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	<title>Brown-Eyes White-Boy Archive - Mostdope</title>
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		<title>Verifiziert über Schlafzimmerstudios, Ziellosigkeit und die Wiener Musikszene</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Magnus Menzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Aug 2022 15:30:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>An einem verregneten splash!-Donnerstag haben wir Szeneliebling Verifiziert für ein gemütliches Interview im Backstage treffen dürfen. Die Wienerin hatte zuvor ihren Auftritt (trotz Halsschmerzen) erfolgreich gemeistert und sich bis zur Abreise zur nächsten großen Show auf dem Frauenfeld Openair die Zeit genommen, um ein wenig zu plaudern. Zu Beginn erstmal die obligatorische Einstiegsfrage, wie war dein Auftritt? Wie fandest du es, trotz dem bisschen Regen?&#8220;Bisschen Regen&#8221; (lacht) &#8211; Also es hat ja voll geschüttet! Und ich muss sagen, ich hab’ [&#8230;]</p>
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<p><strong>An einem verregneten splash!-Donnerstag haben wir Szeneliebling Verifiziert für ein gemütliches Interview im Backstage treffen dürfen. Die Wienerin hatte zuvor ihren Auftritt (trotz Halsschmerzen) erfolgreich gemeistert und sich bis zur Abreise zur nächsten großen Show auf dem Frauenfeld Openair die Zeit genommen, um ein wenig zu plaudern.</strong></p>



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<p><strong>Zu Beginn erstmal die obligatorische Einstiegsfrage, wie war dein Auftritt? Wie fandest du es, trotz dem bisschen Regen?</strong><br>&#8220;Bisschen Regen&#8221; (<em>lacht</em>) &#8211; Also es hat ja voll geschüttet! Und ich muss sagen, ich hab’ viel weniger Leute erwartet. Dann war es aber echt um einiges mehr und ich hab’ mich sehr gefreut!&nbsp;</p>



<p>Nur bin ich schon seit drei Tagen krank und habe während der Show schon so bisschen drüber nachdenken müssen: &#8220;Fuck, kling ich jetzt scheiße? Mein Hals tut eigentlich voll weh.&#8221; Aber dann hab’ ich immer wieder in die Crowd geschaut und gesehen, dass wirklich bei jedem Song &#8211; auch bei den Songs, die normalerweise nicht so abgehen &#8211; wer mitgesungen hat und das macht mich natürlich super happy. Das ist einfach schön zu sehen und voll die coole Bestätigung, die ich irgendwie im Vorhinein nie erwarte. Ich denke eher: &#8220;Als ob da irgendwer sein wird, der meine Songs kennt.&#8221;</p>



<p><strong>Jetzt hat man das Gefühl, dass du schon viel Spaß an diesen Bühnenerfahrungen hast, dabei wolltest du ganz am Anfang eigentlich gar nicht live vor Leuten spielen, oder?</strong><br>Voll! Also ich wollte nie live spielen, weil ich ja auch irgendwie nie Musik als Berufsziel hatte. Bzw. konnte ich mir nie vorstellen, dass es überhaupt funktioniert. Ich finde es nach wie vor super random, dass überhaupt Leute meine Musik hören. Und jetzt wird es immer schöner. Also mir geht’s so schlecht vor Auftritten, ich habe die größten Anxieties und Nervosität davor, aber dann, wenn ich dastehe und sehe, dass Leute mitsingen, fällt mir immer wieder ein Stein vom Herzen.</p>



<p>Es wird schon besser, aber es ist immer noch so, dass ich viel lieber im Studio bin und Songs mache, als auf der Bühne zu stehen. Am liebsten würde ich eigentlich nur im Studio sein und Songs machen, aber es gehört eben auch viel anderes dazu, was man den Leuten gibt. Ich glaub’, das Schöne ist im Endeffekt eh den Leuten durch die anderen ganzen Sachen, also Social Media, Interviews und vor allem Auftritte, eine Freude zu bereiten. Das macht&#8217;s auch irgendwie schön. Von mir aus würde ich’s jetzt nicht machen wollen, aber dadurch, dass Leute es feiern, feier ich’s auch.&nbsp;</p>



<p><strong>Dass das Liveerlebnis nicht das Größte ist für dich, sondern eher das Entstehen der Songs überrascht mich schon ein bisschen.</strong><br>Songs kreieren ist halt crazy. Wenn du dir sowas ausmachst mit einem Freund, der Beats baut und dann gehst du zu dem, bist bei den Eltern im Keller, kommst wieder nach Hause mit einem fertigen Song &#8211; das finde ich viel besonderer, weil da einfach etwas entstanden ist, was es vorher nicht gab.</p>



<p><strong>Ist das heute immer noch so mit &#8220;bei den Eltern im Keller&#8221;?</strong><br>Ja voll! Immer noch.</p>



<p><strong>Wie kann man sich dann so die typische Songentstehung bei dir vorstellen? Du sitzt im Auto, dann fällt dir ne Melodie ein und dann?</strong><br>Das ist mega unterschiedlich, also echt oft fahr’ ich Auto und mir fallen irgendwelche Melodien ein, während ich andere Songs höre. Die gar nicht unbedingt zu dem Song gehören, den ich höre, also jetzt nicht geklaut oder so. Aber so eine &#8220;typische Session&#8221; ist, dass ich zu meinen Produzenten gehe, die alle daheim Studios haben, teilweise bei den Eltern oder auch im Schlafzimmer. Das ist meistens so um zwölf Uhr mittags, dann gibts &#8216;nen Tee oder &#8216;nen Kaffee.</p>



<p><strong>Klingt sehr gemütlich.</strong><br>Ja das ist voll wholesome, also gar nicht so partymäßig.</p>



<p><strong>Also nicht bis tief in die Nacht? Das Klischee hat man ja irgendwie immer im Kopf.</strong><br>Ne gar nicht, also ich mag auch Feierabend voll gern! Dann wird halt den ganzen Nachmittag gesungen, wir hören ein bisschen Musik, sagen auf was für eine Stimmung oder für einen Beat wir Bock hätten &#8211; dann schauen wir was passiert. Es passiert immer was ganz anderes, als wir vorher gehört haben. Und während der Beat entsteht, ist es meistens so, dass ich noch Chords einspiele, weil ich das voll gern mache, damit ich auch etwas zum Beat beitrage. Aber bei den Drums kenn’ ich mich halt nicht aus, deswegen lass ich das die anderen machen. Und während die Drums gemacht werden, schreib’ ich dann meinen Text. Das heißt, es entsteht meistens alles in einer Session.</p>



<p><strong>Diese organische Entstehung hört man auf jeden Fall auch total raus.</strong></p>



<p><strong>Nun kommt du ja aus Wien und ich finde, man hört immer aus bestimmten Städten in der Musik, die sie produzieren, die DNA der Stadt heraus &#8211; gerade bei Wien. Ich war noch nicht da, aber irgendwie kann ich mir total das Lebensgefühl vorstellen. Einfach nur von Songs wie von deinen oder anderen Künstler*innen aus Wien. Was würdest du sagen, wie beeinflusst Wien deinen Sound? Und wo vielleicht am stärksten?</strong><br>Die Frage wird mir so oft gestellt.</p>



