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		<title>„Jetzt brauchen wir nur noch deinen Text“ &#8211; Skofi über ihr neues Album, die Wiener Musikszene und das Auflegen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michail Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 11:27:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>»Halt Mich Fest«, Skofis neuer Langspieler, bietet augenscheinlich ein Kontrastprogramm zu ihrem Debütalbum »Lass Mich Los« (2023). Die Platte als Sammlung von Affirmationen zu beschreiben, würde dem künstlerischen Ausmaß des Werks nicht gerecht werden, trifft aber trotzdem einen Teil seiner Essenz.  Die Wiener Künstlerin zeigt auf den insgesamt zwanzig Songs ein hohes Maß an Selbstreflexion, wirkt gefestigt und klar. Sie animiert dazu, mehr auf sich selbst und weniger auf andere Personen zu schauen. „Scheiß mal auf dein Bling-Bling, ich muss [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/jetzt-brauchen-wir-nur-noch-deinen-text-skofi-ueber-ihr-neues-album-die-wiener-musikszene-und-das-auflegen">„Jetzt brauchen wir nur noch deinen Text“ &#8211; Skofi über ihr neues Album, die Wiener Musikszene und das Auflegen</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Halt Mich Fest«, Skofis neuer Langspieler, bietet augenscheinlich ein Kontrastprogramm zu ihrem Debütalbum »Lass Mich Los« (2023). Die Platte als Sammlung von Affirmationen zu beschreiben, würde dem künstlerischen Ausmaß des Werks nicht gerecht werden, trifft aber trotzdem einen Teil seiner Essenz. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Wiener Künstlerin zeigt auf den insgesamt zwanzig Songs ein hohes Maß an Selbstreflexion, wirkt gefestigt und klar. Sie animiert dazu, mehr auf sich selbst und weniger auf andere Personen zu schauen. „Scheiß mal auf dein Bling-Bling, ich muss nicht wie RIN klingen, obwohl ich&#8217;s nicht mal schlimm find&#8217;“, heißt es schon im Intro. Nichtsdestotrotz kommt auch der Hip-Hop-Aspekt auf »Halt Mich Fest« nicht zu kurz. Sei es Boom-Bap oder Jersey Club flowt Skofi mühelos über die Instrumentals von Producern wie Philipp Mülleder und Skyfarmer. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz vor dem Release haben wir uns in einem Café in der Nähe des Wiener Museumsquartiers getroffen, um über das neue Album zu reden. Im Gespräch hat uns Skofi mehr über den Entstehungsprozess, die Wiener Musikszene, ihre DJ-Karriere sowie ihren letzten Ikea-Einkauf verraten.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong><strong><strong>Wie geht es dir heute? Wie hast du den Tag bisher verbracht?&nbsp;</strong></strong></strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz gut. Ich bin grundsätzlich ein bisschen müde, weil jetzt so kurz vor dem Album-Release einfach viel abgeht.&nbsp;Ich hatte heute tatsächlich Therapie und war kurz in der Stadt unterwegs, weil ich einen neuen Duschkopf besorgen musste, weil der in meiner Wohnung meier gegangen ist. Ging zum Glück sehr easy. Ich habe mich davor nie damit auseinandergesetzt, aber es gibt anscheinend so eine Standardgröße in Österreich und Deutschland und Ikea hat geregelt. Dann hatte ich kurz vor unserem noch Treffen eine kurze Session mit der Social-Media-Beauftragten von meinem Verlag, die nochmal ein kurzes Reel zusammenschneidet für den Album-Release.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong><strong><strong>Ich habe mich gefragt, warum das Intro »Ich mag&#8217;s« und »Graue Wolken« als erste Single ihre jeweiligen Positionen haben. Warum ist es nicht andersrum – sprich »Ich mag&#8217;s« als erste Single und »Graue Wolken« als Intro</strong></strong></strong></strong>?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da habe ich mir tatsächlich länger Gedanken drüber gemacht. <strong>Philipp Mülleder</strong>, der Produzent von »Ich mag&#8217;s«, hätte da auch sehr Bock drauf gehabt, wenn das eine Single geworden wäre.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde aber, dass »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/76TheqLz9k0hkym9NBcrqg?si=fa0a260df40f47ed">Ich mag&#8217;s</a>« zu wenig für das ganze Album spricht. »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/4h4ytOvGOzjRRQTUFFypUM?si=936bd27a89474ade">Graue Wolken</a>« hat dann auch in die kälteren Monate noch besser reingepasst. Mir war beim Musik-Releasen immer schon wichtig, dass es ein bisschen zur Jahreszeit passt, weil ich das selber auch mag. Im Frühling höre ich schon andere Mucke als im Herbst. Es hat sich dann einfach besser angefühlt und ich bin sehr happy mit der Entscheidung.</p>



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</div></figure>



<div style="height:35px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong><strong><strong>Auf dem Album geht es viel um Themen wie Selbstfindung, Wachstum, gesundes Loslassen und das Wertschätzen und Reflektieren schlechterer Phasen. Was hat dir persönlich bei diesem Prozess geholfen?&nbsp;</strong></strong></strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In erster Linie das Mucke-Machen. Das ist, glaube ich, wie für andere das Tagebuch-Schreiben. Wenn ich im Studio bin und mit dem Produzenten schaue, worauf man Bock hat, kommt der Text bei mir meistens von allein oder passt sich ein bisschen an die Musik und den Beat an. Ur viele Leute stellen sich vor, dass einem im Studio voll emotional die Tränen herunterrinnen, und man den Ort zum Verarbeiten nutzt. Meistens ist das dann aber schon passiert, wenn ich die Songs aufnehme. Sobald es in dem Song drin ist, ist es erledigt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig auch Freundeskreis, Familie, einfach gehalten zu werden. Irgendwo auch immer noch Wien. Ich habe nie woanders gewohnt und bin hier aufgewachsen. Es gibt mir schon sehr viel, sagen zu können, dass mir Wien immer noch nicht auf den Arsch geht. Ich check’ voll, wenn Leute mal einen Tapetenwechsel haben wollen, aber irgendwie reicht mir das immer auf Reisen. Ich mag es schon sehr gerne, egal wie schön ein Urlaub war, zurückzukommen. All diese Punkte helfen einem dann durch schwere Zeiten, I guess (lacht).