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	<title>Masego Archive - Mostdope</title>
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		<title>Masego überzeugt auf neuem Album mit Sirenenzauber und Trap House Jazz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannah Wietbrock]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Mar 2023 21:41:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soundchecks]]></category>
		<category><![CDATA[Album Rezension]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Masego ist einer dieser besonderen Künstler*innen unserer Zeit, der sich durch seine vielseitigen Talente–Produzent, Sänger, Songwriter, begnadeter Saxofonist einen ganz eigenen Sound geschaffen hat. Ein Sound, der sowohl in der Mainstream-Radiowelt überzeugt, aber auch abstrakte Tiefen für Indie-Liebhaber*innen enthält. Und was tut man, wenn es noch kein Genre gibt, das so wirklich auf die eigene Musik zutrifft? Man erschafft einfach sein eigenes:Er selber bezeichnet seine Musik als „Trap House Jazz“. Passend dazu erschien sein selbstbetiteltes neues Album »MASEGO« letzten Freitag, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/soundchecks/masego-ueberzeugt-auf-neuem-album-masego-mit-sirenenzauber-und-trap-house-jazz">Masego überzeugt auf neuem Album mit Sirenenzauber und Trap House Jazz</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Masego ist einer dieser besonderen Künstler*innen unserer Zeit, der sich durch seine vielseitigen Talente–Produzent, Sänger, Songwriter, begnadeter Saxofonist einen ganz eigenen Sound geschaffen hat. Ein Sound, der sowohl in der Mainstream-Radiowelt überzeugt, aber auch abstrakte Tiefen für Indie-Liebhaber*innen enthält. Und was tut man, wenn es noch kein Genre gibt, das so wirklich auf die eigene Musik zutrifft? Man erschafft einfach sein eigenes:<br>Er selber bezeichnet seine Musik als „Trap House Jazz“. Passend dazu erschien sein selbstbetiteltes neues Album »MASEGO« letzten Freitag, auf dem er dem Begriff eine Sounddefinition verleiht.</strong></p>



<p>In seiner Karriere steht <strong>Masego</strong> gerade an einem komischen Ort. Er ist nicht mehr unbekannt genug, um im Untergrund zu agieren. Jedoch auch noch nicht so bekannt, wie man es als langjähriger Fan von ihm erwarten würde. Es ist ein bisschen wie in einer Blase zu leben. Sobald man mit Menschen außerhalb dieser spricht, ist man immer wieder verwundert, dass gewisse Künstler*innen nicht allen sofort ein Begriff ist. </p>



<p>Ob Masegos neuestes Album etwas an diesem Status ändert, wird sich zeigen, verdient wäre es allemal. Besonders ist an dem Album auch, dass es das erste Mal ist, dass Masego auf einem Album oder einer EP keine Features hat. Dennoch steckt ein großes Team an Künstler*innen hinter den Kulissen. Vor allem der Produzent <strong>Wu10 </strong>taucht neben Masego selbst häufiger auf. Wu10 hat in letzter Zeit an einigen großartigen Liedern mitgewirkt. So erschien er unter anderem als Producer auf einigen persönlichen Favoriten, namentlich <strong>J.Coles</strong> »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=-8Q4i2XwGY8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">l e t . g o . m y . h a n d</a>«, <strong>SiRs</strong> »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=r_ZuyOR7tno" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Recipe</a>« und »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=ie-cWWGB4ww" target="_blank" rel="noreferrer noopener">On It</a>« von <strong>Jazmine Sullivan</strong> &amp; <strong>Ari Lennox</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">WER IST MASEGO?</h2>



<p>Zuletzt erschien die Singleauskopplung »Two Sides« mit zugehörigem Musikvideo, in dem zu Anfang die Frage gestellt wird: „WHO IS MASEGO?“. Als Antwort bekommen wir nicht nur zwei Seiten sondern deutlich mehr zu sehen. Denn er ist ein Double Dater, Teacher, Island King, Stargazer und heutzutage am allerwichtigsten: ein Gemini (Sternzeichen Zwilling). Auch wenn der Song die richtige Frage aufwirft, um in das Album einzusteigen, ist der eigentliche Intro Track des Albums »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=KK2h4EWNMok" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Black Anime</a>«. Cha Cha trifft auf Saxophon und House Beats. Ein gutes Beispiel, um unvertrauten Hörer*innen einen ersten Eindruck von Trap House Jazz zu geben.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Masego - Two Sides (Official Music Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/HCzEdw04bcA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption"><br></figcaption></figure>



<p>Ab dem dritten Track bekommen wir dann den Masego zu hören, den ich mir erhofft hatte. »What You Wanna Try« hat mich persönlich fast in den Wahnsinn getrieben. Die Melodie der ersten Strophe lief auf Dauerschleife im Kopf ohne auf den Namen des originalen Tracks zu kommen. Um anderen die Suche zu erleichtern, es ist eine Anlehnungen an den 80s Track »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=DCCWVk1fgpY" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tom’s Diner</a>« von <strong>Suzanne Vega</strong>. Auch der Refrain ist eine weitere Hommage an <strong>Craig David’s </strong>»<a href="https://www.youtube.com/watch?v=XVIMAc_U3Tc" target="_blank" rel="noreferrer noopener">What’s Your Flava?</a>«. Ein schönes Sinnbild für das ganze Album. Es ist ein bisschen so, als ob Masego damit auch die kommenden Lieder anpreist–für jeden Geschmack ist was dabei.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Masego - What You Wanna Try (Lyric Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/6fn6Ri28I7w?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption"><br></figcaption></figure>



