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	<title>Album des Monats Archive - Mostdope</title>
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	<title>Album des Monats Archive - Mostdope</title>
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		<title>Das Album des Monats &#124; Januar 2025</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Magnus Menzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Feb 2025 18:13:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alben des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Album des Monats]]></category>
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		<category><![CDATA[Cora E.]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als „die beste Platte seiner ganzen Diskografie” hatte Döll »weg vom Weg« auf »Sieh mich an« angekündigt. Für derlei Übertreibungen ist man im Album-Promo-Kontext ja eigentlich abgehärtet, in Anbetracht der geballten inhaltlichen Wucht und filigranen textlichen Raffinesse dieser ersten Single-Auskopplung lag dennoch die Versuchung nah, den Südhessener beim Wort zu nehmen. Entsprechend hoch mussten die Erwartungen vor dem Release sein, der nun nicht an den etwas enttäuschenden letzten Tapes »Nackt« und »Chips«, sondern am Untergrund-Klassiker »Nie oder Jetzt« gemessen werden [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/alben-des-monats/das-album-des-monats-januar-2025-2">Das Album des Monats | Januar 2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong>Als „die beste Platte seiner ganzen Diskografie” hatte Döll »weg vom Weg« auf »Sieh mich an« angekündigt. Für derlei Übertreibungen ist man im Album-Promo-Kontext ja eigentlich abgehärtet, in Anbetracht der geballten inhaltlichen Wucht und filigranen textlichen Raffinesse dieser ersten Single-Auskopplung lag dennoch die Versuchung nah, den Südhessener beim Wort zu nehmen. Entsprechend hoch mussten die Erwartungen vor dem Release sein, der nun nicht an den etwas enttäuschenden letzten Tapes »Nackt« und »Chips«, sondern am Untergrund-Klassiker »<a href="https://mostdope.tv/essentials/doell-nie-oder-jetzt">Nie oder Jetzt</a>« gemessen werden wollte.</strong></strong></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Döll - Sieh mich an (prod. von dermighty)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/TFjNjlhHcqI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Döll &#8211; weg vom Weg</h2>



<p class="wp-block-paragraph">11 Songs, 1 Skit, 31 Minuten Spieldauer &#8211; soweit typische Dimensionen für ein <strong>Döll</strong>-Tape. Auch der Empfang auf »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/4vQaL8rlEFTfmnDBjmgldo?si=90005d1cd34b45cb">Immer noch</a>« kommt standesgemäß als wuchtiger Representer. Auf einem epischen Brassbeat setzt Döll den Ton für das Album, teilt in alle Richtungen aus (auch gegen sich selbst) und füttert sein persönliches Narrativ rundum „<em>schweißgebadete Nächte</em>” und „<em>zweifelerhabene Texte</em>”.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bin für Rapper &#8216;ne Respektsperson. Way back waren das hier safe sechs Kron&#8217;n. Ich holte Menschen aus &#8216;nem depressiven Tief. Deine Musik trieb sie in &#8216;ne Depression.</strong></p>
<cite>Immer noch</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Der technische Anspruch und die Angriffslust halten sich auf »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2vt45owhrx6UDZWidKtVWO?si=27d348af6d674a11">Ouch</a>« und »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/5KE2TsZYxeO09wPhfJq7Vj?si=5ad1697cc0354952">2:31</a>« konstant hoch. Allein diese ersten 8 Minuten liefern mehr Quotables als ganze Diskografien anderer Artists, insofern muss man Dölls Hybris bisher für angemessen halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">»<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/4XtOXkTT0cV0dPIruCcL6l?si=7b4ec96dbe844678">Man denkt</a>« leitet als Skit in den (selbst-)therapeutischen Teil des Albums über. Hier sticht vor allem »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/0FIZbvxRbJxJoOuAy8WD59?si=b7bd91bd7d414453">Gedanken</a>« heraus. Voll gepackt mit Affirmationen und Anleitungen zur Selbsthilfe funktioniert der Track wie ein Werkzeugkoffer für Döll selbst, aber auch für andere Personen, die gerade mental strugglen und ein paar wohlwollende Worte gebrauchen können.  </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Du bist nicht deine Gedanken. Zwing dich einfach zu handeln(…) Die Vergangenheit is&#8217; gegang&#8217;n (&#8230;) Sorg&#8217; dafür, dass du dein&#8217;n Geist entspannst. Bleib dran und irgendwann heilst du ganz.</strong></p>
<cite>Gedanken</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die diversen Erkenntnisse und der optimistische, fast versöhnliche Aspekt des Tracks verkörpern eine neue Qualität des sonst zumeist dystopisch Getriebenen und bereichern das Album enorm. Im Vergleich dazu zünden die zwei folgenden Songs leider nicht wirklich. Zwar tragen beide zur Erzählung des Albums bei und insbesondere »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/0HQY1GgNtDJ7uddhfkmyeJ?si=1630c7283db446e1">Wie es war</a>« liefert elementare persönliche Einblicke, doch das <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/5KNWuW9ry0YKnhDuTvKafD?si=1dd2b6cca55a473e">Cora E. Sample</a> ist mittlerweile etwas abgenutzt und »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/1wRtlQ2VfhQ0YVcrpu39vN?si=29e3aac88ceb4004">weg vom Weg</a>« wirkt in seiner monotonen Wucht ähnlich uninspiriert wie der Großteil von »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/3Mci2oaMC4Glxo8iykMnQL?si=30a07333a61246c1">Chips</a>«.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Blick nach außen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Glück folgt mit »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2SNzU0knft2YduA40hQTH0?si=d882734c55fe45fe">Wieder hier</a>« ein absolutes Album-Highlight. Hier verlässt Döll die Introspektion und wird stattdessen zum mitfühlenden Beobachter verschiedener Schicksale einer Gruppentherapie. Verbunden durch ein großes gegenseitiges Verständnis, kann über die schlimmsten Geschichten teils nur makaber gelacht und die offizielle Bescheinigung von Erwerbsfähigkeit kaum für voll genommen werden. Dieses schonungslose Storytelling, der empathische Blick nach außen, das reduzierte, sphärische Instrumental und der zaghafte Versuch einer gesungenen Hook schaffen einen nie dagewesenen Döll-Song auf absolut höchstem Level. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anna ist 19 und wurd auch schon auf 29 geschätzt. (&#8230;) Sie würd&#8217; gern bleiben, bis sie was findet was sie gesund werden lässt, doch bleibt so lange wie sie die Rentenkasse lässt. (&#8230;) Sie wirkte abwesend mit ihrer ganzen Anwesenheit und die Klinikleitung bestätigt ihr die Erwerbsfähigkeit</strong></p>
<cite>Wieder hier</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Doch in großen Momenten wie diesen liegt auch ein Verhängnis, das auf dem Album mehrfach wiederkehrt. Die Messlatte einiger Songs erreicht eine Höhe, der andere Songs nicht gerecht werden können. So auch »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/69HrmbtrvrrK08IqD3H8eV?si=9459732f24b04d64">Unter Vier</a>« &#8211; ein Einblick in Dölls Jugend, der die längst auserzählte, typisch toxische Pseudo-Liebesgeschichte von zwei Personen, die nur in Rausch, Sex und Verlorenheit vereint sind, ein weiteres Mal aufrollt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein versöhnliches Finale </h3>



