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	<title>Karol G Archive - Mostdope</title>
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	<title>Karol G Archive - Mostdope</title>
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		<title>Bricknasty überzeugen mit Disharmonie und geordnetem Chaos</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannah Wietbrock]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Jul 2025 19:29:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die internationalen Neuheiten der Woche im Überblick. Mit dabei sind The Last Dinner Party, Jim Legxacy, J Balvin und Bricknasty. Bricknasty &#8211; go get that blade Dass ein wilder Genre-Mix durchaus funktionieren kann, zeigt die Band Bricknasty. Lyrics, die man nicht direkt versteht und zum Teil eher Laute als Worte sind, werden unterbrochen von Irisch und Englisch über einen fast disharmonischen Beat, der wie eine wilde Achterbahn die Richtung wechselt. Hört sich jetzt nicht so einladend an – und trotzdem [&#8230;]</p>
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<p><strong>Die internationalen Neuheiten der Woche im Überblick. Mit dabei sind The Last Dinner Party, Jim Legxacy, J Balvin und Bricknasty. </strong></p>



<div style="height:5px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Bricknasty &#8211; go get that blade</h2>



<p>Dass ein wilder Genre-Mix durchaus funktionieren kann, zeigt die Band <strong>Bricknasty</strong>. Lyrics, die man nicht direkt versteht und zum Teil eher Laute als Worte sind, werden unterbrochen von Irisch und Englisch über einen fast disharmonischen Beat, der wie eine wilde Achterbahn die Richtung wechselt. Hört sich jetzt nicht so einladend an – und trotzdem schaffen die Künstler aus Irland es, daraus einen sehr geilen und spannenden Track zu machen. Das letzte Projekt »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=gQEQ2BUMp4s&amp;list=OLAK5uy_nIXdj628yURgc4GpMNZ1jV-BAtQFNoHTU">XONGZ አስቀያሚ ጡብ</a>« hat schon einen sehr überzeugenden Eindruck von dem Stil gegeben. Die Band ist gerade dabei, international den Durchbruch zu schaffen, und war dieses Jahr bei einigen Shows von <strong>Kneecap</strong> als Support dabei. Absolute Empfehlung diese Woche für alle Fans von alternativem Rap, Jazz und den etwas experimentelleren Songs von Kendrick Lamars »untitled«-Projekt.</p>



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<div style="height:81px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">The Last Dinner Party &#8211; Here Comes the Killer</h2>



<p>&#8220;<em>good morning, good looking, this is the Killer speaking</em>&#8221; singt <strong>The Last Dinner Party</strong>-Frontfrau <strong>Abigail Morris</strong> im neuesten Song der Band: »This is the Killer Speaking«. TLDP besteht neben Morris noch aus <strong>Emily Jane Roberts</strong>, <strong>Georgia Davies</strong>, <strong>Aurora Nishevci</strong> und <strong>Lizzy Mayland</strong>. Abgesehen vom Tour-Drummer haben wir volle Female Power, die mit ihrem Debütprojekt »Prelude to Ecstasy« letztes Jahr nicht nur die Charts, sondern gleich die ganze Welt erobert hat. »Nothing Matters« wurde bereits kurz nach Veröffentlichung in sämtlichen Indie-Clubs mitgegrölt. <br>Das Konzept? Großartige Songs, die allesamt Ohrwürmer sind – und das alles mit individuellen Looks, die mal nicht den Mainstream ansprechen sollen, sondern die Weirdos und die Mittelalter-Rüstungen-, Korsettkleider- und Hosenanzug-Fans. Also alle, die sich nicht so ganz mit den Kardashians identifizieren können. Wir sind Teil des Fanclubs und können den neuen Song bereits mitsingen. Umso mehr freuen wir uns auf das kommende Album »From The Pyre«, welches die Band bereits für den <strong>17. Oktober</strong> angekündigt hat. Absolut mystisch, magisch und wunderbar.</p>



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<div style="height:84px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Jim Legxacy &#8211; black british music (2025)</h2>



