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	<title>Miriam Davoudvandi Archive - Mostdope</title>
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		<title>Das Album des Monats &#124; November 2024</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michail Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Dec 2024 17:34:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die gebürtige Wienerin verifiziert ist bekannt für ihren verträumten Cloud-Pop irgendwo zwischen langen Nächten in Wien, Autofahrten als Form des Eskapismus und popkulturellen Referenzen aus den 2000ern. In den letzten Jahren hat sie sich bereits einen Namen in der deutschsprachigen Szene gemacht, wozu unter anderem auch Features mit Größen wie Paula Hartmann, 01099 und Longus Mongus beigetragen haben. Nach ihrem 2023 erschienenen Debütalbum »adhs« legt sie nun mit »bulletholes« nach und zieht auf dem Projekt etwas andere Saiten auf.&#160; verifiziert [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/alben-des-monats/das-album-des-monats-november-2024">Das Album des Monats | November 2024</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong><strong>Die gebürtige Wienerin verifiziert ist bekannt für ihren verträumten Cloud-Pop irgendwo zwischen langen Nächten in Wien, Autofahrten als Form des Eskapismus und popkulturellen Referenzen aus den 2000ern. In den letzten Jahren hat sie sich bereits einen Namen in der deutschsprachigen Szene gemacht, wozu unter anderem auch Features mit Größen wie Paula Hartmann, 01099 und Longus Mongus beigetragen haben. Nach ihrem 2023 erschienenen Debütalbum »adhs« legt sie nun mit »bulletholes« nach und zieht auf dem Projekt etwas andere Saiten auf.&nbsp;</strong></strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">verifiziert &#8211; bulletholes</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="300" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-300x300.jpg" alt="" class="wp-image-17351" style="width:304px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-300x300.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-1024x1024.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-150x150.jpg 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-768x768.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-500x500.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-800x800.jpg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-120x120.jpg 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-240x240.jpg 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-360x360.jpg 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-540x540.jpg 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-720x720.jpg 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-770x770.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-125x125.jpg 125w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024.jpg 1170w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">»bulletholes « Albumcover</figcaption></figure>
</div>


<p>Das Intro »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/14EJYJ2CMnCCE4eZ0u53vr?si=e0d5d05f3e524c8c">bulletholes</a>«, welches gleichzeitig auch der Titeltrack ist, dient gewissermaßen als Einleitung für die Reise durch die insgesamt dreizehn Songs. In sanfter Kopfstimme gepaart mit einer reduzierten Gitarre eröffnet verifiziert ihr Album mit den Worten: „Bulletholes in meinen Flügeln, war schon immer so. Hab&#8217; gelernt, damit zu fliegen, lass&#8217; sie nicht mehr los. Über Dächern in mein&#8217;n Flügeln, zähl&#8217; die Bulletholes. Und ich zeig&#8217; dir, wie das geht, halt dich gut fest.“ und stellt damit, begleitet von einem mit für sie typischen Augenzwinkern und „pew-pew“ Ad-libs, das Programm der nächsten halben Stunde vor.&nbsp;</p>



<p>Es geht um Traumata und vergangenen Schmerz, was zuvor noch Hindernisse für sie waren. Jetzt weiß sie aber damit umzugehen und möchte beides als prägende Erfahrungen nicht mehr missen. Das lyrische Du wird eingeladen, sie zu begleiten und von ihren Bewältigungsstrategien zu lernen. Zeilen, wie „du bist ein Engel ohne Plan“ könnten dabei gleichermaßen an ihr jüngeres, wohl naives Ich sowie generell an Personen in ähnlicher Situation gerichtet sein. Klar ist, dass sie beiden aus der Misere helfen möchte. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Verifiziert - bulletholes (prod. food for thought)" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/cfilzvRUPHE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Im Verlauf des Songs steigt die Dynamik weiter an. Erst setzt eine zweite Gitarre und zur letzten Wiederholung der Hook imposante, orgel-ähnliche Chords ein, durch welche sich das Outro, in Übereinstimmung mit den Lyrics, wie ein epochaler Sturz- bzw. Steigflug anfühlt &#8211;&nbsp; passend zum Bild einer modernen Adaption des Ikarus-Mythos.&nbsp;</p>



<p>Hierbei wird dem Zuhörer noch selbst überlassen, für was er sich entscheidet. Zunächst aber soll sich gut festgehalten und zugehört werden</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nächtliche Gedankengänge</h3>



<p>Eine wiederkehrende Kulisse in Veris Songs und insbesondere auf dieser LP ist die »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/6220SFAJ6dfOVeihtLK9RY?si=0bcf4e238f6d4af6">stadt die immer schläft</a>«, beziehungsweise Wien. Auf dem melancholischen Beat von <strong>Mo.Nomad</strong>, der von einem verspielten chopped-vocal Sample geschmückt wird, werden die sonnenlosen Stunden des Tages als Sehnsuchtsort beschrieben. Hier weichen die alltäglichen Probleme und Sorgen der einnehmenden Ruhe der Nacht. Die Wienerin lässt jedoch durchschimmern, dass diese Idylle in einsamen Momenten von kraftraubenden Gedankenkarussellen abgelöst werden können.&nbsp;</p>



<p>Dass diese Empfindungen nicht immer ungerechtfertigt sind, zeigt der anschließende, an den gleichnamigen <strong>Prince</strong> Song angelehnte Track »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/4SDbMHqrE2CXgS73QHGImj?si=11203633907f42df">manchmal schneit es im april</a>«. Begleitet von schwermütigen Gitarren und Garage-anmutenden Drums werden hier die Anfänge einer Situationship geschildert. Glückseligkeit und Frühlingsgefühle treffen auf Chaos und Verunsicherung, die durch hastige Lines im ersten Part unterstrichen werden. In Zeilen wie „Ich wollte eigentlich nur geh&#8217;n, aber er lässt mich schweben“, wird die emotionale Abhängigkeit von einem Partner als Konsequenz der Liebestrunkenheit kritisch beleuchtet, insbesondere wenn, wie in diesem Fall noch jemand Drittes auftaucht, die den frisch gewonnenen Frieden stört. So mag es sich anfühlen, als würde es im blühenden Frühling überraschenderweise nochmal einen Kälteschub geben, wie verifiziert in der Hook metaphorisch besingt.&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong> Will so viel sagen, aber kann&#8217;s nicht</strong></p>
<cite>manchmal schneit es im april</cite></blockquote>



<p>Die Probleme, ausgelöst durch die Ex-Partnerin, werden aber eher distanziert beschrieben. Möglicherweise will Veri es nicht wahrhaben, ihr fehlt an der Stelle jedoch noch der Mut sich dazu zu äußern</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Wir sind Helden, Juli und ein Haufen Scherben</strong></h3>



