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	<title>Review Archive - Mostdope</title>
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		<title>Little Simz zeigt sich auf »Lotus«  stark, befreit und widerstandsfähig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannah Wietbrock]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Jun 2025 15:17:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>In Asien steht die Lotusblüte für Reinheit, Treue, Schöpferkraft und Weisheit. Da ihre Blätter und Blüten Wasser und Dreck abprallen lassen, ist die Lotusblüte die einzige Blume, die im Schlamm wachsen kann. Dadurch, dass der Dreck nicht an ihr haften kann, weist sie auch Pilze oder andere Organismen ab, die ihr schaden könnten. Der Titel hat uns zwar schon einiges über die Gefühlswelt von Simz erahnen lassen, aber selbst Fans, die die Karriere von Little Simz schon seit Jahren verfolgen, [&#8230;]</p>
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<p><strong>In Asien steht die Lotusblüte für Reinheit, Treue, Schöpferkraft und Weisheit. Da ihre Blätter und Blüten Wasser und Dreck abprallen lassen, ist die Lotusblüte die einzige Blume, die im Schlamm wachsen kann. Dadurch, dass der Dreck nicht an ihr haften kann, weist sie auch Pilze oder andere Organismen ab, die ihr schaden könnten. Der Titel hat uns zwar schon einiges über die Gefühlswelt von Simz erahnen lassen, aber selbst Fans, die die Karriere von Little Simz schon seit Jahren verfolgen, werden von den jüngsten Interviews, welche infolge der Promo für »Lotus« veröffentlicht wurden, überrascht sein.</strong></p>



<p><strong>Die Künstlerin hat hart gekämpft, vor allem mit sich selbst. In Interviews mit unterschiedlichen BBC-Radio-Formaten gab sie preis, dass sie sich verloren gefühlt hat. Sie wusste während des Prozesses häufig nicht, wo es hinführen würde. Obwohl sie bekannt ist für ihre tiefen, ehrlichen und persönlichen Lyrics, war es trotzdem schwer, sich unter den neuen Bedingungen zu öffnen. Der Selbstzweifel war zum Teil wohl sogar so stark, dass sie überlegt hat, die Musik ganz aufzuhören – zu unserem Glück hat sie sich dann aber entschieden, alles reinzustecken und keine Limits oder Grenzen zu haben. Für den Fall, dass es wirklich ihr letztes Album werden sollte. Genau danach hört sich »Lotus« aber auch an: grenzenlos und frei.</strong></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Little Simz - Lion ft. Obongjayar (Live At The BBC)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/mW_6UQOlDxM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:36px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Die Produktion</h2>



<p>Der größte Wandel ist wohl die Produktion von »Lotus«. <br>Die letzten drei Alben »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=syaYvz2PCL0&amp;list=PLluZQCi5D-7W55ZSVggPdCy-22eQwMFJD">NO THANK YOU</a>«, »<a href="https://www.youtube.com/playlist?list=PLluZQCi5D-7UpYBjvaka4V_mJf613naFx">Sometimes I Might Be Introvert</a>« und »<a href="https://www.youtube.com/playlist?list=PLluZQCi5D-7UizakQTAusc973jmzrDXa2">GREY Area</a>« sind zwar drei sehr unterschiedliche Projekte gewesen, dennoch wurden sie alle vom Producer und Sault-Mastermind <strong>Inflo</strong> produziert. Simz und Inflo gingen eigentlich kreativ Hand in Hand – nicht nur, weil sie in den gleichen Kreisen aufgewachsen sind, sondern vor allem auch, weil sie eine kreative Vision teilten. Die letzte EP »<a href="https://www.youtube.com/playlist?list=PLluZQCi5D-7VlbigDgNZPo8ZY69Ca1ElX">Drop 7</a>« war aber nicht nur ein großer Stilbruch zu den vorherigen Projekten, sondern vor allem auch ein Bruch mit Inflo.</p>



<p>Der Sound war zwar ganz anders, aber keineswegs schlechter. Hinter der Produktion steckt diesmal <strong>Jakwob</strong>. Der britische Producer und DJ hat eine ganz neue Seite von Simz zum Vorschein gebracht, die viel elektronischer und experimenteller im Sound ist. Die erste Single-Auskopplung ihres neuen Projekts mit dem Titel »Flood« wurde ebenfalls nicht von Inflo, sondern von <strong>Miles Clinton James</strong> produziert. Wieder hören wir eine ganz neue Seite von Simz, die durch die eindringlichen Drums intensiv und eindringlich – auf die beste Art – klingt.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Little Simz - Flood (Official Music Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/GvrNPiz7rHw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:39px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Der Bruch</h2>



<p>Allerdings verbirgt sich hinter dem Bruch mit Inflo auch eine nicht ganz so schöne Geschichte: Es geht leider um Geld – und zwar sehr viel –, das Little Simz von diesem nicht erhalten hat. Die Enttäuschung und Wut darüber ziehen sich wie ein roter Faden durch »Lotus«.                Vielleicht interpretieren wir auch zu viel hinein, aber man muss sich nur den Intro-Track »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=fV7ejQsetAI">Thief</a>« oder »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=AH_WxtbjyWk">Hollow</a>« anhören und kann sich seine Schlüsse ziehen.<br>So traurig das für Fans auch sein mag, vor allem wenn eine so enge Freundschaft wegen etwas so Dummem wie Geld zerbricht – bitte bezahlt eure Artists anständig! – dem Sound von Little Simz schadet es nicht. Im Gegenteil: Die drei vorab veröffentlichten Singles könnten kaum unterschiedlicher sein. »Flood« hat die Messlatte an Erwartungen bereits sehr hoch gelegt.     Es folgt »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=goChcI7lH0o">Free</a>«, ein Song, der so smooth im Sound ist und die rohen Lyrics wie eine heilende Decke umschmeichelt. Eine wahrlich freie Simz, die sich auf der dritten Single im Bunde »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=s07gWh37Xcc">Young</a>« in eine cheeky Grandma verwandelt und eine rockige Seite offenbart, die wir so noch gar nicht gehört haben. Absolut britisch – im besten Sinne.</p>



<p>Miles Clinton James mag zwar noch recht unbekannt sein, aber dafür hat der Mann eine Bandbreite, die wirklich alle Facetten von Little Simz hervorbringt. Besonders ist vor allem, dass jedes Lied auf »Lotus« wie ein eigener Film gehört werden kann – das Kopfkino rattert nur so vor sich hin. Das Team hinter »Lotus« mag zwar neu sein und der Prozess war sicherlich nicht einfach, aber das Ergebnis hat hoffentlich auch die letzte zweifelnde Stimme im Kopf von Little Simz gelöscht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Features</h2>



<p>Ein weiteres Highlight sind die Features auf »Lotus«. Es ist fast, als hätte Simz unsere Lieblings-Artists unserer Musikbubble auf einem Projekt vereint. Alte und treue Gefährten wie <strong>Obongjayar</strong> und <strong>Wretch 32</strong> treffen auf weitere bekannte Kollaborateure wie <strong>Michael Kiwanuka</strong> und <strong>Sampha</strong>. Aber es sind eben auch eine <strong>Moonchild Sanelly</strong> und <strong>Yukimi</strong> vertreten, sowie <strong>Moses Sumney</strong>, <strong>Lydia Kitto</strong>, <strong>Miraa May</strong> und <strong>Yussef Dayes</strong>. Jede einzelne Person trägt genau das perfekte Etwas zu den jeweiligen Songs bei. Es fühlt sich wirklich an, als hätte Simz für jeden kreativen Topf den passenden Deckel gefunden.</p>



<p>»Lion« ist der zweite Track des Projekts mit Obongjayar und zeigt eine stolze Simz zu einem spielerischen Beat, der ganz eindeutig von ihren nigerianischen Wurzeln inspiriert wurde. Es folgt »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=bQszcj-u82Q">Enough</a>« mit Yukimi, die gerade selbst – nach Jahren als Frontfrau von <strong>Little Dragon</strong> – ihr erstes Soloalbum »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=VLPsdX7VWM4&amp;list=PLt788Racgz0G2hyMtZrZMr6AiWnLGzoj3">For You</a>« veröffentlicht hat. Beide zusammen auf einem Song sind absolutes Dynamit.<br>Aber wir müssen vor allem auch über »Blood« sprechen – ein Track, auf dem Simz ein ganzes Gespräch in Rapform mit Wretch 32 führt, als Geschwister mit schwieriger Beziehung. Wem spätestens nach »I only phoned you cause I need a friend« nicht Gänsehaut über die Arme läuft und Pippi in die Augen steigt, ist ein Stein. Hinzu kommt noch <strong>Cashh</strong> im Refrain, und der Song ist eine absolut runde Sache.</p>



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<iframe title="Little Simz - Blood feat. Wretch 32 &amp; Cashh" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/kyCZctQXCAw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Einen ähnlichen Effekt hat der Song »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Z2BplWSCZpY">Lotus</a>«, auf dem Michael Kiwanuka und Yussef Dayes mitwirken. Simz zeigt sich genauso emotional, aber eher in ihrer Wut – und es ist wohl der Song, auf dem sie lyrisch am meisten auf den inneren Kampf der letzten Jahre eingeht.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>My pen has always been respected / I’m still connected / And when I write, it&#8217;s introspective / Somewhat subjective / I’m not sure who you think I am / Or what you&#8217;re expecting / But I been human all my life / So, please accept it</p>
<cite>Little Simz »Lotus«</cite></blockquote>



<p>Little Simz zeigt auf dem Song, wieso sie lyrisch eine der besten der UK ist. Das Ende ist allerdings nochmal ein Highlight. »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=DcrRZrY1iNk">Blue</a>« ist der emotionalste Song, auf dem sie nochmal alles rauslässt, was sich angestaut hat. Zudem kommt, dass es nach »Satellite Business 2.0« die zweite Kollaboration mit Sampha ist – und die beiden harmonieren so, wie wir es uns erträumt haben. Absoluter Tearjerker of a Song.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Album im Ganzen</h2>