<p><strong>Verdammt.</strong><br>Sorry! <em>(beide lachen) </em>Das Ding ist, ich kann&#8217;s voll nicht sagen irgendwie, weil ich halt immer schon in Wien bin. Die längste Zeit, die ich weg war, waren zwei Wochen. Und ich bin auch am liebsten in Wien. Und ich schreib’ halt echt hauptsächlich über irgendwelche Erinnerungen, Nächte oder Stories von irgendwelchen Friends, die in Wien passiert sind. Deswegen glaube ich, spielt das schon eine große Rolle. Ich weiß es nicht, inwiefern es wirklich die Stadt ist oder einfach meine komplette Vergangenheit und mein Lebensmittelpunkt.</p>



<p><strong>Aber würdest du sagen, jetzt, wo du auch in Berlin und Bremen connected bist, dass es Songs gibt, die vielleicht davon geprägt sind?</strong><br>Ja, auf jeden Fall! Das kann ich schon leaken, in den Songs, die jetzt in Zukunft kommen werden, da handelt es auch davon. Ich schreib’ halt gern über das, was mir passiert und das, was ich fühle. Und es geht mittlerweile in den Songs, die jetzt erst entstehen, die erst irgendwann rauskommen, auch viel um dieses: &#8220;Erst bin ich in Berlin arbeiten und dann komme ich wieder nach Hause nach Wien&#8221;. Diese Connection.</p>



<p><strong>Also das Heimweh?</strong><br>Ja, gar nicht unbedingt Heimweh. Es ist halt einfach was ganz anderes. Berlin ist irgendwie für mich derweil &#8211; ich weiß nicht, ob es irgendwann mal anders wird &#8211; Arbeit. Und auch voll schön, weil ich viele Friends dort habe. Aber es ist viel mehr Arbeit, weil wenn ich mal eine Woche da bin, dann stecken so und so viele Termine zusammen und wir machen so viel wie es geht. Dagegen kann ich in Wien auch mal chillen. In Berlin kann ich mich nicht wirklich ausruhen. Das habe ich schon gemerkt. Wenn ich in Berlin einen freien Nachmittag habe, dann bin ich so lost. Da weiß ich gar nicht, was ich mit mir anfangen soll. Auch wenn Berlin sehr schön ist.</p>



<p><strong>Das leitet gut zu einer anderen Frage über. Und zwar beschreibst du auf »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=NGcZOl-drJ4&amp;ab_channel=Verifiziert">Stromausfall</a>«</strong> <strong>ja so ein richtig erleichtertes Gefühl in der Hook. Du bist &#8220;endlich daheim, endlich allein, endlich nur ich&#8221;. Würdest du sagen, dass du gut alleine sein kannst?</strong><br>Mittlerweile schon, aber auch nicht für lange Zeit. Also es kommt immer so ein bisschen drauf an. Ich kann&#8217;s jetzt gut mit den Festivals vergleichen. Wenn ich auf einem Festival bin, finde ich es mega schön, so viele Leute zu sehen, die man kennt. Gefühlt begrüßt man hundert Leute und das ist voll cool und schön und es ist eine lustige Nacht und High Life. Aber am nächsten Tag ist es dann auch so: &#8220;Boah, jetzt ist echt mal Ruhe, jetzt will ich mal gar niemanden sehen&#8221;. Und dann ist es für zwei, drei Tage mega angenehm, gar niemanden zu sehen und nur, keine Ahnung, zu zocken, YouTube-Videos zu schauen &#8211; also sich wirklich zu suhlen in dem Alleinsein. Aber nach drei Tagen halte ich es dann auch nicht mehr aus. Das ist so diese komische Balance von hundert auf null und dann muss ich wieder das Mittelmaß finden.</p>



<p><strong>Die Kontraste sind es also…</strong><br>Voll! Wie so eine Achterbahn. Festival ist ganz oben und man fährt runter, dann ist man mal kurz zu Hause und irgendwann wird es aber wieder fad und man will wieder mehr.</p>



<p><strong>Dann war dein Tour-Support bei Casper wahrscheinlich wieder Achterbahn ganz hier oben. Hast du eigentlich einen Bezug zu Caspers Musik oder wie ist das zustande gekommen?</strong><br>Also mein Bezug zu <strong>Caspers </strong>Musik ist eigentlich so: Als ich 13 war, so 2011 oder 2012, wo tumblr eine große Rolle im Leben gespielt hat, war Casper ganz toll für mich. Und dann war es so, dass er einfach schon mein allererstes Release mit Florida Juicy, »Schlaflos«, gefeiert hat. Daraufhin ist er Fan geblieben, was ich voll schön finde. Und dann ging das sehr von ihm aus, dass er gesagt hat: &#8220;Hey, wir nehmen Dich mit auf Tour&#8221;. Ich konnte es nicht glauben, bis ich auf der Bühne war. Das war so absurd und total crazy.</p>



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<p><strong>Wie hat sich das dann so angefühlt vor den Casper Fans?</strong><br>Also die ganze Tour im Allgemeinen war mega schön und ich habe extrem viel gelernt. Das war auch voll wichtig, weil das vor meinem ersten Festival-Sommer war und ich ja eigentlich nicht wirklich live gespielt habe davor. Und man muss schon sagen, vom Publikum kannten mich gefühlt allerhöchstens 2 % der Leute, weil das alles so mega eingefleischte Fans sind. Die meisten hatten keinen Plan, wer ich bin und trotzdem haben alle mitgemacht. Und viele sind nach der Show zu mir gekommen und haben gesagt: &#8220;Hey, ich hatte keinen Plan, wer du bist, aber das war echt cool.&#8221; Das hat mir auch voll viel Kraft gegeben, weil ich schon Angst hatte vor der Tour. Dadurch habe ich aber gemerkt, dass diese Angst total unbegründet ist, eben weil die meisten Leute mich nicht kennen. Die, die mich nicht kannten, habe ich ja nicht verloren, sondern ich habe, wenn dann, nur Leute dazu gewonnen.</p>



<p><strong>In der &#8220;Wundersamen Rapwoche&#8221; hast du mal gesagt, dass du an sich keine konkreten Ziele für deine Karriere hast. Würdest du sagen, dass sich das mittlerweile ein bisschen geändert hat? Oder dass es vielleicht rückblickend doch ein paar Achievements gibt, wie zum Beispiel die Casper Tour oder der Festivalsommer, auf die du schon stolz zurückblickst?</strong><br>Stolz auf jeden Fall. Also ich muss mich immer selber zwingen dazu, dass ich stolz drauf bin, was ich da gerade gemacht habe. Weil ich ein bisschen dieses Imposter Syndrom habe. Es ist oft so, dass ich mir denke: &#8220;Hä, wieso schaut sich das überhaupt wer an? Die waren alle nur da, weil gerade niemand anderes gespielt hat.&#8221; Aber voll, stolz bin ich auf jeden Fall. Ziele habe ich trotzdem nicht unbedingt, hatte ich aber auch noch nie. Ich weiß, es klingt so bescheuert, weil Ziele voll gut und wichtig sind. Aber ich hatte noch nie wirkliche Ziele.<br><br>In der Volksschule hatten alle ihren Traumberuf &#8211; ich hatte da schon keinen Plan, was ich machen will. Manchmal ärgert es mich auch. Aber die meiste Zeit finde ich es eigentlich richtig gut, weil ich mich selbst nicht so gut enttäuschen kann. Dadurch, dass ich mir einfach keine Ziele setze.&nbsp;</p>



