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	<title>TimmyT Archive - Mostdope</title>
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	<item>
		<title>Track by Track: TimmyT über sein Album   »Kühler Wind«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michail Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Apr 2025 12:47:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Track by Track]]></category>
		<category><![CDATA[Dilla]]></category>
		<category><![CDATA[Feelings]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich Lichtenstein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach etlichen Releases in den letzten Jahren hat TimmyT nun endlich sein Debütalbum veröffentlicht. Auf »Kühler Wind« zeigt der Wahlberliner bisher ungewohnt dunkle und zutiefst ehrliche Facetten. Auf den insgesamt 15 Tracks nimmt er uns mit auf eine Reise zwischen Selbstzweifeln und Aussichtslosigkeit, die von seinem einsamen, wolkenverhangenen Zimmer zu einer Flucht nach draußen führt.  In einem ausführlichen Track by Track Interview hat er uns mehr über die Hintergründe dieser Geschichte erzählt.&#160; 1. Pech oder Glück TimmyT: Es ist bei [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/track-by-track/track-by-track-timmyt-ueber-sein-album-kuehler-wind">Track by Track: TimmyT über sein Album   »Kühler Wind«</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nach etlichen Releases in den letzten Jahren hat TimmyT nun endlich sein Debütalbum veröffentlicht. Auf »Kühler Wind« zeigt der Wahlberliner bisher ungewohnt dunkle und zutiefst ehrliche Facetten. Auf den insgesamt 15 Tracks nimmt er uns mit auf eine Reise zwischen Selbstzweifeln und Aussichtslosigkeit, die von seinem einsamen, wolkenverhangenen Zimmer zu einer Flucht nach draußen führt. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem ausführlichen Track by Track Interview hat er uns mehr über die Hintergründe dieser Geschichte erzählt.&nbsp;</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">1. Pech oder Glück</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>TimmyT:</strong> Es ist bei ein paar Songs auf dem Album der Fall, dass der Text schon sehr alt ist.&nbsp;Von »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/78NKSWIqeMg2H3HnK2amQz?si=f57c82f4d8424e03">Pech oder Glück</a>« gibt es so vier komplett unterschiedliche Versionen, die aber den gleichen Text haben. Die, welche schlussendlich das Intro geworden ist, ist eben die Version, die mir am besten gefallen hat. Die Skizze, auf der der Track basiert, ging ursprünglich in die Boom-Bap Richtung und hatte einen Rap-Part. Als sich das Album dann Step-by-Step zusammengefügt hat, habe ich gecheckt, dass der übergreifende Text von diesem Song das Projekt thematisch ganz gut beschreibt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Produktionsmäßig haben wir dann mit einem Akkord-Loop begonnen und ich meinte: „Jo, mach mal das Mic an, ich hab Bock, ein bisschen zu reden“. Da war tatsächlich <strong>Friedrich</strong> <strong>Liechtenstein</strong> eine Inspiration, weil er so etwas auch oft in seinen Parts macht. Ich dachte dann, dass es vielleicht episch kommt, wenn ich am Anfang mit einer gehauchten gesprochenen Stimme anfange und es dann später zum Finale kommt. Eigentlich war »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2yvkcQ6rhrA7ncrGXyT3YC?si=6e81600f71b44897">Nebel</a>« als Intro gedacht, aber im Nachhinein war er dann doch zu kurz.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00001-1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="670" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00001-1-670x1024.jpg" alt="" class="wp-image-18753" style="width:437px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00001-1-670x1024.jpg 670w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00001-1-196x300.jpg 196w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00001-1-768x1174.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00001-1-1005x1536.jpg 1005w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00001-1-770x1177.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00001-1.jpg 1335w" sizes="(max-width: 670px) 100vw, 670px" /></a></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Ich finde sehr spannend, dass es auf dem Album mehrere Songs gibt, die arrangement-technisch eine einzige Steigerung sind: »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/78NKSWIqeMg2H3HnK2amQz?si=f57c82f4d8424e03">Pech oder Glück</a>«, »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2yvkcQ6rhrA7ncrGXyT3YC?si=6e81600f71b44897">Nebel</a>« irgendwie auch, »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/1EcxYdtSADItsdNPOu9yHc?si=ec609604be7141dc">Glänzt oder scheint</a>«, »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2vrY65inCeo1wpjLvWO0Qp?si=8140c5b2969d4e22">Kühler Wind</a>« und »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2G8KrvWEZgZM6Rcvmi5vdT?si=af467ba0a42f4c77">Wenn du willst</a>« gehören auch dazu. Bis auf »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/7tR1VoaLAakiSsujINYj7B?si=1545e101179e46d8">Sucht ruft</a>« gibt es einfach viele Tracks, die nicht dem klassischen Pop-Aufbau mit Part-Hook-Part-Bridge-Hook folgen. Das find’ ich generell irgendwie geil: Ein bisschen rumexperimentieren und Songs zu machen, die konstant Spannung aufbauen und am Ende dann gipfeln.