<p>Der Vorsatz, nichts zurückzuhalten, hat sich auf jeden Fall ausgezahlt. Little Simz zeigt so viele unterschiedliche Facetten auf diesem Album. Offene und verletzliche Songs wie »Lonely«, »Hollow« oder »Blood« treffen auf wütendere Tracks wie »Lotus«, nur um dann auf »Young« oder »Enough« wieder spielerisch neue Genres auszuprobieren. Das Album ist mal wieder ein gelungenes Konzeptalbum, das uns auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitnimmt. Dabei überzeugt Little Simz mit einer Widerstandsfähigkeit und einem Feuer (um <strong>Joy Crookes</strong> zu zitieren), die beweisen, dass Offenheit und Vulnerabilität ihre größten Waffen sind. Das Album bietet wahrlich alles, was man sich von einem guten Konzeptalbum wünscht: Tränen aus Trauer und aus Wut, befreites und verschmitztes Lachen – und vor allem eine Stärke, die von der Künstlerin direkt auf die Hörenden übergeht. Klar ist man als Fan immer voreingenommen, aber es gibt absolut nichts Negatives, was ich über »Lotus« sagen könnte. Die Erwartungen wurden mal wieder übertroffen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>I was lonely making an album till I realized I&#8217;m all I needed to get through</p>
<cite>Little Simz »Lonely«</cite></blockquote>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Little-Simz-Lead-By-Thibaut-Grevet-1-819x1024.jpg" alt="" class="wp-image-19055" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Little-Simz-Lead-By-Thibaut-Grevet-1-819x1024.jpg 819w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Little-Simz-Lead-By-Thibaut-Grevet-1-240x300.jpg 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Little-Simz-Lead-By-Thibaut-Grevet-1-768x960.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Little-Simz-Lead-By-Thibaut-Grevet-1-1228x1536.jpg 1228w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Little-Simz-Lead-By-Thibaut-Grevet-1-1638x2048.jpg 1638w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Little-Simz-Lead-By-Thibaut-Grevet-1-770x963.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Little-Simz-Lead-By-Thibaut-Grevet-1-1400x1751.jpg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Little-Simz-Lead-By-Thibaut-Grevet-1.jpg 2047w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /><figcaption class="wp-element-caption">Little Simz by Thibaut Grevet</figcaption></figure>
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		<title>Mac Millers Vermächtnis: »Balloonerism« als fehlendes Puzzlestück</title>
		<link>https://mostdope.tv/soundchecks/mac-millers-vermaechtnis-balloonerism-als-fehlendes-puzzlestueck</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bruno Bessler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jan 2025 13:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soundchecks]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„He was a great musician and a great writer. Just always had a smile on his face, and that’s something that I commend“, sagte Kendrick Lamar einst im September 2018 kurz nach dem tragischen Tod von Mac Miller. Was damals schon offensichtlich war, wurde spätestens mit der Veröffentlichung seines Albums »Circles« unumstößlich: Mac Miller gehört zu den größten Rappern der 2010er Jahre. Was 2020 noch als Katharsis seines künstlerischen Schaffens und Abschluss seiner Karriere gelten sollte, bekommt jetzt eine neue [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/soundchecks/mac-millers-vermaechtnis-balloonerism-als-fehlendes-puzzlestueck">Mac Millers Vermächtnis: »Balloonerism« als fehlendes Puzzlestück</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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<p><strong>„He was a great musician and a great writer. Just always had a smile on his face, and that’s something that I commend“, sagte Kendrick Lamar einst im September 2018 kurz nach dem tragischen Tod von Mac Miller. Was damals schon offensichtlich war, wurde spätestens mit der Veröffentlichung seines Albums »Circles« unumstößlich: Mac Miller gehört zu den größten Rappern der 2010er Jahre. Was 2020 noch als Katharsis seines künstlerischen Schaffens und Abschluss seiner Karriere gelten sollte, bekommt jetzt eine neue Wendung. Zwei Tage vor Mac Millers 33. Geburtstag veröffentlicht das Team um seine Familie das lange als verschollen geglaubte Album »Balloonerism« und komplementiert damit das Puzzle seiner Diskografie mit einem bis dato fehlenden Stück.</strong></p>



<p>Wenn man mit Mac Miller Fans spricht, ist den meisten das Album schon lange ein Begriff, denn inoffizielle Versionen irren bereits seit Jahren durchs Netz. Aufgenommen wurde »Balloonerism« 2014 und reiht sich somit zwischen den Projekten »Watching Movies With the Sound Off« und »Faces« ein. Im März 2023 bestätigte <strong>Madlib</strong>, dass er an einem bisher unveröffentlichten Projekt von Mac Miller arbeitete. Welches genau er damit meint, war zu dem Zeitpunkt noch nicht klar. Aufklärung gab es letztendlich knapp eineinhalb Jahre später, während des »Camp Flog Gnaw« Festivals, wo ein kleiner <a href="https://www.youtube.com/watch?v=M7_rmNkM_BY">Teaser Trailer</a> zwischen den Sets von <strong>Sampha</strong> und <strong>The Alchemist &amp; Friends </strong>die Veröffentlichung des Albums bestätigte. Zudem wurde angekündigt, dass das Album von einem Kurzfilm unter der Regie von <strong>Samuel Mason</strong> begleitet wird. Seine Familie schrieb kurz darauf über <a href="https://www.instagram.com/p/DCoyHmYvriV/">Instagram</a>:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Wir glauben, dass das Projekt sowohl die Breite seines musikalischen Talents als auch seine Furchtlosigkeit als Künstler zeigt. In Anbetracht der Tatsache, dass inoffizielle Versionen des Albums seit Jahren im Internet kursieren und dass die Veröffentlichung von Balloonerism etwas war, das Malcolm häufig als wichtig für ihn bezeichnete, hielten wir es für angemessen, der Welt eine offizielle Version des Projekts zu präsentieren.</strong></p>
</blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Die Kunst der Weiterentwicklung</h2>



<p>Als Künstler, dessen Musik von stetiger Weiterentwicklung geprägt war, zeichnete sich Mac Millers Sound bis etwa 2013 durch eine Coming-of-Age-Ära aus. Er war experimentierfreudig, lieferte gerne humorvolle Lines und zeigte seine jugendliche Seite. Das Jahr 2014 war eine der prägendsten Phasen in Mac Millers Karriere. Zum einen befand er sich mental in einer dunklen Zeit, zum anderen vollzog er einen bedeutenden Wandel. Er verließ das Pittsburgher Indie-Label Rostrum Records, bei denen er unter anderem das Mixtape »K.I.D.S.« und sein Debütalbum »Blue Slide Park« veröffentlichte, und wechselte mit Warner zu einem Major. In den darauffolgenden Jahren schlug er einen reiferen Weg ein. Seine Alben wurden konzeptioneller, die Songs wirkten durchdachter und erzählten zusammenhängende Geschichten. Mac setzte sich häufiger mit Themen wie Selbstreflexion, Liebe oder auch Vergänglichkeit auseinander. »Balloonerism« steht genau für diesen Übergang. Das Album spiegelt diese Phase der Entwicklung von Mac Miller wider – nicht nur zeitlich, sondern auch musikalisch.</p>



<p>Die vorab erschienene Single »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=90QSE0QLryI">5 Dollar Pony Rides</a>« legt den Grundstein für das Album. Über ein verspieltes Jazz-Instrumental reflektiert Mac mit einer Mischung aus Sehnsucht und Frustration über eine komplexe Beziehung und die Hin- und Hergerissenheit zwischen sofortiger Aufmerksamkeit und einer tieferen emotionalen Bindung. Besonders hervorzuheben sind vor allem <strong>Thundercat</strong> am Bass (der beinahe auf jedem Song auf dem Album vertreten ist), <strong>Kintaro</strong> am Keyboard und die Percussions von <strong>Ronald Bruner Junior</strong>.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Mac Miller - 5 Dollar Pony Rides" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/90QSE0QLryI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">„Die erste Person, die an mich glaubte“</h2>



<p>Der Name, der beim Blick auf die Tracklist sofort ins Auge sticht, ist <strong>SZA</strong>. Die 35-Jährige, die kürzlich mit der Veröffentlichung ihres Albums »LANA« sowie der Ankündigung einer gemeinsamen Tour mit <strong>Kendrick Lamar</strong> für Aufsehen sorgte, liefert ein echtes Highlight. Der Track »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=lJqDlEYEUA8">DJ’s Chord Organ</a>« ist ein experimenteller und psychedelischer Trip, produziert von Mac Miller selbst und untermalt durch SZAs wunderschönen Gesang und bittersüßen Lyrics über Einsamkeit und Sehnsucht.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>You&#8217;ve been up for three days with one nap<br>I know you miss the nighttime<br>I know you miss your lifetime<br>Tell me the truth about it</strong></p>
<cite>»DJ’s Chord Organ«</cite></blockquote>



<p>Der Song markiert die erste offizielle Zusammenarbeit der beiden Künstler und das obwohl sie bereits seit den Anfängen ihrer Karrieren immer wieder kooperiert haben. Mac Miller produzierte beispielsweise unter einem seiner vielen Alter Egos <strong>Larry Fisherman</strong> den Song »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=iWEZJZ_VL8g">UR</a>« auf SZAs 2014 erschienener EP »Z«. SZA trägt außerdem zum Chorus von »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=IpL_q927ofQ">Friendly Hallucinations</a>« bei und ist damit gleich zweimal auf dem Album vertreten. 2018 schrieb sie über ihn <a href="https://www.instagram.com/sza/p/Bncjl2iDdsh/?hl=de&amp;img_index=1">in einem Post</a>:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Du warst die erste Person, die ich hier kennengelernt habe. Du hast mich jeden Tag zu dir kommen lassen und mir den Raum gegeben, so zu sein, wie ich wollte. Du warst für mich da auf eine Weise, die ich niemals in Worte fassen oder zurückzahlen kann. Meine Dankbarkeit dafür ist grenzenlos. Du warst die erste Person, die an mich geglaubt hat und mit mir etwas erschaffen hat.</strong></p>
</blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Einblick in dunkle Gedanken</h2>



<p>Emotional wird es auch auf dem Track »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=IMUNeQ3W2ew">Funny Papers</a>«, der ein absoluter Höhepunkt des Albums ist. Mac verbindet dabei positive und negative Aspekte von Zeitungsinhalten mit seinen eigenen Gefühlen. Der Song erzeugt mit seinem Text schon fast eine „beatlesque“ Stimmung und erinnert an den 1967 erschienenen Song »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=usNsCeOV4GM">A Day in the Life</a>«. Der Titel „Funny Papers“ wirkt dabei leicht paradox: Zum einen steht er für den humorvollen Teil der Zeitung, zum anderen spricht Mac Miller im Song über ernste und deprimierende Themen, begleitet von einem wunderschönen Klavier. Besonders eindringlich ist die Zeile: „Didn’t think anybody died on a Friday“ – eine Aussage, die besonders unter die Haut geht, wenn man bedenkt, dass Mac Miller selbst Jahre später an einem Freitag verstarb. Der Song endet mit den Worten „Why does it all matter?“ und hinterfragt damit die Vergänglichkeit des Lebens.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Mac Miller - Funny Papers" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/IMUNeQ3W2ew?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Die Songs »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=exfNMKltGKg">Do You Have a Destination</a>« und »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=m94MMHG1fJY">Stoned</a>« greifen ähnliche Themen auf. Mac Millers düstere Gedanken und Texte über Drogenkonsum ziehen sich beinahe durch das gesamte Album. Zeilen wie „Need to let the drugs go. Tryna find Heaven, I get high but never come close“ auf »Do You Have a Destination« sind dabei nur eines von mehreren Beispielen.</p>



<p>Der Song »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=r1mTyiE-JTA">Shangri-La</a>« ist ein ruhiger und atmosphärischer Track, der wie der Titel verrät, die Vorstellung eines paradiesischen Ortes aufgreift. Der Begriff „Shangri-La“ stammt ursprünglich aus dem Roman »Lost Horizon« von <strong>James Hilton</strong>, in dem er einen idyllische und abgeschiedenen Rückzugsort in Tibet beschreibt. Gleichzeitig bezieht sich der Titel auch auf <strong>Rick Rubins</strong> Musikstudio in Malibu, in dem Mac im Sommer 2014 viel Zeit verbrachte. Der spätere Song »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=xl57ANUPqq8">Rick’s Piano</a>« ist eine Hommage an diese Zeit.</p>



<p>Trotz der überwiegend positiv klingenden Instrumentals enthält das Album viele melancholische und bedrückende Stücke, die dabei vor allem in abstrakte Sphären ausschweifen und eine Seite des Pittsburghers zeigen, die man so nicht immer von ihm gewohnt ist. Für Fans seiner Mixtapes »Faces« oder »Delusional Thomas« dürften jedoch viele Parallelen erkennbar sein, da dort ähnliche Themen und Sounds aufgegriffen werden.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>If I die young, promise to smile at my funeral<br>Yeah, it’s just a rule to follow<br>If you’re lax, you can lose tomorrow</strong></p>
<cite>»Shangri-La«</cite></blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Finale mit großer Wirkung</h2>