<p>Um ihre Gefühle zu überstehen, flüchtet sie sich in die Welt des Retro-Videospiels »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/1xos1AjHKOib2xEctFoSqZ?si=033b4b4719bc480e">megaman</a>«</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Ich renn&#8217; wie Mega Man, ich flieg&#8217; durchs System unendlich, weil hier ist nichts lebendig.</strong></p>
<cite>megaman</cite></blockquote>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Foto-19.08.24-16-59-01.jpg"><img decoding="async" width="692" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Foto-19.08.24-16-59-01-692x1024.jpg" alt="" class="wp-image-17356" style="width:317px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Foto-19.08.24-16-59-01-692x1024.jpg 692w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Foto-19.08.24-16-59-01-203x300.jpg 203w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Foto-19.08.24-16-59-01-500x740.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Foto-19.08.24-16-59-01.jpg 709w" sizes="(max-width: 692px) 100vw, 692px" /></a></figure>
</div>


<p>Der aus rohem Gitarrensound bestehende und mit Soundeffekten aus einem auf dem Flohmarkt gefundenen Keyboard gespickte Beat erzeugt eine wohlige 2000er Nostalgie, die charakteristisch für das Klangbild von verifiziert ist und auf dem Folgetrack »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/0dqyu1uge0tfnblPH9gFKp?si=5754c6666a80408a">kaputt</a>« fortgesetzt wird.&nbsp;</p>



<p>Veri macht keinen Hehl daraus, dass sie ein großer Fan des deutschen Pop-Rock der 00er Jahre ist. <strong>Wir sind Helden</strong> Referenzen (auf »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/4cgnY7tRhQfJhbut9s0VbN?si=0BSryMkcREqTHPbkjVYOug">Sommersprossen</a>« mit <strong>fiio</strong>) und ein in diesem Sommer erschienener Autotune-Remix der Hitsingle von <strong>Juli</strong> »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/473pag6qCiVAI3Yeq1dktT?si=55fb9e7430ca4956">Perfekte Welle</a>« sind dabei nur zwei Beispiele.&nbsp;</p>



<p>Hier&nbsp;gipfelt dieser Einfluss in einer wütenden Botschaft an einen mittlerweile ehemaligen Partner. Während in den Strophen das Hin und Her und somit die guten und schlechten Phasen der Beziehung reflektiert werden, stellt die geladene Hook die Ignoranz des Partners an den Pranger und gibt transparent zu, dass der bittere Schmerz, der dem lyrischen Ich zugefügt wurde, auch nach zwei Jahren noch präsent ist. Das Symbol der Scherben steht hier sinnbildlich für ihren Gefühlszustand, der auch im Musikvideo theatralisch dargestellt wird.&nbsp;</p>



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<iframe title="verifiziert - kaputt (prod. food for thought, Alex The Flipper)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/2I9sd1RIGWI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Bittersüße Aufrichtigkeit</h3>



<p>An dieser Stelle eine <strong>Triggerwarnung</strong> &#8211; In dem folgenden Abschnitt unter dieser Überschrift geht es um Essstörungen.  </p>



<p>Mentale Gesundheit ist auch das Thema von »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/7fMMJWARRRY8KaCIsuNZql?si=80b3deeff2fb46e7">fliegen</a>«, spezifisch Essstörungen. Laut <a href="https://www.instagram.com/p/DAIw2hJMN9X/?img_index=2">eigener Aussage</a> möchte sie mit diesem Song Awareness dafür schaffen und dazu ermutigen, Hilfe zu suchen. Falls ihr mehr zu ihrer Erfahrung und Umgang mit dieser Krankheit erfahren möchtet, kann ich euch <a href="https://open.spotify.com/episode/5bHEFDfGFMLxKcFfGbQKtK?si=95def34261b344ff">ihre Folge </a>des <strong>Danke, Gut</strong>. – Podcasts von <strong>Miriam Davoudvandi</strong> empfehlen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Verifiziert - fliegen (prod. Mo.Nomad)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/jy5S5DowqF8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Das Slow-Pop Instrumental des Songs sowie Veris behutsame Stimme unterstreichen den Wunsch nach einem Gefühl der Leichtigkeit, das mit unmittelbarer Ehrlichkeit beschrieben wird. Auch die zuvor erwähnte Dreiecksbeziehung ist wieder Thema, insgesamt wirkt die Hook aber wie ein nachsichtiger Appell an ihr jüngeres Ich, nicht so hart mit sich ins Gericht zu gehen.&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Ich wollte leicht sein, ich wollte nur fliegen</strong></p>
<cite>fliegen</cite></blockquote>



<p>»<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/400t2sGSiaqQTQyAWb44R9?si=957a093b610a43b7">blaulicht</a>« setzt mit gedämpften Bässen und einer trüben Melodie das bisherige Thema fort, wobei der Song mit modernen Elementen wie den kurzen Synth-Einwürfen stilistisch an Veris Debütalbum »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2kkX873yMVVNdJo265THFV?si=54f3666902d047b1">adhs</a>« erinnert. Mit leisen Sirenen im Hintergrund gewährt verifiziert Einblick in eine toxische Beziehung, in der das lyrische Ich ein notwendiges Mittel ist, um die Aggressionsprobleme ihres Partners auszugleichen.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Laufe auf Shox und chill&#8217; meine Fettness</h3>



<p>Die Stimmung wechselt auf »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/21lDUxRpWMMlCuRoEhEJPY?si=97e911af62e74594">alles okay</a>« nun aber endlich ins Positive. Trotz leicht niedergeschlagener Stimme zeugen Text und Instrumental von Zuversicht. Dem destruktiven Partner wird kaum noch Beachtung geschenkt und gewohnte unbeschwerte Einwürfe wie „Chrome Hearts, Backflips“ zeigen, dass sie langsam aus ihrer misslichen Situation und wieder zu sich selbst gefunden hat.&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>War schon lang nicht mehr so so bei mir</strong></p>
<cite>alles okay</cite></blockquote>



<p>Popkulturelle Referenzen, nächtliche Atmosphäre und ein zum Schmunzeln bringendes <strong>Lucio101</strong> Zitat. Auf »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/0fU1mOFIvvIPL4zvs379PW?si=2f2a03847d0d4c52">blackout in der gegend</a>« zeigt sich Veri von ihrer besten Seite, obgleich nicht ganz klar wird, inwiefern sich der Song in den roten Faden des Albums eingliedert. Nichtsdestotrotz ist er ein liebestrunkener Ohrwurm, der nach einigem Hören nicht mehr aus dem Kopf gehen möchte.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nostalgie pur mit Skins und Tumblr</h3>



<p>Zum letzten Drittel finden wir uns erneut in der Melancholie wieder. Benannt nach der Kult-Social Media Plattform ist »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/4f7Uj8j8NHeAtTUTtTnRGK?si=0cc0893785bc4663">tumblr</a>« ein stetiger Wechsel zwischen tiefer Traurigkeit und optimistischer Zuversicht.&nbsp;&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Heute nicht mein Tag, aber wird schon wieder gehen</strong></p>
<cite>tumblr</cite></blockquote>