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong><strong><strong>Welche Tipps würdest du anderen für mehr Achtsamkeit und Fokus auf sich selbst geben?&nbsp;</strong></strong></strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube, das ist krasses Training und Arbeit. So kitschig es klingt, wahrscheinlich sich immer wieder in Erinnerung zu rufen, was die guten Dinge im Leben sind und was man geschafft hat. Egal wie scheiße eine Zeit sein kann, sich dran erinnern, was man schon durchgemacht hat. Sich auch trauen, mit Leuten darüber zu reden und bestimmte Copingmechanismen zu finden – sei es das Musikmachen, Sport oder andere kreative Dinge.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong><strong><strong>Zum Ende des Albums sagst du auf »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/1fINHhcS1u2RJjaiQkhv8t?si=d964530cf813465a">Vereinbart</a>«: „Ich hab‘ die ganzen Zweifel satt, statt mit &#8216;ner weißen Fahne, komm‘ ich mit &#8216;nem Feigenblatt.“ Was für eine Bedeutung hat dieses Symbol für dich?&nbsp;</strong></strong></strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Lustigerweise, ich sag’s ganz ehrlich, ist mir einfach nur der Reim „Feigenblatt“ eingefallen. Ich wusste natürlich, dass es den Feigenbaum mit seinen Blättern gibt. Tatsächlich hat mich dann <strong>Skyfarmer</strong> darauf angesprochen und meinte: „Weißt du eigentlich, dass das voll die christliche Bedeutung hat?“ Grob geht es darum, etwas bedeckt zu halten. Das könnte ich jetzt zwar als Metapher nehmen, aber ehrlicherweise fand ich das Wort irgendwie cool, als Alternative zur weißen Fahne. Feigen auch nettes Obst (lacht).&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Skofi-HMF-c-Lea-Horsten-6.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="766" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Skofi-HMF-c-Lea-Horsten-6-1024x766.jpg" alt="" class="wp-image-21146" style="aspect-ratio:1.3368418197108212;width:430px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Skofi-HMF-c-Lea-Horsten-6-1024x766.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Skofi-HMF-c-Lea-Horsten-6-300x225.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Skofi-HMF-c-Lea-Horsten-6-768x575.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Skofi-HMF-c-Lea-Horsten-6-770x576.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Skofi-HMF-c-Lea-Horsten-6.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Lea Horsten</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong><strong><strong>Auf dem Album, wie wahrscheinlich auch privat, spielen deine Freund*innen eine große Rolle für dich. Was ist gerade eure Lieblingsaktivität gemeinsam?&nbsp;</strong></strong></strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist eigentlich sehr schwierig. Meinen engen Freundeskreis, den ich schon seit 10 Jahren habe, kenne ich noch aus der Schulzeit. Es ist mega cool, dass wir immer noch so close und connected sind, aber wir machen halt alle komplett unterschiedliche Dinge im Leben und dadurch ist es einfach schwierig, sich auf eine gemeinsame Aktivität zu einigen. Außer wahrscheinlich in Bars oder draußen abzuhängen. Das funktioniert wieder recht easy hier in Wien.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da sind wir immer schnell d’accord – sei es 16. Bezirk Yppenplatz oder im 4. die Secession und die Karlsplatz-Gegend. Irgendwo auch immer noch das Zwidemu – das ist der Wiener Begriff für „zwischen den Museen“. Die kleinen Wiesen zwischen dem kunsthistorischen und dem naturhistorischen Museum. Das ist ein bisschen funny, weil das in Wien eigentlich so der Space für alle 14 bis 18-jährigen Schulkids ist. In letzter Zeit, seitdem der Sommer angefangen hat, haben wir aber auch geschaut, dass wir uns immer mal früher, nachmittags treffen. Statt abends auf ein paar Bier, nimmt man dann einen Ball, eine Frisbee oder Kartenspiele mit.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong><strong><strong>Ein Album mit zwanzig Songs zu veröffentlichen, spricht für eine Liebe zum Format. Was sind aktuell deine Lieblingsalben?&nbsp;</strong></strong></strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit letztem Jahr habe ich wieder viel mehr angefangen, wirklich Alben durchzuhören. Das neueste ist von der Popsängerin <strong>SIENNA SPIRO</strong>. Eigentlich war ich lange gar nicht in dem International-Pop-Game drinnen, aber sie hat jetzt einen Song zum Soundtrack vom neuen „Der Teufel trägt Prada“-Film beigesteuert. Den Film fand ich schrecklich langweilig, aber der Soundtrack hat mir ganz gut gefallen. Dann habe ich mir ihr aktuelles Album »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/3I4wGPLbEK018FP6jk124k?si=5XzUpPZ5QBKaennFdkZifQ">SINK NOW, SWIM LATER</a>« angehört. Ihre Stimme und Texte sind einfach crazy. Das Albumcover finde ich auch iconic.&nbsp;</p>



