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	<title>J Dilla Archive - Mostdope</title>
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	<title>J Dilla Archive - Mostdope</title>
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		<title>Common &#038; Pete Rock über gutes Timing und die Liebe zur Musik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannah Wietbrock]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Aug 2024 11:22:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn man die Musik von Common und Pete Rock beschreiben möchte, dann geht das nur mit ganz großen Gefühlen. Weil es genau darum in der Musik der beiden geht, und das schon seit über dreißig Jahren. Beide sind Meister ihres Fachs. Common ist dabei nicht nur ein wahrer Künstler, wenn es um hohe Lyrik geht, sondern hat sich nebenbei auch noch eine beachtliche Karriere in der Filmindustrie erarbeitet. Pete Rock hat die Schule von J Dilla in die heutige Zeit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Wenn man die Musik von Common und Pete Rock beschreiben möchte, dann geht das nur mit ganz großen Gefühlen. Weil es genau darum in der Musik der beiden geht, und das schon seit über dreißig Jahren. Beide sind Meister ihres Fachs. Common ist dabei nicht nur ein wahrer Künstler, wenn es um hohe Lyrik geht, sondern hat sich nebenbei auch noch eine beachtliche Karriere in der Filmindustrie erarbeitet. Pete Rock hat die Schule von J Dilla in die heutige Zeit gebracht, und wenn es ums Samplen geht, wird kaum über das Thema gesprochen, ohne dass sein Name fällt.</strong></p>



<p><strong>Nach all den Meilensteinen müssen sie niemandem mehr etwas beweisen, und genau das hört man auch in ihrer Musik. »The Auditorium Vol. 1«, das neue und erste gemeinsame Album der beiden, ist erfüllt von Herz und Seele und füllt damit eine Lücke, die sich in den letzten Jahren gebildet hat. Wir hatten die Gelegenheit, über ZOOM mit beiden zu sprechen.</strong></p>



<p></p>



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<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Es waren nur wir beide, die rumsaßen und wieder einen Draht zueinander fanden, nachdem wir uns jetzt schon all die Jahre kannten. Einfach wieder diese Verbindung zueinander aufbauen, die Musik hören und vor allem die Musik auch lieben.</strong></p>
<cite>Common über die Zusammenarbeit mit Pete Rock</cite></blockquote>



<p><strong>Ihr beide kennt euch seit Anfang der neunziger Jahre und habt bereits 1998 auf »Verbal Murder 2« kollaboriert. Wieso mussten wir solange auf ein gemeinsames Album von euch beiden warten?</strong><br><strong>Pete Rock:</strong> Wir haben uns schon länger danach gesehnt, auf diese Weise zusammenzuarbeiten. Wir haben phasenweise unterschiedliche Wege im Hip Hop eingeschlagen. Common ist zudem ein großartiger Schauspieler, er macht Filme und sowas. Als es im Hip Hop drunter und drüber ging, wählten wir einen anderen Weg. Ich suchte mir meinen Weg, indem ich einfach andere Sachen innerhalb der Musik machte. Aber Gott hat seine eigene Zeit, in der er Menschen wieder zusammenführt. Er macht keine Fehler. Als es dann unsere Zeit war, machten wir auch was draus.<br><strong>Common:</strong> Timing ist wirklich alles. Pete und ich haben beide unterschiedliche Erfahrungen gesammelt und Dinge getan. Er hat seine Produktion, die er auf dem »Petestrumentals« Alben veröffentlichte, und wie er eben Musik mit Live Musiker*innen macht. Außerdem Deejaying und alles, was er begriffen und durchs Leben gelernt hat und auch ich erlebt habe. Ob es nun einfach Alben machen ist, manche experimentell, manche Hip Hop basiert. All das hat uns beide geschärft. Als wir nun also zu diesem Zeitpunkt zusammengekommen sind, fühlte sich das Timing einfach gut an. Es war nicht nur dieses Gefühl, dass wir wirklich gewachsen und bessere Creator geworden sind. Sondern auch das Timing für Leute, die Appetit auf Hip Hop haben, ist ehrlicherweise gerade großartig. Wie Pete schon sagte, Gottes Timing ist perfekt.<br><strong>Pete Rock:</strong> Yes, exactly.</p>



<p></p>



<p><strong>Und was war der ausschlaggebende Moment, in dem ihr zueinander gesagt habt: Wir müssen jetzt mit dem Album anfangen?</strong><br><strong>Pete Rock:</strong> Einfach weil es der perfekte Zeitpunkt war, absolut großartiges Timing. In diesem Genre ein Album zu machen, dem die Leute Bedeutung schenken&#8230; Das war meine Taktik, einfach ein großartiges Album zu machen. Common liebte die Beats, die ich ihm gab. Das gleiche gilt für mich, wenn ich seine Lyrics höre. Ich mag ein paar der Dinge, die er aufschreibt, eigentlich alle, weißt du?<br><strong>Common:</strong> Ja, als wir erstmals wieder zusammen waren&#8230; Ich bin raus zu Petes Haus gefahren und er spielte mir dort all diese Beats vor. Es waren nur wir beide, die rumsaßen und wieder einen Draht zueinander fanden, nachdem wir uns jetzt schon all die Jahre kannten. Einfach wieder diese Verbindung zueinander aufbauen, die Musik hören und vor allem die Musik auch lieben. Man, Pete ist in der Lage, all diese unterschiedlichen Stile von Musik zu kreieren. Er fragte mich einfach: &#8220;Oh du willst Sample-Joints?&#8221; Und ich meinte nur: &#8220;Ja, mehr will ich nicht.&#8221; Und dann war er so: &#8220;Ja klar, das liefere ich dir!&#8221;<br>Zu dem Zeitpunkt wussten wir schon: Das wird ein ganzes Projekt. Ich will jetzt nicht heucheln. Wir wussten nicht, dass es dieses Level erreichen würde, aber es ist dann so geschehen, und dafür danke ich Gott. Ich wusste, dass wir beide schöpferisch sind, aber die Art unseres Zusammenspiels und die Art, wie sich das Album anhört, ist einfach sehr kraftvoll für mich. Dafür danken wir Gott. Ihm würde ich auch den Ruhm der Musik zuschreiben.<br><strong>Pete Rock:</strong> Ja, genau so.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Ich bin immer dabei, mir alles um mich herum anzuhören, weißt du? Selbst wenn ich es nicht mag, höre ich es mir trotzdem an. Nur so bleibst du relevant.</strong></p>
<cite>Pete Rock über die Relevanz neuer Einflüsse</cite></blockquote>



