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	<title>Melodrama Archive - Mostdope</title>
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	<item>
		<title>FRISO über »Luft zum Atmen«, Rückschläge und Mac Miller</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michail Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jun 2025 13:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[10qm]]></category>
		<category><![CDATA[FRISO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im August 2024 habe ich FRISO das erste Mal zu seiner EP »10qm« interviewt. Ungefähr neun Monate später sprechen wir im April dieses Jahres, diesmal via Zoom, weil er in Hamburg ist und ich in Athen über die Fortsetzung dieser EP. »Luft zum Atmen« spinnt nicht nur »10qm« weiter, sondern beendet auch das zusammenhängende Projekt. Im Gespräch soll es, neben der Chance nach einem Rückschlag neu anzufangen und dem neuen Lorde-Album, genau darum gehen. Letzten August haben wir über die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/friso-ueber-luft-zum-atmen-rueckschlaege-und-mac-miller">FRISO über »Luft zum Atmen«, Rückschläge und Mac Miller</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Im August 2024 habe ich FRISO das erste Mal zu seiner EP »10qm« interviewt. Ungefähr neun Monate später sprechen wir im April dieses Jahres, diesmal via Zoom, weil er in Hamburg ist und ich in Athen über die Fortsetzung dieser EP.</strong></p>



<p><strong>»Luft zum Atmen« spinnt nicht nur »10qm« weiter, sondern beendet auch das zusammenhängende Projekt. Im Gespräch soll es, neben der Chance nach einem Rückschlag neu anzufangen und dem neuen Lorde-Album, genau darum gehen.</strong></p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong><strong>Letzten August haben wir über die erste EP des Projekts, »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/5jHdseeM7hi0W3CJRUBMwZ?si=g8X4sPXjSqamOoOFjWYbng">10qm</a>«, gesprochen. Möchtest du einmal kurz anreißen, was sich seitdem in deinem Leben und deiner Musik verändert hat?</strong></strong></p>



<p>Ich würde behaupten, gar nicht mal so viel. Es sind schon viele schöne Dinge passiert, aber gefühlt hat sich nicht wirklich etwas verändert.&nbsp;</p>



<p>Der Fokus lag jetzt halt mehr auf meinen Sachen und dann ist irgendwie alles sehr schnell vorbeigegangen und passiert: Der Release im Oktober, wir haben die Live-Session gemacht und es gab ein zwei Konzerte, unter anderem auch mit <strong>Tooloud</strong>(<strong>fortheroom</strong>).</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="FRISO - 10qm (Live)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/Kl5Uc_NVC5g?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Von daher sind sehr viele Dinge passiert, auf die ich eh schon sehr lange Lust hatte und das erste Mal richtig einen Fokus setzen konnte. Das war cool. Dann war irgendwie schon Ende des Jahres und auf einmal auch wieder Zeit für neue Musik, womit ich von Januar bis ziemlich genau Mitte März beschäftigt war. Mental bin ich gerade noch im Monat Februar, weil sich das alles sehr viel kürzer angefühlt hat, als es dann im Endeffekt war.</p>



<p>Ansonsten ist ein Booking dazu gekommen. Heißt, es gibt (bald) mehr Live-Shows. Man kann sagen, dass alles ein bisschen größer geworden ist. Trotzdem aber immer noch in einem sehr kleinen, überschaubaren Kreis mit Leuten, mit denen ich mir auch ausgesucht habe zu arbeiten.&nbsp;</p>



<p><strong><strong>Ich gehe später auf ein, zwei Punkte genauer ein. Jetzt erstmal eine andere Frage: Wann und warum haben du bzw. ihr euch dazu entschieden, »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/5jHdseeM7hi0W3CJRUBMwZ?si=g8X4sPXjSqamOoOFjWYbng">10qm</a>« fortzusetzen?</strong></strong></p>



<p>Ich würde gerne sagen, dass dieser Plan, die EP fortzusetzen, von Anfang an da war. Was aber von Anfang an klar war, ist, dass es zwei EPs geben soll, die irgendwo zusammenhängend sind. Nicht unbedingt thematisch, aber halt konzeptuell.&nbsp;</p>



<p>Ich hatte das glaube ich in unserem letzten Interview auch gesagt, aber dass der Name »10qm« zuerst kam, ist einfach so passiert – vor allem im Zusammenhang mit den ganzen Anekdoten, die es halt eh in den Songs schon gab.&nbsp;</p>



<p>Dann kam die Idee auf, einen Namen zu finden, der zusammenhängend funktionieren kann. So ist dann »Luft zum Atmen« entstanden. Wir haben sehr lange rum überlegt und geguckt, wie man dieses „10qm“ einbauen kann, ohne dass es zu lang bzw. zu einem ganzen Satz wird. Irgendwann kam es einfach aus dem Nichts (schnippst mit den Fingern): Wir machen „Luft zum Atmen“. Das ergibt Sinn. Das ist der letzte Satz der ersten EP – das allerletzte, was gesagt wird auf »10qm«:&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Gib mir Luft zum Atmen</p>
<cite>Seitenstechen</cite></blockquote>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong><strong>Die EPs sind also nacheinander entstanden und nicht in einem zusammenhängenden Prozess?</strong></strong></p>



<p>Genau, es sind zwei unterschiedliche Prozesse gewesen, aber trotzdem mit dem Hintergrund, dass all das, was zu dem Zeitpunkt entstanden ist, bei »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/5jHdseeM7hi0W3CJRUBMwZ?si=g8X4sPXjSqamOoOFjWYbng">10qm</a>« oder auch vorher schon immer noch relevant ist. Es war nicht so, dass wir nur den Fokus hatten, neue Musik zu machen, sondern auch ein bisschen geguckt haben: „Hey, was liegt noch rum? Was hat es auf »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/5jHdseeM7hi0W3CJRUBMwZ?si=g8X4sPXjSqamOoOFjWYbng">10qm</a>« zum Beispiel nicht geschafft? Was davon kann man verwenden?“</p>



<p>Das heißt, wir haben uns bei »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/37wpTRVbyXP6jDwriuykvS?si=jUPW24FITSSSr2SOuCveMQ">Luft zum Atmen</a>« auch wieder an älteren Songs bedient oder auch nur an ihren Texten. Irgendwo kann man schon sagen, dass es ein riesiger Prozess war, weil die Lücke zwischen den beiden EPs nicht so riesig lang war bzw. die zwischen den Entstehungsphasen. Eigentlich sind es aber einzelne Prozesse gewesen.&nbsp;</p>



<p><strong><strong>Ich erinnere mich, dass du irgendwann mal eine Skizze vom zweiten Part von »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/06nAYOuZZOQTCGiyRoes8A?si=fd0387f68b2c45c5">Sad Songs/Winter</a>« gepostet hattest.</strong></strong></p>



<p>Schon ewig her, das war glaube ich vor zwei Jahren. Einfach nur kurz auf TikTok hochgeladen, mehr auch nicht. Seitdem ist der Song so da. Ich fand ihn immer cool und irgendwie hat es dann ganz gut zu dem anderen Teil gepasst, vor allem im Sinne des Plot-Twists.&nbsp;</p>



<p>Es gibt noch einen Lost-Part von <strong>Sant</strong> drauf, den wir runtergenommen haben. Mal gucken, was damit noch passiert – ob man das irgendwann nochmal öffentlich gemacht.&nbsp;</p>



<p><strong><strong>Vielleicht könnt ihr den ja live zusammen spielen.</strong></strong></p>



<p>Ja mal gucken, was wir damit noch machen. Ich bin gespannt.&nbsp;</p>



<p><strong><strong>»<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/1NVwumNnBeIx9WB0l7kQgU?si=09d5b494f270411b">Seitenstechen</a>« hört mit exakt derselben Bitte auf, mit der »Nichts« anfängt und verbindet damit die beiden EPs: „Gib mir Luft zum Atmen“. Generell ist dieses Thema auf der neuen EP sehr präsent. »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/4Me99Knnb14n3MXTSjmV5g?si=96aef4c4e5cf422f">Nichts</a>« beschreibt das Gefühl, von den eigenen Gedanken erdrückt zu werden. Bei »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/1lxHczXyFNx7a5pi3o0rip?si=352bdcc2d8fb43ca">Petrichor</a>« geschieht dies durch den Weltschmerz und zieht sich weiter durch die anderen Songs. Hast du mittlerweile einen Weg gefunden, mit diesen Gefühlen umzugehen und dir so quasi Luft zum Atmen zu verschaffen?</strong></strong></p>