<p class="wp-block-paragraph">Auch auf dieses Low folgt allerdings ein neues High. Vor dem großen Finale werden wir mit dem zweiten von drei hooklosen Tracks beschenkt, 3 Minuten pure Eloquenz &#8211; Dölls Paradedisziplin. »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/3i458HbL0SCMiY1QN5IXdP?si=868ac227acc5420a">Hol es zurück</a>« resümiert ein weiteres Mal seine überstandenen Notlagen, sein enormes Standing sowie die Diskrepanz zwischen Skill und Erfolg in der Deutschrap-Szene. Mit seinem gesetzten Ton und dem fantastischen Sitar-Sample-Beat erzeugt der Song eine warme Atmosphäre, die auch als Outro funktionieren könnte. Wenn da nicht ein noch krasseres Outro warten würde.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich war mit Top-Ten-Rappern im Studio, die Angst hatten, mir ihre Sachen zu zeigen.<br>Sie geben &#8216;ne Menge vor, doch scheitern dann daran, das zu sein</strong>.</p>
<cite>Hol&#8217; es zurück</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Nun wissen wir mittlerweile, dass Döll <strong><strong>„</strong></strong>weg<strong>“</strong> ist von seinem krisengeplagten Weg, dass er therapiert ist, nüchtern, klarer, selbstsicherer und somit musikalisch gefährlicher denn je. Auf »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/0gAUgCRzJ9AgJtQMN3kEHv?si=e0a36b233fb7492f">Kette</a>« liefert er schließlich die beinahe kitschige Antwort, woraus er Kraft und Mut für diese Entwicklung zieht. Es ist eine neue Liebe, die für ihn als Anker und Motor fungiert, neue Leidenschaft entfacht und Gründe liefert, um zur besten Version seiner selbst zu werden. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Doch ich glaub&#8217;, du bist meine Antwort, fragt man: „Wofür mach ich das?“ Mein <strong>„</strong>deswegen hab ich damals so viel Kraft gehabt“</strong></p>
<cite>Kette</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Er war vielleicht das schwächste Glied seiner Kette, doch die Kette hielt stand. Wer ihm neben/vor seiner Liebe Halt gab, erwähnt Döll auf »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2rvULznuObz5VTFD80ElUk?si=88b40808d37641ca">Sieh mich an</a>« schließlich sogar namentlich &#8211; <strong>Torky Tork</strong> und <strong>Audio88</strong> beispielsweise, aber insbesondere <a href="https://www.instagram.com/dermighty/">Mighty</a> (<strong>dermighty</strong>), der auch den Großteil des Albums produziert hat.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der beste Döll aller Zeiten?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Vom Hoffnung erweckenden Startschuss der Promophase wird »Sieh mich an« hier zum krönenden Abschluss des Albums. Der Song bringt auf den Punkt, was Dölls Status in der Szene rechtfertigt. Seine Begabung, auf höchstem technischen Niveau Emotionen in Worten zu konservieren und sich selbst zu therapieren, ist einmalig. Selbst der banale Bericht vom tristen 9-to-5-Callcenterjob wird da zu einer fesselnden Erzählung. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Hallo, hallo, wie zufrieden sind Sie mit ihrer Scheißbank?<br>Und wieviele Drecksbanken kennen Sie, die man mit ihr vergleichen kann?“<br>Ich dacht&#8217;, ich bin zum Scheitern verdammt, sobald ein Freizeichen erklang</strong></p>
<cite>Sieh mich an</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Döll in Fahrt gerät, sind es nicht nur die Stories, die elektrisieren, nicht nur die Bars, die hitten, nicht nur die Reime, die faszinieren, sondern jeder Zischlaut, jeder harte Konsonant und jede Pause, deren Aura aus tiefster Seele Rap atmet.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/doell-weg-vom-weg.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="225" height="225" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/doell-weg-vom-weg.jpg" alt="" class="wp-image-17810" style="width:304px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/doell-weg-vom-weg.jpg 225w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/doell-weg-vom-weg-150x150.jpg 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/doell-weg-vom-weg-120x120.jpg 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/doell-weg-vom-weg-125x125.jpg 125w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">»weg vom Weg « Albumcover</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Man muss dankbar sein, dass Döll im Texten sein Ventil gefunden hat und hoffnungsvoll, dass er tatsächlich den Absprung geschafft hat und wir ihn in Zukunft womöglich über ganz neue Themen, abseits der Sucht, rappen hören. Schon jetzt sind die untypisch positiven oder auch melodiösen Einschläge eine große Bereicherung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Album hat seine Schwächen, die vor allem im Kontrast zu den klaren Höhepunkten auffallen. Jedoch zeigt es ohne Frage einen Döll auf seinem absoluten A-Game, der das Leid-Kunst-Narrativ seiner Diskografie auf die Spitze treibt und auf emotionaler, musikalischer und lyrischer Ebene einschlägt. Man darf ihm also zustimmen: »weg vom Weg« ist das beste Döll-Album bisher!</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"> </p>
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		<title>Das Album des Monats &#124; November 2024</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michail Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Dec 2024 17:34:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alben des Monats]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die gebürtige Wienerin verifiziert ist bekannt für ihren verträumten Cloud-Pop irgendwo zwischen langen Nächten in Wien, Autofahrten als Form des Eskapismus und popkulturellen Referenzen aus den 2000ern. In den letzten Jahren hat sie sich bereits einen Namen in der deutschsprachigen Szene gemacht, wozu unter anderem auch Features mit Größen wie Paula Hartmann, 01099 und Longus Mongus beigetragen haben. Nach ihrem 2023 erschienenen Debütalbum »adhs« legt sie nun mit »bulletholes« nach und zieht auf dem Projekt etwas andere Saiten auf.&#160; verifiziert [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong>Die gebürtige Wienerin verifiziert ist bekannt für ihren verträumten Cloud-Pop irgendwo zwischen langen Nächten in Wien, Autofahrten als Form des Eskapismus und popkulturellen Referenzen aus den 2000ern. In den letzten Jahren hat sie sich bereits einen Namen in der deutschsprachigen Szene gemacht, wozu unter anderem auch Features mit Größen wie Paula Hartmann, 01099 und Longus Mongus beigetragen haben. Nach ihrem 2023 erschienenen Debütalbum »adhs« legt sie nun mit »bulletholes« nach und zieht auf dem Projekt etwas andere Saiten auf.&nbsp;</strong></strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">verifiziert &#8211; bulletholes</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024.jpg"><img decoding="async" width="300" height="300" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-300x300.jpg" alt="" class="wp-image-17351" style="width:304px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-300x300.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-1024x1024.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-150x150.jpg 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-768x768.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-500x500.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-800x800.jpg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-120x120.jpg 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-240x240.jpg 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-360x360.jpg 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-540x540.jpg 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-720x720.jpg 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-770x770.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024-125x125.jpg 125w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/bulletholescover16002024.jpg 1170w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">»bulletholes « Albumcover</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Das Intro »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/14EJYJ2CMnCCE4eZ0u53vr?si=e0d5d05f3e524c8c">bulletholes</a>«, welches gleichzeitig auch der Titeltrack ist, dient gewissermaßen als Einleitung für die Reise durch die insgesamt dreizehn Songs. In sanfter Kopfstimme gepaart mit einer reduzierten Gitarre eröffnet verifiziert ihr Album mit den Worten: „Bulletholes in meinen Flügeln, war schon immer so. Hab&#8217; gelernt, damit zu fliegen, lass&#8217; sie nicht mehr los. Über Dächern in mein&#8217;n Flügeln, zähl&#8217; die Bulletholes. Und ich zeig&#8217; dir, wie das geht, halt dich gut fest.