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	<title>DJ Mustard Archive - Mostdope</title>
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		<title>Eine Ehrenrunde für die West Coast: Kendrick widmet »GNX« seiner Heimat</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Paul Hilge]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Nov 2024 13:55:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>„Sometimes you gotta pop out and show n*****“: diese mittlerweile milliardenfach gestreamte Line auf »Not Like Us« hat Kendrick Lamar schon wieder wörtlich genommen und völlig überraschend sein sechstes Album »GNX« veröffentlicht. Nach seinem Beef mit Drake dreht der Compton-Rapper jetzt zum Ende eines denkwürdigen 2024 seine Ehrenrunde. Analog zu dem Boxer Tyson Fury, der nach einem Sieg »Sweet Caroline« anstimmt, bringt Kung Fu Kenny mit »GNX« ein Album heraus, das zwar das Rad nicht neu erfindet, aber dennoch eine [&#8230;]</p>
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<p><strong>„Sometimes you gotta pop out and show n*****“: diese mittlerweile milliardenfach gestreamte Line auf »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=H58vbez_m4E">Not Like Us</a>« hat <strong>Kendrick Lamar</strong> schon wieder wörtlich genommen und völlig überraschend sein sechstes Album »GNX« veröffentlicht. Nach seinem Beef mit <strong>Drake</strong> dreht der Compton-Rapper jetzt zum Ende eines denkwürdigen 2024 seine Ehrenrunde. Analog zu dem Boxer <strong>Tyson Fury</strong>, der nach einem Sieg »Sweet Caroline« anstimmt, bringt <strong>Kung Fu Kenny</strong> mit »GNX« ein Album heraus, das zwar das Rad nicht neu erfindet, aber dennoch eine gelungene Hommage an die Sounds der West Coast bietet &#8211; und jede Menge Leichtigkeit.</strong></p>



<p>Dabei setzt Kendrick weder auf große Featurenamen (mit Ausnahme von <strong>SZA</strong> und <strong>Roddy Ricch</strong>, der aber schon leicht in Vergessenheit geraten ist) oder durchdachte Konzepte, sondern auf eine Leichtigkeit und Diversität von Tracks, die teilweise in ihrer Anordnung einem Mixtape gleichkommen. »GNX«, nach dem Buick Grand National Express benannt, ist dabei eher verwaltend als revolutionär. Kein Wunder also, dass auf der Producerliste kein anderer als <strong>Jack Antonoff</strong> steht, der Verwalter unter den Produzenten. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Ohne Konzept direkt ans Ziel</h2>



<p>Das Album beinhaltet u.a. ideelle Fortsetzungen von anderen Tracks (»<a href="https://www.youtube.com/watch?v=2l5utgkg4Rs">tv off</a>« als Fortsetzung von »Not Like Us«), eine tatsächliche Fortsetzung (»<a href="https://www.youtube.com/watch?v=m-PO1_fzxVM">heart pt. 6</a>«), eine gelungene <strong>2Pac</strong> -Hommage (»<a href="https://www.youtube.com/watch?v=pJaA3XRhCwE">reincarnated</a>«) sowie zwei SZA-Features durch das Duett »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=HfWLgELllZs&amp;list=OLAK5uy_nr2Gbry1tH6kks2gabRq1k3sjR0ByDnKg&amp;index=3">luther</a>« und den Closing Track »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=G5YwhjCywvw&amp;list=OLAK5uy_nr2Gbry1tH6kks2gabRq1k3sjR0ByDnKg&amp;index=12">gloria</a>«.</p>



<p>Konzeptionell hat das Album vielleicht nicht den gleichen genreprägenden Impact wie ein »good kid m.A.A.d city« oder »to Pimp A Butterfly«, denn es sind dieses Mal weniger der Sound oder die Texte, die das Album prägen, sondern der Moment. Kendrick kapitalisiert seine Glanzleistung im Beef des Jahrzehnts und tanzt in der Folge auf der Bühne. Für sich und für eine vereinigte West Coast. </p>



<h2 class="wp-block-heading">„Who put the West back in front of shit?“</h2>



<p>Repräsentativ für die Westküste ist auch direkt der zweite Track, »squabble up«, der sinnbildlich in seinem Bounce und Grit für eine LA-Block Party steht. Auch <strong>DJ Mustard</strong>, der mit zahlreichen Produktionen für <strong>YG</strong> und <strong>Tyga</strong> so wichtig für den Sound der 2010er war und gerade seinen zweiten Frühling erlebt, wird auf »tv off« entsprechend gewürdigt.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="squabble up" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/fuV4yQWdn_4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Doch neben Party und Ehrenrunde beinhaltet »GNX« auch tiefgründigere Tracks, die sich in der Flughöhe zwischen der vollen Introspektion und Blanklegung von »Mr. Morale« und dem gesamtgesellschaftlichen Bild von »To Pimp a Butterfly« einreiht. Besonders »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=wiALRpD0Ztg&amp;list=OLAK5uy_nr2Gbry1tH6kks2gabRq1k3sjR0ByDnKg&amp;index=4">man at the garden</a>« und der Closer »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=G5YwhjCywvw&amp;list=OLAK5uy_nr2Gbry1tH6kks2gabRq1k3sjR0ByDnKg&amp;index=12">gloria</a>« zeigen eine Reflektion von Kendrick Lamar als Rapper und Mensch, der so weit in den Hip-Hop Kosmos eingedrungen ist, dass selbst seine Beziehung zum Schreiben von Songs als schwankende Liebesbeziehung personifiziert wird.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>My woman and my right hand, my saint and my sin<br>Ain&#8217;t no bitch like my bitch &#8217;cause that bitch been my pen</strong></p>
<cite>»gloria«</cite></blockquote>