<p>Ein Ziel wäre vielleicht mal beim Melt! zu spielen. Es ist eigentlich sogar so das einzige, wo ich mir gedacht habe, das wäre so mein Traumfestival.</p>



<p><strong>Und dann ist es ausgerechnet das Splash! geworden, was für eine Enttäuschung.</strong><br>Wirklich, ausgerechnet das splash!, oh nein! (<em>Beide lachen</em>)</p>



<p>Ich bin auf jeden Fall mega dankbar! Trotzdem glaube ich, mein einziges richtiges Ziel, was ich mir beibehalte ist &#8211; ich weiß nicht, ob ich es Ziel nennen kann &#8211; dass ich mich freuen würde, wenn es weiterhin klappt, dass ich von dem, was ich kreiere, leben kann. Und dass Leute das weiterhin feiern. Weil ich glaube, wenn man jetzt Ziele so in Richtung Charts oder so hat, dann verbiegt man vielleicht seine eigene Kreativität oder die Muse, die man hat. Das will ich auf keinen Fall, weil Musik immer meine Leidenschaft war und ich weiterhin machen will, was ich gerne mag. Mein Wunsch ist es, dass es weiterhin gehört und gefeiert wird. Und wenn es nicht klappt, dann werde ich mich nicht verbiegen und extra irgendeinen Chart-Hit machen, wo man sich irgendwie sicher ist, dass es jemand hören wird, sondern ich will mir treu bleiben.</p>



<p><strong>Also verspürst du auch noch keinen wirklichen Leistungsdruck, gerade jetzt wo dich schon ein paar mehr Leute auf dem Schirm haben &#8211; dass du alle irgendwie bei dir behältst?</strong><br>Also ein kleiner Leistungsdruck ist immer dabei. Vor allem bei Insta. Dann postest du da mal einen Tag nicht und schon schreiben die Leute. Sowas ist ein bisschen nervig, aber an sich auch nur ein minimaler Aufwand an Arbeit, deswegen geht das schon. Aber nö, Leistungsdruck seh&#8217; ich nicht wirklich. Ich schaue, dass ich mir meine Zeit nehme, die ich für meine Songs brauche. Eben, wie gesagt, ich möchte jetzt nicht auf Druck irgendeinen Hit releasen und dann auf Charts umpolen, weil ich halt wirklich das machen will, worauf ich selber Bock habe.</p>



<p><strong>Es entsteht also immer noch alles aus dem Spaß an der Musik?</strong><br>Auf jeden Fall! Und hoffentlich auch noch weiterhin. Ich weiß auch, dass es sich bei vielen ändert und das ist ein bisschen dieses Kontra am Musiker*in sein, dass man irgendwann ans Geld denken muss. Aber ich glaube, wenn es die Leidenschaft ist, sollte man versuchen, bei der Musik und bei der Passion zu bleiben &#8211; also bei dem, was man selber feiert.</p>



<p><strong>Eine Frage noch zur Leidenschaft. Ich finde, man merkt in deinen Liedern und Musikvideos immer, dass du ein Auge für Ästhetik hast. Jetzt hast du mittlerweile auch dein erstes Merch rausgebracht. Kann man da noch mehr erwarten in Zukunft?</strong><br>Auf jeden Fall. Ich kann aber nicht viel dazu erzählen.</p>



<p><strong>Darfst du nichts leaken?</strong><br>Ich darf schon. Aber es ist halt so: Unser Merch-Team sind ich, mein Freund und mein bester Freund. Und wir schauen, was passiert. Wir machen das auf jeden Fall weiterhin gemeinsam. Das Merch, das jetzt draußen ist, gibt’s noch bis Ende Juli und danach wird’s was Neues geben. Aber da kann ich noch nicht mehr sagen, weil ich selbst noch nicht weiß, was passieren wird. Apropos keine Ziele und so…</p>



<p><strong>Dann als weiteren Ausblick in die Zukunft: Was kann man denn musikalisch in den nächsten Monaten von dir erwarten? Geht es vielleicht in Richtung Album?</strong>Ja, ich kann schon sagen, dass ich in Richtung Album arbeite, aber da sind absolut keine Deadlines oder so gesetzt. Das heißt, das kann auch noch dauern. Es kann Ende des Jahres passieren, es kann auch mal später werden.</p>



<p><strong>Keine Ziele.</strong><br>Keine Ziele, ja. Ziele sind einfach so stressig. Oder? Und mit Stress kann ich gar nicht arbeiten. Da könnte ich auch nicht mehr kreativ sein.&nbsp;Als abschließende Antwort auf die Frage: Es wird schon ein Album kommen in der nächsten Zeit, aber ich will noch nicht versprechen, wann.</p>



<p><strong>Das ist doch kein schlechter Ausblick! Um nun den Kreis zu schließen zur Anfangsfrage: Ich weiß, du bist ein bisschen krank, aber hast du noch irgendwelche Acts, die du hier gern anschauen möchtest auf dem splash! solange du noch da bist?</strong><br>Ja, ich bin leider nur noch heute da. Gleich nach dem Interview schaue ich auf jeden Fall zu <strong>LGoony</strong>, den mag ich einfach super gern. Vorhin waren wir bei <strong>SL</strong>. Das war sehr spannend, weil das einer meiner Lieblingsrapper ist und der ist ja so jung, aber es war trotzdem voll cool. Das einzige, was ich sonst noch sehen möchte, ist <strong>The Kid Laroi</strong>.&nbsp;</p>



<p>Wenn’s meine Gesundheit noch erlaubt, schaue ich mir vielleicht auch noch <strong>RIN </strong>an.&nbsp;Aber wen ich sonst empfehlen kann: <strong>Donna Savage</strong>. Sie spielt heute Abend auf der <strong>808 Factory</strong> bei der Corner Stage und ist auch eine Wienerin und eine Freundin von mir. Die ist so geil, das muss man sich unbedingt anhören. Wenn&#8217;s meine Gesundheit erlaubt, schaue ich da auf jeden Fall noch hin. 808 Factory ist aus Wien. Die sponsern das ganze Wochenende lang die Stage dort. Das sind alles Österreicher*innen, die dort sind.</p>



<p>Morgen bin ich leider nicht mehr da, aber da spielt <strong>Brown-Eyes White-Boy</strong> und das ist halt auch so eine Legende. Also wirklich most underrated Rapper.</p>



<p><strong>Dann doch vielleicht noch eine Frage, weil du jetzt so viel von Wiener*innen gesprochen hattest und das klang alles so schön harmonisch und man supportet sich gegenseitig. Ist das generell der Vibe oder gibt es auch so ein bisschen Konkurrenz und Ellenbogen raus?</strong><br>Also das finde ich in Wien extrem angenehm, weil ich mittlerweile schon den Vergleich zu Berlin kenne oder generell zu Deutschland. In Wien ist es so, alle Musiker*innen sind irgendwie vernetzt. Wenn sie nicht alle aus einem Freundeskreis sind, dann überschneiden sich die Freundeskreise über drei Ecken. </p>



