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	<title>Paul Hilge, Autor bei Mostdope</title>
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	<title>Paul Hilge, Autor bei Mostdope</title>
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		<title>Eine Ehrenrunde für die West Coast: Kendrick widmet »GNX« seiner Heimat</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Paul Hilge]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Nov 2024 13:55:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>„Sometimes you gotta pop out and show n*****“: diese mittlerweile milliardenfach gestreamte Line auf »Not Like Us« hat Kendrick Lamar schon wieder wörtlich genommen und völlig überraschend sein sechstes Album »GNX« veröffentlicht. Nach seinem Beef mit Drake dreht der Compton-Rapper jetzt zum Ende eines denkwürdigen 2024 seine Ehrenrunde. Analog zu dem Boxer Tyson Fury, der nach einem Sieg »Sweet Caroline« anstimmt, bringt Kung Fu Kenny mit »GNX« ein Album heraus, das zwar das Rad nicht neu erfindet, aber dennoch eine [&#8230;]</p>
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<p><strong>„Sometimes you gotta pop out and show n*****“: diese mittlerweile milliardenfach gestreamte Line auf »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=H58vbez_m4E">Not Like Us</a>« hat <strong>Kendrick Lamar</strong> schon wieder wörtlich genommen und völlig überraschend sein sechstes Album »GNX« veröffentlicht. Nach seinem Beef mit <strong>Drake</strong> dreht der Compton-Rapper jetzt zum Ende eines denkwürdigen 2024 seine Ehrenrunde. Analog zu dem Boxer <strong>Tyson Fury</strong>, der nach einem Sieg »Sweet Caroline« anstimmt, bringt <strong>Kung Fu Kenny</strong> mit »GNX« ein Album heraus, das zwar das Rad nicht neu erfindet, aber dennoch eine gelungene Hommage an die Sounds der West Coast bietet &#8211; und jede Menge Leichtigkeit.</strong></p>



<p>Dabei setzt Kendrick weder auf große Featurenamen (mit Ausnahme von <strong>SZA</strong> und <strong>Roddy Ricch</strong>, der aber schon leicht in Vergessenheit geraten ist) oder durchdachte Konzepte, sondern auf eine Leichtigkeit und Diversität von Tracks, die teilweise in ihrer Anordnung einem Mixtape gleichkommen. »GNX«, nach dem Buick Grand National Express benannt, ist dabei eher verwaltend als revolutionär. Kein Wunder also, dass auf der Producerliste kein anderer als <strong>Jack Antonoff</strong> steht, der Verwalter unter den Produzenten. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Ohne Konzept direkt ans Ziel</h2>



<p>Das Album beinhaltet u.a. ideelle Fortsetzungen von anderen Tracks (»<a href="https://www.youtube.com/watch?v=2l5utgkg4Rs">tv off</a>« als Fortsetzung von »Not Like Us«), eine tatsächliche Fortsetzung (»<a href="https://www.youtube.com/watch?v=m-PO1_fzxVM">heart pt. 6</a>«), eine gelungene <strong>2Pac</strong> -Hommage (»<a href="https://www.youtube.com/watch?v=pJaA3XRhCwE">reincarnated</a>«) sowie zwei SZA-Features durch das Duett »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=HfWLgELllZs&amp;list=OLAK5uy_nr2Gbry1tH6kks2gabRq1k3sjR0ByDnKg&amp;index=3">luther</a>« und den Closing Track »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=G5YwhjCywvw&amp;list=OLAK5uy_nr2Gbry1tH6kks2gabRq1k3sjR0ByDnKg&amp;index=12">gloria</a>«.</p>



<p>Konzeptionell hat das Album vielleicht nicht den gleichen genreprägenden Impact wie ein »good kid m.A.A.d city« oder »to Pimp A Butterfly«, denn es sind dieses Mal weniger der Sound oder die Texte, die das Album prägen, sondern der Moment. Kendrick kapitalisiert seine Glanzleistung im Beef des Jahrzehnts und tanzt in der Folge auf der Bühne. Für sich und für eine vereinigte West Coast. </p>



<h2 class="wp-block-heading">„Who put the West back in front of shit?“</h2>



<p>Repräsentativ für die Westküste ist auch direkt der zweite Track, »squabble up«, der sinnbildlich in seinem Bounce und Grit für eine LA-Block Party steht. Auch <strong>DJ Mustard</strong>, der mit zahlreichen Produktionen für <strong>YG</strong> und <strong>Tyga</strong> so wichtig für den Sound der 2010er war und gerade seinen zweiten Frühling erlebt, wird auf »tv off« entsprechend gewürdigt.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="squabble up" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/fuV4yQWdn_4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Doch neben Party und Ehrenrunde beinhaltet »GNX« auch tiefgründigere Tracks, die sich in der Flughöhe zwischen der vollen Introspektion und Blanklegung von »Mr. Morale« und dem gesamtgesellschaftlichen Bild von »To Pimp a Butterfly« einreiht. Besonders »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=wiALRpD0Ztg&amp;list=OLAK5uy_nr2Gbry1tH6kks2gabRq1k3sjR0ByDnKg&amp;index=4">man at the garden</a>« und der Closer »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=G5YwhjCywvw&amp;list=OLAK5uy_nr2Gbry1tH6kks2gabRq1k3sjR0ByDnKg&amp;index=12">gloria</a>« zeigen eine Reflektion von Kendrick Lamar als Rapper und Mensch, der so weit in den Hip-Hop Kosmos eingedrungen ist, dass selbst seine Beziehung zum Schreiben von Songs als schwankende Liebesbeziehung personifiziert wird.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>My woman and my right hand, my saint and my sin<br>Ain&#8217;t no bitch like my bitch &#8217;cause that bitch been my pen</strong></p>
<cite>»gloria«</cite></blockquote>



<p>»GNX« mag sich insbesondere durch die komplett unangekündigte Veröffentlichung und vergleichsweise konzeptlose Art anfühlen wie aus dem Ärmel geschüttelt. Aber aus Kendricks Ärmel geschüttelt ist oftmals besser als komplett durchgeplante Werke anderer Rapper. Diese Planungslosigkeit verleiht »GNX« auch Vorteile, als ein seltenes Kendrick Album auch mal im Hintergrund &#8211; ohne konstante Interpretation und genius.com im Nebentab &#8211; laufen zu können. Dahingehend bietet »GNX« eine verspielte Leichtigkeit, wobei die Tracks dennoch genügend Tiefe innehaben, um nicht komplett an der Oberfläche stecken zu bleiben.</p>
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		<title>Wo bleibt Frank Ocean? Musik, die das Warten erträglicher macht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michail Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Sep 2024 12:58:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist mittlerweile fast acht Jahre her, dass Frank Ocean mit »Endless« und »Blonde« im doppelten Release vollständige Projekte veröffentlicht hat. Selbst die letzten Singles »Dear April« und »Cayendo« liegen bereits über vier Jahre zurück im Corona-Frühling 2020. Ein Untergangsfestivalauftritt, eine Luxusschmuckmarke und diverse streng limitierte »Blonde« Vinyl Veröffentlichungen später sind die Spekulationen über neue Musik weiterhin hoch. Besonders, da die veröffentlichten Singles bis zum tragischen Tod seines Bruders auf ein Album hindeuteten.&#160; Doch während der mysteriöse RnB/Indie Pop Crossover [&#8230;]</p>
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<p><br><strong>Es ist mittlerweile fast acht Jahre her, dass Frank Ocean mit »Endless« und <a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/3mH6qwIy9crq0I9YQbOuDf?si=9XMsdxZ5SYaj5XqJBcCk3Q">»Blonde«</a> im doppelten Release vollständige Projekte veröffentlicht hat. Selbst die letzten Singles <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/62ljuuXo0zrcrtJnnOhfxT?si=6749506a2ff24ba6">»Dear April«</a> und <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/72794Eag03xdy7TO0KNuid?si=f017f0db73cb4146">»Cayendo«</a> liegen bereits über vier Jahre zurück im Corona-Frühling 2020. Ein Untergangsfestivalauftritt, eine Luxusschmuckmarke und diverse streng limitierte »Blonde« Vinyl Veröffentlichungen später sind die Spekulationen über neue Musik weiterhin hoch. Besonders, da die veröffentlichten Singles bis zum tragischen Tod seines Bruders auf ein Album hindeuteten.&nbsp;</strong></p>



<p><strong>Doch während der mysteriöse RnB/Indie Pop Crossover Artist weiterhin auf sich warten lässt, bleibt nur die Möglichkeit, das alte Material zu hören oder sich mit der Musik von ähnlichen Künstler*innen auseinanderzusetzen, die unter anderem in diesem Artikel aufgelistet werden. Es ist klar, dass ein Frank Ocean in allen Facetten nicht durch einen einzigen Künstler oder Künstlerin abgebildet werden kann, insofern werden diese Moneyball-esque in einzelne Elemente aufgeteilt, die Ähnlichkeiten zum Werk von Ocean vorweisen.</strong></p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Jai Paul</strong></h2>



<p>Wenn man Frank Ocean mit einem weiteren Künstler ersetzen möchte, der selten bis gar nicht Musik herausbringt, so landet man schnell bei <a href="https://open.spotify.com/intl-de/artist/53wZLCnhshZKDRs3uopFBc?si=SRbrTsnHT36GoPBl_Fnahw"><strong>Jai Paul</strong></a>. Paul teilt sich nicht nur diese Eigenschaft oder einen Spot beim Coachella 2023 (mit besserem Ausgang) mit Frank, sondern auch experimentelle Produktionen und zum Teil ähnliche Stimmeinsätze.</p>



<p>Die Musik des mysteriösen UK-Künstlers ist dabei fast nur auf Demos und Leaks beschränkt, die mittlerweile allerdings auch den Weg zu Spotify gefunden haben und in einem kurz-vor-dysfunktionalen Mix aus RnB und groovy Tanzmusik eine klare eigene Handschrift tragen. Aktuell betreibt Jai mit seinem Bruder <strong>AK Paul</strong> das Projekt und Label <strong>Paul Institute</strong>, über das unter anderem <strong>Fabiana Palladino </strong>dieses Jahr ein Album veröffentlicht hat.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/jai-paul-2-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-16074" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/jai-paul-2-1024x576.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/jai-paul-2-300x169.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/jai-paul-2-768x432.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/jai-paul-2-500x281.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/jai-paul-2-800x450.jpg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/jai-paul-2-770x433.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/jai-paul-2.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>FKA twigs</strong></h2>



<p>Wenn es um experimentelle Artists in der Twilightzone verschiedener Genres mit Wirkung in den 2010ern geht, darf <strong>FKA twigs</strong> nicht fehlen. twigs ist das zerbrochene, glitchy Gegenstück zu Frank&#8217;s cleanem und elegantem Sound. Mitsamt ihrer zwei Alben <a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/25PQxi9SR1OODB5XG6m48J?si=neRNowmVS5yAw08ha3WnrA">»LP1«</a> und <a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/3DMR3yM5crnt1dG9lLaMTZ?si=OOjhnAErROanWWwWRd8GVg">»MAGDALENE«</a>, von einigen unter den Alben des Jahres 2019 gehandelt, ist sie mindestens zum Kritikerliebling geworden. Spätestens die gefüllte Featureliste des 2022 veröffentlichten Mixtape <a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/3G77BQuJy3jahjdkKQNNNM?si=gsLei2neQIK3BIlGAAQiNQ">»CAPRISONGS«</a> um <strong>The Weeknd </strong>und <strong>Shygirl</strong> hat FKA twigs einen Platz im Mainstream beschert.<br><br>An Frank Ocean erinnert neben einer fünfjährigen Pause zwischen »LP1« und »MAGDALENE« auch die persönliche thematische Auseinandersetzung in den Texten (wenn auch auf anderer Ebene) und das Gefühl, in jedem Track nur 5 Schritte von Hip-Hop entfernt zu sein, während sich die Musik irgendwo um RnB, Soul, Pop, Dance und Indie dreht, ohne zu sehr festgelegt zu sein &#8211; nichtmal innerhalb derselben Songs. </p>



<p>So geht es auch weiter mit dem gerade für Januar 2025 angekündigten Album »EUSEXUA«, bei dem die gleichnamige erste Single direkt den Hang zum Experimentieren auf tanzbarer Basis und über das Konstrukt Genre hinweg weiterhin festigt.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="FKA twigs - Eusexua" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/KnGSVIZGkQo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>katlix</strong></h2>



<p>Verträumter Indie-Rap mit verrauchter Stimme auf abwechslungsreichen Beats, die von DnB bis hin zu klassischen Pop Gitarren reichen. So klingt die Musik von Lukas Wegertseder, besser bekannt als <strong>katlix</strong>. Nach seinem Einstieg in die Szene 2019 mit konventionellen Rap-Releases probierte sich der junge Künstler aus und erzielte Ende 2022 und Anfang 2023 mit seinen Singles <a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/6FYnZLY3kACHNeecovc0ty?si=dUhI_L9OTZW4PGFjwSKLdw">»115 Tage«</a> und <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/23qGufbCsTlSjd437ua2v3?si=02a9e7a6ff0f4cf6">»Missed Calls«</a> erste Erfolge. Im Anschluss folgte Ende letzten Jahres die <a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/1uWOEbea8gCuMPCGNN64mt?si=9kSYO2iqRWulYyoePuRw6g">»U3«</a> EP, ein durchdachtes Projekt, das die Stationen der Hamburger U-Bahn Linie U3 als Analogie für die verschiedenen Phasen einer Liebesbeziehung verwendet: ein Kreislauf, der sich genau wie der ringförmige Fahrplan der U3, stets aufs neue wiederholt.</p>