<p>»GNX« mag sich insbesondere durch die komplett unangekündigte Veröffentlichung und vergleichsweise konzeptlose Art anfühlen wie aus dem Ärmel geschüttelt. Aber aus Kendricks Ärmel geschüttelt ist oftmals besser als komplett durchgeplante Werke anderer Rapper. Diese Planungslosigkeit verleiht »GNX« auch Vorteile, als ein seltenes Kendrick Album auch mal im Hintergrund &#8211; ohne konstante Interpretation und genius.com im Nebentab &#8211; laufen zu können. Dahingehend bietet »GNX« eine verspielte Leichtigkeit, wobei die Tracks dennoch genügend Tiefe innehaben, um nicht komplett an der Oberfläche stecken zu bleiben.</p>
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		<title>Vince Staples wandert auf »Dark Times« zwischen Observation und Reflektion</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Paul Hilge]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 May 2024 08:00:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Vince Staples ist auf Abschiedskurs und verpackt auf »Dark Times« Selbstreflektionen mit kleinen Hoffnungsschimmern am Ende eines düsteren Tunnels aus Text und Produktion. Es ist nicht nur sein sechstes Studioalbum sondern auch sein letztes, das über Def Jam erscheint. »Dark Times« ist ein Rückblick, ein Abschluss und ein Coming-to-terms mit der Vergangenheit, nachdem ein harter Blick aus dem Fenster und in den Spiegel geworfen wurde. Die für Vince Staples typische emotionslose Erzählstruktur wird dabei von Fragen nach der Bedeutung, emotionalen [&#8230;]</p>
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<p><strong>Vince Staples ist auf Abschiedskurs und verpackt auf »Dark Times« Selbstreflektionen mit kleinen Hoffnungsschimmern am Ende eines düsteren Tunnels aus Text und Produktion. Es ist nicht nur sein sechstes Studioalbum sondern auch sein letztes, das über Def Jam erscheint. »Dark Times« ist ein Rückblick, ein Abschluss und ein Coming-to-terms mit der Vergangenheit, nachdem ein harter Blick aus dem Fenster und in den Spiegel geworfen wurde. Die für Vince Staples typische emotionslose Erzählstruktur wird dabei von Fragen nach der Bedeutung, emotionalen Reaktionen und Akzeptanz geschickt unterbrochen und hinterfragt – teilweise innerhalb derselben Songs, teilweise über verschiedene Tracks verteilt. Staples haucht also seiner Vergangenheit die Gefühlsebene ein, die in den trockenen Erzählungen der vorigen Projekte verdrängt wurde.<br></strong><br>Dabei kommt das gesamte Album ohne Taschenspielertricks zurecht.<br>Es gibt kein <strong>Lil Baby </strong>Feature (wie auf »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=HL2zPBk_dM8&amp;ab_channel=VinceStaples">EAST POINT PRAYER</a>«), kein „Mustard on the Beat Ho“ (»<a href="https://www.youtube.com/watch?v=7M5f2vF4PVw&amp;ab_channel=VinceStaplesVEVO">MAGIC</a>«) und auch keinen versteckten <strong>Kendrick Lamar </strong>Part auf einem glitchy <strong>SOPHIE </strong>&amp; <strong>Flume </strong>produzierten Beat (»<a href="https://www.youtube.com/watch?v=C6iAzyhm0p0&amp;ab_channel=VinceStaplesVEVO">Yeah Right</a>«). Auf »Dark Times« beschränken sich Features auf Hintergrundstimmen in Hooks und gesprochene Interludes. Ebenfalls springt kaum ein Beat komplett unerwartet ins Gesicht. Allgemein macht somit die Platte einen unglaublich ehrlichen Eindruck, gerade aufgrund dieser essenzialistischen Ästhetik, die in Teilen an den späten <strong>Mac Miller </strong>und <strong>Earl Sweatshirt </strong>erinnert.</p>



<p>In der Umkehr ist es allerdings auch schwieriger, sich allein an Elementen festzuhalten, die außerhalb des Inhalts liegen. Im Fall vom Vorgänger »Ramona Park Broke My Heart« ist das beispielsweise der sommerliche Unterton, beim Self-Titled Album »Vince Staples« der Bounce von <strong>Kenny Beats </strong>oder bei »Big Fish Theory« die komplett experimentelle Soundlandschaft. Das kann sich »Dark Times« trotz ein paar Bangern (namentlich »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Hplz4fSrC9w&amp;ab_channel=VinceStaplesVEVO">Black&amp;Blue</a>«, »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=-VjAeaGu5x4&amp;ab_channel=VinceStaplesVEVO">Étouffée</a>«, »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Tdnvb9THbRo&amp;ab_channel=VinceStaplesVEVO">“Radio“</a>« und »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=sdUw60y7Nk8&amp;ab_channel=VinceStaplesVEVO">Little Homies</a>«) nicht leisten. Insofern ist das Projekt gleichzeitig ohne Interesse am Inhalt weniger zugänglich als andere, andererseits legt genau deswegen die Produktion den dunkelroten Teppich für den Text und die ehrliche, teilweise fast zitternde Delivery aus.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Vince Staples - Shame On The Devil" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/rVcb9A1FrbA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Ein thematischer Alleingang</h2>