<p>Neben dem bereits angesprochenen SZA-Feature gibt es auf dem Album einen weiteren besonderen Moment: Auf dem Track »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=_rgX2JDVFy8">Transformations</a>« tritt Mac Millers als sein eben angesprochenes Alter Ego <strong>Delusional Thomas</strong> in Erscheinung. Der Track ist einer der experimentellsten des Albums und beeindruckt mit seiner psychedelischen Stimmung, die durch staubige Drums, das Zischen eines Feuerzeugs und das Klirren von Eiswürfeln in einem Becher eine düstere Atmosphäre erzeugt. Macs hohe und zum Teil verzerrte Stimme machen ihn zu einem der spannendsten Songs auf dem Album und zu einem Highlight in der Tracklist. Das Album endet mit dem Track »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=TZnlmi5ofcc">Tomorrow Will Never Know</a>«. Ein Song, der das Album nicht besser hätte zusammenfassen können. Ein 12-minütiges, wunderschönes, düsteres und psychedelisches Epos über das Streben nach innerer Erleuchtung, das den Hörer bis zur letzten Sekunde in den Bann zieht.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MM_B_8_JimmyMurton-Large-2.jpeg"><img decoding="async" width="914" height="1280" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MM_B_8_JimmyMurton-Large-2.jpeg" alt="" class="wp-image-17637" style="width:218px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MM_B_8_JimmyMurton-Large-2.jpeg 914w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MM_B_8_JimmyMurton-Large-2-214x300.jpeg 214w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MM_B_8_JimmyMurton-Large-2-731x1024.jpeg 731w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MM_B_8_JimmyMurton-Large-2-768x1076.jpeg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MM_B_8_JimmyMurton-Large-2-500x700.jpeg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MM_B_8_JimmyMurton-Large-2-800x1120.jpeg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/MM_B_8_JimmyMurton-Large-2-770x1078.jpeg 770w" sizes="(max-width: 914px) 100vw, 914px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">via Jimmy Murton</figcaption></figure>
</div>


<p>Zum Abschluss sollte dennoch die Frage aufgeworfen werden, inwieweit sich ein posthumes Release wie dieses überhaupt genießen lässt. Auf dem Album finden sich, wie auf »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=xl57ANUPqq8">Rick’s Piano</a>« oder auf »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=1o35ne6NVUE">Manakins</a>«, direkte Bezüge zu Mac Millers Tod. Er spricht offen über das Thema, was dem gesamten Hörerlebnis eine ernüchternde Stimmung verleiht. Gerüchten zufolge empfand Mac »Balloonerism« damals als zu deprimierend und widmete sich stattdessen der Arbeit an »Faces«, welches er schließlich selber fertigstellte und der Veröffentlichung vorzog. Zwar wird aus dem Umfeld von Mac Miller immer wieder betont, wie wichtig ihm dieses Album gewesen sei, doch es bleibt unklar, welche Songs er tatsächlich für die Öffentlichkeit vorgesehen hatte. Thundercat schrieb 2020 in einem <a href="https://x.com/Thundercat/status/1289343310562119683">Tweet</a>: „Nicht alles ist dafür gedacht, einfach so veröffentlicht zu werden. Mac und ich haben an vielen verschiedenen Dingen gearbeitet. Er hat das getan, was er für richtig hielt.“</p>



<p>Das sind natürlich alles nur Spekulationen und man muss dazu erwähnen, dass Mac Millers Familie bis jetzt hervorragende Arbeit geleistet hat, sein Vermächtnis und seine Privatsphäre nach seinem Tod zu wahren. Sie haben ausschließlich Projekte veröffentlicht, von denen sie sicher waren, dass Mac sie auch für eine Veröffentlichung vorgesehen hatte – was offenbar auch bei diesem Album der Fall ist.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-spotify wp-block-embed-spotify wp-embed-aspect-21-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Spotify Embed: Balloonerism" style="border-radius: 12px" width="100%" height="352" frameborder="0" allowfullscreen allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture" loading="lazy" src="https://open.spotify.com/embed/album/2ANFIaCb53iam0MBkFFoxY?si=JDGZwELJT6SzV8xaCX_ZoQ&#038;utm_source=oembed"></iframe>
</div></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/soundchecks/mac-millers-vermaechtnis-balloonerism-als-fehlendes-puzzlestueck">Mac Millers Vermächtnis: »Balloonerism« als fehlendes Puzzlestück</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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		<title>Fuck Happiness: Das neue Album von BOHL ist pure Emotion und Chaos</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Diana Braun]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 May 2024 14:06:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soundchecks]]></category>
		<category><![CDATA[Andre Moghimi]]></category>
		<category><![CDATA[BOHL]]></category>
		<category><![CDATA[Der Plot]]></category>
		<category><![CDATA[Elmäx]]></category>
		<category><![CDATA[Fewjar]]></category>
		<category><![CDATA[GET WELL SOON]]></category>
		<category><![CDATA[Maximilian Bohl]]></category>
		<category><![CDATA[Neues Album]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach seinem Erfolg mit Der Plot und seinem Neubeginn als Solo-Künstler unter dem Pseudonym Elmäx wagt Maximilian Bohl einen weiteren Restart. Als BOHL leitet er ein neues, emotionaleres Kapitel in seiner Musikkarriere ein und tauscht die Rap Parts durch Pop Songs mit tiefgründigen Lyrics. Mit seinem neuen Album »GET WELL SOON« nimmt er die Hörer mit auf seine bisher persönlichste Reise. Bevor BOHL als Solo-Künstler durchstartete, war er gemeinsam mit CONNY Teil von Der Plot. Die vier gemeinsamen Studioalben des [&#8230;]</p>
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<p><strong><strong>Nach seinem Erfolg mit Der Plot und seinem Neubeginn als Solo-Künstler unter dem Pseudonym Elmäx wagt Maximilian Bohl einen weiteren Restart. Als BOHL leitet er ein neues, emotionaleres Kapitel in seiner Musikkarriere ein und tauscht die Rap Parts durch Pop Songs mit tiefgründigen Lyrics. Mit seinem neuen Album »GET WELL SOON« nimmt er die Hörer mit auf seine bisher persönlichste Reise.</strong></strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium is-resized"><img decoding="async" width="300" height="300" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/00_EP_Cover_3000-Medium-300x300.jpeg" alt="" class="wp-image-14498" style="aspect-ratio:1;object-fit:contain;width:256px" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/00_EP_Cover_3000-Medium-300x300.jpeg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/00_EP_Cover_3000-Medium-150x150.jpeg 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/00_EP_Cover_3000-Medium-500x500.jpeg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/00_EP_Cover_3000-Medium-120x120.jpeg 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/00_EP_Cover_3000-Medium-240x240.jpeg 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/00_EP_Cover_3000-Medium-360x360.jpeg 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/00_EP_Cover_3000-Medium-540x540.jpeg 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/00_EP_Cover_3000-Medium-125x125.jpeg 125w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/00_EP_Cover_3000-Medium.jpeg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">© 2024 Max Bohl</figcaption></figure>
</div>


<p>Bevor <strong>BOHL</strong> als Solo-Künstler durchstartete, war er gemeinsam mit <strong>CONNY </strong>Teil von <strong>Der Plot</strong>. Die vier gemeinsamen Studioalben des Duos zeichnen eine große Genrevielfalt, von Jazz über Rock bis Elektro, und ausdrucksstarke Punchlines aus. Doch nach ihrem politischen Konzeptalbum breitete sich ein starkes Bedürfnis nach Selbstständigkeit aus und er wollte einen anderen Weg gehen. Im Jahr 2021 wird der Schritt gewagt und er veröffentlicht unter dem Namen <strong>Elmäx</strong> das Soloalbum »NAÏVE«. Trotzdem fühlt er  sich zunehmend entfremdet von seiner eigenen Musik, also wird der Nachname zum Künstlernamen und unter BOHL veröffentlicht er seit letztem Herbst Musik mit Tracks, die seine künstlerische Neuausrichtung widerspiegeln.</p>



<p>Einen Ausblick auf das musikalische Konzept von »GET WELL SOON« gibt bereits der <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/5EAquUhCOrmg36zSn9CyB0?si=07fcc1e08a0b4b16">Titeltrack</a> und verspricht elektronische Upbeats kombiniert mit tanzbarem Pop. Vergleichsweise fallen »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/0KLILa1QT5b6YQ6q3I9VGH?si=310823adbcb543b6">Erst wenn ich fall</a>« und auch die beiden letzten Tracks der Platte »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/5rJz0iJVb5VPem9NrSoR00?si=7b4246edcf494645">Jeden Sonntag</a>« und »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/1BDoz1OyKMDAUyFzZH6Lz3?si=885d934f401c4801">Kreis</a>« dadurch auf, dass sie melodischer und sanfter sind. Besonders hervorzuheben ist die Produktion des Albums für welche Andre Moghimi, Mitglied der Indie Pop Band <strong>Fewjar</strong>, verantwortlich war. Dieser fährt ein breites Instrumentarium von Streichern bis atmosphärischen Synthies auf und verschafft den 8 Tracks ein abwechslungsreiches Klangbild, das BOHLs Aussagen effektiv unterstreicht.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="BOHL - Falls du dich fragst (Offizielles 4K Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/qRh_KViuQ7g?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Nichts bleibt verborgen</h2>



<p>Der Musiker und Filmemacher zeigte sich in der Vergangenheit, sowohl bei seiner Musik als auch seinen Filmen, oft verkopft und von seinen Gedanken geleitet. Talent für Visuelles zeigen die Videos insbesondere zur ersten Auskopplung »Falls du dich fragst«. Auf seinem neuen Album präsentiert sich BOHL von seiner verletzlichsten Seite und gewährt seinen Zuhörer*innen einen Einblick in ein von Unsicherheit und Überforderung geplagtes Leben.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bohl_pressefoto3_nina-benett-Medium.jpeg"><img decoding="async" width="427" height="640" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bohl_pressefoto3_nina-benett-Medium.jpeg" alt="" class="wp-image-14502" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:235px" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bohl_pressefoto3_nina-benett-Medium.jpeg 427w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bohl_pressefoto3_nina-benett-Medium-200x300.jpeg 200w" sizes="(max-width: 427px) 100vw, 427px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Nina Benett</figcaption></figure>
</div>


<p>Das Album spiegelt die ehrliche Selbstreflexion und Selbstkritik BOHLs wider und schafft dadurch eine besondere Nähe zwischen Künstler und Hörenden. Neben Depressionen, Therapie und Bindungsunfähigkeit nimmt »GET WELL SOON« uns mit auf den Prozess der Heilung und die Verarbeitung seiner Emotionen. Während die erste Hälfte geprägt von Gefühlen der Verlorenheit und Verzweiflung ist, weist »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/7AuHYqd8kOfnc88IDLhybn?si=b01992523feb419f">Radikale Akzeptanz</a>« einen Wendepunkt in der Geschichte auf und zeigt erstmals einen Widerstand gegen die negativen Emotionen auf. Dabei zeigt sich BOHL überaus nahbar und erzählt von Momenten, die einigen bekannt sein dürften:</p>



<p></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Der Kleiderschrank quillt über, aber nichts ist gut genug / Erstmal eine rauchen, in meinen Augen brennt die Glut / Wippe immer mit dem Fuß, denn ich finde keine Ruh</strong></p>
<cite>»Radikale Akzeptanz«</cite></blockquote>