<p>Darauf folgt »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=AjCYrHJXg9w" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Afraid of Water</a>«, ein Track in dem Masego sehr lässig über eine Frau singt die <em>shallow</em> ist und dadurch Angst hat vorm tiefen Wasser. Lustige und clevere Metapher, ein Lied das bestimmt auch live Spaß machen wird. Der Song geht dann smooth über zu einem meiner Lieblingsmomente auf dem Album: wenn der Track übergeht zu »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=QHNAvwxVBDk" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Down In The Dumps</a>«. Der Ton ändert sich und der Sound wird etwas mystischer.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">TANZBARE MELANCHOLIE &amp; VIEL ATTITÜDE</h2>



<p>Weitere Highlights sind: »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=kA5PjmbrNLU" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Remembering Sundays</a>«, ein Song in dem Masego genau die Nostalgie erzeugt, um in fröhlicher Melancholie in Kindheitserinnerungen einzutauchen. Aus der Traumwelt geht es dann über zu »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=3tNRrK0-xq8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Who Cares Anyway</a>«, auf dem Masego seinen Status als Auserwählter und culture changer unterstreicht. Gleichzeitig macht er aber auch deutlich, wie unwichtig ihm Status an sich ist. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>They wanna see my in my darkest light / They wanna take away my attitude / They wanna navigate where I can move / Let&#8217;s go back to Africa / I don&#8217;t see the point of being famous / Don&#8217;t think I wanna be famous no more / Dave Chapelle vibes, move to Africa</p>
<cite>Masego auf Who Cares Anyway</cite></blockquote>



<p>Er muss sich nicht beweisen, seine Musik spricht für sich. Ein Track, der in jedem Fall zum Tanzen anregt und ordentlich Attitüde in sich trägt. Schön ist auch, dass Masego insgesamt nicht nur mit dem Beat sondern auch mit seiner Stimme selbst experimentiert. Von klaren einfachen Tönen zu verwobenen Layering seiner Stimme. Das erlaubt ihm geschmeidig zwischen Rap, Gesang und Sprechgesang zu wechseln und uns am Ende trotz vielem hin und her zum Tanzen zu animieren. </p>



<p>Eines der stärksten Lieder ist die bereits veröffentlichte Single »You Never Visit Me«. Fast schon sirenenartig zieht uns Masego mit seiner Stimme in den Bann. Wie das Saxofon selbst ist Masego’s Gesang eines der schönsten Instrumente, sehr verführerisch. <br>Dann gibt es noch »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=buY2tjlsRe4" target="_blank" rel="noreferrer noopener">In Style</a>«. Ein grandioser Song, auf dem wir erst vom Saxophon betört werden, bevor dann die Marching Band einsetzt und uns vom Stuhl aufspringen lässt. Ein grandioses High bevor die Geschichte dann leider zu Ende geht. Als Outro für das Album dient der Song »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=vUAOhXmiDbg" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eternal Sunshine (Fire Pit)</a>«, der sich tatsächlich nach Knistern vom Feuer anhört und die perfekte intime Atmosphäre schafft. Damit schließt sich sehr passend dieser scheinbare private Einblick in die musikalische Welt von Masego. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Masego - You Never Visit Me (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/p5e3JG8S1Js?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption"><br></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Abschließende Worte</h2>



<p>Insgesamt fühlt sich »MASEGO« nicht nach einem Album an, auf dem Masego zwanghaft versucht einem bestimmten Genre zu gefallen oder möglichst viele Hit-Songs zu produzieren. Vielmehr ist »Masego« ein Album, auf dem er seiner Kreativität freien Lauf lässt und weiter ausprobiert, wie sich Trap House Jazz anhören kann. <br>Das mag nicht unbedingt etwas für alle Hörer*innen sein, es ist fast schon eher etwas das man besonders zu schätzen weiß wenn man Masego schon länger verfolgt. Es ist kein Album, das man im Hintergrund hören sollte. Wenn man sich einmal wirklich die Zeit nimmt und es mit voller Aufmerksamkeit von vorne bis hinten anhört, eröffnen sich diverse Ebenen und Soundlandschaften. Genau das ist ja auch das größte Geschenk an den Künstler und eigener Luxus: sich die Zeit für ein Album zu nehmen und versuchen zu verstehen, wo ein Artist uns mit der Musik hinführen möchte. Masego dankt genau das auch seinen langjährigen Fans in einem sehr schönen, offenen Brief auf Instagram:</p>