<p>katlix‘ Musik erinnert in vielerlei Hinsicht an frühe Frank Ocean Tracks. Sie ist geprägt von einer juvenilen Leichtigkeit, die kontrastierend melancholische Themen wie Herzschmerz und Fragen der Selbstfindung in einer überstimulierenden Welt besingt, ähnlich wie es Ocean 2012 auf <a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/392p3shh2jkxUxY2VHvlH8?si=JnHwJdHeTNOzhsQV1LwIEQ">»channel ORANGE«</a> tat. Hinzu kommt die musikalische Vielseitigkeit auf diesem Projekt: Von klassischen Akustikballaden wie <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2pMPWE7PJH1PizfgGRMnR9?si=bb97f589da724d77">»Bad Religion«</a> zu Elektro-House Synths auf <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/4QhWbupniDd44EDtnh2bFJ?si=d994dea545304d7d">»Pyramids«</a> lässt er sich, genau wie katlix nicht von Genregrenzen beschränken. Insbesondere die Pop-Einflüsse auf katlix’ Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/1y7KRS1FcDLVC8Y3uqLxJI?si=9c48756376584164">»nie wieder (mundsburg)«</a> wecken Erinnerungen an an frühe Veröffentlichungen von Frank Ocean wie <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/3CgZCQyuyxHRMWB9BTwmni?si=7d5caa7502f14814">»Swim Good«</a> oder <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/4osgfFTICMkcGbbigdsa53?si=cb182bf677d844df">»Novacane«</a> aus 2011.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="576" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/katlix-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-16076" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/katlix-1024x576.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/katlix-300x169.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/katlix-768x432.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/katlix-500x281.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/katlix-800x450.jpg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/katlix-770x433.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/katlix.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>LAYLA</strong></h2>



<p>Beim Stichwort Vielseitigkeit darf man <strong>LAYLA </strong>nicht vergessen, deren Name gleich unter “facettenreich” im Duden steht. Während Frank Ocean sich irgendwo zwischen experimentellem R’n’B, Neo-Soul und Pop bewegt und auf Songs wie <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2INhKpUdzh7v0j041gZNsz?si=53d4bef65e9d4b58">»DHL«</a> oder seinem Feature-Part auf <strong>A$AP Rocky’s</strong> <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2MF4HtZHBoUliOi9nOAbS0?si=4c7eea83b1a44b18">»Purity«</a> sogar in ruhiger Manier rappt, geht die selbstbewusste Münsteranerin das Ganze ein wenig ungenierter an.&nbsp;</p>



<p>Angefangen mit dem Trap-Brett »Choppa« und einer zugehörigen <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Lp1uSnGd_Dk">Youtube-Session</a> beim Untergrund-Kanal <strong>ABOVEGROUND </strong>erlangte sie 2020 schnell einen festen Platz in der Szene und wechselte von dort an spielerisch zwischen entschleunigten Bedroom R’n’B (<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/7aywPd2DyPUd6c37O0hial?si=da9ef8cd76fc4ad1">»24/7«</a>), reduziertem UK Garage (<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2GuZ9qPfVYUIIZp8aQrqbI?si=aabdd6f163b94c83">»Waterloo«</a>), Four-to-the-floor Rap mit Attitüde (<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2gcpea4r4aH9Hm0Ty0kmNt?si=714b3388d62f4e69">»Fruchtsaft«</a>) und wieder zurück zum kompromisslosen Trap (<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2BdFPz5yJVbQIwpWuLgL8K?si=41cfda1676254534">»Dichter«</a>). Mit aktuellen Releases wie <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/1BTtTuQeVzFqqaiZY2xTp9?si=fe0626e4e4fc42ea">»Lügenbold«</a> legt sie eine soulige Wärme an den Tag, die man in Deutschland selten sieht. Hierbei kommt auch die Inspiration internationaler Idole wie <strong>Erykah Badu</strong>, <strong>Lauryn Hill</strong> und <strong>Sade </strong>zum Vorschein.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="LAYLA  - Lügenbold (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/RPqiWGYt_kg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Eine weitere Gemeinsamkeit zu Frank Ocean ist außerdem ihre enge Verflechtung mit der (deutschen) Hip-Hop Szene, die sie, wie Frank mit <strong>Tyler the Creator</strong> und <strong>JAY-Z</strong>, in gefeierten Features mit <strong>KALIM </strong>oder <strong>Souly </strong>unter Beweis stellt.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Berq</strong></h2>



<p>Das Übereinanderlegen von Stimmen ist seit der Erfindung von Chören und spätestens <strong>Brian Wilson </strong>und den <strong>Beach Boys </strong>keine Neuheit mehr. Dennoch ist es immer wieder ein sehr zufriedenstellendes Gefühl, eine schön harmonisierte Passage aus mehreren Voicelines zu hören, so etwa zum Ende von <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2LMkwUfqC6S6s6qDVlEuzV?si=72706ac503ad4f7e">»White Ferrari«</a> oder aber auch in »Rote Flaggen« von <strong>Berq</strong>. Berq, 20 Jahre alt, ist mittlerweile längst kein Geheimtipp mehr für alle, die minimal unter der Oberfläche des deutschen Indie Ozeans stöbern.&nbsp;</p>



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<iframe title="Berq - Rote Flaggen (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/1NiSbpN-LaI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Auf »Rote Flaggen«, einem Track der mittlerweile über 29 Millionen Spotify Streams vorweisen kann, ist das abwechselnde Aufsplitten und Zusammenführung der eigenen Stimme das Markenzeichen und reizt so das »White Ferrari« Moment auf ein maximalistisches Level der Harmonisierung mit ihm selbst. Positiverweise ist auch zu erwähnen, dass Berq gerade erst vor zwei Jahren mit seinen Releases angefangen hat und insofern noch deutlich mehr Output in der Zukunft erwartbar ist und das ohne Spekulation wie bei Frank Ocean.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>James Blake&nbsp;</strong></h2>



<p>Jedem, der sich in den letzten 10-15 Jahren intensiver mit Hip-Hop auseinandergesetzt hat, sollte der Name <strong>James Blake </strong>ein Begriff sein. Die Beschreibung “your favourite artist’s favourite artist&#8221; trifft genau wie bei Frank Ocean auch auf ihn zu. Diesen Status hat er sich im Laufe der Jahre zum Einen durch diverse eigene maßgebende Projekte in Genres wie Post-Dubstep, RnB und Gospel verdient und zum Anderen aber auch durch die Zusammenarbeit mit einigen der größten Artists weltweit. Für Acts wie <strong>Travis Scott</strong>, <strong>Dave</strong>, <strong>Rosalía </strong>und <strong>Kendrick Lamar </strong>hat er nicht nur Featureparts, sondern auch Produktionen geliefert.&nbsp;</p>



<p>Insbesondere mit Frank Ocean hat Blake in der Vergangenheit mehrfach kollaboriert. Auf Oceans epochalen Werk »Blonde« hat der Londoner Credits auf den Songs <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/35xSkNIXi504fcEwz9USRB?si=f6db1b7c51384fa5">»Solo«</a>, <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/34xTFwjPQ1dC6uJmleno7x?si=7c6a9ae8f1c34d50">»Skyline To«</a> und <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/34xTFwjPQ1dC6uJmleno7x?si=7c6a9ae8f1c34d50">»Godspeed«</a>. Von letzterem veröffentlichte er 2020 sogar eine atmosphärische Coverversion, die bloß aus einem Akustik-Piano und seinen einzigartigen Vocals besteht.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="James Blake - Godspeed (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/OapxMsZHNkw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Dieser kreative Austausch hat auch schon andersrum stattgefunden: Ocean hat ebenfalls Credits auf James Blakes 2016er Album <a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/1WyrGCkFDlH1xPadZ5qTkL?si=EL1GF1JhTHWYzpC2VYkxEg">»The Colour In Anything«</a>. Vor allem auf dem Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/6JHqijXeoR9S3DzvDm4VO5?si=e65f7b239c6e433f">»My Willing Heart«</a> wird der Einfluss von »Blonde« ersichtlich.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Alex G</strong></h2>



<p>Was hat Frank Ocean mit Singer-Songwiter-Musik gemeinsam? Sehr viel. <strong>Alex G </strong>landet alleine schon wegen des Mitwirkens auf »Blonde« auf dieser Liste, wo er auf mehreren Songs die Gitarre spielte. Alex G, dessen letztes Projekt der Soundtrack für den Film <a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/2lrjzHRTMnuEZO00d9JS72?si=Sd8-JFjVQteQo4qckDxr5A">»I Saw The TV Glow«</a> war, ist ein Virtuose an der akustischen Gitarre. Quasi die Endstufe aller am Lagerfeuer »Wonderwall« Spielenden.&nbsp;</p>



<p>Vor allem erzeugt Alex G sowohl auf eigenen Songs (<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2Wk8vEamlVBBalBi24NnU1?si=a9abe755b5ce4823">»Sarah«</a> &amp; <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/36TbBJ7mLPOZMAYs0p4mxb?si=08cf62b8dafe44d1">»Mary«</a>) durch die alleinige Gitarre und Stimme eine ganz besondere Intimität, die sich auch z.B. auf <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/5GUYJTQap5F3RDQiCOJhrS?si=c39247a02db34333">»Self Control«</a> wiederfindet, wo er ebenfalls die Gitarre eingespielt hat. Alex G hat vielleicht nicht die Stimme eines Frank Ocean, dennoch kann er auf eigenen Tracks ähnliche Gefühlslagen erzeugen.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="576" data-id="16077" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/alex-g-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-16077" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/alex-g-1024x576.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/alex-g-300x169.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/alex-g-768x432.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/alex-g-500x281.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/alex-g-800x450.jpg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/alex-g-770x433.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/alex-g.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Blood Orange</h2>



<p>Außerhalb von <strong>Brent Faiyaz</strong>, <strong>Sonder </strong>und The Weeknd<strong> </strong>ist <strong><a href="https://open.spotify.com/intl-de/artist/6LEeAFiJF8OuPx747e1wxR?si=vmU2c7X_T5qayVtiTY7SKg">Blood Orange</a> </strong>vielleicht im Sound am nächsten an Frank Ocean gelegen. Sowohl die Stimme, als auch das instrumentelle Crossover zwischen R&amp;B, Indie und Neo-Soul sind schnell wiedererkennbar. Darüber hinaus schafft er Parallelen zu Ocean auch durch inhaltlichen Bezug auf Queerness, Identität und Geschlechterrollen, die sich durch die nichtlinearen Songstrukturen winden, während die Gefühle der Songs irgendwo zwischen experimenteller Machart und einem angenehmen Schwebegefühl angesiedelt sind.</p>



<p>Blood Orange ist auch nicht nur eindimensional unterwegs. Der multitalentierte Brite, welcher mittlerweile in New York lebt, brachte bereits unter seinem richtigen Namen <strong>Dev Hynes </strong>und den Pseudonymen <strong>Lightspeed Champion </strong>und Blood Orange Musik heraus, die nicht nur Tracks und Alben auf klassische Art umfasst, sondern auch Filmmusik und Musik für den Broadway. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="576" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/blood-orange-2-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-16078" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/blood-orange-2-1024x576.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/blood-orange-2-300x169.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/blood-orange-2-768x432.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/blood-orange-2-500x281.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/blood-orange-2-800x450.jpg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/blood-orange-2-770x433.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/blood-orange-2.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Schlussendlich ist es nicht einfach, <strong>Frank Ocean </strong>zu ersetzen und auch jede Fragmentation seiner Art, Stimme und Musik kann nicht 1-zu-1 abgedeckt werden. Aber das muss es ja auch nicht. Jede*r der hier genannten Künstler*innen bietet für sich etwas ganz besonderes und ist auch ohne den Vergleich wert, Aufmerksamkeit für die eigene Musik zu bekommen. Gleichzeitig ist durch die fehlende Ersetzbarkeit auch immer ein Hoffnungsschimmer zu spüren, dass <strong>Frank Ocean</strong> vielleicht doch irgendwann wieder über kryptische Instagram Stories hinaus Musik in die Öffentlichkeit gibt. </p>