<p>Ohne sich aber damit zu begnügen, düstere Momente darzustellen, ist »GET WELL SOON« spätestens auf dem Track klar darum bemüht, einen Ausweg aus immer gleichen Gedankenschleifen zu zeigen. Ohne doppelten Boden trägt BOHL ganz offen seine Probleme aus und weicht die Grenze zwischen Kunst und Realität auf. An wen sich das Mantra “radikale Akzeptanz, du bist nicht die Emotion” richtet, wird bewusst offen gelassen. Diese Offenheit ist durchaus mutig, aber an manchen Stellen wie auf »Immer dann, wenn du mich brauchst« sind manche Gedanken so unverschmückt verpackt, dass sie etwas an Plattitüden grenzen.</p>



<p>BOHL weiß, seine Fans immer wieder mit einer neuen Überraschung auf Trapp zu halten – sei es ein neues Album, ein neuer musikalischer Stil oder gleich ein vollkommen neuer Künstlername. Wenn »GET WELL SOON« auch an manchen Stellen etwas ausdrucksstärker sein könnte, ist ihm mit dem neuen Soundbild die Neuausrichtung gelungen. Man darf daher gespannt sein, inwiefern er die hier eingeschlagene Richtung auf kommenden Releases beibehält oder ob er sich nicht doch wieder etwas Neues überlegt.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-spotify wp-block-embed-spotify wp-embed-aspect-21-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Spotify Embed: GET WELL SOON" style="border-radius: 12px" width="100%" height="352" frameborder="0" allowfullscreen allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture" loading="lazy" src="https://open.spotify.com/embed/album/6LlAWYzx1ttux31FO4tFD4?si=gJWCBVbGQbOWbYxC6X1ngQ&#038;utm_source=oembed"></iframe>
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		<item>
		<title>Little Simz bekommt endlich die Liebe, die sie verdient</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannah Wietbrock]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Dec 2022 14:36:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soundchecks]]></category>
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		<category><![CDATA[Hip-Hop]]></category>
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		<category><![CDATA[Stefanie Stahl]]></category>
		<category><![CDATA[Stormzy]]></category>
		<category><![CDATA[The Poison Ivy]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Letzte Woche stand ganz unter dem Stern der UK Rapperin und Multitalent Little Simz. Zum einen erschien am Montag ohne große Ankündigung ihr neues Album »NO THANK YOU«, zum anderen konnte ich Little Simz nach langem Warten endlich wieder live im Übel &#38; Gefährlich anlässlich ihrer »Sometimes I Might Be Introvert« Tour erleben. Little Simz möchte zurecht nicht nur als weibliche Rapperin bezeichnet werden. Für sie ist female rapper ein Label welches sie als Artist zu sehr einschränkt. Sie ist [&#8230;]</p>
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<p><strong>Letzte Woche stand ganz unter dem Stern der UK Rapperin und Multitalent Little Simz.</strong> <strong>Zum einen erschien am Montag ohne große Ankündigung ihr neues Album »NO THANK YOU«, zum anderen konnte ich Little Simz nach langem Warten endlich wieder live im Übel &amp; Gefährlich anlässlich ihrer »Sometimes I Might Be Introvert« Tour erleben.</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soundcheck-little-simz-no-thank-you-web-2-680x1024.jpg" alt="" class="wp-image-8532" width="280" height="366"/><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Karolina Wielocha</figcaption></figure>
</div>


<p>Little Simz möchte zurecht nicht nur als weibliche Rapperin bezeichnet werden. Für sie ist <em>female rapper</em> ein Label welches sie als Artist zu sehr einschränkt. Sie ist eben auch viel mehr als das. Eine wahre Künstlerin, die ihrer Berufung bereits seit ihrem neunten Lebensjahr nachgeht. Introvertiert, stark, förmlich aus jeder Pore strömt Talent und dazu arbeitet sie härter als die meisten anderen. Auch der Pfad als unabhängige Künstlerin ist kein leichter. Dieses Jahr musste sie ihre Nordamerika Tour absagen, weil es finanziell einfach nahezu möglich ist, mit Live Band außerhalb Europas zu touren, ohne aus eigener Tasche drauf zu bezahlen. Ein harter Preis für kompromisslose Kunst. Aber alle die kürzlich bei einem ihrer Konzerte waren wissen, dass es das wert ist. Es ist ein langer und mühsamer Weg, aber dafür einer, der beweist das sie ein Rückgrat aus Stahl hat und eine Stimme die nicht klein zu kriegen ist. In Hamburg spielte sie letzte Woche im Club<strong>&nbsp;Übel &amp; Gefährlich</strong>. Eine Location, die so besonders ist, wie die Künstlerin selber.</p>



<p>Das Konzert sollte eigentlich schon im Januar stattfinden und wurde dann aufgrund der damals noch strengeren Pandemie Einschränkungen verlegt. Die Karten hatte ich also fast genau ein Jahr vor Konzert Beginn gekauft. Der Abend war aus vielen Gründen ganz besonders. Little Simz hat ihre Hamburg Konzerte bis jetzt immer im Übel &amp; Gefährlich gehabt, also quasi Heimspiel in Hamburg. Bei ihrem Konzert 2018 während der&nbsp;<strong>The Poison Ivy</strong>-Tour&nbsp;musste noch die Hälfte der Location mit Trennvorhängen abgehängt werden und selbst dann war der Saal noch nicht ausverkauft. Simz und ihre Band hatten sich damals nicht davon aufhalten lassen und dennoch eine auf gut deutsch sehr geile Show abgeliefert. Little Simz hatte schon damals eine unglaubliche Bühnenpräsenz, die einen einfach in den Bann zieht und komplett in ihre Musik abtauchen lässt. Fast viereinhalb Jahre später war die Hallentrennung nicht mehr nötig und die Location war komplett ausverkauft. Etwas das sie und ihr DJ direkt mit großen strahlenden Augen zu Beginn des Konzerts verkündeten. Auch daran merkt, man wieviel sich bei Little Simz in den letzten Jahren getan hat: drei Alben-, zwei Mobo Awards- und eine Hauptrolle in der britischen Drama Serie&nbsp;<strong>Top Boy</strong>&nbsp;später und Simz ist keine unbekannte Underground Rapperin mehr.&nbsp;</p>



<p>Little Simz hat endlich die Liebe bekommen, die sie schon lange verdient hat. Das Hamburger Publikum zwar zu Beginn bei der PreShow ihres DJs und Maestros&nbsp;<strong>ODC</strong>&nbsp;noch etwas steif und eingefroren – kurz kam mir schon die Angst hoch, dass es eines der Konzerte wird, bei denen man sich für die Energie der eigenen Stadt schämt – doch als Simz dann aber die Bühne betrat, wurde der Schalter umgelegt und das Publikum schaltete&nbsp;spürbar ein paar Gänge höher. Endlich kam in dem Club auf dem Heiligengeistfeld Fahrt auf. Ich kann ehrlich sagen, dass ich noch auf keinem Konzert in Hamburg oder Berlin war bei dem das Publikum dem Artist so viel Energie, aber auch Empathie entgegen gebracht hat. Little Simz hat absolut abgeräumt und auch gezeigt wie sie sich als Live Künstlerin entwickelt hat. Obwohl sie diesmal ohne Band, dafür aber mit DJ unterwegs war – auch das sicherlich eine notwendige finanzielle Entscheidung – hat das der Show nicht geschadet. Es war für mich ungelogen das beste Konzert des Jahres, da kann selbst <strong>Kendrick Lamar</strong> einstecken.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Little Simz - Point And Kill feat. Obongjayar (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/tvY31eN3gtE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Nach jedem Song gab es minutenlanges Gekreische und Applaus aus dem Publikum welches Little Simz auch als alten Bühnenhasen sichtlich gerührt hat. Während »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=tvY31eN3gtE">Point and Kill</a>« und »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=W63MHRst2w8">Fear No Man</a>« hat der Ausdruckstanz des Publikums neue Höhen erreicht.<strong> </strong>Neben einem neuen experimentellen Techno Song, den sie ein paar Tage zuvor in Berlin aufgenommen hatte, wurde das Konzert dann tatsächlich mit&nbsp;»<a href="https://www.youtube.com/watch?v=yUEgDjS6sYM">Venom</a>« beendet und das Publikum ist eskaliert. Unglaublich toll. Als der Club nach dem Konzert als Aufräum-Musik dann »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=FYlYaVvskJQ">Gorilla</a>« von ihrem neuen Album gespielt hat, kamen Little Simz und ODC spontan doch nochmal für eine kleine Dance Session auf die Bühne.</p>



<p>Songs von ihrem neuen Album hat sie nicht gespielt, aber aus einem guten Grund: die bekommen wir dann auf der nächsten Tour zu hören.</p>



<div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Nun aber zum neuen Album »NO THANK YOU«. Ohne große Ankündigung veröffentlichte Little Simz letzten Montag ihr neues Album. Ihre Begründung: große Worte sind nicht ihr Ding sie spricht lieber direkt durch ihre Musik und genau das hört man auch. Der Intro Track »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=syaYvz2PCL0">Angel</a>« gibt den Ton des ganzen Albums an. Man kann deutlich den Einfluss des Super Producer Teams&nbsp;<strong>Sault</strong>&nbsp;hören. Einerseits durch die Produktion von&nbsp;<strong>Inflo</strong>, dem UK Producer Genie und Kindheitsfreund von Little Simz, der auch schon hinter »Sometimes I Might Be Introvert« und »Grey Area« steckte. Aber auch UK Sängerin<strong>&nbsp;Cleo Sol&nbsp;</strong>welche auf »Angel« im Refrain zu hören ist. Das ganze Album hat einen deutlich anderen Ton als <em>Introvert</em>, was aber keine Kritik ist. Es ist vielleicht weniger episch und majestätisch als der Vorgänger, steht aber unter keinen Umständen in dessen Schatten –Im Gegenteil! Sie macht hier genau das, was sie am besten kann. Ehrliche Lyrics, Lebensweisheiten und eine unglaubliche Lässigkeit treffen hier auf Beats, die genauso besonders sind wie die Stimme von Little Simz selbst. »NO THANK YOU« steht für sich und muss sich nicht behaupten. »Angel« ist da nur eines von vielen Beispielen. Passend endet der Song mit dem Satz: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>So, please don‘t take my kindness for a weakness/ </strong><br><strong>&#8216;Cause I got Angels</strong>.</p>
</blockquote>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-spotify wp-block-embed-spotify wp-embed-aspect-21-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Spotify Embed: Angel" style="border-radius: 12px" width="100%" height="152" frameborder="0" allowfullscreen allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture" loading="lazy" src="https://open.spotify.com/embed/track/4pGxnHLyli1TLkRFHyBxo0?si=0d499947237c4f9a&#038;utm_source=oembed"></iframe>
</div></figure>