<p><strong>Das klingt wirklich wholesome.</strong> <strong>Ein sehr schöner Abschluss! Vielen Dank für das Interview und gute Besserung</strong>!</p>
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		<title>Mostdope Adventskalender</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Magnus Menzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Dec 2021 12:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Bis Weihnachten dürft ihr euch täglich über einen kleinen Text zu redaktionsgepickten Highlights des Jahres 2021 freuen, die in den größeren Toplisten vermutlich nicht zu finden sein werden.&#160; Im Stile eines Adventskalenders wird hinter jedem „Türchen“ ein Song vorgestellt, der für je eine*n unserer Autor*innen aus verschiedensten Gründen besonders in Erinnerung geblieben ist. Am Ende findet ihr alle 24 Songs in unserer Adventskalender-Playlist auf Spotify. Benzko &#8211; Blitzlichter (24.12.) Bringen wir das Ganze mal zum Abschluss. Es wird Zeit, auch [&#8230;]</p>
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<p><strong>Bis Weihnachten dürft ihr euch täglich über einen kleinen Text zu redaktionsgepickten Highlights des Jahres 2021 freuen, die in den größeren Toplisten vermutlich nicht zu finden sein werden.&nbsp;</strong></p>



<p>Im Stile eines Adventskalenders wird hinter jedem „Türchen“ ein Song vorgestellt, der für je eine*n unserer Autor*innen aus verschiedensten Gründen besonders in Erinnerung geblieben ist. Am Ende findet ihr alle 24 Songs in unserer Adventskalender-Playlist auf Spotify.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Benzko &#8211; Blitzlichter (24.12.)</h2>



<p>Bringen wir das Ganze mal zum Abschluss. Es wird Zeit, auch das letzte Türchen unseres Adventskalenders zu öffnen. Und wie bei einer Schiffstaufe, bei der der Schampus einmal volle Breitseite gegen den Bug gehämmert wird, möchte ich dieses Projekt mit einem Knall beenden.</p>



<p>Anstatt das besinnliche Beieinander mit einem Weihnachtstrack noch weiter in den Kitsch zu treiben, wird es jetzt nämlich laut.</p>



<p>Können wir mal über <strong>Benzko</strong> sprechen? Wer ihn noch nicht auf dem Schirm hat, geht bitte direkt mal auf Spotify und fügt mindestens »Kopf ist Pilot«, »Drama« oder »Blitzlichter« seiner Party-Banger-Playlist hinzu – die haben wir doch alle.</p>



<p>In einer Aboveground Session aus 2020, die Benzko ordentlich Fahrtwind gegeben hat, definierte der Newcomer aus dem MV nochmal neu was eigentlich Hunger bedeutet und marschierte über den Beat, als wenn es keinen Morgen gäbe.</p>



<p>Dieselbe Energie entlädt er auf dem Drill-Song »Blitzlichter«. Wäre es nicht so kalt, wäre das der Song zum Fenster-Runterkurbeln und Ellenbogen-Raushängen. Bis die Temperaturen das wieder zulassen, wird der Song jetzt erstmal unterm Weihnachtsbaum gepumpt, und sich auf die Festivalseason 2022 gefreut.</p>



<p>Leute, ich wünsche euch ein frohes Fest, eine gute Zeit, lasst die Korken knallen und tut mir einen Gefallen: Bleibt gesund!</p>



<p><em>&#8211; Krow</em></p>



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<iframe title="BENZKO - BLITZLICHTER (prod.by Chris Jarbee)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/sITLb8-i9TA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:24px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Harry Quintana, Blanko Malte &#8211; Lago Maggiore (23.12.)</h2>



<p>Als <strong>Harry Quintana</strong> Mitte Februar aus dem Nichts sein neues Album »Blue Sky Szenario« veröffentlichte, gab es durchaus Hoffnung auf etwas Blau am Himmel. Die zweite Welle und der zum gefühlt 30sten Mal verlängerte Lockdown, von dem niemand mehr den aktuellen Namen wusste, waren zwar noch nicht überwunden, aber man verspürte allseits das Gefühl, dass sich vieles bald bessern würde.</p>



<p>Auf diesem Hoffnungsschimmer eines Albums fand sich dann auch ein Song, der meinen Sommer wie kaum ein anderer prägen sollte. »Lago Maggiore« ist nur auf den ersten Blick eine Ode an einen Urlaubsort. In der Zeit seines Releases wohnt Zeilen wie „Also fahr&#8217; ich Richtung Lindau im schwarzen Coupé / Plötzlich macht alles Sinn, es ist alles okay“ eine Sehnsucht nach einfacheren Zeiten und Entspannung am Steg inne, die wohl alle nachfühlen konnten. Und trotz aller Schnulzigkeit schafft es Quintana dennoch, real zu bleiben, denn:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Gardasee is not okay</strong></p>
</blockquote>



<p><em>&#8211; Roman Zingel</em></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Lago Maggiore (feat. Blanko Malte)" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/P_J9szzF0wk?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:24px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Beyazz, Dante YN &#8211; Don&#8217;t cry (22.12.)</h2>



<p>Passend zum Fahrstuhl-Type-Beat von <strong>JYDN</strong> steigt auch die Protagonistin zu Beginn des »Don’t Cry« Musikvideos in den Lift und eröffnet so einen stimmungsvollen Song, der perfekt zu diesem Sommer gepasst hat. Für die vierte Singleauskopplung aus seinem »Kara Tape 2« hat sich <strong>Beyazz</strong> den Wolfsburger Trapstar <strong>Dante YN</strong> dazu geholt.<br><br>Die beiden liefern zusammen den perfekten Trap Sound ab, der vielleicht nicht mit den längsten Reimketten oder den hochwertigsten Lyrics glänzen kann, dafür aber mit melodischen Vibes, die Lust auf entspannte Sommernächte mit »Shawty« machen, und einer Hook, die direkt ins Ohr geht. »Don’t Cry, wie du bist, bist du perfekt« war genau die Message, die ich gebraucht habe, um im Sommerurlaub vollkommen befreit am Strand zu liegen und die Gedanken abdriften zu lassen.</p>



<p><em>&#8211; Lene Daetweiler</em></p>



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<iframe title="Beyazz feat. Dante YN - DON&#039;T CRY (prod. by JYDN)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/I5bz6dJhBUo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:24px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Mac Miller &#8211; Yeah (21.12.)</h2>



<p>Viel besser lässt sich eine Legacy von den Hinterbliebenen nicht handhaben. Was nach <strong>Mac Millers</strong> plötzlichem Tod im September 2018 eine riesige Lücke für die Musikwelt hinterließ, wurde durch seine Familie und Wegbegleiter*innen posthum so gut wie nur irgendwie möglich gefüllt – dieser Track ist eins der vielen Beweisstücke dafür.</p>



<p>Nachdem schon sein Album »Circles« aus dem Januar 2020 ein Geschenk an seine Fans war, wurde dieses Jahr im Oktober auch noch ein weiterer Wunsch erfüllt: Macs 2014er Mixtape »Faces« wurde offiziell zum Streaming freigegeben, auf Vinyl veröffentlicht und sogar mit einem kleinen Extra versehen. Als 25. Song des Tapes kam der bislang unveröffentlichte Bonustrack »Yeah« hinzu, der nochmal allzu deutlich machte, was für gute Musik Mac in seiner Lebenszeit geschaffen hat &#8211; und was noch alles gekommen wäre.</p>



<p><em>&#8211; Matthi</em></p>



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<iframe title="Mac Miller - Yeah (bonus)" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/qPRKc5BDe8A?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:24px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Schmyt &amp; Majan &#8211; Universum regelt (20.12.)</h2>



<p>Erst am Freitag erschien dieser Track, doch seither läuft er bei mir im Loop. Dabei kann ich an dieser Stelle nicht einmal genau sagen, was mich an »Universum regelt« nun eigentlich am meisten catcht.</p>