<p>Wir können gespannt sein!</p>



<p></p>
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		<title>Vince Staples wandert auf »Dark Times« zwischen Observation und Reflektion</title>
		<link>https://mostdope.tv/soundchecks/vince-staples-wandert-auf-dark-times-zwischen-observation-und-reflektion</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Paul Hilge]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 May 2024 08:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soundchecks]]></category>
		<category><![CDATA[Dark Times]]></category>
		<category><![CDATA[Def Jam]]></category>
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		<category><![CDATA[Rap]]></category>
		<category><![CDATA[SOPHIE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vince Staples ist auf Abschiedskurs und verpackt auf »Dark Times« Selbstreflektionen mit kleinen Hoffnungsschimmern am Ende eines düsteren Tunnels aus Text und Produktion. Es ist nicht nur sein sechstes Studioalbum sondern auch sein letztes, das über Def Jam erscheint. »Dark Times« ist ein Rückblick, ein Abschluss und ein Coming-to-terms mit der Vergangenheit, nachdem ein harter Blick aus dem Fenster und in den Spiegel geworfen wurde. Die für Vince Staples typische emotionslose Erzählstruktur wird dabei von Fragen nach der Bedeutung, emotionalen [&#8230;]</p>
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<p><strong>Vince Staples ist auf Abschiedskurs und verpackt auf »Dark Times« Selbstreflektionen mit kleinen Hoffnungsschimmern am Ende eines düsteren Tunnels aus Text und Produktion. Es ist nicht nur sein sechstes Studioalbum sondern auch sein letztes, das über Def Jam erscheint. »Dark Times« ist ein Rückblick, ein Abschluss und ein Coming-to-terms mit der Vergangenheit, nachdem ein harter Blick aus dem Fenster und in den Spiegel geworfen wurde. Die für Vince Staples typische emotionslose Erzählstruktur wird dabei von Fragen nach der Bedeutung, emotionalen Reaktionen und Akzeptanz geschickt unterbrochen und hinterfragt – teilweise innerhalb derselben Songs, teilweise über verschiedene Tracks verteilt. Staples haucht also seiner Vergangenheit die Gefühlsebene ein, die in den trockenen Erzählungen der vorigen Projekte verdrängt wurde.<br></strong><br>Dabei kommt das gesamte Album ohne Taschenspielertricks zurecht.<br>Es gibt kein <strong>Lil Baby </strong>Feature (wie auf »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=HL2zPBk_dM8&amp;ab_channel=VinceStaples">EAST POINT PRAYER</a>«), kein „Mustard on the Beat Ho“ (»<a href="https://www.youtube.com/watch?v=7M5f2vF4PVw&amp;ab_channel=VinceStaplesVEVO">MAGIC</a>«) und auch keinen versteckten <strong>Kendrick Lamar </strong>Part auf einem glitchy <strong>SOPHIE </strong>&amp; <strong>Flume </strong>produzierten Beat (»<a href="https://www.youtube.com/watch?v=C6iAzyhm0p0&amp;ab_channel=VinceStaplesVEVO">Yeah Right</a>«). Auf »Dark Times« beschränken sich Features auf Hintergrundstimmen in Hooks und gesprochene Interludes. Ebenfalls springt kaum ein Beat komplett unerwartet ins Gesicht. Allgemein macht somit die Platte einen unglaublich ehrlichen Eindruck, gerade aufgrund dieser essenzialistischen Ästhetik, die in Teilen an den späten <strong>Mac Miller </strong>und <strong>Earl Sweatshirt </strong>erinnert.</p>



<p>In der Umkehr ist es allerdings auch schwieriger, sich allein an Elementen festzuhalten, die außerhalb des Inhalts liegen. Im Fall vom Vorgänger »Ramona Park Broke My Heart« ist das beispielsweise der sommerliche Unterton, beim Self-Titled Album »Vince Staples« der Bounce von <strong>Kenny Beats </strong>oder bei »Big Fish Theory« die komplett experimentelle Soundlandschaft. Das kann sich »Dark Times« trotz ein paar Bangern (namentlich »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Hplz4fSrC9w&amp;ab_channel=VinceStaplesVEVO">Black&amp;Blue</a>«, »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=-VjAeaGu5x4&amp;ab_channel=VinceStaplesVEVO">Étouffée</a>«, »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Tdnvb9THbRo&amp;ab_channel=VinceStaplesVEVO">“Radio“</a>« und »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=sdUw60y7Nk8&amp;ab_channel=VinceStaplesVEVO">Little Homies</a>«) nicht leisten. Insofern ist das Projekt gleichzeitig ohne Interesse am Inhalt weniger zugänglich als andere, andererseits legt genau deswegen die Produktion den dunkelroten Teppich für den Text und die ehrliche, teilweise fast zitternde Delivery aus.</p>



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<iframe title="Vince Staples - Shame On The Devil" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/rVcb9A1FrbA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Ein thematischer Alleingang</h2>



<p>Umso vorteilhafter ist es, dass der Inhalt des Albums die wahrscheinlich gereifteste textliche Vorstellung in der Karriere von Vince Staples ist. Dabei sind zentrale Themen der Umgang mit der Gangvergangenheit und den Erwartungen, die daraus folgen &#8211;<br>für Vince Staples als Artist und für Vince Staples als Privatperson. Das ist zum Beispiel im Track »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=mwYN4U6v3EI&amp;ab_channel=VinceStaplesVEVO">Children’s Song</a>« zu erkennen, wo Staples seinen früheren Mitstreitern rät, ihn nicht auf sein „crippin‘“ anzusprechen und sich lieber um ihre Kinder zu kümmern, während auf »Étouffée« die Erwartungen von Label und Fans dargestellt werden, die ihm nahelegen, lieber wieder Musik wie der frühere Vince Staples zu machen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Label tryna give me feedback, told me &#8220;Bring the streets back&#8221; / Fans said they want 2015 Vince</strong></p>
<cite>»Étouffée« </cite></blockquote>



<p>Und genau dieser Push &amp; Pull funktioniert auch mit vielen weiteren Themen: der Lüge, Beziehungen, Geld, emotionaler Offenheit, verstorbenen Mitstreitern und dem Verlassen der gegebenen Verhältnisse. Das sind alles keine Themen, die das inhaltliche Rad des Raps neu erfinden. Größtenteils sind es sogar dieselben Inhalte seiner vergangenen Alben und dennoch ist die Ausarbeitung und persönliche Reflektion so stark, dass dieses Projekt wie eine Art Beipackzettel genutzt werden kann, um vorige Observationen mit seinen Gedanken zu ergänzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Licht am Ende des Tunnels?</h2>



<p>Obwohl insbesondere der Anfang aus dem Intro »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=aUqk0txKkpU&amp;ab_channel=VinceStaplesVEVO">Close Your Eyes</a>« und den vier nachfolgenden Tracks ein fast hoffnungsloses Setting darlegt, lockert sich die Stimmung über die Zeit hinweg punktweise auf, bis am Ende auf »Little Homies» und »Freeman« eine Akzeptanz für die Situation geschaffen wird: „Life hard but I go harder“ (»Little Homies«).</p>



<p>Und insofern hat die LP neben ihrer inhärenten Dunkelheit auch etwas Befreiendes in Form von Hoffnung auf bessere Zeiten. Diese Befreiung ist für Vince Staples personalisiert auf »Freeman« durch die Erfüllung des Plattenvertrags dargestellt, der ihn unter Druck der Performance und inhaltlicher Vorgaben gestellt hat. Gleichermaßen ist die Platte auch ein persönlicher Abschluss mit der Vergangenheit und den auf seiner Diskografie immer wiederkehrenden Themen.</p>



<p>Passenderweise wird das Album, das an sich auf Selbstreflektion aufgebaut ist, noch einmal im Outro »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=RivLwhOvPZA&amp;ab_channel=VinceStaplesVEVO">Why Won’t the Sun Come Out?</a>« in Form eines Monologs von Santigold extern reflektiert, obwohl der Monolog über einen Aufatmungsmoment hinweg inhaltlich nicht viel zu dem hinzufügt, was auf dem Album schon thematisiert wurde, was auch für das Interlude »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=f6PdGBQVf28&amp;ab_channel=VinceStaplesVEVO">Liars</a>« zur Halbzeit gilt.</p>



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<iframe title="Vince Staples - Freeman (Audio)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/VEbhP0p0HFc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>»Dark Times« ist ein unglaublich konsistentes und (trackweise) stimmiges Projekt, das allen externen Zusatz fallen lässt und auf 35 Minuten straight-to-the-point einen ausgefleischten Strang durchzieht – von der Depression bis zur Akzeptanz. Während die Produktion oftmals nicht flashy ist, ist sie keinesfalls generisch und gibt einem sonst oft emotionslosen Künstler die volle Möglichkeit, sich so emotional zu entfalten, dass man es nicht nur innerhalb des Albums spürt, sondern dieselben Ideen auf Inhalte der Vorgänger übertragen kann. </p>



<p>Das Projekt ist sicherlich nicht für alle Situationen geeignet (fürs Aux-Kabel z.B.), dennoch sind einzelne Tracks auch gut isoliert zu hören und verlieren außerhalb des Handlungsstrangs des Albums nicht ihre Wirksamkeit. Vince Staples verlässt Def Jam somit inhaltlich on-top-of-his-Game mitsamt Closure und es ist mit Spannung abzusehen, welche Wege er nun einschlagen wird – als Rapper, als Schauspieler/Regisseur und als Künstler im Allgemeinen.</p>



<p></p>
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		<title>End of an Era: Vince Staples&#8217; letztes Album bei Def Jam</title>
		<link>https://mostdope.tv/news/end-of-an-era-vince-staples-am-freitag-mit-letztem-album-bei-def-jam</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Paul Hilge]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 May 2024 14:07:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Mostdope]]></category>
		<category><![CDATA[Netflix]]></category>
		<category><![CDATA[Shame on the Devil]]></category>
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		<category><![CDATA[Vince Staples]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit einer Ansage auf Instagram hat Vince Staples am Montag sein letztes Album beim Label Def Jam für Freitag, den 24.5., verkündet.&#160; Mit dem Namen »Dark Times«, der Begleitsingle »Shame on the Devil« und dem Text der Ankündigung inklusive Tracklist ist in aller Wahrscheinlichkeit ein düsteres und introspektives Projekt zu erwarten. So heißt es auch in dem Announcement: I was unsure of what to expect from the world of music but deeply aware of what I needed: a change in [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/news/end-of-an-era-vince-staples-am-freitag-mit-letztem-album-bei-def-jam">End of an Era: Vince Staples&#8217; letztes Album bei Def Jam</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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<p><strong>Mit einer Ansage auf Instagram hat Vince Staples am Montag sein letztes Album beim Label Def Jam für Freitag, den 24.5., verkündet.&nbsp;</strong></p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" data-id="14629" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vincestaples_1716151967_3371649534167349768_401351046-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-14629" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vincestaples_1716151967_3371649534167349768_401351046-1024x1024.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vincestaples_1716151967_3371649534167349768_401351046-300x300.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vincestaples_1716151967_3371649534167349768_401351046-150x150.jpg 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vincestaples_1716151967_3371649534167349768_401351046-768x768.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vincestaples_1716151967_3371649534167349768_401351046-500x500.jpg 500w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vincestaples_1716151967_3371649534167349768_401351046-800x800.jpg 800w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vincestaples_1716151967_3371649534167349768_401351046-1280x1280.jpg 1280w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vincestaples_1716151967_3371649534167349768_401351046-120x120.jpg 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vincestaples_1716151967_3371649534167349768_401351046-240x240.jpg 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vincestaples_1716151967_3371649534167349768_401351046-360x360.jpg 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vincestaples_1716151967_3371649534167349768_401351046-540x540.jpg 540w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vincestaples_1716151967_3371649534167349768_401351046-720x720.jpg 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vincestaples_1716151967_3371649534167349768_401351046-770x770.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vincestaples_1716151967_3371649534167349768_401351046-1400x1400.jpg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vincestaples_1716151967_3371649534167349768_401351046-125x125.jpg 125w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/vincestaples_1716151967_3371649534167349768_401351046.jpg 1440w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



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<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Mit dem Namen »Dark Times«, der Begleitsingle »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=rVcb9A1FrbA">Shame on the Devil</a>« und dem Text der Ankündigung inklusive Tracklist ist in aller Wahrscheinlichkeit ein düsteres und introspektives Projekt zu erwarten. So heißt es auch in dem Announcement: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>I was unsure of what to expect from the world of music but deeply aware of what I needed: a change in my surroundings and a clear understanding of self. Ten years and seven projects later, I’ve found that clarity. Now, I share with you my final Def Jam release, Dark Times.</strong></p>
<cite>via Instagram (@vincestaples)</cite></blockquote>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Vince Staples - Shame On The Devil" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/rVcb9A1FrbA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Staples, der sonst eher <a href="https://mostdope.tv/spotlights/vince-staples-ein-beobachter-seiner-umwelt">ein Beobachter seiner Umgebung</a> ist, richtet so die Kamera näher auf sich und geht ganz nah heran. Es ist nicht zwingend etwas Neues, dass Vince Staples auch von sich erzählt, etwa auf dem self-titled &nbsp;Album. Dennoch ist die Diskrepanz vom Bouncy Sound auf »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/2suR5CCbtL2Wq8ShFo8rFr?si=5fxTIy4cQbixWXrLcg2DlQ">Vince Staples</a>« und der melancholischeren, an <strong>Mac Millers</strong> »<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/5wtE5aLX5r7jOosmPhJhhk?si=Ac9vzRToQ1mb839R0iQEzQ">Swimming</a>« erinnernden Leadsingle des kommenden Albums, deutlich in Ton und Stimmung zu spüren.</p>



<p>Nun ist die Frage, inwiefern das letzte Album bei <strong>Def Jam</strong> nur das Ende der Vince-Staples-bei-Def-Jam-Ära oder aber das vollständige Ende des rappenden Vince Staples bedeutet. Eines ist sicher: es ist ein Abschluss, doch mit einer kürzlich erschienenen Netflix-Serie und zahlreichen Online-Auftritten wird es nicht das Ende von Vince Staples als Künstler sein.</p>