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<iframe title="Spotify Embed: SINK NOW, SWIM LATER" style="border-radius: 12px" width="100%" height="352" frameborder="0" allowfullscreen allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture" loading="lazy" src="https://open.spotify.com/embed/album/3I4wGPLbEK018FP6jk124k?si=fAf4kg8JTH6AjlzMlBWu8w&amp;utm_source=oembed"></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong><strong><strong>»Halt Mich Fest« erscheint erstmals auch auf Vinyl. Wie geht es dir mit diesem Schritt?&nbsp;</strong></strong></strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wusste, dass ich mein zweites Album endlich mal auf Vinyl pressen lassen wollte. Was ich aber nicht bedacht habe ist, dass es bei zwanzig Songs gar nicht anders geht, als eine Doppel-Vinyl zu machen, weil auf eine Vinyl-Seite nur bis zu zwanzig Minuten draufpassen – wenn die Qualität halbwegs in Ordnung sein soll.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, es wird crazy. Ich habe es noch nicht in den Händen. Die Bestellung ist abgegeben, aber bis ich die dann kriege, braucht es noch ein paar Wochen. Ich glaube, davor bin ich am nervösesten tatsächlich. Ich habe lange nicht die Kapazitäten oder auch das Cash gehabt, mich mit physischen Sachen zu beschäftigen. Eh auch, weil ich das meiste noch independent mache. Als ich angefangen habe, Mucke zu machen, hätte ich nie gedacht, dass ich dann mal so ein Teil in der Hand halten werde.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong><strong><strong>Gibt es etwas, was du an der Wiener Szene besonders schätzt?&nbsp;</strong></strong></strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man in Wien aufwächst, weiß man, dass die Bubbles sehr schnell connected sind – allein schon durch die Schulzeit. Wien hat eine gute Größe, in der man sich schnell kennt und auch an den gleichen Plätzen in der Jugend chillt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann noch diese Klassiker: <strong>Donna Savage</strong> macht im Sommer fast jede Woche eine Story, wie sie auf der alten Donau Boot fährt, weil sie das schon immer gemacht hat. Man checkt einfach warum. Es ist nicht so, dass wir alle unterschiedliche Hobbys oder Places to Chill haben. Ich bin zwar nicht immer auf der alten Donau, aber verstehe komplett, warum sie es tut.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/VIP-Shooting-c-Nika-Holub-1-2.jpeg"><img decoding="async" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/VIP-Shooting-c-Nika-Holub-1-2-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-21151" style="aspect-ratio:1.5003805754300503;width:531px;height:auto"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Nika Holub</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong><strong><strong>Würdest du sagen, dass es bei Wiener Musikschaffenden den Wunsch gibt in Deutschland Anschluss zu finden oder muss das gar nicht passieren?&nbsp;</strong></strong></strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, ich würde schon sagen – wir geben es nicht so zu vielleicht. Ich glaube schon, dass Wien nochmal einen eigenen Vibe hat. Österreich hat einfach eine andere Geschichte als Deutschland und vor allem in den letzten 40-50 Jahren eine ganz andere musikalische Geschichte. Vor zwanzig bis fünfzehn Jahren, gab es voll das Loch, in dem gar nicht viel passiert ist – außer <strong>Bilderbuch</strong> und <strong>Wanda</strong>. Mit unserer Generation hat es dann wieder mehr angefangen. Alle haben natürlich mitgekriegt, was in Deutschland passiert, aber wollten dann ein eigenes Ding machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube nicht, dass es darum geht, komplett herauszustechen. Es ist immer eine Symbiose, die im deutschsprachigen Raum passiert und dann heißt es zu schauen, sich da anzuhängen und dann etwas Eigenes draus zu machen. Das wurde mir jedenfalls von ein paar Industrie-Leuten in Berlin als Feedback gegeben. Da war ich bei einer Freundin auf einer Release-Feier, ungefähr zu der Zeit, als ich angefangen habe, deutsche Musik herauszubringen. Die waren alle so: „Ja krass, Wien hat so einen eigenen Vibe. Die Jugendstil-Häuser und die Pastellfarben.“ Ich war überfordert, was ich dazu sagen soll, aber irgendwie erinnere ich mich an dieses Gespräch. Kind of true nämlich – Wien hat schon so einen Touch.&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong><strong>Neben dem Performen legst du auch noch auf. Inwiefern hilft es dir dich musikalisch und kreativ noch anderweitig auszuleben?</strong></strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wusste auch schon als Kind, dass ich selbst Mucke machen möchte. Ich hatte einfach Bock Instrumente zu spielen, Musik zu hören und später dann zu singen und zu rappen. In Wahrheit war ich auch schon lange fasziniert von DJ-Sets und elektronischer Mucke.&nbsp;Ich habe mir immer diese DJ-Sets und Boiler Rooms angesehen und war so: „Alter, es muss so Bock machen, seine eigene Selection von Songs oder Genres, die man gerne hört, zu vereinen und Leute zum Tanzen zu bringen“. Dann hatte ich einfach während Corona die Zeit, habe von Skyfarmer seinen ersten Traktor-Mixer ausgeborgt, mich daheim hingesetzt und ein paar Tutorials angeschaut. In Wahrheit ist es echt ein bisschen wie Training. Du musst schon ein paar kleine technische Dinge wissen, aber es gehört trotzdem ur viel Ausprobieren dazu.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Anfang war ich, vielleicht als auch Frau in der Szene, eingeschüchtert, dass mir auf die Finger geschaut wird: Wie sind deine Übergänge? Wie ist die Auswahl? In Wahrheit hatte ich aber mega gute Erfahrungen mit anderen erfahrenen DJs. Die meinten eh alle: „Solange du einen Vibe oder deine Passion rüberbringst, ist alles cool.“ Das hat mir echt viel Stress abgenommen und ich habe jetzt sehr viel Spaß dabei.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Skofi-HMF-c-Lea-Horsten-3-771x1024.jpg" alt="Skofi IV " class="wp-image-21152" style="aspect-ratio:0.7529411764705882;width:285px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Lea Horsten</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong><strong>Auf »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2lBV8GPH0yprcdGTg0ifWc?si=9b3473feec104a5a">Glas</a>« sagst du: „Ich wollte eigentlich niemals singen, weiß nicht, was damals der Grund war.“ Wie hast du denn ursprünglich zur Musik und zum Musikmachen gefunden?