<p>Umso vorteilhafter ist es, dass der Inhalt des Albums die wahrscheinlich gereifteste textliche Vorstellung in der Karriere von Vince Staples ist. Dabei sind zentrale Themen der Umgang mit der Gangvergangenheit und den Erwartungen, die daraus folgen &#8211;<br>für Vince Staples als Artist und für Vince Staples als Privatperson. Das ist zum Beispiel im Track »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=mwYN4U6v3EI&amp;ab_channel=VinceStaplesVEVO">Children’s Song</a>« zu erkennen, wo Staples seinen früheren Mitstreitern rät, ihn nicht auf sein „crippin‘“ anzusprechen und sich lieber um ihre Kinder zu kümmern, während auf »Étouffée« die Erwartungen von Label und Fans dargestellt werden, die ihm nahelegen, lieber wieder Musik wie der frühere Vince Staples zu machen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Label tryna give me feedback, told me &#8220;Bring the streets back&#8221; / Fans said they want 2015 Vince</strong></p>
<cite>»Étouffée« </cite></blockquote>



<p>Und genau dieser Push &amp; Pull funktioniert auch mit vielen weiteren Themen: der Lüge, Beziehungen, Geld, emotionaler Offenheit, verstorbenen Mitstreitern und dem Verlassen der gegebenen Verhältnisse. Das sind alles keine Themen, die das inhaltliche Rad des Raps neu erfinden. Größtenteils sind es sogar dieselben Inhalte seiner vergangenen Alben und dennoch ist die Ausarbeitung und persönliche Reflektion so stark, dass dieses Projekt wie eine Art Beipackzettel genutzt werden kann, um vorige Observationen mit seinen Gedanken zu ergänzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Licht am Ende des Tunnels?</h2>



<p>Obwohl insbesondere der Anfang aus dem Intro »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=aUqk0txKkpU&amp;ab_channel=VinceStaplesVEVO">Close Your Eyes</a>« und den vier nachfolgenden Tracks ein fast hoffnungsloses Setting darlegt, lockert sich die Stimmung über die Zeit hinweg punktweise auf, bis am Ende auf »Little Homies» und »Freeman« eine Akzeptanz für die Situation geschaffen wird: „Life hard but I go harder“ (»Little Homies«).</p>



<p>Und insofern hat die LP neben ihrer inhärenten Dunkelheit auch etwas Befreiendes in Form von Hoffnung auf bessere Zeiten. Diese Befreiung ist für Vince Staples personalisiert auf »Freeman« durch die Erfüllung des Plattenvertrags dargestellt, der ihn unter Druck der Performance und inhaltlicher Vorgaben gestellt hat. Gleichermaßen ist die Platte auch ein persönlicher Abschluss mit der Vergangenheit und den auf seiner Diskografie immer wiederkehrenden Themen.</p>



<p>Passenderweise wird das Album, das an sich auf Selbstreflektion aufgebaut ist, noch einmal im Outro »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=RivLwhOvPZA&amp;ab_channel=VinceStaplesVEVO">Why Won’t the Sun Come Out?</a>« in Form eines Monologs von Santigold extern reflektiert, obwohl der Monolog über einen Aufatmungsmoment hinweg inhaltlich nicht viel zu dem hinzufügt, was auf dem Album schon thematisiert wurde, was auch für das Interlude »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=f6PdGBQVf28&amp;ab_channel=VinceStaplesVEVO">Liars</a>« zur Halbzeit gilt.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Vince Staples - Freeman (Audio)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/VEbhP0p0HFc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>»Dark Times« ist ein unglaublich konsistentes und (trackweise) stimmiges Projekt, das allen externen Zusatz fallen lässt und auf 35 Minuten straight-to-the-point einen ausgefleischten Strang durchzieht – von der Depression bis zur Akzeptanz. Während die Produktion oftmals nicht flashy ist, ist sie keinesfalls generisch und gibt einem sonst oft emotionslosen Künstler die volle Möglichkeit, sich so emotional zu entfalten, dass man es nicht nur innerhalb des Albums spürt, sondern dieselben Ideen auf Inhalte der Vorgänger übertragen kann. </p>



<p>Das Projekt ist sicherlich nicht für alle Situationen geeignet (fürs Aux-Kabel z.B.), dennoch sind einzelne Tracks auch gut isoliert zu hören und verlieren außerhalb des Handlungsstrangs des Albums nicht ihre Wirksamkeit. Vince Staples verlässt Def Jam somit inhaltlich on-top-of-his-Game mitsamt Closure und es ist mit Spannung abzusehen, welche Wege er nun einschlagen wird – als Rapper, als Schauspieler/Regisseur und als Künstler im Allgemeinen.</p>



<p></p>
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		<title>New Kung Fu Kenny: Kendrick Lamar releast »Mr. Morale &#038; The Big Steppers«</title>
		<link>https://mostdope.tv/soundchecks/kendrick-lamar-mr-morale-the-big-steppers-review</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nico Maturo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 May 2022 13:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Um euch einen Einblick in die Gedankenwelt von Kendrick zu verschaffen wird in dieser Ausgabe des Soundcheck jeder Song für sich betrachtet. Dabei ist zu sagen, dass dies nur eine kurze Betrachtung ist, die keinesfalls den Song als Ganzes abbilden oder gar analysieren kann. Knapp 5 Jahre ist es nun her, dass Kendrick Lamar sein fast schon legendäres Album »DAMN.« releast hat. Im August 2021 kündigte er dann über die eigens erstellte Webpage oklama.com sein nächstes Release und damit den [&#8230;]</p>
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<p><em>Um euch einen Einblick in die Gedankenwelt von Kendrick zu verschaffen wird in dieser Ausgabe des Soundcheck jeder Song für sich betrachtet. Dabei ist zu sagen, dass dies nur eine kurze Betrachtung ist, die keinesfalls den Song als Ganzes abbilden oder gar analysieren kann.</em></p>