<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/news/end-of-an-era-vince-staples-am-freitag-mit-letztem-album-bei-def-jam">End of an Era: Vince Staples&#8217; letztes Album bei Def Jam</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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		<title>Rap’s Liebe zum Game: Die besten Sportreferenzen</title>
		<link>https://mostdope.tv/editorials/raps-liebe-zum-game-die-besten-sportreferenzen</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Paul Hilge]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Apr 2024 12:16:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Sport und Hip-Hop gehen in den USA Hand in Hand. College Athleten mit Rap-Mixtapes, Artists, die bei der NBA oder NFL Courtside sitzen und die Parallelen vieler Sport- und Rapkarrieren tragen dazu bei, dass sich Sport auch häufig in den Texten wiederfindet. Doch dieses Phänomen ist nicht nur auf dem nordamerikanischen Kontinent wiederzufinden, sondern zeigt sich auch in vielen anderen Städten, beispielsweise London, Paris oder Berlin, wo ebenfalls eine Nähe zwischen Sportler*innen und Artists gegeben ist. Oftmals eignen sich Sportreferenzen [&#8230;]</p>
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<p><strong>Sport und Hip-Hop gehen in den USA Hand in Hand. College Athleten mit Rap-Mixtapes, Artists, die bei der NBA oder NFL Courtside sitzen und die Parallelen vieler Sport- und Rapkarrieren tragen dazu bei, dass sich Sport auch häufig in den Texten wiederfindet. Doch dieses Phänomen ist nicht nur auf dem nordamerikanischen Kontinent wiederzufinden, sondern zeigt sich auch in vielen anderen Städten, beispielsweise London, Paris oder Berlin, wo ebenfalls eine Nähe zwischen Sportler*innen und Artists gegeben ist. Oftmals eignen sich Sportreferenzen auch einfach sehr gut für Vergleiche oder Namedrops. In dieser Liste werden Personen aus dem nationalen und internationalen Hip-Hop Kosmos vorgestellt, die besonders häufig Sport in ihren Lyrics erwähnen.</strong></p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Drake – 6 Man</strong></p>



<p><strong>Drake</strong> ist der Allrounder unter den Sportreferenzierern. Es gibt kaum ein Team, das er sportübergreifend noch nicht angefeuert hat &#8211; bis zum Punkt, dass das Meme „<a href="https://knowyourmeme.com/memes/blud-thinks-hes-on-the-team-who-invited-my-man-blud">blud thinks he’s on the team</a>“ von ihm handelt. Für seine heimischen Toronto Raptors sponsert er das Trainingscenter und textlich kommt Basketball auch nicht zu kurz in seinen Lyrics. So zieht Drizzy&nbsp;auf dem Track »6 Man« mit der Line „6 Man like Lou Will“ passend eine Verbindung zwischen seinem Status in Toronto („the Six“) und dem langjährig besten Bankspieler der NBA („Sixth Man of the Year“), Lou Williams.</p>



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<iframe title="6 Man" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/WvXTpZawgSM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Money Boy – Schalke</strong></p>



<p><strong>Money Boy</strong> ist als ehemaliger österreichischer Zweitligaspieler im Basketball dem Sport ebenfalls nicht fern. In der Folge sind neben einem Interview mit Kyrie Irving zu den NBA London Games 2018 auch viele Sportreferenzen in seinen Texten zu finden, darunter die titelgebende Block-Legende Dikembe »Mutombo« und der FC Schalke 04. Money Boy ist auf dem Track am Ballen so wie Schalke 04 und lässt sich seit der Promophase immer mal wieder im Schalker Dress ablichten oder gibt Tipps für die nächsten Partien ab. Scheinbar hat er auch außerhalb des Songs seinen Draht zum Traditionsverein gefunden. </p>



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<iframe title="Money Boy - Schalke (Official Video)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/1b7FxbPK4E8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>OG Keemo &#8211; 3 Ringe (Outro)</strong></p>



<p>Weiter in der NBA geht es auch für<strong> OG Keemo</strong>, der in jeweils den Outrotracks von den Projekten »Geist«, »Mann Beißt Hund« und »Fieber« seine Karriere mit den drei aufeinanderfolgenden NBA Championships („Three Peat“ genannt) zwischen 2000-2002 von Kobe Bryant gleichstellt. So heißt es auf »Outro« (Geist) &#8211; „Ich fühl mich wie Kobe nach seinem ersten Ring“, auf »Ende« (MBH) &#8211; „ich bin so wie Kobe nach sei’m zweiten Ring“ und schlussendlich auf »3 Ringe (Outro)« (Fieber)&nbsp; &#8211; „<a href="https://genius.com/30522208/Og-keemo-3-ringe-outro/Das-tape-ist-so-wie-kobes-dritter-ring-und-das-hier-ist-ein-three-peat">Das Tape ist so wie Kobes dritter Ring und das hier ist ein Three-Peat</a>“. So wird projektübergreifend ein Vergleich hergestellt, der zum Ende vom Mixtape »Fieber« seine Krönung findet. Darüber hinaus schmücken auch regelmäßig weitere Sportvergleiche die Lines von OG Keemo („der Süden liebt mich wie Serge Gnabry“) und außerdem hat Kobe auch noch zwei weitere Ringe nach dem Three Peat gewinnen können, falls weitere Projekte folgen.</p>



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<iframe title="3 Ringe (Outro)" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/2oexxhxE-94?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Dave &amp; AJ Tracey – Thiago Silva</strong></p>



<p>Fußballvergleiche sind auch das Brot und Butter der britischen Rapszene. Genreübergreifend in UK-Drill, Grime und South London Hip-Hop sind zahlreiche Anspielungen zu finden &#8211; bis zum Punkt, dass „on the wing like […]“-Lines ihren Weg in die <a href="https://www.youtube.com/watch?v=LkWbPnI1G4I">Most-Overused-Bars in Drill</a> gefunden haben. Beispielhaft für englische Sportreferenzierer sind ein damalig 17-jähriger <strong>Dave</strong> und <strong>AJ Tracey</strong>, die auf 144 BPM ein Feuerwerk aus Fußballervergleichen zaubern. Darunter Thiago Silva („Thiago Silva, man block, then skeet“), Sergio Aguero („Kun Agüero, man dropped the shoulder faint once“) und Kaká („leave you in states like Kaká“). Größere Bekanntheit konnte der Song&nbsp;durch die Glastonbury Version mit dem 15-jährigen Alex finden, der fehlerfrei auf der Hauptbühne den vollständigen AJ Tracey (und Dave) Part übernehmen konnte.</p>



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<iframe title="Dave (feat. Alex) - Thiago Silva" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/e1vlLJCr9Lo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Meek Mill – Dreams and Nightmares (Intro)</strong></p>



<p>Philly Sports sind ihre eigene Welt im US-Sportkosmos. Die Eagles, 76ers, Flyers und eine Obsession mit Rocky Balboa bieten Nährboden für allerlei ikonische bis merkwürdige Momente vom Philly Special bis Laternenkletterei. Wenn es eine Person gibt, die Philly Sports repräsentiert, dann kommt <strong>Meek Mill</strong> direkt nach den offensichtlichen Joel Embiid, Jalen Hurts und Rocky. So war »Dreams and Nightmares« der Titelsong für die 2017er Philadelphia Eagles, die in der Saison den Superbowl gegen Tom Brady gewinnen konnten, während Meek Mill selber im Gefängnis war. Über den Track heraus findet sich Sport auch in vielen anderen seiner Tracks wieder, darunter »SHAQ &amp; KOBE« mit <strong>Rick Ross</strong>.</p>



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<iframe title="Meek Mill -Dreams And Nightmares (Intro)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/S8gfqs1-NuE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Pimf &#8211; Heatcheck</strong></p>



<p>Wer in seinen Tracks <a href="https://www.youtube.com/watch?v=AvBcmRln_Fc">Walter Frosch</a> referenziert, hat automatisch einen Spot in dieser Liste verdient. Doch auch über den Namedrop eines der ikonischsten Sport-Interviews aller Zeiten hinweg, finden sich gewandte Sportvergleiche auch in anderen Tracks von <strong>Pimfs</strong>&nbsp;Diskografie wieder:​ Beispielsweise »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=2oYG0kJRaSU">Heatcheck</a>«, wo sich Fußball und Basketball zwischen dem 2008er Vfl Wolfsburg Sturm-Duo („Diggi wir sind Džeko und Grafite“) und NBA Format Shaqtin‘-a-fool die Hand geben („Das hier is&#8217; ein Heatcheck, Deutschrap is&#8217; Shaqtin&#8217; a Fool“).</p>



<p></p>



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<iframe title="PIMF im HIP-HOP &amp; SPORT-QUIZ: “Mero ist bestimmt ein stabiler Flügelflitzer”" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/E74rrUZO130?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Action Bronson – Latin Grammys</strong></p>



<p>In der Welt der Rap-Sportreferenzen ist <strong>Action Bronson</strong> der undisputed Champion. Kaum ein erfundenes College-Footballgame wurde nicht von ihm manipuliert: „I fixed the game between Georgia Southern and Grambling“ (»1Train«) oder eben doch zwischen „Kentucky and Miami of Ohio“ (»Red Dot Music«). Außerdem wurde schon so ziemlich jeder obskure Athlet genamedroppt. Dabei kommt ihm klar der wirre Aufbau seiner Lines zu Gute, die oftmals länger sind, als der Beat eigentlich zulassen sollte und untereinander kaum Zusammenhang finden. Doch auch so ist Action Bronson der Meister der Namedrops, schon alleine durch die pure Anzahl unterschiedlich bedienter Sportarten. Um Rodger Sherman von SB Nation zu zitieren: „He’ll string four references to four Chicago athletes in three different sports in two bars“.&nbsp;Ein weiteres Beispiel dafür: »Latin Grammys«, in dessen Video Bronson direkt mal in die Rolle eines Strongman schlüpft.</p>



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<iframe title="Action Bronson - Latin Grammys (Official Music Video)" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/n6R0t_AVIXs?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Honorable Mentions:</strong></p>



<p>Schlussendlich gibt es noch eine Menge weiterer Sportanspielungen und anspielender Artists aus dem Hip-Hop, die jedoch nicht alle in diese Liste passen. Dementsprechend folgen hier die honorable Mentions, die dennoch aufgrund ihrer Leistungen erwähnenswert sind:</p>



<p>Allen voran <strong>Haiyti</strong>, die mit der Line: „Halte deine Bälle, so wie Heinevette“ auf dem Track »Freitag« die wahrscheinlich erste Anspielung auf einen Handballtorwart gedroppt hat. Ähnlich nischig ist auch <strong>Harry Quintana</strong> unterwegs, der auf »Nostalgie Inc.«, im komplett nostalgischen Aufzählungsmodus unter anderen den Tennisspieler Goran Ivanisevic und Skater Chad Muska in namentliche Erwähnung bringt. Auch außerhalb der deutsch- und englischsprachigen rapverbundenen Landschaft werden regelmäßig Sportarten in die Texte gebracht, weswegen die letzte honorable Mention an <strong>Bad Bunny</strong> geht, der nicht nur selbst in der WWE als Wrestler aktiv war, sondern auch eine Vielzahl an Anspielungen zu Sportlern und Sportarten nutzt, die besonders im spanischsprachigen Raum von Bekanntheit sind: „Maradona y Messi en el futbol, Pero soy la nueva estrella, los contrato&#8217; a los Sugar y Lindor“ (»ACHO PR«): „Maradona und Messi sind’s im Fußball. Aber ich bin der neue Stern, die Verträge wie Sugar und Lindor (Baseballspieler).“&nbsp;</p>
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		<title>Patina Records &#8211; Strength in Numbers</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Paul Hilge]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jun 2023 12:05:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spotlights]]></category>
		<category><![CDATA[Calli]]></category>
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		<category><![CDATA[Minibar]]></category>
		<category><![CDATA[Newcomer]]></category>
		<category><![CDATA[Patina Records]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als Ansammlung von 6 Künstler*innen + Producerduo bieten Patina Records eine facettenreiche Bandbreite an Sounds zwischen 2000er-influenced Rap von der Straße, Drillbeats und sehr tanzbaren 80er Jahre Synth- und Technoeinflüssen. Vereinend über die verschiedenen Sounds und Artists hinweg, ist der Drive, zusammen aus Dortmund heraus Welle zu machen &#8211; egal, ob auf der kleinen Bühne oder auf Festivalstages. Das Vertrauen, dass alle einen starken Part liefern können sowie die perfekt zu den Stärken abgestimmte Soundwelt von Producerteam Clockwork, macht Patina [&#8230;]</p>
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<p><strong>Als Ansammlung von 6 Künstler*innen + Producerduo bieten Patina Records eine facettenreiche Bandbreite an Sounds zwischen 2000er-influenced Rap von der Straße, Drillbeats und sehr tanzbaren 80er Jahre Synth- und Technoeinflüssen.</strong></p>