<p><strong>Jim Legxacy</strong> ist ein britischer Artist, der seit 2019 immer mal wieder Musik rausbringt und auch hinter den Kulissen als Writer auf Projekten wie »ten days« von <strong>Fred again..</strong> beteiligt war. Sein neues Album »black british music (2025)« verfolgt nicht wirklich einen roten Faden, vielmehr probiert der Londoner Künstler sich in unterschiedlichen Genres. Das funktioniert mal mehr und mal weniger gut. Das Projekt hört sich eher wie eine EP an, der Mix aus Pop, Rap, R&amp;B, Singer-Songwriter- und Dancehall-Einflüssen könnte fast wie ein ungeschliffener Edelstein sein. <br><br>Lieder wie »3x« mit <strong>Dave</strong> haben definitiv das Potenzial dazu. Insgesamt ist das Projekt aber trotz des wilden Genre-Mix etwas repetitiv und überzeugt nicht durch tiefe Texte. Wenn die vielen Genres ein Spiegelbild für die vielfältigen Einflüsse von Schwarzen Künstler*innen in den UK sein sollen, ist der Grundgedanke zwar cool, aber Artists wie <strong>V V Brown</strong> oder <strong>Ezra Collective</strong> haben das in ihren letzten Projekten noch etwas raffinierter hinbekommen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Jim Legxacy x Dave - 3x" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/wkZC8oE8R7M?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:88px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">J Balvin &#8211; Mixteip</h2>



<p>Ein Artist, der neben Größen wie <strong>Karol G</strong> oder <strong>Bad Bunny</strong> dafür gesorgt hat, dass Reggaeton international zu einem der beliebtesten Genres gehört. Wie hört es sich aber an, wenn Medellín und London aufeinandertreffen? Das zeigen uns diese Woche <strong>J Balvin</strong> und <strong>Stormzy</strong>. Der Track »Uuu« ist Teil der neuen EP »Mixteip« und zeigt nicht nur, dass die beiden gut harmonieren, sondern: Nach den vielen Feature-Tracks ist Balvin zurück in Höchstform. Sehr schöne EP.</p>



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<iframe title="J Balvin, Stormzy - Uuu (Official Audio)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/70vMhlfCPYI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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		<title>Wut die man hören sollte &#8211; 5 Songs die mit Abusern abrechnen</title>
		<link>https://mostdope.tv/editorials/editors-pick/wut-die-man-hoeren-sollte-5-songs-die-mit-abusern-abrechnen</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Magnus Menzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Jul 2025 15:46:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Editor's Picks]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wut, Hass und Frustration sind unbequeme Emotionen, die gesellschaftlich insbesondere dann ungern gesehen und als normabweichend missbilligt werden, wenn FLINTA*-Personen sie verkörpern. Wir wollen mit diesem Beitrag das Gegenteil versuchen: die Daseinsberechtigung bzw. die dringende Notwendigkeit starker, negativer Emotionen herausstellen, der Energie, die sie entfalten, Raum geben und den Geschichten dahinter Aufmerksamkeit schenken. Denn: Jede dritte Frau in Deutschland ist in ihrem Leben mindestens einmal von körperlicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Jede vierte Frau erlebt körperliche und/oder sexuelle Gewalt in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Wut, Hass und <strong>Frustration</strong> sind unbequeme Emotionen, die gesellschaftlich insbesondere dann ungern gesehen und als normabweichend missbilligt werden, wenn FLINTA*-Personen sie verkörpern. Wir wollen mit diesem Beitrag das Gegenteil versuchen: die Daseinsberechtigung bzw. die dringende Notwendigkeit starker, negativer Emotionen herausstellen, der Energie, die sie entfalten, Raum geben und den Geschichten dahinter Aufmerksamkeit schenken. Denn:</strong> <br><br><em>Jede dritte Frau in Deutschland ist in ihrem Leben mindestens einmal von körperlicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. <br>Jede vierte Frau erlebt körperliche und/oder sexuelle Gewalt in ihrer Partnerschaft.<br>Zwei von drei Frauen erleben sexuelle Belästigung.</em> (Quelle: <a href="https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/frauen-vor-gewalt-schuetzen/haeusliche-gewalt/formen-der-gewalt-erkennen-80642">BMFSFJ</a>)</p>



