connaiseur und Riesterentrepeneur weiter gefrönt. Doch etwas hat sich geändert: Für dieses Jahr ist <strong>RIN </strong>u.a. auf dem Frauenfeld Openair als Headliner gebucht &#8211; ein möglicher Hinweis darauf, dass tatsächlich neue Musik wartet?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Haftbefehl </h2>



<p class="wp-block-paragraph">2025 war das Jahr des <strong>Haftbefehl </strong>&#8211; und das obwohl er bis auf eine Handvoll Features und einer gänzlich türkischen Comeback-Single keine Musik veröffentlicht hat. Dafür hat die »Babo«-Doku a) ziemlich eindrucksvoll erklärt, warum das so gewesen ist und b) sämtliche Rekorde gebrochen. 2026 soll jetzt aber wieder ganz die Musik im Fokus stehen, wie angekündigte Singles und gebuchte Festivalshows durchblicken lassen. Vielleicht wird 2026 ja auch das Jahr des Hafti – diesmal aber aus erfreulicheren Gründen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">$oho Bani </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit einer ganzen Weile schon releast <strong>$oho Bani</strong> neue Singles, gemein ist ihnen allen eins: Die Songs haben allesamt (noch?) keine Titel im klassischen Sinne. Stattdessen sind sie betitelt mit griffigen Namen wie »Song 10« oder »Song 4« (feat. <strong>Ansu</strong>), die auf eine eventuelle Platzierung in einem möglichen Albumkontext hinweisen könnten? Möglich ist aber auch, dass $oho die größtmögliche <a href="https://youtu.be/SSbBvKaM6sk?si=wDyDW0_18hlXLrt5">Hommage an </a><strong><a href="https://youtu.be/SSbBvKaM6sk?si=wDyDW0_18hlXLrt5">Blur</a> </strong>setzen wollte &#8211; 2026 wird man das vermutlich herausfinden können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">BHZ </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Berliner Crew hat zuletzt im November 2023 mit »2013« ein Album veröffentlicht &#8211; lediglich zwei Monate vor dem plötzlichen und viel zu frühen Tod von <strong>Dead Dawg</strong>. Seitdem ist es verständlicherweise etwas ruhiger um die Gruppe geworden, ergreifende Auftritte beim splash! oder liebevolle Zeilen aus Soloprojekten der einzelnen Member sind die Ausnahme. Nun häufen sich aber die Singlereleases (»2018«, »winterfeldtplatz«) und es wird immer wahrscheinlicher, dass <strong>BHZ </strong>2026 ihr erstes Album seit Dead Dawgs Tod veröffentlichen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/editorials/diese-deutschrap-alben-erscheinen-2026">Die meist erwarteten Deutschrap-Alben 2026</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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		<title>Die meist erwarteten internationalen Alben 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannah Wietbrock]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jan 2026 16:14:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Editorials]]></category>
		<category><![CDATA[A$AP Rocky]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit A$AP Rocky uns solange hingehalten hat, sind wir etwas traumatisiert. Es fällt uns deshalb schwer die Albumankündigung ohne Zweifel und nervöses zucken in den Augen zu schreiben. Aber »Don&#8217;t Be Dumb« ist seit heute draußen und neben Jill Scott hat diese Woche sogar J. Cole sein langerwartetes Album endlich mit Datum angekündigt. Werden diese Projekte den immensen Erwartungen gerecht? Wir können es nur hoffen, so oder so fängt das Jahr international zumindest musikalisch sehr gut an und wir können [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Seit A$AP Rocky uns solange hingehalten hat, sind wir etwas traumatisiert. Es fällt uns deshalb schwer die Albumankündigung ohne Zweifel und nervöses zucken in den Augen zu schreiben. Aber »Don&#8217;t Be Dumb« ist seit heute draußen und neben Jill Scott hat diese Woche sogar J. Cole sein langerwartetes Album endlich mit Datum angekündigt. Werden diese Projekte den immensen Erwartungen gerecht? Wir können es nur hoffen, so oder so fängt das Jahr international zumindest musikalisch sehr gut an und wir können es ehrlicherweise kaum erwarten.</strong></p>



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<h1 class="wp-block-heading">Alben, die fest angekündigt sind</h1>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Diese Alben haben schon ein Releasedatum und einen Namen.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">A$AP Rocky &#8211; Don&#8217;t be Dumb (16.01.2026)</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit ungelogen JAHREN ist ein neues <strong>A$AP Rocky</strong>-Album Teil unserer Alben-Vorschau-Listen allerdings bisher immer nur in der „Wunschdenken“-Kategorie. Dann war es 2024 bereits einmal so weit und wir hatten »DON’T BE DUMB« über Rockys <strong>AWGE</strong>-Seite schon in den Warenkorb gepackt vorbestellt und bezahlt. Dann kam die große Enttäuschung und das Album wurde verschoben (Geld gab es aber zurück). Letztes Jahr kam die erneute Ankündigung für 2026 allerdings weirder und besser als wir es uns erhofften. Nicht nur dass Musiker und Komponist Danny Elfman auf einmal mit involviert ist. Elfman ist vor allem bekannt für seine Soundtracks bei diversen Tim-Burton-Filmen wie&nbsp;<strong>Nightmare Before Christmas</strong>&nbsp;oder&nbsp;<strong>Charlie und die Schokoladenfabrik</strong>&nbsp;aber auch&nbsp;<strong>Men in