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	<title>Track by Track Archive - Mostdope</title>
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	<title>Track by Track Archive - Mostdope</title>
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		<title>Verifiziert über das Dasein als sad baddie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Magnus Menzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2026 12:14:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Domiziana]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Für Veri sind Verletzlichkeit und Selbstbewusstsein keine Gegensätze, sondern grundlegende Bestandteile ihrer Attitüde”, heißt es im ersten Beitrag, den wir 2021 über verifiziert veröffentlicht haben. Seitdem hat die Wienerin eine eindrucksvolle Entwicklung hingelegt. Aus der aufstrebenden Newcomerin ist eine unhatebare Szenegröße – mit einer wholesome Community (samt Discord-Server sowie bald auch Livestreams auf Twitch) und gefragten Songwritingskills (unter anderem für Popstars wie JORIS) – geworden. Inmitten aller Veränderung bleibt Veri sich treu. Wien ist noch immer die Comfort Zone und „Verletzlichkeit [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/verifiziert-track-by-track-ueber-traurigkeit-wut-und-heilung">Verifiziert über das Dasein als sad baddie</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong><em>„Für Veri sind Verletzlichkeit und Selbstbewusstsein keine Gegensätze, sondern grundlegende Bestandteile ihrer Attitüde”,</em> heißt es <a href="https://mostdope.tv/next-up/verifiziert-vertraeumt-durch-wien">im ersten Beitrag</a>, den wir 2021 über verifiziert veröffentlicht haben. Seitdem hat die Wienerin eine eindrucksvolle Entwicklung hingelegt. Aus der aufstrebenden Newcomerin ist eine unhatebare Szenegröße – mit einer wholesome Community (samt <a href="https://discord.gg/sQf9nJycEF">Discord-Server</a> sowie bald auch Livestreams auf Twitch) und gefragten Songwritingskills (unter anderem für Popstars wie JORIS) <strong>–</strong> geworden. <br>Inmitten aller Veränderung bleibt Veri sich treu. Wien ist noch immer die Comfort Zone und „<em>Verletzlichkeit und Selbstbewusstsein” </em>bilden auch auf der jüngst erschienen »sad baddie anthem«-EP das Kernmotiv, vielleicht mehr denn je. Wir haben die Künstlerin Track by Track zu der EP und dem Dasein als <em>sad baddie</em> befragt!</strong></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<div style="height:26px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Der Titel gibt ja schon einiges vorweg, aber wie würdest du in eigenen Worten beschreiben, was die Grundidee der EP ist, auch in Abgrenzung zum Vorgänger »arizona 2012«?</strong></p>



<p>In der EP geht es im Großen und Ganzen um Trennungen und das nicht nur im romantischen Kontext, sondern auch Trennung von Freundschaften und Trennung von sich selbst, also wenn man sich ein bisschen verliert. Dazu kamen dann meine Sad-Baddie-Features, die ja auch alle vereint, dass sie gut darin sind, traurige Songs zu machen. Ein paar von den Songs sind auch in der Zeit entstanden, in der »arizona 2012« entstanden ist. Aber ich wollte das bewusst aufteilen, weil »Arizona« sich für mich wie ein Sommerprojekt angefühlt hat – und »sad baddie anthem« gehört in die kalte Jahreszeit. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. »denk drüber nach</strong>« (mit hidden Feature)</h2>



<p>Feature? Nö, das bin ja alles ich. (<em>lacht</em>) Also »denk drüber nach« ist ein Song, in dem es um eine beste Freundschaft geht. Genauer gesagt um eine beste Freundinnenschaft, die immer schon existiert, mit der man wahnsinnig viel erlebt hat, sowohl Gutes als auch Schlechtes, die sich im Älterwerden zwar verläuft – weil es schwieriger wird, sich regelmäßig zu sehen – die im Kern aber trotzdem noch bestehen bleibt. Dafür habe ich eine gute Musikfreundin gefragt, ob sie nicht zwei Zeilen singen möchte. Der Name wird nicht bekannt gegeben. Aber sie hat mir die Ehre erwiesen und diese Zeilen gesungen, weil sie den Song auch sehr gefühlt hat.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Wir haben beide geweint, auch wenn nur eine müsste</strong>.</p>
</blockquote>



<p><strong>Ich hatte das Gefühl, dass der Song über diese Freundschaft den Rahmen dafür setzt, dass das »sad baddie anthem«-Motiv auch sehr viel mit Solidarität unter „<em>sad baddies</em>” zu tun hat, die du dann wiederum musikalisch zusammenbringst.&nbsp;</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Kopie-von-IMG_3038-819x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-20628" style="width:248px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Kopie-von-IMG_3038-819x1024.jpeg 819w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Kopie-von-IMG_3038-240x300.jpeg 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Kopie-von-IMG_3038-768x960.jpeg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Kopie-von-IMG_3038-1229x1536.jpeg 1229w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Kopie-von-IMG_3038-770x963.jpeg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Kopie-von-IMG_3038.jpeg 1320w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure>
</div>


<p>Ja voll! Das war mir auch wichtig im Prozess. Ich habe mich viel mit meinen Girls ausgetauscht und mit anderen Musikerinnen. Es war sehr schön, mit vielen Frauen zu arbeiten. Meine A&amp;R (<strong>Lara Bette</strong>, Anm. der Redaktion), die auch viel mitgewirkt hat, zum Beispiel das Cover und mit mir Social-Media-Pläne erstellt hat, die ist selbst auch eine <em>sad baddi</em>e.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. »sex and the city</strong>«</h2>



<p>»sex and the city« ist ja der einzige Song, der keine Single war und der ist recht spontan entstanden. Ich war in einer Songwriting-Session mit einem Musiker, der dann früher gehen musste, bin mit dem Produzenten <strong><a href="https://www.instagram.com/markuswilfinger/">Markus Wilfinger</a></strong> noch im Studio geblieben und dann haben wir einfach diesen Song gemacht. Also es hat sich irgendwie richtig schön ergeben. Ich habe schon ein paar Erinnerungen von mir selbst einfließen lassen, aber eigentlich ist es eher die Geschichte einer fiktiven Person, die daheim rottet in Depression und nichts macht, was eigentlich gut für sie ist, außer <em>Sex and the City</em> zu schauen. Für mich war die Hook so ein Bild davon, dass man sich in dieser Leere, damit man wenigstens irgendwas spürt, einen Bootycall anruft, wo wieder etwas aufflammt, aber gleich wieder weg ist und dann geht der ganze Loop von vorne los. Diese Spirale von sich selbst verlieren und sich selbst ablenken – das ist für mich die Geschichte, die »sex and the city« erzählen soll. Das ist der Song, den ich vorhin meinte, als ich von der „Trennung von sich selbst” gesprochen habe.</p>



<p><strong>Wo du gerade Markus Wilfinger erwähnt hast, kannst du uns vielleicht einen Abriss geben, mit welchen Produzenten du in der Entstehung der EP zusammengearbeitet hast?</strong></p>



<p>Bei den meisten Songs hatte <strong><a href="https://www.instagram.com/pradahenny/">Hnnzy</a></strong> seine Finger im Spiel, weil ich mit ihm jetzt ein gemeinsames Studio habe. Seit der »arizona 2012«-EP ist er ein fester Bestandteil meines Teams und hilft mir viel, zum Beispiel was die Sound-Ästhetik betrifft. Er war übrigens auch der Namensgeber der EP.</p>



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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Insgesamt sind eigentlich alle, die an der EP beteiligt sind, gute Friends von mir, mit denen ich auch schon davor zusammengearbeitet habe. Es war schon alles so in einem Kreis und es ist alles in Wien entstanden.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. »besser so</strong>«</h2>



<p>Bei »besser so« war <strong>Luna</strong> in Wien und hat mich gefragt, ob wir nicht einen Tag lang Musik machen wollen. Und ich habe mir gedacht: „Unbedingt!” Wir kannten uns schon von einem Songwriting-Camp und hatten uns da voll gut verstanden. Dann haben wir nach einem gemeinsamen Nenner gesucht, worüber wir schreiben könnten – nicht dass man den zwingend braucht, aber es ist halt schon cool für so einen gemeinsamen Song. Dann sind wir auf das Thema gekommen, dass wir beide, bevor wir Musik gemacht haben, beste Freundinnen hatten, die irgendwann nicht mehr so gut damit umgehen konnten, dass wir jetzt auch in dieser anderen Szene stattfinden, die sie irgendwie nicht verstehen. Das ist ziemlich toxic geworden und hat die Freundschaft sehr anstrengend und stressig gemacht. Außerdem war es bei uns beiden so, dass sich die Freundinnen jeweils noch voll an dieser Freundschaft, wie sie davor war, festgeklammert haben und uns basically gesagt haben, dieser Beruf tue uns nicht gut. Dann sind wir beide zum gleichen Fazit gekommen: Es ist ja jetzt viel besser so. Der Freundin tut es nicht gut, wenn sie sich die ganze Zeit darüber ärgert, was wir machen. Und uns tut es nicht gut, wenn uns die ganze Zeit irgendjemand sagt, dass das kein gutes Umfeld ist. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" width="576" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Kopie-von-IMG_3039-576x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-20629" style="aspect-ratio:0.5625000186588459;width:347px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Kopie-von-IMG_3039-576x1024.jpeg 576w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Kopie-von-IMG_3039-169x300.jpeg 169w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Kopie-von-IMG_3039-768x1366.jpeg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Kopie-von-IMG_3039-864x1536.jpeg 864w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Kopie-von-IMG_3039-1152x2048.jpeg 1152w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Kopie-von-IMG_3039-770x1369.jpeg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Kopie-von-IMG_3039.jpeg 1320w" sizes="(max-width: 576px) 100vw, 576px" /></figure>
</div>


<p>Long story short: Wir haben den Song dann Wort für Wort gemeinsam geschrieben und damit ist »besser so« entstanden. Kurz gefasst geht es darum, dass Freundschaften sich verlaufen dürfen und dass genau das manchmal auch wichtig ist, wenn man nicht in die gleiche Richtung geht.&nbsp;</p>



<p><strong>Hast du das Gefühl, dass die ganze EP so einen heilsam positiven Grundgedanken verkörpert, auch wenn es eigentlich im ersten Eindruck traurige Songs sind?</strong></p>



<p>Ja, ich finde schon. Ich finde genau dafür das Wort »sad baddie« so passend. Traurigkeit macht einen manchmal ein bisschen schwach. Wenn man traurig ist oder enttäuscht wird, dann wird man kleiner. Aber als <em>Baddie</em> hat man dann trotzdem diese Wut. Die wiederum macht einen viel stärker, wenn man so sauer auf irgendwas reinkommt. Eine »sad baddie« zu sein meint dann das Selbstverständnis: „Hey, wir sind gerade traurig, aber wir sind <em>Baddies</em>, deswegen kriegen wir das schon hin!”</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. »mein zimmer</strong>«</h2>



<p>Hier war das Writing ähnlich wie bei Luna, dass wir uns überlegt haben, was uns gerade so beschäftigt und durch den Kopf schwebt. Dann sind wir im Gespräch auf ein Thema gekommen, dass man sich irgendwie manchmal, wenn man in so eine Limerence verfällt, in eine Obsession mit einem Crush, dass man sich teilweise ungewollt total für die Person verändert – dass man dann zum Beispiel sein Zimmer so einrichtet, wie es die Person mögen könnte. Und dass man sich durch diesen riesigen, intensiven Crush selbst voll verliert und gar nicht mehr weiß, wer man ist, was man möchte und ob es das überhaupt wert ist. Dann haben wir auch hier jedes Wort zusammengeschrieben und es war insgesamt ein sehr besonderer Writing-Prozess. Wir waren sicher so zehn Stunden im Studio, <strong>Domiziana</strong> hat uns Tarot gelegt und wir haben Tee getrunken – richtig healing irgendwie. Es sind sogar Tränen geflossen während der Session und es war einfach total schön. Wir waren zu viert, mit Hnnzy und <strong><a href="https://www.instagram.com/johannes_madl/">Johannes Madl</a></strong>, und alle waren ganz beseelt am Ende, als der Song fertig war.&nbsp;&nbsp;</p>



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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. »people pleaser</strong>«</h2>



<p>Ja, »people pleaser«, das bin ich nun mal. Ich glaube, das ist der älteste Song von der EP. Den haben wir immer wieder neu gemacht, gemeinsam mit <strong><a href="https://www.instagram.com/foodforthoughtmusic/">Food for Thought</a></strong>, weil ich nicht ganz zufrieden war und das ist jetzt die neueste Version. Aber die Idee von People Pleaser steht auf jeden Fall schon sehr lange. Das war in einer Zeit, in der ich gemerkt habe: Ich mache Dinge viel lieber für andere als für mich selbst. Seitdem ich das gelernt habe, ist es besser geworden. Aber damals konnte ich sehr gut aus dieser extremen People-Pleaser-Perspektive schreiben, weil ich es so gut von mir kenne, dass man Dinge für andere macht, anstatt für sich selbst. Der Song soll dafür so ein Wake-up-Call sein.</p>



<p><strong>Für dich selbst oder für andere People-Pleaser?</strong>&nbsp;</p>



<p>Für andere, dass sie sich beim Hören selbst ertappt fühlen.&nbsp;</p>



<p><strong>Hast du dann auch Feedback bekommen, dass Leute sich darin wiedergefunden haben?&nbsp;</strong></p>



<p>Ja, sehr viel. Sehr viele Girls, wirklich hauptsächlich Frauen eigentlich. Ich weiß nicht, was das aussagt. Aber auf jeden Fall haben sich viele wiedergesehen in dem Text.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. »sad baddie anthem</strong>«</h2>



<p>»sad baddie anthem« hatte auch einen sehr schönen Entstehungsprozess. Das war bei einem Songwriting Camp, wo wir Hnnzy spontan mitgenommen haben, weil ein anderer Produzent ausgefallen ist. Es war der erste Tag des Camps, am Attersee im Mai, also richtig idyllisch. Wir hatten unabhängig voneinander Sessions mit anderen Leuten, die so um 10 am Abend vorbei waren. Und dann haben wir gesagt, irgendwie müssen wir jetzt noch was gemeinsam machen. In dieser Nacht ist »sad baddie anthem« entstanden, innerhalb von drei Stunden. Wenn Songs so schnell entstehen, fühlt sich das immer ganz richtig an. Es war so ein Song, den man nach der Session in Dauerschleife anhört, weil man irgendwie noch gar nichts checkt, was man da gerade gemacht hat. Es geht um gefühlt alle meine Ex-Romanzen und Ex-Beziehungen zusammengefasst als eine Person und darum, zu erkennen, wo ich besseres verdient habe. Und dass es auch okay ist, sowas mal durchzumachen, weil ich im Endeffekt, also durch toxische Beziehungen gelernt habe, wo ich meine Bar setzen möchte. My bar is high! Jetzt kriege ich nur noch Princess Treatment. Das soll andere ermutigen, sie auch hoch anzusetzen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" width="590" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Kopie-von-IMG_3041-590x1024.jpg" alt="" class="wp-image-20630" style="width:261px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Kopie-von-IMG_3041-590x1024.jpg 590w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Kopie-von-IMG_3041-173x300.jpg 173w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Kopie-von-IMG_3041-768x1334.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Kopie-von-IMG_3041-885x1536.jpg 885w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Kopie-von-IMG_3041-1179x2048.jpg 1179w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Kopie-von-IMG_3041-770x1337.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Kopie-von-IMG_3041.jpg 1320w" sizes="(max-width: 590px) 100vw, 590px" /></figure>
</div>