“ und stellt damit, begleitet von einem mit für sie typischen Augenzwinkern und „pew-pew“ Ad-libs, das Programm der nächsten halben Stunde vor.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht um Traumata und vergangenen Schmerz, was zuvor noch Hindernisse für sie waren. Jetzt weiß sie aber damit umzugehen und möchte beides als prägende Erfahrungen nicht mehr missen. Das lyrische Du wird eingeladen, sie zu begleiten und von ihren Bewältigungsstrategien zu lernen. Zeilen, wie „du bist ein Engel ohne Plan“ könnten dabei gleichermaßen an ihr jüngeres, wohl naives Ich sowie generell an Personen in ähnlicher Situation gerichtet sein. Klar ist, dass sie beiden aus der Misere helfen möchte. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Verifiziert - bulletholes (prod. food for thought)" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/cfilzvRUPHE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Verlauf des Songs steigt die Dynamik weiter an. Erst setzt eine zweite Gitarre und zur letzten Wiederholung der Hook imposante, orgel-ähnliche Chords ein, durch welche sich das Outro, in Übereinstimmung mit den Lyrics, wie ein epochaler Sturz- bzw. Steigflug anfühlt &#8211;&nbsp; passend zum Bild einer modernen Adaption des Ikarus-Mythos.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hierbei wird dem Zuhörer noch selbst überlassen, für was er sich entscheidet. Zunächst aber soll sich gut festgehalten und zugehört werden</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nächtliche Gedankengänge</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine wiederkehrende Kulisse in Veris Songs und insbesondere auf dieser LP ist die »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/6220SFAJ6dfOVeihtLK9RY?si=0bcf4e238f6d4af6">stadt die immer schläft</a>«, beziehungsweise Wien. Auf dem melancholischen Beat von <strong>Mo.Nomad</strong>, der von einem verspielten chopped-vocal Sample geschmückt wird, werden die sonnenlosen Stunden des Tages als Sehnsuchtsort beschrieben. Hier weichen die alltäglichen Probleme und Sorgen der einnehmenden Ruhe der Nacht. Die Wienerin lässt jedoch durchschimmern, dass diese Idylle in einsamen Momenten von kraftraubenden Gedankenkarussellen abgelöst werden können.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass diese Empfindungen nicht immer ungerechtfertigt sind, zeigt der anschließende, an den gleichnamigen <strong>Prince</strong> Song angelehnte Track »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/4SDbMHqrE2CXgS73QHGImj?si=11203633907f42df">manchmal schneit es im april</a>«. Begleitet von schwermütigen Gitarren und Garage-anmutenden Drums werden hier die Anfänge einer Situationship geschildert. Glückseligkeit und Frühlingsgefühle treffen auf Chaos und Verunsicherung, die durch hastige Lines im ersten Part unterstrichen werden. In Zeilen wie „Ich wollte eigentlich nur geh&#8217;n, aber er lässt mich schweben“, wird die emotionale Abhängigkeit von einem Partner als Konsequenz der Liebestrunkenheit kritisch beleuchtet, insbesondere wenn, wie in diesem Fall noch jemand Drittes auftaucht, die den frisch gewonnenen Frieden stört. So mag es sich anfühlen, als würde es im blühenden Frühling überraschenderweise nochmal einen Kälteschub geben, wie verifiziert in der Hook metaphorisch besingt.&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong> Will so viel sagen, aber kann&#8217;s nicht</strong></p>
<cite>manchmal schneit es im april</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die Probleme, ausgelöst durch die Ex-Partnerin, werden aber eher distanziert beschrieben. Möglicherweise will Veri es nicht wahrhaben, ihr fehlt an der Stelle jedoch noch der Mut sich dazu zu äußern</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Wir sind Helden, Juli und ein Haufen Scherben</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Um ihre Gefühle zu überstehen, flüchtet sie sich in die Welt des Retro-Videospiels »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/1xos1AjHKOib2xEctFoSqZ?si=033b4b4719bc480e">megaman</a>«</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich renn&#8217; wie Mega Man, ich flieg&#8217; durchs System unendlich, weil hier ist nichts lebendig.</strong></p>
<cite>megaman</cite></blockquote>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Foto-19.08.24-16-59-01.jpg"><img decoding="async" width="692" height="1024" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Foto-19.08.24-16-59-01-692x1024.jpg" alt="" class="wp-image-17356" style="width:317px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Foto-19.08.24-16-59-01-692x1024.jpg 692w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Foto-19.08.24-16-59-01-203x300.jpg 203w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Foto-19.08.24-16-59-01-500x740.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/Foto-19.08.24-16-59-01.jpg 709w" sizes="(max-width: 692px) 100vw, 692px" /></a></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Der aus rohem Gitarrensound bestehende und mit Soundeffekten aus einem auf dem Flohmarkt gefundenen Keyboard gespickte Beat erzeugt eine wohlige 2000er Nostalgie, die charakteristisch für das Klangbild von verifiziert ist und auf dem Folgetrack »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/0dqyu1uge0tfnblPH9gFKp?si=5754c6666a80408a">kaputt</a>« fortgesetzt wird.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Veri macht keinen Hehl daraus, dass sie ein großer Fan des deutschen Pop-Rock der 00er Jahre ist. <strong>Wir sind Helden</strong> Referenzen (auf »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/4cgnY7tRhQfJhbut9s0VbN?si=0BSryMkcREqTHPbkjVYOug">Sommersprossen</a>« mit <strong>fiio</strong>) und ein in diesem Sommer erschienener Autotune-Remix der Hitsingle von <strong>Juli</strong> »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/473pag6qCiVAI3Yeq1dktT?si=55fb9e7430ca4956">Perfekte Welle</a>« sind dabei nur zwei Beispiele.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier&nbsp;gipfelt dieser Einfluss in einer wütenden Botschaft an einen mittlerweile ehemaligen Partner. Während in den Strophen das Hin und Her und somit die guten und schlechten Phasen der Beziehung reflektiert werden, stellt die geladene Hook die Ignoranz des Partners an den Pranger und gibt transparent zu, dass der bittere Schmerz, der dem lyrischen Ich zugefügt wurde, auch nach zwei Jahren noch präsent ist. Das Symbol der Scherben steht hier sinnbildlich für ihren Gefühlszustand, der auch im Musikvideo theatralisch dargestellt wird.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="verifiziert - kaputt (prod. food for thought, Alex The Flipper)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/2I9sd1RIGWI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Bittersüße Aufrichtigkeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">An dieser Stelle eine <strong>Triggerwarnung</strong> &#8211; In dem folgenden Abschnitt unter dieser Überschrift geht es um Essstörungen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mentale Gesundheit ist auch das Thema von »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/7fMMJWARRRY8KaCIsuNZql?si=80b3deeff2fb46e7">fliegen</a>«, spezifisch Essstörungen. Laut <a href="https://www.instagram.com/p/DAIw2hJMN9X/?img_index=2">eigener Aussage</a> möchte sie mit diesem Song Awareness dafür schaffen und dazu ermutigen, Hilfe zu suchen. Falls ihr mehr zu ihrer Erfahrung und Umgang mit dieser Krankheit erfahren möchtet, kann ich euch <a href="https://open.spotify.com/episode/5bHEFDfGFMLxKcFfGbQKtK?si=95def34261b344ff">ihre Folge </a>des <strong>Danke, Gut</strong>. – Podcasts von <strong>Miriam Davoudvandi</strong> empfehlen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Verifiziert - fliegen (prod. Mo.Nomad)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/jy5S5DowqF8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Slow-Pop Instrumental des Songs sowie Veris behutsame Stimme unterstreichen den Wunsch nach einem Gefühl der Leichtigkeit, das mit unmittelbarer Ehrlichkeit beschrieben wird. Auch die zuvor erwähnte Dreiecksbeziehung ist wieder Thema, insgesamt wirkt die Hook aber wie ein nachsichtiger Appell an ihr jüngeres Ich, nicht so hart mit sich ins Gericht zu gehen.&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich wollte leicht sein, ich wollte nur fliegen</strong></p>