<p><strong>Hattet ihr schon eine Idee, was das Ziel sein soll, bevor ihr ins Studio gegangen seid?</strong><br><strong>Pete Rock:</strong> Ja manchmal machen wir diese rough Takes, weißt du? Er schickt mir dann eine rohe Version meines Beats mit Lyrics und fragt: &#8220;Yo, was hältst du davon?&#8221; Ich höre mir das dann an und wenn es etwas gibt, das mir nicht gefällt, dann sage ich ihm das auch. Aber solche Momente, wo ich Kritik und Änderungswünsche ausgesprochen habe, gab es fast nie. Die meisten Lieder, die er schreibt, sind perfekt. Ungefähr die Hälfte des Albums haben wir innerhalb des ersten Viertels des Albumprozesses fertig gehabt. Das ist definitiv unsere Taktik, wenn wir zusammenarbeiten.</p>



<p><strong>Ihr hab »The Auditorium Vol. 1« quasi gemacht, um den Hip Hop der neunziger Jahre zu zelebrieren. Es ist auch die Ära, aus der ihr beide kommt. Hat sich eure Herangehensweise von damals zu heute geändert?</strong><br><strong>Pete Rock:</strong> Ich bin immer dabei, mir alles um mich herum anzuhören, weißt du? Selbst wenn ich es nicht mag, höre ich es mir trotzdem an. Nur so bleibst du relevant. Ich versuche immer, an mir und meiner Denkweise zu arbeiten und wie ich an Musik herangehe zu ändern, eben weil wir in 2024 sind. Das sind die Dinge, an denen ich schon immer gearbeitet habe. Seit den Neunzigern bis heute. Aber der Sound ist nur eine Aura der Neunziger, nur das Gefühl, es ist wirklich neue Musik und ein neuer Stil. Das kann Common bestätigen.<br><strong>Common:</strong> Ja, das stimmt wirklich. Als ich angefangen habe zu rappen, wusste ich einfach nur, dass ich dope sein will. Ich wusste nichts über Songstrukturen oder all diese Dinge. Und ich bin auch froh, dass es so war, weil gewisse Dinge einfach natürlich kamen und funktioniert haben. Alles im Hip Hop ist, wie Pete mal sagte: &#8220;It&#8217;s free, man.&#8221; Es geht nicht nur darum, einen Sixteen-Hit zu haben, aber manche Songs verdienen halt einen 16er. Heute wissen Pete als Produzent und Komponist und ich als Songwriter einfach: &#8220;Man dieser Song, wie zum Beispiel »Dreamin’«, da will ich einen Sixteen Bar Vers draus machen, sobald wir die Hook richtig haben, könnte das wirklich…<br><strong>Pete Rock:</strong> &#8230; ein sehr schöner&#8230;<br><strong>Common:</strong> &#8230; ja genau, ein schöner, ein geglückter Song werden.&#8221; Aber auf einem Song wie »Stellar« kann ich einen 24-Bar-Vers nehmen. Wir wissen da einfach, dass es direkt in die Köpfe gehen wird. Und ich denke, in der Lage zu sein, sich Musik so zu nähern, dass wir die Persönlichkeit eines Beats und eines Songs erkennen und wissen, was daraus werden kann, wie man daraus einen großartigen Track macht. Daran bin ich selber gewachsen. Ich lernte immer mehr darüber, wie man Hooks macht und Songs zusammen stellt. Ich schätze gut gemachte Songs. Wenn ich mir <strong>Stevie Wonder</strong> anhöre, oder <strong>Atlantic Starr </strong>oder sogar eine <strong>Cleo Sol</strong>. Ich mag es einfach, Songs zu machen.</p>



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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Wo wir gerade über Künstler*innen sprechen, die du magst <strong>–</strong> auf dem Album benutzt ihr eine Menge Samples von Artists wie Aretha Franklin, Loleatta Holloway oder Roy Ayers Ubiquity. Was ist eure Verbindung zu diesen Musiker*innen?</strong><br><strong>Pete Rock:</strong> Oh, einfach alles, weißt du? Das war unsere erste Hip Hop Musik in den späten Siebzigern und frühen bis Mitte der Achtziger. Die Disco-Ära, in der Schwarze Musiker*innen funky Discomusik machten, die wir liebten und mit der wir aufgewachsen sind. Genau das gleiche gilt für Common, weil Chicago einen großen Stolz besitzt, wenn es um diese Form von Schwarzer Musik geht. Und dazu steppen sie und machen all diese wunderschönen Dinge, wenn diese Schwarze Musik gespielt wird. Das sind diese Künstler*innen, nach denen ihr fragt, das ist die Musik, die wir schon als Kinder aufgesogen haben.</p>