<p>Ich finde der Song ist so besonders, weil er sehr explizit auf meine Situation geschrieben ist, aber mir trotzdem so viele Leute geschrieben haben, dass sie damit relaten können. Zum Beispiel die Zeile: „<em>Und was du ihr gibst, hast du alles erst von mir gelernt / Wie du sie glücklich machst, bei mir fiel dir das viel zu schwer</em>.” Da haben mir so viele Leute geschrieben, dass sie den Tränen nahe waren.&nbsp;</p>



<p>Was ich auch sehr gerne mag, ist, dass wir in keiner Sekunde überlegt haben, ob wir da einen Drop einbauen oder Drums. Es war von Anfang an ganz wichtig, dass ganz wenig passiert und Stimme und Text im Vordergrund sind. Mit diesem Song war uns klar, wir müssen eine »sad baddie anthem«-EP machen, weil das der Vibe ist, den wir jetzt fahren wollen.&nbsp;</p>



<p>»denkt drüber nach« und »sad baddie anthem« sind auch in der gleichen Woche entstanden. Stilistisch passen sie auch gut zusammen, gerade die beiden Beats. Es war auch lange die Überlegung, ob das ein Doppel-Release wird, dass es nur diese zwei Songs gibt.&nbsp;</p>



<p><strong>Ich finde es spannend, dass du meintest, die toxischen Erfahrungen haben für dich dafür gesorgt, dass deine Erwartungen hoch sind. Ist das nicht ein bisschen kontraintuitiv? Es ist doch oft so, dass Leute eher gegenteilig konditioniert werden und sich dann schon mit dem Minimum zufriedengeben.&nbsp;</strong></p>



<p>Ja, auf jeden Fall. Ich glaube, das ist mir auch passiert. Aber es wurde immer gesünder. Ich war auch länger in einer Beziehung, wo ich dann gemerkt habe, eigentlich tut es nicht so gut. Und ich glaube, daraus lernt man viel darüber zu reden und sich selbst klar zu werden: Wie will ich eigentlich behandelt werden? Wie hätte ich gern, dass meine zukünftige Tochter behandelt wird? Oder wenn ich zum Beispiel sehe, wie meine besten Freundinnen behandelt werden, die eine hat einen Freund, der nicht gut zu ihr ist und ich bin sauer, und die andere hat einen Freund, der sie vergöttert und ich denke mir: Ja, genau so soll es sein. Das hat alles dazu beigetragen, dass man daraus lernt und am Ende die Bar höher stellt.&nbsp;</p>



<p><strong>Am Ende ist der Titelsong tatsächlich die Essenz der EP, oder? Es schwingt diese Traurigkeit mit – das Nachdenkliche, der Rückblick, was schiefgelaufen ist – aber du gehst stärker daraus hervor und ownst es, indem du sagen kannst, dass du das Beste daraus gemacht hast.</strong></p>



<p>Genau! Ich habe auch die Zeile, dass „<em>ich dafür Applaus krieg</em>’.” Einerseits weil meine Freundinnen, mein Umfeld und auch ich selber damals sehr dankbar für die Trennung waren – andererseits aber auch weil ich so viele Songs daraus geschrieben habe, für die bei Konzerten Applaus bekomme.&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Hätte vor paar Jahr&#8217;n noch keiner gеdacht<br>Dass es irgendwann aus ist<br>Und ich dafür Applaus krieg&#8217;</strong></p>
</blockquote>



<p><strong>Hast du das Gefühl, mit der EP ist das »sad baddie«-Thema erstmal abgeschlossen?</strong></p>



<p>Es schwebt auf jeden Fall gerade ein sehr prägnanter Song im Raum, der eine neue Richtung vorgibt. Das Stichwort lautet <em>„Veri-Victory-Music</em>”. Mehr werde ich dazu gerade noch nicht sagen. Aber es wird Spaß machen!</p>



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<div style="height:42px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/verifiziert-track-by-track-ueber-traurigkeit-wut-und-heilung">Verifiziert über das Dasein als sad baddie</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Track by Track zur Debüt-EP: Shelly Coral im Interview über Anfänge, Banalität und Verwirrung</title>
		<link>https://mostdope.tv/interviews/track-by-track/track-by-track-shelly-coral-ueber-banalitaeten-verwirrung-und-symbolische-anfaenge</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Magnus Menzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Dec 2025 14:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Track by Track]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein bisschen fühlt es sich an, als wäre Mostdope »von anfang an« dabeigewesen. Zunächst war es einer der ersten Live-Auftritte auf dem Sägewerk-Festival 2024, dann eine süchtig machende Soundcloud-Single und vor zwei Wochen endlich die offizielle Debüt-EP »stuhl im garten«. Unser Autor Magnus hat die Entwicklung mit Begeisterung verfolgt und sich nun im Zuge der Veröffentlichung mit Shelly Coral getroffen, um ihre ganz persönliche Perspektive auf das Entstehen und Gedeihen des Projektes zu hören. Mehr zu den Hintergründen der fünf [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/track-by-track/track-by-track-shelly-coral-ueber-banalitaeten-verwirrung-und-symbolische-anfaenge">Track by Track zur Debüt-EP: Shelly Coral im Interview über Anfänge, Banalität und Verwirrung</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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<p><strong>Ein bisschen fühlt es sich an, als wäre Mostdope »</strong><a href="https://soundcloud.com/shellycoral/vonanfangan?si=81a7ad66e4624f898f19b7ab8e1c48a6&amp;utm_source=clipboard&amp;utm_medium=text&amp;utm_campaign=social_sharing"><strong>von anfang an</strong></a><strong>« dabeigewesen.</strong> <strong>Zunächst war es einer der ersten Live-Auftritte auf dem <a href="https://mostdope.tv/events/saegewerk-festival-2024-unabhaengige-kultur-in-brandenburg">Sägewerk-Festival 2024</a>, dann eine süchtig machende <a href="https://www.instagram.com/p/DG-r0O-sdKC/">Soundcloud-Single</a> und vor zwei Wochen endlich die offizielle Debüt-EP »<em>stuhl im garten«</em>. Unser Autor Magnus hat die Entwicklung mit Begeisterung verfolgt und sich nun im Zuge der Veröffentlichung mit Shelly Coral getroffen, um ihre ganz persönliche Perspektive auf das Entstehen und Gedeihen des Projektes zu hören. </strong></p>



<p><strong>Mehr zu den Hintergründen der fünf Tracks, zu ihrem bisherigen Werdegang und großen Plänen für das kommende Jahr erfahrt ihr im Interview.</strong> </p>



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<p><strong>Würdest du sagen, es gibt ein Grundkonzept, das sich als roter Faden durch die EP zieht?</strong></p>



<p>Ja, ich glaube, das Grundkonzept ist, dass das unsere ganzen Babys, unsere Anfänge sind. Ich glaube bis auf »<em>stuhl im garten«</em> sind alle Songs vor ein bis zwei Jahren, wenn nicht sogar noch früher, entstanden. Es sind vor allem die Songs, die wir zuerst auf Bühnen gespielt haben, die Sachen, die uns geprägt haben, von Anfang an. Man hätte das auch überspringen können, aber ich fand es wichtig, dass sie jetzt in dem Rahmen alle zusammen für sich stehen dürfen, als EP.</p>



<p>Teilweise haben wir Aufnahmen gar nicht nochmal neu <em>recordet</em>, also es sind wirklich die allerersten Aufnahmen von Nico (Anm. d. Red.: Nicolás Lado) aus dem WG-Zimmer. Wir hatten eine Phase, wo wir zum Beispiel bei »von anfang an« dachten: „Als ob wir jetzt einen Soundcloud-Song hochladen, lass den auf jeden Fall nochmal neu machen.” Und dann haben wir uns eine Woche damit rumgeschlagen und waren so: „Nee, der wird nicht nochmal neu gemacht.” Es gibt diese Erwartungshaltung, dass etwas fertig sein muss, und ich glaube, davon haben wir uns kurz beeinflussen lassen, weil wir dachten, ein Song kann ja noch nicht fertig sein, wenn wir ihm nur einen Nachmittag geschenkt haben. Und daraus ist am Ende das gegenteilige Konzept geworden, dass eigentlich alle Songs genau diesen rohen und authentischen Vibe haben.</p>



<p><strong>Ich hatte das Gefühl, dass die Songs auch auf emotionaler Ebene sehr gut zusammenpassen. Für mich liegt der gemeinsame Nenner im heilsamen Akzeptieren und Zulassen unterschiedlicher Gefühlszustände. Siehst du das ähnlich?</strong></p>


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<figure class="alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="634" height="640" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Mittel-PHOTO-2025-10-24-17-37-44.jpeg" alt="" class="wp-image-20111" style="width:250px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Mittel-PHOTO-2025-10-24-17-37-44.jpeg 634w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Mittel-PHOTO-2025-10-24-17-37-44-297x300.jpeg 297w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Mittel-PHOTO-2025-10-24-17-37-44-150x150.jpeg 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Mittel-PHOTO-2025-10-24-17-37-44-120x120.jpeg 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Mittel-PHOTO-2025-10-24-17-37-44-125x125.jpeg 125w" sizes="(max-width: 634px) 100vw, 634px" /></figure>
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<p>Also wir haben sehr viele Songs aus dieser Zeit und für mich passen diese fünf schon auch in eine emotionale Welt. Aber ich glaube, ich habe eine sehr andere Wahrnehmung, was die Songs für mich bedeuten, als was sie nach außen tragen. Was ja auch geil ist!&nbsp;Eigentlich möchte ich gar nicht zu doll vorwegnehmen, was meine Gedanken dahinter sind, weil es ja total schön ist, wenn du zum Beispiel sagst, du ziehst da ein <em>Gesamtgefühl</em> aus den Songs. Ich finde es total interessant anderen Personen zuzuhören, was sie dabei fühlen und wahrnehmen, weil ich meine Version ja natürlich schon kenne.</p>



<p><strong>Du sprichst immer von „wir”, hast auch Nico schon namentlich erwähnt. Als ich dich auf dem <a href="https://mostdope.tv/events/saegewerk-festival-2024-unabhaengige-kultur-in-brandenburg">Sägewerk-Festival</a> gesehen habe, seid ihr ja sogar noch als Shelly Coral &amp; Lado aufgetreten. Der Künstlername ist jetzt kürzer geworden, aber die meisten Songs sind immer noch von ihm produziert. Wie hat sich eure Zusammenarbeit entwickelt?</strong></p>



<p>Genau, es ist fast alles von ihm produziert. Unsere Geschichte ist ein bisschen so: Lado bzw. Nico hatte sein eigenes Musikprojekt, <em><strong>siebzehnzwölf</strong>,</em> und ich war ein krasser Fan davon.<br>Eines Tages hatte ich einen Anflug und meinte zu ihm: „Guck mal Nico, ich muss jetzt wirklich auch mit Musik anfangen, ich muss Produzieren lernen.”</p>



<p>Dann hat er versucht, es mir beizubringen an zwei Nachmittagen, und ich war extrem ungeduldig. Aber wir hatten trotzdem so viel Spaß daran, dass wir uns dann einfach jeden zweiten Tag gesehen und Mucke gemacht haben – das war ungefähr vor zweieinhalb Jahren. Ich sage immer ganz lieb, dass ich ihn ein bisschen aus seinem eigenen Musikprojekt rausgeklaut habe, was glaube ich auch okay ist, und daraus ist am Ende unser Projekt entstanden.</p>



<p>Für mich ist es auf jeden Fall so, dass hinter dem Projekt zwei Leute stehen und eigentlich auch noch viel, viel mehr. Da steht eine große Welt, ein ganzer Freundeskreis aus voll vielen kreativen Köpfen, dahinter. Irgendwann haben wir es uns ein bisschen leichter gemacht, einfach zu sagen: Es ist Shelly Coral, und wir fühlen uns alle dazugehörig. Was ein bisschen lustig ist, weil es halt mein wirklicher Name ist, aber Nico ist da auf jeden Fall nach wie vor und auch in Zukunft komplett mit dabei. Wir haben beide das Gespür dafür, was unser Projekt bedeutet und was nicht. Und wir haben es gemeinsam auf die Beine gestellt.</p>



<p><strong>Du hast gerade den Moment angesprochen, als du das Gefühl hattest, du musst jetzt anfangen, selbst Musik zu machen. Wo kam dieser Drang her?</strong></p>


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<p>Ich finde es immer ein bisschen cringe, das so zu sagen, aber ich habe früher mit meiner Gitarre viele Songs für mich selbst gemacht – damals noch auf Englisch. Irgendwann hat mir das nicht mehr gereicht, weil ich leider nicht wirklich gut Gitarre spiele. Dann kam der Punkt, wo ich dachte: „Entweder ich probiere das jetzt richtig oder ich lasse es.” Aus irgendeinem Grund dachte ich damals, dafür müsste ich Ableton können.&nbsp;Aber zu dem Zeitpunkt habe ich auch noch nicht gedacht, dass ich singen kann.</p>



<p><strong>Fühlt es sich jetzt an, als wäre dann doch alles ganz schnell gegangen in diesen zweieinhalb Jahren?&nbsp;</strong></p>



<p>Jetzt ja, jetzt ging schon alles sehr schnell. Aber davor haben wir das ganz, ganz lange nur für uns gemacht, ohne den Plan, dass es rauskommt. »<em>sonne royale</em>« haben wir als Gag hochgeladen. Wir haben viel Quatsch gemacht ohne richtige Ernsthaftigkeit dahinter.</p>



<p>Dass es jetzt diese Form angenommen hat, verdanken wir Leuten wie <strong>Pavelo &amp; Schnell</strong>, dem <strong>Sägewerk- </strong>und dem <strong>Sensus-Festival</strong> – Menschen, die unsere Demos gehört und uns einfach eingeladen haben. Oder auch Elena (Anm. d. Red.: <strong>3LNA</strong>), einer Freundin von mir, die uns einfach mit auf Tour genommen hat, als wir noch nichts draußen hatten. Und erst als ich zum fünften Mal auf der Bühne stand, habe ich realisiert: „Digga, ich glaube, das ist jetzt das, was wir machen.” Dann haben wir uns explizit nochmal Zeit genommen, uns zu sortieren, und irgendwann war es eine richtige Vision, dass wir die Sachen auch veröffentlichen wollen. Aber es hat auf jeden Fall kurz gedauert, bis es bei uns in den Köpfen angekommen ist.</p>



<p><strong>Das ist doch eine gute Überleitung zum ersten Song der EP.</strong></p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1014" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/PHOTO-2025-10-24-17-37-59-1014x1024.jpg" alt="" class="wp-image-20109" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/PHOTO-2025-10-24-17-37-59-1014x1024.jpg 1014w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/PHOTO-2025-10-24-17-37-59-297x300.jpg 297w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/PHOTO-2025-10-24-17-37-59-150x150.jpg 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/PHOTO-2025-10-24-17-37-59-768x776.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/PHOTO-2025-10-24-17-37-59-1521x1536.jpg 1521w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/PHOTO-2025-10-24-17-37-59-120x120.jpg 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/PHOTO-2025-10-24-17-37-59-770x778.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/PHOTO-2025-10-24-17-37-59-1400x1414.jpg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/PHOTO-2025-10-24-17-37-59-125x125.jpg 125w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/PHOTO-2025-10-24-17-37-59.jpg 1584w" sizes="(max-width: 1014px) 100vw, 1014px" /></figure>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. »VON ANFANG AN</strong>«</h2>