<p>Ich glaube, ich habe noch nicht mal einen Weg gefunden, die Gefühle überhaupt auszudrücken. Klar ist die Musik immer das, womit man es an erster Stelle irgendwie macht. Dazu, dass ich Dinge erst erkenne, wenn ich sie musikalisch schon mal geschrieben habe, hat sich nicht so viel verändert. Das mir also erst nach einem halben Jahr bewusst wird: „Ah, das ergibt Sinn, warum ich mich da so gefühlt habe und warum ich das so geschrieben habe.“ Mir wird dementsprechend auch erst später die Situation bewusst, in der ich mich damals befunden habe. Das ist auch weiterhin so.</p>



<p>Wie schon gesagt, findet mein Ausdruck viel durch Musikmachen statt, wobei ich mir schon häufig denke, dass vieles innerhalb der Musik krasser klingt, als es dann bei mir im Kopf auch ist. Ich drücke mich also extremer aus, als ich mich dann im Endeffekt fühle.&nbsp;</p>



<p>Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass ich den Bezug zu den Gefühlen noch nicht richtig entdeckt, sondern sie erstmal nur ausgedrückt habe, ohne schon zu wissen, was für Gefühle es überhaupt sind. Da könnte man jetzt auf jeden Fall sehr deep gehen… Mehr kann ich da nicht wirklich sagen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/FRISO-Pressefoto-2025-1-Credit-Finn-Dubbeld-2-scaled.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/FRISO-Pressefoto-2025-1-Credit-Finn-Dubbeld-2-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-18996" style="width:415px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/FRISO-Pressefoto-2025-1-Credit-Finn-Dubbeld-2-768x1024.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/FRISO-Pressefoto-2025-1-Credit-Finn-Dubbeld-2-225x300.jpg 225w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/FRISO-Pressefoto-2025-1-Credit-Finn-Dubbeld-2-1152x1536.jpg 1152w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/FRISO-Pressefoto-2025-1-Credit-Finn-Dubbeld-2-1536x2048.jpg 1536w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/FRISO-Pressefoto-2025-1-Credit-Finn-Dubbeld-2-770x1027.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/FRISO-Pressefoto-2025-1-Credit-Finn-Dubbeld-2-1400x1866.jpg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/FRISO-Pressefoto-2025-1-Credit-Finn-Dubbeld-2-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Finn Dubbeld</figcaption></figure>
</div>


<p><strong><strong>Du erwähnst auf mehreren Songs wie z.B. »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/3IYcGFriYZqObPrFv2m7fd?si=6ca9c5b1d4ca4901">Swimming Circles</a>«, dass du nicht gut mit Worten umgehen kannst und hast gerade im Gespräch gesagt, dass es dir offensichtlich leichter fällt, dich durch Musik auszudrücken. Inwiefern führt das in deinen zwischenmenschlichen Beziehungen zu Problemen, bzw. tut es das überhaupt?</strong></strong></p>



<p>Es gibt schon immer mal hier und wieder Konflikte, auf jeden Fall. Ich glaube, das liegt daran, dass viele Menschen auch das erste Mal über die Musik von Dingen hören, obwohl sie mich persönlich kennen. Einerseits ist das für außenstehende Leute, je nachdem, in welcher zwischenmenschlichen Beziehung man ist, überraschend und vielleicht auch schwer zu hören. Andererseits vergleiche ich das halt immer ganz gerne damit, dass andere Leute Tagebuch schreiben, es halt nur nicht öffentlich machen.&nbsp;</p>



<p>Ansonsten glaube ich, dass ich halt einfach nicht gut mit Worten bin. Das heißt, ich brauche immer sehr viel länger, um mich mit Sachen zu beschäftigen und sie so in Worte fassen zu können, dass sie so ausgedrückt werden, dass Leute verstehen, wie ich sie meine.&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Versuch&#8217; mit Songs in Warteschlange, dir zu sagen wie&#8217;s mir geht</p>
<cite>Swimming Circles</cite></blockquote>



<p><strong><strong>Gibt es diese Barriere, dich konkret ausdrücken zu müssen, im Studio auch?</strong></strong></p>



<p>Im Studio ist es so, dass der Ausdruck und das, was ich sagen will, gar nicht an erster Stelle steht, sondern eher, dass es sich cool anhört, dass es ästhetisch klingt und dass die Reime und der Text cool sind. Mir fällt dann erst im Nachhinein auf, was ich geschrieben habe und worum es eigentlich geht.Von daher ist es eher ein kreativer Prozess, der dann am Ende zeigt, was das Gefühl war. Das ist mir tatsächlich auch gerade zum ersten Mal aufgefallen (lacht).&nbsp;</p>



<p><strong><strong>Okay, sehr spannend, dass das anscheinend unterbewusst stattfindet. Vor allem, weil »Luft zum Atmen«, meiner Meinung nach, introspektiver und ehrlicher als der Vorgänger ist.&nbsp;</strong></strong></p>



<p>Das stimmt. Die war auch deutlich schwerer zu machen, weil der Bezug zu vielen Dingen gefehlt hat bzw. nicht so da war. Vielleicht lag es auch einfach daran, dass es eine neue Situation war mit mehr Druck, weil man ja das vorherige Projekt weitererzählen möchte und nicht ein neues erschafft. Es müssen irgendwo Parallelen sein, es soll vom Sound her auch geil klingen und mindestens so geil wie vorher sein. Ich glaube, das war schon eine Riesenaufgabe, sich darin nicht zu verlieren.&nbsp;</p>



<p><strong><strong>Apropos verlieren.</strong></strong></p>



<p>Mhm. (lacht)&nbsp;</p>



<p><strong>Was ist eigentlich mit dem ursprünglichen Projekt passiert? Wie man auf »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/7K6XCDcKbawCFHPDBxmbXx?si=70cac07a6c9f41df">luft zum atmen verloren</a>« hören kann, ist es anscheinend ja verloren gegangen.&nbsp;</strong></p>



<p>Ja, wir haben es lowkey irgendwie gejinxt. Ich weiß nicht &#8211; es sollte anscheinend so sein.</p>



<p>Es war wieder mitten in der EP-Phase und ist eigentlich ein neuer Laptop gewesen, wo auch alles gebackupt wurde. Dann ist der Laptop halt irgendwann in einer Session einfach abgestürzt, ging danach aber wieder und zwei Tage später war er komplett down. Dann waren alle Projekte, die auf dem Desktop lagen, erstmal weg und irgendwie auch der iCloud Speicher. Irgendwas ist mit dem Ordner in der Cloud passiert. Außerdem ist uns zwei Wochen vorher die externe Festplatte abgeschmiert. Wir hatten also wirklich mit höheren Mächten zu kämpfen.&nbsp;</p>



<p>Dieses Mal kam das aber irgendwie sehr erfrischend. Wir waren auf einmal an einem Knackpunkt und hatten coole Skizzen und Ideen. Diese Ideen waren aber Ideen, die man irgendwie noch nicht so richtig fortführen könnte. Es gab einzelne Momente, von Songs, die irgendwie schon da waren. Es gab einen Song, der schon komplett fertig war, aber der Rest war wirklich erst bei 50%, wenn überhaupt.&nbsp;</p>



<p>Wir haben uns dann aber ein bisschen von diesen einzelnen Momenten entfernt. Das Intro von »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/3xPs6ONaRfW5AWyjuKXh6M?si=b253f1cf3c254d86">Weit weg</a>« war eins der ersten Sachen, die wir gemacht haben. Super hart, aber irgendwie wussten wir nicht ganz weiter und haben dann versucht etwas Neues zu machen.&nbsp;</p>



<p>Das Kaputtgehen des Laptops war wichtig, um einmal alles durchzuhören und zu checken: „Das ist alles gar nicht so weit weg von dem, was wir machen wollen. Wir müssen nur daran festhalten und nicht direkt aufgeben, nur weil man in einer Session nicht weitergekommen ist.“ Gerade auch der Song »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/095PNvhnP1yMrBriajmoar?si=454668e402324cad">geek</a>«. Der war eigentlich fertig und musste drei Wochen später abgegeben werden, war aber nicht geil.&nbsp;Daran hat man es nochmal gemerkt. Wir haben ihn dann aufgebrochen und den zweiten Part plus das Instrumental irgendwie neuer gemacht. Das hat’s für mich dann im Endeffekt voll gemacht, weil ich mit frischer Energie und ein bisschen aus der Vogelperspektive drauf gucken konnte: „Das ist schon alles sehr geil, wir müssen nur diese Momente auserzählen.“ Dementsprechend hoffe ich, dass es nie wieder passieren wird, dass wir etwas verlieren, aber dieses Mal war es geil.</p>