<p>Ist es mehr das harmonische Zusammenspiel beider Stimmen und Vibes von <strong>Schmyt</strong> und <strong>Majan</strong>? Sind es die in ihrer Form speziell intensiven Bars und Beats, die nachhaltig für Gänsehaut sorgen? Oder ist es die eingängige Message, dass das Universum das (eigene) Handeln zur Verantwortung trägt und das Leben in einer entsprechenden Bahn verlaufen lässt?</p>



<p>Sicherlich ist es eine Kombination aller Faktoren, sodass man sich der Dauerschleife nur schwer entziehen kann und ich das für meinen Teil auch gar nicht möchte.</p>



<p>Absolut nicht unerwähnt sollte an dieser Stelle die Spendenaktion von Artworker <strong>Mathias Fleck</strong> und Schmyt bleiben: Der Erlös des Verkaufs einer limitierten Stückzahl an Siebdrucken des Covers geht als Spende an den „Weißer Ring e.V.“.</p>



<p>&#8211; <em>Vivian Wegener</em></p>



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<iframe title="Schmyt - UNIVERSUM REGELT feat. MAJAN (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/9F2I2DLMA_A?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:24px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">RAPK &#8211; Taxifahrt (19.12.)</h2>



<p>Den Namen verkürzt, das musikalische Spektrum erweitert. So könnte man das Jahr 2021 für <strong>RAPK </strong>grob zusammenfassen. Beispielhaft für die Experimentierfreudigkeit von Tariq und Victor auf »GPS«, ihrem einzigen Tape-Release in diesem Jahr, ist der Track »Taxifahrt«, der weniger nach Berliner Untergrund und dafür stark nach 80s klingt. </p>



<p>Wie üblich produziert von <strong>MotB </strong>lässt die musikalische „Taxifahrt nach Afrika” hochfliegen und sanft fallen. Bouncende Disco-Drums und seichte Synthie-Melodien transportieren im Zusammenspiel mit der dezenten Verzerrung der Hook gerade so viel Nostalgie, um den Zeitgeist zu treffen. </p>



<p>»Taxifahrt« ist das musikalische Äquivalent zu einem Auto, das sich in Slow-Motion und 4:3 Retro-Optik gen Sonnenuntergang bewegt. Es ist der Soundtrack für im Urlaub barfuß vom Strand in die Wellen rennen und gleichzeitig melancholisch genug, um im Dezember den immer dunklen Heimweg aufzuwerten. RAPK liefert auf knapp drei Minuten die warme Symbiose aus Heimkommen und Fernweh, in der sich jeder ab und zu mal wiederfindet. </p>



<p>Wenn mich die Sehnsucht nach Sommer und Sonne packt, „dann hör ich wieder dieses Lied”.</p>



<p>&#8211; <em>Magnus Menzer</em></p>



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<iframe title="Taxifahrt" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/wbZ8fMDWVYg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">CONNY &#8211; Drake ist auch nicht glücklich (18.12.) </h2>



<p>Im Februar schmiss sich <strong>CONNY</strong> zum ersten Mal in das knallig&nbsp;pinke Gewand des Manic Pixie Dream Boy, das&nbsp;weder <strong>Liberace</strong> noch <strong>Elton John</strong> hätten&nbsp;in Extravaganz übertreffen können.&nbsp;Die rosa Föhnfrisur war zu dem Zeitpunkt bereits&nbsp;etabliert und auffällig gestylte Haare waren ohnehin schon ein paar Tage länger ein Markenzeichen, das&nbsp;man mit CONNY in Verbindung brachte.<br>Nun startete aber ein neues Kapitel und&nbsp;obwohl auch die optische Veränderung eine wichtige Rolle hierbei&nbsp;spielt, steht sie&nbsp;nicht im Vordergrund dieser Reise.<br></p>



<p>Für die Arbeit am ersten Teil, der noch unvollständigen Trilogie, wurde eine eigene Welt erschaffen. Ausgehend vom visuellen Konzept ist diese bisher zwar noch etwas kryptisch und vielleicht sogar ein wenig verkünstelt, aber in der Rolle des MPDB schaffte es CONNY über die Spanne der letzten Monate durch jeden neu releasten Song seine Vision zunehmend mehr in Worte zu fassen. Jenes Spiel mit Worten ist es, was »<strong>Drake</strong> ist auch nicht glücklich« zu seinem meiner Meinung nach bisherigen Standout Track macht. Und obwohl sein Name fast schon clickbaithaft im Songtitel steht, wird der selbsternannte Champagne Papi schnell zum Requisit degradiert, um eine größere Botschaft zu vermitteln.</p>



<p>Sorry Aubrey, aber danke und mad respect CONNY.</p>



<p>&#8211;<em> Krow</em></p>



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<iframe title="CONNY - Drake ist auch nicht glücklich (prod. von DONKONG &amp; BLACK LEMON)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/B1u1KD2NMXc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Baby Keem, Kendrick Lamar &#8211; range brothers (17.12.)</h2>



<p>Die Frage danach, was man auf ein gelungenes Album folgen lässt, beschäftigt Artists seit jeher. <strong>Kendrick Lamar</strong> steht gerade aber nicht nur vor der Aufgabe, einen Nachfolger für ein gutes Album, sondern darüber hinaus für einen Pulitzer-Preis liefern zu müssen. Für eine Ehrung solchen Ausmaßes gibt es bisher absolut kein Rezept und trotzdem scheint Kendrick großes Interesse daran zu haben, jegliche Regeln über den Haufen zu werfen.</p>



<p>»Range brothers« ist einer der merkwürdigsten Songs des Jahres. Nachdem <strong>Baby Keem</strong> und Kendrick schon auf »family ties« einige Fans überrascht hatten, lösen sie auf ihrem zweiten Kollabo-Track den Freifahrtschein ein, den das ungebrochene mediale Interesse ihnen mittlerweile beschert hat.</p>



<p>Auf drei beim ersten Hören völlig unvorhersehbaren Parts liefern sich die beiden ein Duell wahnwitziger Lines, die den Kopf erst zum Schütteln, dann aber immer mehr zum Nicken bringen. Dieses Hin und Her mündet mit Kendricks „Top o‘ the mornin‘“ in letzter Konsequenz in einem der größten Rap-Memes des letzten Jahres und lebt seitdem fröhlich in meinem Kopf weiter und verweigert mir die Mietzahlungen.</p>



<p><em>&#8211; Roman Zingel</em></p>



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<iframe title="Baby Keem, Kendrick Lamar - range brothers (Official Audio)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/IkuBYRUwWdg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Domani, D Smoke, DaVionne &#8211; I Know It&#8217;s Real (16.12.)</h2>



<p>»I Know It’s Real« bildet den musikalischen Einstieg in <strong>Domanis</strong> neuestes Album »SKYDIVE«, welches trotz seines jungen Alters von gerade einmal 20 Jahren bereits sein fünftes Tape ist. Der Sohn des wohlbekannten Rappers <strong>T.I.</strong> hat sich für den von Gefühlen nur so triefenden Song zwei Gäste eingeladen. <strong>D Smoke</strong>, welcher dem ein oder anderen vielleicht noch eher ein Begriff ist, ist einer davon und für den zweiten lyrisch hochwertigen Part verantwortlich. Abgerundet wird »I Know It’s Real« von der 18-jährigen Sängerin <strong>DaVionne</strong>, welche mit ihren engelsgleichen Harmonien nicht nur den Chorus veredelt.</p>