Black</strong>&nbsp;oder&nbsp;<strong>Silver Linings Playbook</strong>. <br><br>Hinzu kommt noch dass Regisseur <strong>Tim Burton</strong> diverse Artworks für die unterschiedlichsten Covervarianten der&nbsp;Don’t Be Dumb-Vinyl gestaltet hat. Die wunderbar gruseligen Figuren zeigen einige Alter Egos von Rocky wie <strong>Mr. Mayers</strong> und <strong>Babushka</strong>. In dem Video zur ersten offiziellen Single »Punk Rocky« ist nicht nur <strong>Winona Ryder</strong> zu sehen sondern auch <strong>Danny Elfman</strong> höchstpersönlich wie er Drums auf dem Dach spielt. Aber nachdem nun über Jahre der Hype gestiegen ist kann A$AP Rocky unsere Erwartungen überhaupt noch gerecht werden? Wir finden schon! Hilfe bekommt er dabei ganz nebenbei übrigens von Artists wie <strong>Doechii</strong>, <strong>Tyler, The Creator</strong>, <strong>Gorillaz</strong>, <strong>Thundercat</strong> und einigen mehr.</p>



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<iframe title="A$AP Rocky - HELICOPTER (Official Video)" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/g1-46Nu3HxQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:35px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">J.Cole &#8211; The Fall Off (06.02.2026)</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist wirklich das Jahr der Wunder. Nicht nur dass Rocky jetzt wirklich endlich mal sein Album veröffentlicht in der gleichen Woche kommt nun auch die Ankündigung von <strong>J. Cole</strong> auf die wir gar nicht mehr gewartet haben weil wir es ehrlicherweise schon aufgegeben hatten: <br>»The Fall Off« erscheint am 06. Februar. Als Beweis gibt es die erste Single »Disc 2 Track 2« in der Cole quasi als Vorwort bekannt gibt dass er die letzten zehn Jahre an dem Album gearbeitet hat und alles gegeben hat weil er es Hip-Hop schuldet. <br>Auf dem Track zeigt er was Fans des Dreamville-Königs die letzten Jahre so vermisst haben: die lyrischen Fähigkeiten eine Geschichte zu erzählen wie sie nur wenige sonst in der Szene auf diese Art und Weise besitzen. Dabei erzählt er die Geschichte seines Lebens allerdings zurückgespult. Klingt verwirrend? Überzeugt euch selbst und startet den Countdown.</p>



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<iframe title="THE FALL-OFF... DISC 2 TRACK 2" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/SXX-YotJDVU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:35px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Jill Scott &#8211; To Whom This May Concern (13.02.2026)</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Da alle guten Dinge drei sind kommt die wohl überraschendste Ankündigung von <strong>Jill Scott</strong>. Vielen jungen Leuten wird der Name hierzulande wahrscheinlich erst mal nichts sagen (shame on you) aber die Künstlerin ist eine verdammte <strong>Legende</strong> von der sich Rocky und Cole noch mal eine Scheibe abschneiden können. Zusammen mit Künstler*innen wie<strong> Erykah Badu</strong> hat sie den Sound von <strong>Neo Soul </strong>wie wir ihn heute kennen mitgestaltet. Dabei hat die Frau eine Stimme die einen absolut umhaut. Das neue Album heißt »To Whom This May Concern« und wird eine Reihe beeindruckender Artists wie <strong>J.I.D</strong>, <strong>Tierra Whack</strong> oder <strong>DJ Premier</strong> featuren. Die zweite Single »Presha« sollte alle Noch-nicht-Fans schnell zu welchen konvertieren.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Pressha" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/KBowZg7eOgY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Gorillaz &#8211; The Mountain (27.02.2026)</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Band die so absolut verrückt und durchgeknallt ist dass so ziemlich alle unsere Lieblingsmusiker*innen schon mal auf irgendeine Art und Weise mit ihnen kollaboriert haben. Wir sind mit <strong>Gorillaz</strong> an dämonischen Tagen über einsame Hügel zu Plastikstränden durch Soundmaschinen auf Kultinseln gereist und haben dabei jedes Mal völlig neue sonische Welten erlebt. Die wildesten Features und Kollaborationen kamen zustande und dabei blieb die Band sich immer treu. Was zum Beispiel an den stets auch politischen Texten zu erkennen ist. Gorillaz ist auch eine der ersten Bands die sich früh und sehr laut für Palästina eingesetzt haben und dies auch immer noch tun. <br>Die neueste Reise der Band von Mastermind <strong>Damon Albarn</strong> und Künstler <strong>Jamie Hewlett</strong> führt <strong>2-D</strong>, <strong>Murdoc Niccals</strong>, <strong>Russel Hobbs</strong> und <strong>Noodle</strong> nach Indien. Die ersten Singles zeigen schon dass dies auch eine große Inspiration für den Sound ist. Die Liste an Feature-Artists spiegelt dies auch wider und bringt uns noch unbekannte Personen wie <strong>Anoushka Shankar</strong> oder <strong>Ajay Prassana</strong> mit alten Gesichtern von <strong>Black Thought</strong>, <strong>IDLES</strong>, <strong>Yasiin Bey</strong> oder <strong>Mark E. Smith</strong> zusammen. Großartig!</p>