<p><strong>Das ist jetzt vielleicht eine sehr deutsche Frage, aber Common, du benutzt in deinen Lyrics oft das Wort &#8220;Soul&#8221; und das spiegelt sich genauso auch in der Musik wider. Natürlich haben wir alle ein allgemeines Verständnis davon, was das Wort bedeutet. Aber was bedeutet es speziell für euch und wieso ist die Seele so ein essenzieller Teil eurer Musik?</strong><br><strong>Common:</strong> &#8220;Soul&#8221; ist dieses spirituelle und himmlische Ding, das Gott jedem Menschen auf dem Planeten gegeben hat. Deine Seele, weißt du? Wenn jemand sagt: Ich spüre es in meiner Seele. Dann in der Lage zu sein, sich musikalisch mit der Seele von jemandem zu verbinden&#8230; Das bedeutet auch, dass es aus deiner eigenen Seele kommen muss, aus deiner Wahrheit und deinem Geist. Es muss aus der wahrhaftigsten Form gegeben werden, auf die befreiendste Weise.<br>Ich glaube, Soul Music hat die Möglichkeit, das Leben von Menschen zu verändern, eben weil es die Seele berührt. Musik inspiriert Menschen, es heilt Menschen und motiviert sie. Ich rede immer über die Seele, weil es das ist, was ich mit meiner Musik berühren möchte. Ich möchte in der Lage sein, deine Seele zu berühren, dein Herz, noch mehr als deinen Verstand. Weil du denkst und intellektuell sein willst, aber darum geht es nicht! Wie lässt dich diese Musik fühlen? <br>Das ist der Kram, der bei mir schon mein ganzes Leben lang nachhallt. Ob es nun beim Filme gucken ist oder sogar die Zeit, die ich mit Menschen verbringe. Wie fühle ich mich in diesen Zeiten? Ich glaube, Dr. <strong>Maya Angelou </strong>hat etwas darüber gesagt: Wenn du eine Person triffst, geht es nicht darum, was sie sagt, sondern wie du dich dabei gefühlt hast. Und ich denke, danach suche ich auch in der Musik. Wie kann ich das reinste Gefühl in mir selbst und meinem Kollaborateur erreichen, sodass wir es Menschen ermöglichen, auch etwas zu fühlen? Ohne bestimmen zu können, was sie fühlen?<br>Das ist immer das eine, um das es geht, wenn man versucht Musik zu beschreiben und die Kreation von Musik. Aber es ist eben nur ein Teil, weil es eigentlich gar nicht geht. Es geht nicht, weil es zu überragend ist. Es ist eher so: &#8220;Yo, ich kann dir nur so viel über meine Gefühle sagen, aber vielleicht bist du in der Lage zu fühlen, wie ich mich gefühlt habe.&#8221; Man kann es nicht immer in Worte fassen. Aber für mich geht es darum, das zu nutzen, was Gott kreiert hat und unsere Musik dazu zu bringen, das ebenfalls anzuzapfen und der Menschheit zu überliefern.</p>



<p><strong>Wenn man jetzt an die aktuelle erfolgreiche Mainstream Musik denkt, besonders was gerade so im Hip Hop trendet, glaubt ihr dann, dass eine Teil dieser Seele fehlt? Oder verloren gegangen ist?</strong><br><strong>Pete Rock:</strong> Schon ein bisschen, aber dann haben sie es wiederum ein bisschen zurückgebracht. Es ist jetzt vielleicht ein bisschen beschleunigt, aber das ist nun mal der Stil der jüngeren Generation: ein bisschen geistreich und mit viel Aufregung. Die Art, wie wir es damals getan haben, war einfach zu sampeln. Mit den Drums dazu hat es dann funktioniert. Es ist ein perfektes Beispiel dafür, wie Soulmusik zurückgebracht wurde, indem man sie in den Hip Hop integrierte.</p>



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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Ich denke, dieses Element im Hip Hop ist immer notwendig. […] Hip Hop war da schon immer real. Ob wir dir erzählen, wie es in Queensbridge ist, oder in Vernon, oder Chicago oder wie Compton wirklich ist.</strong></p>
<cite>Common über Authentizität im Hip Hop</cite></blockquote>



<p><strong>Da ihr beide schon lange Teil von Hip Hop seid, habt ihr sehr viele Subgenres und Stile mitbekommen, von denen es einige schon gar nicht mehr gibt. Dennoch sind viele Artists bis heute inspiriert durch den Hip Hop der Neunziger, indem sie Boom Bap Drums und Soul Samples verwenden. Warum glaubt ihr ist dieser Neunzigersound noch immer so relevant?</strong><br><strong>Pete Rock:</strong> Da muss ich direkt eine Sache sagen: Ich möchte mich bei <strong>J Dilla </strong>bedanken, er war ein wichtiger und essentieller Teil dieses Genres. Er hat viele Dinge zurückgebracht, von denen die Leute gar nichts mehr wussten, weißt du? Er war der Grund, wieso Producer wie ich sehr, sehr doll auf das achteten, was er machte, und uns dadurch auch gezwungen wurden, uns selbst zu verbessern. Es ist mir sehr wichtig, das einmal zu sagen.<br><strong>Common:</strong> Ja, und ich denke auch das Ding mit 90er Musik ist, dass diese immer noch existieren kann, selbst wenn es nur in kleinen Kreisen ist, liegt daran, dass sie einfach <em>wahr</em> ist. Eine gewisse Rohheit. Die Menschen sehnen sich danach in der Welt. In dieser ganzen politischen Korrektheit, in der Menschen zu große Angst davor haben, die Wahrheit zu sagen&#8230; Hip Hop war da schon immer <em>real</em>. Ob wir dir erzählen, wie es in Queensbridge ist, oder in Vernon, oder Chicago oder wie Compton wirklich ist. Und wir erzählen es, wie wir das erzählen wollen.<br>Ich denke, dieses Element im Hip Hop ist immer notwendig. Und die Boombapness des ganzen ist einfach&#8230; Boom Bap kommt, danach Soul und Musik der Achtziger. Boom Bap und Hip Hop waren das nächste Genre, das die Welt erobert hat und sich bis heute sich dort gehalten haben. Das liegt daran, dass Boom Bap immer noch so satt ist und einige der Traditionen anderer Musikgenres weiter trägt. <br>Pete Rock kann über seine ganze Sammlung sprechen. Der Mann besitzt Musik aus all diesen unterschiedlichen Genres. Genau das bedeutet es, Traditionen aus Musik weiterzutragen. Dadurch bleiben wir fresh. Und ich muss ehrlich sein, besonders in den letzten Jahren bin ich mehr in <strong>MF Doom </strong>drin als zuvor und man, der Typ hatte ein breites Publikum und er hat nie versucht, es irgendwem recht zu machen. Das war befreiend für mich. Weil, auch wenn das Radio für einige Leute relevant ist, gibt es wiederum andere Leute, die es eben nicht benutzen, um erfolgreich zu werden und dadurch ihre Kunst so ausdrücken, wie sie es wollen und Leute damit berühren.</p>