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vom Mix her ist »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/78NKSWIqeMg2H3HnK2amQz?si=f57c82f4d8424e03">Pech oder Glück</a>« der einzige Song, der ein wenig aus der Reihe fällt. Die künstlerische Intention war, dass er beim Hören schon an die Grenze geht. Wenn man ihn sehr laut auf Kopfhörern hört, ist es vielleicht beim ersten Mal unangenehm, aber man gewöhnt sich daran. Die Überladung am Ende unterstützt dann den Vibe vom Song nochmal und macht den Einstieg zum Album interessanter – der Zuhörer denkt sich dann so: „Okay, was geht ab?“</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">3. Nebel</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>TimmyT:</strong> Das war ja die erste Single. Die Demo ist eigentlich auch eine der allerersten gewesen. Ich glaube, der Song hat mich ein bisschen dazu bewegt, das Album überhaupt zu machen.Ich fand den soundtechnisch ultra interessant –&nbsp; vor allem, weil es mal was ganz anderes ist im Vergleich zu dem, was ich davor gemacht hab’. Vom Flow und allem ist er ein bisschen unkonventioneller, da es in der Art, wie ich die Silben rappe, nicht wirklich eine Struktur gibt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Skizze ist genau in dem Szenario entstanden, welches der Text beschreibt: Ich saß einfach zuhause, hab’ mir voll einen reingekifft, war allein und habe runtergeschrieben, wie ich mich gefühlt hab’. Ich denke, es ist klar, dass es eine schwierige Zeit war, die ich auf dem Album verarbeite.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00004-1.jpg"><img decoding="async" width="866" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00004-1-866x1024.jpg" alt="" class="wp-image-18754" style="width:740px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00004-1-866x1024.jpg 866w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00004-1-254x300.jpg 254w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00004-1-768x908.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00004-1-1299x1536.jpg 1299w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00004-1-770x910.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00004-1.jpg 1356w" sizes="(max-width: 866px) 100vw, 866px" /></a></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Die erste Demo ist komplett auf dem Laptop entstanden. Das habe ich generell letztes Jahr sehr viel gemacht. Viele erste Demos vom Album sind mit Laptop-Lautsprechern entstanden – Ich hab’ übers Handy aufgenommen und dann per Airdrop die Aufnahme rübergeschickt. Einfach um die Grundidee-Demo zu erstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich sage das zwar über viele Tracks, aber »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2yvkcQ6rhrA7ncrGXyT3YC?si=e7ec658ae212464f">Nebel</a>« kann ich immer hören. Einige Tracks auf dem Album sind recht zeitgebunden. Manchmal finde ich sie geil, aber ich höre sie insgesamt trotzdem weniger. Nebel ist eigentlich ziemlich konstant geblieben, weil ich den ultra interessant finde. Die Vereinigung aus alten und modernen Stilmitteln, den Orgeln und den 808s ist einfach nice.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong>Ist die Zeit, die du auf dem Album beschreibst und verarbeitest, die Entstehungsphase vom Album, oder hattest du diese Gefühle auch schon davor?&nbsp;</strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>TimmyT:</strong> Größtenteils währenddessen. Ich denke, dieses Gefühl von Aussichtslosigkeit im Leben ist normal für unser Alter. Ich bin jetzt 23 bzw. war 21-22 als das Album entstanden ist und höre das auch von vielen Freunden. An manchen Tagen hat man irgendwie keine Hoffnung und keine Aussicht und andere Tage sind dann wieder gut. In diesen anderthalb Jahren kam das so wellenweise. Aber ja, in der Zeit ist größtenteils das Album entstanden.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">5. Kühler Wind</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>TimmyT:</strong> Anfangs war »<a href="http://Anfangs war »Kühler Wind« ein Indie-Track, den ich mal mit SL3PY BOY angefangen hatte, den Text mega geil fand, der aber schlussendlich nicht aufs Album gepasst hat, bis wir ihn dann komplett überworfen haben.">Kühler Wind</a>« ein Indie-Track, den ich mal mit <strong>SL3PY BOY</strong> angefangen hatte, den Text mega geil fand, der aber schlussendlich nicht aufs Album gepasst hat, bis wir ihn dann komplett überworfen haben.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Grund, warum es die Main-Single und auch der Albumtitel ist, ist, dass der Track ein Bild im Kopf malt. Beim Hören ist es leicht gruselig. Wir drehen noch ein Musikvideo dazu, was genau dieses Gefühl widerspiegeln soll. Die Paranoia, Düsterkeit, die Angst, verfolgt zu werden. Ein bisschen der Kampf mit sich selbst einfach.&nbsp;</p>