<p>Spannend ist hier der Verweis zur britischen Serie Skins aus den späten 2000ern, die damals ihre Zuschauer mit jugendlichem Rausch und Ekstase schockierte. Die zweite, 2008 erschienene Staffel trotzt nur so von dramatischen Ereignissen, Traurigkeit, Verrat und Tod. Dass Veri also „Skins Staffel 2“ ist, spricht Bände für ihre emotionale Verfassung.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-2.jpg"><img decoding="async" width="1024" height="576" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-2-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-17360" style="width:750px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-2-1024x576.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-2-300x169.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-2-768x432.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-2-1536x864.jpg 1536w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-2-500x281.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-2-800x450.jpg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-2-1280x720.jpg 1280w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-2-770x433.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-2-1400x788.jpg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-2.jpg 1701w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Typisch für viele Teenager stellt sich ihr Weg damit umzugehen als nächtliche Realitätsflucht „in irgendeinem Park“ dar, bei der einem plötzlich auffällt, dass man die eigene Mutter schon länger nicht gesehen hat.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Tourlife und Rückfälle&nbsp;</strong></h3>



<p>»<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2b4oJBr0cXmANNH5f7JoBn?si=80f441ff51484616">revolver</a>« macht einen Zeitsprung in die ungefähre Gegenwart. Veri singt auf einem eiligen Beat zwischen <strong>Tokio Hotel</strong> und SIMS Referenzen vom aufregenden Festival-Leben. Sie ist spürbar sorglos und das nicht nur, weil sie statt ihrem bereits auf »tumblr« erwähnten kaputten Feuerzeug die zehn von ihrem Bruder benutzen kann.&nbsp;</p>



<p>Der Schein kann aber trügen, denn obwohl sie ein „Momentary Sweetheart“ hat, lassen Zeilen wie „Will nicht drüber reden, drum stell keine Fragen“ und „Von Show zu Show, haben dafür keine Zeit“ erahnen, dass die bekannten Probleme nicht ganz verarbeitet sondern bloß verdrängt wurden.&nbsp;</p>



<p>Dies bewahrheitet sich schließlich auch auf »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/5s5DGx32wwTyK9C2JuKg0G?si=ae4e78170cbf4ec3">scherben</a>«, der einen drastischen Kontrast zu »revolver« darstellt. Die schnelle Gitarre, welche nicht mehr fröhlich, sondern entschleunigt und düster klingt, wird von klagenden gelayerten Hintergrund-Vocals ergänzt.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-3.jpg"><img decoding="async" width="1024" height="739" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-3-1024x739.jpg" alt="" class="wp-image-17367" style="width:427px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-3-1024x739.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-3-300x217.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-3-768x554.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-3-500x361.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-3-800x577.jpg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-3-1280x924.jpg 1280w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-3-770x556.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-3.jpg 1290w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
</div>


<p>Scheinbar hat ein Rückfall zum toxischen Partner stattgefunden, der das lyrische Ich ausgelaugt und mitgenommen hinterlässt, da immer noch eine klaffende Distanz zwischen den beiden besteht. Mit „Ich seh’, am Boden glänzt das Scherbenmeer<br>Früher mocht ich Scherben sehr“ nimmt sie clever auf »kaputt« Bezug und kommt zur Einsicht, dass diese zwischenmenschliche Beziehung ihr nicht mehr gut tut. Fast schon schmerzerfüllt schlussfolgert sie „Nichts, was da war, war umsonst und schon gar nicht erst wir“. Obwohl die Person ihr viel Leid und Kummer gebracht hat, ist sie doch dankbar für die gemeinsamen Erfahrungen, die sie letztlich hochgradig in ihrer Entwicklung geprägt haben.&nbsp;&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Ein resignativer Abschied</strong></h3>



<p>Wüsste man nicht, dass noch ein letzter Track folgt, könnte man denken, dass das Album hier vorbei wäre. Die sphärische E-Gitarre kulminiert im Outro von »scherben« analog zur freudlosen Stimmung, die »bulletholes« an einem ziemlich bedrückten Punkt beenden würde.&nbsp;</p>



<p>Glücklicherweise ist das nicht der Fall. »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/1jsDqcepsE6QwZQznfYHzN?si=7892953939ba4ee3">ich hoffe niemand weckt mich auf</a>« beginnt mit unterschiedlich gepitchtem Summen von Veri und wird anschließend von harmonischen Akkorden ergänzt. Mit fragiler Stimme skizziert sie eine träumerische Momentaufnahme, die trotz positiver Atmosphäre vom Zwiespalt geplagt ist: „Deine Lippen so weich, alles tut weh“. Es wird klar, dass ein Abschied nötig ist. Die daraus entstehende klagvolle Resignation steigt entlang des wachsenden Instrumentals und verstummt in den letzten Sekunden mit den fern-klingenden versöhnlichen Worten: „Es ist okay“.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Von »adhs« zu »bulletholes«</strong></h3>



<p>Wer nach Brechern wie »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/0c1NsAvtTncDw7TlPB7Nkh?si=242ab7143907440d">One Call away &lt;3</a>« oder »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/7tGNyXcMm5YwSi0E5CwB2g?si=5e5c61cbcb5f4eac">Suzuki Swift</a>« vom Vorgänger »adhs« sucht, ist hier zwar fehl am Platz, doch die braucht das Album auch nicht.&nbsp;</p>



<p>Die Songs tragen eine unbeschreibliche Traurigkeit und Melancholie in sich, die nicht selten auf die Tränendrüse drücken. Dies lässt sich meiner Meinung nach auf zwei Dinge zurückführen. Zum einen klingen Veris Vocals auf diesem Projekt so zart und ehrlich wie noch nie zuvor. Stellenweise wirkt es so, als wäre ihre Stimme kurz vorm Zerbrechen.&nbsp;</p>



<p>Zum anderen ist die Produktion höchst eindrucksvoll. Der Wiener Produzent Mo.Nomad aka Moritz Seidel ist hierfür wahrscheinlich der Hauptverantwortliche. Der <strong>Pan Kee-Bois</strong> Vertraute hat insgesamt an acht der dreizehn Tracks mitgewirkt und dabei das Soundbild maßgeblich geprägt. Wer aufmerksam hinhört, entdeckt unzählige kleine Details in den Produktionen, die die Instrumentals teils sehr minimalistisch, teils komplex arrangiert klingen lassen.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/000015-1.jpg"><img decoding="async" width="1024" height="692" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/000015-1-1024x692.jpg" alt="" class="wp-image-17372" style="width:738px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/000015-1-1024x692.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/000015-1-300x203.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/000015-1-768x519.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/000015-1-500x338.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/000015-1-800x540.jpg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/000015-1-770x520.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/000015-1.jpg 1276w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Mit »bulletholes« ist verifiziert eine beeindruckende künstlerische Entwicklung gelungen. Das Album erzählt eine berührende, dramaturgisch spannende Geschichte zwischen jugendlicher Euphorie, dem oft destruktiven Wunsch nach Realitätsflucht, Trauer, Lost-Sein und macht schlussendlich Mut zur Besserung.&nbsp;</p>