<p><strong>Redet ihr deshalb auch über Hip Hop als Bewegung und nicht nur als Genre?</strong><br><strong>Pete Rock:</strong> Es war definitiv schon immer eine Bewegung. Eine meiner Lieblings Hip Hop Gruppen, die auch richtig kraftvoll ist, ist <strong>Public Enemy</strong>. Aber wenn man von einzelnen Artists redet, dann wären es Emcees wie <strong>Rakim</strong>, <strong>KRS One</strong>, <strong>Big Daddy Kane</strong>, solche eben. Das ist die Richtung, in die wir das Schiff steuern wollen. <br><strong>Common:</strong> Genau, und diese Bewegung, wie Pete schon sagte, mit Public Enemy und KRS. Das hörte nicht bei den Songs auf, sie beeinflussten die Art, in der die Leute dachten. Ich habe über bestimmte Bücher der Bibel gelernt, weil Chris das runterbrach: &#8220;Abraham was the father of Isaac. Isaac was the father of Jacob…&#8221; Ich lernte über verschiedene Schwarze Anführer*innen durch <strong>Chuck D</strong>. Das ist Schule. Genau das ist die Bewegung. Und die Leute haben stolz afrikanische Medaillen getragen und dadurch konnte es mehr werden als nur die Musik. Es ist die Art, in der wir redeten. Wenn man darüber nachdenkt, dann ist das eines der Dinge, die Amerikanische Schwarze und Latinos kreiert haben, die unsers ist. Es wurde von keinem Konzern bestimmt und keiner konnte es wahrlich zerstören. Von daher ja, etwas sehr kraftvolles.</p>



<p><strong>Ein wichtiger Teil davon sind Lyrics und Lyricism. Ich muss da an Rapsody denken und ihr neustes Album »Please Don’t Cry«, wo sie zum einen das Thema Sexismus in der Industrie anspricht. Es ist auch einer der Gründe, wieso sie nicht die Anerkennung bekommt, die sie verdient hat. Das ist auch etwas, das ihr auf dem Album behandelt: Anerkennung für, ich nenne es jetzt mal </strong>&#8220;<strong>wahre Musik</strong>&#8220;<strong>, wo Lyrics und Beats Bedeutung haben, könnt ihr dazu was sagen?</strong><br><strong>Pete Rock:</strong> Zum Thema Beats: Ich war schon immer eine sehr tiefgründige, gefühlvolle Person. Wenn ich Platten oft abspiele, dann höre ich da eine Menge sentimentaler Sachen. Und dann arbeite ich einfach rückwärts, damit es sich mehr nach Hip Hop-Soul anhört, weißt du? Dann präsentiere ich es Common und er macht den Rest und das macht es dann zu einer Soulful-Hip-Hop-Platte.&nbsp;<br><strong>Common:</strong> Ja, und für mich ist das auch einer der Gründe, weshalb Pete so echt und wahrhaftig ist. Dafür können wir ihn zelebrieren und seinen Fortschritt anerkennen, genau aus den Gründen, die du gerade genannt hast. Es gibt Leute, die diesen populären Ort nicht anerkennen. Es geht um die Liebe, die du für die Musik haben solltest. Mit diesem Album wollen wir natürlich hunderte Millionen von Menschen erreichen, aber das wird es nicht. Wen wir damit erreichen werden, war nicht der Keim, aus dem wir kreiert haben. Es geht einfach nur darum, zu tun was wir lieben.<br><strong>Pete Rock:</strong> Yeah.<br><strong>Common: </strong>Und ich denke, Rap(sody) tut auch das, was sie liebt. Sie ist ein MC. Es ist großartig, wenn es Künstler*innen gibt, wie wir sie schon genannt haben: MF Doom oder auch <strong>Earl Sweatshirt</strong>. Für mich tun sie das, weil sie es lieben. Wen es erreicht, den erreicht es. Und ich denke, darüber gibt es eine Menge zu sagen: über Dinge, die manchmal nicht den ganzen Weg zum Mainstream schaffen. Dennoch haben sie ein Publikum, das sich danach sehnt, die zu deinen Shows kommen, denen es wichtig ist und die dann dein Merchandise kaufen. Sie lieben die Musik und spielen sie auch. In einem anderen Interview sprachen Pete und ich darüber, dass wir niemals vom Geld motiviert waren. Wir kreieren der Kreativität zuliebe. Du hoffst, dass es möglichst viele Menschen erreicht, aber du musst es aus einem Ort heraus schaffen, der der wahrhaftigste ist.</p>