<p><strong>Knapp 5 Jahre ist es nun her, dass Kendrick Lamar sein fast schon legendäres Album »DAMN.« releast hat. Im August 2021 kündigte er dann über die eigens erstellte Webpage <a href="https://oklama.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">oklama.com </a>sein nächstes Release und damit den Abgang von seiner langjährigen Labelheimat Top Dawg Entertainment an. Eben dieses erschien nun am Freitag in Form eines Doppelalbums mit jeweils 9 Songs – welche die wohl persönlichsten seiner Karriere sind.</strong></p>



<p>Über das Privatleben von <strong>Kendrick Lamar</strong> war bisher nie viel bekannt. Weder in Songs noch in Interviews hat der 34-Jährige sonderlich viel von sich als Person preisgegeben. Das dies auf »Mr. Morale &amp; The Big Steppers« anders sein wird, hat sich bereits bei der Veröffentlichung des Covers abgezeichnet. Denn das von <strong>Renell Medrano</strong> – eine New Yorker Fotografin, welche bereits mit Musikgrößen wie <strong>Jay-Z</strong> oder Modemarken wie <strong>Prada </strong>zusammengearbeitet hat – geschossene Foto hat die Geburt von Kendricks zweiten Kind publik gemacht und strotzt nur so vor Symboliken. Die ramponierte Wand, die stillende Mutter, der in den Fokus gerückte Kendrick mit Kind auf dem Arm, Waffe in der Hose und einem iced-out Rosenkranz auf dem Kopf &#8211; allein das bietet viel Raum zur Interpretation.</p>



<h3 class="wp-block-heading">United in Grief</h3>



<p>Abseits vom Cover wird gleich auf dem ersten Song deutlich wie persönlich »Mr. Morale &amp; The Big Steppers« ist, denn im Intro des Songs ist <strong>Whitney Alford</strong> – Kendricks Verlobte, welche auch auf dem Cover abgebildet ist – zu hören, die ihn auffordert: „Tell them the truth“. Auf dem Song verarbeitet er dann verschiedenste Themen wie Therapiebesuche, die Unfähigkeit sich an Materiellem zu erfreuen, Familienprobleme und auch die Untreue gegenüber seiner Verlobten.</p>



<p>Hier zeigt sich wie voll von musikalischen Ideen und Ansätzen das Album ist. Stakkato Akkorde und rückwärts gespielte Drums wechseln sich im Laufe des Songs mit einem hektischen Break und sanften Streichern ab. Gleich sieben Produzenten waren hier am Werk, beispielsweise Kendrick selbst und TDE-Hausproducer <strong>Sounwave</strong>, der unter anderem die Hits »Bitch Don&#8217;t Kill My Vibe« und »Poetic Justice« mitproduziert hat.</p>



<h3 class="wp-block-heading">N95</h3>



<p>Bereits im September 2020 wurde Kendrick beim Dreh eines Musikvideos gesehen, dieses sollte dann aber erst am 14.05.2022 – einen Tag nach Albumrelease – erscheinen. Das Musikvideo zu »N95« greift ebenfalls eines der Themen aus dem Coverart auf. Denn in einigen Sequenzen ist Kendrick zu sehen, wie er in einer Pose schwebt, die Jesus am Kreuz ähnelt, während er auf dem Cover eine Dornenkrone trägt. Auch hier sind unzählige weitere versteckte Querverweise und Referenzen eingebaut. Gleich in den ersten Sekunden wird aber bereits klar: „This Shit Hard“</p>



<p>Im Song spricht Kendrick über die großen Diskussionen unserer Zeit, wie die Covid-19 Pandemie – der Titel des Songs bezieht sich auf N95 Masken, welche ähnlichen Standards folgen wie die in Europa gebräuchlichen FFP2 Masken. Darüber hinaus schneidet er Themen wie Cancel Culture, Verschwörungstheorien und Fake Streams an und fordert im ersten Part auf, all das abzulegen.</p>



<p>Diesen Inhalt präsentiert er mit einem regelrechtem Maschinengewehrflow. Der passende trappige Soundteppich geht straight nach vorne und ist ein echter Banger. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass sich unter den vier beteiligen Producern Hitgarant <strong>Boy1da</strong> und Kendricks jüngerer Cousin <strong>Baby Keem</strong> befinden, der auch im Video zu sehen ist,</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Kendrick Lamar - N95" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/zI383uEwA6Q?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Worldwide Steppers</h3>



<p>Auf »Worldwide Steppers« reflektiert Kendrick die letzten fünf Jahre, die er weitestgehend abseits von Kameras und Medienrummel gelebt hat. Anscheinend erlebte er in dieser Zeit eine längere Schreibblockade und sogar körperliche Gebrechen &#8211; offensichtlich aber auch eine Art spirituelle Erleuchtung. Am meisten dürfte ihn sicherlich die Geburt seiner beiden Kinder beeinflusst haben, über welche er ebenfalls spricht. Auch hier greift er wiederholt die Untreue gegenüber seiner Verlobten auf und bezeichnet sie sogar als Sucht. Insbesondere spricht er hier über seine Verhältnisse zu weißen Frauen. Insgesamt kommt »Worldwide Steppers« sehr selbstkritisch daher. Beispielsweise greift Kendrick einen Vorfall auf, bei dem während einer Charity Aktion des Labels Essen verteilt wurde, das Herz und Kreislauf schädigen konnte.</p>