<cite>fliegen</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">»<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/400t2sGSiaqQTQyAWb44R9?si=957a093b610a43b7">blaulicht</a>« setzt mit gedämpften Bässen und einer trüben Melodie das bisherige Thema fort, wobei der Song mit modernen Elementen wie den kurzen Synth-Einwürfen stilistisch an Veris Debütalbum »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2kkX873yMVVNdJo265THFV?si=54f3666902d047b1">adhs</a>« erinnert. Mit leisen Sirenen im Hintergrund gewährt verifiziert Einblick in eine toxische Beziehung, in der das lyrische Ich ein notwendiges Mittel ist, um die Aggressionsprobleme ihres Partners auszugleichen.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Laufe auf Shox und chill&#8217; meine Fettness</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stimmung wechselt auf »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/21lDUxRpWMMlCuRoEhEJPY?si=97e911af62e74594">alles okay</a>« nun aber endlich ins Positive. Trotz leicht niedergeschlagener Stimme zeugen Text und Instrumental von Zuversicht. Dem destruktiven Partner wird kaum noch Beachtung geschenkt und gewohnte unbeschwerte Einwürfe wie „Chrome Hearts, Backflips“ zeigen, dass sie langsam aus ihrer misslichen Situation und wieder zu sich selbst gefunden hat.&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>War schon lang nicht mehr so so bei mir</strong></p>
<cite>alles okay</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Popkulturelle Referenzen, nächtliche Atmosphäre und ein zum Schmunzeln bringendes <strong>Lucio101</strong> Zitat. Auf »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/0fU1mOFIvvIPL4zvs379PW?si=2f2a03847d0d4c52">blackout in der gegend</a>« zeigt sich Veri von ihrer besten Seite, obgleich nicht ganz klar wird, inwiefern sich der Song in den roten Faden des Albums eingliedert. Nichtsdestotrotz ist er ein liebestrunkener Ohrwurm, der nach einigem Hören nicht mehr aus dem Kopf gehen möchte.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nostalgie pur mit Skins und Tumblr</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zum letzten Drittel finden wir uns erneut in der Melancholie wieder. Benannt nach der Kult-Social Media Plattform ist »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/4f7Uj8j8NHeAtTUTtTnRGK?si=0cc0893785bc4663">tumblr</a>« ein stetiger Wechsel zwischen tiefer Traurigkeit und optimistischer Zuversicht.&nbsp;&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Heute nicht mein Tag, aber wird schon wieder gehen</strong></p>
<cite>tumblr</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Spannend ist hier der Verweis zur britischen Serie Skins aus den späten 2000ern, die damals ihre Zuschauer mit jugendlichem Rausch und Ekstase schockierte. Die zweite, 2008 erschienene Staffel trotzt nur so von dramatischen Ereignissen, Traurigkeit, Verrat und Tod. Dass Veri also „Skins Staffel 2“ ist, spricht Bände für ihre emotionale Verfassung.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-2.jpg"><img decoding="async" width="1024" height="576" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-2-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-17360" style="width:750px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-2-1024x576.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-2-300x169.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-2-768x432.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-2-1536x864.jpg 1536w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-2-500x281.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-2-800x450.jpg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-2-1280x720.jpg 1280w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-2-770x433.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-2-1400x788.jpg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-2.jpg 1701w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Typisch für viele Teenager stellt sich ihr Weg damit umzugehen als nächtliche Realitätsflucht „in irgendeinem Park“ dar, bei der einem plötzlich auffällt, dass man die eigene Mutter schon länger nicht gesehen hat.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Tourlife und Rückfälle&nbsp;</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">»<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2b4oJBr0cXmANNH5f7JoBn?si=80f441ff51484616">revolver</a>« macht einen Zeitsprung in die ungefähre Gegenwart. Veri singt auf einem eiligen Beat zwischen <strong>Tokio Hotel</strong> und SIMS Referenzen vom aufregenden Festival-Leben. Sie ist spürbar sorglos und das nicht nur, weil sie statt ihrem bereits auf »tumblr« erwähnten kaputten Feuerzeug die zehn von ihrem Bruder benutzen kann.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schein kann aber trügen, denn obwohl sie ein „Momentary Sweetheart“ hat, lassen Zeilen wie „Will nicht drüber reden, drum stell keine Fragen“ und „Von Show zu Show, haben dafür keine Zeit“ erahnen, dass die bekannten Probleme nicht ganz verarbeitet sondern bloß verdrängt wurden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies bewahrheitet sich schließlich auch auf »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/5s5DGx32wwTyK9C2JuKg0G?si=ae4e78170cbf4ec3">scherben</a>«, der einen drastischen Kontrast zu »revolver« darstellt. Die schnelle Gitarre, welche nicht mehr fröhlich, sondern entschleunigt und düster klingt, wird von klagenden gelayerten Hintergrund-Vocals ergänzt.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-3.jpg"><img decoding="async" width="1024" height="739" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-3-1024x739.jpg" alt="" class="wp-image-17367" style="width:427px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-3-1024x739.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-3-300x217.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-3-768x554.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-3-500x361.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-3-800x577.jpg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-3-1280x924.jpg 1280w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-3-770x556.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/fliegen-Pressebild-3.jpg 1290w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Scheinbar hat ein Rückfall zum toxischen Partner stattgefunden, der das lyrische Ich ausgelaugt und mitgenommen hinterlässt, da immer noch eine klaffende Distanz zwischen den beiden besteht. Mit „Ich seh’, am Boden glänzt das Scherbenmeer<br>Früher mocht ich Scherben sehr“ nimmt sie clever auf »kaputt« Bezug und kommt zur Einsicht, dass diese zwischenmenschliche Beziehung ihr nicht mehr gut tut. Fast schon schmerzerfüllt schlussfolgert sie „Nichts, was da war, war umsonst und schon gar nicht erst wir“. Obwohl die Person ihr viel Leid und Kummer gebracht hat, ist sie doch dankbar für die gemeinsamen Erfahrungen, die sie letztlich hochgradig in ihrer Entwicklung geprägt haben.