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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Ein anderes Problem beim Thema Anerkennung ist auch der Unterschied, der zwischen Produzent*in und Künstler*in gemacht wird. Das Thema geht gerade wieder viel durch die Medien. Auf eurem Album habt ihr es schon mal anders gelöst, ihr habt das Album zusammen veröffentlicht und steht mit euren Namen gleichwertig nebeneinander. Wie fühlt ihr die Dynamik zwischen Künstler und Produzent?</strong><br><strong>Pete Rock:</strong> Ich liebe es einfach, weil ich einen guten MC habe, mit dem ich Musik machen kann.&nbsp;<br><strong>Common:</strong> Ja, das stimmt, und ich denke auch wir Artists würden ohne Produzent*innen keinen Erfolg haben. Ich meine, was sollen wir tun? Wozu sollen wir singen oder rappen? Besonders bei einem Producer wie Pete Rock, bei allem was er schon für die Industrie und Musik getan hat. Es ist einfach großartig mitzuerleben, wenn wir an Orte gehen und die Leute sagen: Man, ich kann es kaum erwarten, das neue Pete Rock Album zu hören! Einen Künstler neben einen Produzenten zu stellen, der sich auf diese Weise etabliert hat und einen eigenen Sound besitzt. Es ist großartig, dass Producer genauso anerkannt werden, einfach weil sie so viel bedeuten.</p>



<p><strong>Ja, vor allem wenn man bedenkt, wie damals alles angefangen hat&#8230;</strong><br><strong>Pete Rock:</strong> Ja, ja, sicher!<br><strong>Common:</strong> Exactly!</p>



<p><strong>Weil ihr beide das schon so lange erfolgreich macht, habt ihr auch eure Fußabdrücke in der Bewegung hinterlassen. Gibt es noch Ziele, die ihr erreichen wollt? Was bleibt euch noch zu erreichen?</strong><br><strong>Pete Rock:</strong> Oh, ich denke, da gibt es noch eine Menge.. Ich mag kochen und sowas. Also, vielleicht werde ich als nächstes Chefkoch und koche dann richtig. Wie wär&#8217;s damit? (alle müssen lachen)<br><strong>Common:</strong> (schmunzelt noch) Ich meine für mich&#8230; Ich möchte unbedingt weiter als Künstler wachsen. Ich habe das Ziel, noch mehr Musik mit Pete Rock zu machen und Musik zu machen, die einfach Musik ist, die ich liebe und die die Leute dann hoffentlich auch lieben. Natürlich möchte ich auch als Schauspieler wachsen und mehr Filme und Serien in die Kinos da draußen bringen. Ich würde auch gerne produzieren. Eines meiner Ziele ist es, dass Pete Rock den Soundtrack für etwas macht, das ich produziere, für einen Film oder etwas fürs TV. Das wäre eines meiner Ziele.</p>



<p><strong>Dafür hättest du unsere vollste Unterstützung!&nbsp;</strong><br><strong>Common: </strong>Das ist eines meiner Ziele.</p>



<p><strong>Perfekt! Und es gibt eine offensichtliche Frage, die wir abschließend stellen müssen: Euer Album heißt »The Auditorium Vol. 1«, gibt es schon Pläne für Vol. 2? Könnt ihr da schon was zu sagen?</strong><br><strong>Pete Rock: </strong>Es ist am köcheln, ich würde sagen, es köchelt.<br><strong>Common:</strong> Ja, wie er&#8217;s schon sagt, es ist am köcheln.&nbsp;</p>
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		<title>The Pharcyde &#8211; 20 Jahre nach dem letzten Album geht die Gruppe endlich wieder auf Welttournee</title>
		<link>https://mostdope.tv/events/the-pharcyde-20-jahre-nach-dem-letzten-album-geht-die-gruppe-endlich-wieder-auf-welttournee</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Feb 2024 14:02:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Pharcyde ist eins der Aushängeschilder des 90er Jahre Los Angeles Underground Hip-Hop. Seit Ende der 80er Jahre aktiv, ist die Gruppe vor allem für Oldschool Hip-Hop Heads und junge Fans von Backpackrap unverzichtbar. Die Gruppe brach auseinander und kam in den letzten 20 Jahren immer mal wieder für Konzerte zusammen. Ohne neues Album, aber mit allen drei Gründungsmitgliedern gehen The Pharcyde nun auf große Tour. Darunter sind auch drei anstehende Termine in Deutschland Pure 90s Nostalgia Auch wenn der Name [&#8230;]</p>
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<p><strong>Pharcyde ist eins der Aushängeschilder des 90er Jahre Los Angeles Underground Hip-Hop. Seit Ende der 80er Jahre aktiv, ist die Gruppe vor allem für Oldschool Hip-Hop Heads und junge Fans von Backpackrap unverzichtbar. Die Gruppe brach auseinander und kam in den letzten 20 Jahren immer mal wieder für Konzerte zusammen. Ohne neues Album, aber mit allen drei Gründungsmitgliedern gehen The Pharcyde nun auf große Tour. Darunter sind auch drei anstehende Termine in Deutschland</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Pure 90s Nostalgia</h2>