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<iframe title="Gorillaz - The Hardest Thing/Orange County ft Tony Allen, Bizarrap, Kara Jackson, Anoushka Shankar" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/M910sjgb3gk?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:35px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Wesley Joseph &#8211; Forever Someday (10.04.2026)</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben uns ein bisschen in die Musik von <strong>Wesley Joseph</strong> verliebt seit wir die EP »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=8KpV9v8Z3XE&amp;list=OLAK5uy_lefxTf5Tc1KL-0t6iyEqgJlV9hJetMuOs">Ultramarine</a>« gehört haben. Der britische Artist mischt Hip-Hop mit seiner ganz eigenen Version aus R&amp;B und Dance zusammen. Das Ergebnis ist ein sehr sphärischer Sound der sich nach einer sehr mystischen anderen Welt anhört. Songs wie »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=g6ccGLg-LbM">Cold Summer</a>« jagen uns einen Schauer über den Nacken weil sie diese gewisse Art von creepy haben die das gewisse i-Tüpfelchen bringt. Das Debütalbum »Forever Someday« soll im April erscheinen und wir sind sehr gespannt wie sich der Sound von Wesley Joseph entwickelt hat.</p>



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<iframe title="Wesley Joseph - Peace Of Mind (feat. Danny Brown) [Official Video]" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/X4UuYoxmH60?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:35px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Joji &#8211; Piss in the Wind (03.03.2026)</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Joji ist ein Artist der uns manchmal wirklich überzeugt mit wunderschönen zarten Songs aber manche Lieder sind ehrlicherweise auch ein wenig zu ruhig und ähnlich. Auf dem letzten Projekt »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=NgsWGfUlwJI&amp;list=PLzjD-HnzMfXLBCR6jPEE3_gDfQ_XEk7o2">SMITHEREENS</a>« hat uns der Artist mit japanischen und australischen Wurzeln der mittlerweile in den USA lebt schon deutlich mehr zu Fans gemacht aber ganz sicher waren wir uns nicht. Das neue Projekt »PISS IN THE WIND« kommt am 3. Februar und wenn die Songs genauso gut sind wie der Titel dann müssen wir vielleicht nicht mehr überzeugt werden.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Joji - LOVE YOU LESS (360° Visualizer)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/ylFHA2hQPn0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:35px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h1 class="wp-block-heading">Weitere Alben, die dieses Jahr erscheinen sollen</h1>



<p class="wp-block-paragraph">6black &#8211; Love Is The New Gangsta (TBA)<br>Ari Lennox &#8211; Vacancy (23.01.2026)<br>Baby Keem &#8211; Child with Wolves (TBA)<br>Bruno Mars &#8211; The Romantic (27.02.2026)<br>Charli XCX &#8211; Wuthering Heights (13.02.2026)<br>Doechii (TBA)<br>Ella Mai &#8211; Do You Still love Me (06.02.2026)<br>Flea &#8211; Honora (27.03.2026)<br>IDK &#8211; e.t.d.s (23.01.2026)<br>J.I.D &amp; Metro Boomin &#8211; God Doesn’t Like Ugly (TBA)<br>James Blake (TBA) aber Ankündigung auf Insta<br>Mitski &#8211; Nothing’s About To Happen To Me (27.02.)<br>Peaches &#8211; No Lube So Rude (20.02.2026)<br>The Roots &#8211; Endgame (TBA)<br>Stove God Cooks &#8211; Goat Stamp (26.02.2026)<br>Tiana Major9 &#8211; November Scorpio (13.02.2026)</p>



<h1 class="wp-block-heading">Alben, die eventuell rauskommen</h1>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Diese Alben sollen gerüchteweise noch dieses Jahr erscheinen.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Steve Lacy &amp; The Internet</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu ersterem gibt es wenigstens schon einen Albumtitel den <strong>Steve Lacy</strong> bekannt gab durch diverse Fotos seiner Familie in »Oh Yeah«-Hoodies. Zu letzterem gibt es eigentlich fast keine Infos außer eine Bestätigung von <strong>Syd</strong> dass The Internet wieder zusammen im Studio ist.<br>Steve Lacy soll wohl die Hauptfigur spielen ob es sich dabei um sein kommendes Album <br>»Oh Yeah?« handelt oder doch parallel an einem ganz eigenen The Internet-Album gearbeitet wird ist abzuwarten. Wir würden uns aber über beide oder auch nur eines der Alben sehr sehr doll freuen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beyoncé</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Gerüchten soll <strong>Beyoncés</strong> »Act II«  sogar schon im Mai erscheinen und nach&nbsp;»<a href="https://www.youtube.com/playlist?list=PLHFeMk_LSwG5VVTbOVIutGbA3PsGP0NPO">Renaissance</a>«&nbsp;und&nbsp;»<a href="https://www.youtube.com/playlist?list=PLk7ySTbOWfFDyTqr7eCvPGCcVgB4Emx4F">Cowboy Carter</a>«&nbsp;die Trilogie zum Abschluss bringen. Musikalisch soll es nach Disco, House und Country nun in Richtung Rock gehen. Dass <strong>Queen B</strong> dieses Genre beherrscht konnte man schon auf Songs wie »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=10pOVWHrWck&amp;list=RD10pOVWHrWck&amp;start_radio=1">Don’t Hurt Yourself</a>« mit <strong>Jack White</strong> hören. Allerdings handelt es sich bei alldem nur um wilde Spekulationen und Wunschdenken. Aber da Beyoncé seit ihrem Self-Titled-Album »BEYONCÉ« aus 2013 eigentlich Projekte nur noch ohne große Ankündigung veröffentlicht können wir uns das ganze Jahr auf einen Surprise-Release der Künstlerin freuen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Black Thought &amp; Danger Mouse</h2>