<p></p>



<p>Vereinend über die verschiedenen Sounds und Artists hinweg, ist der Drive, zusammen aus Dortmund heraus Welle zu machen &#8211; egal, ob auf der kleinen Bühne oder auf Festivalstages. Das Vertrauen, dass alle einen starken Part liefern können sowie die perfekt zu den Stärken abgestimmte Soundwelt von Producerteam <strong>Clockwork</strong>, macht <strong>Patina</strong> <strong>Records</strong> als Kollektiv stark und oft auch ein bisschen unberechenbar.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="PATINA RECORDS - Halt mich fest (prod. by Clockwork)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/0s8vGVoBJrU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Vielseitig, hungrig, vereint</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/cover-neue-single.jpg" alt="Spotlight: Minibar Single Release Patina Records" class="wp-image-11386" width="250" height="250" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/cover-neue-single.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/cover-neue-single-150x150.jpg 150w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/cover-neue-single-120x120.jpg 120w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/cover-neue-single-240x240.jpg 240w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/cover-neue-single-125x125.jpg 125w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /><figcaption class="wp-element-caption">Patina Records &#8211; Minibar</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Yako OK</strong> könnte schon einigen ein Begriff sein, doch auch <strong>Calli</strong>,<strong> Isi I</strong>, <strong>Kareem </strong>(»<a href="https://www.youtube.com/watch?v=RWlskNycv7g" target="_blank" rel="noreferrer noopener">High Off Love</a>«), <strong>Katanna </strong>(»<a href="https://www.youtube.com/watch?v=w1q5CLarIaE" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Capri Sonne Gin</a>«) und <strong>Tarri.Ferrari</strong> (»<a href="https://www.youtube.com/watch?v=YhAUIY6k4Y0" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Toxischer</a>«) bringen ihren eigenen Stil ein und heben sich gegenseitig auf ein höheres Level.<br><br><em>“Boah, nicht schon wieder Clockwork”</em>, kündigt als Producertag üblicherweise eine vielschichtige Produktion an. Das Duo Clockwork vereint Genres, Jahrzehnte und Einflüsse, um damit das Herzstück des Patina Sounds zu liefern.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Anspieltipp:</strong> <strong>»Ready to Die«</strong> <strong>&amp;</strong> <strong>»Halt mich fest«</strong>    </h2>



<p>Einen Song repräsentativ für den Sound von Patina Records zu wählen, funktioniert nicht: »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=_A4Ya5G02nw">Ready to die</a>« (Straßenrap über Ursprünge und Träume) und »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=0s8vGVoBJrU">Halt mich fest</a>« (Introspektiver Track mit Ohrwurmhook und Techno-Outro) zeigen die gesamte Breite und machen Vorfreude auf die Zukunft der Gruppe.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="PATINA RECORDS - Ready to die (prod. by Clockwork)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/_A4Ya5G02nw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
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		<title>slowthai – Embracing The Ugly</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Paul Hilge]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Mar 2023 13:26:06 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[A$AP Rocky]]></category>
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		<category><![CDATA[UK Rap]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>slowthai ist ungebunden in der britischen Rapszene. Von seiner Heimatstadt Northampton, außerhalb der großen Metropolen, bis zu seinen musikalischen Einflüssen. Das heißt nicht, dass er vollständig unabhängig von dieser ist (zwei Skepta-Features auf drei Alben) &#8211; er existiert nur eben auch außerhalb. Dies ist spätestens jetzt auf dem gerade erschienenen »UGLY« zu erkennen, wo Post-Punk (»Selfish«), Indie-Pop (»Feel Good«) und glitchy-unerklärliche Sounds (»Yum«) auf sich windende Flows, wiederholte Mantren und rohen Gesang über die eigenen Abgründe, Selbstliebe und die mentale [&#8230;]</p>
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<p><strong>slowthai ist ungebunden in der britischen Rapszene. Von seiner Heimatstadt Northampton, außerhalb der großen Metropolen, bis zu seinen musikalischen Einflüssen. Das heißt nicht, dass er vollständig unabhängig von dieser ist (zwei Skepta-Features auf drei Alben) &#8211; er existiert nur eben auch außerhalb. Dies ist spätestens jetzt auf dem gerade erschienenen »UGLY« zu erkennen, wo Post-Punk (»Selfish«), Indie-Pop (»Feel Good«) und glitchy-unerklärliche Sounds (»Yum«) auf sich windende Flows, wiederholte Mantren und rohen Gesang über die eigenen Abgründe, Selbstliebe und die mentale Gesundheit dazwischen treffen</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein gezeichnetes Leben</h2>



<p>Tyron Frampton aka Slow Ty und später <strong>slowthai</strong> wird 1994 in Northampton geboren. Er erfährt beim Aufwachsen immer wieder herbe Rückschläge und gerät in eine Perspektivlosigkeit, die ihn thematisch auf allen seinen Alben begleitet. In seinem Debütalbum »<a href="https://open.spotify.com/album/5fx2Hde8xw2jWPtUKXA73X?si=gYd9ypssS8WDsQ0d_smxEg" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nothing Great About Britain</a>« (2019) manifestiert sich diese Perspektivlosigkeit vor allem durch einen Blick nach außen. Der bevorstehende Brexit, ein zerfallendes Gesundheitssystem, Drogenprobleme und umliegende Armut geben ein Bild von seinem Umfeld, das nicht immer angenehm zu hören ist. Verzerrte Synths und irreguläre Drumbeats schaffen ein unruhiges und teilweise unangenehm rohes Soundbild, das in Symbiose mit einer erratischen Delivery steht.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="slowthai, Mura Masa - Doorman" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/ICBkHaMOPXs?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Zwei Jahre später erscheint 2021 »<a href="https://open.spotify.com/album/7qE3WaOVAAIxgH8WtjbBBj?si=86GRNfPyQb6nmGjBtHYZ9A" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TYRON</a>«; ein thematischer Übergang zwischen Blick nach außen und Introspektive, der vor allem zugänglicher im Sound als der Vorgänger ist. Auf einer Hälfte Trap-Banger und einer Hälfte gefühlvoller Songs versammeln sich hochkarätige Features wie u.a. <strong>A$AP Rocky</strong>, <strong>Dominic Fike</strong> und <strong>James Blake</strong>.  </p>



<p class="has-text-align-center"><strong><a href="https://mostdope.tv/soundchecks/slowthai-tyron">(Hier</a> geht&#8217;s zur Album Review</strong> <strong>von</strong> »<strong>TYRON</strong>«) </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="slowthai, A$AP Rocky - MAZZA" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/1NhyFEZKq48?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Keiner hätte es slowthai übel genommen, an diesem Erfolgsrezept weiter aufzubauen und das Folgealbum ähnlich zu gestalten. Jedoch zeigt »UGLY« (2023), dass er auch dahingehend nicht gebunden ist. Die Kollaborierenden heißen auf diesem Projekt nicht <strong>A$AP Rocky</strong> oder <strong>Skepta</strong>, sondern <strong>Fontaines D.C.</strong>, <strong>Beabadoobee </strong>und <strong>Jockstrap</strong>. Inmitten einer Renaissance von Prog-Rock und Post-Punk auf den britischen Inseln werden Synths durch verzerrte Gitarren ersetzt und die Trap-Drums weichen für punkiges Schlagzeug. »UGLY« ist dabei das Ziel einer Reise von der Außen- in die Innenwelt, bei der die Texte ähnlich roh wie auf »<a href="https://open.spotify.com/album/5Ki4YFQrUx7hCcQx1LJUQb?si=JJ1ZIuytTpKRk2bfJArGew">Nothing Great About Britain</a>« sind, nur eben selbstbezogen in die Abgründe seiner Psyche.<br><br>Es ist schwierig zu sagen, was für den mittlerweile 28-Jährigen als nächstes kommt, aber eins ist sicher: es wird authentisch, selbst wenn es unangenehm ist.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="slowthai - UGLY (Visualiser)" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/12FnQMUA7HY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>
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		<title>Brockhampton verabschieden sich von ihren Fans mit »The Family« und »TM«</title>
		<link>https://mostdope.tv/soundchecks/brockhampton-the-family-tm-review</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Paul Hilge]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Nov 2022 14:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soundchecks]]></category>
		<category><![CDATA[Ameer Vann]]></category>
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		<category><![CDATA[The Family]]></category>
		<category><![CDATA[TM]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als Kollektiv von +-13 Mitgliedern durch einen Aufruf in einem Kanye West Forum gegründet, hat sich Brockhampton spätestens 2017 mit der »SATURATION«-Trilogie als spiritueller Nachfolger von Odd Future im alternativen und experimentellen Hip-Hop bewiesen. Mit eben dieser ursprünglichen Leichtigkeit wurden direkt drei Alben innerhalb eines Jahres herausgebracht – thematisch weitreichend, etwas verspielt und an den richtigen Stellen doch sehr seriös mit freundschaftlich, familiärer Verbundenheit. Fünf Jahre und fünf Alben später erscheint das finale Release. Angekündigt war zwar nur ein Album, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Als Kollektiv von +-13 Mitgliedern durch einen Aufruf in einem Kanye West Forum gegründet, hat sich Brockhampton spätestens 2017 mit der »SATURATION«-Trilogie als spiritueller Nachfolger von Odd Future im alternativen und experimentellen Hip-Hop bewiesen. Mit eben dieser ursprünglichen Leichtigkeit wurden direkt drei Alben innerhalb eines Jahres herausgebracht – thematisch weitreichend, etwas verspielt und an den richtigen Stellen doch sehr seriös mit freundschaftlich, familiärer Verbundenheit. Fünf Jahre und fünf Alben später erscheint das finale Release. Angekündigt war zwar nur ein Album, stattdessen gab es in unvorhersehbarer Brockhampton-Manier direkt zwei Werke innerhalb von 24 Stunden.</strong></p>



<p>Innerhalb dieser 5 Jahre seit der »SATURATION«-Trilogie ist die ursprüngliche Leichtigkeit auf dem Weg verloren gegangen. Probleme untereinander, herausgeworfene Rapper und vieles mehr trugen zu einem langsamen Zerfall des Kollektivs bei, der nun besonders auf ersterem der beiden erschienenen Alben, »The Family«, beschrieben wird.</p>



<p>Auch wenn es unter dem <strong>Brockhampton </strong>Namen erschienen ist, enthält »The Family« ausschließlich Tracks mit Vocals des kreativen Kopfes der Gruppe, <strong>Kevin Abstract</strong>. Über 35 Minuten Produktion von <strong>Bearface </strong>und <strong>Boylife </strong>werden ebenjene Situationen reflektiert, die aus Kevins Sicht zum Zerfall der Gruppe beigetragen haben. Das übliche Produktionsteam um <strong>Romil Hemnani</strong>, <strong>Kiko Merley</strong> und <strong>Jabari Manwa</strong> hat auf den Instrumentals keinen Einfluss und somit gibt es dort kaum harte, Brockhampton-typische Synths als Grundlage der Beats. Viel mehr wird das Album auf frühe <strong>Kanye West</strong>-esque high-pitched Soul-Samples aufgebaut. Kevin ist klar zu verstehen und seine Stimme kaum verzerrt. Auch sein Flow erinnert an den »College Dropout«/»Late Registration«-Kanye, dennoch wird dieser Vergleich auch schnell durch Lines wie: „[…] after sucking good d*ck on a Sunday morning“ unterbunden, denn Kevin thematisiert auch weiterhin offen auf diesem Album seine&nbsp;Homosexualität. </p>



<p>Inhaltlich wird allerdings größtenteils reflektiert – dieses Mal weniger individuell und mehr die Beziehungen untereinander. Einfluss von Geld und Plattenverträgen auf die Freundschaft, Kommerzialisierung von privatem Leid, der Umgang mit dem Rausschmiss von Mitglied <strong>Ameer Vann</strong> und weitere Konflikte werden gegenüber von Reminiszenz der vergangenen und leichteren Zeiten in Kontrast gesetzt. Die Reflektion reicht dabei von einsichtig und entschuldigend bis frustriert und unverständnisvoll. Allgemein ist dieses Album durch die einseitige Natur der Erzählung (durch nur einen Teil der Gruppe von 13) dadurch auch in ihrer Aussagefähigkeit über die Vorgänge in der Gruppe leicht eingeschränkt.</p>



<p>Die stärksten Bereiche des Albums sind die sorgfältig ausgesuchten Soulsamples, allen voran <strong>Willie Hutch</strong> mit »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=bNGL5gzHNgg" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Let Me Be The One</a>« auf »The Ending«, die inhaltliche Stärke der Introspektive in die Gruppe durch Kevin, sowie der finale Track: »Brockhampton«. Dieser Track vereint die inhaltliche Stärke der Lyrics und Reflektion des Albums und bringt dies auf einem dramatischen Beat mit zerebraler String Section über vier Minuten zum Höhepunkt. Dabei werden auch alle Mitglieder der Gruppe einzelnd mit ihren persönlichen Stärken und Beiträgen zur Formation vorgestellt, was für einen versöhnenden und kathartischen Abschluss sorgt.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="The Ending - BROCKHAMPTON" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/bYmqS6xb2MQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Kritikpunkt des Albums ist die kurze Länge. 17 Tracks über 35 Minuten sorgen für teilweise viel zu kurze Songs, bei denen im Inhalt nicht weit genug ausgeholt werden kann, auch wenn er über das Album hinweg kohärent ist. Das sorgt auch dafür, dass »The Family« genau das verlangt, was ein finales Album nicht ausstrahlen sollte &#8211; es ist nicht genug und man möchte mehr hören. Aber es ist eben nicht nur bei diesem Album geblieben. Völlig überraschend wurde mit Release von »The Family« ein weiteres Werk für den Abend darauf angekündigt: »TM«.</p>