<p>Der Song wirkt soundtechnisch fast wie eine Spoken-Word-Nummer und das Instumental von dreien der TDE-Hausproduzenten klingt fast wie aus einem alten Tonbandgerät. Die gedämpften Pianoakkorde untermalen perfekt den Redeschwall von Kendrick.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Hard</h3>



<p>Auf der vierten Anspielstation der Platte lassen sich auch die ersten Gastparts finden. So steuern der 2020 XXL-Freshman-Class-Member <strong>Blxst </strong>und die begnadete Sängerin <strong>Amanda Reifer</strong> jeweils einen Chorus bei und unterstützen Kendrick dabei, sich weiter selbst zu reflektieren. Auch auf »Die Hard« findet die Beziehung zu Kendricks Verlobter einen großen Platz. Er stellt sich die Frage, ob er sich vollends öffnen kann und kämpft mit der Angst davor verurteilt zu werden. So singt er: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Can I open up? Is it safe or not? I&#8217;m afraid a little, you relate or not?</p>
</blockquote>



<p>»Die Hard« kommt wie eine eher ruhige R&#8217;n&#8217;B Ballade daher und birgt definitiv großes Radiopotential. Auch hier war wieder ein ganzes Team aus Produzenten am Werk. Beispielsweise <strong>FNZ</strong>, welcher unter anderem an »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=YvkHPdsjQQs" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lemon Pepper Frestyle</a>« vom <strong>Drake </strong>und <strong>Rick Ross</strong> beteiligt war.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Father Time</h3>



<p>Im Intro zu »Father Time« ist eine Konversation zwischen Kendrick und Whitney zu hören, in welcher er ihre Versuche ihn zu einer Therapie zu überreden mit den Worten „Real n**** need no therapy, fuck you talkin&#8217; about?“ abschmettert. Der Song handelt von den Problemen die Kendrick mit seinem eigenen Vater hatte und den daraus resultierenden „Daddy Issues“. An dieser Stelle spielt toxische Maskulinität, welche über Generationen weitergegeben wurde, eine besonders große Rolle. So rappt Kendrick „Daddy issues made me lеarn losses, I don&#8217;t take those well. Momma said, &#8220;That boy is exhausted,&#8221; he said, &#8220;Go fuck yourself&#8221;“. Auch thematisiert er den Beef von Drake und<strong> Kanye West</strong> und wie eben dieser ihm seine eigenen Egoprobleme aufgezeigt hat.</p>



<p>All das geschieht über fast schon versöhnlich klingende Pianosamples, reversed Vocalsamples und klassischen Hip-Hop Drums, welche bis zum Anschlag mit einem Bitcrusher bearbeitet wurden. Unterstützt wird Kendrick auf dem Song von gleich sieben Produzenten und vom englischem R&#8217;n&#8217;B- und Soulsänger <strong>Sampha </strong>mit einer wunderbar gefühlvollen Hook.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Rich (Interlude)</h3>



<p>Im ersten von zweien Interludes auf dem Album ist <strong>Kodak Black</strong> mit einem Spoken Word Part zu hören, in welchem er all die Probleme und Struggles auf seinem Weg zum Rap-Millionär und den daraus resultierenden Traumata reflektiert. Das gerade er als Gast ausgewählt wurde, sorgt momentan für viel Gesprächsstoff, denn <a href="https://www.mic.com/culture/kendrick-lamar-kodak-black-mr-morale-big-steppers" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kodak ist im Gegensatz zu Kendrick alles andere als Everybodys Darling</a>. Kodaks gereimte Erzählungen werden untermalt von einem Piano-Solo von Multiinstrumentalist <strong>Duval Timothy</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Rich Spirit</h3>



<p>Darauf folgt dann ein regelrechter Representer. Auf »Rich Spirit« agiert ein ignoranter und abgehobener Kendrick, der seiner Konkurrenz droht: „Stop playin&#8217; with me &#8216;fore I turn you to a song“. Niemand geringeres als <strong>DJ Mustard</strong>, welcher unter anderem für »Rack City« von <strong>Tyga </strong>verantwortlich war, hat hier mitgewirkt und ensprechend clubtauglich kommt der Beat daher, auf dem man sonst eher einen R&#8217;n&#8217;B Sänger erwarten würde</p>



<h3 class="wp-block-heading">We Cry Together</h3>



<p>»We Cry Together« ist ein ganz besonderer Song. So ist er gänzlich als Dialog eines sehr heftig streitenden Paares konzipiert. Kendricks Gegenüber ist hier die Schauspielerin <strong>Taylour Paige</strong>, die aus Filmen wie »White Boy Rick« bekannt ist. Beide nehmen dabei eine unglaublich toxische Position ein und der Zuhörer ist geneigt, keinem von beiden beizupflichten. So wirft Kendrick ihr an den Kopf:“ &#8220;I swear, I&#8217;m tired of these emotional-ass, ungrateful-ass bitches. Unstable-ass, confrontational-ass dumb bitches. You wanna bring a n**** down, even when I&#8217;m tryna do right“ während sie antwortet: „Fuck you n****, you love a pity party, I won&#8217;t show up. Always act like your shit don&#8217;t stink, motherf*cker, grow up. Forever late for shit, won&#8217;t buy shit, sit around and deny shit.“</p>