<p>Es bleibt gespannt zu sein, wo die Zusammenarbeit von Mo. und Veri, sowie verifizierts eigene Evolution noch hinführt. Ein derartiges zweites Album lässt uns aber zuversichtlich in die Zukunft blicken.&nbsp;</p>
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		<title>Ansu im Gespräch über Commitment und Common Sense</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Mar 2023 18:47:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mit einer Mischung aus Bescheidenheit, Ignoranz und Autorität in der Stimme bringt Ansu etwas Neues, Erfrischendes und Aufregendes in das Genre ein, das bereits ein beachtliches Maß an Begeisterung hervorgerufen hat. Doch während viele Fans seine Musik feiern, geht es ihm nicht nur um den kommerziellen Erfolg. Ansu ist überzeugt davon, dass es immer relevanter wird, Haltung zu zeigen und einen positiven Impact in der Gesellschaft zu hinterlassen. Mit seiner Musik und seiner Persönlichkeit zeigt er, dass man sich nicht [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/ansu-commitment-und-common-sense">Ansu im Gespräch über Commitment und Common Sense</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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<p></p>



<p><strong>Mit einer Mischung aus Bescheidenheit, Ignoranz und Autorität in der Stimme bringt Ansu etwas Neues, Erfrischendes und Aufregendes in das Genre ein, das bereits ein beachtliches Maß an Begeisterung hervorgerufen hat. Doch während viele Fans seine Musik feiern, geht es ihm nicht nur um den kommerziellen Erfolg. Ansu ist überzeugt davon, dass es immer relevanter wird, Haltung zu zeigen und einen positiven Impact in der Gesellschaft zu hinterlassen. Mit seiner Musik und seiner Persönlichkeit zeigt er, dass man sich nicht von einem ignorantem Rapstil täuschen lassen sollte und dass es durchaus möglich ist, tolerant, aufgeklärt und für eine größere Sache einzustehen.</strong> </p>



<p><br>Jetzt ist das erste Album des jungen Hamburger erschienen, mit dem er sein musikalisches Statement abgibt. Wir haben den aufstrebenden Künstler getroffen, um mehr über seine Persönlichkeit und seine Initiative zu erfahren. Dabei teilt er tiefe Einblicke in sein Verhältnis zwischen Ego und Soul und spricht auch über die schwierige Beziehung zu seinem Vater.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="612" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/interview-ansu-soul-ueber-ego-5-web-1024x612.jpg" alt="" class="wp-image-9614" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/interview-ansu-soul-ueber-ego-5-web-1024x612.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/interview-ansu-soul-ueber-ego-5-web-300x179.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/interview-ansu-soul-ueber-ego-5-web-768x459.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/interview-ansu-soul-ueber-ego-5-web-500x299.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/interview-ansu-soul-ueber-ego-5-web-800x478.jpg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/interview-ansu-soul-ueber-ego-5-web-1280x765.jpg 1280w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/interview-ansu-soul-ueber-ego-5-web-770x460.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/interview-ansu-soul-ueber-ego-5-web-1400x836.jpg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/interview-ansu-soul-ueber-ego-5-web.jpg 1475w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Jan Mahnke<br></figcaption></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Auf die »Ego« EP folgt nun 2,5 Monate später schon das Album »Soul über Ego«. Interessanterweise endet die Tracklist des Album mit den bereits bekannten Songs von »Ego«. Wie kam es dazu, die Songs trotzdem vorab als EP zu releasen?</strong><br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-black-color">Das Album ist in zwei Teile aufgeteilt. Einmal gibt es die Soul-Seite und die Ego-Seite. Die Idee war, dass man den ersten Teil vom Album, also die Ego-Seite, zuerst rausbringt, einfach weil sie straighter nach vorne geht. Ich wollte mal wieder was droppen, was ein bisschen unverkopfter ist, ein bisschen simpler sozusagen. Das war halt mit der Ego-EP leichter. Und dann war die Idee, dass die Soul-Seite, also die so ein bisschen deeperen Songs, daran geheftet werden und in der Tracklist oben stehen. Mit der Ego-EP da drunter, ergibt sich daraus dann »Soul über Ego«. Das war die Idee dahinter. Aber da steckt jetzt nicht viel deepere Meaning hinter.</mark></p>



<p></p>



<p><strong>Magst du vielleicht einmal aus deiner Sicht erklären, was du unter <em>Soul</em> und <em>Ego</em> im Albumkontext verstehst, wie du die beiden Ausdrücke für dich definierst?</strong><br>Mhm. Also das Album ist ja viel auf mich selber bezogen. Dieser Satz &#8220;Soul über Ego&#8221; ist ein bisschen auch wie ein Appell an mich selber. Für mich beschreibt Ego die Art und Weise, wie man nach außen wirkt bzw. auftreten möchte – der oberflächigere Teil, Flex und sowas. Generell ist es so, finde ich, dass oft das Ego übernimmt, wenn zum Beispiel Leute irgendwas über einen sagen und man denkt, okay, man muss auf eine bestimmte Art und Weise reagieren, um stabil zu wirken oder was auch immer. Das ist für mich halt Ego. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="500" height="500" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/interview-ansu-soul-ueber-ego-cover.jpg" alt="" class="wp-image-9617" style="width:300px;height:250px" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/interview-ansu-soul-ueber-ego-cover.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/interview-ansu-soul-ueber-ego-cover-300x300.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/interview-ansu-soul-ueber-ego-cover-150x150.jpg 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/interview-ansu-soul-ueber-ego-cover-120x120.jpg 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/interview-ansu-soul-ueber-ego-cover-240x240.jpg 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/interview-ansu-soul-ueber-ego-cover-360x360.jpg 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/interview-ansu-soul-ueber-ego-cover-125x125.jpg 125w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption class="wp-element-caption">Albumcover »Soul über Ego«</figcaption></figure>
</div>


<p>Und der Soul-Teil ist halt so, wie ich wirklich bin, mein Versuch mich so zu verhalten, wie ich mich wirklich im Inneren fühle. Halt darauf zu scheißen, ob das jetzt bei Leuten komisch ankommt.<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-black-color"> Einfach eine ehrlichere Seite zu von mir, der nicht so wichtig ist, wie es nach außen wirkt.</mark><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-red-color"> </mark>Die einfach nicht so vom Ego getrieben ist. Und deswegen steht die Soul-Seite auch über der Ego-Seite. Trotzdem hat das Ego aber auch wichtige Punkte, finde ich. Diese Confidence und der Flex genauso, das ist einfach auch ein wichtiger Teil von Hip-Hop. Deswegen ist es jetzt nicht so, dass man komplett aufs Ego scheißen sollte, aber an sich, so auf persönlicher Ebene, ist es glaube ich einfach  gesünder und wichtiger, dass Soul an erster Stelle steht.</p>



