Die internationalen Neuheiten der Woche im Überblick. Mit dabei sind Joy Crookes, Denzel Curry, Kareen Lomax und AZ Chike.
AZ Chike – No Rest for The Wicked
AZ Chike ist ein Artist, der schon lange am Rande unserer Wahrnehmung existiert, aber nie ganz in unserem Fokus stand. Dabei war er Teil von vielen unserer Lieblingsprojekte der letzten Jahre. Sei es auf »BLUE LIPS« von ScHoolboy Q, »Love is the New Gangsta« von 6LACK oder »GNX« von Kendrick Lamar. Irgendwie schon bestens connected und alles wirklich auch keine vergesslichen Songs, dennoch musste ein Kollabo-Track mit Tyler, the Creator her, damit Chike auch endlich in unserer Bubble auftaucht. Der Song »Look Like My Mama« hat aber nicht nur musikalisch auf sich aufmerksam gemacht, sondern vor allem auch durch das starke Musikvideo. Die beiden zollen Hommage an ein paar absolute Blockbuster und Klassiker der Filmgeschichte, der rote Faden, alle haben einen Schwarzen Main-Charakter. Tyler und AZ schlüpfen also in die Hauptrollen von Napoleon Dynamite, Dead Presidents, Men in Black, Paid in Full und Sinners.
Die beiden verbindet mittlerweile eine enge Freundschaft und Tyler ist noch auf einem weiteren Track von AZ Chikes neuem Album »No Rest for the Wicked« zu hören. Das Album hat ansonsten wenig Features, dafür aber eine beeindruckende Liste an Producern, mit denen Chike zum Großteil schon zusammengearbeitet hat. Pharrell, Sounwave, As If!, Terrace Martin und HIT-BOY, um nur ein paar zu nennen. Nach dem ganzen Name-Dropping bleibt noch die Frage, wie sich der Artist selber schlägt? Und die Antwort ist: verdammt gut!
Es ist ein sehr solides Album, das typisch in der Tradition vieler großer anderer West-Coast-Artists steht. Manchmal werden wir an YG erinnert, aber insgesamt überzeugt uns AZ Chike auch solo und ohne große Stars an seiner Seite.
Joy Crookes & Denzel Curry – Painkiller
Dass Joy Crookes auch eine romantische Seite hat, wissen wir schon lange, damit hat sie ja schließlich auch uns komplett um den Finger gewickelt. Dass Denzel Curry die aber auch hat, vergessen wir regelmäßig, vor allem nach dem explosiven Kollabo-Album mit Kenny Beats tritt diese Seite eher in den Hintergrund. Umso schöner, dass es diese Woche nun dieses wunderschöne, etwas ungewöhnliche Duett der beiden gibt (aber beide sind so fucking cool, dass es uns eigentlich nicht wirklich wundert).
Kareen Lomax – NAJI
Ein Release, den wir fast verpasst hätten, aber froh sind, dass der Instagram-Algorithmus ausnahmsweise mal etwas Gutes ausgespuckt hat. Das liegt wahrscheinlich daran, dass Artists wie BLK ODYSSY, Dahi, Kirby, Mahalia und Bina sie schon längst auf dem Schirm haben. Kareen Lomax macht ziemlich schönen und auf ihre Art und Weise auch klassischen R&B, aber dann halt auch wieder gar nicht klassisch, weil was bedeutet das heute eigentlich noch?
Sie hat auf jeden Fall eine wahnsinnig starke und spannende Stimme und sollte vor allem auch Fans von Leon Thomas abholen. Uns hat sie damit auf jeden Fall an der Angel – hook, line, and sinker.