</strong></strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Family war immer schon recht musikalisch, aber so im hobbymäßigen Sinne. Damals war ich dann auch in einer Art musikalischen Früherziehung. Da steckt man dann vier-, fünfjährige Kids rein, die dann mit Percussion-Instrumenten Rhythmus lernen. Ich glaube, meine Eltern haben immer gesehen, dass mir das Spaß macht. Dann habe ich mit sechs, sieben angefangen, Geige zu spielen. Meine Eltern haben am Wochenende voll oft so Orchester-Sachen im Fernsehen angesehen. Die Geigen sitzen halt in der ersten Reihe. Meine Theorie ist, dass mir das Instrument deshalb als erstes aufgefallen ist und ich dann spannend fand, wie es ausschaut. Dann ist es immer mehr geworden. Mit Zehn habe ich zur Gitarre gegriffen, weil meine Mom eine daheim hatte. Schon auch immer vor mich her gesungen. Als ich mehr Gitarre gespielt habe, habe ich dann auch probiert, mal eigene Chordfolgen zu schreiben, aber textmäßig kam lange nichts.&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich Skyfarmer damals in seiner Jazz, Trip-Hop, Soundcloud-Era kennengelernt habe, bin ich mit meiner E-Gitarre zu ihm ins Studio gefahren und dachte halt, dass wir ein Instrumental aufnehmen. Sobald das dann recht schnell durch war, hat er mich angeschaut und war so: „Jetzt brauchen wir nur noch deinen Text.“ Das war dann eigentlich der krasseste Push.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong><strong>Welche Künstler*innen würdest du in Bezug auf das Album als musikalische Einflüsse nennen?&nbsp;</strong></strong></strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Skofi-BTS-44.jpg"><img decoding="async" width="683" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Skofi-BTS-44-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-21153" style="aspect-ratio:0.6670072545213037;width:291px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Skofi-BTS-44-683x1024.jpg 683w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Skofi-BTS-44-200x300.jpg 200w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Skofi-BTS-44-768x1152.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Skofi-BTS-44-1024x1536.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Skofi-BTS-44.jpg 1500w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Georg Baumann</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Fuck, das ist so schwierig. Ich könnte das nur Song-spezifisch machen. Bei »Graue Wolken« auf jeden Fall <strong>070 Shake</strong>. In der Phase habe ich sie viel gehört. Der Song ist im Frühsommer entstanden, während es fett geregnet hat – also typischer Sommerregen. Auf dem Weg zum Studio habe ich 070 Shake gehört und meinte zu Philipp: „Ich habe Bock auf diesen epischen, dystopischen Vibe.“&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnlich war es mit »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/3oiyVEuK668LWaM8Shoqvv?si=bb0cc23788304525">20er</a>«, auch von Philipp Mülleder produziert. In der Phase habe ich wieder mehr 2000er-Indie gehört – <strong>Radiohead</strong>, <strong>Coldplay</strong>, Sachen, die er auch feiert.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei »Ich mag&#8217;s« kam die Beat-Idee tatsächlich wieder mehr von Philipp. Er meinte, er hat Bock mit diesem Trompeten-Sample einen <strong>Lil Nas X</strong> Vibe zu schaffen. Ich hab nichts gegen ihn und die Songs, die ich kenne, finde ich cool, aber ich habe ihn eigentlich nie viel gehört. Ich finde es eh immer schwieriger, happy Songs zu machen bzw. nicht so deepe Songs. Dann war es ganz gut, dass er mir das vorgeschlagen hat.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong><strong>Im Oktober spielst du hier in Wien eine Album-Release-Show mit Band. Mit was für einem Gefühl blickst du jetzt auf diesen Abend?&nbsp;</strong></strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ahhh, ich habe so Bock. Es ist viel geiler mit Band auf jeden Fall. Ich habe einfach nur Bock.&nbsp;Ich würde sogar sagen, dass ich gestresst bin, aber irgendwie wurde mir dieser Stress durch die Layback-Session, die wir im Frühling aufgenommen haben, abgenommen. Dadurch haben wir einen Großteil vom Album schon drinnen und mal geprobt.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="SKOFI: layback session" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/rLsPiYOGuFM?start=2062&#038;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:35px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der Band hätten auch ein paar Leute Bock gehabt, es ganz akustisch zu probieren. Das war aber nicht der Ansatz, den ich machen wollte. Gar nicht, weil ich Angst hatte, dass die Songs zu anders klingen, sondern weil ich die Produktion schon auch mag und nicht alles aufgeben wollte.&nbsp;Ich finde es auch selbst cool, bei Konzerten zu sein, bei denen noch Elemente Playback-mäßig im Hintergrund laufen. Es kommt immer darauf an, wie man es macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Liegt dir sonst noch etwas zum Album auf dem Herzen?&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich würde mir echt wünschen, dass sich Leute Zeit nehmen, es zumindest einmal durchzuhören. Das finde ich halt das Spannende mit den 20 Songs. Ich wäre schon happy, wenn Leute sagen, sie haben es einmal durchgehört, aber feiern nur zwei Songs. Dann bin ich so: „Hey, fair.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kenne es nämlich von mir selbst, dass man sich weniger Zeit nimmt, wenn man merkt, dass es sau viele Tracks sind. Ein bisschen mehr Durchhaltevermögen wünsche ich mir von Listeners. Generell, nicht nur bei mir, sondern bei vielen Artists.</p>



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		<title>Neue Energien von Ego Ella May</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannah Wietbrock]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Jan 2026 09:57:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Releases]]></category>
		<category><![CDATA[Denzel Curry]]></category>
		<category><![CDATA[Ego Ella amy]]></category>
		<category><![CDATA[Ego Ella May]]></category>
		<category><![CDATA[Flea]]></category>
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		<category><![CDATA[Neustart]]></category>