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<iframe title="FRISO - geek (prod. SOMA)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/3zYPW-7p2C4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Ich habe es dieses Mal auch mehr mit Humor genommen. Natürlich war es stressiger, weil wir das Studio blockiert haben, Sachen verschieben und wieder auf Druck arbeiten mussten. Es hat aber was gebracht und wir wussten, wie wir mit so einer Situation umgehen müssen, weil wir es einfach schon einmal durchgemacht haben. Ich finde es irgendwie fast schon wieder schön, dass es auch bei der zweiten EP passiert ist. Dadurch hängt die Geschichte der einzelnen EPs nochmal mehr zusammen.&nbsp;</p>



<p><strong>Also ist das bei »10qm« auch passiert?</strong></p>



<p>Ja, da war es so, dass der Laptop im Urlaub geklaut wurde und wir es nicht gebackupt hatten. Der Laptop war einfach weg und es war nichts mehr zu machen, obwohl die EP schon fertig war. Sie war wirklich an dem Punkt, wo nur gemixt und gemastert werden musste. Dann waren die Projekte weg und wir haben sehr improvisieren müssen. Aber letztendlich hat auch alles funktioniert.</p>



<p><strong>Wie schon erwähnt, hört man an vielen Stellen eine Weiterentwicklung zu »10qm«. Die Liebesbeziehung hat sich vertieft, der Diss-Charakter scheint stärker durch etc. Was hat sich für dich verändert, dass du dich jetzt intensiver und ehrlicher ausdrückst, bzw. hat sich überhaupt etwas verändert?</strong></p>



<p>Ne, gar nicht eigentlich. Ich habe aber schon zwischen den beiden EPs gemerkt, dass ich auf die Skizzen oder generell auf die Songs immer sehr gutes Feedback für die Texte bekommen habe. Ich fand das lustig, weil ich damit einfach immer sehr am strugglen bin und bei viel Belangen bei Texten unsicher bin, ob ich es cool finde und ob diese eine Line nicht zu cheesy kommt.&nbsp;</p>



<p>Wenn ich einen Song höre, stößt mir nicht jede einzelne Line auf, sodass ich mir denke: „Oh, die Line hätte ich jetzt nicht so geschrieben.“ Ich finde es stattdessen einfach geiler, wenn da mindestens zwei Lines drin sind, die einfach komplett nice sind und den Rest in den Hintergrund stellen.</p>



<p>Bei meinen eigenen Songs finde ich es wiederum schwer, mir einzugestehen, dass es okay ist, wenn nicht jede Line ein Hitter ist. Von daher hat sich die Art, wie ich mich ausdrücke, nicht wirklich verändert. Wenn, dann unterbewusst, aber dann habe ich noch nicht erkannt, dass sich da etwas in der Arbeitsweise verändert hat.&nbsp;</p>



<p>Ich glaube, bei dieser EP war das Texten viel bewusster, weil ich mich tatsächlich auch innerhalb der Phase viel mehr aufs Texten fokussieren musste, weil sie irgendwie nicht so geflowt sind. Ich musste mich echt wirklich zu jedem Song richtig hinsetzen und mir Zeit nehmen. Es ging nicht einfach so in der Session runter. Meistens ist das bei mir aber eh nicht der Fall. Dieses Mal war es sehr viel längere Arbeit, was das Texten angeht und deswegen auch weniger aktiver kreativer Input.&nbsp;</p>



<p>Ich habe schon viel kreativen Input gegeben, aber war jetzt nicht so krass am Start wie bei »10qm«, dass ich aktiv neben <strong>SOMA </strong>sitze und wir beide das Instrumental formen. Es war mehr so, dass ich meine Kommentare reingegeben hab und mich sonst weiter aufs Texten konzentriert habe. Man kann schon sagen, dass ich mir mehr Zeit für die Texte genommen habe.&nbsp;</p>



<p><strong>Natürlich ist es toll, wenn jede Line durchdacht ist und tausend Ebenen hat. Trotzdem ist man, finde ich, überraschter bei Songs, die eher leichtere Zeilen haben, ein zwei tiefere zu finden.&nbsp;</strong></p>



<p>Voll! Ich würde auch nicht sagen, dass ich versuche jede Line so zu schreiben, dass sie mehrere Ebenen hat, sondern einfach wirklich eher, dass ich mich damit wohlfühle, diese Line gerade zu sagen. Die kann komplett nichts bedeuten, aber dann muss die Phonetik stimmen und sich schön anhören. Das ist dann eher das, woran ich mich aufhalte.</p>



<p>Ich bin auch niemand, der jetzt sagt, ich muss das Aussehen einer Flasche auf fünf Ebenen beschreiben als Metapher für mein Wohlbefinden. Dafür war ich dann auch zu schlecht, was Interpretieren angeht. Aber, hier und da, wenn das mal vorkommt, ist cool.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/FRISO-Pressefoto-2025-2-Credit-Finn-Dubbeld.jpg"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/FRISO-Pressefoto-2025-2-Credit-Finn-Dubbeld-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-18993" style="width:711px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/FRISO-Pressefoto-2025-2-Credit-Finn-Dubbeld-1024x683.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/FRISO-Pressefoto-2025-2-Credit-Finn-Dubbeld-300x200.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/FRISO-Pressefoto-2025-2-Credit-Finn-Dubbeld-768x512.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/FRISO-Pressefoto-2025-2-Credit-Finn-Dubbeld-1536x1024.jpg 1536w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/FRISO-Pressefoto-2025-2-Credit-Finn-Dubbeld-360x240.jpg 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/FRISO-Pressefoto-2025-2-Credit-Finn-Dubbeld-720x480.jpg 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/FRISO-Pressefoto-2025-2-Credit-Finn-Dubbeld-770x513.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/FRISO-Pressefoto-2025-2-Credit-Finn-Dubbeld-1400x934.jpg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/FRISO-Pressefoto-2025-2-Credit-Finn-Dubbeld.jpg 1969w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Finn Dubbeld</figcaption></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Du hast schon recht, dass wenn man leichtere Texte schreibt und dann zwei drei Hitterlines hat, sie einfach viel mehr im Kopf hängen bleiben. Das war ein bisschen bei »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/06nAYOuZZOQTCGiyRoes8A?si=cd647ca9c99e4a0f">Sad Songs/Winter</a>« das Ding für mich. Dieser Song, also »Sad Songs« ohne »Winter« ist zu 90% von mir selber produziert. Uns war wichtig, dass wir einen Song drauf haben, der sehr viel DNA hat. Ich habe den sogar zu Hause produziert. Irgendwie hat es im Studio nicht funktioniert, dann konnte ich nicht pennen gehen, ohne dass ich irgendwas gemacht habe, was mir gefällt. Ich habe mich dann zu Hause hingesetzt und nochmal ein bisschen was gemacht.&nbsp;</p>



<p>Die Idee da war, dass ich einfach alle Gedanken runterschreibe. Der Song muss in sich keinen Sinn ergeben, sondern jeder Gedanke soll für sich stehen. Deswegen hat er auch keine Hook, sondern läuft einfach durch. Alles, was ich sage, ist irgendwie in meinem Kopf gewesen, hat mich genervt oder halt auch nicht. Ich schreibe einfach und da wird schon irgendwas Cooles bei rumkommen. Ich finde, das ist irgendwie auch gelungen (schmunzelt).</p>



<p><strong>Stimmt, mir ist vor allem die Line „Was für zwei Minuten Songs, das sind maximal Teaser (keine schlechten Songs, aber halt maximal Teaser)“ im Kopf geblieben.&nbsp;</strong></p>



<p>(schmunzelt verlegen). Ja, das war respektvoll gemeint, weißt du. Es war so: Ich will niemandem auf die Füße treten, aber irgendwie nervt es mich, weil man so viel mehr erzählen kann, wenn man längere Songs macht. Zum Glück haben wir auch längere Songs gemacht. Ansonsten wäre die Line ein bisschen kacke auf der EP, wenn ich eben auch nur zwei Minuten Songs drin hätte.&nbsp;</p>