<center> <blockquote class="instagram-media" data-instgrm-captioned="" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/CpQ-uHjPMv-/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14" style=" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:540px; min-width:326px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);"><div style="padding:16px;"> <a href="https://www.instagram.com/p/CpQ-uHjPMv-/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" background:#FFFFFF; line-height:0; padding:0 0; text-align:center; text-decoration:none; width:100%;" target="_blank" rel="noopener"> <div style=" display: flex; flex-direction: row; align-items: center;"> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 40px; margin-right: 14px; width: 40px;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; justify-content: center;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; 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margin-bottom:0; margin-top:8px; overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"><a href="https://www.instagram.com/p/CpQ-uHjPMv-/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none;" target="_blank" rel="noopener">Ein Beitrag geteilt von Masego (@masego)</a></p></div></blockquote> <script async="" src="//www.instagram.com/embed.js"></script> </center>
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		<title>Kojey Radical über seinen »Reason To Smile«</title>
		<link>https://mostdope.tv/interviews/kojey-radical-ueber-seinen-reason-to-smile</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannah Wietbrock]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Mar 2022 14:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>UK Hip-Hop ist zurzeit vor allem für Grime und Drill bekannt. Der Londoner Rapper Kojey Radical hat sich einen Namen außerhalb dieser Schubladen gemacht und damit seine ganz eigene Platform geschaffen. Bekannt für seine Konzept-Projekte im ganz eigenen Stil, ist seine Musik durchzogen von Themen wie sozialer Ungerechtigkeit, Selbstzweifel und eine allgemeine Wut auf die sozialen Missstände in London. Sein Sound ist aufregend anders, was er auch seiner langjährigen Zusammenarbeit mit UK Produzenten wie KZ oder Swindle zu verdanken hat. [&#8230;]</p>
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<p><strong>UK Hip-Hop ist zurzeit vor allem für Grime und Drill bekannt. Der Londoner Rapper Kojey Radical hat sich einen Namen außerhalb dieser Schubladen gemacht und damit seine ganz eigene Platform geschaffen. Bekannt für seine Konzept-Projekte im ganz eigenen Stil, ist seine Musik durchzogen von Themen wie sozialer Ungerechtigkeit, Selbstzweifel und eine allgemeine Wut auf die sozialen Missstände in London. Sein Sound ist aufregend anders, was er auch seiner langjährigen Zusammenarbeit mit UK Produzenten wie KZ oder Swindle zu verdanken hat.</strong></p>



<p><strong>Sein Debütalbum »Reason To Smile« bedient sich wieder ähnlicher Motive und hört sich doch ganz anders an. Das neue Album ist hoffnungsvoller, Kojey hat seinen Weg gefunden. Unglaublich einfühlsam, reflektiert und erkenntnisreich ist »Reason To Smile« nicht nur eine Hommage an die starken weiblichen Vorbilder in seinem Leben, es ist auch eine Art Leitfaden für seinen Sohn und damit sein Vermächtnis an die nächste Generation.&nbsp;</strong></p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Du hast gesagt, dass deine älteren Projekte für dich wie eine Art&nbsp; &#8220;Aufwärmphase&#8221; waren und auf »Reason To Smile« bist du &#8220;warm geworden&#8221;, du bist startklar. Kannst du uns verraten, was du damit meinst?</strong><br>Weißt du was? Im Grunde genommen hatte ich immer das Gefühl von &#8220;learning-on-the-job&#8221;. Als ich mit Musik angefangen habe, war es erst eine Art Experiment, eine Art Selbsttest. Aber ich hatte direkt Erfolg, es hat den Menschen etwas bedeutet. Die Leute wollten es sehen und zuhören. Ich denke, jetzt ist die perfekte Zeit für dieses Album, weil ich das Gefühl habe, mich selbst und meine Stimme gefunden zu haben. Ich weiß, was ich sagen möchte, was für ein Künstler ich sein möchte und wie ich mich präsentieren möchte. Ich glaube, das hängt damit zusammen, dass ich einfach auf einem anderen Level als der Durchschnitt gearbeitet habe. Damit sind die Erwartungen mit jedem neuen Projekt gestiegen und ich hatte das Gefühl, dass ich diesen Erwartungen an meine Projekte gerecht werden muss. Jetzt habe ich aber das Gefühl, dass ich das Tempo selber angebe.</p>



<p><strong>Ich finde, das hört man auch auf dem Album. Etwas, das mir auch beim Hören von »Reason To Smile« in den Sinn kam, war das Gefühl, das ich auch habe, wenn ich Songs wie Kendrick Lamars »i«, oder JAY-Zs »Hard Knock Life« höre. Dieses Gefühl, dass obwohl die Lebensumstände, die in den Songs beschrieben werden mehr als hart sind, die Musik einem trotzdem Hoffnung gibt. Ähnlich wie du es ja auch auf deinem Album sagst, obwohl die Umstände mitunter frustrierend sind, musst du deinen persönlichen Grund zum Lächeln finden. Es ist ähnlich wie beim Funk, Alben wie Stevie Wonders »Innervisions«, haben diese »keep going mentality«, das man einfach weitermachen muss, kannst du das nachvollziehen?</strong><br>Klar. Ich denke, das ist der Punkt, zu dem ich immer wieder zurückkomme. Bevor ich ein Projekt anfange, egal welche Art von Projekt, suche ich mir meine Inspirationsquelle. Du fängst an, dir die Musik anzuhören die dir das Gefühl gibt: ich bin bereit. Wir sind immer wieder zu jede Menge <strong>Justice League Production</strong>, jede Menge <strong>Pharrell </strong>und insbesondere zu den frühen <strong>Neptunes</strong> Sounds zurückgekommen. Aber vor allem ging es mir auch um die Aussage, die ich mit einem Song machen möchte. <strong>Bob Marley</strong> wird zum Beispiel niemals aufhören, relevant zu sein, da die Menschen immer in der Lage sein werden, seine Musik zu fühlen. Einfach nur aus dem Grund, dass er über etwas Echtes spricht und das in einer Art tut, die nachvollziehbar ist. Das war jedenfalls das Ziel dieses Albums.&nbsp;</p>