<p>Auf »Angels« folgt »Gorilla«, der wohl der größte kommerzielle Banger des Albums werden wird. Eingestimmt durch ein kurzes Orchester Snippet, das einen Hauch Hollywood in sich trägt, folgt ein grooviger Beat, den ich laienhaft als Kontrabass identifizieren würde. Leichtfüßig wie ein Boxer im Ring tänzelt Simz hier über den Beat. Ein Swagger, den sie zwei Lieder weiter auf »No Merci« nochmal übertrifft. Der Titel an sich ist schonmal ein sehr schönes Wortspiel: &#8220;Nein Danke&#8221; in Französisch aber klanglich eben auch wie &#8220;No Mercy&#8221; also &#8220;keine Gnade&#8221;. Genau darauf will sie mit diesem Song aber auch hinaus. Jede Menge angestaute Wut über Rassismus, Sexismus und Ungerechtigkeit die Little Simz im Laufe ihres Lebens erfahren und erlebt hat. Der Song startet mit einem schwungvollen Beat, verstärkt durch Streichinstrumente, welche sich dann ab der zweiten Minute langsam in ein etwas dunkleres Dröhnen wandeln. Genau zum passenden Zeitpunkt während Simz parallel über Machtverhältnisse in der Musikindustrie rappt. Nach der klaren Ansage der ersten drei Minuten kommt der Wandel. Die Musik lullt im Hintergrund, der Beat entspannt und Little Simz singt zart im Hintergrund Affirmationen: &#8220;You’re only human too, do yourself a favour. They do not deserve you, you can‘t be their saviour.&#8221; Worte die wir alle öfter hören müssten.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-spotify wp-block-embed-spotify wp-embed-aspect-21-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Spotify Embed: No Merci" style="border-radius: 12px" width="100%" height="152" frameborder="0" allowfullscreen allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture" loading="lazy" src="https://open.spotify.com/embed/track/552lBxKLGjerBDS8VYHOJn?si=997a408b018c4285&#038;utm_source=oembed"></iframe>
</div></figure>



<p>Die Wut steigert sich im nächsten Song »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=EuD3AWq3GiM">X</a>« welcher quasi als direkte Ansage gegen das rassistische System fungiert. Insgesamt alles Themen die weder im Hip-Hop noch in Little Simz Diskographie fremd sind, umso trauriger, dass die Zeiten immer noch so ungerecht und hart sind, dass es wichtiger denn je ist öffentlich und oft darüber zu sprechen. Durch die anschwellende Orchester Musik und einem Chor welchen Little Simz durch ihre Verse leiten, bekommt man als Hörer*in direkt den Anreiz um Simz in ihrem Protest zu folgen. »X« ist ein Lied auf dem Simz mal wieder ihre Stärke für politischen Rap zur Schau stellt und damit einen starken Protest Song geschaffen hat.</p>



<p>Diese unbequemen Wahrheiten werden auch auf »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=qSTXA72RYy4">Heart on Fire</a>« angesprochen <em>&#8220;Devil Works hard, but the business works harder&#8221;</em> ist nur eine von vielen Zeilen die nach dem Hören im Kopf hängen bleiben. Ein Song, der sehr viel Schmerz in sich trägt. Der Refrain verleiht das Gefühl hier fehle eigentlich nur noch <strong>Michael Kiwanuka</strong> als i-Tüpfelchen. Dennoch spricht der Chor einem aus der Seele wenn von dem Stress gesungen wird der leider eben auch zum Leben der meisten dazu gehört.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/soundcheck-little-simz-no-thank-you-web-3-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-8539" width="300" height="428"/><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Karolina Wielocha</figcaption></figure>
</div>


<p>Das absolute Highlight des Albums ist der Song »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=5T4q06XDjlI">Broken</a>«. Ein Lied, das mich so tief beeindruckt hat, dass ich es eigentlich seit der Veröffentlichung von »NO THANK YOU« auf Dauerschleife höre. Little Simz trifft hier einen Nerv der bei vielen Fans und vor allem auch vielen weiblichen Fans ein Gefühl auslöst als wenn sie einem direkt in den Kopf geguckt- und alle negativen Gedanken in einen Song gepackt hat. Für alle, die gerade eine harte Zeit durchmachen, mal wieder an sich selbst Zweifeln, dieses Lied ist für euch – wortwörtlich Balsam für die Seele. Durch den Beat gewoben wiederholen sich immer wieder die Worte „<em>Feel you</em>&#8216;<em>re broken</em>&nbsp;and&nbsp;<em>you don&#8217;t exist</em>. When&nbsp;<em>you feel you</em>&#8216;<em>re broken</em>&nbsp;and&nbsp;<em>you cannot fix</em>&nbsp;<em>it</em>“ die mal lauter, mal leiser eingespielt werden. Dadurch entsteht eine schaurige emotionale Ebene, welche die Worte von Simz nur noch wirkungsvoller machen. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-spotify wp-block-embed-spotify wp-embed-aspect-21-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Spotify Embed: Broken" style="border-radius: 12px" width="100%" height="152" frameborder="0" allowfullscreen allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture" loading="lazy" src="https://open.spotify.com/embed/track/2USBjlAKDOSzgUq7OiDFqO?si=30c18c31fb274fa8&#038;utm_source=oembed"></iframe>
</div></figure>



<p>Little Simz ist eine extrem vielschichtige Künstlerin die sowohl eine Kämpferin mit unglaublichem Swagger ist, aber sich in ihren Songs auch immer wieder von einer sehr emotional offenen Seite zeigt. Songs wie »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Cwxu6mfKLSI">Sherbet Sunset</a>«, »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=FyohQGHpPNQ">Little Q</a>«, »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=GSOFGFagOsY">I Love You, I Hate You</a>«&nbsp;und jetzt eben auch »Broken« sind Lieder die mich immer am längsten beschäftigen. Es ist eben diese Offenheit und damit auch verletzliche Seite von Simz, die zu einer ihrer größten Stärken als Künstlerin geworden sind. Ich denke das ist auch ein Grund warum Simz von ihren Fans fast schon verehrt wird, weil ihre Lieder ihnen direkt aus der Seele sprechen. </p>



<p></p>



<p>Eigentlich verdient jedes Lied hier meiner Meinung nach eine eigene Beschreibung und Huldigung. Nach »Broken« wird der gesamte Ton hoffnungsvoller. »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=UBO4U1WK2Lc">Sideways</a>« ist der Song den wir ab sofort hören wenn wir uns mit zu vielen toxischen Menschen auseinandersetzen, die unsere Flamme halten wollen. »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=TXc6X0OzXaY">Who Even Cares</a>« ist der Song den wir als Soundtrack für unser Leben nutzen sollten, besonders an langen und harten Arbeitstagen. Das letzte Lied und damit Outro des Albums ist »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=VOSQwOnK_qA">Control</a>«, ein Song der das Album perfekt abrundet und unsere düsteren aber auch hoffnungsvollen Gedanken perfekt auf den Punkt bringt.&nbsp;</p>



<p>Zusammenfassend macht Little Simz auf »NO THANK YOU« das, was sie am besten kann, sie stellt ihr ganzes lyrisches Talent unter Beweis und spricht dabei eine Wahrheit, die zwar manchmal unbequem ist und auch wehtuen kann, eben weil sie so genau zutrifft. Aber genau das macht uns ja nicht nur zu Fans sondern zu Anhänger*innen von Little Simz. Egal welche Herkunft, Geschlecht oder welche Schubladen uns auch immer einschränken wollen, Little Simz versteht uns. Sie teilt diesen Schmerz, den Kampf und auch die Lebensfreude mit uns. Es ist ein Album voller Frustration und Wut über die Ungerechtigkeiten. Ungerechtigkeiten die Simz als Schwarze Frau in der Musikindustrie spürt, aber auch im Leben an sich. Diese Gefühle sind alle nachvollziehbar und authentisch. Für uns Hörer*in werden sie zu einer Art Blaupause, in der wir unsere eigenen Emotionen und ähnliche Situationen schnell wiederfinden. Little Simz muss sich nicht mehr behaupten, sie ist endlich angekommen und kann auf Augenhöhe neben UK Größen wie <strong>Stormzy</strong> stehen. Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Künstlerin. Ihr neustes Album »NO THANK YOU« ist besser als jede Therapie. Bevor ihr also in das nächste spirituelle Lebens-Coach Buch á la <strong>Eckert Tolle</strong> oder <strong>Stefanie Stahl</strong> investiert solltet, ihr lieber Little Simz hören.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="NO THANK YOU" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/GqwOCq0MXPU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/soundchecks/little-simz-bekommt-endlich-die-liebe-die-sie-verdient-review">Little Simz bekommt endlich die Liebe, die sie verdient</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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		<title>Haftbefehl&#8217;s Geschichte ist mit »Mainpark Baby« noch nicht auserzählt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nico Maturo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Dec 2022 19:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soundchecks]]></category>
		<category><![CDATA[Azzlackz]]></category>
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		<category><![CDATA[Hip-Hop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem Haftbefehl seine Fans in den letzten zwei Jahren mit »Das Schwarze Album« &#38; »Das Weiße Album« glücklich machen konnte, war der Offenbacher über die letzten Monate eher wegen seiner Exzesse als wegen seiner Musik in den Medien, woraufhin er sich erst einmal eine Auszeit nahm. Am 27. November meldete sich Baba Haft aber wieder zurück und kündigte gleich ein neues Album an. Nur eine Woche später – am letzten Freitag – erschien sein siebtes Studioalbum »Mainpark Baby«. Die Platte [&#8230;]</p>
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<p><strong>Nachdem Haftbefehl seine Fans in den letzten zwei Jahren mit »Das Schwarze Album« &amp; <strong>»Das Weiße Album«</strong> glücklich machen konnte, war der Offenbacher über die letzten Monate eher wegen seiner Exzesse als wegen seiner Musik in den Medien, woraufhin er sich erst einmal eine Auszeit nahm. Am 27. November meldete sich Baba Haft aber wieder zurück und kündigte gleich ein neues Album an. Nur eine Woche später – am letzten Freitag – erschien sein siebtes Studioalbum »Mainpark Baby«.</strong></p>



<p>Die Platte beginnt mit dem Song »Geruch von Koks«, auf dem <strong>Paula Hartmann</strong> als Featurepartnerin vertreten ist. Zwar mag diese Kombination auf den ersten Blick recht interessant erscheinen, fühlt sich dann aber doch etwas erzwungen an. Eben dieses Gefühl zieht sich fast gänzlich über die 37 Minuten Spielzeit. <strong>Haftbefehl </strong>klingt so als hätte er einen großen Teil seines einstigen Hungers mittlerweile gestillt. Zwar bleibt er natürlich seinem Stil treu, jedoch fehlt es auf »Mainpark Baby« an jener Kompromisslosigkeit und Unberechenbarkeit, für die man Haftbefehl als Fan liebt. So erweckt das Album sehr den Anschein, mehr am Reißbrett als im Studio entstanden zu sein. Das schlägt sich auch in den Produktionen von <strong>Bazzazian </strong>nieder, die um einiges an Härte eingebüßt haben und dafür Einflüsse aus aktuellen Trends gewonnen haben.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Haftbefehl - Mainpark Baby - Episode 4/5 - Geruch von Koks ft. Paula Hartmann" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/R0s8IVuE0l0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:21px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Auch die Gästeliste auf »Mainpark Baby« klingt erst einmal vielversprechend. So vereint Haftbefehl die einstigen Sparringspartner <strong>Kool Savas</strong> und <strong>Azad </strong>auf »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=l07PrdapI24" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dann mit der Pumpgun 2.0</a>« – eigentlich ein Garant für nostalgisches Feeling – aber leider schafft es keiner der Protagonisten einen wirklich starken Part zu liefern. Darüber hinaus finden sich recht durchschnittliche Gastauftritte von Trap-Superstar <strong>Ufo361</strong> auf »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=wOTPrm_HPm8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dünner Kanack</a>« und <strong>Azzlack</strong>-Nachwuchs <strong>Soufian </strong>auf »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=hYy0vRlvp9g" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Chevignon &amp; Classics</a>«. Auch die Streaming-Schwergewichte <strong>Kalim </strong>und <strong>Nimo </strong>sind auf dem Song »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Tvs0GQe56rk" target="_blank" rel="noreferrer noopener">PIMP</a>« vertreten, der aber leider den Tiefpunkt des Albums markiert. Einzig <strong>OG Keemo </strong>schafft es, eine wirklich gute Figur auf »Kein Respekt« abzugeben.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Haftbefehl - Mainpark Baby - Episode 2/5 - Kein Respekt ft. OG Keemo" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/R4tTmYubOT4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Nichtsdestotrotz hat »Mainpark Baby« natürlich auch Glanzpunkte. Beispielsweise der eben genannte Song »Kein Respekt«, »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=NmWJzCsI40w" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Die braune Tasche</a>« und »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=3pZ9lnsX4F8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Letzter Track</a>« stellen die Highlights des Albums dar. Auf letzterem hat Haftbefehl darüber hinaus sein vermeintliches Karriereende bekanntgegeben. So heisst es auf dem Song: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Russisch Roulette, hab mich auf den Thron gesetzt. Heute geb&#8217; ich meine Krone weg [..] Alles fing an im Wettbüro in O-F. Ich hab&#8217; die Sprache verändert, hier mein letzter Track [..] Zu lange hab ich getanzt mit Dschinn und Geistern. Ich schmeiß&#8217; das Mic hin und nimm für meine Kinder Zeit.</p>