<p>Am Instrumental war unter anderem <strong>The Alchemist</strong> beteiligt, dessen Einfluss deutlich herauszuhören ist. So wird der Song von einem finsterem Pianosample getragen und von staubtrockenen Drums begleitet.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Kendrick Lamar - We Cry Together ft. Taylour Paige (Official Audio)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/C_s9JJnqQqM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Purple Hearts</h3>



<p>Die neunte Anspielstation – und damit das Ende des ersten Teils des Doppelalbums – beschäftigt sich mit der eigenen Spiritualität, alten seelischen Narben und der eigenen Widersprüchlichkeit. Dies wird mit Zeilen wie „Crown on Bob Marley, wrist on Yo Gotti“ noch einmal sehr deutlich, denn mit »Crown« ist hier die „Rastacap“ – eine einfache Kopfbedeckung, der sehr genügsam lebenden Rastafari – gemeint, während der Rapper <strong>Yo Gotti</strong> dafür bekannt ist, Millionen von Dollar in seine Uhrensammlung investiert zu haben. Begleitet wird Kendrick von <strong>Summer Walker</strong> mit ihrer butterweichen Stimme und <strong>Wu-Tang</strong> Veteran <strong>Ghostface Killah</strong>. Der Titel des Songs bezieht sich auf eine Auszeichnung des US-Amerikanischen Militärs, welche verliehen wird, wenn ein Soldat im Einsatz schwer verletzt oder gar getötet wird.</p>



<p>Soundtechnisch ist hier schon fast ein klassischer Hip-Hop Song zu hören, welcher getragen ist von kräftigen Drums und smoothen Synthies. Diese Sounds stammen unter anderem aus der Feder <strong>DJ Khalils</strong>, der schon die Multi-Platin Single »The Man« von <strong>Aloe Blacc</strong> produziert hat.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Count Me Out</h3>



<p>Mit »Count Me Out« beginnt der zweite Teil von »Mr. Morale &amp; The Big Steppers«. Im Intro ist zu hören, wie Whitney sagt: „Session 10 – Breakthrough“ und damit anteasert, dass sich Kendrick in diesem Song von einer großen Last befreien kann. So beispielsweise von einer toxischen Person, die er im Song direkt anspricht. Auch scheint auf »Count Me Out« tatsächlich eine Art Durchbruch stattzufinden.&nbsp;So sind die Lyrics gespickt von Einsicht und guten Vorsätzen wie „Wipe my ego, dodge my pride“</p>



<p>Der Song beginnt mit gospelartigen Gitarren- und Vocalsample, in welchem von einem Chor zu hören ist: „And I&#8217;m tripping and falling“ &#8211; um dann nach einem deutlichen Break in einen waschechten Trapbeat überzugehen. Der Beat stammt sowohl von Kendrick selbst, als auch von »Money Trees«-Producer <strong>DJ Dahi</strong> und drei weiteren Musikern.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Crown</h3>



<p>Der elfte Song des Projektes reflektiert Kendricks innere Zerrissenheit aus dem Wunsch, es als Anführer eines Movements jedem recht zu machen und der Einsicht, eben dies nie zu können. Die Lyrics erscheinen die meiste Zeit wie ein Selbstgespräch: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>You walk around like everything is in control. Favor comes with favors and you can&#8217;t say no. Go out the way to make the coin available. That&#8217;s what I call love.</p>
</blockquote>



<p>Auch hat der Pulizer-Preisträger im Song Referenzen an biblische Texte und <strong>William Shakespeare</strong> untergebracht.</p>



<p>»Crown« ist der einzige Song, bei welchem der Soundteppich von nur einem einzigen Produzenten stammt &#8211; von den Interludes einmal abgesehen. <strong>Duval Timothy</strong> sorgt hier mit einem ergreifendem Pianostück für die passende Untermalung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Silent Hill</h3>



<p>Nachdem Kodak Black bereits auf »Rich (Interlude)« zu hören war, findet sich hier ein richtiges Feature. Der Song ist ein waschechter Representer. Während Kendrick unterstreicht, wie weit er über dem Rest der Szene steht, erzählt Kodak von seinem Reichtum und seiner Haftentlassung.</p>



<p>Der Song liefert entspannten Laidback Trapsound und ist der vielleicht fröhlichste des ganzen Albums. Auch hier war wieder Multi Platin-Produzent Boy1da beteiligt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Savior (Interlude)</h3>



<p>Auf dem zweiten Interlude von »Mr. Morale &amp; The Big Steppers« ist wieder ein Gast zu hören. Dieses Mal ist es Kendricks jüngerer Cousin Baby Keem. Dieser berichtet, begleitet von dramatischen Streichern, von seinem Leben vor dem Reichtum und den Umständen in der Gegenwart. Für den Soundteppich haben Kendrick selbst, <strong>J. LBS</strong> und Sounwave gesorgt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Savior</h3>



<p>Anspielstation Nummer 14 findet sich wiederum eine Hook von Baby Keem und Vocals von <strong>Sam Dew</strong>, welcher bereits ein paar kleinere Auftritte auf dem Album hatte. Auf dem Song widmet sich Kendrick gleich mehreren Themen. So beschäftigt er sich mit dem Rassismusproblem in den USA, dem Coronavirus, der russischen Aggression und Political Correctness. Im letzten Part stellt Kendrick, welcher oft von politischen Aktivisten vor den Karren gespannt wurde, fest: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>The cat is out the bag, I am not your savior</p>
</blockquote>