<p><strong>Die Stimmung von »Reason To Smile« hebt sich von vorherigen Projekten ab, die sich teilweise noch düsterer oder frustrierter, im Sinne von sozialen und politischen Missständen, anhören. Dein neues Album behandelt zwar ähnliche Thematiken aber mit einem anderen Ansatz, fast wie eine neue &#8220;Kampfstrategie&#8221;?</strong><br>Sicher, ganz bestimmt! Ich meine, ich war offensichtlich noch sehr jung, als ich die letzten Projekte gemacht habe. Als ich an »Dear Daisy« gearbeitet habe, war ich gerade frisch aus der Uni. Ich hab erst ein Jahr Musik gemacht, als ich »23 Winters« veröffentlicht habe und in »In Gods Body« kam dann direkt das Jahr danach. Den größten Abstand, den ich zwischen Projekten &#8211; und damit verbunden auch die einzig größere persönliche Entwicklung, die ich hatte, war zwischen »In Gods Body« und »Cashmere Tears«. Das war für mich eine Zeit, in der ich persönlich den größten Wandel durchlebt habe. Es hängt also für mich auch immer damit zusammen, welche Veränderungen ich gerade erlebe, das hilft mir meinen Sound zu bestimmen und wie ich mich diesem annähere. Natürlich hatte ich auch schön früh Fan-Lieblinge wie »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=i7zoDNT8U1s">Bambu</a>«, »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=qLOghqlROGA">Kwame Nkrumah</a>«, »Open Hand« oder »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=tOSGzKE9MY4">Gallons</a>«. Auf diesen Tracks war ich einfach noch jung und sehr wütend auf die Welt. Ich hab mich nur auf die Wut fokussiert und das ist keine Lösung. Ich hatte einfach noch nicht die Lebenserfahrung zu sagen: Ok, die Wut ist wie ein Geschwür und nicht hilfreich, nicht positiv. Ich hab auch soundmäßig, im Sinne von Musik machen, noch nicht genug Erfahrungen gesammelt gehabt, um zu wissen wie ich meine Message vermitteln kann.&nbsp;</p>



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<iframe title="KOJEY RADICAL &quot;OPEN HAND&quot; [DIR. BY THE REST]" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/0LGcPd4y50k?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Ich würde sagen, diese Botschaft wird auch sehr deutlich durch die Features auf dem Album. Das Album sticht vor allem durch die schwarzen Musikerinnen hervor, die für mich eine neue &#8211; extrem unterschätzte &#8211; Generation von Künstlerinnen darstellen wie z.B: Tiana Major9, Shaé Universe, Ego Ella May, Lex Amor. Wie hast du die Features für das Album ausgesucht?</strong> <br>Ich bin einfach ein Glückspilz! [lacht]. Ich hasse diese geheuchelten Allyship. Ich denke, das ist Bullshit. Wenn du dich für Menschen einsetzt und an deren Seite stehst, dann musst du diese Leute auch reden lassen. Es wäre nicht richtig von mir, über die Perspektive von schwarzen Frauen zu sprechen oder in deren Namen zu handeln, ohne sie selber zu Wort kommen und ihr Ding machen zu lassen. Es geht darum, einen Platz für Künstler*innen zu schaffen, der unabhängig ist vom Background, Geschlecht oder was auch immer, jeder muss für sich selbst sprechen können. Außerdem spiegelt es am besten meine eigenen Erfahrungen wider. Es waren immer die Frauen um mich herum, denen ich meine Fragen stellen konnte, oder die da waren, wenn ich mich im Versuch herauszufinden selbst verlor. Es war mir einfach wichtig, diese Momente auch durch die Features zu repräsentieren.</p>



<p><strong>Aus der Sicht von Außenstehenden fühlt sich das fast schon an wie eine eingeschworene Community aus Künstler*innen. Die UK Szene generell, vor allem&nbsp; aber die Musikszene in London ist da sehr einzigartig</strong>.<br>Ja, ich meine, ich arbeite jetzt schon einige Jahre mit den gleichen paar Leuten. Mit <strong>Shaé Universe</strong> arbeite ich jetzt schon seit »In Gods Body« zusammen und mit <strong>Tiana</strong> auch schon seit Jahren. Tiana und ich sind damals zusammen in denselben Open Mic Kreisen aufgetreten. Sie hat früher Akustiksets gespielt mit ihrem Bruder an der Gitarre. Viele der Leute, die auf dem Album sind, kenne ich jetzt schon über Jahre. Ich erinnere mich noch, wie <strong>Knucks</strong> als erstes sein Video auf <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7XE75wMYypY">SBTV</a> veröffentlicht hat. So lange höre ich schon Knucks. Die Musik von <strong>Cashtastic</strong> hat mich meine ganze Schulzeit lang begleitet, er war wirklich der erste junge große Superstar, den das Land je gesehen hat, als er in meiner Kindheit rauskam. Die Probleme mit der Einwanderungsbehörde haben zwar seinen Aufstieg gehindert, aber auf keinen Fall sein Talent. Es ist einfach cool, dass ich jetzt die Möglichkeit habe, ihm die Plattform zu geben um sein Ding zu machen. <strong>Lex Amor</strong> feier ich schon eine Weile, Ich bin generell ein Fan von allen, die auf dem Album sind, weißt du? Ich bin einfach mit jeden als Fan in Kontakt getreten, ich hab mein Ego hinten angestellt und einfach gehofft, dass sie ja sagen [lacht]. Glücklicherweise haben sie dann ja auch ja gesagt. <strong>Ego Ella May</strong> war sogar schon auf »Dear Daisy« (2014) und jetzt ist sie eine MOBO Award Gewinnerin. Es ist fast so, als würde jeder in die Rolle wachsen, die schon immer für ihn oder sie bestimmt war.&nbsp;</p>