<p></p>
<cite>Haftbefehl auf Letzter Track</cite></blockquote>



<p>Alles in allem ist »Mainpark Baby« immer noch ein Haftbefehl Album und bewegt sich allein deshalb schon auf einem hohen Level. Nichtsdestotrotz bleibt wenig aus seinem – hoffentlich nicht – letzten Album beim Hörer hängen. Der <a href="https://www.musikexpress.de/reviews/haftbefehl-mainpark-baby/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Musikexpress</a> schrieb zum Album sehr passend: „<em>Er verwaltet sein Erbe, fügt dem aber wenig hinzu.</em>“</p>
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		<title>Kaffee und Rap Aficionado Kez bringt auf »Espresso Ghetto« beide Kulturen zusammen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nico Maturo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Nov 2022 14:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soundchecks]]></category>
		<category><![CDATA[Damals hatten wir gar nichts]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Obwohl er schon seit etlichen Jahren in der Hip-Hop Szene unterwegs ist, scheint KEZ eher wie ein aufgehender Stern am Hip-Hop Firmament. So konnte er dieses Jahr mit seinen Projekten »Season 1 &#38; 2« einiges an Aufmerksamkeit generieren.&#160; Darüber hinaus fanden sich auf den beiden Releases Gastparts von Artists wie Haftbefehl, Sierra Kidd und Olexesh. Damit scheint der Baden-Badener nach langer Zeit seinen wohlverdienten Spot in der Hip-Hop Szene erklommen zu haben. Nun erschien am Freitag sein neues Studioalbum »Espresso [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/soundchecks/kez-espresso-ghetto-review">Kaffee und Rap Aficionado Kez bringt auf »Espresso Ghetto« beide Kulturen zusammen</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Obwohl er schon seit etlichen Jahren in der Hip-Hop Szene unterwegs ist, scheint KEZ eher wie ein aufgehender Stern am Hip-Hop Firmament. So konnte er dieses Jahr mit seinen Projekten <strong>»Season 1 &amp; 2«</strong> einiges an Aufmerksamkeit generieren.&nbsp; Darüber hinaus fanden sich auf den beiden Releases Gastparts von Artists wie Haftbefehl, Sierra Kidd und Olexesh. Damit scheint der Baden-Badener nach langer Zeit seinen wohlverdienten Spot in der Hip-Hop Szene erklommen zu haben. Nun erschien am Freitag sein neues Studioalbum <strong>»Espresso Ghetto«</strong>.</strong></p>



<center> <blockquote class="instagram-media" data-instgrm-captioned="" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/Cj-6lJHLNWI/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14" style=" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:540px; min-width:326px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);"><div style="padding:16px;"> <a href="https://www.instagram.com/p/Cj-6lJHLNWI/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" background:#FFFFFF; line-height:0; padding:0 0; text-align:center; text-decoration:none; width:100%;" target="_blank" rel="noopener"> <div style=" display: flex; flex-direction: row; align-items: center;"> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 40px; margin-right: 14px; width: 40px;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; justify-content: center;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; margin-bottom: 6px; width: 100px;"></div> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; width: 60px;"></div></div></div><div style="padding: 19% 0;"></div> <div style="display:block; height:50px; margin:0 auto 12px; width:50px;"><svg width="50px" height="50px" viewBox="0 0 60 60" version="1.1" xmlns="https://www.w3.org/2000/svg" xmlns:xlink="https://www.w3.org/1999/xlink"><g stroke="none" stroke-width="1" fill="none" fill-rule="evenodd"><g transform="translate(-511.000000, -20.000000)" fill="#000000"><g><path d="M556.869,30.41 C554.814,30.41 553.148,32.076 553.148,34.131 C553.148,36.186 554.814,37.852 556.869,37.852 C558.924,37.852 560.59,36.186 560.59,34.131 C560.59,32.076 558.924,30.41 556.869,30.41 M541,60.657 C535.114,60.657 530.342,55.887 530.342,50 C530.342,44.114 535.114,39.342 541,39.342 C546.887,39.342 551.658,44.114 551.658,50 C551.658,55.887 546.887,60.657 541,60.657 M541,33.886 C532.1,33.886 524.886,41.1 524.886,50 C524.886,58.899 532.1,66.113 541,66.113 C549.9,66.113 557.115,58.899 557.115,50 C557.115,41.1 549.9,33.886 541,33.886 M565.378,62.101 C565.244,65.022 564.756,66.606 564.346,67.663 C563.803,69.06 563.154,70.057 562.106,71.106 C561.058,72.155 560.06,72.803 558.662,73.347 C557.607,73.757 556.021,74.244 553.102,74.378 C549.944,74.521 548.997,74.552 541,74.552 C533.003,74.552 532.056,74.521 528.898,74.378 C525.979,74.244 524.393,73.757 523.338,73.347 C521.94,72.803 520.942,72.155 519.894,71.106 C518.846,70.057 518.197,69.06 517.654,67.663 C517.244,66.606 516.755,65.022 516.623,62.101 C516.479,58.943 516.448,57.996 516.448,50 C516.448,42.003 516.479,41.056 516.623,37.899 C516.755,34.978 517.244,33.391 517.654,32.338 C518.197,30.938 518.846,29.942 519.894,28.894 C520.942,27.846 521.94,27.196 523.338,26.654 C524.393,26.244 525.979,25.756 528.898,25.623 C532.057,25.479 533.004,25.448 541,25.448 C548.997,25.448 549.943,25.479 553.102,25.623 C556.021,25.756 557.607,26.244 558.662,26.654 C560.06,27.196 561.058,27.846 562.106,28.894 C563.154,29.942 563.803,30.938 564.346,32.338 C564.756,33.391 565.244,34.978 565.378,37.899 C565.522,41.056 565.552,42.003 565.552,50 C565.552,57.996 565.522,58.943 565.378,62.101 M570.82,37.631 C570.674,34.438 570.167,32.258 569.425,30.349 C568.659,28.377 567.633,26.702 565.965,25.035 C564.297,23.368 562.623,22.342 560.652,21.575 C558.743,20.834 556.562,20.326 553.369,20.18 C550.169,20.033 549.148,20 541,20 C532.853,20 531.831,20.033 528.631,20.18 C525.438,20.326 523.257,20.834 521.349,21.575 C519.376,22.342 517.703,23.368 516.035,25.035 C514.368,26.702 513.342,28.377 512.574,30.349 C511.834,32.258 511.326,34.438 511.181,37.631 C511.035,40.831 511,41.851 511,50 C511,58.147 511.035,59.17 511.181,62.369 C511.326,65.562 511.834,67.743 512.574,69.651 C513.342,71.625 514.368,73.296 516.035,74.965 C517.703,76.634 519.376,77.658 521.349,78.425 C523.257,79.167 525.438,79.673 528.631,79.82 C531.831,79.965 532.853,80.001 541,80.001 C549.148,80.001 550.169,79.965 553.369,79.82 C556.562,79.673 558.743,79.167 560.652,78.425 C562.623,77.658 564.297,76.634 565.965,74.965 C567.633,73.296 568.659,71.625 569.425,69.651 C570.167,67.743 570.674,65.562 570.82,62.369 C570.966,59.17 571,58.147 571,50 C571,41.851 570.966,40.831 570.82,37.631"></path></g></g></g></svg></div><div style="padding-top: 8px;"> <div style=" color:#3897f0; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:550; line-height:18px;">Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an</div></div><div style="padding: 12.5% 0;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: row; margin-bottom: 14px; align-items: center;"><div> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; height: 12.5px; width: 12.5px; transform: translateX(0px) translateY(7px);"></div> <div style="background-color: #F4F4F4; height: 12.5px; transform: rotate(-45deg) translateX(3px) translateY(1px); width: 12.5px; flex-grow: 0; margin-right: 14px; margin-left: 2px;"></div> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; height: 12.5px; width: 12.5px; transform: translateX(9px) translateY(-18px);"></div></div><div style="margin-left: 8px;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 20px; width: 20px;"></div> <div style=" width: 0; height: 0; border-top: 2px solid transparent; border-left: 6px solid #f4f4f4; 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margin-bottom:0; margin-top:8px; overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"><a href="https://www.instagram.com/p/Cj-6lJHLNWI/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none;" target="_blank" rel="noopener">Ein Beitrag geteilt von KEZ (@kezruleseverything)</a></p></div></blockquote> <script async="" src="//www.instagram.com/embed.js"></script> </center>



<p>Der Titel des Albums stammt aus der Feder von niemand geringerem als <strong>Shindy</strong>. Er rappte den Begriff nicht nur im Jahr 2016 auf dem Song »Kudamm X Knesebeck« sondern hatte die Phrase ursprünglich sogar als Arbeitstitel für sein späteres  Album »DREAMS« im Kopf. Selbstverständlich hat sich <strong>KEZ </strong>den Segen des Bietigheimers geholt, um sein Album nun so zu nennen.</p>



<p>KEZ sagte im <a href="https://www.youtube.com/watch?v=XBLPKgOKogA" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Interview bei HYPED Radio</a> über das Album: „Es fühlt sich an wie das Erste“ &#8211; und ebenso hungrig klingt es auch. KEZ selbst tut über die 33 Minuten und 33 Sekunden Spielzeit das, was er am besten kann: Er rappt. Technisch ausgefeilte Punchlines treffen auf routinierten Flow und unzählige Italien-Referenzen. Inhaltlich bewegt er sich zwischen den Street Tales der Vergangenheit, dem Dolce Vita der Gegenwart und dem Weg dahin.</p>