<p class="wp-block-paragraph">2026 wird das Jahr für <strong>Black Thought</strong>, nicht nur dass es eine Fortsetzung von dessen Kollaboalbum mit <strong>Danger Mouse</strong> namens »Cheat Codes 2« geben soll es wird auch gemunkelt dass er sein neues Soloalbum »Streams Of Thoughts Vol. 2« veröffentlichen wird. <br>Ganz nebenbei ist er natürlich auch noch auf diversen anderen Projekten wie <strong>Gorillaz</strong> <br>»The Mountain« als Feature-Artist zu hören. Achso und ein neues <strong>The Roots</strong> Album soll es übrigens auch noch geben. Ähnlich wie bei Hip-Hop-Kollege <strong>Nas</strong> hat Black Thought noch einiges zu sagen und wir sind absolut hier dafür!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Skepta</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es war ja nicht gerade ruhig bei <strong>Skepta</strong> sei es als DJ, Producer, Rapper oder Fashionista der Mann hatte einiges zu tun die letzten Jahre. Durch die Singles mit <strong>Fred again.</strong>. aber auch Solo hat uns eigentlich nicht viel gefehlt außer eben mal wieder ein Album. Unser Wunsch wird eventuell erfüllt denn ganz wahrscheinlich vielleicht veröffentlicht Skepta dieses Jahr sogar schon im Januar irgendwann »Knive &amp; Fork«</p>
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		<title>Kompromisslos am Limit: Warum ist gerade beslik-Season?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Magnus Menzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Dec 2025 13:48:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Editorials]]></category>
		<category><![CDATA[Spotlights]]></category>
		<category><![CDATA[BESLIK]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschrap]]></category>
		<category><![CDATA[Dexter]]></category>
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		<category><![CDATA[Hip-Hop]]></category>
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		<category><![CDATA[Raw Flavour]]></category>
		<category><![CDATA[Tiavo]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als beslik im Sommer die DIFFUS-„Hotline Bars” auf dem Splash! dominierte, ohne dabei, anders als die meisten seiner Rap-Kollegen, auch nur ein Wort des anspruchsvoll geflowten Freestyles vom Handy abzulesen, durfte man nicht wirklich überrascht sein. Schließlich ist der Düsseldorfer seit mehr als sieben Jahren Teil des Games und damit definitiv über den Newcomer-Status hinaus. Und doch fühlt es sich retrospektiv so an, als hätte dieser Moment den Beginn einer neuen Ära in besliks Karriere eingeläutet. Ein neues Level Selbstbewusst, [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Als beslik im Sommer die <a href="https://www.youtube.com/watch?v=EOSeuKZaVE8&amp;list=RDEOSeuKZaVE8&amp;start_radio=1">DIFFUS-„Hotline Bars” auf dem Splash!</a> dominierte, ohne dabei, anders als die meisten seiner Rap-Kollegen, auch nur ein Wort des anspruchsvoll geflowten Freestyles vom Handy abzulesen, durfte man nicht wirklich überrascht sein. Schließlich ist der Düsseldorfer seit mehr als sieben Jahren Teil des Games und damit definitiv über den Newcomer-Status hinaus. Und doch fühlt es sich retrospektiv so an, als hätte dieser Moment den Beginn einer neuen Ära in besliks Karriere eingeläutet.</strong></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="BESLIK - GUTEN MORGEN DEUTSCHLAND [prod. RAW FLAVOUR]" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/CDKvFMVlTX8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Ein neues Level</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Selbstbewusst, ungeniert und rotzig kam der ehemalige Meister schon immer daher. Nur stand ihm diese Attitüde nie so gut wie in seinen jüngsten Veröffentlichungen, wo er sie auf die Spitze treibt und zugleich in Storytelling und Selbstreflexion einbettet. Die Art und Weise, mit der er seine toxischen Verhaltensmuster aufdeckt, dunkelste Gedanken entblößt und destruktive Dynamiken hinterfragt, ist getrieben von einer entwaffnenden Kompromisslosigkeit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der unmissverständliche Drang, ans Limit zu gehen, zieht sich als roter Faden durch die sechs Singles zu seinem neuen Album, dessen Titel »Lieder, die ich geschrieben habe anstatt aus dem Fenster zu springen« das Kernmotiv perfekt einfängt. Man hat das Gefühl, jeder Angriff, jedes Geständnis, jeder Anflug von Galgenhumor stammt aus einem Guss und hat seinen richtigen Platz gefunden.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Atlantic wollte sign&#8217;n, ich hab&#8217; gedacht, jetzt werd&#8217; ich reich, heh<br>Erste Hälfte Vorschuss hab&#8217; ich reingekotzt in&#8217; Rhein<br>Techno-Songs gemacht damit&#8217;s für die Masse stimmt<br>Leute sagen: „Er denkt Aggu“, ich mein&#8217;, hätt ja klappen könn&#8217;n</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">beslik &#8211; »Guten Morgen Deutschland«</p>
</blockquote>