&nbsp;&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Ein resignativer Abschied</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wüsste man nicht, dass noch ein letzter Track folgt, könnte man denken, dass das Album hier vorbei wäre. Die sphärische E-Gitarre kulminiert im Outro von »scherben« analog zur freudlosen Stimmung, die »bulletholes« an einem ziemlich bedrückten Punkt beenden würde.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Glücklicherweise ist das nicht der Fall. »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/1jsDqcepsE6QwZQznfYHzN?si=7892953939ba4ee3">ich hoffe niemand weckt mich auf</a>« beginnt mit unterschiedlich gepitchtem Summen von Veri und wird anschließend von harmonischen Akkorden ergänzt. Mit fragiler Stimme skizziert sie eine träumerische Momentaufnahme, die trotz positiver Atmosphäre vom Zwiespalt geplagt ist: „Deine Lippen so weich, alles tut weh“. Es wird klar, dass ein Abschied nötig ist. Die daraus entstehende klagvolle Resignation steigt entlang des wachsenden Instrumentals und verstummt in den letzten Sekunden mit den fern-klingenden versöhnlichen Worten: „Es ist okay“.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Von »adhs« zu »bulletholes«</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wer nach Brechern wie »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/0c1NsAvtTncDw7TlPB7Nkh?si=242ab7143907440d">One Call away &lt;3</a>« oder »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/7tGNyXcMm5YwSi0E5CwB2g?si=5e5c61cbcb5f4eac">Suzuki Swift</a>« vom Vorgänger »adhs« sucht, ist hier zwar fehl am Platz, doch die braucht das Album auch nicht.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Songs tragen eine unbeschreibliche Traurigkeit und Melancholie in sich, die nicht selten auf die Tränendrüse drücken. Dies lässt sich meiner Meinung nach auf zwei Dinge zurückführen. Zum einen klingen Veris Vocals auf diesem Projekt so zart und ehrlich wie noch nie zuvor. Stellenweise wirkt es so, als wäre ihre Stimme kurz vorm Zerbrechen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum anderen ist die Produktion höchst eindrucksvoll. Der Wiener Produzent Mo.Nomad aka Moritz Seidel ist hierfür wahrscheinlich der Hauptverantwortliche. Der <strong>Pan Kee-Bois</strong> Vertraute hat insgesamt an acht der dreizehn Tracks mitgewirkt und dabei das Soundbild maßgeblich geprägt. Wer aufmerksam hinhört, entdeckt unzählige kleine Details in den Produktionen, die die Instrumentals teils sehr minimalistisch, teils komplex arrangiert klingen lassen.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/000015-1.jpg"><img decoding="async" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/000015-1-1024x692.jpg" alt="" class="wp-image-17372" style="width:738px;height:auto"/></a></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit »bulletholes« ist verifiziert eine beeindruckende künstlerische Entwicklung gelungen. Das Album erzählt eine berührende, dramaturgisch spannende Geschichte zwischen jugendlicher Euphorie, dem oft destruktiven Wunsch nach Realitätsflucht, Trauer, Lost-Sein und macht schlussendlich Mut zur Besserung.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es bleibt gespannt zu sein, wo die Zusammenarbeit von Mo. und Veri, sowie verifizierts eigene Evolution noch hinführt. Ein derartiges zweites Album lässt uns aber zuversichtlich in die Zukunft blicken.&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/alben-des-monats/das-album-des-monats-november-2024">Das Album des Monats | November 2024</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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		<title>Das Album des Monats &#124; September 2024</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Magnus Menzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Oct 2024 12:50:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alben des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Album des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Gesicht verlieren]]></category>
		<category><![CDATA[Hip-Hop]]></category>
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		<category><![CDATA[September 2024]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Levin Liam bleibt das Phänomen der Zeit &#8211; da sind sich Kritiker und Fans, Indie-Mäuse und Hip-Hop-Heads einig. Und auch er selbst lässt daran keine Zweifel, wie manch provokante Line unschwer verständlich macht: „Lass die doch den Sound kopieren, die kriegen ihn nicht zu fassen” (»nicht alles«) oder „Frag&#8217; dein neues Signing, warum klingt sein Stuff wie der von mir?“ (»btw«) seien hierfür nur beispielhaft erwähnt. Nun hat Levin Liam sein allererstes Album »gesicht verlieren« veröffentlicht. Höchste Zeit, einmal genau [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/alben-des-monats/das-album-des-monats-september-2024">Das Album des Monats | September 2024</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Levin Liam bleibt das Phänomen der Zeit &#8211; da sind sich Kritiker und Fans, Indie-Mäuse und Hip-Hop-Heads einig. Und auch er selbst lässt daran keine Zweifel, wie manch provokante Line unschwer verständlich macht: „<em>Lass die doch den Sound kopieren, die kriegen ihn nicht zu fassen</em>” (»nicht alles«) oder <strong>„</strong><em>Frag&#8217; dein neues Signing, warum klingt sein Stuff wie der von mir?</em>“ (»btw«) seien hierfür nur beispielhaft erwähnt. Nun hat Levin Liam sein allererstes Album »gesicht verlieren« veröffentlicht. Höchste Zeit, einmal genau unter die Lupe zu nehmen, ob das Debüt wirklich so wegweisend klingt, wie die großspurigen Lines es vermuten lassen.</strong></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Levin Liam ft. RTO Ehrenfeld – “btw” | ZDF Magazin Royale" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/9xOj5tAacjY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Levin Liam – gesicht verlieren </h2>



<h3 class="wp-block-heading">Ein Schlussstrich zum Start</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium is-resized"><img decoding="async" width="300" height="300" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/levin-liam-gesicht-verlieren-web-300x300.jpg" alt="" class="wp-image-16098" style="width:304px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/levin-liam-gesicht-verlieren-web-300x300.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/levin-liam-gesicht-verlieren-web-150x150.jpg 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/levin-liam-gesicht-verlieren-web-768x768.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/levin-liam-gesicht-verlieren-web-500x500.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/levin-liam-gesicht-verlieren-web-800x800.jpg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/levin-liam-gesicht-verlieren-web-120x120.jpg 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/levin-liam-gesicht-verlieren-web-240x240.jpg 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/levin-liam-gesicht-verlieren-web-360x360.jpg 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/levin-liam-gesicht-verlieren-web-540x540.jpg 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/levin-liam-gesicht-verlieren-web-720x720.jpg 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/levin-liam-gesicht-verlieren-web-770x770.