<p><strong>Als du die Tracklist auf Instagram gepostet hast…</strong><br>»<a href="https://www.youtube.com/watch?v=EUjHt1lBNko">War Outside</a>« ist auf dem Album. Das war ein Fehler [alle lachen].</p>



<p><strong>Vielen ist&nbsp;da direkt der Name von Kelis aufgefallen. Einfach auch weil das die größte Überraschung für die meisten Fans war, könntest du uns sagen wie dieser Track zustande kam?</strong><br>Das war so: Tiana und ich haben einen neuen Song richtig gefühlt. Ich wusste einfach, ich wollte etwas Aggressives, so ein &#8220;»Phantom of the Oprah« type shit&#8221;. <br><strong>KZ</strong> und <strong>Swindle</strong> haben an diesem Beat gearbeitet und Tiana kam einfach mit einer &#8220;next level energy&#8221; ins Studio und hat einfach diese Stimmung heraufbeschworen und angefangen zu schreien. Ich dachte nur: WOW der Song ist etwas ganz anderes. Wir hatten ihn dann ewig rumliegen. Ich erinnere mich daran, dass ich bevor der Song überhaupt entstanden ist <strong>Kelis</strong>’ Namen bereits auf mein Vision Board für das Album getan hatte, einfach ohne Hintergedanken: &#8220;yeah I’m gonna put Kelis on my album&#8221;. Eines Tages bekomme ich dann ein &#8220;Ringeling&#8221; auf meinem &#8220;Dingeling&#8221; von meinem Manager, der das Instrumentals für Kelis haben wollte. Ich dachte ewig, dass er nur Quatsch geredet hat. Ich habe einfach nichts geglaubt, was mit ihr zu tun hatte &#8211; bis dann der Verse zurück kam. Es war komplett durchgeknallt. Dann hat mich KZ angerufen. Er war gerade in LA und einfach mit Kelis im Studio. Wir haben dann einfach ewig am Telefon gequatscht. Sie hat mir gesagt, dass ich zur <a href="https://www.instagram.com/p/CW84yArlN0a/?utm_source=ig_web_copy_link">Farm</a> kommen sollte. Sie war super nett und ich dachte, dass es so ein surrealer Moment ist, aber gleichzeitig auch die Bestätigung dafür, dass ich diesmal wirklich an einem Album arbeite. Ich hab bisher in meiner Karriere einfach genug getan, um diese Dinge zu pushen, es wirklich zu probieren und diesen Dingen nachzugehen. Von daher war es einfach wichtig.    </p>



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<iframe title="Talkin (feat. Kelis &amp; Tiana Major9)" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/mVk3zs7xQb8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Ein anderer sehr wichtiger Moment war bestimmt auch die Geburt deines Sohnes. Du erwähnst ihn mehrmals unter anderem auf »Reason To Smile«: &#8220;My life better cause my son got his mom’s smile&#8221; und auf »Gangsta«: &#8220;Moonwalking through the fire, a generational curse / my son he getting big, he getting tall, he getting handsome / If he got my pen, I’m betting he going platinum / no good at the lullaby’s I’m better when I rap to him.&#8221; Außerdem schreibst du als Caption zu einem Video von euch beiden auf <a href="https://www.instagram.com/tv/CYL54XBB9oC/?utm_source=ig_web_copy_link">Instagram</a>, dass er für dich dein Grund zum Lächeln ist. Ich hoffe, wir treten dir nicht zu nahe, aber hat dein Sohn deinen kreativen Prozess oder deine Perspektive auf die Dinge verändert?</strong><br>Yeah, yeah, yeah, einhundert Prozent! Es gibt Dinge, die einfach dazu da sind, dich wieder zu erden. Ich denke, egal was passiert, es gibt keine genaue Möglichkeit vorherzusagen, auf welcher Bahn du dich befindest. Wenn ich die Richtung bedenke, in die sich mein Leben entwickelt hat, musste es Veränderung geben. Der Grund warum mein Album so heißt, wie es heißt, liegt daran, dass es eine der größten Veränderungen war, die in meinem Leben passiert ist. Wahrscheinlich auch eine der angsteinflößendsten. Ich war noch nicht bereit, weißt du? Jeder beglückwünscht dich, jeder hat ein Lächeln für dich und es sind gute Nachrichten. Währenddessen versuchst du selber rauszufinden: Wo stehe ich? Wer bin ich? Was weiß ich denn schon über dieses Leben, um es einem anderen beizubringen und ihn zu erziehen? Dann war er da und ich gucke ihn an und denke, Junge! Du hast nur ein Wissen von X Monaten. Ich bin der Meinung, dass es Männer in ihren Dreißigern gibt, die noch komplette Idioten sind. Von daher ist die Tatsache, dass du nur sechzehn, siebzehn, zwölf Monate – oder was auch immer – auf der Welt bist, so inspirierend. Ich kann dir einfach den Weg weisen durch alles, was du erlebst. Ich möchte es nicht kontrollieren, ich möchte es nicht verändern. Ich kann dir einfach dabei helfen und hoffen, dass du gewisse Dinge verstehst. Weil irgendwann wird der Punkt kommen, an dem du selbst reflektierst und nach den Antworten auf deine Fragen suchst. Ich hoffe einfach, dass mein Album genau das für meinen Sohn ist, weißt du? Dass es ihn anleitet und helfen wird, einen Grund zu finden.&nbsp;&nbsp;</p>