		<category><![CDATA[Nick Cave]]></category>
		<category><![CDATA[Radiohead]]></category>
		<category><![CDATA[Red Hot Chili Peppers]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die internationalen Neuheiten der Woche im Überblick. Mit dabei sind Flea, Thom Yorke, JPEGMAFIA, Maxo Kream, Denzel Curry und Ego Ella May. Ego Ella May &#8211; What You Waiting For Ego Ella May ist im Album-Endspurt, am 20. März wird das zweite Projekt der Künstlerin erscheinen. »Good Intentions« ist ein Neustart, der jede Menge frische Energie bringen soll. Genauso hört sich die Single »What You Waiting For« auch an: leicht und voller guter und positiver Energie. Genau das Richtige, um [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die internationalen Neuheiten der Woche im Überblick. Mit dabei sind Flea, Thom Yorke, JPEGMAFIA, Maxo Kream, Denzel Curry und Ego Ella May. </strong></p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Ego Ella May &#8211; What You Waiting For </h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ego Ella May</strong> ist im Album-Endspurt, am 20. März wird das zweite Projekt der Künstlerin erscheinen. »<a href="https://egoellamay.bandcamp.com/album/good-intentions">Good Intentions</a>« ist ein Neustart, der jede Menge frische Energie bringen soll. Genauso hört sich die Single »What You Waiting For« auch an: leicht und voller guter und positiver Energie. Genau das Richtige, um dieses Jahr mit dem richtigen Mindset zu beginnen. Wenn es nicht so verdammt kalt und eklig draußen wäre würden wir zu dem Lied draußen tanzen, so bleibt uns nur jede Menge Kerzen anzünden um schönes Licht in die Bude zu bringen. Sehr viel Liebe geht von uns an Ego.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Ego Ella May - What You Waiting For" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/8g6o46cAo_I?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:81px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Flea &amp; Thom Yorke &#8211; Traffic Lights </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ziemlich funky, ziemlich laid back und ziemlich effortlessly cool ist der neue Track <br>»Traffic Lights« von <strong>Flea</strong> und <strong>Thom Yorke</strong>. Die beiden haben mit ihren Bands <strong>Red Hot Chili Peppers</strong> und <strong>Radiohead</strong> und natürlich noch diversen Seiten- und anderen Solo-Projekten die Musikwelt geformt und beeinflusst. <br>Die Single ist die erste offizielle Auskopplung aus dem kommenden Solo-Projekt von Flea »Honora« welches am 27. März erscheinen soll. Auf dem Album gibt es einige eigene Werke aber auch Neuinterpretationen von Klassikern von <strong>George Clinton</strong> &amp; Co. Neben Yorke soll auch <strong>Nick Cave</strong> als Gast erscheinen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Flea feat.Thom Yorke - Traffic Lights (Official Visualizer)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/iDdl-cwIXJU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:84px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">JPEGMAFIA, Maxo Kream &amp; Denzel Curry &#8211; Fake Jeezy</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein absolutes Traum-Trio das wir nicht besser zusammenstellen könnten. <strong>JPEGMAFIA</strong> versammelt für seinen Track »Fake Jeezy« <strong>Maxo Kreem</strong> und <strong>Denzel Curry</strong> um sich. Absoluter Abriss-Banger-Song (oder was immer die coolen kidz heutzutage dazu sagen), wir würden am liebsten den Moshpit öffnen und danach bitte noch ein ganzes Album von den drei haben. Danke Peggy!</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Fake Jeezy" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/ZYfmcpJqE9Q?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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		<title>fyne über Mephisto, Metaphorik und ihre zweite EP »mp2«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michail Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Nov 2025 13:08:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Bob Marley]]></category>
		<category><![CDATA[Fyne]]></category>
		<category><![CDATA[Jimi Hendrix]]></category>
		<category><![CDATA[L'Impératrice]]></category>
		<category><![CDATA[La Femme]]></category>
		<category><![CDATA[mp2]]></category>
		<category><![CDATA[Radiohead]]></category>
		<category><![CDATA[The Marías]]></category>
		<category><![CDATA[Tobias Kuhn]]></category>
		<category><![CDATA[vorgestern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während ihre erste EP »vorgestern« noch von einer Laune des Ausprobierens geprägt war, zeigt sich fyne auf »mp2« nun mit einer gefestigten Vision. Kontrollverlust trifft auf gezügeltes Chaos, Surfpop auf Autotune und wird zusammengehalten durch eine transluzide Bildsprache.  Anlässlich der ersten Veröffentlichung von »mp2«, einem fortlaufenden Projekt das mittlerweile durch einen neuen Song (»Regen«) ergänzt wurde, haben wir uns Anfang September mit der Hamburger Newcomerin im Herzen von St. Pauli auf einen Kaffee getroffen. Im Interview teilt sie Einblicke in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Während ihre erste EP »vorgestern« noch von einer Laune des Ausprobierens geprägt war, zeigt sich fyne auf »mp2« nun mit einer gefestigten Vision. Kontrollverlust trifft auf gezügeltes Chaos, Surfpop auf Autotune und wird zusammengehalten durch eine transluzide Bildsprache. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anlässlich der ersten Veröffentlichung von »mp2«, einem fortlaufenden Projekt das mittlerweile durch einen neuen Song (»Regen«) ergänzt wurde, haben wir uns Anfang September mit der Hamburger Newcomerin im Herzen von St. Pauli auf einen Kaffee getroffen. Im Interview teilt sie Einblicke in den Entstehungsprozess der EP, ihren besonderen Schreibstil, musikalische Einflüsse und ihre persönliche Verbindung zur Figur des Mephisto. </strong></p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>In den letzten Monaten war viel los bei dir. Ein Festival-Sommer voller Gigs und ein intensives Rollout mit mehreren Release-Konzerten zu den Singles. Wie geht es dir nach dieser Zeit?