<p></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Die Balance zu finden, dass die Sachen interessant und unique klingen, aber trotzdem noch irgendwie dumm auf die Fresse sind, ist viel schwerer als man denkt.</strong></p>
<cite>Ansu über die Balance zwischen deepen Texten und Punchline Tracks</cite></blockquote>



<p><strong>Im Gegensatz zur EP ist der Soul-Teil wesentlich introspektiver und zeigt eine andere Seite von dir,<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-black-color"> die sich zuvorderst mit deinem Innenleben beschäftigt. Ego</mark> wiederum hat die Banger gepachtet –<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-black-color"> alles was live ordentlich nach vorne geht, aber es klingt auch befreiter. </mark>Welche Albumhälfte fiel dir leichter zu schreiben?</strong><br>Also es ist oft so, dass mir persönlich deepere Tracks leichter fallen und teils sogar schneller fertig sind. Bei dem Album war es jetzt so, dass die Ego-Seite schon leichter zu schreiben war, aber normalerweise ist es aber so, dass mir deepere Tracks leichter fallen und teils sogar schneller fertig sind. Für die simpleren Tracks brauche ich oft länger.</p>



<p><strong>Das überrascht mich ein wenig. Man würde ja eigentlich davon ausgehen, dass es wesentlich einfacher wäre einen Banger zu schreiben – du hast mehr Repetition drin und musst lyrisch nicht ganz so sehr in die Tiefe gehen.&nbsp;</strong><br>Also ich glaube eine Sache, die man untersch<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-black-color">ätzt an so simplen Tracks ist, dass es einfach schon viele Tracks von der Art gibt. Die Herausforderung ist es dann die Flows zu finden und die Wörter so einzusetzen, dass </mark>sie zwar simpel und nicht zu kompliziert sind, aber trotzdem auch nicht zu plump. Die Balance zu finden, dass die Sachen interessant und unique klingen, aber trotzdem noch irgendwie dumm auf die Fresse sind, ist viel schwerer als man denkt. <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-black-color">Bei persönlicheren Themen, wo ich wirklich viele Gedanken zu habe und wo ich schon vorher viel darüber nachgedacht habe, wenn ich da einen roten Faden für einen Track habe und weiß, ich will da drüber reden, dann kommt das einfach wie von selber. Es kommen einfach so viele Gedanken direkt raus und dann bin ich in einem Flow, dass es nur 10 Minuten dauert und ich einfach alles sofort runterschreibe. Und bei simpleren Tracks ist es teilweise so, dass ich dann überlege: Okay, die Line ist vielleicht zu simpel, oder die ist vielleicht dann doch zu kompliziert, oder das ist nicht catchy genug. Diese Balance zu finden ist dann manchmal schwierig. Aber es gibt dann zum Beispiel auch Tracks, die simpel sind und die auch wirklich schnell gehen und dann auch nur eine Stunde brauchen.</mark></p>



<p><strong>Lass uns noch mal kurz über die zwei Tracks sprechen, die du jetzt schon veröffentlicht hast. In der Promophase erschien erst »Sandmann« (<em>Ego</em>) und darauf folgte »Vision« (<em>Soul</em>). Spätestens da war klar, okay, da macht sich jemand ready für ein Album. Wie fiel die Entscheidung genau die beiden doch sehr unterschiedlichen Songs zuerst auszukoppeln?</strong><br>Also die Idee kam mit dem Plan »Ego vor Soul« zu veröffentlichen. Dass man mit dem harten Sound und mit dem Ego-Teil anfängt und dann zum Soul-Album oder zur Soul-Seite einen Track nimmt, der diese Ambivalenz auch in der Singleauswahl widerspiegelt. Teilweise ist es so, dass ich mir auch einfach nur denke, ich habe Bock einen bestimmten Song zu droppen und dann haue ich den einfach raus. Ich mache mir dann gar nicht so viel Kopf darüber, wie der jetzt im Kontext genau reinpasst oder sowas. Aber natürlich hat es mit »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=7zR0py3NdGw&amp;ab_channel=ANSU">Sandmann</a>« und mit »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=7aehwz0Spx0&amp;ab_channel=ANSU">Vision</a>« gut gepasst. Für mich sind das einfach die Tracks, die ich selber am meisten gehört habe und dann dachte ich, komm, ich haue die einfach beide raus.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Ansu - Vision" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/7aehwz0Spx0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p></p>



<div style="height:45px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Du hast letztes Jahr einen offenen Brief veröffentlicht und mitgeteilt, dass du die Initiative <a href="https://www.instagram.com/p/CgkFo7iImTl/?utm_source=ig_embed&amp;ig_rid=d56e9e1d-9f8f-46a2-873e-3e44e8a270a7">Irgendwas muss sich verändern</a> mit ins Leben gerufen hast. Vielleicht magst du allen voran mal ganz kurz sagen, um was es euch dabei geht?</strong><br>Es geht um verschiedene Dinge. Es geht nicht nur um einen Themenbereich. Das Grundkonzept von der Seite ist es eigentlich, dass wir uns Themen, die uns wichtig sind rausnehmen und dann über einen bestimmten Zeitraum dazu Content kreieren oder Veranstaltungen machen. Auch, um das an die Leute zu bringen, die eigentlich normalerweise eher in diesem ganzen Hip-Hop Ding drin sind und sich vielleicht mit solchen Sachen nicht so auseinandersetzen. Das Konzept ist einfach, dass wir uns bestimmte Themen rausnehmen und die durch Postings, durch Veranstaltungen oder auch durch Ansagen auf Konzerten immer wieder behandeln. Awareness auf Konzert war jetzt so ein Thema, das mir bisher sehr wichtig war, nicht am wichtigsten, aber wo ich einfach gemerkt habe, da muss man auch direkt unmittelbar was machen. Einfach etwas Grundlegendes für mich und weil ich damit als Musiker selber direkt Einfluss habe. Am Ende stehe ich dann auf der Bühne und Leute kommen und ich profitiere davon. Dann ist es für mich einfach das mindeste, dass die Leute zumindest sicher sind und dass da jetzt nicht irgendwie Scheiße passiert, während ich davon profitiere, dass Leute kommen und bezahlen. Da habe ich einfach gemerkt, da laufen grundlegende Dinge komplett falsch und da muss was dran gemacht werden. Wir haben uns dieses Thema rausgepickt und uns gedacht, wir wollen auch andere Themen da immer weiter einfließen lassen. Wir haben aber jetzt zum Beispiel noch keinen Plan gehabt, wie das auf lange Sicht genau weitergehen soll, sondern erstmal war es uns wichtig, überhaupt was zu machen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-mostdope wp-block-embed-mostdope"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="sNvdBaKmzS"><a href="https://mostdope.tv/news/ansu-ruft-auf-zu-mehr-solidaritaet-und-safe-spaces-in-der-club-und-kulturszene">Ansu ruft auf zu mehr Solidarität und Safe Spaces in der Club- und Kulturszene</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Ansu ruft auf zu mehr Solidarität und Safe Spaces in der Club- und Kulturszene&#8220; &#8212; Mostdope" src="https://mostdope.tv/news/ansu-ruft-auf-zu-mehr-solidaritaet-und-safe-spaces-in-der-club-und-kulturszene/embed#?secret=VmC9EPHys3#?secret=sNvdBaKmzS" data-secret="sNvdBaKmzS" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>