<p>Wir waren bei Nico zu Hause und ich meinte: „Elena nimmt uns in zwei Wochen mit auf Tour. Wir müssten vielleicht mal noch ein, zwei Songs machen. Und vielleicht laden wir auch einfach mal einen hoch.” Durch den Tourbeginn standen wir tatsächlich ein bisschen unter Zugzwang. <em>»von anfang an<em>«</em></em> ist dann wirklich innerhalb von zwei, drei Stunden entstanden und danach waren wir uns relativ schnell sicher, den auf Tour spielen zu wollen.&nbsp;</p>



<p>Davor waren wir eigentlich viel mehr in so einer Party-Quatsch-Richtung. Deswegen war »<em>von anfang an«</em> für uns zu dem Zeitpunkt noch total fremd, von der Stimmung und auch der Ästhetik. Gleichzeitig waren wir in diesem Modus, endlich einen Song online haben zu wollen, bevor wir zwölf Tage mit auf Tour gehen. Also haben wir den einfach so hochgeladen. Und es ist irgendwie lustig, weil er »<em>von anfang an«</em> heißt – und so viel ausgelöst hat. Auch wenn er „nur” auf Soundcloud war.</p>



<p>Mittlerweile ist der Song für mich sehr, sehr symbolisch geworden. Es ist auch einer der Songs, die ich gerne von mir selber noch höre und genieße, weil er für mich persönlich so sinnbildlich ist. Ich habe das Gefühl, dass er mit mir mitwächst.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. »100 MEILEN</strong>«</h2>



<p>Den habe ich mit Parsa (Anm. d. Red.: Parsa Sarraf) zusammen gemacht. Und das war für mich auf jeden Fall ein klassischer Fall von: Ich hab den gemacht, dann hab ich eine Woche nicht drüber nachgedacht, dann hab ich den gehört und war so: „Was geht? Der ist ja voll nice.” Der war irgendwie einfach plötzlich da.</p>



<p>Ich schreibe gerne aus traurigeren Emotionen heraus, weil die für mich musikalisch am leichtesten zu greifen sind. An dem Tag, als ich den Song geschrieben habe, hatte ich Sehnsucht nach einem Ort der Ruhe – einem Ort, wo man alles ablegen kann und sorglos ist. Das ist bei mir voll assoziiert mit Meer und Sonne. Und aus diesem Gefühl ist »<em>100 meilen«</em> entstanden.</p>



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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. »DELFINE IN DER SPREE</strong>«</h2>



<p>»<em>delfine«</em> habe ich alleine auf Gitarre geschrieben. Das ist ein Jugendsong von mir. Der ist sehr alt, vielleicht vier Jahre.Deshalb ist er für mich sehr weit entfernt, aber gleichzeitig bedeutet er mir nach wie vor wahnsinnig viel. Und weil es jetzt genau darum ging, alle Songs, die unsere Wurzeln und Anfänge darstellen, auf die EP zu packen, war es mir sehr wichtig, dass der auch dabei ist.</p>



<p>Ich habe den für mich geschrieben, lange liegen gelassen und dann haben ihn immer wieder andere Leute gehört, und mich gefragt, ob er noch veröffentlicht wird, weil er so viel in ihnen ausgelöst hat.&nbsp;Es gibt 87 Milliarden Versionen davon. Ich habe ihn mit meiner Mitbewohnerin aufgenommen, wir haben ihn auf Klavier gespielt, wir haben ihn auf Gitarre gespielt, es gibt die Anfangsversion von mir und noch viele mehr. Dieser Song wurde wirklich komplett zerlegt. Aber am Ende haben wir uns auch da wieder für eine relativ ältere, unaufgeregte Version entschieden. Dabei war das so ein Song, wo viele Leute meinten: „Das ist ein Hit. Den machen wir ganz groß.” Gerade deshalb finde ich es sympathisch, dass keiner den so richtig geknackt und zum Hit gemacht hat und wir stattdessen die Entscheidung getroffen haben, ihn einfach so klein zu lassen, wie er am Anfang war. Ich finde, das steht ihm sehr gut und für mich ist er auch gar nicht so traurig.</p>



<p>Es ist wie bei <em>»100 meilen«</em> eine Art Utopie, die ich geschrieben habe, nach dem Gedankenspiel von diesem Kreislauf: Wenn alle heulen würden, dann würden die Tränen wieder in die Wolken gehen. Wenn die Tränen in die Wolken gehen, dann regnet es ganz viel und dadurch kann die Stadt sich regenerieren. Deswegen schwimmen irgendwann Delfine in der Spree.</p>



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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. »STUHL IM GARTEN</strong>«</h2>



<p>»<em>stuhl im garten«</em> haben wir vor einem Monat geschrieben, auch aus dem Bedürfnis heraus, einen aktuelleren Song dabei zu haben.&nbsp;Wir haben uns über meinen Geburtstag aufs Land verkrochen, Nico und ich. Das war schon für sich voll schön, weil wir über die letzten zwei Jahre immer wieder mit anderen Leuten gearbeitet und rechts und links ganz viel ausprobiert haben.<br>So hatten wir nochmal ein paar Tage zu zweit auf dem Land und haben einfach unsere kleinen Songs nach Hause gebracht, unter anderem auch diesen.</p>



<p>Ich habe&nbsp;»<em>stuhl im garten«</em> tatsächlich mit einem konkreten Bild im Kopf geschrieben: Überall sitzen Leute in diesen weißen Plastikstühlen und warten auf den nächsten Tag. Es ist ein generelles Gefühl von Stillstand. Du kannst nicht so richtig was verändern, aber eigentlich willst du. Und gleichzeitig hat es auch etwas total Friedliches, auf diesem Stuhl zu sitzen.&nbsp;Als ich dann Geburtstag hatte, mochte ich den Gedanken, dass man irgendwann, wenn man alt ist, auch auf genau so einem Stuhl in seinem Blumengarten sitzt – dass wir überhaupt alle an den schönsten Orten der Welt auf diesem unglaublich hässlichen Plastikstuhl sitzen. Mit solchen Banalitäten und alltäglichen Sachen spiele ich sehr gerne.&nbsp;</p>



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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. »TAGE NIE GEZÄHLT</strong>«</h2>



<p>»<em>tage nie gezählt« </em>&nbsp;kommt von einem Tag, an dem es mir nicht so gut ging. Die gibt es auch. Da habe ich dann ganz doll Vermissungen oder Sehnsüchte. In dem Fall habe ich an eine Person geschrieben, die ich sehr, sehr vermisse. Das fühlt sich so an, wie <em>mein</em> Song <em>für mich</em>. Er ist wirklich sehr persönlich und deshalb auch keine Single, weil es nichts ist, womit ich mich profilieren möchte. Der Song ist ein Teil des Ganzen und hat da seinen richtigen Platz.</p>



<p>Viel mehr kann ich dazu gar nicht sagen. Im Kern ist die Message: Zähl&#8217; die Tage nicht, am Ende ist es scheißegal, wie lange etwas her ist, wenn das Gefühl da ist. Was auch immer die Person fühlt, die den Song hört – fühl’ es! Und wenn es dir nichts gibt, dann hör’s nicht…</p>



<p><strong>Zur EP gibt es auch eine Release-Party – mit welchen Gefühlen blickst du darauf?</strong><br><br>Das wird sensationell! Das wird so ein Full-Circle-Moment. Alle unsere Leute sind da, die ganzen Menschen, die uns bis hierhin begleitet haben.</p>


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</div>


<p>Ich habe früher, wenn man mich gefragt hat, was ich mal werden möchte, immer gesagt: Egal was es ist, ich will so arbeiten, dass alle meine Freunde mit mir arbeiten können und wir irgendwas Geiles machen. Und heute – als ich mit einer Freundin im Café saß und wir ein Plakat designt haben – hatte ich den Moment, in dem ich realisiert habe, dass wir jetzt genau das machen. Das ist so schön, weil morgen einfach so viele Freunde von mir da sind, die an diesem Projekt mitgearbeitet haben, auf ihre kreative Art und Weise. </p>



<p>Ich habe eine verfickt geile Bubble – wir sind richtig tolle, talentierte Leute. Deswegen ist diese Party für uns alle: Wir haben dieses Projekt nach Hause gebracht, alle zusammen. Darüber freue ich mich total und bin voller Stolz, das morgen zu zeigen.</p>



<p><strong>Was können wir im nächsten Jahr von euch erwarten?</strong></p>



<p>Ich will nicht zu viel vorwegnehmen. Aber es kommen richtig viele geile Projekte. Wir hätten uns nicht so viel Zeit gelassen mit unserem ersten Release, wenn wir nicht schon die nächsten Sachen in Petto hätten. Und ich glaube, es wird sehr überraschend sein.&nbsp;Wir probieren in unserem nächsten Projekt, vieles neu zu denken und etwas zu machen, was man so nicht erwarten würde. Ich finde nämlich, dass Verwirrung ein geiles Tool ist, das man zu wenig nutzt. Es könnte also vielleicht verwirrend sein, aber es wird verwirrend gut!</p>



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<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/track-by-track/track-by-track-shelly-coral-ueber-banalitaeten-verwirrung-und-symbolische-anfaenge">Track by Track zur Debüt-EP: Shelly Coral im Interview über Anfänge, Banalität und Verwirrung</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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		<title>Track by Track: Orbit über sein Debütalbum »Countless Feelings but So Few Words«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lara Marie Binge]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Nov 2025 14:50:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das Warten hat ein Ende. Nach einer fünfjährigen Reise gipfelt das Projekt Orbit nun im Debütalbum »Countless Feelings But So Few Words« – eine Coming-of-Age-Story getränkt in Nostalgie und jugendlicher Leichtigkeit. Es bleibt uns also nichts anderes übrig, als die Augen zu schließen, tief durchzuatmen und abzutauchen in die Welt des Orbit. Marcel Heym, besser bekannt unter dem Alias Orbit, nimmt uns per Video Call mit auf einen Spaziergang durch seine Heimatstadt, durch seine Gefühlswelt und hin zu den Ursprüngen, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/track-by-track/track-by-track-orbit-ueber-sein-debuetalbum-countless-feelings-but-so-few-words">Track by Track: Orbit über sein Debütalbum »Countless Feelings but So Few Words«</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Das Warten hat ein Ende. Nach einer fünfjährigen Reise gipfelt das Projekt Orbit nun im Debütalbum »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=2oCqAPaubJA">Countless Feelings But So Few Words</a>« – eine Coming-of-Age-Story getränkt in Nostalgie und jugendlicher Leichtigkeit. Es bleibt uns also nichts anderes übrig, als die Augen zu schließen, tief durchzuatmen und abzutauchen in die Welt des Orbit</strong>.</p>



<p><strong>Marcel Heym, besser bekannt unter dem Alias Orbit, nimmt uns per Video Call mit auf einen Spaziergang durch seine Heimatstadt, durch seine Gefühlswelt und hin zu den Ursprüngen, die sein erstes Album prägen.</strong></p>



<p><strong>Orbit:</strong> Ich kann mal ein bisschen Kontext geben: Ich habe das Album in den letzten zwei Jahren geschrieben, aber es sind auch viele Songs drauf, die schon ein bisschen älter sind. Das Album ist für mich ein Abschluss von einer Phase meines Lebens, die 2020, mit dem Anfang von Orbit, begonnen hat. 2020 habe ich angefangen, die ersten Songs als <strong>Orbit </strong>rauszubringen. Sie handelten viel vom Kleinstadtleben, davon hier groß zu werden. Ich wohne in der Nähe von Bremen und bin hier mit meinen Freunden aufgewachsen. Darüber habe ich schon von Anfang an viel berichtet. Das Album ist ein Abschluss von dieser Phase, weil ich das Gefühl habe, dass ich in eine neue Ära meines Lebens komme, dass ich erwachsener geworden bin.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="679" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/orbit_CFBSFW_1-@Marc-Bischoff-3-1024x679.jpg" alt="" class="wp-image-20018" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/orbit_CFBSFW_1-@Marc-Bischoff-3-1024x679.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/orbit_CFBSFW_1-@Marc-Bischoff-3-300x199.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/orbit_CFBSFW_1-@Marc-Bischoff-3-768x509.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/orbit_CFBSFW_1-@Marc-Bischoff-3-1536x1019.jpg 1536w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/orbit_CFBSFW_1-@Marc-Bischoff-3-2048x1358.jpg 2048w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/orbit_CFBSFW_1-@Marc-Bischoff-3-360x240.jpg 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/orbit_CFBSFW_1-@Marc-Bischoff-3-770x511.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/orbit_CFBSFW_1-@Marc-Bischoff-3-1400x928.jpg 1400w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. »SUMMERTIME</strong>«</h2>



<p><strong>Orbit: </strong>»<a href="https://www.youtube.com/watch?v=IMjsAMRXwBw">Summertime</a>« eröffnet für mich ein bisschen die Sommer-Szenerie, die Erinnerung an den Sommer zu Hause. Ich war in meiner Jugend viel mit meinen Freunden hier am Fluss. Ich kann es euch vielleicht sogar gleich mal zeigen, wenn ich daran vorbeilaufe (Dreht die Kamera und zeigt die Umgebung). Hier sind wir immer zusammen mit dem Fahrrad an den Strand gefahren. Dann haben wir entweder gekickt oder sind schwimmen gegangen. Das war schon sehr Bilderbuch-mäßig. Irgendwann ist die Phase ein bisschen zu Ende gegangen. Ich glaube, der Song ist für mich eine Erinnerung an die Sommer damals, die sich sehr magisch angefühlt haben. Ich zeige es euch mal kurz: Da drüben auf der anderen Seite ist einer dieser Strände (zeigt auf das andere Ufer des Flusses).</p>



<p><strong>Magnus: Ich finde, durch deine ganze Diskographie zieht sich immer so ein sehr warmer, sommerlicher Vibe. Und du sagst, das ist für dich jetzt der Abschluss einer Lebensphase, das Ende von einem scheinbar nie endenden Sommer. Würdest du dann sagen, dass jetzt vielleicht danach, auch eine neue Jahreszeit bevorsteht, neue Temperaturen, die man in deinen Songs hören kann?</strong></p>



<p><strong>Orbit:</strong> Zumindest kann ich von mir selber behaupten, dass ich den Herbst mittlerweile viel, viel lieber mag. Früher konnte ich den nicht ganz annehmen, weil ich für immer im Sommer bleiben wollte. Denn der Sommer hat sich für mich immer nach der Jahreszeit angefühlt, in der ich am meisten lebe. Aber ich habe das Gefühl, dass sich bei mir auf jeden Fall ein bisschen was verändert. Und ich glaube, auch meine Musik wird sich sicherlich verändern. Ob sie dann weniger sommerlich sein wird, weiß ich nicht. Aber es wird auf jeden Fall anders sein. <br>Ich mag auch den Gedanken, davon jetzt Abschied zu nehmen und in eine neue Phase meines Lebens einzutreten.</p>