<p>»Sad Songs« war auch mit einer der letzten Songs, die entstanden bzw. fertig gemacht wurden. Von daher bezieht sich die Line retrospektiv darauf, dass wir ganz viel Musik gemacht haben und darunter eben auch sehr lange und untypische Songs.&nbsp;</p>



<p>Die Line hat sich auf niemanden persönlich bezogen, sondern dient eher als Kritik an der momentanen Musikkultur – dass alles aktuell sehr kurz und schnelllebig ist und genauso auch von den Artists gefordert wird. Dementsprechend musste ich da einmal was rauslassen.&nbsp;</p>



<p>Ich bin auch ein Fan davon, eine Idee stehen zu lassen. Wenn es nicht weitererzählt werden muss, reicht es auch, wenn der Song anderthalb Minuten lang ist. Aber irgendwie vermisse ich auch lange Songs, wo viel passiert und wo viel erzählt wird. Vielleicht war es eher ein Wunsch an Leute, längere Songs zu machen. Wenn ihr’s nicht macht, dann mach ich es halt und bin happy damit.&nbsp;</p>



<p><strong>Mit 5:30 min ist »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/3IYcGFriYZqObPrFv2m7fd?si=2c0f7ed028774e4e">Swimming Circles</a>« der längste Song auf der EP und gleichzeitig eine offensichtliche Referenz an Mac Millers Alben »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/5wtE5aLX5r7jOosmPhJhhk?si=ZzGhSgD1RNWKTwl2_3LRNQ">Swimming</a>« und »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/5sY6UIQ32GqwMLAfSNEaXb?si=OPo_zf0lSea5_6cLKarHiQ">Circles</a>«, die wie dein Projekt ebenfalls zusammenhängen. Inwiefern hat dich seine Musik geprägt?</strong></p>



<p>Viel, aber auch erst seit den letzten drei Jahren. Ich bin da irgendwie reingerutscht. Mac Miller kennt man natürlich, aber bis mir »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/5wtE5aLX5r7jOosmPhJhhk?si=ZzGhSgD1RNWKTwl2_3LRNQ">Swimming</a>« von SOMA herzlich empfohlen wurde, habe ich nie viel reingehört. Der erste Song, den ich dann gehört hatte, war »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/6dFn6my1sHK2bcf23GlHwM?si=fe92e722d7c049f4">2009</a>« &#8211; der hat mich komplett gecatcht und danach war ich hooked. SOMA hatte mir dann auch seine Interpretation dazu erzählt, da er sich viel mit den thematischen Abläufen beschäftigt hat. Bei »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/5wtE5aLX5r7jOosmPhJhhk?si=ZzGhSgD1RNWKTwl2_3LRNQ">Swimming</a>« beschreibt er z.B., dass er eigentlich noch nicht an einem guten Punkt ist und ihn viele Sachen abfucken. Bei »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/5sY6UIQ32GqwMLAfSNEaXb?si=OPo_zf0lSea5_6cLKarHiQ">Circles</a>« hört man dann auf jeden Fall eine Besserung, nur ist er leider kurz nach der Entstehung des Albums verstorben.</p>



<p>Ich habe Mac Miller vorher nicht als konzeptuellen Menschen eingeschätzt, was mich immer ein bisschen von seiner Musik ferngehalten hat. Mit dem Hintergrund bin ich reingegangen und habe es zwei Jahre lang durchgehört – immer noch. Es ist immer noch ein Album, für wenn ich lange Zeit unterwegs bin, dann höre ich das durch. Ich glaube musikalisch haben wir gar nicht so Riesenparallelen. Irgendwie hat es aber was mit mir gemacht.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="FRISO - Swimming Circles (prod. SOMA)" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/5_zTfJ8J4rA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Der Fakt, dass er als eigentlicher OG-Rapper aus Amerika den Switch gemacht hat hin zu nur noch das zu machen, worauf er Bock hat – zu singen, auch wenn er nicht der heftigste Sänger ist, ohne Autotune – einfach, weil es sich geil anhört und weil es Gefühle sind. Das hat mich irgendwie geholt. Damit hatte er mich.&nbsp;</p>



<p>Ich habe mich insgesamt viel mit dem gesamten Projekt von »Swimming« und »Circles« auseinandergesetzt und fand es deswegen eine witzige Anekdote, das auch in mein Projekt mit aufzunehmen, da hier die EPs ebenfalls zusammenhängen.&nbsp;</p>



<p><strong>»Luft zum Atmen« deutet stellenweise größere Themen an, die über die vier Wände von »10qm« hinausgehen und damit das Gefühl verschafft, dass sich deine Perspektive (sowohl nach innen als auch nach außen) erweitert hat. Findet diese thematische Entwicklung bewusst statt?</strong></p>



<p>Es gab schon das Konzept, den Fakt, dass es thematisch nicht mehr um meinen Kopf, 10qm Räume und alltägliche Probleme, sondern um ehrlichere Dinge geht, durch einen visuellen Kontrast auszudrücken.&nbsp;&nbsp;</p>



<p>»10qm« findet thematisch in einem WG-Zimmer statt, spielt sich visuell aber nur draußen in der Freiheit ab, quasi da, wo es Luft zum Atmen gibt. Vom Styling her war es ebenfalls sehr unkompliziert, sehr raw. So ziehe ich mich halt normalerweise auch an. Die visuelle Ästhetik ist dem Ziel gefolgt, dass es keinen roten Leitfaden gibt, sondern einfach schön auszusehen.&nbsp;</p>



<p>Bei »Luft zum Atmen« hat es sich wiederum angeboten, das Ganze brachialer zu machen, Wände zu ziehen und gewisse Räume und Abgrenzungen zu schaffen, um ein Gefühl der Einengung zu vermitteln. Das fand auch dadurch statt, dass ich schicker angezogen wurde und mehr Fokus auf dem Aussehen lag. Häufig fühlt man sich zwar geil, wenn man schick angezogen ist, aber man schlüpft, vor allem wenn man sich nicht regelmäßig so anzieht, in eine Art Figur.&nbsp;</p>



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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Das war der Grund, weshalb wir dachten, dass es passt, mich durch Kleidung und die vielen Layers einzuengen, damit ich dadurch mehr Luft zum Atmen brauche. Das visuelle Konzept von »10qm«, würde, wenn es nur um den Titel geht, thematisch besser zu »Luft zum Atmen« passen. Inhaltlich und textlich macht es aber komplett Sinn, dass »Luft zum Atmen« erwachsener, bedenklicher und ehrlich ist und sich teilweise hinter der visuellen Ästhetik versteckt.&nbsp;</p>



<p><strong>Wie geht es dir, wenn du an deine erste Tour im Mai denkst? Du hast drei Stops angekündigt, die waren direkt sold-out und dann nochmal zehn weitere im Winter.&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<p>Ja, es ist sehr wild. Es war krass, dass es schnell ausverkauft war. Es ist sehr bestätigend und schön, weil es das erste Mal ist, dass man überhaupt irgendwas richtig kaufen kann und die Leute auch bereit dazu sind. Ich bekomme jetzt auch das erste Mal so richtig mit, was für Erfahrungen die Leute mit meiner Musik haben und was sie mit was verbinden.&nbsp;</p>



<p>Ich finde Musik ist immer ein Faktor, den man mit Situationen verbindet – zumindest bei mir. Das Feedback kriegt man dann erst in persona, wenn das Publikum im Nachhinein etwas erzählt oder man es über DMs oder andere Wege erfährt. Darauf freue ich mich sehr. Auch darauf zu erfahren, worauf die Leute achten, wenn sie die Musik hören. Vielleicht machen wir auch irgendwas, dass man diese Erfahrungen sammeln, aufschreiben und irgendwo lesen kann. Würde mich auf jeden Fall sehr interessieren.&nbsp;</p>



<p>Andererseits sind es aber immer noch Zahlen, die sehr schwer greifbar sind. Wenn es im Mai dann so weit ist, wird es natürlich nochmal ein ganz anderes Gefühl.&nbsp; Aktuell wird man jeden Tag mit irgendwelchen Zahlen konfrontiert und eine Millionen Streams sind auch nicht mehr so viel wert, wie sie es vor fünf Jahren waren. Von daher hat es mich extrem gefreut und tut es auch immer noch. Richtig wird sich die Freude dann aber erst bei den Shows im Mai und denen im November, Dezember ausdrücken.&nbsp;</p>