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</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Musikalisch ist er voll organisch entstanden. Mir war klar, dass der Text ein bisschen düster ist, also muss das Instrumental dementsprechend auch düster werden. Es ging los mit der Vocal-Melodie am Anfang und anschließend haben wir uns bemüht, dass alle Sounds mystisch und düster werden.&nbsp;Beim Produzieren ist der Beat nie zu einem Loop gekommen, sondern hat sich die ganze Zeit entwickelt. Der Instrumental-Drum’n’Bass-Part am Ende stellt dann die musikalische Auflösung dar. Das Piepsen lässt ein bisschen Freiraum für Interpretationen. Es kann zum Beispiel sein, dass ich sterbe beziehungsweise ein Teil von mir gestorben ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Meine Interpretation war, da das Piepen auf dem Skit danach fortgeführt wird und am Anfang von »Sucht ruft« endet, es quasi deinen Herzschlag darstellt, der durch das Weed beruhigt wird.&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>TimmyT</strong>: Okay, ja safe, geile Idee. Wird aber offengelassen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gab es bei dir den Wunsch, musikalisch in eine andere Richtung zu gehen, oder hat sich das entsprechend der Themen auf dem Album einfach so ergeben?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>TimmyT:</strong> Das Soundbild hat sich in der Produktionsphase echt ein paar Mal geändert. Letztes Jahr im Februar habe ich zusammen mit meinem Produzenten vier Tage lang ein Haus außerhalb von Berlin gemietet und an Demos gearbeitet. Die Ergebnisse waren alle ein bisschen moderne, poppige Nummern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anfangs fand ich das voll geil, wollte es aber noch ein bisschen interessanter machen. Ich bin voll der Fan von einem Vintage-Klang bei Musik – wenn Sachen alt und ein bisschen dreckig klingen. Deshalb war klar, dass ich alles nochmal überarbeiten und vom Sound her ein wenig versauter machen möchte.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit es nicht modern klingt, habe ich die Songs auch über eine alte Tape-Machine mastern lassen. Die Vocal-Produktion ist trotzdem stellenweise noch modern. In den Beats haben wir aber immer geschaut, dass auf alte Methoden zurückgegriffen wird: Manchmal wurden Sachen über ein Pult laufen gelassen, viel mit Verzerrung gearbeitet etc.&nbsp;</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">7. Sucht ruft</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>TimmyT:</strong> »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/7tR1VoaLAakiSsujINYj7B?si=d2c8c9c3563b41e9">Sucht ruft</a>« habe ich zusamen mit <strong>Leon Deleu</strong> und Amadea (<strong>Dilla</strong>) gemacht. Inhaltlich geht es um den Vergleich von Konsum mit der Liebe. Deswegen singt Amadea auch die Hook, als Metapher für die Liebe.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem geht es natürlich um die Sucht und wie man damit umgeht. Ich hatte damit viele Probleme, inbesondere mit Weed, aber ich habe Ende November aufgehört. Irgendwann habe ich reflektiert und verstanden, dass viele der Probleme in meinem Kopf einfach nur davon kommen. Als ich bekifft war, kam die Aussichtslosigkeit und das Gefühl, nutzlos zu sein.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00006.jpg"><img decoding="async" width="749" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00006-749x1024.jpg" alt="" class="wp-image-18755" style="width:691px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00006-749x1024.jpg 749w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00006-220x300.jpg 220w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00006-768x1049.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00006-1124x1536.jpg 1124w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00006-770x1052.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00006-1400x1913.jpg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00006.jpg 1417w" sizes="(max-width: 749px) 100vw, 749px" /></a></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Ich hab halt echt neun Jahre täglich konsumiert. Am Anfang war es kein Stress, aber irgendwann wird man mal erwachsen und checkt, dass das ganze Musikding gar nicht so easy und mit Risiko verbunden ist. Das hat mir viel Leichtigkeit aus meinem Leben genommen und immer, wenn ich dann ‘nen Joint geraucht habe, war ich am Hängen und habe über Wochen nichts gebacken bekommen. Deswegen wollte ich dem Thema einen Song widmen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Im Albumkontext ist es ja so, dass die Liebe am Ende die schlechte Phase ablöst. Ist das der Grund, warum Amadea auf diesem Song ist? – Also weil sie diese Phase quasi „ersetzt“ hat?&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>TimmyT:</strong> Insgesamt würde ich sagen, dass mir unsere Beziehung in der schlechten Phase Halt gegeben hat. Deshalb war es mir wichtig, das Liebesthema mit einzubringen. Trotzdem muss man so etwas schlussendlich mit sich selbst ausmachen. Wir haben viel miteinander darüber gesprochen, aber letztendlich ist es ja auch nicht ihre Aufgabe.&nbsp;</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">10. Wolkenmeer</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>TimmyT:</strong> Das Lied basiert auch auf einer echt alten Demo, die nie ganz fürs Album gedacht war. Das ursprüngliche Album hatte eigentlich so 20 Songs, von denen ich viele dann verworfen habe, unter anderem auch ein anderes Feature mit Amadea, aber das hat irgendwie alles nicht gepasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hab den Beat und den ersten Part vor längerer Zeit auf meinem Laptop aufgenommen und dann nie wieder angehört, bis ich die Skizze letztes Jahr auf dem Weg zu einem Festival im Auto auf meinen Kopfhörern angemacht habe. Dort hab ich direkt gemerkt, wie geil er ist und wie gut er thematisch passt. Ich bin dann zu Noah (SL3PY BOY) und wir haben ihn ausproduziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2vrY65inCeo1wpjLvWO0Qp?si=7673014d71444f02">Kühler Wind</a>« und »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2yvkcQ6rhrA7ncrGXyT3YC?si=876d9121be3e4cf5">Nebel</a>« gibt’s hier wieder einen Wetterbezug. Ich saß einfach oft drinnen und hatte das Gefühl nicht rausgehen zu wollen, weil dort die böse Welt wartete.&nbsp;Innerhalb der Tracks werden teilweise die gleichen Zeilen wiederholt, was aber gar nicht so bedacht war, sondern einfach entstanden ist.&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mein ganzes Zimmer voll mit Nebel</strong></p>