<p>Auch wenn der Name <strong>The Pharcyde</strong>, oder auch <strong>The Far Side</strong>, leider nicht sofort allen geläufig ist, so gibt es doch Tracks, bei denen es bei jeder Person sofort Klick machen sollte. Wer bei dem Track »Runnin’« nicht direkt hellhörig wird, empfehlen wir dringend Nachhilfe. Produziert von <strong>J Dilla</strong> ist es der wohl erfolgreichste Track der Gruppe.<br>Zuletzt gab es 2019 eine Gänsehaut-Pur-Neuinterpretation des Tracks für den <strong>Queen &amp; Slim</strong> Soundtrack (2019). <strong>Blood Orange</strong>, <strong>Ian Isiah</strong> &amp; <strong>Jason Arce</strong> haben die Essenz des Originals perfekt eingefangen und daraus den eindringlichen Song »Runnin’ Away« geschaffen.<br>Generell muss man bei The Pharcyde sagen, dass ihre Musik pure 90s Nostalgia erweckt, die gerade deshalb gerne von Filmen und Serien genutzt wird: <strong>Mid90s</strong> (2018), <strong>Atlanta</strong> (S2, 2028) oder <strong>Tag</strong> (2018) bedienen sich alle beim Repertoire der Gruppe um oftmals dramatische und emotionale Momente zu kreieren.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Runnin&#039; Away (From &quot;Queen &amp; Slim: The Soundtrack&quot;)" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/K1NyYCMf1do?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Dabei ist The Pharcyde Ende der 80s und in den 90s besonders als kompletter Gegenpol zu Gangsta-Rap Gruppierungen wie <strong>N.W.A</strong> aufgekommen, die damals hauptsächlich die Hip-Hop Szene der Westcoast repräsentierten. <br>Durch Laid Back Beats mit einigen der besten Produktionen von <strong>J Dilla</strong> und <strong>J-Swift</strong> gepaart mit Lyrics, welche die feine Linie zwischen Humor und kritischen sozialen Kommentaren halten, gab es direkt Vergleiche zu Gruppen wie <strong>De La Soul</strong> oder <br><strong>A Tribe Called Quest</strong>. Zwei Acts, mit denen sie immer wieder auch gemeinsam performen und zusammenarbeiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Welttournee</h2>



<p>Nun ist es fast 20 Jahre her seit Pharcydes letztem Album »Humboldt Beginnings« (2004). Bis auf seltene Singlereleases gab es wenig Neues von der Gruppe.<br>Zuletzt erschien 2023 überraschend die erste neue Single »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=R92SHRsb8IM" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Slhick Tawlk</a>«, die hierzulande leider wieder etwas unterging. Trotz wenig neuem Material ist <br>The Pharcyde ein Act, den man sich besonders live nicht entgehen lassen sollte. <br>Kein bisschen ausgewaschen performen sie noch genauso energetisch wie zu Anfang.</p>



<p>In Hamburg spielte The Pharcyde bereits im November 2023 in einem restlos ausverkauften <strong>Mojo Club</strong>. In Deutschland stehen im März noch weitere Termine an: am 10.03. in München und gefolgt vom 11.03. in Frankfurt.</p>



<p>Tickets gibt es unter diesem <a href="https://www.eventim.de/artist/the-pharcyde/">Link</a> zu bestellen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/the-pharcyde-tour-2024-web-2-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-13707" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/the-pharcyde-tour-2024-web-2-1024x1024.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/the-pharcyde-tour-2024-web-2-300x300.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/the-pharcyde-tour-2024-web-2-150x150.jpg 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/the-pharcyde-tour-2024-web-2-768x768.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/the-pharcyde-tour-2024-web-2-500x500.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/the-pharcyde-tour-2024-web-2-800x800.jpg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/the-pharcyde-tour-2024-web-2-120x120.jpg 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/the-pharcyde-tour-2024-web-2-240x240.jpg 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/the-pharcyde-tour-2024-web-2-360x360.jpg 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/the-pharcyde-tour-2024-web-2-540x540.jpg 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/the-pharcyde-tour-2024-web-2-720x720.jpg 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/the-pharcyde-tour-2024-web-2-770x770.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/the-pharcyde-tour-2024-web-2-125x125.jpg 125w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/the-pharcyde-tour-2024-web-2.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p></p>
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		<title>IDK verbindet sich mit Kaytranada für die gemeinsame EP »Simple.«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannah Wietbrock]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 May 2022 15:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soundchecks]]></category>
		<category><![CDATA[Denzel Curry]]></category>
		<category><![CDATA[Hip Hop]]></category>
		<category><![CDATA[House]]></category>
		<category><![CDATA[IDK]]></category>
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		<category><![CDATA[Mother Marygold]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>IDK gehört zu einer neuen Generation von Hip-Hop Künstler*innen, die sich nicht an die Regeln der Mainstream-Mehrheit halten, sondern wie auch Denzel Curry oder Vince Staples einfach ungestört ihr eigenes Ding durchziehen und sich dabei nicht beirren lassen. Obwohl IDKs letztes Album »USEE4YOURSELF« erst letzten Sommer erschien legt der Rapper aus Maryland dieses Jahr direkt nach. »Simple.« ist das dritte Studio Album des Künstlers, das diesmal im Ganzen von KAYTRANADA produziert wurde. Der kanadische DJ mit Wurzeln aus Haiti ist [&#8230;]</p>
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<p><strong>IDK gehört zu einer neuen Generation von Hip-Hop Künstler*innen, die sich nicht an die Regeln der Mainstream-Mehrheit halten, sondern wie auch Denzel Curry oder Vince Staples einfach ungestört ihr eigenes Ding durchziehen und sich dabei nicht beirren lassen. Obwohl IDKs letztes Album <a href="https://www.youtube.com/watch?v=TFvCpluJC3I" target="_blank" rel="noreferrer noopener">»USEE4YOURSELF«</a> erst letzten Sommer erschien legt der Rapper aus Maryland dieses Jahr direkt nach. »Simple.« ist das dritte Studio Album des Künstlers, das diesmal im Ganzen von KAYTRANADA produziert wurde. Der kanadische DJ mit Wurzeln aus Haiti ist bekannt für seinen Produktionsstil, der Old School Hip-Hop à la J Dilla mit House Musik verbindet und so schon aus manchen Hip-Hop Heads einen Elektromusik Fan gemacht hat.&nbsp;</strong></p>