<p><strong>Magnus: Was verbindest du denn konkret mit dem Herbst? Oder welche metaphorische Veränderung steckt für dich im Wandel von Sommer auf Herbst?</strong></p>



<p><strong>Orbit: </strong>Herbst steht für mich für Ruhe und etwas Behutsames und irgendwie für Sicherheit. Wenn ich es auf mich und mein Leben beziehe, dann ist es das Bedürfnis, sich settlen zu wollen. Ein bisschen weniger den Drang nach dem Leben im Außen zu haben. Ich glaube, ich bin fine damit, dass mein Leben nicht mehr ganz so turbulent ist, nicht mehr diese Achterbahnfahrt. Ja, so ein bisschen ankommen. Weniger suchen.</p>



<p><strong>Lara: Suchen und am Ende den Weg zurückzufinden – das klingt nach einer sehr guten Überleitung zum zweiten Song des Albums.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. »BERLIN</strong>«</h2>



<p><strong>Orbit:</strong> Ja, genau, »Berlin« steht symbolisch dafür, sich auf die Reise zu machen. Diesen Drang zu haben, etwas erleben zu wollen. Berlin war für uns als Teenager in der Kleinstadt immer genau dieser Ort, der uns motiviert hat, auszubrechen. Es war so ein magischer Sog, in diese Großstadt zu kommen und dort das spannende Leben zu leben. Ich habe all das ausprobiert und dann gemerkt, dass es nicht die richtige Richtung für mich ist. Ich habe dort viel produziert und erlebt und Berlin hat nach wie vor eine wichtige Bedeutung für mich. </p>



<p>Dieses Gefühl von damals, diesen Drang, kann ich immer noch nachvollziehen. Ich finde die Stadt unglaublich spannend, aber ich habe festgestellt, dass das nicht die Stadt ist, in der ich mich zu Hause fühle. Ich habe dort ganz viel über mich selbst gelernt und darüber, wer ich sein will und wer ich dachte, wer ich sein müsste. Genau diese ganzen Erkenntnisse sind mit in den Song geflossen.</p>



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<div style="height:60px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Lara: Denkst du, dass diese Zeit trotzdem irgendwie fundamental wichtig dafür war, jetzt andere Songs machen zu können, die dir eben das Gefühl von nach Hause kommen geben?</strong></p>



<p><strong>Orbit:</strong> Ja, ich glaube, das ist so ein bisschen eine der Aufgaben in meinem Leben gewesen. <br>Berlin war sozusagen einfach nur symbolisch für etwas, was ich in meinem Leben erst mal herausfinden musste. Sozusagen eine Challenge, die ich bestehen und verstehen musste, um dann auch wieder andere Sachen erkennen zu können. Und ich glaube, dadurch hat sich auch meine Musik noch mal intensiviert.<br><br><strong>Magnus: Hattest du einen Moment, wo es sich angefühlt hat wie ein Scheitern, dass du nicht glücklich geworden bist in Berlin? Oder war es durchweg positiv, dass du gesagt hast, ich höre jetzt auf mein Herz und ich gehe zurück und das fühlt sich alles richtig an?</strong></p>



<p><strong>Orbit:</strong> Das ist eine sehr gute Frage. Da muss ich ganz kurz drüber nachdenken. Ja, ich glaube schon, dass es sich kurz so angefühlt hat. Es war so lange ein Traum von mir, Musik zu produzieren. Ich denke, ich habe auf jeden Fall länger mit der Entscheidung abgewartet, gerade weil ich das Gefühl hatte, ich muss mir etwas beweisen. Ich muss mir dieses Narrativ, das ich von mir selbst hatte, oder diesen Traum, in Berlin zu leben und Musikproduzent zu werden, erfüllen. Dieses Bild, das ich von mir selber hatte, konnte ich sehr lange nicht aufgeben. Bis es mir körperlich und mental nicht gut ging und ich irgendwann gezwungen war, zu reflektieren, was ich eigentlich will. Und dann bin ich zurückgezogen. Es gab schon diesen Moment des Scheiterns. Aber dann auch das Gefühl, dass es vielleicht gar nicht Scheitern, sondern eine total wichtige und gute Erkenntnis ist.</p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. »YOUTH</strong>«</h2>



<p><strong>Orbit:</strong> Ich habe dem Song den Titel eigentlich eher aus einem Gefühl heraus gegeben. <br>So entstehen Songs oft bei mir. Ich mumble irgendwas und dann muss ich dafür später Worte finden. Erst bestand der Song nur aus diesen  Mumble-Lyrics, und dann habe ich überlegt, wonach sich dieser Song anfühlt. Und der Song hat sich für mich angefühlt wie mit meinen Freunden früher durch Gärten zu jumpen. Ein bisschen dumm, ich weiß (lacht). Wir haben in einem Garten angefangen und sind dann irgendwie so weit gekommen, bis wir von anderen Leuten gestoppt wurden oder irgendwas passiert ist. Ich weiß nicht, ob andere Menschen das auch machen, aber die Erinnerung daran transportiert ein sehr energetisches Gefühl von Jugend, davon unterwegs zu sein und immer seine Freund*innen um sich zu haben. Ich glaube, es ist ein sehr gedankenbefreites Leben, einfach nur da zu sein und Scheiße zu bauen. Genau das ist der Song für mich. Dann lassen sich die Lyrics auch ein bisschen von alleine schreiben.</p>



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<div style="height:61px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. »BACARDI BEACH</strong>«</h2>



<p><strong>Lara: Geht »Bacardi Beach« dann auch in eine ähnliche Zeit zurück?</strong></p>



<p><strong>Orbit:</strong> Ja, der Bacardi Beach war einer unserer Treffpunkte. Es gibt viele verschiedene Kleinstadt-Mythen, weswegen er so heißt. Woher der Name  genau kommt, weiß ich nicht. Aber der Song hat nichts mit irgendeiner Vorliebe zu Alkohol zu tun oder so. Bacardi ist auch echt nicht so geil, finde ich. Die erste Idee vom Song ist an einem Tag entstanden, an dem ich mit meinen Freunden am Bacardi Beach war und dann abends nach Hause gekommen bin. Jahre später habe ich diese Skizze wiedergefunden und weitergemacht.</p>



<p><strong>Lara: Aber konntest du denn auch nach diesen Jahren immer noch genau am selben Gefühl anknüpfen?</strong></p>



<p><strong>Orbit: </strong>Ja, das kann ich irgendwie ziemlich gut. Manchmal neige ich dazu, mich stark in Gefühle reinzusteigern und werde sehr nostalgisch. Das ist eine Stärke und vielleicht zugleich auch eine Schwäche von mir. Aber ich bin auf jeden Fall gut darin, mich in gewisse Situationen zurückzuversetzen, wieder an diesem Ort, in dieser Zeit zu sein und kann das dann in Musik zu übersetzen. Viel Musik entsteht bei mir aus Erinnerungsstücken.</p>



<p><strong>Magnus: Ich habe mich gefragt, ob du vielleicht ein konkretes Setting im Kopf hast, in welcher Landschaft oder an welchem Ort man das Album so am besten aufnehmen und am besten hören kann.</strong></p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<p><strong>Orbit:</strong> Also ich weiß nicht genau, ob es ein Ort ist, den ich beschreiben kann, ich würde aber sagen, dass der geistige Zustand auf jeden Fall Ruhe sein sollte. Ich kenne es von mir selber, es ist auch manchmal schwierig, diese Ruhe in den Alltag zu integrieren. Wenn ich in so einem Rush-Modus bin, gerade viel auf dem Zettel habe und nicht so richtig bei mir bin, konsumiere ich Musik ganz anders, als wenn ich mir beispielsweise eine Platte im Wohnzimmer anmachen würde. Von daher wäre es das Allerschönste, wenn Menschen das Album so hören würden, aber das kann ich natürlich von niemandem erwarten, vor allem heutzutage. Aber ja, in Ruhe, in einem Setting, wo man sich wohlfühlt, das wäre meiner Meinung nach die schönste Weise, dieses Album wahrzunehmen, weil ich auch das Gefühl habe, dass man so am besten in diese Welt eintauchen kann.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="679" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/orbit_CFBSFW_3-@Tobewhy-2-1024x679.jpg" alt="" class="wp-image-20016" style="width:600px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/orbit_CFBSFW_3-@Tobewhy-2-1024x679.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/orbit_CFBSFW_3-@Tobewhy-2-300x199.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/orbit_CFBSFW_3-@Tobewhy-2-768x509.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/orbit_CFBSFW_3-@Tobewhy-2-1536x1019.jpg 1536w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/orbit_CFBSFW_3-@Tobewhy-2-2048x1358.jpg 2048w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/orbit_CFBSFW_3-@Tobewhy-2-360x240.jpg 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/orbit_CFBSFW_3-@Tobewhy-2-770x511.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/orbit_CFBSFW_3-@Tobewhy-2-1400x928.jpg 1400w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. »FORMULA</strong>«</h2>



<p><strong>Orbit:</strong> »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=HpsWmmP0cYY&amp;list=OLAK5uy_k88yxOopmYdHsFkBY1e9Av0bz9i1JRRXQ&amp;index=5">Formula</a>« ist eine Drum&#8217;n&#8217;Bass-Partyserie im <strong><a href="https://www.droen.de">Dröönläänd</a></strong>, einem Club in Achim, der tatsächlich relativ<strong> </strong>renommiert in der Drum&#8217;n&#8217;Bass-Szene ist. Total witzig, weil Achim eigentlich eine relativ konservative, mittelständische Normalo-Stadt ist. Und dann gibt es diesen einen Club, der echt ziemlich underground und cool ist. In diesem Song geht es um eine Beobachtung von mir selbst, wie ich bei einem Event dieser Partyreihe eine Person kennengelernt habe, die mich sehr geflasht hat. Das ist tatsächlich eine sehr konkrete Erinnerung.&nbsp;<br><br><strong>Magnus: Wenn du wieder dort wohnst, wo du aufgewachsen bist und so viele Orte etwas in dir auslösen, passiert es&nbsp; dann oft, dass dich plötzlich alte Gefühle oder Erinnerungen überfallen, ohne dass du darauf vorbereitet bist?</strong></p>



<p><strong>Orbit: </strong>Ja, manchmal werde ich dadurch nostalgisch und muss aufpassen, dass ich nicht in der Vergangenheit lebe oder da zu tief eintauche, weil sich Dinge natürlich verändern. Aber ja, ich bin schon immer damit konfrontiert.</p>



<p><strong>Magnus: Hast du das Gefühl, du kannst gut damit umgehen, wenn sich dort Dinge verändern?&nbsp;</strong><br><br><strong>Orbit:</strong> Ich habe mich mittlerweile besser damit abgefunden, aber eine lange Zeit konnte ich echt schlecht mit Veränderungen umgehen. Es fiel mir total schwer, mich von Dingen zu verabschieden, in neue Kapitel reinzugehen und vor allem von meiner Kindheit loszulassen. Auch nach der Schule war ich der Einzige, der nicht richtig gefeiert hat, dass wir jetzt alle durch sind mit dem Abi und uns irgendwo verstreuen. Ich wusste nicht, ob ich diese Vorstellung so schön finde. Mittlerweile bin ich, glaube ich, ganz gut darin geworden, Veränderungen anzunehmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>6. »SEPTEMBER</strong>«</h2>



<p><strong>Orbit:</strong> Ich glaube, das, was gerade schon thematisiert wurde, passt auch sehr gut zu diesem Song. Es geht ums Loslassen. Die Blätter fallen und es beginnt etwas Neues. Und vor allem geht es darum, genau das zu akzeptieren. Den Song<strong> </strong>gab es auch schon vorher als Demo-Version auf einem anderen Tape. Und irgendwie hat er sich nach einem wichtigen Bestandteil der Geschichte dieses Albums angefühlt, sodass ich ihn auf jeden Fall unbedingt drauf haben wollte.</p>



<p><strong>Lara: Ich weiß nicht, wie groß die Intention dahinter war, aber hast du ihn auch gezielt in der Mitte des Albums platziert? Als eine Art Wendepunkt?</strong></p>



<p><strong>Orbit: </strong>To be honest, ich habe die Platzierung der Songs gar nicht so sehr nach einer Geschichte, sondern viel mehr nach einem Gefühl sortiert. Aber ich finde es krass, dass es gerade total Sinn ergibt. Vielleicht male ich es mir auch gerade<strong> </strong>einfach so schön, aber ich finde es total passend, weil der Sommer sich dem Ende neigt. Und ich finde September ist auch irgendwie so der Monat, der für mich immer am melancholischsten war.</p>



<p>Die Sonne hat noch geschienen, man war schon auch noch viel draußen mit Freunden. Aber man hat schon gespürt, dass all das bald ein Ende hat. Man spürt diese Endlichkeit von Dingen. Der Geruch und das Licht zu dieser Zeit triggern so viele Erinnerungen. Ich glaube, vielleicht ist es auch das, warum ich es deswegen heute besser annehmen kann, weil ich mich auf diese Art von Nostalgie mittlerweile immer ein bisschen freue.&nbsp;</p>



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<div style="height:60px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>7. »CATO</strong>«</h2>



<p><strong>Orbit: </strong>»<a href="https://www.youtube.com/watch?v=HxfJLKUE2i4&amp;list=OLAK5uy_k88yxOopmYdHsFkBY1e9Av0bz9i1JRRXQ&amp;index=7">Cato</a>« ist benannt nach meiner Schule, die wiederum benannt ist nach <strong>Cato Bontjes van Beek</strong>, einer Widerstandskämpferin aus NS-Zeiten. Der Song hat keine Lyrics, aber er besteht aus&nbsp;einem Voice-Sample, was sich für mich immer angehört hat, wie Schulkinder, die auf dem Schulhof rumschreien. Die Schulzeit ist für mich irgendwie immer etwas, an das ich mich sehr gerne zurück erinnere. Also habe ich diesen Song meiner Schulzeit gewidmet.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>8. »YOU</strong>«</h2>



<p><strong>Orbit: </strong>Ich habe am Anfang gedacht, dass ich den Song über eine Person schreibe. Aber es geht eigentlich eher um das Gefühl, an eine Person zu denken. Ich habe das dann sehr personifiziert mit einer Person, die mir sehr lange sehr wichtig war. Eine Person, an die ich sehr viel gedacht habe. Aber es geht eigentlich eher um dieses Gefühl, jemanden nicht aus seinem Kopf zu bekommen und um die Intensität dieses Gefühls, als um die Person selbst.</p>



<p><strong>Lara: Ein spannender Ansatz, diese Differenzierung, dass es eben nicht um die Person als solche geht, sondern um das, was sie in einem auslöst. Auch wenn beides wahrscheinlich häufig vermischt wird.</strong></p>



<p><strong>Orbit:</strong> Total. Das ist auch eine Sache, die ich für mich noch nicht ganz geklärt&nbsp;habe. Inwiefern man sozusagen eine Person romantisiert und dieses Gefühl nur auf eine Person, wie in einer Traumvorstellung, projiziert.</p>



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<p></p>
</div>
</div>



<p><strong>Lara: Gibt es einen Bezug zwischen »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=IVJ3005KDSY&amp;list=OLAK5uy_k88yxOopmYdHsFkBY1e9Av0bz9i1JRRXQ&amp;index=8">You</a>« und dem nächsten Track oder stehen sie komplett unabhängig&nbsp;voneinander? Denn beim Hören wirken sie, als würden sie zusammengehören.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>9. »LOSING</strong>«</h2>