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/levin-liam-gesicht-verlieren-web-125x125.jpg 125w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/levin-liam-gesicht-verlieren-web.jpg 894w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">»Gesicht Verlieren« Albumcover</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Eröffnet wird »gesicht verlieren« nicht vom Rapper selbst, sondern von der britischen Folksängerin <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bridget_St_John"><strong>Bridget St John</strong></a>. Stark herunter gepitcht hallen ihre Worte „<em><a href="https://www.youtube.com/watch?v=x48kFXtIH58">I don’t know if I can take it</a> anymore</em>” auf »verseucht« immer wieder nach. <strong>Levin Liam</strong> und UK-Folk-Samples &#8211; ein Konzept, das schon auf »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=FA7kRWMERag">Uber X (Kathryn’s Song)</a>« gut funktioniert hat, greift hier erneut. Die besagte Zeile empfängt einen bei jedem Durchlauf als Ruhepol, als Moodsetter und Startpunkt der musikalischen Reise. Levin Liam zeigt sich resigniert vor einem Scheideweg, eine Trennung steht unweigerlich bevor, sein Kopf ist »verseucht«, er könnte zwar noch, aber will »nicht mehr« und „<em>will nur noch weg von hier</em>”. Auf dem Bett liegen und an die Decke starren, schwere Atemzüge, nervöse Bewegungen, das Handy auf „<em>nicht stören</em>”, im Hintergrund tickt eine Uhr &#8211; so beginnt das Album. Analog zu dieser Stimmung kommen die ersten beiden Songs fast komplett ohne Drums aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=EQdsX-qkrDg">rauch</a>« gewinnt das Album allmählich ein neues Tempo. Die Schwere der ersten Songs ist noch spürbar, doch die Vocals sind weniger gehaucht und der Rhythmus zwingender. Auch wenn er sich in den Lyrics noch dagegen wehrt, ist es ein erster Schritt nach draußen. Wenn dann noch beiläufig 0176 auf „<em>was ein Wunder wie der wächst</em>“ gereimt wird, weiß man, dass hier ein Levin Liam in Topform aufläuft. Die anfängliche Sinnkrise ist allerdings noch nicht überwunden, wie »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=O7mCm-BYWE4">leben lang</a>« und »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=mKHz5ZDxpnM">trauen</a>« untermauern. Beide Songs beschreiben eine Suche nach Halt und einen Zustand der Zerrissenheit zwischen Innerem und Äußerem, den man bereits auf den »<a href="https://mostdope.tv/news/bei-levin-liam-laeuft-neues-leaks-tape-kollabos-und-colors-show-2">Levin Liam Leaks 2023</a>« mehrfach hören konnte. Insbesondere die Zeile</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es reißt mich in zwei, ich will, dass sich alles bewegt / Aber zur selben Zeit will ich, dass alles bestehen bleibt</strong></p>
<cite>leben lang</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">steht dafür exemplarisch und zeichnet vielleicht den Gipfel der lyrischen Tiefe des Albums. Denn viel persönlicher wird es nach dieser ersten Hälfte der Platte nicht mehr.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Eine neue Leichtigkeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mit »auf den« wird eine neue Phase typischer <a href="https://mostdope.tv/next-up/levin-liam-leaks-und-leichtigkeit-2">Levin-Liam-Leichtigkeit</a> eingeläutet. Hier zeigt der Rapper sich dankbar für seinen neuen Lifestyle und liefert mit einem für den Beat perfekten Flow wahrscheinlich den Hit unter den Nicht-Singles. Es folgt »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=N5F8BVv7KQk">such mit mir</a>«, der groovige Pop-Peak des Albums. Hier, in der ersten Singleauskopplung, gibt sich Levin Liam voll und ganz einer frisch entflammten Liebe hin. Die wird aber schon im folgenden Track nur noch zur Nebensache, denn auf »nicht alles« steht sein eigener Werdegang im Fokus und es wird zum ersten Rundumschlag ausgeholt. Auf einer schüchternen Baseline mit wechselnden Zusatzelementen rappt Levin Liam sich einiges von der Seele. Was im ersten Moment monoton wirken kann, entwickelt nach einigen Durchläufen große Wirkmacht, bringt es doch eins der Kernmotive des Albums, die Entwaffnung der Nachahmer, auf den Punkt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Copycats, das Album hier ist meine Repercussion</strong></p>
<cite>nicht alles</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">In sehnsüchtig-nostalgischen »als wär alles normal« findet die über mehrere Tracks erzählte Liebesgeschichte ihr offenes Ende und macht den Weg frei für die abschließenden Brecher des Albums. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Zwei Paukenschläge zum Schluss</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht selten beginnen Alben ja mit einem Paukenschlag und enden in einem reflektierenden Outro. Levin macht auf »gesicht verlieren« das genaue Gegenteil. Eine Eigenheit, die zunächst gewöhnungsbedürftig ist, auf lange Sicht aber eine regelrechte Sucht entfacht. Mit Vorfreude hört man sich durch die Traurigkeit, die Zweifel, die Zurückhaltung und manchen Schmerz, um mit Ignoranz, Attitude und Kopfnickern belohnt zu werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Davon bieten »btw« und »aufwachen« nämlich eine ganze Menge. Hier zeigt sich so laut und unmissverständlich wie an keiner anderen Stelle, womit Levin regelmäßig angibt und seine Nachahmer abstraft. Die Schnoddrigkeit in Levins Performance und die geballte Klanggewalt der Beats erzeugen einen Sound, der in Deutschland tatsächlich keine Vergleiche kennt. Inhaltlich muss zwischen allem Flex zudem folgende Line erwähnt werden, die auch noch eine persönliche und sogar politische Ebene einfließen lässt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Frag&#8217; mein&#8217;n Therapeuten, ach ne, warte, hab&#8217; ja kein&#8217;n / Suche weiter Platz, weil ich will mal ein guter Papa sein</strong></p>
<cite>btw</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vollständigkeit halber erwähnt werden, muss natürlich auch der Reezy-Part auf »aufwachen«, der nicht wirklich schlecht, aber leider sehr vorherseh- und austauschbar ausfällt und nicht besonders viel zum Song beiträgt.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Levin Liam - 11: aufwachen ft. reezy" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/biv8_yMj52E?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nichtsdestotrotz ist das Finale von »gesicht verlieren« im besten Sinne pompös. Levin Liam, der eigentlich sein Gesicht bewahren wollte, gibt für diesen Moment mal wirklich gar keine F*cks, holt alles aus dem selbst geflippten Instrumental heraus und was er da veranstaltet, klingt ganz ohne Tiefsinn, ohne doppelten Boden und mehrsilbige Reime schlicht und ergreifend dope!</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein gelungenes Debüt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Von dieser Energie hätte das Album durchaus mehr vertragen können. Denn es sind am Ende in erster Linie die Singleauskopplungen, die solch starke Effekte erzeugen. Womöglich hat Levin Liam sich deshalb mit der Wahl und Menge der Singles für die Rezeption des Albums als Ganzem keinen großen Gefallen getan, denn im direkten Vergleich wirken die Nicht-Singles auf den ersten Blick mehrheitlich unspektakulär. Wer jedoch ein bisschen Geduld mitbringt, wird erkennen, dass es genau diese übrigen 5 Tracks sind, die für ein rundes Gesamtwerk sorgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist es unter dem Gesichtspunkt gerade das Zurückgenommene, worin die Nicht-Singles ihr Spektakel finden, weil sie unaufdringlich, aber echt und vor allem stimmig genug sind, um die Hits schlüssig zu verbinden und das Album in Balance zu halten. Hierfür muss selbstverständlich auch die Produktion hervorgehoben werden. Das Team um Barksy, Rascal und Levin Liam selbst (als Executive Producer) hat mit vielen verspielten Details, geschickten Übergängen, Samples, Streichern und Gitarrensoli eine einnehmende Soundwelt geschaffen, die aufmerksames Hören belohnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Wissen über seine bisherige Diskografie, insbesondere nach Songs wie »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=48DhI7ae9f8">Geh nicht ran</a>« oder »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=pm3JvDta-ng">so k.o.</a>«, hätte man für das Debüt dennoch ein konkreteres Storytelling, mehr Nähe und Verletzlichkeit erwarten können. Auch ein neues, der zuvor auf jedem Tape vertretenen, Signature-Skits (»<a href="https://www.youtube.com/watch?v=AL7jsLwhqa0">Holger Skit</a>«, »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=S39CM9XfLXg">unentschieden skit</a>«, »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=xf6EaOVV4Ow">Zoom Skit</a>«), das zur Erzählung und Struktur der Platte hätte beitragen können, sucht man leider vergeblich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch selbst wenn »gesicht verlieren« noch persönlicher, noch tiefgreifender und noch ambitionierter anmuten könnte &#8211; ein rundes Gesamtwerk und eine musikalische Reise mit hohem Replay-Value ist es allemal. Es ist ein gelungenes Debütalbum und wird damit, ob es Levin Liam gefällt oder nicht, sicherlich auch neue Copycats heraufbeschwören.</p>