<p><strong>Apropos Shows. Das ist jetzt dieses Jahr das erste Jahr, wo du nicht mehr mit Paula Hartmann in deiner Rolle als Live-DJ unterwegs bist. Wirst du die großen Bühnen und die turbulenten Wochenenden vermissen?</strong></p>



<p>Safe. Ich habe darüber lustigerweise vorgestern nachgedacht.&nbsp;</p>



<p>Irgendwie ist es schon cool, sich um nichts außer meine Aufgaben innerhalb der Band kümmern zu müssen und mit den ganzen Leuten zu sein. Gerade auch die großen Bühnen werde ich vermissen. Ich mag es, Platz zu haben auf der Bühne, und das ist bei meiner Größe als Künstler noch nicht so der Fall.&nbsp;</p>



<p>Andererseits freue ich mich aber auch darauf, darauf hinzuarbeiten und diesen Prozess irgendwann an meiner eigenen Person mitzuerleben. Darauf hinzufiebern, dass es irgendwann große Bühnen gibt und sich dann darüber zu freuen.&nbsp;</p>



<p>Das wird jetzt dieses Jahr das erste Mal sein, dass ich eine <strong>Paula Hartmann</strong>-Show von außen sehe, was ich sehr spannend finde. Mal schauen, wie ich das einordne. Ob mich Trauer, Freude etc. überkommt, weiß ich noch nicht. Man fühlt sich natürlich noch als Teil davon, obwohl man weiß, dass man es nicht mehr ist. Schon ein komisches Gefühl.</p>



<p>Vermissen tue ich es auf jeden Fall, aber trotzdem bin ich sehr froh, dass wir im positiven Sinne ein gutes Ende gefunden haben, mit dem alle zufrieden sind und sich auf neue Aufgaben konzentrieren und freuen können.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/paula-hartmann-jakob-furis-1024x683.jpg" alt="Paula Hartmann Credit: Jakob Furis" class="wp-image-19007" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/paula-hartmann-jakob-furis-1024x683.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/paula-hartmann-jakob-furis-300x200.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/paula-hartmann-jakob-furis-768x512.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/paula-hartmann-jakob-furis-360x240.jpg 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/paula-hartmann-jakob-furis-720x480.jpg 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/paula-hartmann-jakob-furis-770x513.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/paula-hartmann-jakob-furis.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Paula Hartmann via Jakob Furis</figcaption></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Ich habe noch eine letzte Frage zu einem anderen Thema. Es geht wieder um Lorde. Dieses Jahr kommt endlich ein neues Album. Was sind deine Gedanken dazu und was erhoffst du dir von dem Projekt?</strong></p>



<p>Ich erhoffe mir sehr viel. Ich finde es geil, weil sie konsequent alle vier Jahre ein Album droppt. Das ist schon wieder so ein kleines Add-on, was mich glücklich macht. Außerdem finde ich es sehr cool, dass aus dem Nichts gefühlt die erste Single kommt. Nicht wie bei einem <strong>Playboi Carti</strong>, der drei Jahre etwas ankündigt und dann nichts macht.&nbsp;</p>



<p>Von dem Snippet, was ich gehört habe, spricht mich auch das Soundbild wieder sehr viel mehr an als beim letzten Album. »Solar Power« war auch super schön, aber irgendwie hatte ich mich auf was anderes eingestellt.&nbsp;</p>



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<iframe title="Lorde - What Was That" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/1UpoZpMBM9Y?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>(Anm. d. Red.: Das genannte Snippet gehört zu dem, am 24. April 2025 veröffentlichten, Song »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2jNyiavSywmA472t2m6ZBz?si=41444dfef7284460">What Was That</a>« von Lorde. Das Interview hat vor diesem Release stattgefunden)</p>



<p>Ich bin sehr gespannt, was es für Produktionen werden. Insgesamt kann ich mir ehrlich gesagt gut vorstellen, dass es iconic wird.&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/friso-ueber-luft-zum-atmen-rueckschlaege-und-mac-miller">FRISO über »Luft zum Atmen«, Rückschläge und Mac Miller</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Friso über Rückzugsorte, TOOLOUDFORTHEROOM und »Melodrama«</title>
		<link>https://mostdope.tv/interviews/friso-ueber-rueckzugsorte-tooloudfortheroom-und-melodrama</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Michail Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Oct 2024 13:50:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die letzten zwei Jahre waren für FRISO wie ein endlos wirkender Marathon. Neben einer englischen EP, diversen Singles auf Deutsch, einem kürzlichen erschienen Tape mit dem Tooloudfortheroom-Kollektiv und seinem (mittlerweile ehemaligen) Amt als Live-DJ von Paula Hartmann hat er zusammen mit SOMA fleißig an seinem neuem Projekt »10qm« getüftelt. Kein Wunder, dass man da »Seitenstechen« bekommt.&#160; An einem sonnigen Spätsommermittag haben wir uns mit FRISO in Hamburg-St. Pauli getroffen, um über seine musikalischen Anfänge, Inspirationen und die jüngste EP zu [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/friso-ueber-rueckzugsorte-tooloudfortheroom-und-melodrama">Friso über Rückzugsorte, TOOLOUDFORTHEROOM und »Melodrama«</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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<p><strong>Die letzten zwei Jahre waren für FRISO wie ein endlos wirkender Marathon. Neben einer englischen EP, diversen Singles auf Deutsch, einem kürzlichen erschienen Tape mit dem Tooloudfortheroom-Kollektiv und seinem (mittlerweile ehemaligen) Amt als Live-DJ von Paula Hartmann hat er zusammen mit SOMA fleißig an seinem neuem Projekt »10qm« getüftelt. Kein Wunder, dass man da »Seitenstechen« bekommt.&nbsp;</strong></p>



<p><strong>An einem sonnigen Spätsommermittag haben wir uns mit FRISO in Hamburg-St. Pauli getroffen, um über seine musikalischen Anfänge, Inspirationen und die jüngste EP zu sprechen. Auf »10qm« verarbeitet er irgendwo zwischen Synth-Pop und Hip-Hop-Drums die turbulente Zeit der letzten Jahre. Große Bühnen vor Festivalmengen, die in logischer Konsequenz ihr Gegenstück fordern: Einen geschützten Rückzugsort zum Verschnaufen, der für jeden anders aussieht. Für manche ist es das vertraute WG-Zimmer, für die anderen eine Person oder die geliebte Heimatstadt.&nbsp;</strong></p>



<p></p>



<p><strong>Erinnerst du dich noch an die »Nie Verliebt« Releaseshow hier im Häkken, Anfang 2022?&nbsp;</strong></p>



<p>Mhm. Safe!</p>



<p><strong>Durch deinen Voract-Slot bin ich das erste Mal auf dich und deine Musik aufmerksam geworden. Du hattest auch erst ein, zwei Monate vorher deine Debüt-Single als FRISO veröffentlicht. Wie kam es dazu, dass du dich entschlossen hast, dieses Soloprojekt zu starten? Was war die Intention dahinter?&nbsp;</strong></p>



<p>Das war eigentlich die ganze Zeit schon da. Es war nie so, dass es aus einem gewissen Antrieb kam. Also quasi: „Ich bin jetzt mit Paula und mache deswegen jetzt mein eigenes Projekt.“ Es war irgendwie schon die ganze Zeit da. Ich habe auch immer zu Hause viel gemacht und hatte den Wunsch, dass es unter einem eigenen Ding laufen soll. Dass es dann parallel mit Paula passiert ist, kam eigentlich sehr organisch. Ich hab, glaub ich schon, seitdem ich jugendlich war, immer Bock gehabt auf Mucke machen. Mich nach außen zu tragen und Gefühle zu vermitteln, die ich selbst empfinde, wenn ich Musik höre. Und seitdem war das so drin.</p>



<p>Ich hatte noch ein anderes Projekt mit einem Freund zusammen und mir dabei das Produzieren beibringen lassen und gelernt, wie man eigenständig Musik macht. Das ging 2018 los und 2020 war ich dann irgendwie auch wegen Corona so richtig auf mich alleine gestellt und habe dann zuhause richtig losgelegt. Paula und ich kannten uns zwar schon vorher, haben dann aber auch begonnen, gemeinsam Musik zu machen. Es war immer ein sehr leidenschaftliches Ding, einfach anzufangen und machen und gucken zu wollen, wie weit man damit gehen kann und ob das irgendwie funktioniert. &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;</p>