<h3 class="wp-block-heading">Eine radikale Emotionaliät</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Kern steht eine emotionale Ausweglosigkeit, die in zynischen Fatalismus übergeht – vermeintlich destruktiver Hass, der sich schließlich explosionsartig in kreativer Energie entlädt. Den sinnbildlichen Höhepunkt findet dieses Gefühl auf »BDEB« mit <strong>Tiavo</strong> in der schrittweisen Anleitung zum Bau eines Molotowcocktails und dem direkten Aufruf, wortwörtlich alles in die Luft zu jagen. Diese Idealisierung der kompletten Katastrophe ist nichts als die maximal konsequente Zuspitzung des „<em>Ich hasse alles, ich fick&#8217; jeden</em>”-Mindsets, das in »Guten Morgen Deutschland« eingeleitet wird.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="BESLIK x TIAVO - BDEB [prod. RAW FLAVOUR x TIAVO]" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/xADC5QQCIiw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:24px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>beslik</strong> gibt auf seinen neuen Songs einer eigentlich unerträglichen, universellen Hilflosigkeit Raum, bricht deren Schwere aber gekonnt mit ironischer Distanz und Übertreibung.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich würd’ noch Kippen rauchen mit Tuberkulose</strong></p>
<cite>beslik &#8211; »Geister«</cite></blockquote>



<h3 class="wp-block-heading">Ein rundes Gesamtkonzept</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Diese inhaltliche Qualität trifft auf stimmige Visualisierungen, sowohl im schlichten Coverkonzept als auch in den Musikvideos. Außerdem – und das kann gar nicht stark genug hervorgehoben werden – performt beslik durchweg auf fantastischen Produktionen, zumeist von <strong>Raw Flavour</strong>, aber auch von <strong>Hägi</strong> oder <strong>Dexter</strong> (der ja schon manchem Rapper zu gelungenen Stilbrüchen verholfen hat). Interessante Samples und Loops, eher niedrige BPM, statt stumpfem Techno schmiegen sich Boom-Bap-, Lo-Fi- und Jazz-Einflüsse organisch an die ausgebreiteten Gefühlswelten und ergeben einen wohltuend zeitlosen Sound, der beslik unfassbar gut steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit über zwei Monaten klingt beslik also so ungefiltert und entfesselt, erwachsen und stilsicher wie nie zuvor. Jeder neue Song wirkt wie ein weiteres Kapitel aus einem fesselnden Roman, für den er einen Ton gefunden hat, den er mit voller Authentizität zu verkörpern weiß. Dabei zuzuhören ist aufregend, schockierend, lustig und merkwürdig befriedigend zugleich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist einfach fucking beslik-Season und wir sind maximal gespannt, wie er die Erzählung auf seinem Album vollendet!</p>



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<iframe title="BESLIK - NORDERNEY / GEISTER [prod. DEXTER]" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/hX_cv1iGMcg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



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<iframe title="Spotify Embed: Lieder, die ich geschrieben habe anstatt aus dem Fenster zu springen" style="border-radius: 12px" width="100%" height="352" frameborder="0" allowfullscreen allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture" loading="lazy" src="https://open.spotify.com/embed/prerelease/7FEc6Vd5MT48qjkQtGj5La?si=2272eeb27dbc4f54&#038;utm_source=oembed"></iframe>
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		<title>Redeverbot im Namen der Freiheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Aslı Köroğlu]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Nov 2025 18:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Editorials]]></category>
		<category><![CDATA[Ausladung]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[lunatic]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Nura]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Deutschland soll Meinungsfreiheit heilig sein. Doch wer Solidarität mit Palästina zeigt, riskiert immer häufiger, dass man ihm die Bühne wegnimmt oder ihn ganz auslädt. Das vermeintlich offene Kulturland gerät unter Druck seiner eigenen Förder*innen. Ein Blick auf zwei Fälle: Nura und das Lunatic-Festival. Nura, bekannt für ihren ehrlichen und gesellschaftskritischen Sound, hat sich mit ihrem Engagement für Palästina in ein gefährliches Fahrwasser begeben. Ein auf Instagram geteilter Screenshot aus ihrem Musikvideo zu »FUBU«, der sie vor einem Graffiti mit [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>In Deutschland soll Meinungsfreiheit heilig sein. Doch wer Solidarität mit Palästina zeigt, riskiert immer häufiger, dass man ihm die Bühne wegnimmt oder ihn ganz auslädt. Das vermeintlich offene Kulturland gerät unter Druck seiner eigenen Förder*innen. Ein Blick auf zwei Fälle: Nura und das Lunatic-Festival.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nura, bekannt für ihren ehrlichen und gesellschaftskritischen Sound, hat sich mit ihrem Engagement für Palästina in ein gefährliches Fahrwasser begeben. Ein auf Instagram geteilter Screenshot aus ihrem Musikvideo zu »FUBU«, der sie vor einem Graffiti mit der Aufschrift “Free Palestine” zeigt, wird als deutliches politisches Statement gelesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das blieb aber natürlich nicht ohne Konsequenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ProSieben lud sie aus ihrer Sendung “Late Night Berlin” aus, nachdem dieser Post viral ging. Ein Sprecher des Senders begründete die Absage nicht mit einem klaren Wort, was vieles offen lässt, aber signalisiert, dass das Statement Nuras zu heiß war. In ihrer eigenen Stellungnahme schrieb sie später: “Krieg ist nie eine Lösung… für das, was aktuell passiert, stehe ich nicht als Befürworterin.” Dennoch sieht sie sich einer Debatte ausgeliefert, in der Solidarität offenbar als moralisch toxisch gilt. Zumindest in Teilen der deutschen Öffentlichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist kein Zufall, kein Missverständnis. Es ist ein strukturelles Problem. Deutschland lobt sich selbst für seine demokratischen Werte, aber wenn eine Künstlerin mit “nicht-konformen” politischem Statement die Bühne verlässt, ist die Rhetorik des offenen Diskurses reine Fassade. Wir erleben, wie kritische Haltung gegen die israelische Politik zunehmend als “Hass” interpretiert wird, nicht als legitime politische Haltung.  