<p>Die stimmungsvollen Klaviertöne zusammen mit einer eingängigen Bassline und gefühlvollen Harfenklängen sorgen dafür, dass »I Know It’s Real« eigentlich schon ein Muss in jeder »Bedroom Jams«-Playlist ist. Oder ihr schreibt gerade an eurer Bachelorarbeit – dann kann ich den Song auf Repeat auch nur empfehlen.</p>



<p>&#8211; <em>Lene Daetweiler</em></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Domani - I Know It&#039;s Real ft. D Smoke, DaVionne" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/X8Jf_KHXSJ0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">070 Shake, NLE Choppa &#8211; Lose my cool (15.12.)</h2>



<p>Experimentierfreudig ist sie ja, aber das war trotzdem eine Kombo, mit der ich im Leben nicht gerechnet hätte: G.O.O.D. Music Signing <strong>070 Shake</strong> hat sich für ihre im Dezember erschienene Single »Lose My Cool« mit Memphis-Rapper <strong>NLE Choppa</strong> zusammengetan. Der ist zwar normalerweise in ganz anderen Kreisen unterwegs als in den Alternative- bis Ambient-Genreausflügen von Shake, hat aber immer schon auch einen Hang zum Melodischen in seinen explosiven Tracks gehabt.&nbsp;</p>



<p>Und irgendwie funktioniert das auf »Lose My Cool« richtig gut. NLE Choppa fügt sich in seinem Part gegen Ende des Tracks nahtlos in die synthieverhangenen Melodien ein und rappt so, als ob diese Art von Song schon immer genau sein Stil gewesen wäre. Auch 070 Shake bleibt sich nur darin treu, dass man nie weiß, was in ihrem Sound als nächstes konsequent umgeworfen wird und lässt große Vorfreude auf ihr mutmaßlich im nächsten Frühjahr erscheinendes neues Album aufkommen.</p>



<p>&#8211;<em> Matthi Hilge</em></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="070 Shake - Lose My Cool ft. NLE Choppa (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/3Eg3cQkCKX0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Maeckes &#8211; Zu sensibel (14.12.)</h2>



<p>Als 6. Singleauskopplung vor dem »Pool«-Release im Sommer hat mich dieser Track besonders gecatcht: Es ist diese Mischung aus Gesellschaftskritik und Wut, gepaart mit Sarkasmus und der nötigen Ernsthaftigkeit.</p>



<p>Punk Sounds und ein fast schreiender <strong>Maeckes</strong> unterstreichen diese Gefühlswelten, das Chaos und Gedankengänge weitaus besser als bisher gewohnte seichte Gitarrenklänge oder Hip-Hop Beats.</p>



<p>Viel zu vieles prasselt auf uns ein. Spricht man offen und (selbst-)reflektiert darüber, ist man in den Augen und Ohren derer, denen das nicht passt, ganz einfach „zu sensibel“ und wird plötzlich wie ein zerbrechliches rohes Ei behandelt.</p>



<p>Sei‘s drum. Ich bin lieber zu sensibel als zu sensibel zu sensibel zu sein. 💙</p>



<p>&#8211;<em> Vivian Wegener</em></p>



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<iframe title="Maeckes - Zu sensibel (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/Gq2L7-gRmso?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:1px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Carlifornia, morten, Brown-Eyes White Boy &amp; Torky Tork &#8211; 110 (13.12.)</h2>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Fühle mich wie morten, jedes Mal wenn ich release neue Level.</strong></p>
</blockquote>



<p>So beginnt <strong>Brown-Eyes White Boy</strong> gleichermaßen anerkennend wie selbstbewusst seinen Part auf »110« und lässt prompt Taten folgen. Melodiös und monetär mathematisch segnen <strong>morten </strong>und er mit Flows und Vergleichen den düster bouncenden Trap-Beat von <strong>Carlifornia </strong>und <strong>Torky Tork</strong>.</p>



<p>Eine mutige Kollabo, deren Formel in allen Punkten fehlerfrei aufgeht und aufs Neue beweist, wie brillant morten alte und neue Schule vereinen kann. Komplexe Reimstrukturen treffen auf New-Wave-Trap-Lingo, gestandene Künstler auf hungrige Youngsters &#8211; geschickt zusammengeschweißt durch ein für morten typisches Vocal Sample.</p>



<p>Wie der Berliner es nach wie vor schafft, bei konstant hoher Quantität, das Level der Qualität weiter zu steigern und sich dabei mehr und mehr wohlzufühlen in seinem Sound, hat mich auch 2021 wieder einige Male staunen lassen. Was das angeht, dürfen morten Fans wohl unbesorgt in die Zukunft blicken, denn in Moabit bleibt die Devise klar: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Stoppen ist keine Wahl wie die Hundertzehn.</strong></p>



<p></p>
</blockquote>



<p><em>&#8211; Magnus Menzer</em></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="110" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/Xf06Pl_gYvY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Fergy53, Lélé &#8211; Chamonix (12.12.)</h2>



<p>»Chamonix« ist Harmonie aus der Zukunft. Sphärischer Sound und Autotune auf einem melodischen Trap-Beat von <strong>Al Majeed</strong> und <strong>mistersir</strong> und die Reise kann beginnen. </p>



<p>Nach ihrer gemeinsamen EP »Slime« aus dem Jahr 2018 vereinigen <strong>Lélé</strong> und <strong>Fergy</strong> auf »Chamonix« ein weiteres Mal ihre Kräfte. Und was soll man sagen, es ist mal wieder ein Blockbuster auf 3 Minuten geworden. Keiner bringt diese Vibes so gut rüber und malt nur mit der Stimme neue Welten wie diese beiden Künstler.</p>



<p>Ein bisschen Botanik in das Paper, die Boxen auf Anschlag und sich treiben lassen. Für die ultimative Experience kann ich euch nur wärmstens ans Herz legen, sich das Musikvideo zu Gemüte zu führen. Es lohnt sich sehr.</p>



<p><em>&#8211; Fynn</em></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="FERGY53 &amp; LÉLÉ  - CHAMONIX (PROD. BY AL MAJEED &amp; MISTERSIR)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/FzGzWx3zwnY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Tubab, Rafiki PZK &amp; DieZelle, vyno &#8211; HEX HEX (11.12.) </h2>



<p>Die Jungs von <strong>PZK</strong> waren für mich persönlich die Entdeckung 2021. Allein <strong>DieZelle</strong>, dessen im August erschienenes Debütalbum »SAFT PUR« des Öfteren mal aus meinen Boxen schallte, hat meinen Algorithmus in diesem Jahr stark geprägt.</p>



<p>Das Frankfurter Kollektiv <strong>Pilzkultur</strong>, kurz PZK, besteht aber nicht nur aus einem sondern drei gleichermaßen talentierten Rappern, die sich auf »HEX HEX« für einen der unterhaltsamsten Songs der letzten 12 Monate zusammentun. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Meinen Flavour ist die Szene nicht wert / Darum bleib ich in der Regel leger</strong></p>
</blockquote>



<p>Abgerundet von <strong>vynos</strong> rumpelnden Beat und einem kreativen Video geben sich <strong>Tubab</strong>, <strong>Rafiki</strong> und DieZelle die Klinke in die Hand und zeigen, dass Rap manchmal auch einfach nur Spaß machen kann.</p>