<p><strong>In den Instagram-Kommentaren gab es viel beipflichtende <strong>Zuspruch</strong> von Leuten aus der Szene. U.a. Apsilon, Kelvyn Colt oder auch Miriam Davoudvandi haben sich zu Wort gemeldet – alles Personen, die für bestimmte Themen stehen und sich für die Sichtbarkeit ebendieser einsetzen.</strong> <strong>Dennoch verdient das Thema größere Aufmerksamkeit. Hättet ihr euch ein größeres Medienecho gewünscht, bzw. wie habt ihr das Feedback wahrgenommen?</strong><br>Ja, auf jeden Fall<strong>. </strong>Natürlich bin ich schon davon ausgegangen, dass jetzt nicht viele Leute darauf anspringen werden, die es vorher nicht getan haben. Aber ich glaube, wenn du dich in so eine Richtung engagieren willst, dann macht man das auch ohne dass das vorher jemand gemacht hat, jetzt aus Sicht von den anderen Künstlern. Trotzdem fand ich es schon schade, dass man auf sehr viel Enthaltung gestoßen ist. Es wäre natürlich nice, wenn sich Leute positionieren, die vielleicht nicht so politisch wahrgenommen werden oder sich noch nicht für solche Sachen eingesetzt haben. Ich denke, dass hat einfach viel Impact, wenn auch Leute aus einer anderen Szene Stellung beziehen zu sowas. Alle Leute die ich in der Szene kenne oder mit denen ich mal geredet habe, würden jetzt nicht sagen, dass es okay ist, dass Leute einfach angegrabbelt werden. Das ist ja Common Sense, dass sowas nicht klargeht. Da haben wir eigentlich alle dieselbe Meinung. <br>Ich glaube, die Leute haben ein bisschen Angst ihrem Image damit zu schaden oder ihre &#8220;<em>Reputation</em>&#8221; zu verlieren. Es könnte soft wirken.<strong> </strong>Das ist bei den Leuten mehr im Kopf – vielleicht interessiert es die Leute auch einfach nicht so sehr. Man muss natürlich auch sagen, dass die Industrie von diesem Rapper-Charakter profitiert, von diesem Ignoranten, der auf alles scheißt und respektlos ist und sowas. Das ist ja ein Erfolgskonzept. Da will die Industrie natürlich nicht von abweichen.<strong> </strong>Du musst ja keine politisch korrekte Musik machen, um solche Sachen anzusprechen. Aber ich glaube durch diesen Denkfehler trauen die Leute sich nicht, sich zu positionieren. Man hätte sich auf jeden Fall schon gewünscht, dass mehr Leute da mit auf den Zug aufspringen.&nbsp;</p>



<p><strong>Aber was ihr gemacht habt, ist ja im Rahmen der Tour dann diese Pop-up Experiences zu machen mit Panel Talks zu Themen wie Rassismus, Awareness und Mental Health<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-black-color">. Bei dem Pop Up Event in Hamburg hast du dich mit Miriam Davoudvandi in einem Live Talk ausführlich über die schwierige Beziehung zu deinem Vater unterhalten</mark>. Grundsätzlich aber erstmal die Frage, wie kam die Idee solche Themenabende zu veranstalten?</strong><br>Ein sehr guter Kollege von mir, mit dem ich auch zusammenarbeite, Jan, der war auch in Hamburg dabei. Mit dem plane ich so alles und werfe mir Ideen hin und her. Irgendwie ist dann die Idee bei ihm aufgepoppt, dass man ein Event losgelöst von einem Konzert macht, weil man bei einer Live Show einfach nicht alles einbauen kann, was man gerne wollen würde. Wir sind dann darauf gekommen, dass wir uns pro Stadt ein Thema nehmen möchten, um das nochmal in einer separaten Veranstaltung zu behandeln. Wir haben uns einfach gedacht, dass es halt leichter ist, wenn man sich dafür zusammen in einen kleineren Space setzt und dass es keine Konzertstimmung ist. Das war auch eine bessere Möglichkeit, um Leuten eine Plattform zu geben, die dort zu bestimmten Themen oder einem gemeinsamen Interesse sprechen. Zum Beispiel Miri, die dann da mit mir diese Podcast Folge live vor dem Publikum gedreht hat. Da konnte man einfach nochmal neue Leute in das Ganze mit reinholen, die sich vielleicht besser auskennen mit den Themen, die wir da behandeln. Wenn man auf seinem eigenen Konzert jetzt immer irgendwelche Ansagen macht und da diese politischen Sachen einfließen lässt, dann kommt das manchmal auch so ein bisschen so, als würde man mit dem Finger auf Leute zeigen. Gerade wenn man auf einer Bühne steht und nach unten guckt. Und deshalb ist es halt nicer, wenn man wie bei so einem Pop-Up zusammen auf derselben Ebene begegnet und über sowas redet.&nbsp;</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="819" height="1024" data-id="9246" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/irgendwasmussichveraendern_berlin-819x1024.jpg" alt="" class="wp-image-9246" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/irgendwasmussichveraendern_berlin-819x1024.jpg 819w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/irgendwasmussichveraendern_berlin-240x300.jpg 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/irgendwasmussichveraendern_berlin-768x960.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/irgendwasmussichveraendern_berlin-500x625.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/irgendwasmussichveraendern_berlin-800x1000.jpg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/irgendwasmussichveraendern_berlin-770x963.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/irgendwasmussichveraendern_berlin.jpg 1080w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure>