<p><strong>Orbit: </strong>Auf jeden Fall haben beide Songs die gleiche Bedeutungsebene. Ich habe sie nicht deswegen unbedingt so platziert, aber ich habe<strong> </strong>»Losing«<strong> </strong>da platziert, weil es für mich einen poetischen&nbsp;Sinn ergeben hat, das Album so mehr oder weniger zu beenden.<strong> </strong>»Losing«<strong> </strong>ist für mich der Abschied von ganz Vielem. Unter anderem von Personen, aber auch von Gefühlen. Von ganz vielen Dingen, an denen ich immer sehr lange gehangen habe und sehr, sehr lange gebraucht habe zu lernen, wie man sie gehen lässt.&nbsp;Und der Song hat mir dabei geholfen. »Losing« klingt heute für mich sehr positiv nach Leichtigkeit und Hoffnung.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>10. »COUNTLESS FEELINGS BUT SO FEW WORDS« (OUTRO)</strong></h2>



<p><strong>Orbit:</strong> Dieser Song verbindet für mich all das Gesagte:&nbsp;Alle Gefühle&nbsp;sind da und dürfen auch&nbsp;da sein. Ich glaube auch, die Erkenntnis, nur weil ich sie losgelassen habe oder weil ich mich verabschiedet habe von einer Zeit, von einer Ära, von Menschen in meinem Leben, sind sie trotzdem auch immer noch ein Teil von mir. Und das ist etwas sehr Schönes. Dieses Album hat mir geholfen zu akzeptieren, dass sich alles in einem fließenden Zustand befindet. Es war sehr selbsttherapierend dieses Album zu machen.</p>



<p><strong>Lara: Würdest du sagen, dass du das leichter akzeptieren kannst, eben weil du viele dieser Gefühlen und Lebensphasen in deinen Songs konserviert hast?&nbsp;</strong><br><br><strong>Orbit:</strong> Ja, also ich glaube erstmal, durchs Musikmachen selber passiert schon total viel. Weil ich dann erst Gefühle zulasse, die ich sonst nirgendwo ausspreche.&nbsp;Viele Dinge, die mir auf dem Herzen liegen, die ich aber gar nicht so richtig beschreiben kann, kann ich dann in dieser Musik transportieren. Ich habe mir mit dem Album auch schon ein bisschen vorgenommen, Dinge ganz bewusst loszulassen. Das ist für mich die Quintessenz des Albums: dass ich mein Stück Frieden in allem finde, sich der Kreis schließt und ich wieder neu aufatmen kann.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



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<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/track-by-track/track-by-track-orbit-ueber-sein-debuetalbum-countless-feelings-but-so-few-words">Track by Track: Orbit über sein Debütalbum »Countless Feelings but So Few Words«</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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		<title>Track by Track: TimmyT über sein Album   »Kühler Wind«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michail Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Apr 2025 12:47:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Track by Track]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach etlichen Releases in den letzten Jahren hat TimmyT nun endlich sein Debütalbum veröffentlicht. Auf »Kühler Wind« zeigt der Wahlberliner bisher ungewohnt dunkle und zutiefst ehrliche Facetten. Auf den insgesamt 15 Tracks nimmt er uns mit auf eine Reise zwischen Selbstzweifeln und Aussichtslosigkeit, die von seinem einsamen, wolkenverhangenen Zimmer zu einer Flucht nach draußen führt.  In einem ausführlichen Track by Track Interview hat er uns mehr über die Hintergründe dieser Geschichte erzählt.&#160; 1. Pech oder Glück TimmyT: Es ist bei [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/track-by-track/track-by-track-timmyt-ueber-sein-album-kuehler-wind">Track by Track: TimmyT über sein Album   »Kühler Wind«</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Nach etlichen Releases in den letzten Jahren hat TimmyT nun endlich sein Debütalbum veröffentlicht. Auf »Kühler Wind« zeigt der Wahlberliner bisher ungewohnt dunkle und zutiefst ehrliche Facetten. Auf den insgesamt 15 Tracks nimmt er uns mit auf eine Reise zwischen Selbstzweifeln und Aussichtslosigkeit, die von seinem einsamen, wolkenverhangenen Zimmer zu einer Flucht nach draußen führt. </strong></p>



<p>In einem ausführlichen Track by Track Interview hat er uns mehr über die Hintergründe dieser Geschichte erzählt.&nbsp;</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">1. Pech oder Glück</h3>



<p><strong>TimmyT:</strong> Es ist bei ein paar Songs auf dem Album der Fall, dass der Text schon sehr alt ist.&nbsp;Von »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/78NKSWIqeMg2H3HnK2amQz?si=f57c82f4d8424e03">Pech oder Glück</a>« gibt es so vier komplett unterschiedliche Versionen, die aber den gleichen Text haben. Die, welche schlussendlich das Intro geworden ist, ist eben die Version, die mir am besten gefallen hat. Die Skizze, auf der der Track basiert, ging ursprünglich in die Boom-Bap Richtung und hatte einen Rap-Part. Als sich das Album dann Step-by-Step zusammengefügt hat, habe ich gecheckt, dass der übergreifende Text von diesem Song das Projekt thematisch ganz gut beschreibt.&nbsp;</p>



<p>Produktionsmäßig haben wir dann mit einem Akkord-Loop begonnen und ich meinte: „Jo, mach mal das Mic an, ich hab Bock, ein bisschen zu reden“. Da war tatsächlich <strong>Friedrich</strong> <strong>Liechtenstein</strong> eine Inspiration, weil er so etwas auch oft in seinen Parts macht. Ich dachte dann, dass es vielleicht episch kommt, wenn ich am Anfang mit einer gehauchten gesprochenen Stimme anfange und es dann später zum Finale kommt. Eigentlich war »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2yvkcQ6rhrA7ncrGXyT3YC?si=6e81600f71b44897">Nebel</a>« als Intro gedacht, aber im Nachhinein war er dann doch zu kurz.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00001-1.jpg"><img decoding="async" width="670" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00001-1-670x1024.jpg" alt="" class="wp-image-18753" style="width:437px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00001-1-670x1024.jpg 670w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00001-1-196x300.jpg 196w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00001-1-768x1174.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00001-1-1005x1536.jpg 1005w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00001-1-770x1177.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00001-1.jpg 1335w" sizes="(max-width: 670px) 100vw, 670px" /></a></figure>
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<p>Ich finde sehr spannend, dass es auf dem Album mehrere Songs gibt, die arrangement-technisch eine einzige Steigerung sind: »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/78NKSWIqeMg2H3HnK2amQz?si=f57c82f4d8424e03">Pech oder Glück</a>«, »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2yvkcQ6rhrA7ncrGXyT3YC?si=6e81600f71b44897">Nebel</a>« irgendwie auch, »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/1EcxYdtSADItsdNPOu9yHc?si=ec609604be7141dc">Glänzt oder scheint</a>«, »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2vrY65inCeo1wpjLvWO0Qp?si=8140c5b2969d4e22">Kühler Wind</a>« und »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2G8KrvWEZgZM6Rcvmi5vdT?si=af467ba0a42f4c77">Wenn du willst</a>« gehören auch dazu. Bis auf »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/7tR1VoaLAakiSsujINYj7B?si=1545e101179e46d8">Sucht ruft</a>« gibt es einfach viele Tracks, die nicht dem klassischen Pop-Aufbau mit Part-Hook-Part-Bridge-Hook folgen. Das find’ ich generell irgendwie geil: Ein bisschen rumexperimentieren und Songs zu machen, die konstant Spannung aufbauen und am Ende dann gipfeln.&nbsp;</p>



<p>Vom Mix her ist »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/78NKSWIqeMg2H3HnK2amQz?si=f57c82f4d8424e03">Pech oder Glück</a>« der einzige Song, der ein wenig aus der Reihe fällt. Die künstlerische Intention war, dass er beim Hören schon an die Grenze geht. Wenn man ihn sehr laut auf Kopfhörern hört, ist es vielleicht beim ersten Mal unangenehm, aber man gewöhnt sich daran. Die Überladung am Ende unterstützt dann den Vibe vom Song nochmal und macht den Einstieg zum Album interessanter – der Zuhörer denkt sich dann so: „Okay, was geht ab?“</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">3. Nebel</h3>



<p><strong>TimmyT:</strong> Das war ja die erste Single. Die Demo ist eigentlich auch eine der allerersten gewesen. Ich glaube, der Song hat mich ein bisschen dazu bewegt, das Album überhaupt zu machen.Ich fand den soundtechnisch ultra interessant –&nbsp; vor allem, weil es mal was ganz anderes ist im Vergleich zu dem, was ich davor gemacht hab’. Vom Flow und allem ist er ein bisschen unkonventioneller, da es in der Art, wie ich die Silben rappe, nicht wirklich eine Struktur gibt.&nbsp;</p>



<p>Die erste Skizze ist genau in dem Szenario entstanden, welches der Text beschreibt: Ich saß einfach zuhause, hab’ mir voll einen reingekifft, war allein und habe runtergeschrieben, wie ich mich gefühlt hab’. Ich denke, es ist klar, dass es eine schwierige Zeit war, die ich auf dem Album verarbeite.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00004-1.jpg"><img decoding="async" width="866" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00004-1-866x1024.jpg" alt="" class="wp-image-18754" style="width:740px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00004-1-866x1024.jpg 866w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00004-1-254x300.jpg 254w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00004-1-768x908.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00004-1-1299x1536.jpg 1299w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00004-1-770x910.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00004-1.jpg 1356w" sizes="(max-width: 866px) 100vw, 866px" /></a></figure>
</div>


<p>Die erste Demo ist komplett auf dem Laptop entstanden. Das habe ich generell letztes Jahr sehr viel gemacht. Viele erste Demos vom Album sind mit Laptop-Lautsprechern entstanden – Ich hab’ übers Handy aufgenommen und dann per Airdrop die Aufnahme rübergeschickt. Einfach um die Grundidee-Demo zu erstellen.</p>



<p>Ich sage das zwar über viele Tracks, aber »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2yvkcQ6rhrA7ncrGXyT3YC?si=e7ec658ae212464f">Nebel</a>« kann ich immer hören. Einige Tracks auf dem Album sind recht zeitgebunden. Manchmal finde ich sie geil, aber ich höre sie insgesamt trotzdem weniger. Nebel ist eigentlich ziemlich konstant geblieben, weil ich den ultra interessant finde. Die Vereinigung aus alten und modernen Stilmitteln, den Orgeln und den 808s ist einfach nice.&nbsp;</p>



<p><strong><strong>Ist die Zeit, die du auf dem Album beschreibst und verarbeitest, die Entstehungsphase vom Album, oder hattest du diese Gefühle auch schon davor?&nbsp;</strong></strong></p>



<p><strong>TimmyT:</strong> Größtenteils währenddessen. Ich denke, dieses Gefühl von Aussichtslosigkeit im Leben ist normal für unser Alter. Ich bin jetzt 23 bzw. war 21-22 als das Album entstanden ist und höre das auch von vielen Freunden. An manchen Tagen hat man irgendwie keine Hoffnung und keine Aussicht und andere Tage sind dann wieder gut. In diesen anderthalb Jahren kam das so wellenweise. Aber ja, in der Zeit ist größtenteils das Album entstanden.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">5. Kühler Wind</h3>



<p><strong>TimmyT:</strong> Anfangs war »<a href="http://Anfangs war »Kühler Wind« ein Indie-Track, den ich mal mit SL3PY BOY angefangen hatte, den Text mega geil fand, der aber schlussendlich nicht aufs Album gepasst hat, bis wir ihn dann komplett überworfen haben.">Kühler Wind</a>« ein Indie-Track, den ich mal mit <strong>SL3PY BOY</strong> angefangen hatte, den Text mega geil fand, der aber schlussendlich nicht aufs Album gepasst hat, bis wir ihn dann komplett überworfen haben.&nbsp;</p>



<p>Der Grund, warum es die Main-Single und auch der Albumtitel ist, ist, dass der Track ein Bild im Kopf malt. Beim Hören ist es leicht gruselig. Wir drehen noch ein Musikvideo dazu, was genau dieses Gefühl widerspiegeln soll. Die Paranoia, Düsterkeit, die Angst, verfolgt zu werden. Ein bisschen der Kampf mit sich selbst einfach.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="TimmyT - Kühler Wind (Official Musicvideo)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/nwKYx055wSo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Musikalisch ist er voll organisch entstanden. Mir war klar, dass der Text ein bisschen düster ist, also muss das Instrumental dementsprechend auch düster werden. Es ging los mit der Vocal-Melodie am Anfang und anschließend haben wir uns bemüht, dass alle Sounds mystisch und düster werden.&nbsp;Beim Produzieren ist der Beat nie zu einem Loop gekommen, sondern hat sich die ganze Zeit entwickelt. Der Instrumental-Drum’n’Bass-Part am Ende stellt dann die musikalische Auflösung dar. Das Piepsen lässt ein bisschen Freiraum für Interpretationen. Es kann zum Beispiel sein, dass ich sterbe beziehungsweise ein Teil von mir gestorben ist.</p>



<p><strong>Meine Interpretation war, da das Piepen auf dem Skit danach fortgeführt wird und am Anfang von »Sucht ruft« endet, es quasi deinen Herzschlag darstellt, der durch das Weed beruhigt wird.&nbsp;</strong></p>



<p><strong>TimmyT</strong>: Okay, ja safe, geile Idee. Wird aber offengelassen.&nbsp;</p>



<p><strong>Gab es bei dir den Wunsch, musikalisch in eine andere Richtung zu gehen, oder hat sich das entsprechend der Themen auf dem Album einfach so ergeben?</strong></p>



<p><strong>TimmyT:</strong> Das Soundbild hat sich in der Produktionsphase echt ein paar Mal geändert. Letztes Jahr im Februar habe ich zusammen mit meinem Produzenten vier Tage lang ein Haus außerhalb von Berlin gemietet und an Demos gearbeitet. Die Ergebnisse waren alle ein bisschen moderne, poppige Nummern.</p>



<p>Anfangs fand ich das voll geil, wollte es aber noch ein bisschen interessanter machen. Ich bin voll der Fan von einem Vintage-Klang bei Musik – wenn Sachen alt und ein bisschen dreckig klingen. Deshalb war klar, dass ich alles nochmal überarbeiten und vom Sound her ein wenig versauter machen möchte.&nbsp;</p>



<p>Damit es nicht modern klingt, habe ich die Songs auch über eine alte Tape-Machine mastern lassen. Die Vocal-Produktion ist trotzdem stellenweise noch modern. In den Beats haben wir aber immer geschaut, dass auf alte Methoden zurückgegriffen wird: Manchmal wurden Sachen über ein Pult laufen gelassen, viel mit Verzerrung gearbeitet etc.&nbsp;</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">7. Sucht ruft</h3>



<p><strong>TimmyT:</strong> »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/7tR1VoaLAakiSsujINYj7B?si=d2c8c9c3563b41e9">Sucht ruft</a>« habe ich zusamen mit <strong>Leon Deleu</strong> und Amadea (<strong>Dilla</strong>) gemacht. Inhaltlich geht es um den Vergleich von Konsum mit der Liebe. Deswegen singt Amadea auch die Hook, als Metapher für die Liebe.&nbsp;</p>