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		<title>Das Album des Monats &#124; Juli 2024</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roman Zingel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jul 2024 09:49:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alben des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Album des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Celo & Abdi]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschrap]]></category>
		<category><![CDATA[Elias]]></category>
		<category><![CDATA[gesagt getan]]></category>
		<category><![CDATA[GREEDO]]></category>
		<category><![CDATA[Hip-Hop]]></category>
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		<category><![CDATA[KdK]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder der Küste]]></category>
		<category><![CDATA[Longus Mongus]]></category>
		<category><![CDATA[Lugatti & 9ine]]></category>
		<category><![CDATA[Mostdope]]></category>
		<category><![CDATA[Nimo]]></category>
		<category><![CDATA[Playboi Carti]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während der Sommer in Deutschland nach gewissen Startschwierigkeiten langsam in Fahrt kommt, ist Deutschrap längst mitten in der Festivalsaison angekommen und beschert uns mit zahlreichen Releases den passenden Soundtrack. Allein im Juli erschienen EPs von Longus Mongus und Nimo sowie das Debüt von Elias. Außerdem droppten Hoodblaq mit »XABAT« bereits ihr sechstes Album seit gut drei Jahren und Celo &#38; Abdi zementierten ihren Platz im Game mit »DUO NUMERO UNO«. Heute bewegen wir uns von Frankfurt aber etwas weiter den [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Während der Sommer in Deutschland nach gewissen Startschwierigkeiten langsam in Fahrt kommt, ist Deutschrap längst mitten in der Festivalsaison angekommen und beschert uns mit zahlreichen Releases den passenden Soundtrack. Allein im Juli erschienen EPs von Longus Mongus und Nimo sowie das Debüt von Elias. Außerdem droppten Hoodblaq mit »XABAT« bereits ihr sechstes Album seit gut drei Jahren und Celo &amp; Abdi zementierten ihren Platz im Game mit »DUO NUMERO UNO«. Heute bewegen wir uns von Frankfurt aber etwas weiter den Rhein hinauf, um uns einem anderen Duo zuzuwenden, das uns mittlerweile seit ebenfalls beachtlichen sieben Jahren konstant mit Musik versorgt.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Lugatti &amp; 9ine – Gesagt Getan</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium is-resized"><img decoding="async" width="300" height="300" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/lugatti-_-9ine-gesagt-getan-cover-web-300x300.jpeg" alt="" class="wp-image-15466" style="width:304px;height:auto" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/lugatti-_-9ine-gesagt-getan-cover-web-300x300.jpeg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/lugatti-_-9ine-gesagt-getan-cover-web-150x150.jpeg 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/lugatti-_-9ine-gesagt-getan-cover-web-500x500.jpeg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/lugatti-_-9ine-gesagt-getan-cover-web-120x120.jpeg 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/lugatti-_-9ine-gesagt-getan-cover-web-240x240.jpeg 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/lugatti-_-9ine-gesagt-getan-cover-web-360x360.jpeg 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/lugatti-_-9ine-gesagt-getan-cover-web-540x540.jpeg 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/lugatti-_-9ine-gesagt-getan-cover-web-125x125.jpeg 125w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/lugatti-_-9ine-gesagt-getan-cover-web.jpeg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">»Gesagt Getan Albumcover</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">„Was hat sich verändert, Bruder? Freunde wurden Fremde / Immer noch die gleichen Jungs, wir lassen uns nicht blenden“ steigt Lugatti auf dem Opener »washatsichverändert« ein. Was inhaltlich nach Konstanz klingt, könnte musikalisch für die Kölner kaum ungewohnter klingen. Mit jeder Menge Autotune und einem Beat von <strong>GREEDO</strong>, der sich zwangsläufig einem Vergleich zu <strong>Playboi Carti </strong>und seinem Opium-Sound stellen muss, machen die Kinder der Küste schnell klar, dass eben nicht alles gleich ist. Der deutlich boombappigere Sound des Vorgängers »Bis Hierher« weicht auf »Gesagt Getan« zeitgeistigen Produktionen, die aber immer wieder an den richtigen Stellen mit Ausflügen zu vertrauten Bangern aufgelockert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So warten die ersten Tracks mit breiten Synths auf und laden Gatti und 9ine dazu ein, sich stimmlich auszutoben. Besonders »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=-kE6hdX-1q4">holesreingebesaus</a>« überzeugt mit einer hypnotischen Hook, die fast schon Stadionpotenzial hat. Dass nicht allen so ein Wandel gefallen wird, liegt auf der Hand und zeigt sich auch in vereinzelten Kommentaren auf den einschlägigen Plattformen. Dieser Kritik kommen die beiden aber auf den drei Albumskits geschickt zuvor, indem sie dort so ziemlich alle erwartbaren Punkte schon aufgreifen. So wird auch der Wunsch nach einem Memphis-Sample geäußert, dem sie dann auf »bonappetit« direkt nachkommen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>KDK oben genau wie ein Lift / Wollte es haben und hab&#8217; es gekriegt / Woddi mit Mineralwasser gemischt / Mir geht&#8217;s gut, ich hab&#8217; alles im Griff, ja</strong></p>
<cite>gesagtgetan</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Überhaupt schaffen es die Kölner gerade ab dem zweiten Drittel des Albums durch Tracks wie »falten« und »laufweg« eine Brücke zwischen neuem Sound und altbekannten Klängen zu kreieren. Das liegt zu großen Teilen auch an den Themen, die eher wenig Neues, dafür aber mit dem ruhigen »KDK Symphonie Nr.1 in H moll« und »verstandgeraubt« gerade noch genug Abwechslung bieten. Die meisten Tracks drehen sich dann aber doch um Kiffen und die Szene, in der die beiden sich mittlerweile sichtlich wohlfühlen, was sie auf dem Album gerne zur Schau stellen. Genau hier liegt auch die größte Schwäche von »Gesagt Getan«. Das Album lässt aber durchblicken, dass das Duo mittlerweile mit seinen Producern eine Herangehensweise gefunden hat, die sich auch gut variieren lässt und somit eine solide Basis für noch mehr Releases von der Kölner Küste bietet.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="LUGATTI &amp; 9INE - BONAPPETIT prod. by DIENST&amp;SCHULTER &amp; MALTE HUCK" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/xkJpuQecPCQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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		<title>Alben des Monats &#124; Juli 2021</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Krow]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Aug 2021 10:00:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alben des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[01099]]></category>
		<category><![CDATA[3:00]]></category>
		<category><![CDATA[Ahzumjot]]></category>
		<category><![CDATA[Album des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Asche]]></category>