<p>Schon bei oberflächlichen Internet-Recherchen finden sich etliche statistische Belege für das reale Problem patriarchaler Gewalt. Dass auch die Musikindustrie davon unterwandert ist, ist längst kein Geheimnis mehr.&nbsp;Doch die gefährliche Kombination aus großen Träumen auf der einen und gewissenlosem Machtmissbrauch auf der anderen Seite bleibt akut.</p>



<p>Umso wichtiger ist es, dass FLINTA*s gehört und unterstützt werden, am besten bevor, aber spätestens wenn sie selbst laut werden und ihre Machtposition reclaimen müssen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="800" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/800x800.png" alt="" class="wp-image-19309" style="width:402px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/800x800.png 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/800x800-300x300.png 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/800x800-150x150.png 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/800x800-768x768.png 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/800x800-120x120.png 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/800x800-240x240.png 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/800x800-360x360.png 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/800x800-540x540.png 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/800x800-720x720.png 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/800x800-770x770.png 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/800x800-125x125.png 125w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>
</div>


<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Bangerfabrique – Crash Out</strong></h2>



<p><strong>„</strong>Death to all abusers” lassen <strong>emmamaelo</strong>, <strong>nebou</strong> und <strong>melle</strong> recht unmissverständlich direkt zu Beginn von »CRASH OUT« wissen. In ihrer Haltung sind <strong>bangerfabrique</strong> ja sowieso schon immer ziemlich klar und direkt gewesen, haben sich dabei vor allem sexpositiv und&nbsp; feministisch positioniert. Doch mit der vor zwei Wochen veröffentlichten Single richten die Hamburgerinnen sich nun explizit gegen Täter und rechnen hart ab mit übergriffigem Verhalten. Auch wenn »CRASH OUT« ohne Namedropping auskommt, so verraten die gepeepten Stellen und die Delivery dieser und weiterer Zeilen des Tracks doch, dass Abuser sich nicht mehr sicher fühlen dürfen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Woran erkennt man Abuser? Dass sie bald keiner mehr bucht! </strong></p>
</blockquote>



<p>Das wäre ja schon mal ein Anfang&#8230;</p>



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<iframe title="bangerfabrique - CRASH OUT (prod. Cato) ft. emmamaelo, melle, nebou" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/3QF8CXUfWdg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kitana – Alte Geister</strong></h2>



<p>Noch expliziter, wenn auch ohne namentliche Erwähnung, wird <strong>Kitana</strong> im Outro ihres jüngsten Albums »Fatality«. Auf »Alte Geister« adressiert sie ein Trauma und dessen Verursacher. Es geht dabei ganz klar um eine männliche Person, die Macht und Vertrauen gegenüber einer Minderjährigen missbraucht und dabei schwerwiegende psychische Schäden hinterlassen haben muss. Auch ohne weitere Details wird die Tragweite dessen unmissverständlich deutlich. In wortgewaltigen Zeilen und Rachefantasien kanalisiert Kitana nun eine über Jahre angestaute Wut. Auf der Suche nach gerechten Konsequenzen erkämpft sie sich mindestens eines: Sie wird vom passiven Opfer zum handelnden Subjekt, das den Täter uneingeschüchtert konfrontiert und zur Verantwortung zwingt.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Sah keine Reue, kein Bedauern in dei’m Blick // Ich hatte keine Zeugen, keine Aussage die hilft // Ich brauch’ keine Justiz, du bist ein kranker Psychopath // deshalb ramm’ ich dir die Gun in deinen Rachen bis du platzt</strong></p>
</blockquote>



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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Sierra Kidd – Big Boi</strong></h2>



<p>Auch »Big Boi« behandelt einen Fall patriarchaler Gewalt. Als erste männliche Stimme in dieser Auflistung tritt <strong>Sierra Kidd</strong> darin lediglich als angehöriger Beobachter auf, dennoch ähnelt seine Attitüde der von Kitana. Der gut fünf Minuten lange Song ist biographisch aufgebaut und behandelt diverse Struggles seines Lebens sowie seiner Familie. Der komplette dritte Part widmet sich schließlich einem ehemaligen Stiefvater, der sich erst das familiäre Vertrauen erschlichen hat, um anschließend Kidds Mutter „fast blind” zu schlagen. Auch in diesem Fall scheint der Abuser ohne weitere Konsequenzen davongekommen zu sein, was in Kidd eine Wut hinterlässt, die er in einigen mehr oder weniger expliziten Drohungen stilistisch verarbeitet.&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Du weißt, wen ich kenne, und sie kennen dein Gesicht // Bis heute weiß ich nicht, was passiert, wenn ich dich erwisch&#8217;</strong></p>
</blockquote>