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gut. Es sind immer sehr viele Eindrücke. Ich glaube aber, man wächst richtig krass daran. Auf dem Weg zum Interview habe ich darüber nachgedacht und gemerkt, wie viel ich erlebt habe. Ich glaube, ich brauche jetzt erstmal Zeit, um herunterzukommen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Währenddessen kann man das eigentlich nicht verarbeiten, weil man nur von A nach B unterwegs ist. Trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht. Ich liebe halt auch meine Band und mein Team. Deswegen hat es bei uns immer ein bisschen Klassenfahrt-Vibes. Es ist chaotic, aber auch sympathisch.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Inwiefern unterscheidet sich die Herangehensweise an »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/6ekEjSoI6AMcTudUFKH6Vr?si=AJiZ8S0LRuiu8_E3gh6zDw">mp2</a>« von deiner ersten EP »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/5daSP3RsdrEdH2IdTUdRD1?si=EuH_P6RvSgOi8nHIbKwfZA">vorgestern</a>«?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war am Anfang gar nicht in der Bubble und hatte nicht auf dem Schirm, dass es überhaupt eine Option ist, Musik zu machen. Ich bin sehr chaotisch reingestartet und hatte dann mega viele Sessions. Das klingt ein bisschen kitschig, aber ich wusste nicht, wer ich bin, was ich will und mag. Erstmal ist natürlich alles toll und crazy, aber man merkt halt erst mit der Zeit, welche Dinge man nicht so feiert.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über das Jahr habe ich sehr viele Erfahrungen gesammelt und erst richtig verstanden, was ich eigentlich für Musik machen möchte. Es fühlt sich ein bisschen wie ein Neuanfang an. Eine neue Ära. Ich habe meinen allerliebsten Produzenten gefunden (Anm. d. Red.: <strong>Tobias Kuhn</strong>) und würde am liebsten nur mit ihm in Wien zusammenarbeiten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hast du die neuen Songs alle in Wien aufgenommen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, aber manchmal treffen wir uns auch in Berlin. Ich habe natürlich auch noch andere Sessions, weil Tobias sehr busy ist, viel ‘rumreist und noch viele andere Sachen macht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was auch immer krass kommt, ist mit meinem Gitarristen zuhause zu jammen. Das sind aber Ideen, die dann gerne noch ein bisschen reifen und später weiter gedacht werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das hat bestimmt auch seine Vorteile, wenn du so deine Arbeit in Wien und Berlin von deinem Zuhause in Hamburg räumlich trennen kannst.&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, ich finde das wirklich wichtig. Manchmal ist es ein bisschen nervig, weil man nicht immer ins Studio kann und viele Sachen außerhalb der Musik, wie z.B. Content, in Hamburg bleiben und viel Raum einnehmen. Dann fühlt es sich immer ein bisschen wie Urlaub an, wenn man zum Musik machen fährt. Außerdem mache ich natürlich in meinem Zimmer noch Mucke und habe da auch viel Spaß dran.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-2-1.jpg"><img decoding="async" width="780" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-2-1-780x1024.jpg" alt="" class="wp-image-19962" style="width:347px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-2-1-780x1024.jpg 780w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-2-1-228x300.jpg 228w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-2-1-768x1009.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-2-1-1170x1536.jpg 1170w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-2-1-770x1011.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-2-1-1400x1839.jpg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-2-1.jpg 1500w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Inga Swenson</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Visualisierung von »mp2« sticht besonders heraus. In einzelne Kapitel aufgeteilt, wird die Geschichte der EP nochmal auf einer weiteren Ebene erzählt und ausgesponnen. Woher kam der Wunsch dazu?&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Interessen sind schon sehr breit aufgestellt. Ich glaube, ich werde auch nie nur eine Sache in meinem Leben machen und liebe halt auch so visuellen Kram.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meiner Meinung nach, ist es in Deutschland nicht so weit verbreitet, eine künstlerische Welt zu erschaffen, in die man so richtig eintauchen kann und neuen Shit entdeckt. Ich fahr’ persönlich richtig krass auf sowas ab, wenn man immer neue Sachen über Leute herausfinden kann. Friends zeigen dir zum Beispiel eine neue Website oder ein neues Video von jemandem und man kommt immer tiefer in diese Welt hinein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe früher schon gerne Geschichten geschrieben und dadurch macht es mir jetzt sehr Spaß, das alles selbst zu machen. Ein Skript zu schreiben und sich das Zusammenkommen der Bildsprache auszudenken.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Monster - fyne (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/0VRMv9DOYNo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Apropos Geschichten schreiben. Dein einzigartiger Schreibstil kommt bei den neuen Songs stark zur Geltung. Einerseits lässt du tief blicken, verrätst aber auch nicht zu viel und spielst mit getrübter Metaphorik. Woher kommt diese Liebe zur Sprache und zum Ausdruck?