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</figure>



<p></p>



<p><strong><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-black-color">Lass uns mal auf deine COSMO Machiavelli Session zu sprechen kommen. Du bist gemeinsam mit Loyle Carner und dem WDR&nbsp;Funkhausorchester aufgetreten und hast einen Gastverse auf seinem Song »Georgetown« performt. Für viele Leute kam das im ersten Moment bestimmt überraschend, und ich weiß nicht, wie sehr deine Verbindung vorher mit ihm war, aber es wirkte so, als wärt ihr direkt Brüder im Geiste gewesen. Wie war euer Austausch miteinander?&nbsp;<br></mark></strong>Also erstmal war es so, bevor diese ganze Machiavelli Session in Planung war, hab ich ihm mal geschrieben und hab ihm einfach Props gegeben. Wollte einfach gucken, ob man vielleicht – das war jetzt nicht unbedingt realistisch zu dem Zeitpunkt – aber ob man vielleicht irgendwann mal Musik macht. Ist natürlich krass, dass es dann dazu gekommen ist. Deswegen war es für mich noch krasser, dass dann Machiavelli auf uns zugekommen sind. Ich hab ihm wirklich vielleicht ein paar Wochen vorher geschrieben. Das ist so ein Zufall sozusagen auf der Ebene. Ja, das war schon krass. Und wir haben uns einfach richtig gut verstanden. Der Typ ist unnormal korrekt und sympathisch, null arrogant. Deswegen konnten wir einfach gut viben. Ich weiß gar nicht mehr genau, über was wir geredet haben. Wir haben über so viele banale Sachen geredet. Er ist zum Beispiel in Köln zu uns ins Hotel gekommen. Wir haben den Abend vor der Session in so einem Mini-Hotelzimmer mit vier Leuten und vier Stunden Schlaf einfach saulang FIFA gespielt. Es war ein bisschen so, als würde man mit einem Kollegen chillen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Loyle Carner feat. Ansu &amp; WDR Funkhausorchester - Georgetown | COSMO MACHIAVELLI SESSIONS" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/8ZrUMS9qLp4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:35px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Wir hatten uns ebenfalls auf ein </strong><a href="https://mostdope.tv/video/loyle-carner-inspiration-is-everywhere-video-interview"><strong>Interview mit Loyle Carner über sein neues Album »hugo«</strong></a><strong> getroffen und über seinen Weg zum Verständnis und Vergebung für seinen Vater gesprochen. Er hat wie du sehr ähnliche Erfahrungen mit seinem früh in der Kindheit abwesenden Vater gemacht – mit dem Unterschied, dass Loyle mittlerweile selber ein Kind hat und sich nun Gedanken darüber machen muss, welche Werte er an seinen Sohn weitergibt</strong> <strong>und wie er seiner eigenen Vaterrolle gerecht werden kann. Ist dass etwas, dass dich auch beschäftigt?</strong><br>Ja, das kann ich auf jeden Fall auch auf mich selber beziehen. Safe! Ich habe keine Kinder, das ist noch in der Zukunft. Das kann ich mir einfach gerade noch nicht vorstellen, wie das dann ist, Vater zu sein. Deswegen mache ich mir darüber noch nicht so Gedanken, aber ansonsten auf jeden Fall.</p>



<p><strong>Auf »<a href="https://open.spotify.com/track/6Mz6ZDomAFMfstjGnbBdyM?si=0d23528044184d45">Es ist wie es ist</a>«, sprichst du über die schwierige Beziehung zu deinem Vater, aber auch wie du vielleicht aus seinen Fehlern und Unzulänglichkeiten lernen kannst. Was willst du anders machen?</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" width="679" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/interview-ansu-soul-ueber-ego-4-web-1-679x1024.jpg" alt="" class="wp-image-9613" style="width:339px;height:511px" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/interview-ansu-soul-ueber-ego-4-web-1-679x1024.jpg 679w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/interview-ansu-soul-ueber-ego-4-web-1-199x300.jpg 199w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/interview-ansu-soul-ueber-ego-4-web-1-768x1158.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/interview-ansu-soul-ueber-ego-4-web-1-500x754.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/interview-ansu-soul-ueber-ego-4-web-1-800x1206.jpg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/interview-ansu-soul-ueber-ego-4-web-1-770x1161.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/interview-ansu-soul-ueber-ego-4-web-1.jpg 1019w" sizes="(max-width: 679px) 100vw, 679px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Jan Mahnke<br></figcaption></figure>
</div>


<p>Es ist ja irgendwie eine bewusste Entscheidung. Ich möchte nicht komplett in den Fußstapfen von demjenigen in meinem Stammbaum vor mir folgen. Es ist schwierig, das zusammenzufassen, wie ich das genau mache oder wo das genau herkommt. Eigentlich ist es einfach, dass man weiß, was der eigene Vater falsch gemacht hat und deswegen will man diese Verhaltensmuster nicht übernehmen. Man sieht natürlich auch da manchmal so Züge von seinem Vater bei sich selber, das fällt mir schon auch auf, aber auch nicht alle Verhaltensmuster von meinem Vater sind nur schlecht. Aber die Dinge, die mich negativ beeinflusst haben, die will ich einfach anders machen in Zukunft.</p>



<p></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Ich hatte große Angst allein zu sein/ </strong><br><strong>Mein Dad ist gedippt/ Ich hatte Angst ich könnt der gleiche sein/ aber das bin ich nicht/ </strong><br><strong>Dafür haben meine Mama, meine Tante, meine Onkels und vor allem meine Oma gesorgt.</strong></p>
<cite>Ansu auf »Es ist wie es ist«</cite></blockquote>



<p><strong>Aktuell ist das Thema Vaterkomplexe oder auch Daddy Issues in der Rapszene ja sehr groß. Kendrick Lamar befasst sich auf »<a href="https://open.spotify.com/track/28qA8y1sz0FTuSapsCxNOG?si=21ada4cc46c14edd">Father Time</a>« mit der unerwiderten Liebe zu seinem Vater und der Unfähigkeit, Gefühle zu zeigen, Sido thematisiert auf seinem Album »<a href="https://open.spotify.com/album/1JCHmY9QyhalyUBjHHbg3D?si=1085cab032364b4d">Paul</a>« wie ihn die Abwesenheit seines Vaters geprägt hat und in der <a href="https://www.youtube.com/watch?v=sCx0p-rjc4Y&amp;ab_channel=COSMO">Machiavelli Session von Xatar</a> rappt er »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=43gMw-teplw&amp;ab_channel=ALLESODERNIXRECORDS">Mama war der Mann im Haus</a>«. Würdest du sagen dass deine Mutter für dich diese Rolle ausgefüllt hat?</strong><br>Ja, safe! Ich hatte ja auch Kontakt mit meinem Dad. Aber alle wichtigen Dinge die Verantwortung mit sich ziehen, die hat meine Mama übernommen auf jeden Fall, komplett.&nbsp;</p>



<p><strong>Wie hat sich euer Verhältnis zueinander geändert? Sie nimmt ja auch eine wichtige und präsente Rolle in deinen Texten ein.</strong><br>Das hat eigentlich auf unser Verhältnis keinen Einfluss. Das ist genau wie vorher. Wenn ich bei ihr bin, dann kommt man wieder ein bisschen zurück in diese Kinderrolle, man ist dann halt der Sohn und wir sind immer schon so gewesen und das wird auch immer so sein. Natürlich hat man dann vielleicht weniger Zeit, wenn man mehr unterwegs ist, aber wenn wir uns sehen dann ist es eigentlich immer so wie früher.&nbsp;</p>