<p>Der Beat ist trotz der ernsten Inhalte schon fast tanzbar, aber bietet Kendrick dennoch genug Platz, um zu zeigen, was er flowtechnisch drauf hat. Dazu hat er gleich wieder fünf Produzenten um sich geschart. Neben <strong>Cardo </strong>findet sich hier auch Grammy-Preisträger <strong>Rascal </strong>alias Tobias Breuer aus Aachen, den einige als Producer für <strong>Serious Klein</strong> auf dem Schirm haben könnten.</p>



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<iframe title="Kendrick Lamar - Savior ft. Baby Keem &amp; Sam Dew (Official Audio)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/HTAQxUXq674?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Auntie Diaries</h3>



<p>Gleich die ersten Zeilen des Songs zeigen die hier erzählte Geschichte: „My auntie is a man now. I think I&#8217;m old enough to understand now“. Kendrick erzählt wie er mit einer, seiner Familie angehörigen Transperson auswächst und selbst erst lernen muss, damit umzugehen. So ersetzt er im Laufe des Songs beispielsweise das Wort „F*ggot“ durch „F-Bomb“, denn er reflektiert, wie sehr er sich selbst durch das N-Wort angegriffen fühlt. Am Ende des Songs heisst es: „F*ggot, f*ggot, f*ggot, we can say it together. But only if you let a white girl say N****“. Dieser Part der Geschichte bezieht sich auf einen <a href="https://www.youtube.com/watch?v=KEcugkqcHO8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vorfall aus dem Jahr 2018</a>, als er mit einem weißen Fan zusammen auf der Bühne performte, die das N-Wort mitgerappt  hat.</p>



<p>Kendrick erzählt die Geschichte in absolut ruhiger Tonlage über ein überaus sanftes Instrumental mit sehr zurückhaltenden Drums und verträumten Synthesizersounds, welche wie fast das gesamte Album von einem Team von Producern zusammengestellt wurden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mr. Morale</h3>



<p>Auf »Mr. Morale« findet sich die erste Kollaboration zwischen Kendrick Lamar und <strong>Tanna Leone</strong>, nachdem er im Jahr 2021 auf <strong>pgLang </strong>gesignt wurde. In jedem Fall präsentiert dieser seine prägnante Stimme und macht Hunger auf mehr Projekte, nachdem er gerade erst sein pgLang-Album »Sleepy Soldier« veröffentlicht hat. Inhaltlich beschäftigt sich der Song vornehmlich mit Generationstraumata und wie man diese Kreisläufe von Missbrauch durchbrechen könnte. So eröffnet er den Song mit: „Enoch, your father&#8217;s just detoxed, my callin&#8217; is right on time“.</p>



<p>Das Instrumental stammt von niemand geringerem als <strong>Pharrell Williams</strong> und <strong>Beach Noise</strong>. Der Sound des Songs lässt leichte »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=q604eed4ad0" target="_blank" rel="noreferrer noopener">BLKKK SKKKN HEAD</a>«-Assoziationen zu und wirkt aggressiv und technoid.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mother I Sober</h3>



<p>Auf Track Nummer 17 intensiviert Kendrick das Thema des Missbrauchs noch weiter und schafft es nun endgültig, sich zu öffnen. Beispielsweise erzählt er davon, ständig von seiner Mutter gefragt worden zu sein, ob einer seiner Cousins ihn jemals angefasst hätte. Diese fragen rührten daher, dass seiner Mutter selbst in ihrer Jugend von einem Familienangehörigem missbraucht wurde. Nach Erzählungen wie diesen lässt der Song einen natürlich mit einem beklemmenden Gefühl zurück.</p>



<p>Das schlichte und zurückhaltende Pianosample vom TDE-Hausproduzenten-Team ist perfekt um Kendricks Worte zu untermalen, ohne von ihnen abzulenken. Der Refrain wird hier von <strong>Beth Gibbons</strong> gesungen, welche bereits in den 90ern durch ihre Trip-Hop Band <strong>Portishead </strong>bekannt geworden ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mirror</h3>



<p>Der letzte Song auf »Mr. Morale &amp; The Big Steppers« macht noch einmal klar, welche Entscheidung Kendrick für sich getroffen hat: Er will nicht der Retter der Welt sein, sondern sich selbst retten. „I choose me, I&#8217;m sorry“ heißt es im Chorus. Die sieben beteiligten Producer schaffen ein abwechslungsreiches Instumental, auf welchem Kendrick zwischen Gesang und Rap switcht.</p>