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		<category><![CDATA[Rap]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Und wieder geht ein Monat vorüber. Der August ist bereits angebrochen und die neuen Releases stehen bereits in den Startlöchern. Doch bevor wir uns diesen widmen, wollen wir noch einmal einen Blick auf die Highlights des Julis werfen. Die Wahl zum Album des Monats ist bekanntermaßen ja auch immer schon ein kleiner Vorentscheid für das Album des Jahres und somit haben es wieder drei weitere AOTY Contender auf die Shortlist geschafft. Ahzumjot &#8211; 3:00 Energie bleibt immer erhalten. Knapp zehn [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und wieder geht ein Monat vorüber. Der August ist bereits angebrochen und die neuen Releases stehen bereits in den Startlöchern. </strong><br><strong>Doch bevor wir uns diesen widmen, wollen wir noch einmal einen Blick auf die Highlights des Julis werfen. Die Wahl zum Album des Monats ist bekanntermaßen ja auch immer schon ein kleiner Vorentscheid für das Album des Jahres und somit haben es wieder drei weitere AOTY Contender auf die Shortlist geschafft. </strong></p>



<div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ahzumjot &#8211; 3:00</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-02-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1356" width="256" height="256" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-02-1024x1024.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-02-300x300.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-02-150x150.jpg 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-02-768x768.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-02-120x120.jpg 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-02-240x240.jpg 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-02-360x360.jpg 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-02-540x540.jpg 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-02-720x720.jpg 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-02-770x770.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-02-125x125.jpg 125w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-02.jpg 1400w" sizes="(max-width: 256px) 100vw, 256px" /><figcaption>Albumcover »3:00«</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Energie bleibt immer erhalten. Knapp zehn Jahre nach seinem Debüt »Monty« veröffentlicht Ahzumjot ein intimes Album, das die Hörenden auf eine Reise durch die Höhen und Tiefen seines Schaffens führt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Songs auf »3:00« bewegen sich irgendwo zwischen Selbstzweifeln und Größenwahn, schaffen aber immer wieder Momente der Klarheit, in denen Alan Karriere, Beziehung, Vaterrolle und sein Verhältnis zur Szene reflektiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn das Album nach knapp 60 Minuten mit »Lass uns scheinen« mit genau so einem Moment endet, wird klar, dass Ahzumjot genau dort angekommen ist, wo er hinwollte.</p>



<p class="has-text-align-left has-small-font-size wp-block-paragraph"><em>– Roman Zingel</em></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="AHZUMJOT - LASS UNS SCHEINEN (PROD: BEN ESSER &amp; AHZUMJOT)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/9eeCBa_Qchc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>01099 &#8211; Dachfenster (EP)</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-03-1-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1363" width="256" height="256" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-03-1-1024x1024.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-03-1-300x300.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-03-1-150x150.jpg 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-03-1-768x768.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-03-1-120x120.jpg 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-03-1-240x240.jpg 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-03-1-360x360.jpg 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-03-1-540x540.jpg 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-03-1-720x720.jpg 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-03-1-770x770.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-03-1-125x125.jpg 125w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-03-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 256px) 100vw, 256px" /><figcaption>Albumcover »Dachfenster«</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Draußen wird es frisch und“ plötzlich sind ein paar Jungs aus der Dresdner Neustadt deutschlandweit im Hype. »Dachfenster« ist nun der vorläufige Höhepunkt des kometenhaften Aufstiegs von 01099.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der 6 Song kurzen EP gingen nicht nur ein BHZ-Feature, sondern auch ein Releasekonzert an den Dresdner Elbwiesen einher. <br>Zu hören bekommt man neben gewohnt unbeschwerten Sommervibes für gemütliche Runden Bierball im A-Park, auch melancholischere Zeilen für den Morgen danach. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Außer Gustav und Zachi weiß auch Paul, der auf den beiden Breakout Hits nicht vertreten war, mit stabilen Flows von sich zu überzeugen.<br>Insgesamt kommt »Dachfenster« zwar nicht an das Debütalbum »Morgensonne« heran. Als kleiner Appetithappen macht es aber definitiv Lust auf mehr.</p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><meta charset="utf-8"><em>– Magnus Menzer</em></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="01099 x Gustav - FRISCH (prod. by Barré)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/Eb-wLt3RZog?start=39&#038;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>LiSAHOLiC &#8211; Asche (EP)</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-04-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1380" width="256" height="256" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-04-1024x1024.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-04-300x300.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-04-150x150.jpg 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-04-768x768.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-04-120x120.jpg 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-04-240x240.jpg 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-04-360x360.jpg 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-04-540x540.jpg 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-04-720x720.jpg 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-04-770x770.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-04-125x125.jpg 125w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/2021.07.-album-des-monats-04.jpg 1400w" sizes="(max-width: 256px) 100vw, 256px" /><figcaption>Albumcover »Asche«</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">“Bühne frei für die wütenden Mädels“ – Lisaholic hat auf »Asche« einiges zu sagen. Ihre Wut richtet sich dabei vor allem gegen männliche Großmäuler der Szene, die ihr entschieden zu viel labern. Selbstbestimmtheit und female empowerment stehen im Zentrum ihrer Lyrics.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu entwirft die Münchnerin ein Soundbild, das ganz anders klingt als vieles, was momentan im Deutschrap kursiert. Eine gewisse Grundüberladenheit in ihrem selbstgebasteltem Mix aus Hip-Hop und Electronica ist dabei unumgänglich. Dass sie dann auch noch gleich vier Sprachen in ihren Texten unterbringt, lässt das ganze endgültig zu einem Unikat werden.</p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><meta charset="utf-8"><em>– Matthi Hilge</em></p>



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<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/alben-des-monats/alben-des-monats-juli-2021">Alben des Monats | Juli 2021</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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