<p><strong>Gab es irgendwas, was dir bei deinem früheren Projekt (FILO) gefehlt hat?</strong></p>



<p>Es war gar nicht mal so, dass mir etwas gefehlt hat. Ich glaube, das war einfach eine coole Sache zum Ausprobieren, die in eine spannende Richtung ging. Es hat sich dann einfach ganz organisch auseinander gelebt, weil der eine in eine andere Stadt weg musste oder gerade private Sachen zu tun hatte.&nbsp;</p>



<p>Wir hatten damit aber auch gar nicht den Ansporn, in zwei Jahren die größten Festivals zu spielen, sondern uns einfach ohne Druck mit einer coolen Ästhetik auszuprobieren. Und dann hat sich das einfach ein bisschen auseinander gelebt. Ich war auch im Ausland und hab’ danach alleine weitergemacht.&nbsp;&nbsp;</p>



<p><strong>Ein kleiner zeitlicher Sprung. »Sekunde« war letztes Jahr im Februar dein erster Release auf Deutsch. Was genau hat dich zum Wechsel gebracht, auf Deutsch Musik zu veröffentlichen?</strong></p>



<p>Der Song tatsächlich. Ich saß während der Corona-Zeit bei mir zu Hause und hab’ aus Jux Type-Beats durchgehört. Irgendwann bin ich auf den Beat von »Sekunde« gestoßen und es hat direkt gefunkt. Der hatte irgendetwas Einzigartiges an sich. Das Erste, was beim Freestylen dazu rauskam auf Deutsch und ich hab’ den Song einfach so fertig gemacht und allen Homies geschickt. Die haben’s direkt gefeiert.</p>



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</div></figure>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Natürlich musste ich mir vorher schon oft anhören: „Ey, warum machst du nicht mal Musik auf Deutsch?“, aber ich habe mich immer sehr dagegen gesträubt. Ich wollte nicht dieser klassische Typ Künstler sein, bei dem das Label sagt „Mach mal auf Deutsch“ und es dann so funktioniert. Mir war sehr wichtig, dass das aus eigener Intention heraus geschieht. Natürlich ist es besser im deutschen Markt, deutsche Musik zu machen, aber ich mochte diese englischen Sachen eben, weil man da gefühlt viel mehr Freiraum zum Ausprobieren hat. Man kann auch instrumental verrückter werden, ohne Angst zu haben, dass man aneckt.</p>



<p>Als ich »Sekunde« gemacht habe, war ich aber sowieso mit meinem englischen Projekt ein bisschen am kriseln und hab’ durch diesen deutschen Moment wieder neue Energie zum Musikmachen bekommen. Das war rückblickend die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können.</p>



<p><strong>Hat ja auch funktioniert.</strong></p>



<p>Stimmt. (lacht). Vielleicht.</p>



<p><strong>Wie würdest du sagen, hat sich der Wechsel von englischer zu deutscher Musik auf deinen Ausdruck und deine Kunst ausgewirkt?</strong></p>



<p>Ich habe das Gefühl, dass es deutlich rappiger geworden ist. Zwar nicht nur, aber auf »10qm« gibt es inklusive »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/44dnpEV3ALSX36p64J8cIb?si=09e9f7c330dd4d70">Kopfsache</a>« zwei Songs, die deutlich raplastiger sind. Die Instrumentals heben sich auch ein bisschen von den anderen ab, im Sinne, dass sie außerhalb meiner eigentlichen Komfortzone liegen. Auf »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/17ZAhJ2NVtpxAdemyFiRfh?si=5FmjCIbeROOZw0W7lAM6LQ">Lost Tapes</a>« hatte ich zum Beispiel viele liegende Flächen, Pads und Synthies gehabt, die dich gefühlt irgendwohin getragen haben. Bei dieser EP ist es echt gut und gerne mal ein bisschen straight in die Fresse. »Kopfsache« ist das beste Beispiel, weil es ohne groß herumerzählen direkt losgeht. Dieses textliche „Eier auf den Tisch legen“ habe ich noch nie gemacht. Sowas traut man sich als kleiner Künstler manchmal auch gar nicht.</p>



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<iframe title="FRISO - Kopfsache (prod.SOMA)" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/5yQc6fx0mTk?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Ich mach&#8217; Mucke, wenn ich mir zu viel Kopf mache / Du machst Mucke, dass sich meine Homies fragend an den Kopf fassen</strong></p>
<cite><em>»Kopfsache«</em></cite></blockquote>



<p>Im Deutschen kann man natürlich direkter und konkreter sein. Außerdem versuche ich mich nicht zu scheuen, meinen eigenen Slang zu benutzen, den zum Beispiel Leute in Freiburg nicht nachvollziehen können, weil sie nicht „Ahn mal“ oder „Ich hab ‘nen Knacks“ sagen. Das hab ich mir vor allem durch die <strong>Tooloud </strong>(Tooloudfortheroom) Kreise angeeignet. Den Mut zum Anecken. Beim Prozess von »10qm« hatten wir seit Ewigkeiten keine Musik mehr gemacht und irgendwann meinte Jakob (SOMA), „Wo sind die Eier hin?“ Dann haben wir uns »Lost Tapes« noch einmal angehört, weil es einfach sehr viel verspielter war und uns gesagt, dass wir da wieder hin wollen, halt nur auf einem viel besseren Level. Der Ansporn war, wieder außerhalb der Schubladen zu denken.</p>



<p>In dem Moment, wo ich auf Deutsch Musik gemacht habe, bin ich automatisch diesen Regeln gefolgt und habe Strophe-Hook-Strophe-Hook-Songs geschrieben. Das gefällt mir zwar auch, aber ich finde es trotzdem erfrischend, wenn man sich auch mal was traut. Wir haben uns nach langer Zeit wieder an »Lost Tapes« bedient. Sound-technisch ist es auch von dieser Schublade weggekommen „Ich mache nur Synth Sounds“ hin zu „wir bedienen uns an Gitarren, bisschen mehr Hip-Hop Beats und doch wieder sehr poppige Sachen und Hip Hop-Beats“, aber auch wieder sehr verspielt.</p>



<p><strong>Dann lass uns doch über deine neue EP »10qm« sprechen. Wenn man sich ein bisschen mit dir beschäftigt, taucht dieser Begriff im Laufe deiner Diskografie erstaunlich oft auf, sei es in einzelnen Lines oder Songtiteln. Was für eine Bedeutung hat er für dich?</strong></p>



<p>Gute Frage (lacht).</p>



<p>Mir ist selbst aufgefallen, dass ich den Namen oft unbewusst erwähnt habe und hab mir das ganze dann Mal durch den Kopf gehen lassen. Irgendwann hat es für mich Sinn ergeben. Mein damaliges WG-Zimmer war um die zehn Quadratmeter groß. Im Vertrag stand zwar eine größere Zahl, aber das ist Cap gewesen. Ich habe das als einen Schutzraum interpretiert. Diese zehn Quadratmeter, wo du halt komplett das sein kannst, was du bist und wo das auch niemand so richtig angreifen kann. Sobald diese Tür zu den Quadratmetern zufällt, bist du komplett für dich alleine und kannst alles machen, aber auch irgendwie nichts und es ist in Ordnung.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Zehn Quadratmeter werden zum Heim</strong></p>
<cite>»Damals«</cite></blockquote>



<p>Außerdem sind alle Grundsteine zu dieser EP in diesen zehn Quadratmetern gefallen. Auch schon bei »Lost Tapes«, hatte ich mir im Keller meiner Eltern ein kleines Studio gebaut, das ungefähr zehn Quadratmeter groß war. Generell alles, was mit Musik zu tun hatte, geschah immer in kleinen Räumen, die ungefähr so groß waren. Dadurch, dass Musik einfach etwas sehr persönliches ist, habe ich das als meinen Titel genommen.</p>



<p>Fun Fact: Ich bin ein Mensch, der merkt, wenn eine Tür offen ist, selbst wenn ich es nicht sehe. Schon seit ich klein bin, war das ein Ding. Ich finde, das ist sehr passend in Bezug auf den Titel: Türen müssen immer verschlossen sein.</p>