<cite>Nebel</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich stand zu lang’ im Regen. Musste rein, doch dann war mein Zimmer voll mit Nebel.</strong></p>
<cite>Wolkenmeer</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das zeigt ja aber nur, dass sie inhaltlich zusammenhängen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>TimmyT</strong>: Genau, außerdem finde ich, dass der Song auch nochmal ein bisschen mehr Hip-Hop ins Album bringt.&nbsp;</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">14. Diebstahl</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>TimmyT:</strong> »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/7ucuOFU3TGZ1GVf7Uh6EuO?si=a6c8d13274094ad1">Diebstahl</a>« ist so DER Liebessong vom Album. Hier war mir die Referenz bzw. Verknüpfung an meine letzten beiden EPs wichtig. Da geht es viel um diese „Herz” Thematik. Bei »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/2hkO1vAJAroTsdn2rUqeUJ?si=oCJ8QPz_S6Sjo8QNkMBu3w">FEELINGS</a>«, der ersten EP von beiden, haben wir zum <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/7nD9s7moBLapESuUzLfarq?si=c6a76e43d2e94928">Titeltrack</a> ein Musikvideo gedreht, in dem mäßig ein Herzkoffer „übergeben“ wird. Insgesamt ist es voll die Liebes-EP. Danach kam die »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/7KVeR6Uj1chWJsYCsEWtyz?si=ZQcb4Y4tRyGQ7FO3BR60Nw">Origami Herz</a>« EP, wo eher Rap-Liebeslieder drauf sind. »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/2hkO1vAJAroTsdn2rUqeUJ?si=oCJ8QPz_S6Sjo8QNkMBu3w">FEELINGS</a>« geht mehr in die Indie-Funky Richtung, wozu »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/7KVeR6Uj1chWJsYCsEWtyz?si=ZQcb4Y4tRyGQ7FO3BR60Nw">Origami Herz</a>« dann das Hip-Hop-Pendant darstellt.&nbsp;</p>



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<iframe title="TimmyT - FEELINGS (prod. SL3PY BOY)  (OFFICIAL VIDEO)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/v7tCwKjcCpM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Du hast mein Herz geklaut“ bzw. der ganze Song schließen dann bewusst thematisch daran an. Ich wollte mit dem Album eine neue Ära starten, vor allem was mein Branding angeht, da ich mega lange überhaupt nicht zufrieden war mit allem, was ich davor gemacht habe. Ich wollte etwas Neues machen, aber trotzdem noch verbinden, wofür »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/7ucuOFU3TGZ1GVf7Uh6EuO?si=a6c8d13274094ad1">Diebstahl</a>« dann die Brücke ist.&nbsp;</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">15. Wenn du willst</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich muss sagen, die ersten paar Male, als ich den Song gehört habe, habe ich gar nicht verstanden, dass er teilweise auch negative Emotionen behandelt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>TimmyT:</strong> Ja, in dem Part mit „Ich schiebs auf die Stadt, doch die Schuld liegt bei mir“, checkt man es ja schon ein bisschen, dass irgendwas in mir ist. Im letzten Jahr bis heute sagen wir uns oft: „Lass mal irgendwann weggehen“ &#8211; „Wenn du willst, renn mit mir“. Der Song beschreibt die Flucht – irgendwie auch aus Berlin.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe mega oft meine ganzen Probleme ein bisschen zu sehr auf die Stadt geschoben. Ja, Berlin ist halt grau und der Berliner Winter ist scheiße – ist ja bei allen so. Ich habe aber irgendwann verstanden, dass das Hauptproblem auf jeden Fall bei einem selber liegt. Trotzdem gibt’s hier schon viel Stress und Negatives, was einen umgibt. Deshalb gehen wir irgendwann zusammen nach Italien. Das ist der Plan.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sobald der Beat droppt, wird’s kommerzieller, fällt aber trotzdem nicht in den Standard-Pop Mainstream Bereich. Die Synthie Melodie erinnert mich irgendwie auch an so Musik aus den 2000ern oder 2010ern. Dann kommt der Drum-Break… Es ist irgendwie einfach ein geiler Mix. Ich liebe den Song und höre ihn privat mit Abstand am meisten. Auch vom Aufbau her – Es ist ein richtiger Gänsehautmoment, wenn er sich auflöst.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Du meintest ja, dass du mit dem Album eine neue Phase einleiten möchtest. Inwiefern schließt diese in Bezug auf den Stil und die lyrische Ehrlichkeit an das Album an?&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>TimmyT:</strong> Ich glaube, mein Problem mit meinen alten Sachen war eher, dass zu wenig Konzept dahinter gesteckt hat. Ich muss dazu sagen, ich habe sie in einer Phase wieder gehört, in der es mir nicht gut ging. Da fängt man ja sowieso an, alles runterzureden. Mittlerweile finde ich sie wieder authentisch und erinnere mich gerne daran zurück, dass ich halt auch mal ein anderer Typ war. Jetzt bin ich älter geworden und denke über Sachen einfach anders nach.