<p>Abschließend lässt sich sagen, dass »Mr. Morale &amp; The Big Steppers« ein Album ist welches vor allem eines braucht – Zeit. Erst nach mehrmaligen Hören kann man begreifen, durch welchen Prozess Kendrick gegangen ist und immer noch geht. So finden sich einige Themen, welche sich durch die gesamte Platte ziehen. Vor allem die Beziehung zu seiner Verlobten, sein Glauben und Therapie sind wiederkehrende Motive. Im Bezug auf Letztes kann man immer wieder Querverweise auf <strong>Eckhart Tolle</strong>, einen deutschen Lebensberater, der mit seinem Buch »Jetzt &#8211; Die Macht der Gegenwart« einige Bekanntheit erlangen konnte finden. Darüber hinaus wird er in den Visuals rund um das Album immer wieder als Messias in Szene gesetzt, sagt aber gleichzeitig, dass er eben dies nicht sein möchte. Insgesamt bietet das Projekt unendlich viel Projektionsfläche und Interpretationsspielraum &#8211; so viel, dass es sicherlich noch Monate dauern wird, bis jeder Querverweis entdeckt und jede Referenz verstanden ist.&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/soundchecks/kendrick-lamar-mr-morale-the-big-steppers-review">New Kung Fu Kenny: Kendrick Lamar releast »Mr. Morale &#038; The Big Steppers«</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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		<title>Vince Staples &#8211; RAMONA PARK BROKE MY HEART // REVIEW</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nico Maturo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2022 15:00:00 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/soundchecks/vince-staples-ramona-park-broke-my-heart">Vince Staples &#8211; RAMONA PARK BROKE MY HEART // REVIEW</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Seit seinem ersten in Erscheinung treten mit der Odd Future-Gang sahen viele bereits unglaubliches Talent in Vince Staples. Dies verstärkte sich mit seinem vielgefeierten Erstlingswerk »Summertime &#8217;06« aus dem Jahr 2015 und seiner Aufnahme in die XXL Freshman List desselben Jahres. Vor weniger als einem Jahr releaste er sein letztes Album und kündigte ein weiteres Release für 2021 an, welches er dann aber schuldig geblieben ist – bis letzten Freitag. Denn da erschien mit »RAMONA PARK BROKE MY HEART« Vince’s mittlerweile fünftes Studioalbum.</strong></p>



<center> <blockquote class="instagram-media" data-instgrm-captioned="" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/CcE28nGMZdf/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14" style=" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:540px; min-width:326px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);"><div style="padding:16px;"> <a href="https://www.instagram.com/p/CcE28nGMZdf/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" background:#FFFFFF; line-height:0; padding:0 0; text-align:center; text-decoration:none; width:100%;" target="_blank" rel="noopener"> <div style=" display: flex; flex-direction: row; align-items: center;"> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 40px; margin-right: 14px; width: 40px;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; justify-content: center;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; 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font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:550; line-height:18px;">Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an</div></div><div style="padding: 12.5% 0;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: row; margin-bottom: 14px; align-items: center;"><div> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; height: 12.5px; width: 12.5px; transform: translateX(0px) translateY(7px);"></div> <div style="background-color: #F4F4F4; height: 12.5px; transform: rotate(-45deg) translateX(3px) translateY(1px); width: 12.5px; flex-grow: 0; margin-right: 14px; margin-left: 2px;"></div> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; height: 12.5px; width: 12.5px; transform: translateX(9px) translateY(-18px);"></div></div><div style="margin-left: 8px;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 20px; width: 20px;"></div> <div style=" width: 0; height: 0; border-top: 2px solid transparent; border-left: 6px solid #f4f4f4; 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margin-bottom:0; margin-top:8px; overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"><a href="https://www.instagram.com/p/CcE28nGMZdf/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none;" target="_blank" rel="noopener">Ein Beitrag geteilt von Vince Staples (@vincestaples)</a></p></div></blockquote> <script async="" src="//www.instagram.com/embed.js"></script> </center>



<p>Über die 41 Minuten Spielzeit beschäftigt sich <strong>Vince Staples</strong> inhaltlich hauptsächlich mit seiner eigenen Identität und liefert hier sein vielleicht autobiografischstes Werk ohne dabei aber zu eindeutig zu werden. Raptechnisch bewegt er sich dabei zwischen angenehmen Singsang wie auf »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=HL2zPBk_dM8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">EAST POINT PRAYER</a>« mit <strong>Lil Baby</strong> und präzise geflowten Parts wie auf »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Dxhy6S3a5cQ" target="_blank" rel="noreferrer noopener">PLAYER WAYS</a>«. Um musikalische Dogmen schert sich Vince eher weniger, wie – neben seinem eigenem einzigartigem Style – beispielsweise die mit exorbitant viel Hall belegte Snare auf »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=5fFV0dWpQPE" target="_blank" rel="noreferrer noopener">WHEN SPARKS FLY</a>« beweist. Lyrisch ist er dabei wie immer tiefgreifend aber immer an der Grenze zum Unverständlichen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong>The first rule to understanding Vince Staples? Don&#8217;t even try.</strong></p><cite><a href="https://www.latimes.com/entertainment-arts/music/story/2022-04-11/vince-staples-ramona-park" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Los Angeles Times</a></cite></blockquote>



<p>Insgesamt klingt das Album durchweg verträumt und fast wie aus einem Guss. Und dass obwohl an der Platte 21 verschiedene Produzenten beteiligt waren, unter anderem <strong>DJ Mustard</strong>, <strong>Cardo </strong>und <strong>Kenny Beats</strong>. Trotz des sehr angenehmen soundtechnischen roten Fadens vereint »RAMONA PARK BROKE MY HEART« viele verschiedene Styles. Highlight der des Albums ist das bereits wähnte »WHEN SPARKS FLY«, in welchem er über ein smoothes Soul-Sample quasi einen Dialog mit seiner Pistole führt.</p>



<p>Alles in allem ist »RAMONA PARK BROKE MY HEART« ein sehr starkes Release. Darüber hinaus ist es das mit Abstand längste von Vince Staples Alben und ist dennoch zu keiner Sekunde langweilig. Das unterstreicht sein bereits vor sieben Jahren vielgelobtes Können.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-spotify wp-block-embed-spotify wp-embed-aspect-21-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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