<p><em>&#8211; Roman Zingel</em></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="HEX HEX - PZK (prod. vyno)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/HDxtn9ABwrs?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Swindle, JNR Williams, Kojey Radical, Loyle Carner &#8211; LOST (10.12.)</h2>



<p><strong>Swindle</strong> zaubert mit »LOST« eines meiner Lieblingsprojekte des Jahres. Gekonnt verschmilzt er die verschiedensten Elemente — Hip-Hop trifft auf Elektro, Jazz auf Grime, dazu ein Hauch von R&amp;B, unterstützt durch den Einsatz eindrucksvoller Blasinstrumente.&nbsp;</p>



<p>Ebenso wie der Beat spielen auch die unterschiedlichen Künstler perfekt zusammen — <strong>Loyle Carner</strong> tänzelt in für ihn typischer britischer Understatement-Manier über den Beat, ab dem zweiten Verse unterstützt durch <strong>Kojey Radical</strong>. Die beiden sind so lässig in ihrem abwechselndem Wortspiel, dass der Eindruck entsteht, sie würden schon ewig zusammen Musik machen. Abgerundet wird der ganze Track durch den souligen Chorus von <strong>JNR Williams</strong>.&nbsp;</p>



<p>Für mich ist »LOST« ein unglaublich smoother Song, der durch seinen fetten und vielseitigen Beat nicht nur den klassischen Hip-Hop Fan anspricht und damit auf diversen Playlists einen Platz finden kann.</p>



<p><em>&#8211; Hannah</em></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Swindle - LOST (feat. Loyle Carner, Kojey Radical &amp; JNR Williams) (Official Audio)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/44nTGcUxWAU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Jan Delay &#8211; INTRO (29.01.)</h2>



<p>Sieben Jahre Solopause. <strong>Jan Delay </strong>Fans mussten sich lange gedulden, bis neue Musik des Hamburgers kam, obwohl es 2016 mit dem <strong>Beginner</strong>-Comeback natürlich etwas Aufschub gab.</p>



<p>Im Frühjahr 2021 war es dann aber wieder so weit und Jan kam mit der ersten Single aus dem kommenden Album im Gepäck zurück, um zu zeigen, was er diesmal vorhatte. Ein Jan Delay-Projekt ist bekanntermaßen nie das gleiche wie das vergangene und auch diesmal hatte er sich neu ausprobiert. Vorbei die Rockzeiten, der Sound vom »INTRO« versprach nicht nur durch die <strong>Fiji-Kris</strong>-Produktion zeitgeistige Klänge mit tiefen Frequenzen. Die Texte aber, die sind wie immer geblieben: Wortspiele, Musik-Referenzen an jeder Ecke und ganz besonders viele positive Vibes &#8211; wie man es eben seit Jahrzehnten gewohnt ist und wie sie gerade in so einem Jahr ganz besonders wichtig waren.</p>



<p>&#8211; <em>Matthi Hilge</em></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Jan Delay - Intro (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/nsor2KHk6_s?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Goldy.mp3 &#8211; Karma (08.12.)</h2>



<p>Das Frühjahr 2021 beginnt mit einem goldygen Knall. Im März released die Newcomerin <strong>Goldy.mp3</strong> ihren Debüt-Track »Karma« und landet damit direkt einen Volltreffer. Die junge Bremerin, die unter anderem als Featuregast auf <strong>Tightills</strong> Album »Straßenpop« in Erscheinung tritt, kommt neu ins Game und stellt selbiges gleich mal auf den Kopf. Als hätte sie nie etwas anderes gemacht, fliegt sie mit engelsgleicher Stimme über den selbstproduzierten Beat und gibt einen F*** darauf, was andere über sie denken.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Egal was sie auch wollen, ich bleibe chill.</strong></p>
</blockquote>



<p>Frei nach dem Motto „Ignorance is bliss“.</p>



<p>Gerade in der aktuell stressigen Zeit ist »Karma« eine Übung in Gelassenheit und eine Rückbesinnung zu sich selbst. Einfach mal Kopf aus, Goldy auf die Ohren und ein bisschen Liebe statt Missgunst verteilen. Dann wird das Karma vielleicht auch deine Schwester sein.</p>



<p><em>&#8211; Fynn</em></p>



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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Cro &#8211; Alice (07.12.)</h2>



<p>Auch nach zehn Jahren im Rap-Geschehen verliert <strong>Cro</strong> weder Hunger noch kreativen Geist. 2021 löst er sich einmal mehr von alten Genre-Stempeln. Im Vergleich zu »tru.« ist »trip« zwar wieder mehr „Raop“, doch die Soundvielfalt in Carlos Repertoire übersteigt alles bisher Gehörte deutlich. Das große Highlight des Albums bleibt für mich ganz klar »alice«.</p>



<p>Alice wie LSD? Wie „Alice im Wunderland“? Man kann nur mutmaßen. Doch was sich öffnet, erstaunt auf wahrlich zauberhafte Weise. »Alice« ist eine musikalische Wunderwelt, die in Deutschland vergeblich ihresgleichen sucht. Eine Hymne, die in synästhetischen Zeilen auf einem sphärisch farbenfrohen Klangteppich zu einem dreiminütigen Trip entführt, zu einer schwebenden Reise durch Raum und Zeit, aus den 60ern auf das sommerliche Bali, von Insel zu Insel, durch Strudel und Kaninchenbauten hinein in Filme und Märchen.&nbsp;</p>



<p>In welchem Zustand dieser Song entstanden ist, bleibt Cros Geheimnis. Welche Drogen da auch im Spiel gewesen sein sollten, sie werden obsolet in Anbetracht der Trance in die »alice« ihre Hörer*innen allein musikalisch versetzt.</p>



<p>Man sollte das gehört haben. Am besten mit guten Kopfhörern und geschlossenen Augen und ohne Angst davor vom Sog dieses Songs gänzlich eingenommen zu werden.</p>



<p><em>&#8211; Magnus</em> <em>Menzer</em></p>



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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Yunus &amp; beatmensch5000 &#8211; Todessüß (06.12.)</h2>



<p>Ist es eigentlich selbstverliebt zu sagen, dass man sich selber todessüß findet? Ich würde sagen, Ansichtssache. <strong>Shindy</strong> würde sagen, Statements. Und <strong>Yunus</strong> sagt eben genau das:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Ich bin sugar für die Ohren &#8211; Diabetes/ </strong></p>



<p><strong>Doch vor allem bin ich todessüß-todessüß.</strong></p>
</blockquote>



<p>Das Release der Single liegt zwar schon ein paar Monate zurück, aber die catchy Hook, der fast schon penetrant eingängige MIDI-Beat von <strong>beatmensch5000</strong> und die absurd-bescheuerten Vergleiche, die Yunus in den 2:49 Minuten vom Stapel lässt, machen den Song zu einem Ohrwurm, der kleben bleibt wie – naja wie Zucker.&nbsp;</p>



<p>Quotables en masse werden präsentiert und dürften auch dem härtesten Gangstarap-Fan zumindest ein kleines Schmunzeln entlocken.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Ich bin ein bildschönes Milchbrötchen/</strong></p>