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denk‘ schon, dass es vom Geschichten schreiben kommt. Wenn ich selbst Musik höre, bin ich auch immer ein Fan davon, wenn nicht alles so direkt ist. Ich find‘ es viel interessanter, wenn man Bilder im Kopf kreieren kann und jeder dazu seine eigenen Vorstellungen hat. Wenn man alles direkt verfasst, dann gibt es auch keinen Spielraum.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist super spannend, eine Mehrdeutigkeit hereinzubringen. Mir macht es Spaß zu hören, was andere Personen damit assoziieren und dadurch dann neuen Input in meine eigenen Sachen bringen. Ich kann darüber nochmal selbst eine andere POV einnehmen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist einfach eine nicere Art kreativ zu sein und mehr wie Kunst machen. Es fühlt sich ein bisschen an, als würde ich mit Farben herumspritzen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wäre es dir zu persönlich, würdest du die Sachen direkt ausschreiben? Ein Beispiel, das mir hier in den Kopf kommt, sind Artists, die zuerst auf Englisch Musik machen, um sich hinterm Schutzmantel einer Sprache, die nicht ihre Muttersprache ist, zu verstecken und dadurch eine gewisse Distanz zwischen ihrer Kunst und ihrer Persona schaffen. </strong>&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Check ich voll. In gewisser Art und Weise heißt Kunst machen immer blankziehen. Man exposed sich ja immer sehr. Am Ende fühlt es sich aber auch nur so an. Ich habe letztens mit meiner Band darüber geredet. Sobald der Track draußen ist, ist es nicht mehr meiner. Wenn ich ihn danach höre, denke ich gar nicht daran, dass ich das gerade singe, und es fühlt sich auch nicht nach mir an. Es ist wie eine out-of-body-experience. Basically ist es für alle Menschen, die die Musik hören auch so, weil jeder damit auf einmal etwas ganz Eigenes assoziiert.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist das Krasse an Musik und Kunst generell. Die Sachen und Erfahrungen, die andere Personen damit verbinden, haben im Endeffekt gar nichts mehr mit der Künstlerperson zu tun. Darin befindet sich dieser Schutzmantel für mich.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie läuft dein Schreibprozess generell ab? Woher nimmst du deine Inspirationen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher habe ich tatsächlich nur aus eigenen Erfahrungen geschrieben. In Situationen, in denen die Emotion super präsent ist und man Zeit hat, seine Gedanken schweifen zu lassen, fällt mir das sehr leicht. Wenn ich unterwegs, in der Bahn bin oder nachts nicht schlafen kann, wird schon mal die ein oder andere Zeile aufgeschrieben. Ich finde es am echtesten, wenn man in der Emotion schreibt. Dann kommt es auch am ehrlichsten rüber.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil ich gerade immer in Wien bin, sind meine Studio-Zeiten sehr getimt. Ich habe noch nie einen ganzen Song vorher geschrieben. Ich komme immer mit Inspo ins Studio – meist auch schon mit mehreren Zeilen. Oft fliegen einem die Ideen durch die allgemeine Stimmung, wie zum Beispiel den kalten Winter letztes Jahr, einfach zu. Generell habe ich ganz viele Notizen und die würfeln wir dann zusammen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man bestimmte Anhaltspunkte hat, kann man leicht in das Gefühl wieder reindippen und ab dem Moment, wo man ein nices Bild hat, nimmt es eine Abzweigung, bei der es nicht mehr ganz bei meinem Leben bleibt. Es macht viel Spaß, einfach nach Bildern zu gehen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2alYxyOxq0IdCGRawbGFka?si=afa506c3fce548eb">Sterben Baby</a>« wollte ich zum Beispiel irgendwas übers Lügen schreiben. Dann kam das Bild des Sterbens dazu – es ist auch einfach ein faszinierendes Thema. So spinnt man das weiter und kann es immer wieder in das auslösende Anfangsereignis herein interpretieren. Letztendlich muss man aber sagen, dass es sich irgendwann ein bisschen von der Realität trennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fändest du es interessant, mal einen Song aus einer Perspektive zu schreiben, die gar nichts mit dir zu tun hat?&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja komplett! Ich hätte richtig Bock mal die Musik zu einer Filmszene zu schreiben oder aus der POV der Figuren etwas zu machen. Das geht auch wieder mehr in die Richtung des Geschichtenschreibens.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-3.jpg"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-3-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-19963" style="width:536px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-3-1024x768.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-3-300x225.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-3-768x576.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-3-1536x1152.jpg 1536w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-3-2048x1536.jpg 2048w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-3-770x578.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/ingaswenson-3-1400x1050.jpg 1400w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Inga Swenson</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welche Musik hat dich denn früher als Kind geprägt?&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Vater hat auf jeden Fall immer sehr sehr viel Musik immer gehört. Viel Jazz tatsächlich. Ich habe früher auch Jazz gespielt – Klarinette und Saxofon. Ich hatte auch mal Gitarrenunterricht. Außerdem hat mein Vater viel <strong>Bob Marley</strong>, <strong>Jimi Hendrix</strong> und <strong>Radiohead</strong> gehört. Ich habe das immer abgelehnt. Ich weiß gar nicht, woher das kam. Wahrscheinlich einfach aus Prinzip. Normale Rebellion gegen die Eltern</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie sieht es mit den musikalischen Einflüssen bei »mp2« aus?