<p><strong>Im Zusammenhang mit deinem Sohn erwähnst du auf »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=jAAJVnSBc4I">Gangsta</a>« außerdem &#8220;moonwalking through the fire / a generational curse&#8230;&#8221;</strong><br>..a generational curse, yeah, yeah, yeah.. Eine Menge Kinder haben keinen Vater. Von daher fühlt es sich fast wie etwas an, an das man sich gewöhnen muss und vielleicht ist da zu sein gerade der angsteinflößende Teil. Du musst durchs Feuer gehen. Das ist einfach das, was du tun musst. Ich hab das schon auf Swindles Album gesagt: &#8220;Walking through the fire is something that dads do&#8221; (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=iMyZQVyoPz0">»HOW I’VE BEEN«</a>). Es ist furchterregend durchs Feuer zu rennen, oder? Du bist kein Feuerwehrmann, aber trotzdem rennst du rein, um dein Kind zu retten.  </p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="491" height="640" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Mittel-000043540006-scaled-1.jpeg" alt="" class="wp-image-21047" style="aspect-ratio:0.7671818159623037;width:600px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Mittel-000043540006-scaled-1.jpeg 491w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Mittel-000043540006-scaled-1-230x300.jpeg 230w" sizes="(max-width: 491px) 100vw, 491px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Warner Music Germany</figcaption></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Ein anderes wiederkehrendes Thema, das sich durch das Album zieht, sind unterschiedliche Formen von Druck. Auf dem Track »Pressure« rappst du: &#8220;You’re supposed to be the king / People still dependent on you / Even on your dark days, keep a little love inside you.&#8221; Würdest du sagen, der Druck, den du beschreibst, kommt von außen oder von dir selber?</strong><br>Ich denke beide Aussagen treffen zu. Egal, was du gerade in deinem Leben durchmachst, dir werden immer neue Herausforderungen in den Weg gestellt. Wie du mit diesen Herausforderungen umgehst, ist das worauf es ankommt. Es gibt Motivation und Disziplin, du kannst dazu motiviert werden, alles zu tun. Disziplin ist aber es zu tun, selbst wenn du nicht motiviert bist. Diese Balance zu finden ist das, was dir hilft weiter zu machen, egal was kommt.&nbsp;</p>



<p><strong>Irgendein Vorschlag dazu, wie man mit diesem Druck umgeht?</strong><br>Fuck me, nein [lacht]. Einfach weil ich das durchstehe, weißt du? Mehr ist es nicht. Du musst einfach dadurch kommen, ganz buchstäblich. Es gibt keinen Weg daran vorbei, du kannst es nicht unterwandern. Du musst da ganz buchstäblich durch. Die Person, die du auf der anderen Seite sein wirst, wird besser für dich sein. So gehst du mit Druck um.&nbsp;</p>



<p><strong>Wir haben leider keine Zeit, um detailliert über alle Lyrics zu sprechen. Aber eine Zeile, die uns nicht mehr aus dem Kopf geht, ist im zweiten Teil von »Pusher Man: BWI«, wo du am Ende wiederholst: &#8220;There’s nothing more dangerous than a black man with intelligence / especially one with relevance.&#8221; Könntest du uns etwas mehr dazu erzählen?</strong><br>Also »Pusher Man: BWI« ist eigentlich eine Metapher innerhalb einer Metapher. Ich bin mir bewusst, dass diese Industrie, also Medien, Radio, Fernsehen was auch immer es genau ist, aktiv Gewalt, Sex, Drogen, Geld und Frauen bewirbt, &#8220;all day &#8211; everyday&#8221;. Und das tut sie mit vollem Bewusstsein. Wenn du dir jetzt anguckst, was gerade an der Spitze unserer Kultur steht, im Sinne von Einfluss auf Menschen und deren Alltag, egal aus welcher Gesellschaftsschicht, dann würdest du Hip Hop sagen.</p>