<p>Trotzdem geht es natürlich um die Sucht und wie man damit umgeht. Ich hatte damit viele Probleme, inbesondere mit Weed, aber ich habe Ende November aufgehört. Irgendwann habe ich reflektiert und verstanden, dass viele der Probleme in meinem Kopf einfach nur davon kommen. Als ich bekifft war, kam die Aussichtslosigkeit und das Gefühl, nutzlos zu sein.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00006.jpg"><img decoding="async" width="749" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00006-749x1024.jpg" alt="" class="wp-image-18755" style="width:691px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00006-749x1024.jpg 749w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00006-220x300.jpg 220w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00006-768x1049.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00006-1124x1536.jpg 1124w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00006-770x1052.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00006-1400x1913.jpg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00006.jpg 1417w" sizes="(max-width: 749px) 100vw, 749px" /></a></figure>
</div>


<p>Ich hab halt echt neun Jahre täglich konsumiert. Am Anfang war es kein Stress, aber irgendwann wird man mal erwachsen und checkt, dass das ganze Musikding gar nicht so easy und mit Risiko verbunden ist. Das hat mir viel Leichtigkeit aus meinem Leben genommen und immer, wenn ich dann ‘nen Joint geraucht habe, war ich am Hängen und habe über Wochen nichts gebacken bekommen. Deswegen wollte ich dem Thema einen Song widmen.&nbsp;</p>



<p><strong>Im Albumkontext ist es ja so, dass die Liebe am Ende die schlechte Phase ablöst. Ist das der Grund, warum Amadea auf diesem Song ist? – Also weil sie diese Phase quasi „ersetzt“ hat?&nbsp;</strong></p>



<p><strong>TimmyT:</strong> Insgesamt würde ich sagen, dass mir unsere Beziehung in der schlechten Phase Halt gegeben hat. Deshalb war es mir wichtig, das Liebesthema mit einzubringen. Trotzdem muss man so etwas schlussendlich mit sich selbst ausmachen. Wir haben viel miteinander darüber gesprochen, aber letztendlich ist es ja auch nicht ihre Aufgabe.&nbsp;</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">10. Wolkenmeer</h3>



<p><strong>TimmyT:</strong> Das Lied basiert auch auf einer echt alten Demo, die nie ganz fürs Album gedacht war. Das ursprüngliche Album hatte eigentlich so 20 Songs, von denen ich viele dann verworfen habe, unter anderem auch ein anderes Feature mit Amadea, aber das hat irgendwie alles nicht gepasst.</p>



<p>Ich hab den Beat und den ersten Part vor längerer Zeit auf meinem Laptop aufgenommen und dann nie wieder angehört, bis ich die Skizze letztes Jahr auf dem Weg zu einem Festival im Auto auf meinen Kopfhörern angemacht habe. Dort hab ich direkt gemerkt, wie geil er ist und wie gut er thematisch passt. Ich bin dann zu Noah (SL3PY BOY) und wir haben ihn ausproduziert.</p>



<p>Wie »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2vrY65inCeo1wpjLvWO0Qp?si=7673014d71444f02">Kühler Wind</a>« und »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2yvkcQ6rhrA7ncrGXyT3YC?si=876d9121be3e4cf5">Nebel</a>« gibt’s hier wieder einen Wetterbezug. Ich saß einfach oft drinnen und hatte das Gefühl nicht rausgehen zu wollen, weil dort die böse Welt wartete.&nbsp;Innerhalb der Tracks werden teilweise die gleichen Zeilen wiederholt, was aber gar nicht so bedacht war, sondern einfach entstanden ist.&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Mein ganzes Zimmer voll mit Nebel</strong></p>
<cite>Nebel</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Ich stand zu lang’ im Regen. Musste rein, doch dann war mein Zimmer voll mit Nebel.</strong></p>
<cite>Wolkenmeer</cite></blockquote>



<p><strong>Das zeigt ja aber nur, dass sie inhaltlich zusammenhängen.</strong></p>



<p><strong>TimmyT</strong>: Genau, außerdem finde ich, dass der Song auch nochmal ein bisschen mehr Hip-Hop ins Album bringt.&nbsp;</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">14. Diebstahl</h3>



<p><strong>TimmyT:</strong> »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/7ucuOFU3TGZ1GVf7Uh6EuO?si=a6c8d13274094ad1">Diebstahl</a>« ist so DER Liebessong vom Album. Hier war mir die Referenz bzw. Verknüpfung an meine letzten beiden EPs wichtig. Da geht es viel um diese „Herz” Thematik. Bei »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/2hkO1vAJAroTsdn2rUqeUJ?si=oCJ8QPz_S6Sjo8QNkMBu3w">FEELINGS</a>«, der ersten EP von beiden, haben wir zum <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/7nD9s7moBLapESuUzLfarq?si=c6a76e43d2e94928">Titeltrack</a> ein Musikvideo gedreht, in dem mäßig ein Herzkoffer „übergeben“ wird. Insgesamt ist es voll die Liebes-EP. Danach kam die »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/7KVeR6Uj1chWJsYCsEWtyz?si=ZQcb4Y4tRyGQ7FO3BR60Nw">Origami Herz</a>« EP, wo eher Rap-Liebeslieder drauf sind. »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/2hkO1vAJAroTsdn2rUqeUJ?si=oCJ8QPz_S6Sjo8QNkMBu3w">FEELINGS</a>« geht mehr in die Indie-Funky Richtung, wozu »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/7KVeR6Uj1chWJsYCsEWtyz?si=ZQcb4Y4tRyGQ7FO3BR60Nw">Origami Herz</a>« dann das Hip-Hop-Pendant darstellt.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>„Du hast mein Herz geklaut“ bzw. der ganze Song schließen dann bewusst thematisch daran an. Ich wollte mit dem Album eine neue Ära starten, vor allem was mein Branding angeht, da ich mega lange überhaupt nicht zufrieden war mit allem, was ich davor gemacht habe. Ich wollte etwas Neues machen, aber trotzdem noch verbinden, wofür »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/7ucuOFU3TGZ1GVf7Uh6EuO?si=a6c8d13274094ad1">Diebstahl</a>« dann die Brücke ist.&nbsp;</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">15. Wenn du willst</h3>



<p><strong>Ich muss sagen, die ersten paar Male, als ich den Song gehört habe, habe ich gar nicht verstanden, dass er teilweise auch negative Emotionen behandelt.</strong></p>



<p><strong>TimmyT:</strong> Ja, in dem Part mit „Ich schiebs auf die Stadt, doch die Schuld liegt bei mir“, checkt man es ja schon ein bisschen, dass irgendwas in mir ist. Im letzten Jahr bis heute sagen wir uns oft: „Lass mal irgendwann weggehen“ &#8211; „Wenn du willst, renn mit mir“. Der Song beschreibt die Flucht – irgendwie auch aus Berlin.&nbsp;</p>



<p>Ich habe mega oft meine ganzen Probleme ein bisschen zu sehr auf die Stadt geschoben. Ja, Berlin ist halt grau und der Berliner Winter ist scheiße – ist ja bei allen so. Ich habe aber irgendwann verstanden, dass das Hauptproblem auf jeden Fall bei einem selber liegt. Trotzdem gibt’s hier schon viel Stress und Negatives, was einen umgibt. Deshalb gehen wir irgendwann zusammen nach Italien. Das ist der Plan.&nbsp;</p>



<p>Sobald der Beat droppt, wird’s kommerzieller, fällt aber trotzdem nicht in den Standard-Pop Mainstream Bereich. Die Synthie Melodie erinnert mich irgendwie auch an so Musik aus den 2000ern oder 2010ern. Dann kommt der Drum-Break… Es ist irgendwie einfach ein geiler Mix. Ich liebe den Song und höre ihn privat mit Abstand am meisten. Auch vom Aufbau her – Es ist ein richtiger Gänsehautmoment, wenn er sich auflöst.&nbsp;</p>



<p><strong>Du meintest ja, dass du mit dem Album eine neue Phase einleiten möchtest. Inwiefern schließt diese in Bezug auf den Stil und die lyrische Ehrlichkeit an das Album an?&nbsp;</strong></p>



<p><strong>TimmyT:</strong> Ich glaube, mein Problem mit meinen alten Sachen war eher, dass zu wenig Konzept dahinter gesteckt hat. Ich muss dazu sagen, ich habe sie in einer Phase wieder gehört, in der es mir nicht gut ging. Da fängt man ja sowieso an, alles runterzureden. Mittlerweile finde ich sie wieder authentisch und erinnere mich gerne daran zurück, dass ich halt auch mal ein anderer Typ war. Jetzt bin ich älter geworden und denke über Sachen einfach anders nach.</p>


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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00003.jpg"><img decoding="async" width="842" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00003-842x1024.jpg" alt="" class="wp-image-18757" style="width:740px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00003-842x1024.jpg 842w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00003-247x300.jpg 247w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00003-768x934.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00003-1263x1536.jpg 1263w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00003-1685x2048.jpg 1685w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00003-770x936.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00003-1400x1702.jpg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00003.jpg 1701w" sizes="(max-width: 842px) 100vw, 842px" /></a></figure>
</div>


<p>Allgemein soll die neue Ära einfach bedachter sein, vor allem ästhetisch. Viele der alten Cover haben mir nicht gepasst. Jetzt habe ich beim ganzen Album sehr darauf geachtet, dass die ganzen Visuals geil und kohärent aussehen. Es kommen auch CDs und Poster, wodurch das Ganze für die Fans mehr ein Erlebnis ist, mich zu verfolgen. Früher war ich halt ein bisschen lockerer.&nbsp;&nbsp;</p>



<p>Mein nächstes Projekt nach dem Album wird safe auch wieder was komplett anderes.&nbsp;Ich finde das ist irgendwie mein Ding.&nbsp; Ich denke mir beim Mucke machen immer: „Ich will was machen, was ich noch nie gemacht habe.“ Da will ich auch dran festhalten. In Zukunft halt nur ein bisschen konzeptioneller, geiler und bedachter. Einfach ein bisschen erwachsener.</p>



<p><strong>Hattest du das Gefühl, dass diese Durchdachtheit und eher düsteren Themen von »<a href="https://open.spotify.com/album/2eizgdUydIhKUbptQBIdqM?si=dzLaoYSVSbKUWmtaYT9xrQ">Kühler Wind</a>« vorher keinen Platz hatten in deiner Musik?</strong></p>



<p><strong>TimmyT:</strong> Es gibt ein paar Tracks von früher, wo sowas schon ein bisschen durchschimmert. »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2svvTjvaPQ2cjiDqhzwPLw?si=e7c3aa9679474460">Was gibt mir halt</a>« zum Beispiel. Auf der »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/7KVeR6Uj1chWJsYCsEWtyz?si=ZQcb4Y4tRyGQ7FO3BR60Nw">Origami Herz</a>« EP hat es auch schon ein bisschen angefangen. Der bedachte Typ steckt wahrscheinlich schon immer in mir und ist jetzt halt mehr zum Vorschein gekommen.&nbsp;</p>



<p>Ich hab’ auch Bock wieder lockere Mucke zu machen, aber das ist sehr davon abhängig, wie es mir geht und was bei mir so passiert.&nbsp;</p>



<p><strong>Hast du noch irgendwas, was du den Hörern zum Tape sagen möchtest?</strong></p>



<p><strong>TimmyT:</strong> Ich würde mir wünschen, dass die Leute sich die 40-45 Minuten Zeit nehmen und das Album im Ganzen hören, um es richtig zu verstehen. Es gibt zwar ein paar „Lückenfüller“ bzw. Überleitungen, aber es ist schon als ganzes Album gedacht. Ich hoffe, die Musik und Texte sprechen für sich und dann passt das.&nbsp;</p>



<p>Mir geht es auf jeden Fall viel besser – auch weil ich aufgehört habe zu kiffen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading"></h3>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/track-by-track/track-by-track-timmyt-ueber-sein-album-kuehler-wind">Track by Track: TimmyT über sein Album   »Kühler Wind«</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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		<title>Track by Track: Jugo Ürdens über sein Album »Hund«</title>
		<link>https://mostdope.tv/interviews/track-by-track/track-by-track-jugo-uerdens-ueber-sein-album-hund</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Michail Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Dec 2024 15:04:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nach einem großen Labelumbruch und einem fehlgeschlagenen Umzug nach Berlin meldet sich Jugo Ürdens in frischer Manier mit neu-altem Künstlernamen und einem ganzen Album zurück. Auf »Hund« reflektiert der Wiener seine Zeit in der deutschen Hauptstadt, erzählt von Exzess und destruktivem Konsum, dem Aufwachsen zwischen zwei Kulturen und dem Gefühl des Fremdseins. Getrieben vom Wunsch, wie ein Hund gänzlich ohne Verantwortung tun zu können, worauf man Lust hat, findet sich Jugo in vielfältigen Erzählungen und Soundwelten wieder. Deren Hintergründen sind [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/track-by-track/track-by-track-jugo-uerdens-ueber-sein-album-hund">Track by Track: Jugo Ürdens über sein Album »Hund«</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Nach einem großen Labelumbruch und einem fehlgeschlagenen Umzug nach Berlin meldet sich Jugo Ürdens in frischer Manier mit neu-altem Künstlernamen und einem ganzen Album zurück.</strong> </p>



<p><strong>Auf »Hund« reflektiert der Wiener seine Zeit in der deutschen Hauptstadt, erzählt von Exzess und destruktivem Konsum, dem Aufwachsen zwischen zwei Kulturen und dem Gefühl des Fremdseins. Getrieben vom Wunsch, wie ein Hund  gänzlich ohne Verantwortung tun zu können, worauf man Lust hat, findet sich Jugo in vielfältigen Erzählungen und Soundwelten wieder. </strong></p>



<p>Deren Hintergründen sind wir im ausführlichen Interview Track by Track auf die Spur gekommen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">1. Romelu</h3>



<p><strong>Jugo:</strong> <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/6nWk8crXYWu1686VcJdgvJ?si=133e083de2fa4a21"><strong>»</strong>Romelu<strong>«</strong></a> ist am selben Tag entstanden wie <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/69yuxviDlccQ9oDNJQmhgA?si=9380f6961b2a46fe">»Benzin«</a>. Zwei komplett unterschiedliche Tracks – das war mit <strong>Turnup Tun</strong>, der viel vom Album produziert hat.&nbsp;Wir haben die Songs in den Outskirts von Wien in so einem Container Studio von einem Kumpel aufgenommen. Das war wirklich einfach ein Baucontainer, in den er ein Studio reingebaut hat. Nach ein, zwei Stunden stand er schon, das ging sehr schnell. Wir haben währenddessen auch die ganze Zeit zwischen den beiden Songs hin und her geswitcht.&nbsp;</p>



<p><strong>Der hat mir als erste „Comeback“ Single sehr gut gefallen. „Ich bin back so wie ein Frisbee, rappe wie Prime Shindy“ <strong>(Zitat aus »Romelu«)</strong>, ist auf jeden Fall direkt hängengeblieben. </strong></p>



<p><strong>Jugo:</strong> Ja, auf die Line bin ich sehr stolz (lacht).</p>



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</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">2. MW2</h3>



<p><strong>Jugo:</strong> Auch, wenn Modern Warfare 2 sehr schlecht war, habe ich das viel gezockt. Ich spiele generell gerne sehr, sehr viel Call of Duty, wenn ich die Zeit finde.&nbsp;</p>