<p>»TM« bietet das, was »The Family« nicht hat &#8211; deutlich längere und musikalisch abgeschlossene Tracks, sowie die volle Besetzung in Vocals und Produktion. Dafür ist kaum ein übergreifendes Thema erkennbar. Als Sammlung aus unveröffentlichten Werken werden hier verschiedene Zeitpunkte in der Historie von Brockhampton auf einem Projekt zusammengewürfelt. Damit sind die Tracks auch deutlich verstreuter zwischen anfänglicher Leichtigkeit und der angespannten, in der Auflösung endenden Stimmung. Bei einigen Tracks ist man sich auch nach mehrmaligem Anhören nicht über den Inhalt bewusst.</p>



<p>Musikalisch weichen hier Samples den athmosphärischen Synths. Die klare Stimme von Kevin aus dem ersten Release wird durch mehr kollektivtypischen Autotune und hochgepitchte Vocals ersetzt. Inhalt weicht Ästhetik und zum Wohle des Werkes wird diese Soundästhetik dennoch sehr stimmig umgesetzt. Neu auf dem Album sind insbesondere auf dem Track »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=bVm8rWNIRv4" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Man On The Moon</a>« zu findende Dancevibes in der Produktion. Eine four-on-the-floor Kick unterstützt dabei die Highlight-Hook des Albums und gibt dem Track eine gewisse positive Dringlichkeit.</p>



<p>Durch die verschiedenen Konzeptionszeitpunkte der unterschiedlichen Songs wird das Zerbrechen des Kollektivs auf »TM« kaum thematisiert – ein bisschen allerdings auf dem Closer »Goodbye«. „It&#8217;s over, I&#8217;m out&#8221; wird hier von <strong>Joba </strong>gesungen, während es zum Ende des Tracks &#8220;This ought to be the best time of our lives“ heißt. Das beschreibt wiederum gut, wie sehr sich Brockhampton als Kollektiv nicht vom Verlust der Leichtigkeit erholen konnte und den unerreichbaren alten, besten Zeiten ihres Lebens hinterherläuft. Highlights von »TM« beinhalten die zuvor angesprochenen, dezenten Dance Einflüsse in der Produktion und die Gesangseinlagen von Producer-turned-Singer, Jabari Manwa.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="GOODBYE - BROCKHAMPTON" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/2w1JSqIOiWo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Im Allgemeinen bieten »The Family« und »TM« komplett unterschiedliche Einblicke in die Gruppendynamik von Brockhampton. Und es passt schon, dass »The Family« als das finale Album betitelt wird, denn schlussendlich ist es das Werk, das die Auflösung der Gruppe am ehesten thematisiert. »TM« ist hingegen eher ein Addendum; das Wegbier auf dem Heimweg nach der Tragödie im Kino, die von Kevin Abstract als Soloalbum vorgetragen wurde. Die beiden Alben ergänzen ihre Schwächen gut und doch wünscht man sich von »The Family« noch mehr Länge innerhalb der Tracks und von »TM« mehr Kohärenz. Doch wo beide Alben treffen, da treffen sie hart; zwei komplett verschiedene Ansätze zur Produktion werden jeweils geschmackvoll umgesetzt und obwohl die Alben auch zur Erfüllung des Vertrags gelten sollen, so sind es keinesfalls Wegwerfwerke, die in der Diskografie komplett untergehen.</p>



<p>Schlussendlich kann das Ende von Brockhampton allerdings auch neue Anfänge für die einzelnen Mitglieder schaffen, denn jede einzelne Person in der Gruppe hat das Talent dafür. Allen voran Kevin Abstract, der sich mittlerweile bereits auf drei Soloalben beweisen konnte, aber auch jeder der weiteren Rapper (<strong>Matt Champion</strong>, <strong>Merlyn Wood</strong>, <strong>Dom McLennon</strong>), Sänger (Bearface, Joba, Jabari Manwa) oder Produzent (Romil Hemnani, Kiko Merley und wieder Jabari Manwa) des Kollektivs kann problemlos in der Szene einen Namen für sich selbst machen. Und vielleicht kommt mit einem Neuanfang auch wieder eine neue Leichtigkeit für die einzelnen Mitglieder.</p>
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		<title>One Last Dance: Brockhampton mit zwei neuen Alben zum Abschluss einer Ära</title>
		<link>https://mostdope.tv/news/brockhampton-letzte-alben-the-family-tm</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Paul Hilge]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Nov 2022 15:07:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[The Family]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Brockhampton sind zurück und das für das vermutlich vorerst letzte Mal. Etwas mehr als sechs Jahre nach dem Release des Debütmixtapes »All American Trash« hat das US-Rapkollektiv um Kevin Abstract nicht nur eins, sondern gleich zwei Projekte für ihren Abschied dabei: Ein Kevin Abstract Soloalbum mit dem Titel »The Family«, das bereits am Donnerstagmittag unserer Zeit veröffentlicht wurde sowie ein gemeinsames Album, das »TM« heißen soll. Bereits Anfang des Jahres gab die Gruppierung überraschend eine Schaffenspause auf unbestimmte Zeit sowie [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/news/brockhampton-letzte-alben-the-family-tm">One Last Dance: Brockhampton mit zwei neuen Alben zum Abschluss einer Ära</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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<p><strong>Brockhampton sind zurück und das für das vermutlich vorerst letzte Mal. Etwas mehr als sechs Jahre nach dem Release des Debütmixtapes »All American Trash« hat das US-Rapkollektiv um Kevin Abstract nicht nur eins, sondern gleich zwei Projekte für ihren Abschied dabei: Ein Kevin Abstract Soloalbum mit dem Titel »The Family«</strong>, <strong>das bereits am Donnerstagmittag unserer Zeit veröffentlicht wurde sowie ein gemeinsames Album, das »TM« heißen soll.</strong></p>



<p>Bereits Anfang des Jahres gab die Gruppierung überraschend eine Schaffenspause auf unbestimmte Zeit sowie die Absage der meisten Tourstopps bekannt (<a href="https://mostdope.tv/news/brockhampton-kuendigen-eine-pause-auf-unbestimmte-zeit-an-und-sagen-tour-ab"><em>News: Brockhampton kündigen eine Pause auf unbestimmte Zeit an und sagen Tour ab</em></a>). Differenzen innerhalb der Gruppe sollen der Hauptgrund für das Ende von Brockhampton gewesen sein &#8211; nähere Infos bringt der neue Track »Brockhampton«, auf dem Kevin über die Hintergründe rappt.</p>



<p>Generell birgt »The Family« einiges an Aufklärung für die Fragen der Fans. Unter anderem bringt Kevin Abstract vertragliche Differenzen als Grund an. Aber ganz abseits vom Erklärungen liefern, gibt es auch einfach einiges an neuer guter Musik. Die 17 Tracks über 35 Minuten, darunter die zwei Leadsingles »Big Pussy« und »The Ending« sowie das Album Artwork, sorgen für einen kurzweiligen, chaotischen und experimentellen Abschluss, der den vergangenen Projekten nachgehend auch durchaus einige Emotionen mit sich bringt.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="The Ending - BROCKHAMPTON" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/bYmqS6xb2MQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Nun fehlt nur noch »TM«, das gemeinsame letzte Album des Künstlerkollektivs Brockhampton, die in der Vergangenheit durch einen progressiven und unvermittelten Umgang mit Musik für so viel frischen Wind in der Hip-Hop Szene gesorgt haben. Wir können gespannt sein, wie eine derart exzentrische Gruppe ihr bevorstehendes Ende findet – hoffentlich mit einem weinenden und einem lachenden Auge.</p>
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		<title>EARTHGANG über »GHETTO GODS« und warum Erfolg niemals an erster Stelle steht</title>
		<link>https://mostdope.tv/interviews/earthgang-ueber-ghetto-gods-warum-erfolg-niemals-an-erster-stelle-steht-und-bootleg-tequila-mit-salma-hayek</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannah Wietbrock]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Mar 2022 13:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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		<category><![CDATA[Atlanta]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Atlanta Hip-Hop Duo EARTHGANG hat nach vielen kurzfristigen Änderungen im März endlich ihr neues Album »GHETTO GODS« veröffentlicht. Mit ihrem neuen Album gelingt es den beiden Mitgliedern Johnny Venus und Doctur Dot – um nur zwei der vielen Alias zu nennen – ein ziemlich genaues Gesellschaftsporträt von Atlanta zu erstellen und was es wirklich bedeutet als Schwarzer Amerikaner in den USA zu leben. Ihre Musik schafft dabei eine gekonnte Balance aus politischem Ernst und Songs, die einfach Spaß machen. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/earthgang-ueber-ghetto-gods-warum-erfolg-niemals-an-erster-stelle-steht-und-bootleg-tequila-mit-salma-hayek">EARTHGANG über »GHETTO GODS« und warum Erfolg niemals an erster Stelle steht</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Das Atlanta Hip-Hop Duo EARTHGANG hat nach vielen kurzfristigen Änderungen im</strong> <strong>März endlich ihr neues Album »GHETTO GODS« veröffentlicht. Mit ihrem neuen Album gelingt es den beiden Mitgliedern Johnny Venus und Doctur Dot – um nur zwei der vielen Alias zu nennen – ein ziemlich genaues Gesellschaftsporträt von Atlanta zu erstellen und was es wirklich bedeutet als Schwarzer Amerikaner in den USA zu leben. Ihre Musik schafft dabei eine gekonnte Balance aus politischem Ernst und Songs, die einfach Spaß machen. Der Sound des Albums ist typisch <meta charset="utf-8"><strong>EARTHGANG</strong> und nur ein Teil des Universums, das die beiden Dreamville Künstler mit jedem Album etwas ausweiten.&nbsp;<br>Für uns haben sich EARTHGANG kurz vor ihrem Auftritt bei der&nbsp;<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Z0MIqQf_LYY">Tonight Show Starring Jimmy Fallon</a> Backstage<strong> <strong>via Zoom</strong></strong></strong> <strong><strong>Zeit genommen</strong>, um genauer über ihr neues Album und die Bedeutung, die ihre Community dabei spielt, zu sprechen.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/earthgang-ghetto-gods-1-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-5332" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/earthgang-ghetto-gods-1-1024x683.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/earthgang-ghetto-gods-1-300x200.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/earthgang-ghetto-gods-1-768x512.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/earthgang-ghetto-gods-1-1536x1024.jpg 1536w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/earthgang-ghetto-gods-1-2048x1365.jpg 2048w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/earthgang-ghetto-gods-1-360x240.jpg 360w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/earthgang-ghetto-gods-1-720x480.jpg 720w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/earthgang-ghetto-gods-1-770x513.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/earthgang-ghetto-gods-1-1400x933.jpg 1400w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Universal Music</figcaption></figure>



<p><strong>Bevor wir tiefer in das Album einsteigen, würden wir gerne über die Visuals für »GHETTO GODS« sprechen. Vor allem die Charaktere in den Videos und auf dem Albumcover sind sehr faszinierend. Da sind z.B. das Mädchen mit der Blume im Haar und die beiden Jungen auf dem Cover. Stehen sie für etwas Bestimmtes?</strong><br><strong>Doctur Dot:</strong> Alle Kinder die auf dem Cover abgebildet sind, sollen die Kraft, die du seit deiner Geburt in dir hast, repräsentieren. Die göttliche Kraft in deinem Inneren. Deshalb sagen wir &#8220;Ghetto Gods&#8221;. Die meisten Leute denken, wir benutzen dieses Album, um uns als Götter zu bezeichnen, aber was wir eigentlich versuchen zu erklären, ist, dass du das besondere Licht in dir trägst. Wir alle tragen es in uns, egal wo du herkommst. Die Kinder sollen eben genau das repräsentieren – wie früh wir dieses Licht schon in uns tragen und wie Menschen es auch in sich behalten.<br><strong>Johnny Venus:</strong> Eine weitere Überraschung sind die <a href="https://www.youtube.com/watch?v=17FbrTmVcrY&amp;list=OLAK5uy_mcWN9Jbk9RJBJ44cgidzgnwLg5vp42oQM">Augen</a>, die man auf dem Album Cover im Hintergrund der Kinder sieht. Diese stehen für die Community. Denn aus der Community ziehen wir uns unsere Energie. Jemand, bei dem du siehst, dass er oder sie ihr Bestes gibt oder es zumindest versucht, das inspiriert dich. Es stärkt und berührt dich, jetzt besitzt auch du das Gold (bezogen auf das Gold in den Augen, Anm. d. Red.). Das haben wir gelernt.</p>



<p><strong>Wir haben die Visuals sehr genossen. Normalerweise sind die Videos zu den Audio Only Tracks immer nur ein Standbild. Aber eure Visualisierungen für diese Audio Clips sind ja ein Loop. Beim ersten Hören von <a href="https://www.youtube.com/watch?v=BPNNuiPIYnI">»WATERBOYZ«</a> dachten wir, das wäre bereits das fertige Musikvideo.<br>DD:</strong> (lacht) sehr cool.&nbsp;</p>