<p>Wenn du jetzt der Autor bist, fühlst du dich dafür verantwortlich, weil dir auch bewusst ist, was das in deiner Gemeinschaft anrichtet. Während ich also diese Musik pushe, diese Wörter pushe, diese Vorstellungen und Ideen pushe, fühle ich mich wie ein Drogendealer. Ich fühle mich wie all diese Dinge, weißt du? Wie schon erwähnt, die 50/50 Verteilung auf meinem Album ist auch meine Anerkennung von schwarzen Frauen, besonders die in meinem Leben. Es ist aber eben auch die Erkenntnis, dass die Balance zurzeit nicht fair ist. Gucken wir uns nur die Hierarchie des Einflusses innerhalb des Hip Hop an, dann steht der schwarze Mann ganz klar an oberster Stelle. Wenn er sich dem nun aber bewusst ist und sich entscheidet so zu handeln, wäre das gefährlich. Von daher ist es eine Metapher innerhalb einer Metapher innerhalb einer Metapher. Außerdem ist es einfach ein kranker Song [lacht].</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>As the author now you feel responsible because you&#8217;re also aware of what that does to your community. So, as I&#8217;m pushing this music. I&#8217;m pushing these words. I&#8217;m pushing these notions, these ideas, I feel like the drug dealer. I feel like all of these things, you know?</strong></p>
<cite>Kojey Radical über die Inspiration hinter »Pusher Man: BWI«</cite></blockquote>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Pusher Man: BWI" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/2b6kzby3ojY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Wir wollten dich auch noch zu deiner Zusammenarbeit mit dem Produzenten Swindle befragen. Auf dessen letzten Album »THE NEW WORLD« warst du auf 5 von 9 Songs zu hören und Songs von deinem Album wie »Payback« fühlen sich fast wie ein Zusatz zu diesem Projekt an. Als ob diese Lieder Teil einer Session gewesen wären. Wie kam es dazu?</strong><br>Ich und Swindle – das passt einfach. Er denkt wie ich, wenn es ums Arbeiten geht, uns kümmern keine bestimmten Projekte, es geht uns einfach nur um das, woran wir gerade arbeiten. Innerhalb kürzester Zeit entstehen einfach eine Menge Tracks. Ich fühl mich fast schlecht, weil er den schwierigeren Teil der Arbeit hat: er muss die Songs aussuchen, auf denen ich nicht mit drauf bin [lacht].</p>



<p>Am Ende des Tages weiß er einfach: Wenn er etwas bestimmtes braucht, dann kann ich ihm das liefern. Andersrum genauso. Wenn er einen bestimmten Verse über XYZ in einem bestimmten Style und Flow braucht, oder eine Stimme, die in einem bestimmten Falsetto singt, dann kann er sich auf mich verlassen. Mit einem so torsicherem Team muss man nicht argumentieren. Am Ende des Tages ist es egal, wer den Hattrick geschossen hat, da steckt ein System hinter, gute Pässe, genau das passiert, wenn Swindle und ich zusammenarbeiten. Songs wie »Payback« entstehen da andauernd.</p>



<p>Als ich das erste mal mit Swindle zusammengearbeitet habe, haben wir in einer Session zusammen »Water« und »Coming Home« gemacht. Er hat »Coming Home« behalten und dafür hab ich »Water« bekommen. Ich kann mich nicht mehr an den anderen Track erinnern, aber wir haben den und »Cashmere Tears« gemacht, Er hat den anderen Track genommen und ich dafür »Cashmere Tears«. Während wir an seinem Album <a href="https://www.youtube.com/watch?v=f_lhAe33Kk8">»THE NEW WORLD«</a> gearbeitet haben, meinte ich nur ich gebe dir die fünf Tracks, dafür brauche ich aber »Payback« [lacht]. Fünf für einen [lacht]. So funktioniert das einfach, ich hab also »Payback« tatsächlich während »THE NEW WORLD« gemacht.</p>



<p><strong>Gibt es etwas, von dem du dir erhoffst, dass Fans das von diesem Album mitnehmen? Wie glaubst du wird es sich in deren Leben widerspiegeln?</strong><br>Auf welcher Reise sie sich auch immer befinden, macht einfach weiter. Ich möchte sie einfach gewinnen sehen. Wenn du als anders wahrgenommen oder verstanden wirst, wenn dein Weg nicht direkt linear ist, du noch keinen großen Erfolg hattest, noch nicht auf der Bildfläche erschienen bist, du immer noch am schuften bist. Wenn du immer noch versuchst herauszufinden, wer zu deinem Tribe gehört, wer deine Fans sind und oft einfach nur fertig bist, weil du keinen um dich rum siehst, der das Gleiche macht wie du und Erfolg hat. Diese Leute müssen einen Erfolg sehen. Darum geht’s. Einfach dass diese Menschen weitermachen können. Mir ist es scheißegal, ob ich morgen groß rauskomme und der größte Künstler aller Zeiten werde, aber meine Musik wird für immer bestehen. Wenn also in zehn, fünfzehn Jahren jemand meine Musik hört und sich denkt: Rah! Und dann den geilsten Scheiß macht, dann hab ich gewonnen. Ich bin am gewinnen. &#8220;I’m winding up, fuck you lot&#8221; [lacht]. Mir geht’s einfach darum, den Traum am Leben zu halten. In den meisten meiner Projekte geht es um den Weg. Und wir sind immer noch dabei: »Cashmere Tears« hatte keinen Schlusspunkt, es hat mit einer Frage geendet. »Reason To Smile« endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern stellt eine weitere Frage. Siehst du worauf ich hinaus will? Wir werden diese Fragen weiterhin stellen und gemeinsam durchs Leben gehen.</p>