<p><strong>Hat sie das Album jetzt schon in voller Gänze gehört?</strong><br>Nee, ich glaube noch nicht. Sie hat ein paar Tracks gehört, aber sie hört sich die Sachen auch immer gerne an, wenn die draußen sind. Aber sie hat sich gefreut und war auch stolz darauf, dass sie mir das alles mitgegeben hat und dass ich das irgendwie so in Musik umwandeln kann. Viele Dinge, die sie auch wirklich gesagt hat, sind ja auch da drin in den Texten, also wortwörtlich und das hat sie natürlich gefreut, dass das so in die Musik einfließt.&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Meine Ma’ gab mir bis zum Ende meines Lebens Liebe mit, die kann ich nie verlieren, das hat sie mir beigebracht/</strong><br><strong>Sie sagt dein Wert liegt darin wer du bist, nicht was du machst/</strong> <br><strong>Wenn du nicht du bist, doch dich jemand respektierst, hast du was falsch gemacht.</strong></p>
<cite>Ansu auf »Es ist wie es ist«</cite></blockquote>



<p><strong>Wenn wir mal zurückblicken auf deine Karriere bis Stand jetzt, scheinst du schon viele Punkte von deiner Bucket List erledigt zu haben. Du hast eine ausverkaufte Tour gespielt, eine COLORS Show performt und bist mit Loyle Carner aufgetreten. Zwei EPs, ein Mixtape und ein Album später sitzen wir jetzt hier. Was sind die nächsten Schritte für Ansu?</strong><br>Mal gucken was da noch karrieretechnisch kommt. Ich versuche einfach, weiter Musik zu machen, so gut wie es geht. Und was kommt, das kommt irgendwie. Aber ich denke, man ist auf einem guten Weg. Also Step by Step wird das irgendwie weitergehen und es werden weiter gute Dinge passieren. Vielleicht wird es auch schlechter werden, vielleicht wird es aber auch noch viel besser. Wer weiß. Kann man glaube ich, nicht so ganz vorhersehen. Aber ich werde auf jeden Fall dieses Jahr noch mal auf Tour gehen. Das wird richtig geil. Und dann noch ein paar Festivals wahrscheinlich und mal gucken, was noch kommt. Ich bin eigentlich offen für alles.</p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/ansu-commitment-und-common-sense">Ansu im Gespräch über Commitment und Common Sense</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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		<title>NALI &#8211; Nichts ausser Liebe immer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Magnus Menzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Sep 2021 12:33:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>“Das “N” steht für nix, doch “A” steht für aggressiv / “L” steht für Liebe, doch ich lieb’ nur die Musik / “I” steht für ignorant, für immer unbekannt” &#8211; so seziert NALI, der bürgerlich Ilan heißt, seinen Künstlernamen auf dem von KazOnDaBeat produzierten Track »Lofi«. Noch vor Ignoranz und Aggression klingt in seinen Songs definitiv die Liebe heraus. Die Liebe zur Musik, zum Texten, zur Kultur und zur Sprache. “Nix außer Liebe immer” ergänzt er im Fortlauf von »Lofi« [&#8230;]</p>
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<p><strong>“Das “N” steht für nix, doch “A” steht für aggressiv / “L” steht für Liebe, doch ich lieb’ nur die Musik / “I” steht für ignorant, für immer unbekannt” &#8211; so seziert NALI, der bürgerlich Ilan heißt, seinen Künstlernamen auf dem von KazOnDaBeat produzierten Track »Lofi«. Noch vor Ignoranz und Aggression klingt in seinen Songs definitiv die Liebe heraus. Die Liebe zur Musik, zum Texten, zur Kultur und zur Sprache. “Nix außer Liebe immer” ergänzt er im Fortlauf von »Lofi« als weiteres Akronym seines Alias und manifestiert damit das ewig positive Grundmotiv in seinem oft melancholisch angehauchten Sound.</strong></p>



<p>Wer <strong>NALI</strong> von Tracks wie »Lofi« oder »Himmelstrank« kennt, verbindet ihn mit Oldschool, Straßenpoesie, Realtalk auf Boom-Bap Beats und kratzenden Samples. Auf dem Kollabotape »Joga Bonito« mit <strong>BHZ</strong>-Producer <strong>Motb</strong> zeigt der Westberliner, dass er auch anders kann. Denn leichtfüßiger Trapsound steht ihm augenscheinlich ebenfalls. Neben seinem Bruder <strong>Xaver</strong> flext er auf »Weltmeister« mit Fußballmetaphorik und schwärmt auf »Weed« von natürlichen Substanzen. Egal welchen Flow er auspackt, welchem Thema er sich widmet und auf welchem Beat er rappt, NALIs Kunst definiert sich vor allem über seine Texte.</p>



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<iframe title="MotB x NALI - Weltmeister (feat. XAVER)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/5Ui0pzAXlm0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:1px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Früh mit Hip-Hop sozialisiert beginnt der bilingual aufwachsende Ilan bereits vor seinem zehnten Lebensjahr zu rappen. Zunächst auf Englisch, denn seine Idole sind amerikanische Rap Ikonen wie <strong>50 Cent</strong> oder <strong>The Roots</strong>. Dieser Einfluss spiegelt sich noch immer in seinen Songs wider. Später entscheidet er sich für deutsche Texte, weil er sich damit stärker identifiziert. Außergewöhnliche Wortwahl und der Einsatz vielfältiger Stilmittel prägen heute seine Lyrics.&nbsp;</p>



<p>Nach eigener Aussage permanent am Texten kreiert er einen neuen deutschen Sound, in dem sein vielfältiger kultureller Background auf fruchtbaren New-Wave-Boden, Lagos auf Berlin und Oldschool auf Zeitgeist trifft. Nun steht das nächste Album »Asche« vor der Tür und den ersten Vorboten »Big Gas«, düster produziert von <strong>Samon Kawamura</strong>, darf man als lautstarkes Anklopfen verstehen. NALI hat viel Hunger mitgebracht und könnte mit diesem kommenden Projekt deutschlandweit begeistern.</p>



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<iframe title="NALI &amp; SAMON KAWAMURA - BIG GAS" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/jPVxAXD9MO8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:1px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Wer neugierig geworden ist, sollte keine Zeit verschwenden und sich unverzüglich durch NALIs Biographie stöbern. Im Videointerview mit <strong>Miriam Davoudvandi</strong> stellt er sich zudem gemeinsam mit seinem Bruder vor und berichtet aus erster Hand, wer ihn als Künstler geprägt hat und was er mit seiner Musik erreichen will. Sehr zu empfehlen, für alle die mehr erfahren möchten!</p>



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<iframe title="Unterwegs mit Nali &amp; Xaver: Miriam trifft die Brüder in Berlin-Schöneberg (Doku) | DIFFUS" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/wc_z93hDMUw?start=87&#038;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
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