<p>Das Album geht sowohl musikalisch wie auch thematisch nahtlos ineinander über. Als Intro sowie Outro dient ein Skit der verstorbenen Schauspielerin und Comedian <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=w2m4zpSuPg8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">LaWanda Page</a></strong>. Im Introtrack »<a href="http://youtube.com/watch?v=TKKDMTLMAAw" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Drugstore</a>« erfahren wir durch den Anfang des Skits nur, dass es auf eine Reise geht, die Pointe gibt es erst zum Schluss im letzten Track »Paris to Southeast«. Typisch für <strong>KAYTRANADA</strong> laufen die Songs perfekt ineinander über und so fühlt es sich mehr an wie ein einheitliches Set als unterschiedliche Songs. Auch wenn der Beat uns quasi auf die Reise führt, ist es <strong>IDK</strong> der die Geschichte erzählt. Es geht um den Kontrast zwischen dem Dealen auf der Straße, härteren Umständen und dem mittlerweile erreichten Erfolg sowie dem damit verbundenen Luxus. »Drugstore« ist dabei genau die richtige Einleitung für diese Stimmung. Unterstützt werden die beiden hier von der Künstlerin <strong>Mother Marygold</strong>. Gefolgt von einem weiterem Skit geht es mit »Dog Food« dann direkt über in einen der stärksten Tracks, auf dem IDK und <strong>Denzel Curry </strong>sich die Hand reichen (hier gehts zur <a href="https://mostdope.tv/international-releases/international-releases-kw17" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Review</a>).&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="IDK &amp; Denzel Curry - Dog Food (prod. KAYTRANADA) [Official Music Video]" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/Aw443tQ0FrI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Kurz durchatmen lässt einen wortwörtlich der Song »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=24zOxa46SzA" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Breathe</a>«, der in der Mitte des Albums einen ruhigen Moment verschafft, und damit die perfekte Verbindung zwischen dem Vorgänger »<a href="http://youtube.com/watch?v=7cr03aONVpI" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zaza Tree</a>« und dem sehr dynamischen und beinahe hypnotischen Beat von »Taco« ist. Mit Taco ist hier, wie im Video erklärt, nicht etwa das mexikanische Gericht gemeint sondern die Hülle einer explosiven Waffe. Genau der richtige Titel, denn in typischer <a href="https://www.youtube.com/watch?v=UEqhmAUvmXk" target="_blank" rel="noreferrer noopener">KAYTRANADA</a>-Manier bleibt hier kein Fuß still und dennoch geht IDK niemals in den Beats unter. Vielmehr behauptet er sich mit seinen Lyrics und kann über die acht Tracks des Albums sein ganzes Können unter Beweis stellen. Von wortgewandten harten Raplyrics auf »Taco«, melodischem Sprechgesang auf »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=rIg109Bm1L0" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Code</a>« hin zu Gesangskünsten im Post-Chorus auf »Dog Food« zeigt IDK, wie vielfältig sein Talent ist und warum man ihn auf keinen Fall unterschätzen sollte. In dem Outrotrack »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=pTrJ8RROz24" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Paris to Southeast</a>« erfahren wir endlich die Pointe des Witzes: Wir können überall hinfliegen, alles sehen, essen, trinken und in Fülle konsumieren. Wir müssen nur erst lernen, wie man das Flugzeug in die Luft bekommt.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="IDK - Taco (prod. KAYTRANADA) [Official Music Video]" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/-Gz_AFG8XO4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>IDK und KAYTRANADA kommen in diesem Album extrem harmonisch zusammen. Es ist ein perfektes Zusammenspiel aus tanzbaren Electro House-Tracks und alternative Hip-Hop. Trotz der Kürze des ganzen Albums &#8211; acht Songs, 18:18 Minuten &#8211; ist es zwar ein kurzes, aber dafür sehr facettenreiches Album. Durch die nahtlosen Übergänge ist es auf jeden Fall eines der Alben, das man sich problemlos mehrmals hintereinander anhören kann und es trotzdem noch genauso feiert wie beim ersten Mal.</p>
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		<title>Phife Dawgs posthumes album »Forever« ist endlich da. Mit Features von Busta Rhymes, Redman uvm.</title>
		<link>https://mostdope.tv/news/neues-album-phife-dawg-forever</link>
					<comments>https://mostdope.tv/news/neues-album-phife-dawg-forever#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Mar 2022 09:43:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[9th Wonder]]></category>
		<category><![CDATA[A Tribe Called Quest]]></category>
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		<category><![CDATA[Phife Dawg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gestern ist das neue Album von Phife Dawg erschienen &#8211; und es ist nicht irgendein Album gewesen. Am 22. März 2016 ist der A Tribe Called Quest viel zu früh im Alter von nur 45 Jahren verstorben und nun, auf den Tag genau sechs Jahre später, ist sein posthumes Album »Forever« erschienen. Schon zu Lebzeiten hat er mit dem Projekt begonnen, seine Familie und Crew haben das Album jetzt fertiggestellt und so seiner Legacy ein Denkmal gesetzt. 13 Tracks beinhaltet [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Gestern ist das neue Album von Phife Dawg erschienen &#8211; und es ist nicht irgendein Album gewesen. Am 22. März 2016 ist der A Tribe Called Quest viel zu früh im Alter von nur 45 Jahren verstorben und nun, auf den Tag genau sechs Jahre später, ist sein posthumes Album »Forever« erschienen.</strong></p>