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00003.jpg"><img decoding="async" width="842" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00003-842x1024.jpg" alt="" class="wp-image-18757" style="width:740px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00003-842x1024.jpg 842w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00003-247x300.jpg 247w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00003-768x934.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00003-1263x1536.jpg 1263w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00003-1685x2048.jpg 1685w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00003-770x936.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00003-1400x1702.jpg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/image00003.jpg 1701w" sizes="(max-width: 842px) 100vw, 842px" /></a></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Allgemein soll die neue Ära einfach bedachter sein, vor allem ästhetisch. Viele der alten Cover haben mir nicht gepasst. Jetzt habe ich beim ganzen Album sehr darauf geachtet, dass die ganzen Visuals geil und kohärent aussehen. Es kommen auch CDs und Poster, wodurch das Ganze für die Fans mehr ein Erlebnis ist, mich zu verfolgen. Früher war ich halt ein bisschen lockerer.&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein nächstes Projekt nach dem Album wird safe auch wieder was komplett anderes.&nbsp;Ich finde das ist irgendwie mein Ding.&nbsp; Ich denke mir beim Mucke machen immer: „Ich will was machen, was ich noch nie gemacht habe.“ Da will ich auch dran festhalten. In Zukunft halt nur ein bisschen konzeptioneller, geiler und bedachter. Einfach ein bisschen erwachsener.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hattest du das Gefühl, dass diese Durchdachtheit und eher düsteren Themen von »<a href="https://open.spotify.com/album/2eizgdUydIhKUbptQBIdqM?si=dzLaoYSVSbKUWmtaYT9xrQ">Kühler Wind</a>« vorher keinen Platz hatten in deiner Musik?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>TimmyT:</strong> Es gibt ein paar Tracks von früher, wo sowas schon ein bisschen durchschimmert. »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2svvTjvaPQ2cjiDqhzwPLw?si=e7c3aa9679474460">Was gibt mir halt</a>« zum Beispiel. Auf der »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/7KVeR6Uj1chWJsYCsEWtyz?si=ZQcb4Y4tRyGQ7FO3BR60Nw">Origami Herz</a>« EP hat es auch schon ein bisschen angefangen. Der bedachte Typ steckt wahrscheinlich schon immer in mir und ist jetzt halt mehr zum Vorschein gekommen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hab’ auch Bock wieder lockere Mucke zu machen, aber das ist sehr davon abhängig, wie es mir geht und was bei mir so passiert.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hast du noch irgendwas, was du den Hörern zum Tape sagen möchtest?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>TimmyT:</strong> Ich würde mir wünschen, dass die Leute sich die 40-45 Minuten Zeit nehmen und das Album im Ganzen hören, um es richtig zu verstehen. Es gibt zwar ein paar „Lückenfüller“ bzw. Überleitungen, aber es ist schon als ganzes Album gedacht. Ich hoffe, die Musik und Texte sprechen für sich und dann passt das.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir geht es auf jeden Fall viel besser – auch weil ich aufgehört habe zu kiffen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading"></h3>
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		<title>Die Alben des Monats &#124; Oktober 2023</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Matthi Hilge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Nov 2023 17:11:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alben des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Also bin ich]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschrap]]></category>
		<category><![CDATA[Dilla]]></category>
		<category><![CDATA[Ghostface Killah]]></category>
		<category><![CDATA[Isaiah]]></category>
		<category><![CDATA[Joy Denalane]]></category>
		<category><![CDATA[Max Herre]]></category>
		<category><![CDATA[Mostdope]]></category>
		<category><![CDATA[Ski Aggu]]></category>
		<category><![CDATA[TimmyT]]></category>
		<category><![CDATA[Willpower]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während der November schon wieder voll angelaufen ist, werfen wir den Blick noch einmal zurück auf den Oktober und all die Alben, die dort erschienen sind. Und in diesem Monat ist wirklich eine ganze Reihe an dopen Releases erschienen, die die Wahl auf lediglich drei Alben des Monats nicht wirklich erleichtert haben. Die Wahl fiel schlussendlich auf drei Projekte, die in Aufmachung nicht unterschiedlicher sein könnten &#8211; und doch alle auf ihre Art und Weise großes Handwerk sind. Das eine [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Während der November schon wieder voll angelaufen ist, werfen wir den Blick noch einmal zurück auf den Oktober und all die Alben, die dort erschienen sind.