<p>Der Song wurde auch von Turnup Tun produziert. Wir hatten davor einen Italo-Dance Song mit Tatort-Sample gemacht, haben dann aber gesagt, „das ist Bullshit“ und sind dann zusammen mit <strong>No.Ri</strong>, einem zweiten Produzenten, auf die Songidee gekommen. Ich habe jetzt eine längere Zeit in Berlin gewohnt und erzähle darauf von meiner Zeit dort.&nbsp;</p>



<p><strong>Ist dieser Song dann auch in Wien entstanden?</strong></p>



<p><strong>Jugo:</strong> Ja, zu dem Zeitpunkt habe ich zwar noch in Berlin gelebt, war da aber gerade in Wien. Bis auf zwei, drei Songs ist eigentlich alles vom Album in Berlin recordet worden und entstanden.&nbsp;</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">3. Smog (feat. LilliPop)</h3>



<p><strong>Jugo:</strong> Das ist einer meiner Favourites vom Album. Ich liebe den. Ich finde, der braucht ein bisschen, aber ich höre den auch privat sehr gerne. Lilli hat mich plus-minus spontan gefragt, ob ich bei einer Session für einen Song von ihr mit einem anderen Producer Input geben und mitwriten kann. Als das durch war ist <strong>bennibeatz,</strong> der Producer von und glaub ich auch best Friends mit Lilli ist, ins NEUBAU Music Studio gekommen. Wir haben ihn ein bisschen dazu gezwungen. Zu dritt hat dann voll die schöne Symbiose stattgefunden, woraus letztendlich dieser Song entstanden ist.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-2-edited-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-17303" style="width:695px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-2-edited-1024x1024.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-2-edited-300x300.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-2-edited-150x150.jpg 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-2-edited-768x769.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-2-edited-500x500.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-2-edited-800x801.jpg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-2-edited-120x120.jpg 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-2-edited-240x240.jpg 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-2-edited-360x360.jpg 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-2-edited-540x540.jpg 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-2-edited-720x720.jpg 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-2-edited-770x771.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-2-edited-125x125.jpg 125w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-2-edited.jpg 1181w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">4. Mein Sohn</h3>



<p><strong>Jugo:</strong> Entstanden ist der zusammen mit <strong>AVO</strong>. Der hat <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2QAsTQ1tydZ6mhYH2FyzfG?si=461de07183b34beb"><strong>»</strong>Durstlöscher<strong>«</strong></a> für <strong>01099</strong> produziert und ganz viele Sachen mit <strong>Zuna </strong>und der <strong>KMN Gang</strong> gemacht.</p>



<p>Ich war auf einem polnischen Dance-Song von <strong>Duke102</strong> drauf, den er zusammen mit <strong>Misc.Inc </strong>produziert hat (<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/3BCUVJdHYE0BlP3dXoZLty?si=c360b70cf2424e75"><strong>»</strong>Skóra<strong>«</strong></a>). Im Anschluss haben die beiden mich angeschrieben und gesagt, ich muss mal nach Dresden kommen. Wir haben dann zwei Tage Session gemacht, wobei dieser Song entstanden ist.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Warum trägst du ein&#8217;n Ohrring? Bist du schwul?</strong></p>
<cite>Mein Sohn</cite></blockquote>



<p>Ich fand die ersten Lines sehr lustig und wir haben darauf dann den ganzen Song aufgebaut.&nbsp;</p>



<p><strong>Hast du den Kontrast zwischen diesem ernsteren Thema und einem 4-to-the-floor Beat, der nach vorne geht, bewusst gewählt?</strong></p>



<p><strong>Jugo:</strong> Ja, da schwingt eine gewisse Ironie mit, diese Thematik auf solch einem Type Beat einzufangen</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">5. Selfcare</h3>



<p><strong>Jugo:</strong> Die Ursprungsdemo ist Ende 2022 bei einem Festival irgendwo in Salzburg in einem kleinen Dorf entstanden. Die hatten da so Studios hingebaut.&nbsp;</p>



<p>Irgendwann dieses Jahr haben <strong>Robert</strong> (<strong>Wallner</strong>) und ich ein paar Demos durchgehört, den Song wiederentdeckt, das Sample rausgenommen und einen neuen Song draus gemacht. Die Hook ist aber seit der ersten Skizze gleich geblieben. Robert hat das ganze Album quasi executive produced und alles einmal in Reih und Glied gebracht.&nbsp;</p>



<p>Ich mag den Song extrem und finde das Sample und meine Parts unfassbar geil. Das Berlin-Bashing im zweiten Part sowieso.&nbsp;</p>



<p><strong>Ich mochte den Vergleich vom ersten Part, der davon handelt, sich in Wien fremd zu fühlen, zum zweiten Part, in dem du dich als Wiener in Berlin fremd fühlst.</strong></p>



<p><strong>Jugo:</strong> Voll! Der Track behandelt dieses Heritage-Thema, was ich in mir trage und auch in meinem Künstlernamen drin ist. Der Vergleich zwischen dem Aufwachsen und wo man gerade steht. Das Gefühl, in zwei ganz verschiedenen Welten zwischen den Stühlen zu sitzen.&nbsp;</p>



<p><strong>Ist es wirklich so, dass Wienern das Berliner Wasser nicht schmeckt? (siehe Line: <strong>„</strong>Sogar das Leitungswasser schmeckt hier nur nach Kalk&#8221;)</strong></p>



<p><strong>Jugo:</strong> Es sind Welten dazwischen. Das kann man nicht beschreiben. Das erste was man wirklich macht, wenn man nach Wien kommt, ist einmal den Wasserhahn aufdrehen und den Kopf drunter halten.&nbsp;</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">6. Seiten auf Calliou</h3>



<p><strong>Jugo:</strong> <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/1xDJ1lKUDeT3joAz86jmqL?si=30e470ef06c14443">»Seiten auf Calliou«</a> hat es durch eine unglückliche Fügung als letztes aufs Album geschafft, weil ein anderer Song mit Feature, der schon fertig war, leider doch nicht drauf konnte.&nbsp;</p>



<p>Tun hat aus diesem Sample wirklich einen geisteskranken Beat gemacht. Das kommt von einer Ex-Jugo Band, <strong>Plavi Orkestar</strong> (zu deutsch: Blaues Orchester), die ein Cover von <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/1ZEOIhSn6BKErV59bIgn76?si=5af7df48e33b4af8">»California Dreamin&#8217;«</a> gemacht haben. Das Intro von ihrem Cover auf serbisch, »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/5cnLxj0yaibiZmqLxaj4Kt?si=ef2de77972574442">Ljubi se istok i zapad</a>« haben wir dann gesampled.&nbsp;</p>



<p>Der ist auch einer meiner Favourites vom Album. Mir gefällt diese Leichtigkeit. Er ist unbeschwert und einfach straight up.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Laut meinem Arzt hab&#8217; ich ein psychisches Problem. Ich hab&#8217; ihm gesagt, er soll sich bitte ficken geh’n.</strong></p>
<cite>Seiten auf Calliou</cite></blockquote>



<p>Das ist meine Lieblings-Line vom Song.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">7. Necessaire</h3>



<p><strong>Jugo:</strong> Ein Necessaire ist eine Art Beutel. Leute, die versuchen schlau zu sein, benutzen diesen Begriff (lacht). Das ist mitunter der traurigste und ehrlichste Song auf dem Album. Der ist mit <strong>Wenzel Beck</strong>, einem Wiener Produzent, zusammen in Wien entstanden und ich spreche darauf Online-Casino-Süchte und sämtliche andere Laster an.&nbsp;</p>



<p>Wir machen jetzt ein Remix-Album zu »Hund«. Die Idee kam ein bisschen spät, aber auf jeden Fall vor <strong>Charli XCX</strong>. Tun hat darauf aus <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/1PuUIIEnR93GIqBfV4rh4n?si=7dfba0b995c747bd">»Necessaire«</a> den ekelhaftesten Drum’n’Bass-Remix gemacht. Es ist so geil, der ballert unfassbar. Wir machen dazu auch eine Live-Show bei <strong><a href="https://www.instagram.com/radiorudina?utm_source=ig_web_button_share_sheet&amp;igsh=ZDNlZDc0MzIxNw==">Radio Rudina</a></strong>.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-4-1.jpg"><img decoding="async" width="1181" height="1182" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-4-1-edited.jpg" alt="" class="wp-image-17304" style="width:669px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-4-1-edited.jpg 1181w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-4-1-edited-300x300.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-4-1-edited-1024x1024.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-4-1-edited-150x150.jpg 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-4-1-edited-768x769.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-4-1-edited-500x500.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-4-1-edited-800x801.jpg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-4-1-edited-120x120.jpg 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-4-1-edited-240x240.jpg 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-4-1-edited-360x360.jpg 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-4-1-edited-540x540.jpg 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-4-1-edited-720x720.jpg 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-4-1-edited-770x771.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-4-1-edited-125x125.jpg 125w" sizes="(max-width: 1181px) 100vw, 1181px" /></a></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">8. Benzin (feat. Tiavo)</h3>



<p><strong>Jugo:</strong> Wie gesagt, der ist am selben Tag wie »Romelu« in diesem Container entstanden. Wir haben da gefühlt ein Alternativprogramm für unsere Köpfe gebraucht, damit wir den einen Loop nicht tot hören.&nbsp;</p>



<p>Die erste Strophe von mir, gab es 1:1 schon auf einer ewig alten Demo mit <strong>Tropikel Ltd</strong>. Ursprünglich sollte das also ein ganz dummer Disco-Song in deren Synth-Pop Stil werden. Es hat dann ewig gedauert, bis wir das passende Instrumental zu <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/69yuxviDlccQ9oDNJQmhgA?si=ff3fc3556b7947ff">»Benzin«</a> gefunden haben. Die Ursprungshook ging damals noch mit „Schenk mir nochmal nach“ los.&nbsp;</p>



<p><strong>Tiavo</strong> und ich haben uns dann irgendwann in Berlin getroffen und gegenseitig Demos gezeigt. Ich war bei dem Song dann so: „Hey, hier fehlt noch eine Person drauf, ich glaub ihr könntet voll passen.“ Er hat beim Hören direkt die Augen aufgerissen: „Geil!“&nbsp; Dann ist Zeit verstrichen und Anfang des Sommers ist er recht spontan aus Saarbrücken zu mir nach Luxemburg gekommen, um den Song fertig aufzunehmen. Dort haben wir dann auch aus „Schenk mir nochmal nach“ „Mir geht es wieder hässlich“ gemacht.&nbsp;Mal was anderes als sonst, aber ich liebe den Song sehr.&nbsp;</p>



<p><strong>Zum Ende des Albums geht es ja generell mehr in die Indie-Richtung</strong></p>



<p><strong>Jugo: </strong>Voll, 100%. Ich liebe Künstler, die einen Film fahren und das konsequent machen können, ohne sich dabei zu langweilen. Ich schaffe das halt nicht, wodurch es eher zufällig zum Schluss hin diese Indie-Richtung angenommen hat.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">9. Hund</h3>



<p><strong>Jugo:</strong> Der ist in Berlin entstanden, mit <strong>Mo.Nomad</strong> und <strong>Wings</strong>. Am Abend davor, war ich mit meiner Freundin unterwegs und wir haben ein bisschen rumgeblödelt. Ich meinte dann: „Ich möchte ‘nen Song machen, ich wünscht ich wäre ein Hund.“ Im Studio ist er dann einfach aus dieser Idee entstanden. Wings hat seinen Gitarren-Part eingespielt und Mo. hat ihn dann weiter produziert. Wir beide haben den Text auch zusammen geschrieben. Der Song ist so schön!&nbsp;Vielleicht teilweise zu pathetisch und kitschig, aber es waren halt echte Emotionen.&nbsp;</p>



<p>Wings hatte das Gitarren-Sample vorher schon mal <strong>Casper</strong> vorgespielt, der es dann aber abgelehnt hat. Ein paar Monate nach dem <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/4DJwmxXtDMUe3pHVUTIAsp?si=f224a58a06a2403a">»Hund«</a> entstanden ist, hat er mir dann aber geschrieben, dass Casper sich nun doch entschlossen hat, das Sample zu picken. Daraus hat er dann »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/1dosdZO9T87aPhwtLVHAto?si=727c8e8ec4ae4108">verliebt in der stadt die es nicht gibt</a>«, von seinem neuen Album gemacht.&nbsp;</p>



<p>Ich hab’ Casper dann geschrieben, ob er auf meinen Song draufhoppen möchte. Bzw. ging es mir in erster Linie darum, ob ich das Sample verwenden kann. Zu der Zeit, hat er mitten in den Vorbereitungen für seine Stadion-Show gesteckt und hatte dementsprechend keine Zeit. Er hat aber urlieb geantwortet, meinte er feiert den Song und ich kann das gerne benutzen.&nbsp;</p>



<p>Thematisch geht es einfach um das Gefühl nicht nachdenken zu müssen.</p>



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</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Wann kam für dich der Punkt, an dem du entschieden hast, das Album so zu nennen?</strong></p>



<p><strong>Jugo:</strong> Ich hab eh nach einem Titel gesucht und dann hat „Hund“ am meisten Sinn gemacht. Ich habe überlegt, wie man thematisch die Brücke schlägt und ein Hund geht wirklich immer der Nase nach, was sehr dem Album entspricht. Die Beats und Richtungen, die es einschlägt, sind oft sehr random und nach Lust und Laune.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">10. Alle meine Freunde (feat. Stacks102)</h3>



<p><strong>Jugo:</strong> Diesen Song gab es ursprünglich in einer sehr sehr anderen Version, aber mit gleicher Hook. Ich hab ihn damals Stacks geschickt, der den Beat und die Produktion absolut gar nicht gefeiert hat.&nbsp;</p>



<p>Dann war ich mit Robert im Studio in Berlin, er hat dieses geile Riff gemacht und der Song war ziemlich schnell fertig. Ich hab ihn dann nochmal Stacks geschickt und diesmal hat er ihm gefallen. Wir haben seinen Part dann zusammen im Studio geschrieben und er hat nochmal über die Hook rübergeschrien. Ich dachte mir, wer könnte bei dem Song besser passen als Stacks von den <strong>102 Boyz</strong></p>



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</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">11. Ich will nicht sein wie ich bin</h3>



<p><strong>Jugo:</strong> Der Song ist zusammen mit Mo.Nomad entstanden, der auch viel vom Album davor (<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/4mnEdunviHz9UFgSuI5s2F?si=CX_iHiFQSRGyktKAX2k9uw">»Das Album, das schon 2020 erscheinen sollte«</a>) produziert hat. Es ist schon länger her, dass wir den Song gemacht haben und haben ihn mehr oder weniger so gelassen, wie die Ursprungsdemo war, weil wir der Meinung war, das man den nicht ausproduzieren oder nochmal drüber gehen darf. Das Ding steht so, wie es war.&nbsp;</p>



<p>Ich finde den thematisch sehr schön und ehrlich. Diese Wiederholungen haben fast schon einen Kinderlied-Vibe, was mir gut gefallen hat.&nbsp;</p>



<p><strong>Klassischerweise packt man solch einen ruhigeren Song eher an die letzte Stelle. Warum hast du dich hierbei für die vorletzte entschieden?</strong></p>