Je radikaler ein Statement, desto lauter muss man schweigen. Die Metapher ist brutal. Man gibt dir ein Mikrofon, aber nur, wenn deine Botschaft genehm ist.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Lunatic-Festival: Selbstzensur unter Förderdruck</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Zensurmechanismus ist nicht nur auf große Medienhäuser beschränkt. Gerade in studentisch organisierten, kulturell progressiven Räumen zeigt sich, wie systematisch das Problem ist. Das Lunatic-Festival an der Leuphana Universität Lüneburg ist ein Paradebeispiel. Ursprünglich sollten zwei Veranstaltungen mit “Students for Palestine” stattfinden, unteranderem eine Diskussion zum “grünen Kolonialismus in Palästina”.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch dann wurden beide Programmpunkte kurz vor dem Festival gestrichen. Offiziell, weil “kritische Reaktionen” und vor allem Fördergeber*innen Druck ausgeübt hätten. Sponsor ist die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Der Verband Jüdischer Studierender bat darum, die Förderung einzustellen, falls die pro-palästinensischen Gruppen nicht ausgeladen würden. Das Festival-Team begründete die Absage damit, dass sie <a href="https://www.landeszeitung.de/lokales/lueneburg-lk/lueneburg/lunatic-festival-2025-veranstaltungen-abgesagt-nach-antisemitismus-vorwuerfen-MK2DXJAOENDWFCCVZ5MZWKWPIE.html">&#8220;nicht über die strukturellen Ressourcen&#8221;</a> verfüge, um die politische Debatte in dieser Form zu verantworten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Problem hier ist nicht nur die Absage. Es ist die Logik hinter ihr. Kulturförderung wird politisch instrumentalisiert. Wenn Fördergelder an Bedingungen geknüpft sind, wer sprechen darf und wer nicht, dann bleibt von echter Meinungsfreiheit wenig übrig. In studentischen Orten, die traditionell für progressives Denken stehen, wird so ein Raum für lebendige politische Debatten kaputt. Und es ist fatal, denn die Absage wird als “eigenverantwortliche Entscheidung” verkauft. Gleichzeitig zieht aber genau dieser Druck wegen der Förderströme die Fäden. Sowas ist keine freie Kunst, das ist Zensur mit rosa Handschuhen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Welche Kunst hält dieses Land aus?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese beiden Fälle stehen nicht isoliert da. Sie sind Teil eines besorgniserregenden Trends. “Meinungsfreiheit”, die in Deutschland hochgehalten wird, hat Grenzen. Und diese Grenzen ziehen sich genau dort entlang, wo Solidarität artikuliert wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir müssen uns also fragen: Wollen wir wirklich in einem Land leben, in dem Kulturförderung zur politischen Zensurmaschine wird? In dem Geld nicht mehr Mittel zur Kreativität ist, sondern zur Disziplinierung? Wo Redefreiheit nur solange gilt, wie sie keine empfindlichen Machtstrukturen berührt?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und gerade wir, die aus dem Hip-Hop kommen, wissen wie absurd das ist. Wir kennen die Wurzeln dieser Kultur. Sie sind nie dort gewachsen, wo sich Macht wohlfühlt. Hip-Hop ist entstanden, weil Menschen systematisch ausgeschlossen, verdrängt, mundtot gemacht wurden und trotzdem ihre Stimme lauter gestellt haben, als irgendjemand ertragen konnte. Es war immer ein Werkzeug gegen Ungerechtigkeit und ein Ventil gegen staatliche Kontrolle und soziale Stille.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb geht es hier nicht nur um Nura. Nicht nur um ein Festival in Lüneburg. Es geht um die Frage, ob dieses Land bereit ist, die Kultur, die sie so gern feiert, auch dann zu ertragen, wenn sie unbequem wird.&nbsp;Und wir als Kinder dieser Kultur, als Liebhaber*innen von Beats, Bars und Widerstand, wissen: Kunst, die keine Reibung erzeugen darf, ist keine Kunst.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Wut die man hören sollte &#8211; 5 Songs die mit Abusern abrechnen</title>
		<link>https://mostdope.tv/editorials/editors-pick/wut-die-man-hoeren-sollte-5-songs-die-mit-abusern-abrechnen</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Magnus Menzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Jul 2025 15:46:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Editor's Picks]]></category>
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		<category><![CDATA[Sierra Kidd]]></category>