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<iframe title="Sierra Kidd - Big Boi" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/IpSX-Q7B3DU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>RAYE – Ice Cream Man.</strong></h2>



<p>Bei Fällen von sexueller Gewalt wird gerne von Einzeltäter*innen und Einzelfällen gesprochen. Dass die Erfahrungen, die Kitana und Bangerfabrique in ihrer Musik schildern, aber genau das <strong>nicht</strong> sind, zeigt der Song »Ice Cream Man.« der britischen Künstlerin <strong>RAYE</strong>. Ein Song, der einen – besonders in der Live-Version – nicht nur Gänsehaut gibt, sondern auch dicke Tränen in den Augen ansammeln lässt. RAYE beschreibt die Situation im Studio – ein Kontext, der oft gefährlich für FLINTA*-Artists ist, da Musikstudios nicht nur sehr isoliert sind, sondern die Arbeit an Musik auch zu anderen Zeiten stattfindet und so die Linien zwischen professionell und privat oft verschwimmen. Es gibt genügend Berichte von Producern und Studiobossen, die dieses intime Setting ausnutzen – sexuelle Praktiken als Tausch für die Hoffnung auf eine Musikkarriere. Wenn das nicht funktioniert, wird sich einfach genommen, was nicht aus freien Stücken gegeben wurde.&nbsp;Diese und mehr Situationen besingt RAYE mit ihrer kraftvollen Stimme: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>And I was 7 // was 21, was 17, I was 11 // It took a while to understand what my consent means // If I was ruthless, they’d be in the penitentiary.</strong></p>
</blockquote>



<p>Dabei scheut sie sich auch nicht davor, auf die Folgen einzugehen und was das alles mit ihr gemacht hat. Ein sehr beeindruckendes Lied, das aber nicht nur tragisch ist, sondern auch wütend macht. In der Tat: RAYE ist eine verdammt mutige und starke Frau, die ihr Debütalbum »My 21st Century Blues« genutzt hat, um diesen Gefühlen einen Ausdruck zu verleihen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Ice Cream Man. (Live at the Royal Albert Hall)" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/2dgucwJAh00?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Jessie Reyez – Gatekeeper</strong></h2>



<p>Produzenten und Studiobosse sind die Wächter der Musikwelt. Wer Karriere in dieser Welt machen möchte, wird früher oder später auf sie stoßen. Die ungleichen Machtverhältnisse, die RAYE im Studio besingt, sind aber nur ein Beispiel für die Wurzeln des Problems. Es ist ein strukturelles Problem, das sich durch die ganze Musikindustrie zieht. Kaum jemand spricht dies so direkt an wie <strong>Jessie Reyez</strong>, die auf »Gatekeeper« direkt aus der Perspektive der Täter singt.&nbsp;Wer jetzt meint: <strong><strong>„</strong></strong>Sag doch einfach Nein.”, sollte sich einmal überlegen, wie sich der Druck einer ganzen Industrie anfühlt – nach langen Jahren harter Arbeit, ohne voranzukommen. Oder ob ein <strong><strong>„</strong></strong>Nein” wirklich ernst genommen wird in einem Raum voller Männer, die dieses Wort sonst nicht kennen. Eine Erfahrung, die häufiger gemacht wird, als man denken möchte.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>We are the gatekeepers, spread your legs, open up // You could be famous, girl, on your knees // Don&#8217;t you know what your place is?</strong></p>
</blockquote>



<p>In ihrer neuen Dokumentation <em>Mañana Fue Muy Bonito</em> spricht die kolumbianische Sängerin <strong>Karol G</strong> erstmals über ihre Erfahrung mit sexuellem Missbrauch in der Musikwelt. Sie ist fast identisch mit der, die Jessie Reyez beschreibt.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Jessie Reyez - Gatekeeper (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/_0G2TmuDjL8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><br></h2>
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