<p><strong>Von wem kam denn die Idee bzw. wer hat Regie geführt?</strong><br><strong>JV:</strong> Die Visuals sind ein Trailer für eine fünfteilige Serie, die wir bald veröffentlichen werden. Fünf Visualisierungen. Fünf Songs aus dem Album, die wir ausgesucht haben, weil sie die Themen des Albums am besten ansprechen. Regie hat die <strong>Resolve Media Group</strong> geführt, unter der Leitung von unserem guten Freund <strong>Fred Saint Foster</strong>, der auch der Creative Director des Albums ist. Dann natürlich noch wir, unser EARTHGANG-Team und unsere Manager. Wir haben alle unsere Köpfe zusammen gesteckt und dabei kam wirklich etwas Großartiges heraus. Wir können es kaum abwarten, dass die Leute es zu sehen bekommen. Es ist etwas wunderschönes.</p>



<p><strong>Es ist also quasi fast ein Cinematic Universe?</strong><br><strong>JV:</strong> Ja, das ist es. Es ist ein eigener Kosmos.<br><strong>DD:</strong> Wir haben schon unsere ganze Karriere lang versucht, unser eigenen kreativen Kosmos zu erschaffen, mit einem Multiversum darin. Ich denke »GHETTO GODS« ist nur eine weitere Welt. Genau wie auch »Mirrorland« ein eigener Ort war, ist »GHETTO GODS« ein ganz neuer anderer Ort. Ein ganz anderes Reiseziel.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="EARTHGANG - The Ghetto Gods Show: American Horror Story" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/ju3i3xJPsVU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Ihr habt ja schon erwähnt, dass die gelben Augen für die Kraft der Community stehen. Das ist auch etwas, das man immer aus eurer Musik heraushören kann, besonders eure Wurzeln in Atlanta. Da Atlanta ja für einen sehr eigenen, bestimmten Style bekannt ist &#8211; hat euch das jemals unter Druck gesetzt, diesen Sound zu haben? Sich einem bestimmten Sound anzupassen?</strong><br><strong>DD:</strong> Wir haben ziemliches Glück gehabt, dass unsere Karriere nie darauf gebaut war einen bestimmten Sound haben zu müssen. Unsere Karriere bestand immer daraus, zu experimentieren, neue Dinge auszuprobieren und ein bisschen exzentrisch zu sein. Es war ehrlich gesagt ein Segen, nie einen bestimmten Sound zu haben. Dadurch haben Sounds, die gerade in oder aus dem Trend sind, nie einen Effekt auf uns gehabt.&nbsp;</p>



<p><strong>Das Album ist insgesamt ja in unterschiedliche Passagen aufgeteilt. Wir sind vor allem neugierig über die Rolle von Frauen, besonders Schwarzen Frauen, die in der mittleren Passage durch das Album führen. Es fängt an mit dem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=AJzvR-GobK8">»JEANS INTERLUDE«</a> und endet dann mit »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=GKBPnWJiETE">NEEZY’S WALK</a>«. Wie wichtig war es euch, Frauen eine Plattform zu geben?<br>JV:</strong> Das war wirklich das Allerwichtigste. Einfach, weil wir wissen, wie unterrepräsentiert Frauen im Rap und Hip-Hop sind. Es ist einfach genau der gleiche Kram, den wir auch in Atlanta fühlen. Atlanta dreht gerade richtig durch in der Hip-Hop Szene, sogar schon die letzten 20-25 Jahre. Es gibt einfach so viel Diversität und Perspektiven, die nur durch Erfahrungen entstanden sind. Von daher wollten wir für die Geschichten, die wir erzählen, eine Einleitung von Frauen. Gerade auch um deren Energie, Wahrheit und Authentizität gerecht zu werden. Besonders bei <strong>Jean</strong>. Jean ist Teil unserer Familie, ich kenne sie schon mein ganzes Leben. Sie ist auch einfach verwandt mit ihm (nickt Doctur Dot zu), was verrückt ist, weil wir schon in der High School waren, als beide herausgefunden haben, dass sie verwandt sind. Sie sind Cousins, weißt du? Das ist unsere Familie, von daher sind wir glücklich, sie auf dem Album zu haben. Außerdem an dieser Stelle ein Shout Out für <strong>Lynae </strong>und alles was sie macht, sie klärt so viele Leute durch ihren <a href="https://www.tiktok.com/@_lyneezy">TikTok</a> und <a href="https://www.instagram.com/_lyneezy/">Instagram Account</a> auf. Sie sind einfach genauso legitime Geschichtenerzähler, wie wir auch, von daher lass uns beides kombinieren und zusammen haben wir die richtige Perspektive.</p>



<p><strong>Speziell zu Lynae Vanee: Besonders die letzten Zeilen von »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=GKBPnWJiETE">NEEZY’S WALK</a>« gehen uns nicht mehr aus dem Kopf, wo sie sagt: &#8220;The colonization was always in the framing of the three little pigs / but they made the wolf dangerous and weaponized the wind.&#8221; Könnt ihr uns mehr dazu sagen?</strong><br><strong>JV: </strong>Da müsst ihr sie fragen.. ich schwöre..<br><strong>DD:</strong> Ich muss ganz ehrlich sein, ich hab über diese Zeile so oft nachgedacht! Ich wach mitten in der Nacht auf und muss darüber nachdenken.<br><strong>JV:</strong> Ihr müsst sie dazu interviewen, jetzt im Ernst.<br><strong>DD:</strong> Ich hätte so gerne eine beeindruckende Antwort, aber ich hab das Gefühl, was immer ich auch sage, würde ihr nicht gerecht werden. Es wäre nicht fair von mir.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="EARTHGANG - NEEZY&#039;S WALK (feat. Lynae Vanee) [Official Audio]" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/GKBPnWJiETE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Wir sind aber auch neugierig wegen der Reihenfolge, habt ihr »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=LG5sqoieOi4">BLACK PEARL</a>« schon vor dem Interlude von Lynae fertig gehabt?<br>DD:</strong> Die Musik war schon vor allen Interludes und Skits fertig. Wir hatten den Song schon ziemlich früh im Albumprozess fertig, vor allem wenn man alle Änderungen bedenkt, die wir zuletzt noch gemacht haben. Aber ja, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=LG5sqoieOi4">»BLACK PEARL«</a> war schon lange davor fertig. Normalerweise kommen wir nochmal auf einen Song zurück oder überdenken nochmal das Konzept, um dann den Skit darum zu basteln. Das macht es ein wenig einfacher. Aber die Musik fertig zu haben und&nbsp;auch die Bedeutung dahinter, das ist es was die Leute wirklich wollen.</p>



<p><strong>Das war dann wahrscheinlich genauso bei dem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=q9nBXmSSyms&amp;list=OLAK5uy_mcWN9Jbk9RJBJ44cgidzgnwLg5vp42oQM&amp;index=14">»ZAZA Skit«</a> und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ogXDPrY6SPI">»SMOKE SUM«</a>?&nbsp;<br>Beide:</strong> Yeah Yeah!<br><strong>DD: </strong>Bei all denen, Ja. Es war allerdings witzig, als <strong>DC Young Fly</strong> zu uns in Studio kam und wir ihm die Rohversion vom Album vorgespielt haben. Wir haben nur zusammen rumgehangen und er hat einen Witz nach dem anderen gemacht, während wir die Musik abgespielt haben. Er hat uns eigentlich viel mehr Material als das geliefert.&nbsp;</p>



<p><strong>Wir müssen auf jeden Fall auch über »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=ju3i3xJPsVU">AMERICAN HORROR STORY</a>« reden. Der Song steht quasi dem American Dream gegenüber, das war auf jeden Fall unsere erste Assoziation. Gerade als Außenstehender ist der amerikanische Traum immer noch das, was man mit den USA verbindet, auch wenn die Realität ganz anders aussieht. Könntet ihr uns dazu noch mehr verraten?<br>JV:</strong> Der Song kam 2020 während der Proteste und den Ausschreitungen zustande. Während all diese Dinge in unserer Community und unserem Land passiert sind –eigentlich sogar weltweit, weißt du? Sehr viele Menschen haben einfach gezeigt, dass sie die Schnauze voll haben von unserem kapitalistischen System. Wir haben genug davon, wie unsere Regierung uns behandelt und vor allem auch, dass es kein vernünftiges System für uns während solcher verrückten Zeiten gibt. Warum müssen wir uns immer noch mit Rassismus auseinandersetzen, wenn es eine globale Pandemie gibt, die die gesamte Menschheit bedroht, weißt du was ich meine?<br><strong>DD:</strong> (unterbricht) Wir haben einen gemeinsamen Feind und wir entscheiden uns trotzdem uns gegenseitig anzufeinden, das ist einfach nur lächerlich!<br><strong>JV:</strong> Es ist verrückt! Der Song entstand genau nach den Morden an <strong>Ahmaud Arbery</strong>, <strong>Rayshard Brooks</strong>…<br><strong>DD:</strong> ..<strong>George Floyd</strong>..<br><strong>JV:</strong> George Floyd!<br><strong>DD:</strong> Das alles passierte direkt hintereinander. Rayshard Brooks ist tatsächlich nur 10 Minuten von dem Ort umgebracht worden, wo wir den Song aufgenommen haben.&nbsp;<br><strong>JV:</strong> Die Tatsache, dass wir in einer Realität leben, wo das alles passiert – es gibt einfach Zeiten, wo Musik dein einziges Ventil ist. Daraus ist der Song geboren worden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="687" src="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/earthgang-ghetto-gods-3-1-1024x687.jpg" alt="" class="wp-image-5338" srcset="https://mostdope.tv/wp-content/uploads/earthgang-ghetto-gods-3-1-1024x687.jpg 1024w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/earthgang-ghetto-gods-3-1-300x201.jpg 300w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/earthgang-ghetto-gods-3-1-768x515.jpg 768w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/earthgang-ghetto-gods-3-1-1536x1030.jpg 1536w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/earthgang-ghetto-gods-3-1-770x516.jpg 770w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/earthgang-ghetto-gods-3-1-1400x939.jpg 1400w, https://mostdope.tv/wp-content/uploads/earthgang-ghetto-gods-3-1.jpg 1985w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto via Universal Music</figcaption></figure>



<p><strong>Besonders die eine Zeile, wo ihr darüber sprecht, den &#8220;generational curse&#8221; zu überwinden, ist etwas, das sich durch die Musik von vielen Schwarzen Künstlern zieht. Wir haben gerade erst ein <a href="https://mostdope.tv/interviews/kojey-radical-ueber-seinen-reason-to-smile">Interview mit Kojey Radical</a>, einem Künstler aus London, geführt, der genau das auch in seinem Song erwähnt. Obwohl es in den Nachrichten ja gerne mal so dargestellt wird, als ob Rassismus ein US-Problem ist. Könnt ihr sagen, was es für euch bedeutet den &#8220;generational curse&#8221; zu überwinden?<br>DD:</strong> Du musst dir das so vorstellen: Aus meiner Perspektive sind wir durch und durch&nbsp;Schwarze Amerikaner. Wir haben keine direkte Verbindung zu unseren Wurzeln. Unsere Eltern und Großeltern sind direkte Nachfahren der Sklaverei. Von daher ist da sehr sehr viel Trauma, das von Generation zu Generation weitergegeben wird und auch weiterhin weitergegeben wird. Aus diesem Trauma heraus entstehen furchtbare Entscheidungsfindungen und noch schlimmere Entscheidungen, die sehr kurzlebig sind.&nbsp;Für uns ist es wichtig, diesen Fluch zu brechen. Wir sind nicht nur frei, sondern auch genug Generationen entfernt, um die Wucht des Traumas zu verlangsamen. Es liegt an uns die Gewalt zu verlangsamen und das Verhältnis zu verändern. Es liegt an unseren Nachfahren, die nächste Generation weiter anzuregen.&nbsp;<br><strong>JV:</strong> Aber auch nicht mehr in diesem Überlebensmodus zu leben. Einfach jeder, der vor uns auf dieser Seite des Atlantischen Ozeans da war, hat immer in einer Form von Überlebensmodus gelebt und sich dabei abgekämpft. Wir befinden uns in einer Position, wo wir auf deren Arbeit aufbauen können. Es ist natürlich auch eine Herausforderung, wie sich die Dinge global formieren: Die Wohlstandsschere geht immer weiter auseinander, nicht nur in Amerika, sondern weltweit. Das sind viele Probleme, auf die wir gefasst sein müssen. Das ist genau der Kram, über den wir täglich reden, ehrlich.&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-default is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>»Grandaddy’s grandaddy was poor / </strong><br><strong>first N*gga in my family with dough-oh-oh (Oh) / </strong><br><strong>I raise everybody up from the floor-oh-oh (Floor) / </strong><br><strong>flippin’ the generational curse, Coco«</strong></p>
<cite>EARTHGANG, »SMOKE SUM«</cite></blockquote>