<p><strong>Dient das dann quasi auch als Rückzugsort für dich, wenn du z.B. von einem Festival zurückkommst?</strong></p>



<p>Auf jeden Fall. Wenn wir von Festivals reden, war das letztes Jahr sehr viel aufregender und eine ganz neue Erfahrung. Dieses Jahr ist es recht routiniert geworden und fühlt sich mehr an wie ein Job. Es ist trotzdem ein sehr, sehr schöner Job und macht sehr viel Spaß, aber man merkt auf jeden Fall auch die Schattenseiten auf einmal. Wenn man nach Hause kommt und irgendwie energielos ist, dann sind die zehn Quadratmeter auf jeden Fall ein Schutzraum, so ein kleiner Bunker.</p>



<p><strong>Du hast das Thema eben schon angerissen. Es hat sich im Vergleich zu »Lost Tapes« 2021/22 sehr viel verändert. Von Englisch zu Deutsch, damals im Elternhaus, jetzt geht es mit Paula und Tooloudfortheroom langsam nach oben. Was würdest du sagen, ist gleich geblieben und verbindet die beiden Projekte?</strong></p>



<p>Die Person, mit der sie gemacht wurden. <strong>SOMA </strong>halt. Das ist auf jeden Fall einer der wichtigsten Faktoren daran, weil es mir unfassbar einfach fällt, mit ihm Musik zu machen. Vor allem, weil er auch sehr unverkopft ist. Wenn wir an etwas nicht weiterkommen, dann ist es so. Andererseits weiß er innerhalb dieser kurzen Zeit, die wir uns jetzt kennen, so vier Jahre, komplett zu verstehen, was ich feiere und was er noch ergänzen kann an dem, was ich schon gemacht habe. Von daher ist SOMA ein sehr, sehr wichtiger Bestandteil, der gleich geblieben ist.</p>



<p>Ich glaube, der Anspruch an die Musik ist auch weiterhin gleich. Ich bin immer noch sehr bedacht, was Texte angeht und mag es nicht, etwas zu schreiben, wo ich mir dann denke „ah, die Line ist ein bisschen kitschig oder irgendwie nicht das, was es sein soll oder nur ein Zweckreim.“ Dann möchte ich mich eher noch einmal reinfuchsen und gucken, ob etwas besseres bei rumkommt.&nbsp;&nbsp;</p>



<p>Und ja, das Umfeld generell. Es hat sich natürlich viel verändert, aber das Umfeld ist von Anfang an immer das gleiche geblieben. Mit Tooloud und mit Paula hat sich wenig verändert, außer die Strukturen im Hintergrund. Man ist jetzt mit einem Label gesignt und irgendwie sind da professionellere Personen mit involviert.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Tooloud-01660-1.jpg"><img decoding="async" width="819" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Tooloud-01660-1-819x1024.jpg" alt="" class="wp-image-16561" style="width:703px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Tooloud-01660-1-819x1024.jpg 819w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Tooloud-01660-1-240x300.jpg 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Tooloud-01660-1-768x960.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Tooloud-01660-1-1229x1536.jpg 1229w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Tooloud-01660-1-1639x2048.jpg 1639w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Tooloud-01660-1-500x625.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Tooloud-01660-1-800x1000.jpg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Tooloud-01660-1-1280x1600.jpg 1280w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Tooloud-01660-1-770x962.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Tooloud-01660-1-1400x1750.jpg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Tooloud-01660-1.jpg 1701w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Rufus Engelhard</figcaption></figure>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Wie hast du SOMA eigentlich kennengelernt?</strong></p>



<p>Sehr Hamburg-mäßig irgendwie. Ich kannte jemanden, der ihn auch kannte und war abends unterwegs mit dem und er meinte so: „Hey, hast du Bock auf einen Sit-in?“ Wir sind dann hin, aber ich kannte niemanden. Ich hab mich dann mit <strong>moé</strong>, <strong>SOMA</strong> und <strong>ELEF</strong>, die ja schon ihre Gang waren, ein bisschen über Musik ausgetauscht und meine schlecht aufgenommenen, alten, englischen Demos gezeigt. SOMA hat da schon, trotz all dem, meine Vision gecheckt. Eine Woche später haben wir uns dann getroffen und sind zusammen ins Studio gegangen. Ab da lief alles sehr organisch.&nbsp;</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Es gab dieses Lager in Altona mit moé, ELEF und SOMA und ich hatte kurz vorher die ganzen Harburger Jungs kennengelernt: <strong>Sant</strong>, <strong>lenzy</strong>, <strong>Lawin </strong>und so. Ich hab mir dann gedacht, dass wir irgendwie alle denselben Humor haben und es doch passen würde, wenn mir mal zusammen chillen. Dann haben wir uns date-mäßig verkuppelt, woraus dann das größere Tooloudfortheroom entstanden ist. Das gab es vorher schon auf der Harburg Seite und wir haben das dann zusammengeführt. Ist alles ganz organisch passiert. Voll geil!</p>



<p><strong>Lass uns mal direkt bei Tooloudfortheroom bleiben. Du rappst zwar ein bisschen auf »10qm«, aber ich würde sagen, dass das bei deinen Parts von Tooloud mehr im Vordergrund steht. Trennst du diese Stile bewusst?</strong></p>



<p>Ja, ich glaube schon, weil es eine Möglichkeit bietet, das mal in einem Kontext auszuprobieren, der eh schon raplastig ist, wohingegen sowas im eigenen Projekt vielleicht ein bisschen fehl am Platz wäre.</p>



<p>Als wir das Tooloud-Album gemacht haben, gab es diese Skizze zu »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2xQBa4dio9urty1bQqJcii?si=3a7a8af8f7244efe">Wolkenträume</a>« und alle meinten so: „Irgendwie haben wir Bock, dass Friso auch einen Rap-Part hat.“ Vorher hat es nie richtig funktioniert, aber bei »Wolkenträume« ging alles sehr fix und das war geil. Das war das erste Mal, dass ich mich wirklich getraut habe zu rappen und auch cool damit war. Ich glaube, man bietet sehr viel Angriffsfläche, wenn man als Nicht-Rapper anfängt zu rappen, aber im Rahmen von »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/69tis1ay5SU50ABmfsNY31?si=MRmFQqVwSEKHHL4GiKcyoA">lemvig</a>« konnte ich da sehr unverkopft rangehen.</p>



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<iframe title="tooloudfortheroom - Wolkenträume (Offizielles Musikvideo)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/j7jyjzAgeTk?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Und ich rede nicht mit dir, weil ich verpack&#8217; alles in Songs. Das ist ein bisschen wie entkomm&#8217;n</strong></p>
<cite>»Wolkenträume«</cite></blockquote>



<p>Trotzdem vermischt es sich teilweise mit dem eigenen Projekt, wie man jetzt zum Beispiel auf »Kopfsache« und »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/0vzjfPCA1P7IWxOFsvJqxh?si=4e1da9306fa34ce2">Seitenstechen</a>« hört. Ich würde mich aber nie als Rapper bezeichnen, sondern eher als Sänger, der sich ab und zu daran bedient. Ich bin auch einfach mit Rap aufgewachsen, und deswegen findet sich das teilweise in meiner Musik wieder.</p>



<p><strong>Kleiner Themenwechsel jetzt. Lorde – »Melodrama«.</strong></p>



<p>Geil!</p>



<p><strong>Ich finde ihren Einfluss auf »Lost Tapes« sehr auffällig. Deine Musik ist mittlerweile erwachsener geworden und entfernt sich damit teilweise von diesem jugendlichen, euphorischen Gefühl, was sowohl »Lost Tapes« als auch »Melodrama« vermitteln. Hat sie dich bei dieser EP trotzdem noch inspiriert und wenn ja, wo?</strong></p>



<p>Immer. »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/2B87zXm9bOWvAJdkJBTpzF?si=YvPkctrxRtetxVkPFYWn6w">Melodrama</a>«, das Album, inspiriert mich gefühlt jeden Tag, weil die Produktion unfassbar spannend ist und das auch immer noch ein Ansporn beziehungsweise ein Maßstab ist, den ich für mich setze.</p>