		<category><![CDATA[Wut]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wut, Hass und Frustration sind unbequeme Emotionen, die gesellschaftlich insbesondere dann ungern gesehen und als normabweichend missbilligt werden, wenn FLINTA*-Personen sie verkörpern. Wir wollen mit diesem Beitrag das Gegenteil versuchen: die Daseinsberechtigung bzw. die dringende Notwendigkeit starker, negativer Emotionen herausstellen, der Energie, die sie entfalten, Raum geben und den Geschichten dahinter Aufmerksamkeit schenken. Denn: Jede dritte Frau in Deutschland ist in ihrem Leben mindestens einmal von körperlicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Jede vierte Frau erlebt körperliche und/oder sexuelle Gewalt in [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wut, Hass und <strong>Frustration</strong> sind unbequeme Emotionen, die gesellschaftlich insbesondere dann ungern gesehen und als normabweichend missbilligt werden, wenn FLINTA*-Personen sie verkörpern. Wir wollen mit diesem Beitrag das Gegenteil versuchen: die Daseinsberechtigung bzw. die dringende Notwendigkeit starker, negativer Emotionen herausstellen, der Energie, die sie entfalten, Raum geben und den Geschichten dahinter Aufmerksamkeit schenken. Denn:</strong> <br><br><em>Jede dritte Frau in Deutschland ist in ihrem Leben mindestens einmal von körperlicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. <br>Jede vierte Frau erlebt körperliche und/oder sexuelle Gewalt in ihrer Partnerschaft.<br>Zwei von drei Frauen erleben sexuelle Belästigung.</em> (Quelle: <a href="https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/frauen-vor-gewalt-schuetzen/haeusliche-gewalt/formen-der-gewalt-erkennen-80642">BMFSFJ</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon bei oberflächlichen Internet-Recherchen finden sich etliche statistische Belege für das reale Problem patriarchaler Gewalt. Dass auch die Musikindustrie davon unterwandert ist, ist längst kein Geheimnis mehr.&nbsp;Doch die gefährliche Kombination aus großen Träumen auf der einen und gewissenlosem Machtmissbrauch auf der anderen Seite bleibt akut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Umso wichtiger ist es, dass FLINTA*s gehört und unterstützt werden, am besten bevor, aber spätestens wenn sie selbst laut werden und ihre Machtposition reclaimen müssen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="800" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/800x800.png" alt="" class="wp-image-19309" style="width:402px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/800x800.png 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/800x800-300x300.png 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/800x800-150x150.png 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/800x800-768x768.png 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/800x800-120x120.png 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/800x800-240x240.png 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/800x800-360x360.png 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/800x800-540x540.png 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/800x800-720x720.png 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/800x800-770x770.png 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/800x800-125x125.png 125w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>
</div>


<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Bangerfabrique – Crash Out</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>„</strong>Death to all abusers” lassen <strong>emmamaelo</strong>, <strong>nebou</strong> und <strong>melle</strong> recht unmissverständlich direkt zu Beginn von »CRASH OUT« wissen. In ihrer Haltung sind <strong>bangerfabrique</strong> ja sowieso schon immer ziemlich klar und direkt gewesen, haben sich dabei vor allem sexpositiv und&nbsp; feministisch positioniert. Doch mit der vor zwei Wochen veröffentlichten Single richten die Hamburgerinnen sich nun explizit gegen Täter und rechnen hart ab mit übergriffigem Verhalten. Auch wenn »CRASH OUT« ohne Namedropping auskommt, so verraten die gepeepten Stellen und die Delivery dieser und weiterer Zeilen des Tracks doch, dass Abuser sich nicht mehr sicher fühlen dürfen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Woran erkennt man Abuser? Dass sie bald keiner mehr bucht! </strong></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Das wäre ja schon mal ein Anfang&#8230;</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="bangerfabrique - CRASH OUT (prod. Cato) ft. emmamaelo, melle, nebou" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/3QF8CXUfWdg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kitana – Alte Geister</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Noch expliziter, wenn auch ohne namentliche Erwähnung, wird <strong>Kitana</strong> im Outro ihres jüngsten Albums »Fatality«. Auf »Alte Geister« adressiert sie ein Trauma und dessen Verursacher. Es geht dabei ganz klar um eine männliche Person, die Macht und Vertrauen gegenüber einer Minderjährigen missbraucht und dabei schwerwiegende psychische Schäden hinterlassen haben muss. Auch ohne weitere Details wird die Tragweite dessen unmissverständlich deutlich. In wortgewaltigen Zeilen und Rachefantasien kanalisiert Kitana nun eine über Jahre angestaute Wut. Auf der Suche nach gerechten Konsequenzen erkämpft sie sich mindestens eines: Sie wird vom passiven Opfer zum handelnden Subjekt, das den Täter uneingeschüchtert konfrontiert und zur Verantwortung zwingt.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sah keine Reue, kein Bedauern in dei’m Blick // Ich hatte keine Zeugen, keine Aussage die hilft // Ich brauch’ keine Justiz, du bist ein kranker Psychopath // deshalb ramm’ ich dir die Gun in deinen Rachen bis du platzt</strong></p>