<p><strong>Was uns thematisch auch direkt zu eurem Song »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=FhqNtlZB5sg">POWER</a>« führt. Es ist nicht nur ein großartiger Song &#8211; für uns eine der größten Überraschungen vom Album &#8211;  ihr habt aber auch dieses krasse Cee-Lo Green Feature und Nick Cannon, der im Spoken Word-Stil zum Ende hin ein paar Weisheiten teilt. Wie kam das zustande?&nbsp;<br>DD:</strong> »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=FhqNtlZB5sg">POWER</a>« fing an mit unserem Produzenten <strong>Dish</strong>, der auch <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7sYI16IY3ak&amp;list=OLAK5uy_mcWN9Jbk9RJBJ44cgidzgnwLg5vp42oQM&amp;index=16">»STRONG FRIENDS«</a> produziert hat. Wir haben <strong>Cee-Lo</strong> in einer Session eine Rohfassung von unserem Album vorgespielt, er tauchte einfach auf und meinte: &#8220;Das ist der Song, auf dem ich drauf sein möchte.&#8221; Wir dachten, er möchte bestimmt auf einen ruhigeren Song, etwas leichteres, aber er war einfach so: &#8220;Nah, I wanna do this!&#8221; Wir meinten dann Okay, aber dafür musst du uns auch einen richtigen Vers liefern, einen &#8220;real ass verse.&#8221; Wir konnten uns einfach gar nicht daran erinnern, wann Cee-Lo zuletzt wirklich ernst auf etwas gespittet hat. Aber er hat es getan und es ist richtig gut geworden. <strong>Nick Cannon</strong> hat seine Vocals abgegeben und wir wollten sie eigentlich für etwas anderes verwenden, aber irgendwie endeten sie so, dass es einfach perfekt für diesen Track war. Alles kam einfach wirklich gut zusammen. Der Song ist einfach sehr kraftvoll. <br><strong>JV:</strong> Ja, und außerdem spricht es genau das an, worüber wir auch schon gesprochen haben: Aus unserer Perspektive, als Schwarze Männer &#8211; aber auch von Männern im Allgemeinen &#8211; wird erwartet, dass sie die Brotverdiener sind, die klassischen Versorger halt. Oftmals befinden wir uns in einer Position, in der es unsere Männlichkeit bedroht, wenn wir dazu nicht in der Lage sind. Für solche Dinge zu kämpfen, fordert auch unserer Männlichkeit heraus, da wir das Gefühl haben, dafür unsere Kunst beeinträchtigen zu müssen. Wir setzen unsere Integrität und das was uns ausmacht aufs Spiel.<br><strong>DD:</strong> (unterbricht) Und das wiederum schwächt unsere gesamte Familie und unsere Community. Ich sag immer gerne, dass die erste Zeile vom Song: &#8220;N*gga be pressed to claim a street with a white man name&#8221; ein Zeugnis für den Wert ist, dem wir unser Leben in der Hood zuschreiben. Wir schreiben unseren Vierteln, wo wir leben, wie wir aufwachsen, so viel Wert zu, weil wir keine Verbindung zu unseren, wie schon gesagt, eigentlichen Wurzeln haben. Wir versuchen diese künstlichen Verbindungen zu Straßen aufzubauen, die die Kolonisten zusammengestellt haben. Wir versuchen daraus etwas eigenes zu machen.&nbsp;<br></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="EARTHGANG, CeeLo Green - POWER (feat. Nick Cannon) [Official Audio]" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/FhqNtlZB5sg?list=OLAK5uy_mcWN9Jbk9RJBJ44cgidzgnwLg5vp42oQM" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Ihr sprecht viel darüber, über den Druck der Versorger zu sein. Es geht also nicht nur darum berühmt zu sein, sondern vor allem, sich um die Menschen in eurem Umfeld zu kümmern? Wie geht ihr mit dem Druck um?</strong><br><strong>DD:</strong> Also für mich ist es so: Ich hab mich noch nie berühmt gefühlt und ich bezweifle, dass ich das jemals tun werden. Ich fokussiere mich einfach immer darauf, wie es den Menschen um mich rum geht, die echten Leute in meinem Leben, die nicht berühmt sind. Es gibt genug Menschen in meinem Leben, die nie berühmt sein werden. Ich kann mich selber einfach nicht berühmt fühlen, weil ich gar nicht weiß, wie das geht. Wenn wir über den Druck sprechen, sich um andere sorgen zu müssen, steht das an erster Stelle. Die Menschen, die mir nahe stehen, sind einfach vorrangig. Weißt du, wie ich das meine? Meine Musik und meine Liebe. Berühmt sein ist das Letzte über das ich nachdenke. Bekannt zu sein oder angeguckt zu werden ist einfach so weit entfernt von meinen Gedanken. Es ist einfach nur Teil des Jobs.&nbsp;</p>



<p><strong>Ein anderes Thema, das sich auf eurem Album wiederholt, ist Drogenkonsum als ein Art Bewältigungsmechanismus. Darum geht es auf »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=ogXDPrY6SPI">SMOKE SUM</a>« aber auch in einer Zeile von <a href="https://www.youtube.com/watch?v=zpH0Rxcl4JY">»ALL EYEZ ON ME«</a>: &#8220;My cousin poppin&#8217; pills &#8217;til the pain gone.&#8221; Drogen werden immer noch verteufelt und es geht weniger darum, dass sie auf der anderen Seite auch auch medizinisch&nbsp;und im richtigen Umgang gebraucht werden. Könnt ihr uns mehr dazu erzählen?<br>DD:</strong> Wie ist denn die Opioid-Situation in Deutschland? Gibt es viele Opioide oder ist das ein amerikanisches Problem?</p>



<p><strong>Es ist hier auf jeden Fall auch ein Problem, das gleichermaßen auch hier einfach viel ignoriert wird. Es ist nicht die gleiche Situation wie jetzt in West Virginia oder ähnlichen Orten, wo es riesig ist, aber gewisse Parallelen lassen sich durchaus ziehen</strong>.<br><strong>JV:</strong> Ja ich glaube ihr Leute habt eine andere Herangehensweise in dem Sinne, dass ihr versucht eine Lösung zu finden. Hier bei uns war das erste Mal, dass Amerika Drogensüchtige als Opfer gesehen hat, während der Opioid-Krise. Einfach, weil auch weiße Kinder betroffen waren.<br><strong>DD:</strong> Davor war es ein Krieg: &#8220;The war on drugs&#8221;.&nbsp;<br><strong>JV:</strong> Ja es war ein Krieg, es gab keine Beratungsbüros oder den Versuch den Menschen, das zu geben was sie brauchen. Es gab keine Therapie, es war einfach ein&nbsp;Krieg. Ich denke, so behandelt Amerika Menschen, die nicht aussehen wie der typisch-weiße Mann oder die typisch-weiße Frau. Drogen werden immer existieren, die meisten dieser Drogen&nbsp;werden aus natürlichen Pflanzen und natürlichen Dingen hergestellt. Die tiefere Bedeutung, die dahinter steckt – herauszufinden, warum Menschen Drogen nehmen – ist der Schlüssel dazu, mit diesen Dingen zu leben. Wir sagen immer: Es gibt bestimmt irgendwo einen Elefanten, der genau weiß, welche Pflanze ihn high macht (zwar kein Elefant, aber dafür <a href="https://www.youtube.com/watch?v=msx3BAhIeQg">Delfine</a>). Ich bin mir einfach sicher, dass es etwas ganz natürliches ist. Aber sobald es ums Geld geht und Rassismus involviert ist, verkompliziert sich alles.&nbsp;</p>



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<p><strong>Ich denke in Deutschland sind wir auch erst auf halbem Wege da, vor allem weil es eben so viel mit Rassismus zu tun hat. Es gibt einen großen Unterschied, ob einer von uns beiden (beide weiß und blond, Anm. d. Red.) oder eine Person of Color mit Drogen erwischt wird. Wir beide hätten einfach nur Spaß, eine Person of Color wird mit großer Wahrscheinlichkeit beschuldigt die Drogen zu verkaufen oder schlimmeres. Wenn man es also so betrachtet, haben wir noch einen weiten Weg vor uns. Drogen wurden hier zum Beispiel noch nicht entkriminalisiert.</strong><br><strong>JV:</strong> So sagt ihr das zwar, aber es ist in Wirklichkeit einfach verrückt, dass all diese Marihuana Firmen so viel Geld damit machen und immer noch Menschen deshalb hinter Gitter sind. Ich hasse es das so zu sagen, aber es ist einfach so eine beschämende Zeit, in der wir leben. Wenn ich in Zukunft mit meinen Kindern oder Enkelkindern darüber reden werde, dann werden sie sagen: &#8220;Krass, das ist wirklich so passiert?&#8221; Und ich muss dann zugeben: Ja, es ist einfach eine Schande. Vor allem, weil du beim Rauchen von Gras nur versuchst, die Zeit ein bisschen zu verändern, ihr ein wenig zu entkommen.&nbsp;</p>



<p><strong>Das ist auch etwas, das ihr auf »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=ogXDPrY6SPI">SMOKE SUM</a>« erwähnt: »My N*gga still in lock up / My Wiggas run the market / go figure, who&#8217;d have thought it?«<br>DD:</strong> Auf jeden Fall diese Zeile. Meine Brüder sind eingebuchtet und ich kenne einige weiße Leute, mit denen ich cool bin, mit denen ich befreundet bin, die eine Menge Geld durch Gras verdienen. Trotzdem denke ich mir dann: Dang! Ich fühle euch, aber zur gleichen Zeit ist es einfach zu viel. Über Jahre hinweg haben meine Homies wegen Gras eine Strafanzeige nach der anderen kassiert. Wenn du dann noch eine Waffe bei dir hast, hast du keine Chance mehr. Wir lassen die Waffen sogar weg und keiner von ihnen war Dealer! Trotzdem handeln sie sich eine Strafanzeige ein. Es ist also verrückt mit anzusehen. Es ist eine der beschämendsten Seiten des Lebens. Wir sprechen hier von Eltern, die bei sich zuhause sein sollten. Aber die Regierung wird das niemals zulassen und ich denke das hat zwei Gründe. Zum einen, wenn du Gras nicht strafbar machst, was ist dann der eigentliche Grund für die Razzia? Der Grund uns mit einer Schusswaffe zu bedrohen? Zweitens müssten sie dann ehrlich gesagt einen Weg finden, wie sie das meiste daraus ziehen können. Es geht einfach um Gier, sie müssen ihren Anteil bekommen und sicher stellen, dass sie schon vorher den größten Marktanteil besitzen. Von daher.. Ja.. (lange Pause)</p>



<p><strong>Um das Interview auf einer fröhlicheren Note zu beenden. Ihr seid beide bekanntermaßen große Fans von Filmen, daher wollten wir fragen: Wenn ihr einen Song zu einen Spielfilm machen könntet, welcher Song wäre es und wer würde Regie führen?</strong><br><strong>DD:</strong> basierend auf diesem Album?<br><strong>Von diesem Album oder einem anderen Projekt..</strong><br><strong>DD: </strong>Ich würde aus »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=kILlO21yTl4">Tequila</a>« (aus <meta charset="utf-8"><strong>EARTHGANG</strong>&#8216;s Album »Mirrorland«, 2019, Anm. d. Red.) einen Film&nbsp;machen, bei dem <strong>Quentin Tarantino</strong> (Kill Bill, Inglorious Basterds) Regie führt. Es würde ein richtiger Tarantino Film sein, bei dem wir beide zusammen mit <strong>Salma Hayek</strong> mitspielen (lacht). &#8220;Tequila, der Film&#8221;. Der Film handelt dann davon, wie wir die ersten sind, die Bootleg Tequila in Mexico herstellen, oder so ähnlich.<br><strong>JV:</strong> Ich würde wahrscheinlich selber Regie führen wollen.<br><strong>DD:</strong> Aber bei welchem Song?<br><strong>JV:</strong> Welcher Song? Welcher Song? (grübelt) Ich würde erstmal als Regisseur <strong>Ryan Coogler</strong> (Black Panther, Creed) ins Boot holen.<br><strong>DD:</strong> War mir schon klar, dass du an Coogler denkst, aber für was? Coogler wäre perfekt für »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=zpH0Rxcl4JY">ALL EYEZ ON ME</a>«. All Eyez On Me von Ryan Coogler wäre richtig krank.<br><strong>JV:</strong> (überlegt noch)<br><strong>DD:</strong> Oder <strong>Martin Scorsese</strong> als Regisseur für »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=h4BsFkjPmwg">BILLI</a>«, dass wäre auch verrückt (alle lachen)<br><strong>Oder eine Rom Com aus »<a href="https://www.youtube.com/watch?v=bKmZfW3jCBs">LIE TO ME</a>« mit einem Hauch Drama, das wäre doch gut..</strong><br><strong>JV:</strong> von <strong>Judd Appatow</strong> (Trainwreck, Beim Ersten Mal) (alle lachen)<br><strong>DD:</strong> (lacht laut) Judd Appatow! Mit fucking <strong>Seth Rogen</strong> oder so (lacht).</p>



<p><br></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mostdope.tv/interviews/earthgang-ueber-ghetto-gods-warum-erfolg-niemals-an-erster-stelle-steht-und-bootleg-tequila-mit-salma-hayek">EARTHGANG über »GHETTO GODS« und warum Erfolg niemals an erster Stelle steht</a> erschien zuerst auf <a href="https://mostdope.tv">Mostdope</a>.</p>
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