<p>Soundtechnisch ist das Album breit gefächert. Hier finden sich beispielsweise <strong>Maybach Music</strong>-Anleihen wie etwa auf dem Titelsong und Opener »Espresso Ghetto« oder Boom Bap-artige Sounds wie auf »Money, Hoes &amp; Clothes« zusammen mit Ghostwriterlegende <strong>LAAS</strong>. Besonders letzterer Song dürfte für Hip-Hop Fans ein echtes Schmankerl sein. Quasi jede Line ist eine Referenz an die Szene und Kultur und dürfte damit selbst richtige Heads herausfordern, wenn man sie alle erkennen möchte. Die Produktionen stammen hauptsächlich von Hochkarätern wie <strong>Pzy </strong>und <strong>Ersonic</strong>. Auf der Gästeliste der Platte stehen neben LAAS, Superstar <strong>Nimo</strong>, Ex-Fler Signing <strong>Jalil </strong>und Sänger <strong>NKSN</strong>, welcher als Live-Support für <strong>Teesy </strong>und <strong>Kool Savas</strong> bekannt ist.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="KEZ x LAAS - MONEY, HOES &amp; CLOTHES [prod. by Ersonic]" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/83lGwEY8Do4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Alles in allem ist »Espresso Ghetto« mit Abstand KEZ’ bisher bestes Album. Es erfüllt voll und ganz die Anforderungen der älteren Raphörerschaft, die noch viel Wert auf Technik und Lyrics legt &#8211; ohne dabei altbacken zu klingen. Besonders weil »Espresso Ghetto« sich auch für die Hörer*innen wie ein Debütalbum anfühlt, freut man sich extrem auf weitere Projekte, auf die man hoffentlich nicht all zu lang warten muss.</p>
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		<title>IVE liefert neue Musik: Aus dem »Bauch« direkt ins Ohr</title>
		<link>https://mostdope.tv/soundchecks/ive-bauch-review</link>
					<comments>https://mostdope.tv/soundchecks/ive-bauch-review#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nico Maturo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Oct 2022 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soundchecks]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>IVE ist zur Zeit noch ein echter Geheimtipp in der Deutschrapszene. Vor seinen ersten Releases im Jahr 2018 war der 28-Jährige passionierter Kampfsportler, musste seine Karriere aber aus gesundheitlichen Gründen an den Nagel hängen. Seitdem sieht er Hip-Hop als neuen Antrieb, versucht sich in der Deutschrapszene einen Namen zu machen und bringt kontinuierlich Musik auf den Markt. So erschien am Freitag sein viertes Album »Bauch« über das Frankfurter Label Oyio Records. Über die knapp 25 Minuten Spielzeit liefert IVE Realtalk [&#8230;]</p>
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<p><strong>IVE ist zur Zeit noch ein echter Geheimtipp in der Deutschrapszene. Vor seinen ersten Releases im Jahr 2018 war der 28-Jährige passionierter Kampfsportler, musste seine Karriere aber aus gesundheitlichen Gründen an den Nagel hängen. Seitdem sieht er Hip-Hop als neuen Antrieb, versucht sich in der Deutschrapszene einen Namen zu machen und bringt kontinuierlich Musik auf den Markt. So erschien am Freitag sein viertes Album »Bauch« über das Frankfurter Label Oyio Records.</strong></p>



<p>Über die knapp 25 Minuten Spielzeit liefert <strong>IVE </strong>Realtalk auf raptechnisch höchstem Niveau. Geschickt platzierte Reime treffen auf lebhafte Bildsprache und entspannte Flows. Inhaltlich beschäftigt sich der Mainzer dabei zum größten Teil mit sich, seinem Innenleben und seinem Werdegang, streut aber auch lockere Songs wie beispielsweise »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=hakQhjGzg68&amp;ab_channel=JUICEMagazin">Netflix</a>« in die Playlist.</p>



<p>Die gesamte Platte über liefern Producer wie beispielsweise <strong>HTN </strong>oder <strong>naims </strong>einen zeitlosen, samplebasierten Sound. Besonders fällt auf, dass bei fast allen Produktionen die Drums ungewöhnlich weit im Hintergrund stehen oder gar nicht erst vorhanden sind. Das gibt »Bauch« einen sehr speziellen Vibe, welcher etwas an die Soundästhetik der <strong>Griselda Records</strong>-Crew erinnert, ohne jedoch ein Abklatsch von ebendieser zu sein. Auf der Gästeliste des Projektes finden sich unter anderem <strong>Bico</strong>, <strong>NALI </strong>und der Rhein-Main Lokalmatador <strong>Döll</strong>. &nbsp;</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="IVE feat. Döll - Schmuck (prod. von Kretek)" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/8cJtORCmQKE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Abschließend lässt sich sagen, dass »Bauch« ein sehr gelungenes Release ist, welches dieses Jahr definitiv im oberen Viertel der Deutschrap-Veröffentlichungen mitspielt und wegen des zeitlosen Sounds auch noch in einigen Jahren hörbar sein wird. Besonders das Feature mit einem vergleichsweise großen Act wie Döll könnte Türen aufstoßen und dafür sorgen, dass IVE in der deutschen Rapszene einen größeren Spot bekommt – den er definitiv verdient.</p>
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		<title>Apsilon rüttelt an falsch verankerten Prinzipien einer ausgrenzenden Gesellschaft</title>
		<link>https://mostdope.tv/soundchecks/apsilon-32-zaehne-ep-review</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nico Maturo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Oct 2022 18:23:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soundchecks]]></category>
		<category><![CDATA[32 Zähne]]></category>
		<category><![CDATA[Apsilon]]></category>
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		<category><![CDATA[Soundcheck]]></category>
		<category><![CDATA[Wa22ermann]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit dem letzten Jahr gilt Apsilon als echter Geheimtipp und Signalgeber einer neuen Generation an Rappern, die ihr&#160;politisches Bewusstsein&#160;wiederentdeckt hat. So bringt der 24-Jährige Moabiter bereits alles mit, was man als erfolgreicher Musiker mitbringen muss: Eine unverkennbare Stimme, eine innovative Beatauswahl und ein Zahnpastalächeln. Passend dazu ist am Freitag die »32 Zähne«-EP erschienen, von der man in den vergangenen Monaten bereits einige Songs als Single hören konnte. Über die 15 Minuten Spielzeit singt und rappt Apsilon über eine Varietät an [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Seit dem letzten Jahr gilt Apsilon als echter Geheimtipp und Signalgeber einer neuen Generation an Rappern, die ihr&nbsp;politisches Bewusstsein&nbsp;wiederentdeckt hat. So bringt der 24-Jährige Moabiter bereits alles mit, was man als erfolgreicher Musiker mitbringen muss: Eine unverkennbare Stimme, eine innovative Beatauswahl und ein Zahnpastalächeln. Passend dazu ist am Freitag die »32 Zähne«-EP erschienen, von der man in den vergangenen Monaten bereits einige Songs als Single hören konnte.</strong></p>



<p>Über die 15 Minuten Spielzeit singt und rappt <strong>Apsilon </strong>über eine Varietät an Beats und arbeitet sich thematisch an Heimat, Rassismus und eigenem Antrieb ab. Auf dem Opener und Titeltrack »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=gUIED-ET4S8&amp;ab_channel=Apsilon">32 Zähne</a>« beschäftigt er sich über einen packenden, distortionlastigen Beat mit seiner eigenen politischen Sozialisation und den daraus resultierenden Lebensumständen. So heisst es auf dem Song:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Mama sagte: &#8220;Arda, du kämpfst gegen ein&#8217; Tsunami  an/ Mach so weiter, du stirbst auf ner Demo bei &#8216;nem Straßenkampf&#8221;</strong></p>
<cite>Apsilon &#8211; 32 Zähne</cite></blockquote>



<p>Der zweite Song »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=KMECDnFC4tI&amp;ab_channel=Apsilon">Problem</a>« ist ein echter Banger und kann als Durchhaltehymne gegen Rassismus gelesen werden. Darauf folgt »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=yll6FAO_bjU&amp;ab_channel=Apsilon">Lauf weg</a>«, welcher durch ein Interlude eingeleitet wird. In diesem ist zu hören wie ein junger Mann von einer Erfahrung mit einem rassistischen Polizisten und seiner Reaktion darauf erzählt. Der Song selbst befasst sich mit ebenjenem Thema von strukturellem Rassismus und der Polizei. Die fünfte Anspielstation »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Ojn_lgFYfkA&amp;ab_channel=Apsilon">Druck</a>« ist das Highlight der EP. Hier beschreibt er eindrücklich seinen Antrieb und rappt: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Oma verließ Heimat für die Arbeit auf dem Fließband / Heute fließt die Stimme von ihr&#8217;m Enkel durch das Stimmband / Erwartungen an Kinder geben Erwartungen an Kinder weiter / Stolz und Druck vermischt, pass auf, dass du nicht dran zerbrichst, aber hält mich immer fit</strong></p>
<cite>Apsilon &#8211; Druck</cite></blockquote>



<p>Darauf folgt mit »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Ojn_lgFYfkA&amp;ab_channel=Apsilon">Bisschen Liebe, Bisschen Hass</a>« – kurz »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=af8Mo5A39Bg&amp;ab_channel=Apsilon">BLBH</a>« – ein sehr atmosphärischer Song und obendrauf ein Gastpart von <strong>Wa22ermann </strong>aus Berlin-Kreuzberg. Der letzte Song der »32 Zähne«-EP ist »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=zYoibVt_YZo&amp;ab_channel=Apsilon">Zahnfleisch</a>«. Auf diesem beinahe clubbig anmutenden Song rappen Apsilon und sein Featuregast <strong>XAVER </strong>über die Hektik ihres Lebens.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Apsilon x Xaver - Zahnfleisch" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/zYoibVt_YZo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Die Produktionen auf der EP stammen von vielen verschiedenen Produzenten wie beispielsweise Apsilons Bruder <strong>Arman</strong>, <strong>Kabul Fire</strong>-Gründer <strong>Farhot </strong>und <strong>Bawer</strong>, der sonst vor allem für seine Arbeit mit <strong>Kalim </strong>bekannt ist. Nichtsdestotrotz zieht sich ein schwer einzuordnender und einzigartiger Sound durch die ganze EP. Hier verschwimmen Einflüsse von House, Trap, Grime und anderen Genres ineinander zu einem stimmigen Gesamtbild.</p>



<p>Insgesamt ist »32 Zähne« ein gelungenes Werk und macht Hunger auf ein Debütalbum von Apsilon. Seine unverkennbare Stimme und sein Einsatz ebendieser, gepaart mit den schwer zuzuordnenden aber dennoch eingängigen Beats machen die Platte zu einem echten Unikat. Gleichzeitig schafft es Apsilon Sozialkritik und politische Inhalte in eingängige Sounds zu verpacken. Ein Künstler, den man auf jeden Fall im Auge behalten sollte.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/soundchecks/apsilon-32-zaehne-ep-review">Apsilon rüttelt an falsch verankerten Prinzipien einer ausgrenzenden Gesellschaft</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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		<title>Freddie Gibbs versammelt Hochkaräter auf »$oul $old $eparately«</title>
		<link>https://mostdope.tv/soundchecks/freddie-gibbs-soul-sold-separately-review</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nico Maturo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Oct 2022 16:53:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soundchecks]]></category>
		<category><![CDATA[$$$]]></category>
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		<category><![CDATA[Soundcheck]]></category>
		<category><![CDATA[The Alchemist]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Freddie Gibbs ist mittlerweile ein echter Hip-Hop Veteran.&#160;Bereits im Jahr 2010 konnte man ihn neben J. Cole, Wiz Khalifa und Meek Mill auf dem XXL Freshman Cover sehen. Seinen ersten Durchbruch erreichte er im Jahr 2014 mit dem Projekt »Piñata« in Kollaboration mit der Producerlegende Madlib. 2020 konnte Gibbs dann sogar mit seinem – bis dahin – Magnum Opus »Alfredo«, das komplett von The Alchemist produziert wurde, eine Grammynominierung einfahren. Nun erschien am Freitag sein fünftes Soloalbum »$oul $old $eparately«. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/soundchecks/freddie-gibbs-soul-sold-separately-review">Freddie Gibbs versammelt Hochkaräter auf »$oul $old $eparately«</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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<p><strong>Freddie Gibbs ist mittlerweile ein echter Hip-Hop Veteran.&nbsp;Bereits im Jahr 2010 konnte man ihn neben J. Cole, Wiz Khalifa und Meek Mill auf dem XXL Freshman Cover sehen. Seinen ersten Durchbruch erreichte er im Jahr 2014 mit dem Projekt »Piñata« in Kollaboration mit der Producerlegende Madlib. 2020 konnte Gibbs dann sogar mit seinem – bis dahin – Magnum Opus »Alfredo«, das komplett von The Alchemist produziert wurde, eine Grammynominierung einfahren. Nun erschien am Freitag sein fünftes Soloalbum »$oul $old $eparately«. Dieses stellt Freddies erstes Album dar, welches über ein Majorlabel erschienen ist. Aus diesem Grund sind die Erwartungen an die Platte entsprechend hoch gewesen.</strong></p>