</blockquote>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Alte Geister" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/V267FanhRjI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Sierra Kidd – Big Boi</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch »Big Boi« behandelt einen Fall patriarchaler Gewalt. Als erste männliche Stimme in dieser Auflistung tritt <strong>Sierra Kidd</strong> darin lediglich als angehöriger Beobachter auf, dennoch ähnelt seine Attitüde der von Kitana. Der gut fünf Minuten lange Song ist biographisch aufgebaut und behandelt diverse Struggles seines Lebens sowie seiner Familie. Der komplette dritte Part widmet sich schließlich einem ehemaligen Stiefvater, der sich erst das familiäre Vertrauen erschlichen hat, um anschließend Kidds Mutter „fast blind” zu schlagen. Auch in diesem Fall scheint der Abuser ohne weitere Konsequenzen davongekommen zu sein, was in Kidd eine Wut hinterlässt, die er in einigen mehr oder weniger expliziten Drohungen stilistisch verarbeitet.&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Du weißt, wen ich kenne, und sie kennen dein Gesicht // Bis heute weiß ich nicht, was passiert, wenn ich dich erwisch&#8217;</strong></p>
</blockquote>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>RAYE – Ice Cream Man.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Fällen von sexueller Gewalt wird gerne von Einzeltäter*innen und Einzelfällen gesprochen. Dass die Erfahrungen, die Kitana und Bangerfabrique in ihrer Musik schildern, aber genau das <strong>nicht</strong> sind, zeigt der Song »Ice Cream Man.« der britischen Künstlerin <strong>RAYE</strong>. Ein Song, der einen – besonders in der Live-Version – nicht nur Gänsehaut gibt, sondern auch dicke Tränen in den Augen ansammeln lässt. RAYE beschreibt die Situation im Studio – ein Kontext, der oft gefährlich für FLINTA*-Artists ist, da Musikstudios nicht nur sehr isoliert sind, sondern die Arbeit an Musik auch zu anderen Zeiten stattfindet und so die Linien zwischen professionell und privat oft verschwimmen. Es gibt genügend Berichte von Producern und Studiobossen, die dieses intime Setting ausnutzen – sexuelle Praktiken als Tausch für die Hoffnung auf eine Musikkarriere. Wenn das nicht funktioniert, wird sich einfach genommen, was nicht aus freien Stücken gegeben wurde.&nbsp;Diese und mehr Situationen besingt RAYE mit ihrer kraftvollen Stimme: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>And I was 7 // was 21, was 17, I was 11 // It took a while to understand what my consent means // If I was ruthless, they’d be in the penitentiary.</strong></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei scheut sie sich auch nicht davor, auf die Folgen einzugehen und was das alles mit ihr gemacht hat. Ein sehr beeindruckendes Lied, das aber nicht nur tragisch ist, sondern auch wütend macht. In der Tat: RAYE ist eine verdammt mutige und starke Frau, die ihr Debütalbum »My 21st Century Blues« genutzt hat, um diesen Gefühlen einen Ausdruck zu verleihen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Ice Cream Man. (Live at the Royal Albert Hall)" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/2dgucwJAh00?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Jessie Reyez – Gatekeeper</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Produzenten und Studiobosse sind die Wächter der Musikwelt. Wer Karriere in dieser Welt machen möchte, wird früher oder später auf sie stoßen. Die ungleichen Machtverhältnisse, die RAYE im Studio besingt, sind aber nur ein Beispiel für die Wurzeln des Problems. Es ist ein strukturelles Problem, das sich durch die ganze Musikindustrie zieht. Kaum jemand spricht dies so direkt an wie <strong>Jessie Reyez</strong>, die auf »Gatekeeper« direkt aus der Perspektive der Täter singt.&nbsp;Wer jetzt meint: <strong><strong>„</strong></strong>Sag doch einfach Nein.”, sollte sich einmal überlegen, wie sich der Druck einer ganzen Industrie anfühlt – nach langen Jahren harter Arbeit, ohne voranzukommen. Oder ob ein <strong><strong>„</strong></strong>Nein” wirklich ernst genommen wird in einem Raum voller Männer, die dieses Wort sonst nicht kennen. Eine Erfahrung, die häufiger gemacht wird, als man denken möchte.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>We are the gatekeepers, spread your legs, open up // You could be famous, girl, on your knees // Don&#8217;t you know what your place is?</strong></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrer neuen Dokumentation <em>Mañana Fue Muy Bonito</em> spricht die kolumbianische Sängerin <strong>Karol G</strong> erstmals über ihre Erfahrung mit sexuellem Missbrauch in der Musikwelt. Sie ist fast identisch mit der, die Jessie Reyez beschreibt.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Jessie Reyez - Gatekeeper (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/_0G2TmuDjL8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><br></h2>
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