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<iframe title="Kojey Radical - Payback (feat. Knucks) [Official Music Video]" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/GROTTbCaYv0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p></p>
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		<title>Drake &#8211; Certified Lover Boy // REVIEW</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nico Maturo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Sep 2021 11:18:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soundchecks]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nur knapp eine Woche nach »Donda« releaste Kanye West‘s derzeitiger Lieblingskontrahent Drake am Freitag sein seit Juni 2019 angekündigtes, sechstes Studioalbum »Certified Lover Boy«. Schon jetzt – nicht einmal eine Woche nach dem Release – hat Drake den Ex-Präsidentschaftskandidaten zumindest zahlentechnisch geschlagen. Sein Release stellte mit 170 Millionen Streams einen neuen Rekord für das meist gestreamte Album innerhalb von 24 Stunden auf. Musikalisch liefert Drake auf den 21 Songs genau das, was seine Fans von ihm verlangt haben: eine hochpolierte, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Nur knapp eine Woche nach »Donda« releaste Kanye West‘s derzeitiger Lieblingskontrahent Drake am Freitag sein seit Juni 2019 angekündigtes, sechstes Studioalbum »Certified Lover Boy«. Schon jetzt – nicht einmal eine Woche nach dem Release – hat Drake den Ex-Präsidentschaftskandidaten zumindest zahlentechnisch geschlagen. Sein Release stellte mit 170 Millionen Streams einen neuen Rekord für das meist gestreamte Album innerhalb von 24 Stunden auf.</strong></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="550" data-dnt="true"><p lang="en" dir="ltr">Breaking single day records. 🦉<a href="https://twitter.com/Drake?ref_src=twsrc%5Etfw">@Drake</a> is now the most streamed artist, and <a href="https://twitter.com/hashtag/CertifiedLoverBoy?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#CertifiedLoverBoy</a> is the most streamed album, in less than 24 hours on Apple Music in 2021.<br><br>Listen again: <a href="https://t.co/bVGPK6H92m">https://t.co/bVGPK6H92m</a> <a href="https://t.co/Ts28bsPoAG">pic.twitter.com/Ts28bsPoAG</a></p>&mdash; Apple Music (@AppleMusic) <a href="https://twitter.com/AppleMusic/status/1433935362666254336?ref_src=twsrc%5Etfw">September 3, 2021</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
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<p>Musikalisch liefert <strong>Drake</strong> auf den 21 Songs genau das, was seine Fans von ihm verlangt haben: eine hochpolierte, emotionale Achterbahn zwischen Melancholie und Megalomanie, gewürzt mit einer ordentlichen Prise Bettgeflüster. Auf dem Opener »Champagne Poetry« bedient sich Drake in der ersten Strophe am Instrumental des Songs »Navaho« von <strong>Masego</strong> (der wiederum »Michelle« der <strong>Beatles</strong> geflippt hat) um dann auf ein entspanntes Soulsample zu switchen und – passend zum Titel – tiefgründig über das Stardasein zu sinnieren. Highlight der Platte ist aber definitiv »Papi’s Home«, auf welchem er die gesamte vermeintliche Rapkonkurrenz zu seinen Söhnen degradiert. Ebenfalls erwähnenswert ist »You Only Live Twice« featuring <strong>Lil Wayne</strong> und <strong>Rick Ross</strong>. </p>



<blockquote class="instagram-media" data-instgrm-captioned="" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/CTYbSUOA2ar/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="13" style=" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:540px; min-width:326px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);"><div style="padding:16px;"> <a href="https://www.instagram.com/p/CTYbSUOA2ar/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" background:#FFFFFF; line-height:0; padding:0 0; text-align:center; text-decoration:none; width:100%;" target="_blank" rel="noopener"> <div style=" display: flex; flex-direction: row; align-items: center;"> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 40px; margin-right: 14px; width: 40px;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; justify-content: center;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; 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margin-bottom:0; margin-top:8px; overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"><a href="https://www.instagram.com/p/CTYbSUOA2ar/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none;" target="_blank" rel="noopener">Ein Beitrag geteilt von champagnepapi (@champagnepapi)</a></p></div></blockquote> <script async="" src="//www.instagram.com/embed.js"></script>



<p>Die Gästeliste des Albums allein ist schon eine Kampfansage an <strong>Kanye West</strong>. So standen ihm sowohl <strong>Jay-Z</strong> als auch <strong>Kid Cudi</strong> und <strong>Travis Scott</strong> zeitweise sehr nah. Des Weiteren finden sich Namen wie <strong>Lil Baby</strong>, <strong>Future</strong> oder <strong>21 Savage</strong> unter den insgesamt 15 Gästen. Dazu hat Drake ein großes internationales Produzententeam um sich herum gescharrt. Hier waren einige Produzenten aus dem deutschsprachigem Raum am Werk: Neben dem Schweizer <strong>OZ</strong>, der schon länger mit Drizzy zusammenarbeitet, konnten sich auch <strong>knd</strong> aus Aachen und <strong>NikD</strong> aus Frankfurt auf CLB platzieren. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Champagne Poetry" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/AxE6wEuLHQ0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



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<p>Abschließend kann man sagen, dass sich CLB nahtlos in die Diskografie von Drake einfügt und den ein oder anderen noch länger begleiten wird. Er versteht es schlichtweg, aktuelle Strömungen zu bündeln und für sich zu übersetzen. Damit wird er seinen Superstarstatus noch weiter verteidigen. Nicht dass, dass nach seinem Rekord nötig wäre.</p>
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