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und in diesem Monat ist wirklich eine ganze Reihe an dopen Releases erschienen, die die Wahl auf lediglich drei Alben des Monats nicht wirklich erleichtert haben. Die Wahl fiel schlussendlich auf drei Projekte, die in Aufmachung nicht unterschiedlicher sein könnten &#8211; und doch alle auf ihre Art und Weise großes Handwerk sind. Das eine ist von dem momentan vielleicht gehyptesten New Wave-Künstler, den Deutschland derzeit zu bieten hat und bietet erstmals über eine halbe Stunde Musik auf einem Projekt. Das nächste ist ebenfalls von einer Newcomerin mit Techno-Poprap Anfängen, die allerdings auf ihrem neuen Album einen gänzlich anderen Pfad einschlägt. Zu guter Letzt findet sich eine Künstlerin in den Top 3 Alben des Monats wieder, die alleine mindestens doppelt so lange dabei ist wie die anderen beiden zusammen. Ihr neues Album kann aufgrund ihres Status in der Musikszene sogar ein Feature von none other than <strong>Ghostface Killah</strong> aufweisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rede ist natürlich von <strong>Ski Aggu</strong> und seinem Nummer 1-Album »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/2amQje8nzCnpbbjYpTJizx?si=G3fpP23fSMeQzyqnszX7Ew">denk mal drüber nach..</a>«, von <strong>Dilla</strong> und ihrem Debüt »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/0HICsKReOoeoblyeiLClEd?si=-r9TmyeKSFmXhks7rHkzyA">Also bin ich</a>« und schlussendlich von <strong>Joy Denalane</strong> und ihrem mittlerweile fünften Album »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/5ww58uFQd1fC2MkUaoA4AT?si=RPnsnYXfQoOeM4RL4vIp0A">WILLPOWER</a>«.</p>



<div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Dilla &#8211; Also bin ich</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dilla-also-bin-ich-1024x1024.png" alt="" class="wp-image-13094" width="256" height="256" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dilla-also-bin-ich-1024x1024.png 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dilla-also-bin-ich-300x300.png 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dilla-also-bin-ich-150x150.png 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dilla-also-bin-ich-768x768.png 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dilla-also-bin-ich-500x500.png 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dilla-also-bin-ich-800x800.png 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dilla-also-bin-ich-1280x1280.png 1280w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dilla-also-bin-ich-120x120.png 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dilla-also-bin-ich-240x240.png 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dilla-also-bin-ich-360x360.png 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dilla-also-bin-ich-540x540.png 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dilla-also-bin-ich-720x720.png 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dilla-also-bin-ich-770x770.png 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dilla-also-bin-ich-125x125.png 125w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/dilla-also-bin-ich.png 1358w" sizes="(max-width: 256px) 100vw, 256px" /><figcaption class="wp-element-caption">Cover via TwoSides / Four Music / Sony Music</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dilla</strong>: Der Name steht seit zwei Jahren nicht mehr nur für den zweiten Namensteil einer viel zu früh verstorbene amerikanische Producerlegende, sondern auch für energiereiche Up-Tempo Songs, die mittlerweile auf keiner Party mehr fehlen. Tracks wie die <strong>emi x</strong>-gefeatureten »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=WtCOpg-JF1s" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Photosynthese</a>« oder »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=JBjmY301nF8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Unter ihrem Dress</a>« sind dabei aber seit Anfang an nur die eine Seite der Medaille. Immer wieder mischten sich unter ihre poppigen bis technoiden Songs auch Balladen wie »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=EHXpfgP5bJM" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Junge</a>« oder pop-punkige Ausflüge wie auf »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=c5Vk3jSEwyc" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Girls</a>«. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Single an Single reihte sich so über die vergangenen Jahre aneinander und immer wieder überraschte die Wahlberlinerin ihrer Zuhörer*innenschaft mit einer neuen und dennoch sofort vertrauten Facette ihrer Musik. Nach knapp zwei Jahren in der Szene folgte im Oktober aber nun der nächste große Schritt: Das Debütalbum. Und spätestens hier zeigt sich bei aufstrebenden New Wave-Künstler*innen häufig, wer imstande ist, über eingängige aber eben doch recht schnell verhallende Singles hinauszugehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und bei Dilla deutet spätestens seit diesem Release alles daraufhin, dass sie auf jeden Fall dazu gehört. Wer nämlich dachte, die Dilla-Erfolgsformel sei so langsam durchgespielt, wird eines besseren belehrt. Im Prinzip gibt es nämlich gar keine Formel, wie spätestens auf diesem Album deutlich wird. Stattdessen zeigt die Musikerin auf »Also bin ich« einen erneuten Kurswechsel. Die Techno-Pop Hymnen, für die sie vielleicht am bekanntesten ist, fehlen gänzlich, stattdessen dominieren mit einem Mal nostalgische 80&#8217;s Reminiszenzen mit ganz viel Synth und jeder