<center> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/search?q=%24oul&amp;src=ctag&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">$oul</a> <a href="https://twitter.com/search?q=%24old&amp;src=ctag&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">$old</a> $eparately<br><br>My new album<br><br>Out Now<a href="https://t.co/dtOBrxRwxg">https://t.co/dtOBrxRwxg</a> <a href="https://t.co/mrQZfpol3b">pic.twitter.com/mrQZfpol3b</a></p>— Big 🐰 (@FreddieGibbs) <a href="https://twitter.com/FreddieGibbs/status/1575699824560594944?ref_src=twsrc%5Etfw">September 30, 2022</a></blockquote> <script async="" src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </center>



<p>Über die 46 Minuten Spielzeit zeigt <strong>Freddie Gibbs</strong>, wie sehr er Rap als Handwerk beherrscht und signalisiert absolute Dominanz über die Rapszene. Inhaltlich treffen authentische Street Tales auf Selbstironie und melancholische Rückblicke auf Karriere und Lebensweg. Anders als noch auf »<a href="https://mostdope.tv/staff-picks/freddie-gibbs-madlib-pinata">Piñata</a>« oder »Alfredo« sind auf »$$$« nicht alle Beats rein organisch, sondern weisen auch Synthiesounds und digitale Drums auf. Insgesamt sind die Songs soundtechnisch recht breit gefächert, was nicht weiter verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass hier nicht nur ein Producer am Werk war, wie es bei den letzten Projekten von Freddie Gibbs sonst der Fall gewesen ist. Auf »$$$« haben stolze 25 Personen an den Instrumentals mitgewirkt. Unter anderem haben <strong>KAYTRANADA</strong>, <strong>Boi-1da</strong>, <strong>James Blake</strong> und die bereits bekannten Sparringpartner <strong>Madlib </strong>und <strong>The Alchemist</strong> Beats beigesteuert. Eben diese Diversität spielt Freddie in die Karten, denn hier kann er zeigen, wie wandlungsfähig er als MC ist, besonders was seine Flows betrifft.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Freddie Gibbs - $$$ Greatest Hits Collection" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/3EhMBxJ5RbA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Auch die Gästeliste der Platte strotzt nur so vor Hochkarätern und unterstreicht einmal wieder, wie breit das neue Album aufgestellt ist. So geben sich hier Namen wie Coke Rap-Kompagnon <strong>Pusha T</strong>, <strong>Wu-Tang</strong> Member und ebenfalls Coke Rap-Pionier <strong>Raekwon</strong>, R&amp;B Legende <strong>Musiq Soulchild</strong> und Ex-<strong>Migos Offset </strong>die Klinke in die Hand. Insgesamt finden sich zehn Gäste auf der Platte</p>



<p>Ein Highlight der Platte ist definitiv der Dirty South-Banger »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=NtezmpUGi8U&amp;ab_channel=FreddieGibbs">PYS</a>«, auf dem Freddie eine extrem starke Performance liefert. Darüber hinaus samplet <strong>Three 6 Mafia</strong> Member <strong>DJ Paul </strong>seinen eigenen Klassiker »Pimpin &amp; Robbin« und steuert selbst einen Part bei. Des Weiteren bleibt »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=7-xDEoq4dQo&amp;ab_channel=FreddieGibbs">Lobster Omelette</a>« mit <strong>Rick Ross</strong> auf Anhieb im Ohr. Auf diesem Song lassen die beiden ihren Werdegang und ihre jetzigen – sehr komfortablen &#8211; Lebensumstände Revue passieren und erzeugen dabei eine melancholische aber gleichzeitig entspannte Atmosphäre. Auf dem letzten Song der Platte, »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=0yonORB4s_s&amp;ab_channel=FreddieGibbs">CIA</a>«, welcher ebenfalls ein Glanzpunkt der Platte ist, beschreibt Freddie Gibbs den Schaffensprozess des Albums und den derzeitigen Stand in seiner Karriere über ein wunderbares, fast hypnotisches Bläser-Sample.&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>I did this album off pages ripped out my diary. Confessions and hard lessons, killers confide in me</strong></p>
<cite>Freddie Gibbs &#8211; CIA</cite></blockquote>



<p>Abschließend lässt sich sagen, dass Freddie Gibbs mit »$oul $old $eperatly« definitiv einen Anwärter auf das Album des Jahres auf den Markt gebracht hat. Nicht ein Song weicht vom hohen Standard der Platte ab, obwohl hier auch das ein oder andere kleinere Experiment gewagt wurde. Auch schafft er es trotz der Vielzahl der involvierten Produzenten einen roten Faden aufrecht zu erhalten und das Album sehr zusammenhängend zu gestalten. Damit wurden alle Erwartungen an das Album erfüllt. Bleibt zu hoffen, dass Freddie Gibbs mit seinem vielleicht besten Album bis dato endlich denselben kommerziellen Erfolg erreichen kann wie seine einstigen XXL Freshman Kollegen – dieser ist ihm nämlich trotz allen Respekts in der Szene nie zuteilgeworden.</p>
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		<title>Jede Zeile ein Statement: Megaloh macht »Drei Kreuze«</title>
		<link>https://mostdope.tv/soundchecks/megaloh-drei-kreuze-review</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nico Maturo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Sep 2022 15:30:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soundchecks]]></category>
		<category><![CDATA[Cassandra Steen]]></category>
		<category><![CDATA[Die Prinzen]]></category>
		<category><![CDATA[Drei Kreuze]]></category>
		<category><![CDATA[Garey Godson]]></category>
		<category><![CDATA[Hip-Hop]]></category>
		<category><![CDATA[HKMK]]></category>
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		<category><![CDATA[Oga Beats]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Rhyemzi Tunes]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Krumbiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Soundcheck]]></category>
		<category><![CDATA[Truva]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit bereits knapp 20 Jahren schlägt sich Megaloh aus Berlin durch die Deutschrapszene. Dabei hat er sich sowohl einen Namen als einer der lyrisch besten Rapper Deutschlands gemacht, als auch als echter Live MC. So konnten ihn nicht einmal zwei gebrochene Arme in diesem Jahr davon abhalten, die Mainstage auf dem splash! zu bespielen. Dennoch gilt er für die breite Masse eher als ewiger Geheimtipp. Nun erschien am Freitag das vierte Soloalbum von Megaloh mit dem Titel »Drei Kreuze«. Bereits [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/soundchecks/megaloh-drei-kreuze-review">Jede Zeile ein Statement: Megaloh macht »Drei Kreuze«</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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<p><strong>Seit bereits knapp 20 Jahren schlägt sich Megaloh aus Berlin durch die Deutschrapszene. Dabei hat er sich sowohl einen Namen als einer der lyrisch besten Rapper Deutschlands gemacht, als auch als echter Live MC. So konnten ihn nicht einmal zwei gebrochene Arme in diesem Jahr davon abhalten, die Mainstage auf dem splash! zu bespielen. Dennoch gilt er für die breite Masse eher als ewiger Geheimtipp. Nun erschien am Freitag das vierte Soloalbum von Megaloh mit dem Titel</strong> <strong>»Drei Kreuze«</strong>.</p>



<p>Bereits der Titel und das Cover mit dem Dornenkranz beinhalten biblische Referenzen, so weit das Auge reicht. Dies setzt sich auch über die 35 Minuten Spielzeit fort. So nennt sich bereits der Opener auf der Platte »Letztes Abendmahl«, auf dem er Zeilen wie „<em>Schreib mein neues Testament umringt von Pharisäern</em>“ rappt.&nbsp;Inhaltlich beschäftigt sich <strong>Megaloh </strong>mit Themen wie Abschied, Tod und übt sich dabei auch in Sozialkritik, wie beispielsweise auf »Endless War«. Des Weiteren stellt er auch die wichtigen »Fragen (Wer, Wie, Was)« über ein Sesamstraßen-Sample und stellt »Moral vs. Realität« gegenüber. „<em>Moralvorstellung versus Realität ist plötzlich nicht mehr dasselbe, wenn das Paper dir fehlt […] wenn ich überlebe, tut es mir nicht leid dafür</em>“ heißt es auf dem Song, der zweifellos einer der beeindruckendsten auf dem Album ist. Abseits von tiefgreifenden Themen rechnet Megaloh auch mit der deutschen Rapszene ab und stellt sich gegen Cloutchasing, Sexismus und alle möglichen weiteren Abgründe, die sich in der heimischen Raplandschaft auftun. Er geht sogar so weit zu sagen: „<em>Ich schäme ich, dass ich zu so &#8216;ner Szene gehöre</em>“.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Megaloh - Moral Vs. Realität (prod. by Oga Beats)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/8gEDvQLSO64?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Soundtechnisch ist »Drei Kreuze« sehr breit gefächert. Von Boom Bap-Beats, bis zu Autotune-Hooks hat das Album viele verschiedene Facetten zu bieten, ohne dabei jedoch random zu klingen. Der Großteil der Instrumentals wurde von ihm selber unter seinem Producer-AKA <strong>Oga Beats</strong> produziert. Des Weiteren waren <strong>Truva</strong>, <strong>HKMK </strong>und <strong>Rhymezi Tunes</strong> an den Produktionen beteiligt. Die Gäste des Albums sind <strong>MONSOUN</strong>, <strong>Garey Godson</strong>, Soul-Legende <strong>Cassandra Steen</strong> und &#8211; völlig überraschend &#8211; <strong>Die Prinzen</strong>-Frontmann <strong>Sebastian Krumbiegel</strong>.</p>



<p>Insgesamt ist »Drei Kreuze« ein sehr gutes Album, das allerdings einige Fragen offenlässt. Beispielsweise fragt man sich, ob sein Frust auf die Deutschrap-Szene wirklich schon größer als die Liebe zur Musik ist. Auch hat Megaloh darauf angespielt, dass »Drei Kreuze« sein letztes Album gewesen sein könnte. <em>„Ich habe das Album mit dem Mindset gemacht, dass es das letzte sein könnte“</em>, sagte er vor dem Release. Auch das geht nicht klar aus dem Inhalt des Albums hervor. Allerdings kann das auch von Megaloh gewollt sein. Somit bleibt Fans ein letzter Funken Hoffnung auf weitere Projekte des Veteranen.</p>
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