<p>Schon zu Lebzeiten hat er mit dem Projekt begonnen, seine Familie und Crew haben das Album jetzt fertiggestellt und so seiner Legacy ein Denkmal gesetzt. 13 Tracks beinhaltet »Forever«, auf denen Phife mal solo und mal mit vielen seiner Weggefährten noch ein letztes Mal seine Wortgewandtheit unter Beweis stellt. <strong>Busta Rhymes</strong>, <strong>Pos </strong>(von <strong>De La Soul</strong>) oder <strong>Redman </strong>sind nur einige der Namen, die ihm auf diesen Album den Tribut zollen. Dazu kommen Instrumentals von der ebenfalls verstorbenen Producerlegende <strong>J Dilla</strong> oder <strong>9th Wonder</strong>. Es beweist, welche prägende Rolle <strong>Phife </strong>und <strong>ATCQ </strong>im Allgemeinen für die Hip-Hop Welt gespielt haben.</p>



<p><br>RIP Malik Isaac Taylor aka Phife Dawg!</p>
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		<title>Joey Bada$$ &#8211; B4.DA.$$</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Matthi Hilge]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jun 2021 13:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Essentials]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Before (B4) the (DA) money ($$) – schon sein Debütalbumtitel zeigt, zu welchen Wortspielen&#160;Joey Bada$$&#160;imstande ist. Das Spiel mit seinem Künstlernamen wird in den ersten Lines auf »Paper Trail$«, dem Herzstück des Albums, noch weiter getrieben, als er die Zeit vor der Rapkarriere reflektiert: „Before the money there was love / but before the money it was tough“. Nicht nur leere Rap-Phrasen, denn auch mit seinen jungen Jahren hatte Joey Bada$$ schon beide Seiten der Medaille gesehen. Schon ohne Album [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/essentials/joey-badass-b4-da-ss">Joey Bada$$ &#8211; B4.DA.$$</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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<p><strong>Before (B4) the (DA) money ($$) – schon sein Debütalbumtitel zeigt, zu welchen Wortspielen&nbsp;Joey Bada$$&nbsp;imstande ist. Das Spiel mit seinem Künstlernamen wird in den ersten Lines auf »Paper Trail$«, dem Herzstück des Albums, noch weiter getrieben, als er die Zeit vor der Rapkarriere reflektiert: „Before the money there was love / but before the money it was tough“.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Joey-Bada-B4.DA_._02-1024x1024.jpg" alt="Staff Pick: Joey Bada$$ - B4.DA.$$" class="wp-image-1008"/><figcaption class="wp-element-caption">Backcover von B4.DA.$$</figcaption></figure>



<div style="height:35px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Nicht nur leere Rap-Phrasen, denn auch mit seinen jungen Jahren hatte <strong>Joey Bada$$</strong> schon beide Seiten der Medaille gesehen. Schon ohne Album im Rücken ist der damals gerade 17-Jährige groß rausgekommen in der Hip-Hop Szene. Mit seinem Debütmixtape »1999« präsentierte er seinen Sound erstmals einem breiteren Publikum und sorgte damit für ordentlich Clout und durchweg positive Kritiken aus allen Ecken. Projekte mit seinem mitbegründeten New Yorker Rapkollektiv&nbsp;<strong>Pro Era</strong>&nbsp;taten nebenbei ihr Übriges. Keine Frage, die Erwartungen an ein Debütalbum hätten kleiner sein können, als er schließlich an seinem 20. Geburtstag mit »B4.DA.$$« sein erstes richtiges Album veröffentlichte.</p>



<p>Der Ruf, der ihm seit den ersten Bars seines »1999« Mixtapes immer vorausgeeilt ist: Da ist jemand, der den Sound der 90er wiederbelebt und die Golden Era in Ehren hält. Und auch wenn Joey selber erst 1995 geboren ist und damit die Hochphase höchstens in Windeln mitbekommen hat – er wird den Erwartungen wieder absolut gerecht. Der Sound lässt durchgehend an Größen wie&nbsp;<strong>Nas&nbsp;</strong>oder&nbsp;<strong>Big L</strong>&nbsp;erinnern. Kein Wunder, wenn man auf die Produzentenliste schaut:&nbsp;<strong>DJ Premier</strong>&nbsp;reiht sich an&nbsp;<strong>The Roots</strong>&nbsp;an (die einen&nbsp;<strong>J Dilla</strong>-Beat weiterverarbeiten) und auch Pro Eras Hausproduzenten&nbsp;<strong>Kirk Knight</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Chuck Strangers</strong>&nbsp;wissen genau, wie man die Köpfe zum Nicken bringt. Textlich findet im Album ebenso eine klare Einordnung statt: »Paper Trail$« kann als gelungener Part 2 des&nbsp;<strong>Wu-Tang</strong>-Überhits »C.R.E.A.M« gesehen werden und auch bei »Piece of Mind« lassen sich gewisse Parallelen zu Nas&#8217; »One Love« ziehen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Joey Bada$$ - &quot;Paper Trail$&quot; (Official Music Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/stoLqWXsIOY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:35px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Trotzdem – und das ist das Kunststück bei Joey – wird die 90er-Nostalgie hochbeschworen, ohne dass es hängengeblieben wirkt. Das macht das Album und Joey im Allgemeinen so herausstechend.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/essentials/joey-badass-b4-da-ss">Joey Bada$$ &#8211; B4.DA.$$</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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