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einflüsse auf der EP sind tatsächlich super aktuell. Ich habe so viele Musikeinflüsse im letzten Jahr gehabt! Einfach durch meine Band und die Menschen in meinem Umfeld, weil die alle mega die Musik-Nerds sind. Super viel von »mp2« ist französisch inspiriert. Gerade bei »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2XfoZAW9obk3qWTcH3tfA9?si=a5372b127a204f00">Mephisto</a>« hört man das richtig krass. Bands wie <strong>La Femme</strong> und <strong>L’Impératrice.</strong> <strong>The</strong> <strong>Marías</strong> sind auch voll in der letzten Zeit dazugekommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Erste, was wir generell im Studio machen, ist erstmal eine Stunde Musik auszutauschen und zu gucken, welche Vibes einen inspirieren.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bei »Sterben Baby« fällt die Diskrepanz zwischen dem eher leichteren Sound und dem düsteren Thema auf. Spielst du bewusst mit diesem Stilmittel und wenn ja, warum?&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, auf jeden Fall. Ich schreibe sehr gerne düsteren Shit und es ist mir immer super schwer gefallen, auf Happy-Chords etwas zu finden, weil es mir irgendwie nicht so zugänglich ist. Musik ist ein Faktor, der die gesamtgesellschaftliche Situation ultrakrass widerspiegelt – egal ob bewusst oder unbewusst. Würde ich ihn analysieren, fände ich »Sterben Baby« ehrlich gesagt ein mega nices Beispiel. Man kann sehr viel reinlesen, was aktuelle Stimmungen angeht. Irgendwo versuchen alle weiterzumachen. Es gibt gefühlt so viel Werbung, wie noch nie. Alle sind super materialistisch unterwegs und es gibt rechte Vibes von überall. Da geht natürlich super viel verloren und ich finde es spannend, diese POV einzunehmen.</p>



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<iframe title="Sterben Baby - fyne (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/2NQwQo7ISjg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ansonsten fällt es mir sehr leicht, poppige Einflüsse mit reinzubringen und catchy Melodien zu schreiben. Ich finde, das Lied hat, rein von der Melodie her, fast etwas von einem Kindersong. Es macht auch einfach Spaß, dem entgegenzuspielen. Obwohl Tod aktuell super relevant ist, ist es immer noch ein Tabuthema.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Klimawandel und Kapitalismus zerstören einfach die gesamte Welt. Ich glaube, das ist der Grund für diese Diskrepanz in unserer Generation, zwischen der einen Gruppe, die nur am hustlen ist und versucht irgendwie ihren Platz im Kapitalismus zu finden und der Idee von „alle können reich werden“ zu folgen sowie der anderen Gruppe, die von einer Weltuntergangsstimmung geprägt ist und sich fragt, ob wir in zwanzig Jahren überhaupt noch hier sind und ob es überhaupt verantwortungsvoll ist in diese Welt noch Kinder zu setzen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daher ist der Tod ein hochaktuelles Thema – auch wenn man einmal schaut, was gerade innen- und außenpolitisch abgeht.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welche Bedeutung hat »Mephisto« für dich? Von all den negativen bzw. negativ konnotierten Themen, die du auf »mp2« ansprichst, ist er nämlich das einzige personifizierte Übel.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In erster Linie geht es um die Auseinandersetzung mit sich selbst. Ich bin ein sehr impulsiver Mensch. Dementsprechend gibt es Situationen, in denen ich impulsiv gehandelt habe, mir kein guter Berater war und auch nicht mehr so glimpflich rausgekommen bin.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist, was »Mephisto« sagt. Man sitzt sich selbst gegenüber und muss sich mit sich und mit den eigenen Entscheidungen, die man getroffen hat, auseinandersetzen – mit den Situationen, in die man sich ja selbst gebracht hat und immer wieder bringt. Man ist sich ja auch manchmal sein eigener Teufel. Eventuell sitzt man dann halt auch so lange in der Küche, bis man sich nicht mehr mag.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Mephisto - fyne (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/We44KBcczEI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich hatte beim Hören das Gefühl, dass die Geschichte von »mp2« noch nicht ganz auserzählt ist. Wird es eine Fortsetzung o.Ä. geben?&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, auf jeden Fall. Ich fahre richtig auf konzeptuelle Sachen ab. Ich denke, die EP wird sich noch zu einem Album stacken. Natürlich geht es da um Gegensätze. Sie hat ja auch zwei Seiten. Von der einen Hälfte kennt man jetzt schon einiges. Das ist eine sehr offen dunkle Welt mit »Mephisto« etc., die stark mit Bildern arbeitet. Die andere Hälfte wird eine leichtere Seite einnehmen. Nicht unbedingt lyrisch – da möchte ich mich noch nicht festlegen – aber auf jeden Fall musikalisch.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum einen finde ich es eine super nice Sache, wenn man mehrere Stilrichtungen integrieren kann. Zum anderen kann ich mich auch einfach nicht so gut entscheiden, welche Musik ich am liebsten mache. Deswegen lässt dieses Projekt viel kreativen Raum, in dem man je nach Stimmung, Jahreszeit und Mood frei arbeiten kann.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was steckt eigentlich hinter dem Titel »mp2«?&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht um Doppeldeutigkeit. Die Zwei ist auf jeden Fall das Wichtigste. Ich finde Nummerieren generell spannend. Außerdem geht es musikalisch in eine 80er-, 90er-Welt. Daher die Anlehnung an das MP3-Audioformat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Worauf freust du dich dieses Jahr noch?&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Studio! Ich freue mich so, richtig viel Zeit für Musik zu haben. Das ist mein Main-Ding.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/fyne-ueber-mephisto-metaphorik-und-ihre-zweite-ep-mp2">fyne über Mephisto, Metaphorik und ihre zweite EP »mp2«</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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