<p>Bei »Lost Tapes« habe ich eher versucht, Gefühle nachzustellen von bestimmten Songs, die ich selbst feier, wohingegen das Album bei »10qm« mehr in die Details eingeflossen ist. Mir ist bei »Melodrama« aufgefallen, dass es ganz viele Ebenen und Details hat, die man vielleicht erst beim achten Mal durchhören erkennt. Das findet sich zum Beispiel auch im Intro der EP »Alles« wieder, was recht verspielt ist und viele kleine Details enthält, die irgendwo in den Vocals stattfinden.</p>



<p><strong>Für mich fängt vor allem (die Pre-Hook von) »Ampullen« diese Leichtigkeit von »Melodrama« sehr gut ein. Was genau meinst du damit, dass du „die Lichter in Ampullen abfüllst“?</strong> </p>



<p>Das ist eher metaphorisch gemeint. Es geht darum, die Energie dieser Stadt zu speichern und dann immer darauf zugreifen zu können, wenn ich woanders bin. Ich war, glaube ich, den ganzen Sommer, wenn es hochkommt, eine Woche in Hamburg und dann direkt wieder weg. Mir ist es wichtig, wenn ich dann hier bin, mich aufzusaugen und neue Energie zu sammeln.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="FRISO - Ampullen (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/GWhObw_hBwM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Hast du noch andere Künstler*innen, die dich im Allgemeinen, aber insbesondere bei der EP inspiriert haben?</strong></p>



<p>Ich muss das ein bisschen rekapitulieren, weil die Songs teilweise entweder anderthalb Jahre alt sind oder halt erst vor kurzem entstanden sind. Deswegen ist es eine sehr breite Zeitspanne. Lorde ist auf jeden Fall immer mit dabei. Ich habe, glaube ich, zu dem Zeitpunkt, an dem die ganzen Songs entstanden sind, viel von <strong>The 1975</strong> gehört. Gerade was die poppigen Sachen angeht, finde ich die einfach sehr, sehr, sehr spannend. Die haben auf jedem Album mindestens einen Track, der komplett mit Autotune und Trap ist, was gar nicht zu denen passt, aber es ist irgendwie geil. Auch eine <strong>070 Shake</strong> ist auf jeden Fall mit dabei!</p>



<p>Es sind weniger einzelne Künstler*innen, sondern wirklich mehr so ein Mischmasch aus einzelnen Songs. <strong>The Blaze</strong> ist auf jeden Fall auch immer noch eine starke Referenz, auf die ich immer wieder zurückgreife, weil die sehr krasse Gefühle vermitteln können. Ich glaube, <strong>Frank Ocean</strong> hört man auch. Er ist immer ein guter Verweis, immer eine gute Sache, zu der man aufschauen kann.</p>



<p><strong>Vielleicht auch »tru.«?</strong></p>



<p>Ja, das wollte ich gerade sagen! »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/0SyO17NG4tEWWMc0lRocfb?si=gSHW7mnqR8-0DoCrxj3LUA">tru.</a>«<strong> </strong>ist ein Album, das ist auch goated. Das sind so Sachen, die sehr spannend von der Produktion sind. Gesangsmäßig und topline-mäßig lasse ich mich gar nicht so inspirieren, sondern finde eher Momente cool von irgendwelchen Songs. Das meiste, von dem ich mich viel inspirieren lasse, sind die Instrumentals. Da ist halt »tru.« krass und »Melodrama«, »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/3mH6qwIy9crq0I9YQbOuDf?si=e5_Hr4xBTA68byd77m8lKA">Blonde</a>« und The Blaze auch. Ich glaube, diese Inspirationen haben sich seit vielen Jahren wenig verändert.</p>



<p></p>



<p><strong>Ich hatte bei der EP das Gefühl, wenn du über den schnellen Verlauf der letzten zwei, drei Jahre sprichst, passiert das meistens mit einem negativen Beigeschmack. Worauf, würdest du sagen, bist du besonders stolz?</strong></p>



<p>Ich bin schon sehr stolz darauf, wie schnell sich das alles entwickelt hat, weil es nicht selbstverständlich ist. Es gibt Leute, die das seit 8 Jahren oder 10 Jahren machen und entweder noch nicht an dem Punkt sind oder erst nach 8 Jahren an dem Punkt waren.</p>



<p>Ich bin auch sehr stolz darauf, das alles mit meinen Freunden machen zu dürfen und dabei sehr uneingeschränkt agieren zu können. Mir war es jetzt zum Beispiel bei dem Vertrag, den ich unterschrieben habe, auch wichtig, dass da nichts mit Tooloud clasht, weil ich das einfach als eine sehr hohe Prio sehe, da mitmachen zu dürfen und meinen Senf dazugeben zu können.</p>



<p>Vor allem auf Tooloudfortheroom bin ich sehr stolz, weil es nochmal einen anderen Kosmos aufgemacht hat. Ich muss nicht meinen Kopf 100% reinstecken, um geile Sachen zu machen. Es reicht, wenn ich 10% dazugebe und die restlichen 90% werden von den anderen gemacht. Außerdem hat sich das alles organisch entwickelt, aus eigener Kraft heraus.</p>



<p>Es ist ganz schwer eine klare Sache auszumachen, weil dieses Jahr alles voll zur Normalität geworden ist. Ich würde, glaub ich, einfach dieses Jahr sagen. Das war sehr augenöffnend. Vor allem die Paula-Tour, auch wenn es gar nicht um mich da geht, sondern einfach nur darum, dass man dabei ist, das war sehr krass. Und dann zu sehen, dass da Freunde die halbe Tour als Voract begleiten. Auch geil!</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/IMG_7764.jpeg"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/IMG_7764-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-16552" style="width:708px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/IMG_7764-1024x1024.jpeg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/IMG_7764-300x300.jpeg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/IMG_7764-150x150.jpeg 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/IMG_7764-768x767.jpeg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/IMG_7764-500x500.jpeg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/IMG_7764-800x799.jpeg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/IMG_7764-120x120.jpeg 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/IMG_7764-240x240.jpeg 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/IMG_7764-360x360.jpeg 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/IMG_7764-540x540.jpeg 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/IMG_7764-720x720.jpeg 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/IMG_7764-770x769.jpeg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/IMG_7764-125x125.jpeg 125w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/IMG_7764.jpeg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Jakob Furis</figcaption></figure>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Bisschen off topic, aber ich habe Anfang des Jahres eine Ausbildung abgeschlossen.&nbsp;</p>



<p><strong>Glückwunsch!</strong></p>



<p>Danke. (lacht). Es war absolut nicht das, was ich machen wollte. Es war ein Feld, das interessant war, aber trotzdem auf lange Sicht ein ziemlich standardmäßiger Bürojob. Ich habe immer gedacht, nach einem Jahr breche ich da ab, wenn es mit Musik laufen sollte, aber ich habe es zweieinhalb Jahre durchgezogen. Ich bin im Nachhinein sehr dankbar, dass ich da gepusht wurde!</p>



<p>Ich bin auch sehr stolz auf die EP, die wir gemacht haben. Wir haben gestern nochmal kleine Feinarbeiten gemacht und irgendwie ist es sehr schön, ein Projekt zu haben, bei dem man sagen kann, „wir haben wirklich das Beste rausgeholt“. Das ist ein schönes, geschaffenes Stück Kunst, was ich sehr gerne präsentieren will.</p>



<p>Jakob ist an gewesen (Anm. d. Red.: “an” wie eine Maschine). Er hat wirklich Sachen da gemacht, von denen ich noch nie vorher gehört habe&nbsp;</p>



<p><strong>Man merkt vor allem bei »Lost Tapes« sehr, dass du ein Fan von Konzeptprojekten bist. Die ganze EP wird verbunden durch Geräusche eines Kassettenspielers und bei »10qm« gibt es auch klassisch Intro, Outro und Interlude. Ist ein Album etwas, was dich aktuell reizt?</strong></p>



<p>Voll. Es ist so, dass diese EP, die wir jetzt gemacht haben, immer noch konzeptionell ist, es sich aber auf eine andere Art und Weise äußert. Man merkt das mehr im generellen Konzept der EP und in den Visuals. Mit dem Namen wird einfach ein bisschen rumgespielt. Ich kann gerade noch nicht mehr verraten, aber das Projekt »10qm« ist auf jeden Fall noch nicht beendet.&nbsp;<br></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/friso-ueber-rueckzugsorte-tooloudfortheroom-und-melodrama">Friso über Rückzugsorte, TOOLOUDFORTHEROOM und »Melodrama«</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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