<p><strong>Jugo:</strong> Eigentlich ist es sogar der letzte Song. <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/0WoLVCWId0eotoKkT3MxHE?si=e06f33b6a09248a1">»Sonntag im August«</a> ist für mich mehr ein Bonus-Track. Ich wusste aber nicht, wo ich den sonst reintun soll, deshalb ist er am Ende gelandet.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">12. Sonntag im August</h3>



<p><strong>Jugo:</strong> Die Idee zu dem Song ist in der gleichnamigen Bar in Berlin entstanden – wieder gemeinsam mit meiner Freundin. Wir waren dort etwas trinken, haben besoffen etwas Scheiße gelabert, bis ich auf diese Line „an einem Sonntag im August“ kam. Am Tag darauf habe ich mich drangesetzt, den generischsten Gitarren-Loop, den ich finden konnte, genommen und den Song eingesungen.&nbsp;Damit bin ich dann im tiefsten Winter auf ein Songwriting-Camp gefahren, wo wir den nochmal aufgerollt haben etc. und über ein Jahr später hat Robert ihn dann hübsch gemacht und finalisiert.&nbsp;</p>



<p>Ich finde den Song der Song macht Laune, er ist dumm. Eigentlich dachte ich, er passe nicht mit rein, aber thematisch passt er schon.&nbsp;Durch ihn entsteht eine Art Kreislauf. Auf den Exzess folgt der Kater, das Zur-Ruhe-Kommen und Hinterfragen und kurz darauf geht es wieder los.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-1-edited.jpg"><img decoding="async" width="945" height="945" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-1-edited.jpg" alt="" class="wp-image-17298" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-1-edited.jpg 945w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-1-edited-300x300.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-1-edited-150x150.jpg 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-1-edited-768x768.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-1-edited-500x500.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-1-edited-800x800.jpg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-1-edited-120x120.jpg 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-1-edited-240x240.jpg 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-1-edited-360x360.jpg 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-1-edited-540x540.jpg 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-1-edited-720x720.jpg 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-1-edited-770x770.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/yugo_Mo-1-edited-125x125.jpg 125w" sizes="(max-width: 945px) 100vw, 945px" /></a></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><span id="docs-internal-guid-45f3ff55-7fff-a9d4-23bd-fd845b371d41" style="white-space: normal;"><strong>Was hat dich eigentlich bewegt, nach Berlin zu ziehen?</strong></span></p>



<p><strong>Jugo:</strong> Ich dachte, es würde mir mit der Musik helfen. Ich wollte actually auch versuchen, für andere zu schreiben, habe das dann ein paar Mal gemacht und fand es überhaupt nicht geil.</p>



<p>Meine Freundin ist auch aus Wien und ist zu der Zeit so oder so nach Berlin gezogen, weil sie modelt. Mit dem Ende meiner Zeit bei <strong>DIVISION</strong> und allem drum herum musste ich einfach weg aus Wien und wollte es mal in Berlin versuchen.&nbsp;Andere haben das geschafft, aber ich komme mit der Infrastruktur und dem Aufbau der Stadt nicht zurecht. Obwohl da jeden Tag so viel los war und Action ist, hab’ ich mich irgendwann komplett isoliert und bin gar nicht mehr rausgegangen. Das ging total in die falsche Richtung.&nbsp;</p>



<p>Man kennt zwar viele, aber diese Core-Core-Leute hat es da nicht gegeben und solche Freundschaften kann man auch nicht in drei Monaten aufbauen. Das hat mir einfach komplett gefehlt.&nbsp;Ich bin sehr glücklich mit meiner Entscheidung, jetzt wieder hier in Wien zu leben.</p>



<p><strong>Warum hast du deinen Namen wieder zurück zum ursprünglichen Jugo Ürdens geändert?</strong></p>



<p><strong>Jugo:</strong> Das YUGO-Ding sieht zwar optisch schön aus mit den vier Buchstaben, aber ich verbinde damit einfach eine unfassbare scheiß Zeit und sehr, sehr schlechte Sachen. Ich möchte nicht undankbar klingen, aber ich verbinde mit meinem Kapitel bei Division viel Negatives und wollte damit abschließen. Um ein bisschen die Ernsthaftigkeit rauszunehmen, bin ich wieder beim ursprünglichen Namen gelandet.&nbsp;</p>



<p><strong>Du durftest vor kurzem im Wiener Tatort den fiktiven Rapper „Ted Candy“ spielen und für die Rolle auch einen Song aufnehmen. Wie war diese Erfahrung für dich?</strong></p>



<p><strong>Jugo:</strong> Crazy! Das war eine unfassbare Erfahrung. Ich durfte mich in das Ganze extrem involvieren, hab Namen von den anderen Charakteren geändert und die Songs geschrieben für die anderen Darsteller. Man schlüpft halt echt in eine Rolle. Ich hab mir die Haare ein bisschen wachsen lassen und gefärbt. Das ganze hat einfach mega Bock gemacht.&nbsp;Sollte irgendwo mal wieder eine Anfrage reintrudeln, dann nehme ich die sicher an.</p>



<p><strong>Würdest du sagen, das hat dich musikalisch noch mal inspiriert, andere Perspektiven auf deinen Songs einzunehmen?&nbsp;</strong></p>



<p><strong>Jugo:</strong> Jein. Es hat mir wieder gezeigt, dass ich eigentlich ziemlich gut für andere schreiben könnte. Dass ich mich wirklich in eine andere Person reinversetzen kann, egal ob echt oder unecht.</p>



<p><strong>Was hast du in naher Zukunft noch so geplant?</strong></p>



<p><strong>Jugo:</strong> Es gibt noch kein Release Date, aber das Remix-Album wird sehr geil.&nbsp;Das nächste Tape, was in Planung ist, wird „Dumm“ heißen. Das wird auch nur dumm sein. Es wird keine emotionalen und tiefen Einblicke in das Innenleben geben</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/track-by-track/track-by-track-jugo-uerdens-ueber-sein-album-hund">Track by Track: Jugo Ürdens über sein Album »Hund«</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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		<title>Track by Track: Danju über seine »Keiner Sober« EP</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michail Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Oct 2024 13:51:33 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[8am in Charlotte]]></category>
		<category><![CDATA[DANJU]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Letztes Jahr hat Danju mit »Zwischen Gestern und Morgen«, nach einer längeren Pause seit seinem letzten Album 2019, ein beachtliches Comeback geliefert. 2024 überzeugt er nun auch auf EP-Länge. Laid-back, relaxed Flows mit Attitüde gemixt mit träumerischen Vocal-Samples erwarten euch auf den sechs Songs der gerade erschienenen »Keiner Sober« &#8211; EP. In einem kurzen Interview hat uns Danju Track-by-Track Insights in die verschiedenen Songs gegeben.&#160;&#160; 1.&#160;Keiner Sober Das war die erste Single, aber von allen Tracks erst der Vorletzte, der [&#8230;]</p>
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<p><strong>Letztes Jahr hat Danju mit »Zwischen Gestern und Morgen«, nach einer längeren Pause seit seinem letzten Album 2019, ein beachtliches Comeback geliefert. 2024 überzeugt er nun auch auf EP-Länge. Laid-back, relaxed Flows mit Attitüde gemixt mit träumerischen Vocal-Samples erwarten euch auf den sechs Songs der gerade erschienenen »Keiner Sober« &#8211; EP. </strong></p>



<p>In einem kurzen Interview hat uns Danju Track-by-Track Insights in die verschiedenen Songs gegeben.&nbsp;&nbsp;</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<iframe style="border-radius:12px" src="https://open.spotify.com/embed/album/4s96f1jjN9WWBNKxQs2chr?utm_source=generator&#038;theme=0" width="100%" height="352" frameBorder="0" allowfullscreen="" allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture" loading="lazy"></iframe>



<h3 class="wp-block-heading">1.&nbsp;Keiner Sober</h3>



<p>Das war die erste Single, aber von allen Tracks erst der Vorletzte, der entstanden ist. Ich hatte eigentlich vor, eine EP zu machen, die nicht durch ein größeres Thema zusammengehalten wird und hab’ die deeperen Songs sowieso erstmal beiseite geschoben. Als dann »<a href="https://open.spotify.com/track/5f7NFQvU2sC8dhOSmLRk6f?si=3nOoeeGOSeqNMlgGjnLJNQ">Keiner Sober</a>« kam, hat sich das Thema immer weiter durchgezogen und in anderen Songs wiedergefunden, weshalb wir mit ihm gestartet sind und ich mich im Verlauf dazu entschieden habe, die EP so zu nennen. </p>



<p>Der Song ist einfach relativ locker, „wir sind draußen“, freshe Lines, nach vorne etc. Ich mag das Sample auch voll gerne und die Hook sowieso. Produziert wurde er von <strong>Leve &amp; Bo</strong>, die von den sechs Songs der EP vier Stück gemacht haben.&nbsp;</p>



<p></p>



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<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">2. Wenn du&#8217;s wissen willst (feat. Yung Saint Paul)</h3>



<p>Paule und ich haben uns letztes Jahr mal in Hamburg gesehen, bei <strong>Sampagne</strong> im Studio. Da haben wir gequatscht, uns danach nochmal getroffen und meinten einfach: „Hey, lass mal ‘nen Song zusammen machen.“</p>



<p>Ich bin dann zu ihm nach Hannover gefahren und wir haben da den Song geschrieben &#8211; zusammen mit <strong>Joey Reverse</strong>, dem Produzenten.</p>



<p>Der lag dann eine Weile rum und als ich meinte: „Ich bring ‘ne EP raus und würde den gerne mit drauf haben&#8221;, war er direkt cool damit. Er hat jetzt neulich auch drei Songs gebracht (<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/6kPFt0DMv2HpqgWOGUM6ZE?si=AuBpwME6SXWS5-P-_-boCg">Bundestrainer EP</a>). Man merkt, dass er Gas gibt. Ich feier Paule auf jeden Fall.&nbsp;</p>



<p></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="574" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/danju-yung-saint-paul-1024x574.jpeg" alt="" class="wp-image-16354" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/danju-yung-saint-paul-1024x574.jpeg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/danju-yung-saint-paul-300x168.jpeg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/danju-yung-saint-paul-768x431.jpeg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/danju-yung-saint-paul-500x280.jpeg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/danju-yung-saint-paul-800x449.jpeg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/danju-yung-saint-paul-770x432.jpeg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/danju-yung-saint-paul.jpeg 1234w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">3.&nbsp;15 Uhr in Eppendorf (feat. Thore)</h3>



<p>Eppendorf ist ein Stadtteil in Hamburg, der eher so rich Viertel ist. Als ich vor vier Jahren mit meiner Frau nach Hamburg gezogen bin, waren wir erst in Altona, mussten dann aber aus der Wohnung raus und es hat sich über Umwege so ergeben, dass wir hier in Eppendorf gelandet sind und eine sehr coole Wohnung bekommen haben.</p>



<p>Die Leute sind hier schon ein bisschen anders als bspw. in Altona. Es wäre schön, wenn es vielfältiger und ein bisschen lockerer wäre, aber zum Leben ist es cool. Die Straßen sind groß, es gibt viele Grünflächen und wir fühlen uns wohl hier. Mir war dann auch egal, ob Leute denken: „Oh, das ist nicht Street genug oder ähnliches.</p>



<p>Eigentlich hat der Song gar nicht so nen krassen Bezug zu Eppendorf. Ich steige nur damit ein: „Es ist 15 Uhr in Eppendorf, catch mich HTHC, Center Court.“ und ein paar andere Hamburg Referenzen.&nbsp;</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">4.&nbsp;Hier oben (feat. katlix)</h3>



<p><strong>katlix</strong>, hab‘ ich auch irgendwann mal hier in Hamburg kennengelernt. Man läuft sich irgendwie schon über den Weg mit den ganzen Leuten. </p>



<p>Ich feier voll, was er macht. Irgendwann wollten wir dann einen Song machen, sind letztes Jahr zusammen zu den Waters (Anm. d. Red. <strong>Waterboutus</strong>) und <strong>David Lee</strong> gegangen und da ist der Track entstanden.&nbsp;</p>



<p>Ich mag an dem Song, dass er nicht so klar greifbar ist. Zu dem Zeitpunkt war sein Part eher melancholisch gestimmt. Bei mir ist alles cool. Ich bin verheiratet und alles ist tip top. Beim Song haben wir dieses Gefühl, dann dementsprechend von zwei Seiten beleuchtet, sodass man im Nachhinein nicht genau sagen kann, ob der Song traurig oder positiv war. Jeder kann da für sich etwas reindenken.&nbsp;</p>



<p>Der fällt von der Produktion ein bisschen raus, weil er kein Sample hat und nicht so warm ist, aber das tut der EP gut und passt irgendwie trotzdem voll rein. Ich hab’ mit Water, auch schon öfters gearbeitet und feier sowieso was die machen. Heavy.&nbsp;</p>



<p></p>



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<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">5. Tokyo</h3>



<p>Der ist auch relativ spät entstanden, in einer Session in Süddeutschland, als ich mit <strong>Leve &amp; Bo</strong> im Haus meiner Mutter in Stuttgart war. Die waren ein paar Tage weg und brauchten jemanden zum Dog-Sitten, also hat sich das einfach angeboten, um fünf Tage hinzufahren und Sessions zu machen.</p>



<p>Es war der letzte Abend, gegen 12 Uhr und wir hatten den ganzen Tag nichts hinbekommen, als auf einmal dieses Sample um die Ecke kam. Innerhalb von drei, vier Stunden war der Song dann komplett fertig. Ist irgendwie gut durchgeflutscht. Wir haben dazu auch ein cooles Video in Stuttgart gedreht.&nbsp;</p>



<p></p>



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</div></figure>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">6.&nbsp;Nur für dich</h3>



<p>»Nur für Dich« ist am boom-bapigsten von allen und hat ein schönes Sample mit nicht zu schnellen Boom-Bap-Indie-Drums. Ein bisschen erzählerisch, mit nahbaren Lines aus dem Leben. Der Song hat sich für mich immer ein bisschen outro-mäßig angefühlt und schließt das kleine Projekt am Ende schön ab. Er träumt aber auch davon, dass es wieder weiter geht und das nächste Ding auf jeden Fall kommen wird etc. </p>



<p>Ich habe letztes Jahr viele Songs gemacht, wollte aber nicht wieder ein Album droppen, auch weil die Leute dafür eh nicht wirklich ready sind im Moment. Deswegen machen wir es jetzt gerade eher häppchenweise.</p>



<div style="height:23px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>War es eine bewusste Entscheidung, dass du jetzt bei der EP mit den drei Feature-Gästen eher jüngere Newcomer ausgewählt hast?&nbsp;</strong></p>



<p>So halb, vieles hat sich einfach so ergeben. Grundsätzlich habe ich aber gemerkt, dass es echt viele junge Artists gibt, die ich irgendwie früher auch geprägt habe, die fresh sind und Bock haben, was zu machen. Dem gehe ich auf jeden Fall nach. Wir sind momentan auch noch mit ein paar Leuten am Arbeiten. Da kommt noch einiges.&nbsp;</p>



<p><strong>Hast du noch letzte Worte zur EP?</strong></p>



<p>Hört in die EP rein. Bleibt Sober. Oder auch nicht (lacht). Und kommt im Januar auf der Tour vorbei.&nbsp;&nbsp;</p>



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