<p><strong>mit der Poesie eines miesbösen Windstößchens.</strong></p>



<p><strong>Wavy und sweet wie ein Schildkrötchen/</strong></p>



<p><strong>Ey so beliebt wie ein Singvögelchen.</strong></p>
</blockquote>



<p>Scrollt man durch Yunus’ in schlumpfblau gefärbten Feed, stolpert man auch schon mal über einen Kommentar von einem gewissen <strong>Felix Lobrecht</strong>, von dem der ein oder andere evtl. mal gehört haben könnte. Ob Felix »Todessüß« heimlich beim Pumpen hört, wissen wir zwar leider nicht, aber eine klare Hörempfehlung können auch wir definitiv aussprechen.</p>



<p><em>&#8211; Krow</em></p>



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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Money Boy &#8211; 50S 100S (05.12.)</h2>



<p>Als wir Anfang Mai in einer der lustigsten Folgen von ON AIR <strong>Pimf </strong>zu Gast hatten, wünschte er sich für unsere Playlist den „Song des Jahres 2021, Stand heute“. Er erwies so niemand geringerem als <strong>Money Boy</strong> die Ehre eines ganz besonderen Picks und sollte damit durchaus Recht behalten.&nbsp;</p>



<p>»50S 100S« ist ein Bollwerk des Swags. Wenn Money Boy begleitet von dem vielleicht merkwürdigsten Video des Jahres davon rappt, welchen Scheinen er genau hinterherjagt, wohnt dem Ganzen ein Hunger inne, den er wenn überhaupt nur zu seinen Hochzeiten bei Joiz TV und anderen Auftritten an den Tag legte. Denn auch wenn die Zahl an erinnerungswürdigen Interviews in den letzten Jahren etwas zurückgegangen ist, zweifelt wohl keiner daran, dass der Boy in bester Verfassung ist.</p>



<p>&#8211; <em>Roman Zingel</em></p>



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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">ENNY &#8211; Same Old (04.12.)</h2>



<p>»Same Old« ist für mich der Song, den ich höre, wenn ich frustriert bin und das Gefühl habe, egal wie viel Arbeit man leistet, es werden einem immer nur neue Steine in den Weg gelegt. Es ist das Lied, das mir durch den Kopf geht, wenn ich mit meinen Mädels durch unsere Viertel in Hamburg laufe, mit dem Eindruck, dass wir uns unser Zuhause nicht mehr leisten können. <strong>Enny</strong> ist für mich eine Künstlerin die diese Frustration versteht und zusammen mit noch viel komplexeren Themen auf Ihrer EP »Under 25« verarbeitet.&nbsp;</p>



<p>Das beeindruckende daran, ihre Musik zieht einen in keiner Weise runter — »Same Old« oder »I Want« sind Lieder, unterlegt von Soul geladenen Beats und einem Hauch von UK Garage, die in Kombi mit Ennys Flow ernst und humoristisch das Gefühl von Spätsommer in der Großstadt vermitteln. Gerade in Hamburg, wo es im Winter durchgehend grau und dunkel ist, wünsche ich mir zu Weihnachten am meisten den Sommer zurück.</p>



<p><em>&#8211; Hannah</em></p>



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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Kanye West &#8211; No Child Left Behind (03.12.)</h2>



<p>Dieses Spongebob-Meme, bei dem er mit Kopfhörern durch Raum und Zeit schwebt und einfach nur voll und ganz in der Musik aufgeht: Genau dieser beinahe transzendentale Zustand kann bei <strong>Kanye Wests</strong> »No Child Left Behind« erreicht werden.</p>



<p>Bei dem Riesenprojekt »Donda«, das mit beinahe 100 Min Spielzeit, Features links und rechts und überbordenden Produktionen schnell zu viel werden kann, sorgt dieser Song für eine dringend benötigte Erdung gegen Ende des Albums. Orgelklänge, wunderschöne Harmonien und <strong>Vorys</strong> engelsgleiche Vocals auf den knapp 3 Min Laufzeit lassen die Zeit dabei beinahe ein wenig stillstehen. Nicht umsonst wurde das de-facto Outro von »Donda« in den Listening Events vor Albumrelease so vorgestellt, dass Ye am Ende der Show an Seilen in die Luft gezogen wurde und in Richtung Himmel stieg. Man muss nicht einmal Christ sein, um sich bei diesem Track irgendwie so ein wenig spiritueller als sonst zu fühlen.</p>



<p><em>&#8211; Matthi Hilge</em></p>



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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">ALCATRAZ &amp; Pashanim &#8211; amore çok (02.12.)</h2>



<p>Als der Herbst schon von der Tür steht, lassen <strong>ALCATRAZ</strong> und <strong>Pashanim</strong> mit ihrem Song »amore çok« noch einmal sommerliche Gefühle hochkommen. Nach ihrer ersten Single »amore unlimited« erschien jener zweite Song der beiden Brüder <strong>Lenny</strong> und <strong>Aaron Altras</strong> am ersten Oktober unter ihrem Berliner Label<strong> Live From Earth</strong>, welches vielen seit der Zusammenarbeit mit <strong>Yung Hurn</strong> ein Begriff sein sollte.</p>



<p>Die Musik der beiden ist eine künstlerische Hommage an ihre ursprüngliche Heimat Italien. Ihren Sound beschreiben sie selbst als „Italo Electro“, der besonders eins in den Vordergrund hebt: Amore!<br>So auch bei »amore çok«. Der stimmliche Kontrast zwischen Pashanim und Lenny Altras macht den kulturellen Kontrast zwischen Berlin und Italien erfahrbar und zeigt zugleich, dass sie sich wunderbar ergänzen. Der Song nimmt den Hörer mit auf eine romantische Fahrt irgendwo zwischen Kreuzberg und Rom und stellt einmal mehr Pashas Unvorhersehbarkeit und künstlerische Vielfalt unter Beweis. Es lohnt sich reinzuhören!</p>



<p><em>&#8211; Fynn</em></p>



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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">BHZ &#8211; Halb Vier Interlude (01.12.)</h2>



<p>Wäre Besinnlichkeit ein Rapsong aus diesem Jahr, für mich wäre sie ganz klar das »Halb Vier Interlude« vom gleichnamigen <strong>BHZ</strong>-Album. Zugegeben, manche Textstellen muss man überhören für das Maximum an weihnachtlicher Sorglosigkeit. Doch schafft man das, wird man wahrhaftig wärmstens in den Arm genommen vom friedlichen Akustik-Instrumental und der behütet melancholischen Stimmung. Angenehm unaufgeregt und harmonisch singen, summen und rappen <strong>Dead Dawg</strong>, <strong>Monk</strong> und <strong>Ion Miles</strong> ihre Parts auf einer sanften Gitarrenmelodie. So wird aus dem Interlude eine gemütliche Ballade, die man gut und gerne auch an einem kerzenbeleuchteten Familienabend anklingen lassen kann.</p>



<p>Statt Pint einen Tee oder Glühwein wärmend in beiden Händen, dazu ein bisschen Weihnachtsgebäck anstelle der besungen Tabletten, den Blick auf Schnee hoffend aus dem Fenster gerichtet, um dabei getragen von der besinnlichen Laidback-Dynamik nostalgisch in Erinnerungen an Kindheit oder wärmere Tage zu schwelgen. So kann BHZ euch kommende Wintertage verschönern, an denen es bereits nachmittags um halb vier dunkel sein wird.</p>



<p><em>&#8211; Magnus Menzer</em></p>



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<p></p>
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