Menge NDW-Anleihen. Das zieht sich recht stringent durch das Album und gibt so einen ziemlich konstanten Untergrund, auf dem Dilla wiederum ziemlich unterschiedliche Inhalte verpackt. Mit Ausnahme von Seit-Anfang-An-Wegbegleiter <strong>TimmyT</strong> gibt es keine Features auf den elf Tracks und dadurch ganz viel Raum, um etwas mehr über den Menschen hinter Musik zu erfahren. Sei es ihre titelgebende Interesse an der »Philosophie«, ihr in die Existenz gesprochenes »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Gw5X_w6-JCs" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Star</a>«dasein oder die Worte, die sie ihrer »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Oj5pCfQMgHE" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mama</a>« schon immer einmal mitgegeben haben wollte: Nie äußerte sich Dilla direkter und unverschachtelter als auf ihrem Debütalbum. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das unterstreicht dann ein weiteres Mal, dass Dillas Hype der letzten Jahre eben nicht nur von kurzer Dauer sein wird, sondern dass ihr Sound Substanz hat und vor allem noch eine ganze Menge an Überraschungen parat haben dürfte.</p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><em>&#8211; Matthi Hilge</em></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Dilla - Egal (was passiert) (Offizielles Musikvideo)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/UCQuJv5COmk?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:45px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<h2 class="wp-block-heading">Ski Aggu &#8211; denk mal drüber nach..</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ski-aggu-denkmaldruebernach-1024x1024.png" alt="" class="wp-image-13093" width="256" height="256" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ski-aggu-denkmaldruebernach-1024x1024.png 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ski-aggu-denkmaldruebernach-300x300.png 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ski-aggu-denkmaldruebernach-150x150.png 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ski-aggu-denkmaldruebernach-768x768.png 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ski-aggu-denkmaldruebernach-500x500.png 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ski-aggu-denkmaldruebernach-800x800.png 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ski-aggu-denkmaldruebernach-1280x1280.png 1280w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ski-aggu-denkmaldruebernach-120x120.png 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ski-aggu-denkmaldruebernach-240x240.png 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ski-aggu-denkmaldruebernach-360x360.png 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ski-aggu-denkmaldruebernach-540x540.png 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ski-aggu-denkmaldruebernach-720x720.png 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ski-aggu-denkmaldruebernach-770x770.png 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ski-aggu-denkmaldruebernach-125x125.png 125w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ski-aggu-denkmaldruebernach.png 1358w" sizes="(max-width: 256px) 100vw, 256px" /><figcaption class="wp-element-caption">Cover via jungeratze</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ski Aggu </strong>hat es geschafft. Innerhalb von 3 Jahren hat er die deutschen Charts im Sturm erobert und scheint dabei den Spaß an der Sache keinesfalls verloren zu haben. Kaum ein deutscher Artist versteht es so gut, sich dermaßen effektiv und nahbar via TikTok und co. zu vermarkten. Wohl keiner kann sich mit dem aktuellen Hype und Superstar-Appeal des Berliners messen. Ski Aggu scheint den Nerv einer ganzen ganzen Generation zu treffen und ist spätestens seit »Friesenjung« „in aller Munde wie Elfbar“. Nach diesem &#8211; seinem ersten &#8211; Nummer-1-Hit, hat nun auch sein zweites Tape die Spitze der Charts erreicht. Doch wird »denk mal drüber nach…« dem Hype auch gerecht?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Single-Grind bis zum Tape wurde mit der Zeit schon ein wenig eintönig. Woche für Woche konnte man einen neuen Ski Aggu Track nach immer gleichem Schema im Release Radar entdecken. 7 von 14 Songs waren bereits vorab bekannt und schlugen zum größten Teil in die gleiche Kerbe: Gen-Z tauglicher Raver-Rap auf wummernden 4-To-The-Floor-Beats mit mal mehr mal weniger innovativen Wortspielen. Der Erfolg gibt ihm wohl bis heute recht. Dennoch war es erfrischend, auf den übrigen 7 Songs endlich mal wieder ein paar andere Facetten des selbsternannten Bundeskanzlerkandidaten hören zu können.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">So erinnert der verspielte Trapbeat auf »vodka soda« stark an Ski Aggus musikalische Anfänge und wird nicht zuletzt durch den starken Featurepart von Sampagne zu einem echten Highlight des Albums. Auch »negativer rizz« begeistert durch die angenehme Harmonie aus lockerem Storytelling, melodischem Flow und melodischem Beat.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inhaltlich passiert nach wie vor nicht wirklich viel im Ski Aggu Kosmos. Mal ist der Wilmersdorfer verliebt und überglücklich, mal verliebt und traurig und andere Male möchte er sich einfach nur in schnellen Flirts verlieren. Stets erzählt er jedoch aus einer egozentrischen und nicht wirklich vielschichtigen Perspektive. Das ist für eine Weile unterhaltsam, auf Dauer lässt es aber doch eine gewisse Tiefe vermissen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Drogenthema wird überstrapaziert und lediglich auf »nicht nachmachen« äußerst halbherzig reflektiert. Zwischen Ketamin, Kokain und Kappies bleibt Ski Aggu der verklatschte Lebemacker. Er ist sicher nicht das erste schlechte Vorbild der Deutschrapgeschichte und doch stellt sich die Frage, wie lange diese Masche noch aufgehen kann. Immerhin weiß er hin und wieder auch wichtige Messages einzustreuen, zum Beispiel zur entscheidenden Bedeutung von Konsens beim Flirten (»Maximum Rizz«).&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viel mehr als schnelllebigen Partyrap kann er derzeit dennoch nicht liefern. Wahrscheinlich ist das auch gar nicht sein Anspruch. Ski Aggu lebt eine Kunstfigur und das mit Erfolg. Ob sein kommendes Debütalbum mehr Tiefe und Abwechslung liefert, bleibt abzuwarten. Den Freigeist Aggu in ein Albumkonzept gezwängt zu erleben, scheint aktuell noch schwer vorstellbar.</p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><em>&#8211; M</em>agnus Menzer</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Ski Aggu – nicht nachmachen!! feat. Monk &amp; Longus Mongus (prod. nilly &amp; Oh.no.ty)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/7VcVQNmKZxo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><em>&#8211; Magnus Menzer</em></p>
</div></div>



<div style="height:35px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Joy Denalane &#8211; WILLPOWER</h2>


<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/joy-denalane-willpower-1024x1024.png" alt="" class="wp-image-13097" width="256" height="256" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/joy-denalane-willpower-1024x1024.png 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/joy-denalane-willpower-300x300.png 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/joy-denalane-willpower-150x150.png 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/joy-denalane-willpower-768x768.png 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/joy-denalane-willpower-500x500.png 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/joy-denalane-willpower-800x800.png 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/joy-denalane-willpower-1280x1280.png 1280w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/joy-denalane-willpower-120x120.png 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/joy-denalane-willpower-240x240.png 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/joy-denalane-willpower-360x360.png 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/joy-denalane-willpower-540x540.png 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/joy-denalane-willpower-720x720.png 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/joy-denalane-willpower-770x770.png 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/joy-denalane-willpower-125x125.png 125w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/joy-denalane-willpower.png 1358w" sizes="(max-width: 256px) 100vw, 256px" /></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Joy Denalane entführt uns mit »Willpower« in die Seele des 70er-Jahre-Souls und verwebt dabei geschickt ihre persönlichen Lebensgeschichten. Sie verarbeitet den Verlust ihres Vaters ebenso wie das Erwachsenwerden ihrer Kinder. Ihre Musik, die sich anfühlt, als wäre sie direkt aus den Herzen von Philadelphia, New York oder Miami entsprungen, ist eine Verneigung vor den großen Namen des Soul und R&amp;B, durch die sie den Spirit der Vergangenheit in die Gegenwart trägt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Veröffentlichung von »Willpower« fällt zusammen mit dem Debütalbum ihres Sohnes <strong>Isaiah</strong>, was die musikalische Familie in den Fokus rückt. Isaiah zeigt sich in unserem Interview als eigenständiger Künstler, der über seinen Heimatbezirk Charlottenburg und die Prägung durch seinen Großvater spricht. Checkt das Interview für die ganze Story <a href="https://mostdope.tv/interviews/isaiah-ueber-und-seine-debuet-ep-farben">hier</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Produziert wurde »Willpower« von <strong>Max Herre</strong>, nicht nur Joys Ehemann und damit verbunden auch Isaiahs Vater, sondern auch ein langjähriger Weggefährte ihres musikalischen Werdegangs. Seine Handschrift ist unverkennbar und verstärkt die authentische Soul-Atmosphäre, die sich besonders in Liedern wie »Happy« zeigt, der Zusammenarbeit mit <strong>Ghostface Killah</strong> vom <strong>Wu-Tang</strong> und einer Hommage an ihren Vater.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Joy Denalane präsentiert sich auf »Willpower« als eine Künstlerin, die mit Selbstbewusstsein und Respekt vor der Vergangenheit den Herausforderungen des Lebens begegnet und dabei stets nach vorne schaut. Ihre Musik verliert nie an Authentizität und bleibt relevant, selbst wenn sich der Zeitgeist wandelt.</p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><em>&#8211; Krow</em></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Joy Denalane x Ghostface Killah - Happy (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/9MEtHeiMKmA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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